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Halterung für Glimmlampen Die Erfindung betrifft eine Halterung für
Glimmlampen mit außerhalb der Glimmlampe befindlichen, für den Betrieb der Glimmlampe
erforderlichen Vorwiderständen, insbesondere für Leuchtzeichenanlagen.
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Solche Halterungen sind an und für sich bereits bekannt. So ist es
bei einem Schalter bereits bekanntgeworden, die Zuleitung im Sockel oder eine Schiene
in einer Berührungsschutzplatte aus Widerstandsmaterial vorzusehen. Ferner ist es
bei einem Schalter bekanntgeworden, den Mittelkontakt der Glimmlampenfassung aus
Widerstandsmaterial auszubilden. Als Widerstandsmaterial selbst, allerdings für
in die Lampe oder deren Sockel einzubauende Widerstände, ist eine Mischung unter
Verwendung von Graphit und Kunststoff bekanntgeworden. Die genannten Halterungen
sind aber für manche Zwecke nicht sonderlich gut geeignet.
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Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß Glimmlampen einen außerordentlich
kleinen Stromverbrauch haben, und daß der mit ihnen in Reihe geschaltete Vorwiderstand
sehr hochohmig (etwa 20 000 Ohm) sein muß.
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Zur Lösung der der Erfindung zugrunde liegenden Aufgabe ist die Halterung
gekennzeichnet durch eine aus Isoliermaterial bestehende Tragplatte, auf deren Oberflächen
an die Stromquelle anzuschließende Schichten aus Widerstandsmaterial aufgebracht
sind, die so bemessen sind, daß sie als Vorwiderstand für die Glimmlampen dienen,
und mit denen beim Ein-bzw. Aufsetzen der Glimmlampen in bzw. auf die Tragplatte
jeder Kontakt der Lampen mit je einer Widerstandsschicht in leitende Verbindung
kommt.
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Die Erfindung weist unter anderem den Vorteil auf, daß sich bei dieser
Konstruktion die Herstellungs-und Einbaukosten beträchtlich vermindern lassen. Es
können eine oder beide Schichten beispielsweise aus Gummi oder einem ähnlichen Material
sein, das durch Beifügung leitender Partikeln, vorzugsweise leitendes Kohlenschwarz,
z. B. Acetylenschwarz, etwas leitend gemacht worden ist. Hierunter sei verstanden
die Herabsetzung des spezifischenWiderstandes vonMillionen Megohm auf einen Bereich
von wenigen Ohm bis einigen hundert Megohm je Kubikzentimeter. Ganz allgemein kommen
als elektrisches Widerstandsmaterial nichtmetallische organische, normalerweise
isolierende Grundstoffe in Frage, die durch das Einverleiben von leitendem Kohlenschwarz,
beispielsweise Acetylenschwarz, in einen schwach- oder schlechtleitenden Zustand
gebracht werden können. - Besonders vorteilhaft ist die Erfindung bei Anwendung
auf ein veränderliches Leuchtzeichen. - Als Material für die Tragplatte kommt beispielsweise
ein durchdringbares Material in Frage, wie z. B. Karton oder Kork, welches das Durchdringen
eines am Sockel der Glimmlampen angebrachten Kontaktstiftes beim Aufsetzen der Lampen
gestattet.
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Eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Halterung ist gekennzeichnet
durch eine Ausbildung der äußeren Schicht der Tragplatte aus einem elastischen Geflecht
oder Gewebe mit den Lampensockelabmessungen angepaßten Maschen zum Einsetzen bzw.
Halten der Sockel der Lampen in diesen Maschen und durch eine Tragplatte, durch
die hindurch die als Durchsteckstifte ausgebildeten Mittelkontakte der Glimmlampensockel
die Tragplatte durchdringen und mit der gegenüberliegenden Schicht in leitende Verbindung
kommen können. Bei dieser Ausführungsform der erfindungsgemäßen Halterung sind somit
bestimmte mechanische Eigenschaften des verwendeten Widerstandsmaterials für die
Halterung der Lampen als solcher ausgenutzt.
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Beispielsweise kann auf der den Lampen abgekehrten Rückseite der Tragplatte
ein Überzug aus Widerstandsmaterial bzw. eine entsprechende Schicht aufgetragen
oder haftend angebracht sein, während auf der Vorderseite der Tragplatte ein als
Widerstandsschicht dienendes, elastisches Netz oder Gitter, vorzugsweise aus elastischem
Gummi oder einem anderen elastischen Gewebe mit Zusatz von elektrisch leitenden
Partikeln, angebracht ist. Die Maschenweite ist hierbei so bemessen, daß beim Einbringen
des Sokkels einer Glimmlampe in eine der Maschen diese den Sockel so umfaßt, daß
sie ausreichend elektrischen Kontakt mit dem Sockel hat. Die genannte Schicht auf
der Rückseite der Tragplatte und das Gitter bilden den für den Betrieb der Glimmlampe
erforderlichen Widerstand.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Halterung ist gekennzeichnet durch Stromanschlüsse für die
Schichten an entgegengesetzten Enden bzw. an diametral einander gegenüberliegenden
Ecken dieser Schichten.
