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Nullrückstellvorrichtung für Rollenzählwerke von Flüssigkeitszapfvorrichtungen
Die Erfindung betrifft eine Nullrückstellvorrichtung für Rollenzählwerke von Flüssigkeitszapfvorrichtungen,
bei der die Nullrückstellung der Zahlenrollen durch Schaltklinken erfolgt, und hat
eine besonders zweckmäßige Ausgestaltung einer solchen Vorrichtung zum Gegenstand,
welche die Rückstellung der Zahlenrollen völlig automatisch mit Hilfe des Flüssigkeitsdruckes
der zu verzapfenden Flüssigkeit und einer Rückholfeder bewirkt und die Gewähr dafür
bietet, daß eine Zapfung erst nach der Rückstellung der Zahlenrollen auf Null erfolgen
kann.
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Es sind bereits Vorrichtungen bekannt, bei denen die Nullrückstellung
der Zahlenrollen durch einen hydraulisch angetriebenen Kolben erfolgte, dessen Gehäuse
mit der Flüssigkeitspumpe durch eine kurzgeschlossene Umleitung verbunden war. Nach
Beendigung des Zapfvorganges wurde der Kolben dann durch eine Rückholfeder in seine
Ausgangsstellung zurückgeführt. Diese Ausführung hatte aber den Nachteil, daß die
Rückstellung der Zahlenrollen innerhalb des kurzen Zeitraumes zwischen Abnehmen
der Zapfpistole und öffnen des Zapfventils erfolgen mußte. Dabei konnte es vorkommen,
daß das Ventil bereits geöffnet wurde, noch ehe der Kolben seine Endstellung erreicht
hatte und der Rückstellvorgang beendet war. Nach öffnen des Zapfventils blieb der
Kolben dabei in einer mittleren Stellung stehen, und das Zählwerk trat in Tätigkeit,
ohne daß sämtliche Zahlenrollen auf Null zurückgestellt waren, was erhebliche Meßfehler
zur Folge hatte.
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Zur Vermeidung dieses Nachteils ist auch schon vorgeschlagen worden,
dem Kolben einen Steuerschieber zuzuordnen, der den Weg der Flüssigkeit zur Zapfpistole
erst dann freigibt, wenn der Nullrückstellvorgang beendet ist. Bei dieser Ausführung
wurde der Kolben nicht durch eine Rückholfeder, sondern durch Flüssigkeitsdruck
in seine Ausgangsstellung zurückgeführt.
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Diese Vorrichtung hatte aber wieder den Nachteil, daß sie nicht vollautomatisch
betrieben werden konnte, sondern es mußte nach Abnehmen der Zapfpistole noch ein
besonderer Schalterbetätigt werden, um den Steuerschieber zu verschieben und die.
Nullrückstellvorrichtung in Gang zu setzen.
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Die vorliegende Erfindung geht andere Wege und vermeidet diese Nachteile
und Schwierigkeiten dadurch, daß der Weg des von der Zapfflüssigkeit antreibbaren
Steuerschiebers mittels eine Hebels von einer Rastenscheibe begrenzbar ist, die
zuerst durch den Kolben in der einen Richtung und darauf durch die Rückholfeder
in die andere Richtung verdreht wird. Beim ersten Kolbenhub, der durch den Druck
der zu verzapfenden Flüssigkeit bewirkt wird, wird eine Feder gespannt, deren Entspannung
den zweiten Hub des Kolbens veranlaßt, wobei die Zahlenrollen in ihre Nullstellung
übergeführt werden. Danach erst wird die durch die Rastenscheibe bewirkte Sperrung
des Steuerschiebers aufgehoben, so daß dieser sich automatisch verschieben kann
und den Weg der Flüssigkeit zum Hauptventil freigibt.
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Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, daß Meßfehler, die durch eine
falsche Handhabe entstehen können, mit Sicherheit vermieden werden. Da sich die
Nullrückstellung vollständig selbsttätig vollzieht, ergibt sich gegenüber den bekannten
Ausführungen der weitere Vorteil einer einfacheren Bedienungsweise.
