DE721382C - Typendruckmaschine mit einer Anzahl von den verschieden breiten Typen angepassten Papierschlittenschaltvorrichtungen - Google Patents

Typendruckmaschine mit einer Anzahl von den verschieden breiten Typen angepassten Papierschlittenschaltvorrichtungen

Info

Publication number
DE721382C
DE721382C DEB172921D DEB0172921D DE721382C DE 721382 C DE721382 C DE 721382C DE B172921 D DEB172921 D DE B172921D DE B0172921 D DEB0172921 D DE B0172921D DE 721382 C DE721382 C DE 721382C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
line
machine according
switching devices
lever
paper
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB172921D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
RICHARD BOHR
Original Assignee
RICHARD BOHR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by RICHARD BOHR filed Critical RICHARD BOHR
Priority to DEB172921D priority Critical patent/DE721382C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE721382C publication Critical patent/DE721382C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41JTYPEWRITERS; SELECTIVE PRINTING MECHANISMS, i.e. MECHANISMS PRINTING OTHERWISE THAN FROM A FORME; CORRECTION OF TYPOGRAPHICAL ERRORS
    • B41J19/00Character- or line-spacing mechanisms
    • B41J19/18Character-spacing or back-spacing mechanisms; Carriage return or release devices therefor
    • B41J19/60Auxiliary feed or adjustment devices
    • B41J19/64Auxiliary feed or adjustment devices for justifying

Landscapes

  • Accessory Devices And Overall Control Thereof (AREA)

Description

  • Typendruckmaschine mit einer Anzahl von den verschieden breiten Typen angepaßten Papierschlittenschaltvorrichtungen Die Erfindung bezieht sich auf Typendruckmaschinen mit einer Anzahl von den verschieden breiten Typen angepaßten P,apierschlittenschaltvorrichtungen.
  • Mit -diesen bekannten Typendruckmaschinen kann man e-in der Druckschrift ähnliches Schriftbild herstellen. Das Schriftbild weicht aber noch erheblich von dem Buchdrucksatz ab, so daß es für bessere Vervielfältigungen nicht verwendbar ist.
  • Das Satzbild des Buchdrucks baut sich nämlich nach typographischen Punkten auf, und es ist zur Zeit noch nicht möglich, diese Fülle von Schaltungen anzuordnen. Auch im beschränkten Umfange ist dies nach den bekannten Vorschlägen nicht möglich. Das kleine t z. B. würde dann auf einen anderen Typenhebel zu stehen kommen als das große T. Hinzu kommt noch, daß eine Typendruckmaschine nicht nur eine, sondern mindestens zwei Schriftgattungen, die eine als Fettdruck, schreiben muß.
  • Auch der Ausschluß der Zeilen- bzw. des Satzbildes muß nach typographischen Punkten erfolgen, was mit .den bekannten Vorschlägen ebenfalls nicht zu erreichen ist. Es ist z. B. bekannt, die Schriftzeile auf eine dehnbare Unterlabe zu schreiben, die zwecks Ausschluß ausgezogen oder nachgelassen wird, um dann die Zeile in das Satzbild zu übertragen. Dadurch wird aber .das Schriftbild verändert. Der Ausschluß der Zeile darf nur in den Zwischenräumen der einzelnen Wörter vollzogen werden.
  • Ferner ist es bekannt, durch seitliches Verschieben andere Schaltbreiten durch den Tastenhebel zu bewirken, z. B. Umschalten auf Großbuchstaben. Auch diese Einrichtung schafft nicht die Möglichkeit einer unbegrenzten Zahl von Schaltungen, wie sie di,e punktweise Schaltung zur Voraussetzung hat.
  • Ferner ist es mit dem heutigen Stand der Technik nicht möglich, den Schriftsatz wie beim Buchdrucksatz mit Rändern und Einfassungen zu versehen, und ebenso ist keine Möglichkeit vorhanden, Druckfehler zu berichtigen.
