DE114172C - - Google Patents

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DE114172C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B67OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
    • B67DDISPENSING, DELIVERING OR TRANSFERRING LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B67D1/00Apparatus or devices for dispensing beverages on draught
    • B67D1/08Details
    • B67D1/16Devices for collecting spilled beverages

Landscapes

  • Filling Of Jars Or Cans And Processes For Cleaning And Sealing Jars (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Regelungsvorrichtung für Gegendruck-Abfüllapparate zu dem Zwecke, das Abfüllen schäumender Flüssigkeiten in verschliefsbare Flaschen oder Gefäfse zu beschleunigen, indem durch diese Vorrichtung eine constante Einlaufsgeschwindigkeit selbstthätig erzielt wird, was bei den bisher bekannten Apparaten nicht der Fall ist.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist diese Vorrichtung dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. ι dieselbe im Schnitt nach Linie X-X von Fig. 2,
Fig. 2 dieselbe im Schnitt nach Linie Y- Y von Fig. i,
Fig. 3 eine andere Einstell- bezw. Belastungsvorrichtung und
Fig. 4 eine schematische Darstellung der Anordnung der Vorrichtung an dem Füllapparate.
Die Regelungsvorrichtung besteht aus dem Ventilgehäuse λ, welches durch die Deckel b e zugänglich und abgeschlossen ist. In dem Ventilgehäuse sind zwei Ventilsitze d und e fest eingeschraubt und, wenn nöthig, durch eine Ueberwurfmutter verstellbar abgedichtet.
An die Ventilsitze werden die um k drehbaren Klappen h und i durch die gemeinschaftliche Feder ^ angeprefst. Die Klappen h und i werden durch den um / schwingenden zweiarmigen Hebel m, welcher auf einer Seite gegabelt ist, entsprechend einzeln geöffnet. In den Gabelarmen des Hebels m befinden sich Einstellschrauben n. Das kugelförmige Ende ρ des anderen Armes des Hebels m wird durch eine Feder r (Fig. 2) oder durch ein Gewicht ν mit Hebelübersetzung 11 (Fig. 3) in bekannter Weise an eine Membrane q gedrückt.
Die Bewegung des Hebels m ist begrenzt durch einstellbare (Fig. 2) oder durch unbewegliche Anschläge χ (Fig. 3).
Die Regelungsvorrichtung arbeitet, wie aus Schema Fig. 4 hervorgeht, wie folgt:
Die abzuziehende Flüssigkeit befindet sich in dem Standgefäfs (Fafs), welches mit gewöhnlichem Stechhahn angezapft ist.
16 ist ein Behälter mit Prefsluft oder Kohlensäure , welche bei geöffnetem Hahn 5 in das Standgefäfs strömt und die Flüssigkeit bis zum gesperrten Hahn 6 treibt. Andererseits tritt die Prefsluft oder Kohlensäure durch Stutzen/ zum Regelungsventil α und drückt die Membrane q bezw. den Hebel m nach rechts, wodurch dieser die Klappe i öffnet.
Dadurch füllt sich das Ventilgehäuse sammt anschliefsendem1 Gegendruckkessel 15 und Auffangglas 14 bis zum Hahn 12 mit Prefsluft oder Kohlensäure aus dem Behälter 16 so lange, bis der jetzt von innen auf die Membrane q wirkende, durch die Feder- oder Gewichtskraft (von r bezw. v) unterstützte Gegendruck die Gleichgewichtslage herstellt, bei welcher die Klappen h und i geschlossen sind.
Der die Gleichgewichtslage bedingende Gegendruck im Ventilgehäuse α wird um so kleiner gegen den Druck hinter 5, je mehr die Feder r (Fig. 2) mit der Regulirschraube s gespannt oder je mehr der Hebel t (Fig. 3) mit Gewichten ν belastet wird. Die Regulirschraube s (Fig. 2) ist durch Stopfbüchse, der Regelungshebel t (Fig. 3) durch Gummihülse 11 abgedichtet.
Das aus dem Behälter 16 in das Ventil einströmende Gas kann auch einem besonderen Behälter 17 entnommen werden, dessen Druck jedoch stets gröfser -als der Gegendruck sein mufs.
Zum Füllen wird der Kork bis zum Röhrchen 10 eingetrieben und sind die Hahnküken der Hähne 6 und 12 durch den Griff 13 so gekuppelt, dafs bei fortschreitender Drehung von der Absperrstellung zuerst der Gegendruck durch Stutzen g in die angesetzte Flasche gegeben und dann erst die Flüssigkeit eingelassen wird.
Der umgekehrte Vorgang findet beim Schliefsen der Hähne 6 und 12 statt. Sinkt der Gegen-' druck in der Flasche durch Expandiren, so strömt bei Stutzen y durch die Klappe i sofort Luft oder Kohlensäure aus 16 bezw. 17 nach, bis der Druckunterschied wieder hergestellt ist. Die einlaufende Flüssigkeit preist die Luft oder Kohlensäure in den Gegendruckbehältern 15 und 14 zusammen, wodurch der Gegendruck steigt und die Membrane q des Ventils nach links gedruckt wird. Jetzt öffnet sich Klappe h und die Luft oder Kohlensäure strömt aus Stutzen w ins Freie, so dafs der gleichmäfsige Druckunterschied erhalten bleibt. Aendert sich durch Verbrauch oder Vermehrung der Druck in a, so regelt das Ventil ebenfalls entsprechend. Die Flüssigkeit fliefst demnach stets mit gleichem Druckunterschied,
d. h. mit gleicher Geschwindigkeit in die Flasche, selbst bei fehlendem Gegendruckbehälter ohne weitere Nachhülfe, wie sie bei den bisher gebräuchlichen Füllapparaten nöthig ist, und hat man nur bei Beginn des Füllens die Hähne mit dem Handgriff 13 zu öffnen und bei gefüllter Flasche zu schliefsen.
Beim Füllen wird die Flasche in das Füllstück eingesetzt.
Die aus Hahn 6 ausströmende Flüssigkeit wird durch den ringförmigen Einlaufkanal des Füllstückes an der Innenwandung der betreffenden Flasche heruntergeführt; dadurch entweicht die Luft in der Mitte, steigt hoch und wird durch das Röhrchen 10, Schlauch 11 u. s. w., wie vorstehend beschrieben, fortgeleitet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Regelungsvorrichtung für Gegendruck-Abfüllapparate, dadurch gekennzeichnet, dafs in einem Gehäuse zwei drehbare Klappen (h und i), welche, unter der gemeinsamen Wirkung einer Feder fc) stehend und Oeffnungen (de) verschliefsend, von einem drehbar aufgehängten Hebel (m) beeinflufst werden, dessen unteres unter Federdruck oder Gewichtsbelastung stehendes Ende in bekannter Weise mit einer Membrane (q) in Verbindung steht, zu dem Zwecke, beim Abfüllen stets gleichbleibende Einlaufsgeschwindigkeit zu erzielen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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