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Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt,
und zwar zeigt Fig. 1 eine gemäß der Erfindung ausgestaltete Zapfvorrichtung in
einer schematischen Darstellung von vorn gesehen, Fig. 2 den Gegenstand der Fig.1
in einer seitlichen Ansicht, bei abgenommener Seitenwand, Fig. 3 die Anzeigevorrichtung
der Zapfvorrichtung nach Fig.1 und 2 in einer Draufsicht, Fig. 4 den Gegenstand
der Fig. 3 in einer Ansicht von vorn,
Fig. 5 den Gegenstand der
Fig. 3 in einer Ansicht von hinten, Fig.6 die Antriebsvorrichtung des Anzeigewerkes
in Ansicht, Fig.7 den Gegenstand der Fig.6 in einem senkrechten Schnitt nach Linie
VII-VII, Fig. 8 einen senkrechten Schnitt durch die hydraulische Steuerung des Anzeigewerkes,
Fig.9 einen mittleren Schnitt durch den Schieber der hydraulischen Steuerung nach
Fig. 8, Fig. 10 den Gegenstand der Fig.4 in einem Teilschnitt nach Linie X-X, Fig.
11 den Gegenstand der Fig.4 in einem Teilschnitt nach Linie XI-XI und Fig. 12 einen
senkrechten Schnitt durch das Hauptventil der Zapfvorrichtung.
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Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel ist mit
62 die Förderpumpe bezeichnet, mit welcher der Flüssigkeitsdurchfluß durch die Zapfvorrichtung
bewirkt wird. Der Antrieb der Pumpe 62 erfolgt durch den Elektromotor 61. Die mit
der Pumpe 62 angesaugte Flüssigkeit durchströmt nacheinander einen Blasenabscheider
63, eine Meßvorrichtung 64 ein Hauptventil 66 und eine Austrittsleitung 67, die
durch ein Austrittsventil 68 verschlossen gehalten wird.
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Im Hauptventil 66 ist ein Ventilkörper 66a angeordnet (Fig. 12), der
mit einem Ventilschließrand 66 b und einem trichterförmigen Teil 66c am entgegengesetzten
Ende versehen ist. Die Innenfläche des letzteren ist ständig dem Druck unterworfen,
der in der Leitung 67 vor dem Ventilsitz 66 b herrscht, während der obere Teil des
Ventilkörpers 66c dem Druck unterworfen ist, der hinter der durch die Bohrung 66
d gebildeten Abzweigung in der Kammer 122 herrscht. Eine Leitung 123 des Ventilkörpers
ist diesem Druck nicht unterworfen, solange dieselbe durch den Ventilkörper 115
geschlossen gehalten wird. Eine Feder 124 ist bestrebt, den Ventilschließrand 66
b auf seinen Sitz 67 a zu drücken, was dadurch erleichtert wird, daß die Oberfläche
des trichterförmigen Teiles 66c größer als die Oberfläche des Ventilschließrandes
66b ist. Eine Feder 116 hat das Bestreben, den Ventilkörper 115 in seine Schließstellung
zu überführen und einen Membrankörper 101 gestreckt zu halten.
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Wenn der Druck eine bestimmte Höhe in der Kammer 125, die den Membrankörper
101 enthält, übersteigt, wird letzterer gegen die Wirkung der Feder 116 zusammengedrückt,
und der Ventilkörper 11.5 hebt sich von seinem Sitz ab.