  • Gemäß der Erfindung wird das Problem so gelöst, daß die Hebelgestänge der einzelnen Schaltvorrichtungen,die jeweils eine um einen typographischen Punkt voneinander abweichende Schaltweite des Papierschlittens bewirken -und in ihrer Anzahl der von den verwendeten Schriftgattungen umfaßten Punktzahl angepaßt sind, außer mit den Buchstabentasten der jeweils in ihrer Breite der Schaltweite der einzelnen Schaltvorrichtungen entsprechenden Typen je mit einer besonderen Leertaste verbunden sind, derart, daß auch Zwischenräume in jeder Buchstabenbreite geschaltet werden können. Es können also die Hebel jeder Gruppe für sich allein und auch gekuppelt betätigt werden, so wie das bei der Schreibmaschine .der Fall ist z. B. mit der Leertaste. Auf diese Weise kann man alle Punktschaltungen leer für die Wortzwischenräume und sie auch zugleich mit den Typenhebeln tasten. Um letzteres zu bewirken, führen von den Punktschalthebeln eine entsprechende Zahl Punktschaltzungen unter jeden Typenhebel, z. B. für die Magerschrift kleines t und großes T und ebenso für die Fettschrift usw., im Beispiel also vier Schaltzungen. Diese treten dann wie bei der Schreibmaschine durch Umschalten wechselseitig in Tätigkeit.
  • Die Umschaltung muß sich wegen der großen Zahl an Schaltzungen anders vollziehen wie bei den bekannten Vorschlägen. Die Zungen gleiten durch Führungslöcher einer Platte, und diese ist allseitig verstellbar (Umschaltung).
  • Um den fertigen Schriftsatz dann wie beim Buchdrucksatz mit Einfassungen usw. zu versehen, wird die Papierwalze durch eine Feder in jeder Richtung gedreht, und an der Papierwalze werden die gleichen Punktschaltungen angebracht, die hier in einer beschränkten Zahl genügen. Die Papierwalze kann selbstverständlich vorwärts und rückwärts laufen nach bekannten Vorrichtungen. An der Maschine sind Typenhebel vorhanden mit der entsprechenden Umrandungstype. Beim Niederdrücken des Typenhebels wird durch einen Winkelhebel eine Seitwärtsbewegung erzeugt. Durch ein Loch am Winkelhebel gleitet lose eine waagerechte Stange, die zu den Punktschaltungen an der Papierwalze führt. Durch eine Schraube wird dann der Winkelhebel zur Betätigung der Punktschaltungen nur an der Stange festgeschraubt und die beiden vorher beschriebenen Hebelgruppen der Typendruckmaschine wieder entkuppelt. Drückt man nun auf die entsprechende Zeichentaste, so wird das Zeichen gedruckt, und zugleich dreht sich Bernach die Papierwalze um die der Taste bzw. Type entsprechende Punktzahl weiter. Hat man senkrecht den Rand bedruckt, löst man die Schraube am Winkelhebel wieder, kuppelt wieder zusammen und führt den waagerechten Rand aus, stellt die Schraube am Winkelhebel wieder fest, entkuppelt wieder, stellt Rückwärtsgang ein und führt die dritte Seite aus, löst die Schraube am Winkelhebel wieder, kuppelt und führt die vierte Seite der Umrandung aus. Man kann auch unten links beginnen und den linken Winkel der Umrandung und dann wieder unten links beginnen und den rechten Winkel der Umrandung ausführen.
  • Der Ausschluß der Zeilen erfolgt entgegen den bekannten Einrichtungen in der Weise, daß man sich die Zeile oder der Geübte nur das Zeilenende vorschreibt, so daß man für die Reinschrift den richtigen Stand der Buchstaben ersehen kann. Hierzu kann man nun verschieden verfahren. Der Fachmann oder Maschinensetzer wird eine Vorschrift der Zeile kaum benötigen, er führt das letzte Wort, das er ohne weiteres abschätzen kann, von einem Anschlag mit der Rücktransporttaste, wie sie an jeder Schreibmaschine vorhanden ist, aus. Der geübte Laie wird sich nur das Zeilenende vorschreiben, und der Laie des Buchdrucks benötigt eine Vorschrift der Zeile. Es kommt ja auch nicht auf Schnelligkeit, sondern auf Sauberkeit an. Der Vorsprung ist ja trotzdem sehr groß.