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Hierdurch ergibt sich eine besonders zweckmäßige Verteilung der Strombahnen
in den Schichten.
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Eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßenHalterung kanngekennzeichnet
sein durch eine Abdeckung der inneren, auf der den Lampen abgekehrten Seite angebrachten
Schicht mit einer Magnetplatte, welche dazu dient, die die Tragplatte durchsetzenden
Kontaktstifte der Lampen anzuziehen und in ihrer Lage zu sichern.
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In der Zeichnung ist die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel näher
erläutert. Es zeigt Fig.1 einen senkrechten Schnitt durch ein veränderliches elektrisches
Leuchtzeichen mit einer für diesen Zweck besonders ausgebildeten Lampe, Fig. 2 in
verkleinertem Maßstabe eine Draufsicht auf die Tragplatte und die Schichten, aus
der die Anordnung der volleitenden Kontakte zu den Schichten aus Widerstandsmaterial
und der Verlauf der Strompfade ersichtlich sind, und Fig. 3 im Maßstabe der Fig.
2 eine Draufsicht auf eine gegenüber der Anordnung nach Fig. 2 etwas abgeänderte
Ansführungsart.
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In Fig. 1 ist eine Anwendung der Erfindung auf ein veränderliches
Leuchtzeichen dargestellt.
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In einem Rahmen 41 ist eine isolierende Platte 42
aus
durchdringbarem Material, beispielsweise Karton oder Kork, angeordnet. Auf der Rückseite
der Platte 42 ist ein überzug bzw. eine Schicht 43 aus Widerstandsmaterial aufgetragen
oder haftend aufgebracht, während auf der Vorderseite der Platte 42 ein Netz oder
Gitter vorzugsweise aus elastischem Gummi oder einem anderen elastischen Gewebe
mit darin enthaltenen leitenden Partikeln angeordnet ist. Die Maschenweite ist hierbei
so bemessen, daß beim Einbringen des Sockels einer Neonglimmlampe in eine der Maschen
diese den Sockel so umfaßt, daß sie ausreichend elektrischen Kontakt mit dem Sockel
hat. Die Schichten 43 und das Gitter 44 bilden den für den Betrieb einer Neonglimmlampe
erforderlichen Widerstand. Zur Herstellung des Lampenstromkreises dient ein Stift
46 am Mittelkontakt der Lampe, der die Platte 42 durchsetzt und Kontakt mit der
Schicht 43 hat. Statt des Stiftes können zur Herstellung einer leitenden Verbindung
mit der Schicht 43 auch andere Mittel vorgesehen werden, jedoch gibt der Stift einen
zufriedenstellenden Kontakt und erfordert keine Abänderung der Platte 42. Für den
Schutz der Schicht 43 ist eine Abdeckplatte 48 vorgesehen.
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Die Neonglimmlampe oder eine beliebige Anzahl von Neonglimmlampen
wird an den gewünschten Stellen durch die Maschen des Netzes 44 so weit eingeführt,
daß der Stift 46 jeder Röhre die Platte 42 durchdringt und mit der Schicht 43 in
Kontakt kommt.
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Fig. 2 und 3 zeigen die Art und Weise, in welcher der Strom der Schichten
aus Widerstandsmaterial der im vorangehenden beschriebenen Leuchtzeichenanlagen
zugeführt werden kann. Vorzugsweise sind hierfür Leiter 71, 72 vorgesehen, die längs
entgegengesetzter Kanten und auf gegenüberliegenden Seiten angeordnet sein können,
so daß jeder Leiter Kontakt mit den entgegengesetzten Enden jeder der Schichten
hat. In Fig. 3 sind diese Leiter als Winkelstücke 73, 74 gezeigt, die an
diagonal gegenüberliegenden Ecken angeordnet sind und sich teilweise längs der anschließenden
Kanten erstrecken. An den Leitern können Verbindungsklemmen 75, 76 oder ähnliche
Teile für den Anschluß an einem Stromkreis befestigt sein. Bei diesen Anordnungen
besteht keine Gefahr, daß Kurzschlüsse eintreten, wenn die Schichten schwach leitend
gemacht werden. Dies zeigen die Strompfade 77, die zu einer auf der Leuchtzeichengrundplatte
aufgesteckten Neonglimmlampe führen, wobei die mit voll ausgezogenen Linien gezeichneten
Strompfade auf der Vorderseite und die mit gestrichelten Linien gezeichneten auf
der den Lampen abgekehrten Rückseite der Tragplatte verlaufen. Es spielt hierbei
keine Rolle, an welcher Stelle die Neonglimmlampe eingesetzt wird, da der gesamte
oder zusätzliche Widerstand der beiden Schichten zwischen dem einen Leiter der Lampe
und dem anderen Leiter bei jeder Anordnung der Lampe annähernd der gleiche bleibt.