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Die Flüssigkeit kann nunmehr aus dem Eintrittsstutzen 67 des Ventils
66 durch die Bohrung 66 d in den Raum 122 eintreten und dann durch die Leitung 123
in den Austrittsstutzen 67 des Ventils 66 gelangen. Die Druckwirkungen der Flüssigkeit
auf die beiden trichterförmigen Flächen 66 c des Ventilkörpers 66 a, welche
gleich wären, wenn die Bohrung 66 d geschlossen wäre, sind von verschiedener
Größe. Der Druck auf die Innenfläche des Ventilkörpers 66c ist geringer als auf
seine Außenfläche. Dieser Unterschied ist um so größer, je mehr der Flüssigkeitsdruck
vor der Bohrung 66 d ansteigt. In einem gegebenen Augenblick hebt sich der gesamte
Ventilkörper 66a von seinem Sitz ab und läßt die Flüssigkeit frei durch den Sitz
67a in den Austrittsstutzen des Ventils eintreten.
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Der Ventilsitz 66 b schließt sich automatisch in dem Augenblick wieder,
wo der Hahn 68 des Zapfschlauches aufgehängt wird und den Flüssigkeitsstrom dadurch
unterbricht, daß er den Druck in der Leitung 30 aufhebt, wodurch der Ventilkörper
1.15 wieder in die Stellung zurückgeführt wird, in der er die Bohrung
66d -und den Raum 122 von dem Kanal 123 wieder absperrt.
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Die Meßvorrichtung 64 treibt eine Welle 1 und diese wiederum über
die zwischengeschalteten Kegelräder 2a, 2 b eine Muffe 4 an (Fig. 6), die
lose auf einer Welle 3 angeordnet ist, die im Gehäuserahmen des Anzeigewerkes gelagert
ist. Dieser Gehäuserahmen (Fig. 3) besteht aus den beiden Platten 60, die durch
die Querstangen 60 a in Abstand voneinander gehalten werden.
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Auf der Muffe 4 ist eine Feder 5 aufgerollt (Fig. 6), deren eines
Ende 5 a auf dem Umfang der Muffe 4 gleiten kann, während das andere Ende
5 b durch eine Aussparung 6 b in die Nabe 6 a der Scheibe 6 eingeführt ist.
Die Nabe 6a ist auf der Welle 3 verkeilt. Der innere Durchmesser der Windungen
der Feder 5 ist an sich etwas kleiner als der äußere Durchmesser der Muffe 4 und
der Nabe 6a, auf welche sie aufgerollt ist. Infolgedessen ruft jede Umdrehung der
Welle 1 der Kegelräder 2 a, 2 b und der Muffe 4 im Sinne des Pfeiles f 1
(Fig. 6 und 7) eine Selbstspannung der Wicklungsgänge der Feder 5 auf der Muffe
4 hervor, so daß die Nabe 6 a ohne Schlupf mitgerissen wird. Wird dagegen die Scheibe
6 in einer Richtung gedreht, die der Richtung des Pfeiles f1 in Fig. 7 entspricht,
so lockern sich die Wicklungen der Feder 5, welche nunmehr auf der Muffe 4 gleiten,
wenn diese bei der Rückstellung der Rollen auf Null stillsteht.
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Auf der Scheibe 6 ist ein Zahnrad 43 befestigt, das mit Hilfe einer
Schraube 102 verstellt und eingeregelt werden kann (Fig. 6).
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Ein Zahnrad 20 steht, wie es Fig. 8 zeigt, mit einer Zahnstange 23
im Eingriff, die an einem Kolben 24 befestigt ist. Dieser Kolben gleitet in dem
Zylinder 25. Die Bewegungen des Kolbens 24 in dem Zylinder 25 werden durch einen
Steuerschieber 26 gesteuert. Dieser verschiebt sich vor drei Öffnungen 28 a, 29
a und 30 a (Fig. 9), die entsprechend über eine Leitung 28 mit einer Abscheidewanne
65, über eine Leitung 29 mit dem Zylinder 25 und über eine Leitung 30 mit dem Ventilgehäuse
66 verbunden sind. Außerdem ist eine Leitung 27 von dem Boden des Zylinders für
den Steuerschieber 26 abgezweigt und setzt diesen mit dem Abscheider 63 in Verbindung.