  • Geschrieben wird die Zeile als Vorschrift auf eine dehnbare Unterlage, die hier aber nicht wie bei den bekannten Einrichtungen zur Übertragung dient, sondern durch izaclilassen oder Anziehen lediglich den Stand der einzelnen Wörter für die Reinschrift anzeigt. Die dehnbare Unterlage ist zugleich als Farbband ausgebildet und dient zur einen Hälfte dazu, die Vorschrift der Zeile sichtbar wiederzugeben, und zur anderen Hälfte liefert es wie ein Farbband den Farbstoff für den Druck der Type. Das Farbband schaltet dann in Zeilenlängen weiter. Selbstverständlich kann man die Sache auch getrennt lasen und nur für die Vorschrift eine besondere Einrichtung mit einer dehnbaren Unterlage treffen. Diese ist dann an einem Bügel zwecks Reinschrift abwärts zu stellen. Das Gummiband kann durch die Abwärtsbewegung jedesinal eingefärbt werden, so daß sich das Schriftbild in Weiß abhebt.
  • Das eingefärbte Gummiband einet sich nur dann besonders, `nenn für die Typenliebel zwecks sauberen Drucks ein besonderes Farbwerk angebracht wird, wie später beschrieben.
  • Zum Herstellen von Notenblättern werden Typenhebel mit Notenzeichen versehen, und die Noten können in an sich bekannter Weise geschrieben werden, wozu sich die Typendruckmaschine mit ihrer allseitigen SChaltweise besonders eignet. Als Notenschreibmaschine hat die vorliegende Erfindung den Vorteil, daß die Notenblätter mit satzgerechten Texten versehen werden können, was meistens das Schwierigste ist.
  • Es folgt die Beschreibung an Hand schematischer "Zeichnungen. Fig. z zeigt uns die Maschine in beispielsweiser Ausführungsform. Auf einem Untersatzrahmengestell ist die Schreibmaschine aufmontiert. Von allen Tastenhebeln r führt je eine runde Stange 3 durch Führungslöcher der Platte., die am Rahmengestell :2 befestigt ist. Innerhalb des Rahmengestells 2 sind so viel abwärts federnde bügelartige Hebel 5 angebracht, als Schaltpunkte vorgesehen sind, in unserem Beispiel also zehn. An jedem dieser Hebel sind waagerecht laufende Schienen 6 (Vorderansicht Fig.II) befestigt, undzwar unter jederTastenhebelreihe eine, bei vier Tastenhebelreihen also an jedem Hebel 5 vier Schienen. An diesen Schienen werden ebenfalls Stangen 8 beweglich befestigt, die durch Führungslöcher der Platte 7 bis -unmittelbar unter die Stangen 3 der Tastenhebel reichen. Da jeder Tastenhebel zwei Typen, Groß- und Kleinbuchstabe (in diesem Beispiel nur zwei, um anschaulicher darzustellen, sonst also mehr), druckt, müssen zwecks Umschaltung zwei solche Stangen 8 nebeneinander angebracht werden, die für Groß- und Kleinbuchstaben umschaltbar sind (veranschaulicht in Fig. III, Vorderansicht, schematische Darstellung). Dies vollzieht sich mit dem Umschalthebel 9, indem die Platte 7 seitwärts gerückt wird. (Für mehrere Schriftarten und Notenzeichen ist diese Platte außerdem noch vor- und zurückschaltbar; die Stangen 8 sind dann paarweise hintereinander angeordnet.) Drückt man auf einen Tastenhebel i, so stößt die Stange 3 .auf die darunter befindliche Stange 8. Dadurch wird der betreifende Bügel 5 niedergedrückt und schaltet die Papierwalze 23 um die vorgesehene Punktzahl weiter. Wie dies vor sich geht, soll an Hand der Fig. III und IV erläutert werden. Fig. III zeigt zunächst den Vorgang eines einzelnen Schaltpunktes, ein Vorgang, wie er ähnlich bereits an den Schreibmaschinen vorhanden ist. Das Sternrad io dreht sich vor einer Fläche ii. In die Lücken greift eine Nase 15 des flächenartigen Hebels 12. Daran befindet sich eine gefederte Zunge 13, die sich gegen ihre Feder 16 innerhalb der beiden Anschläge 14 durch das Sternrad io in den Pfeilrichtungen bewegen läßt. (Das Sternrad erhält seine Drehung in der Pfeilrichtung durch die Papierwalzenzugfeder.) Wird nun der Flächenhebel 1:2" jetzt in Fig.IV aus seiner Ruhestellung (punktierte) in der Pfeilrichtung bewegt, so wird die Zunge 13 hinter dem Sternrad io frei und durch die Feder 16 seitwärts gedrückt, wie dies' in Fig. III zu sehen ist Geht der Flächenhebel wieder zurück in die Ruhestellung, so wird jetzt das Sternrad frei und nimmt in Pfeilrichtung die Zunge 13 mit, bis .diese gegen den Anschlag 14 stößt, damit hat sich die Papierwalze um einen Punkt fortgeschaItet. Wollen wir nun zehn verschiedene Punktzahlen schalten, so ordnen wir zehn solche Schaltrichtungen hintereinander an, und hinzu kommt dann noch eine elfte, die `die Ruhehaltung der Sternräder übernimmt. Fig. I veranschaulicht dies in Seitenansicht. Elf Sternräder sind auf einer Welle befestigt. Die beiden ersten sind in gleicher Größe und haben beispielsweise zehn Lücken. Rad 18 ist für die Ruhestellung; Rad i9 ist für die Schaltung, und zwar für die weiteste Schaltung für zehn Punkte. Das nächste Rad zählt elf Lücken und wird um die hinzukommende Lücke größer und schältet dadurch nur neun Punkte usw., oder wir nehmen gleich große Sternräder und ändern bei jedem Sternrad die Zwischenräume der einzelnen Lücken. Darunter -sind nun ebenfalls elf Flächenhebel 1a (wie Fig.III) angeordnet. Der erste davon, 20, ist jedoch ohne Zunge, da er ja nur die Sternräder bzw. die Papierwalze aufzuhalten hat. In 21 wird gerade ein Flächenhebel in Tätigkeit gesetzter stößt dabei gegen eine Querstange, besser gesagt Sprosse der Leiter 12 (s. Fig. V), und schiebt diese vor sich her, so daß die erste Sprosse gegen den Flächenhebel2o stößt und dadurch die Sternräder freigibt, während sich alle übrigen Sprossen lose in den Zwischenräumen bewegen. So vollzieht sich das nun in allen zehn Punkten.
  • In Fig. I wird mit jeder Tastenbewegung ein Farbwerk 24 in Tätigkeit gesetzt, das die jeweilige Type einfärbt (an sich bekannt). Damit das Farbwerk die Sicht nicht versperrt, ist die Papierwalze 23 unmittelbar hinter .den Tastenhebelreihen angeordnet, so daß :diese von rückwärts auf die Papierwalze wirken (s. Fig. I). Von jedem Bügelhebel 5 ist außerdem eine Leertaste 25 für Zwischenräume zu betätigen. Größere Typenformen müssen der Kreisform der Papierwalze entsprechen, oder diese muß stellenweise abgekantet sein.