Der Steuerschieber 26 steuert eine Pleuelstange 31 (Fig. 8, 3 und 4), die einen
Hebelarm 32 betätigt, der auf einer Welle 33 aufgekeilt ist. Auf der Welle 33 ist
weiterhin ein Hebel 36 (Fig. 4) angeordnet, der sich gegen eine Rastenscheibe 21
abstützt. Der Hebel 36 (Fig. 10) ist mit der Welle 33 kraftschlüssig verbunden,
und zwar durch Zwischenschaltung einer Nabe 38. Diese Nabe 38 ist auf der Welle
33 aufgekeilt und mit zwei Stiften 37 versehen, die in entsprechende Aussparungen
36b des Hebels 36 hineinragen. Das Ende des Hebels 36 trägt einen Stift 36a,
mit dem es auf dem Umfang 21a der Rastenscheibe 21 (Fig. 11) gleiten kann. Die Kastenscheibe
21 weist außerdem eine seitliche, im wesentlichen kreisförmige Rille 21 b auf, welche
mit dem äußeren Umfang 21 a durch eine Ausnehmung 21 c in Verbindung steht. Die
Kastenscheibe 21 ist außerdem mit einer zweiten Ausnehmung 21 e versehen, die sich
von der Rille 21 b in Richtung auf den Mittelpunkt der Scheibe erstreckt.
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Bei der Verschiebung des Kolbens 2,4 treibt das Zahnrad 20 ein Zahnrad
21 f an (Fig. 3), das mit der
Rassenscheibe 21 kraftschlüssig verbunden
ist und lose auf der Welle 103 sitzt.
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Die Umdrehung der Welle 19 verursacht den Umlauf einer Welle 104 (Fig.
3), unter Zwischenschaltung eines Kurbelzapfens 105. Der Umlauf der Welle 104 bewirkt,
daß eine Spiralfeder 22 unter Spannung gesetzt wird, die in einem Gehäuse 106 angeordnet
ist. Das Gehäuse 106 wird von einer Querstange 107 getragen.
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Der Mitnehmer 105 a am Kurbelzapfen 105 treibt ein Element
103 an, das die Form eines großen H hat (Fig. 5). Die mit Längsnuten versehenen
Wellen 1.09 a, 109 b, 109 c und 109 d, die die Zahlenrollen 134 tragen,
sind mit Kurbeln 110 a, 110 b, 110 c und 110 d
versehen, die
die gleiche Länge haben wie der Kurbelzapfen 105 und parallel zu diesem an
den Enden des H-förmigen Übertragungselementes 108 angelenkt sind.
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Jedes Rollenpaket 134 ist mit einer an sich bekannten, aus Schaltritzeln
bestehenden übertragungsvorrichtung versehen.
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Schließlich ist noch eine gabelförmige Bremsvorrichtung 111 vorgesehen
(Fig. 6 und 7), die unter der Wirkung einer Feder 112 steht und auf ein Kehlrad
113 wirkt, das mit der Muffe 4 kraftschlüssig verbunden ist. Ein Nockenrad 114,
das auf der Welle 33 aufgekeilt ist, lüftet die Bremsvorrichtung 113 des Kehlrades
113 in dem Augenblick, in dem der Hebel 36 in die Ausnehmung 21 e der Rastenscheibe
21 einfällt.
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Die Wirkungsweise der vorstehend beschriebenen Vorrichtung ist folgende:
Vor der Flüssigkeitsausgabe zeigen die Rollen 134 des Anzeigewerkes noch den Preis
und die Menge der vorher verzapften Flüssigkeit an. Der Motor 61 steht still. Der
Steuerschieber 26 befindet sich in der in Fig. $ und 9 gezeigten Stellung. Der Stift
36 a des Hebels 36 liegt auf dem Umfang 21 a der Rastenscheibe 21 in der Nähe der
Ausnehmung 21c. Die Wellen 121 n,121 b, 121 c und 121 d der Zehnerübertragun(ysritzel
der nicht dargestellten übertragvorrichtungen der Rollen 134 sind in ihren übertragpositionen
durch eine Kurvenscheibe 120 gesperrt, die lose auf der Welle 19 sitzt und von einem
Zapfen 122 gesteuert wird, der mit Spiel auf der Welle 19 befestigt ist und mit
einem Nocken 120 a auf der Kurvenscheibe 120 zusammenwirkt. Eine Feder 123
bringt dieselbe in die in Fig.5 gezeigte Stellung gegen einen in der Zeichnung nicht
dargestellten Anschlag.