  • Zum Ausschließen der Zeilen dient eine Vorrichtung in Fi.g. II. Sie besteht aus einem Bügel 26, der die Papierwalze 23 umspannt und um die Walzenachse drehbar gelagert ist. Daran befindet sich ein seitwärts verstellbarer Hebel 27, der durch eine gefederte Klinke 28 in der Verzahnung 29 in der jeweils eingestellten Lage gehalten wird. Ein Gummiband 34 ist mit seinem einen Ende 32 an dem Hebel 27 und mit seinem anderen Ende 3o an der anderen Seite des Bügels 26 befestigt. Die Zeile wird nun zunächst auf das Gummiband geschrieben, darauf wird durch Verschwenken des Hebels 27 das Gummiband ausgezogen oder nachgelassen, bis der gewünschte Zeilenahschluß eintritt. Die Klinke 28 greift nun beim Loslassen in die Verzahnung 29 und hält das eingestellte Gummiband fest. Nun wird die ganze Vorrichtung 26 abwärts geschoben, so daß nun die Reinschrift beginnen kann. Man betätigt die Punkttaste so viel mal, bis der erste Buchstabe eines jeden Wortes auf dem Gummiband im Schlitz der Typenhebelführung erscheint und schreibt dann jeweilig das Wort. Hat man das Gummiband ausgezogen, dann drückt man in der nächsten Zeile links einen größeren Zwischenraum zwischen jedem Wort, wodurch man genau wie beim Buchdrucksatzdas Satzbild ausgleichen. kann. Das Gummiband kann so breit sein, das man mehrere Zeilen untereinander schreiben kann. Es kann auch so eingerichtet sein, daß es wie ein Farbband sich in Trommeln auf- und abrollt. Zu diesem Zweck befindet sich links an der Vorrichtung 26 eine Klemmvorrichtung 30 und rechts an dem Hebel :27 ebenfalls eine. 32, die beide entspannt werden, um das Gummiband um Zeilenlänge aufzurollen.
  • Eine andere Ausführungsform besteht darin, daß das Gummiband beim Abwärtsstellen durch das Farbwerk 39 nach jeder Zeile eingefärbt wird und.zugleich zum Einfärben der Typen dient. Die Zeile hebt sich dann in Weiß auf dem Gummiband ab. Nun zur Korrektur: Geschrieben wird der Schriftsatz auf abwaschbares Aluminiumpapier. Zum Auswaschen einzelner Worte und Zeilen werden aufsteckbare Schablonen mit Schlitzen (s. Fig. VI, 31) verwendet. Die Schlitze sind nach unten ausgebuchtet, damit sie die anderen Zeilen nicht verwischen. Mit einem kleinen Wattebausch, auf ein Hölzchen gesteckt und mit Benzin getränkt, kann man dann die Stellen auswaschen.
  • Besonders eignet sich die Maschine auch zur Herstellung von Noten, da sie zugleich auch den Drucktext darunter setzt. Die Typenstäbe (s. Fig. i) werden um so viel verlängert, daß zwei Schriftgrade und Noten darauf Platz haben. Die einzelnen Noten sind nicht alle fertig, sondern werden zusammengesetzt wie beim Notenstich; z. B. gibt es eine ganze Note, zwei halbe mit Auf-und Abstrich und eine viertel mit Auf- und Abstrich, alles andere, z. B. Fähnchen, Balken usw., wird zusammengesetzt. Die Papierwalze muß hierzu stillstehen, die Zwischenräume zwischen den Noten werden durch eine Leertaste mit der Hand geschaltet. Die Umschaltung hierzu erfolgt in Fig.I mit dem Hebel 35, indem dieser hochgestellt wird. Dadurch wird das Schreibmaschinengestell vom Untersatzgestell ein Stück entfernt, wodurch die Stangen 3 der Typentasten nicht mehr auf die Bügel 5 wirken können. Zur Einstellung auf die jeweiligen Notenlinien oder deren Zwischenräume dient eine Einstellvorrichtung an der verlängerten Welle und Lagerung der Papierwalze 36 (s. Fig. II). Auf einer kreisförmigen Fläche 37, die an der Lagerung befestigt ist, sind Notenlinien aufgezeichnet, an der linken Seite ist diese für Linien und Zwischenräume mit Einschnitten versehen, in die der gefederte Sternhebel 38 eingreift, wenn .die Kurbel ,4o bewegt wird. Da die Papierwalze durch Leertasten auf jeden Punkt einzustellen geht, kann man alle Noten und Zeichen so zusammendrucken, wie der Notenstecher die Noten schlägt, auch Bogen, Schwellungszeichen usw. sind zusamrnensetzbar durch entsprechende Zeichen. Der Sauberkeit halber werden diese aber besser nachträglich eingezeichnet oder durch Stempel eingedruckt und auch Notenlinien als Vordrucke benutzt. Da dieses Drucksatz-bild zur Herstellung von Druckstöcken oder Druckplatten dienen soll, kommt es nicht auf Schnelligkeit, sondern in .erster Linie auf Sauberkeit an, im Gegensatz zu den bekannten Noten- und Druckschriftschreibmaschinen, deren Schreib- oder Notenbild unmittelbar der Vervielfältigung dienen soll.
  • Notenschreibmaschinen, verbunden mit Textschreibmaschinen, sind bekannt. Neu ist in vorliegender Erfindung, daß :die Noten mittels der punktweisen Schaltung so zusammengedruckt und rnit allen Zeichen versehen werden können, wie vom Notenstecher der Stich erfolgt, und daß der Text in richtiger Druckschrift ausgeschlossen und satzrichtig darunter gesetzt werden kann, ohne daß die einzelnen Zeilen erst zusammengesetzt und geklebt werden müssen.
  • Auch für Schriftsatzurnrandungen usw. kann die Erfindung mit Vorteil angewendet werden. Hierzu ist ein Schaltwerk, wie es eingangs dieser Beschreibung für die Tastenhebel beschrieben ist, auch am Schlitten der Papierwalze angebracht, wodurch sich die Papierwalze beim Drücken der Zeichentaste von selbst schaltet und dreht. Mit der Kurbel 4o (s. Fig. II) wird eine Spiralfeder .1i gespannt, und diese greift mit einer Knagge :16 in ein Zackenrad der Papierwalze. io und 12 sind Schaltvorrichtungen, wie unter Fig. III beschrieben. Mit einem Riegel 45 wird einer der Schalthebel mit der Stange 44 verbunden. Durch eine Schraube .13 wird wiederum einer der Zeichentastenhebel 41 mit der Stange :1.1 beweglich verbunden. Drückt man nun auf die betreffende Taste, so wird die Stange .1.1 durch die Winkelhebel 48 seitwärts gerückt und löst dadurch die vorgesehene Schaltung aus. Der Schlitten steht also still, während sich die Papierwalze beim Betätigen der Tasten fortgesetzt ruckweise dreht. Nun tippt man erst die senkrechten Ränder, löst dann die Schraube .13, so daß die Stange .1.1 lose durchrutschen kann. Nun schaltet man mit dem Hebel 35 wieder um auf seitlichen Transport und tippt die waagerechten Ränderteile. Die Druckfarbe wird niit einem Schnelltrockenstoff versetzt, damit sich die Farbe nicht verwischen kann. Für die Zeichentasten d?ent das Farbwerk 2d. (s. Fig. I), während das zweite Farbwerk .19 zur Einfärbung des Gummibandes dient.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Typendruckmaschine mit einer Anzahl von den verschieden breiten Typen angepaßten Papierschlittenschaltvorricht.ungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebelgestänge (@) der einzelnen Schaltvorrichtungen, die jeweils eine um einen typographischen Punkt voneinander abweichende Schaltweite des Papierschlittens bewirken und in ihrer Anzahl der von den verwendeten Schriftgattungen umfaßten Punktzahl angepaßt sind, außer mit den Buchstabentasten der jeweils in ihrer Breite der Schaltweite der einzelnen Schaltvorrichtungen entsprechenden Typen je mit einer besonderen Leertaste (25) verbunden sind, derart, daß auch Zwischenräume in jeder Buchstabenbreite geschaltet werden können.
  2. 2. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß außer dem in Richtung der Zeilen weiterzuschaltenden Papierschlitten auch die Papierwalze durch Anordnen einer Anzahl von mit ihrer Achse zusammenwirkenden Schaltvorrichtungen punktweise in Zeilenabstandsrichtung geschaltet werden kann.
  3. 3. Maschine nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine dehnbare Unterlage, auf welcher der Ausschluß der Zeilen durch Vorschreiben der Zeile oder des Zeilenendes erfolgt. q..
  4. Maschine nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweilig abgedruckte Type durch ein Buchdruckfarbwerk (24) eingefärbt wird, wobei die Sichtschrift dadurch erhalten bleibt, daß die Typenhebel von rückwärts auf die Papierwalze wirken. .
  5. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die dehnbare Unterlage als Farbband ausgebildet ist, das in Zeilenlängen weiterschaltet und einerseits zum Vorschreiben der Zeile und andererseits als Farbband für die Reinschrift dient.
  6. 6. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß außer den Drucktypen Notenzeichen angebracht sind.
  7. 7. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschaltung allseitig verstellbar ist, so daß mehrere Schriftgattungen mit einer Tastatur betätigt werden können.
DEB172921D 1936-02-11 1936-02-11 Typendruckmaschine mit einer Anzahl von den verschieden breiten Typen angepassten Papierschlittenschaltvorrichtungen Expired DE721382C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB172921D DE721382C (de) 1936-02-11 1936-02-11 Typendruckmaschine mit einer Anzahl von den verschieden breiten Typen angepassten Papierschlittenschaltvorrichtungen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB172921D DE721382C (de) 1936-02-11 1936-02-11 Typendruckmaschine mit einer Anzahl von den verschieden breiten Typen angepassten Papierschlittenschaltvorrichtungen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE721382C true DE721382C (de) 1942-06-03

Family

ID=7007134

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEB172921D Expired DE721382C (de) 1936-02-11 1936-02-11 Typendruckmaschine mit einer Anzahl von den verschieden breiten Typen angepassten Papierschlittenschaltvorrichtungen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE721382C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE975956C (de) * 1948-07-08 1962-12-27 Ibm Deutschland Schalteinrichtung an druckenden Bueromaschinen mit Typenhebelgetriebe, insbesondere Schreibmaschinen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE975956C (de) * 1948-07-08 1962-12-27 Ibm Deutschland Schalteinrichtung an druckenden Bueromaschinen mit Typenhebelgetriebe, insbesondere Schreibmaschinen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE925201C (de) Durch Lochkarten gesteuerte statistische Maschine
DE906270C (de) Druckwerk fuer Buchungsmaschinen
DE1254647B (de) Typenhebeldruckwerk an kraftgetriebenen Schreib-, Schreib-Rechen- und aehnlichen Maschinen
DE1288096B (de) Einrichtung an kraftangetriebenen Schreib- und ähnlichen Maschinen zum tastensteuerbaren, selbsttätigen Abdruck von Zeichenfolgen
DE1137042B (de) Papierwagenschaltvorrichtung mit Zahntrieb an Schreib- und aehnlichen Maschinen fuer proportionale Buchstabenschaltung
DE721382C (de) Typendruckmaschine mit einer Anzahl von den verschieden breiten Typen angepassten Papierschlittenschaltvorrichtungen
DE641549C (de) Druckende Lochkartenmaschine
DE343935C (de) Verfahren und Schreibmaschine zum Herstellen einer buchdruckaehnlichen Schrift
DE638139C (de) Typenzylinderschreibmaschine mit Tasten
DE714685C (de) Druckeinrichtung fuer maschinell auszuwertende Angabentraeger
DE356856C (de) Addier- und Listenmaschine
DE84608C (de)
DE102220C (de)
DE375724C (de) Farbbandeinstellung fuer Schreibmaschinen mit Typenstangen
DE482658C (de) Schreibvorrichtung fuer Rechenmaschinen
DE67862C (de) Typenrad - Schreibmaschine
DE245496C (de)
DE3910876A1 (de) Drucker zum drucken eines rasters
DE65748C (de) Typenschreibmaschine
DE2630072C3 (de) Fettschreibe-Einrichtung an einer Schreibmaschine
DE319715C (de) Schreibmaschine zur gleichzeitigen Erzeugung von Blindenschrift und gewoehnlicher Schrift
DE51319C (de) Neuerungen an Typenschreibmaschinen
DE531678C (de) Verfahren zur Herstellung von Druckformen mit buchdruckaehnlicher Schrift mittels Schreibmaschine
DE133834C (de)
DE125999C (de)