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Die Nullrückstellung der Zahlenrollen beginnt in dem Augenblick, in
dem man den Zapfschlauch 63 abnimmt, um eine neue Flüssigkeitsabgabe vorzunehmen.
Die Abnahme des Zapfschiauchhahnes 68 verursacht die Ingangsetzung des Motors 61
und der Pumpe 62. Die von der Pumpe 62 geförderte Flüssigkeit durchfließt den Blasenabscheider
6und gelangt durch die Leitung 27 in den Zylinder des Steuerschiebe:s
163. Dieser wird etwas nach rechts verschoben und drückt den Hebel 36 gegen
den Umfang 2 1 a der Rassenscheibe 21. Diese Verschiebung des Steuerschiebers 26
reicht aber nicht aus, um die Öffnung 29 a zu verschließen und eine Umsteuerung
des Flüssigkeitsstromes zu bewirken. Die Flüssigkeit fließt weiterhin, wie in Fig.
9 dargestellt, in die Leitung 29, die dem Flüsisgkeitsdruck unterworfen wird, während
die Leitung 30 drucklos bleibt. Daher wird der Membrankörper 101 nicht zusammengedrückt,
und das Ventil 66a bleibt geschlossen. Der maximale Druck der Pumpe 62 überträgt
sich durch die Leitung 29 nur in den Zylinder 25 und verschiebt den Kolben 24 bis
zur Anlage mit düm Zylinderboden 25 b. Diese Verschiebung verursacht die
Drehung des Zahnrades 20 und der Welle 19 im Sinne des Pfeiles f. Die Umdrehung,
die ungefähr 440` beträgt, treibt über das Zahnrad 21f die Rastenscheibe
21 an, welche sich um etwa 350'' dreht. Der Hebel 36 gleitet während dieser Zeit
auf dem Umfang 21 a der Rastenscheibe 21 ohne Ausschlag.
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Die Umdrehung der Welle 19 um ungefähr 440y im Sinne des Pfeiles f
hat als Auswirkung: a) die Spiralfeder 22 unter Spannung zu setzen, b) die Zehnerübertragungsriize1121
von der Kurvenscheibe 120 freizugeben, c) den Kurbelzapfen 105 zu drehen, der dem
#-förmigen Übertragungselement 108 eine kreisförmige Bewegung erteilt, die
von den Hebelarmen 110a, 110b, 110c und 110d auf die Wellen 109a,
109b, 109c und 109d übertragen wird derart, daß die Wellen im Subtraktionssinn
der auf den Rollen 134 angeordneten Zahlen eine Drehbewegung von etwa 440=' ausführen.
Diese Umdrehung der Wellen 109 a, 109 b, 109 c und 109 d
hat
keine Wirkung auf die Rollen 134.
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d) Die Längsnuten auf den Wellen 109 a, 109 b,
109c und
109d in eine Stellung zu überführen, in der sie alle Rollen einlesen können, um
Fehler bei der Nullrückstellung zu verhindern.
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Da die Kurbelzapfen 105, 110 a, 110 b, 110 c und 110d alle
die gleiche Länge haben und von dem starren h3-förmigen Übertragungselement
108 parallel geführt werden, wird die Drehbewegung der Welle 19 exakt auf
die Wellen 109 a, 109 b, 109 c und 109 rl übertragen.
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Das Überführen der Rollen in die Nullstellung geschieht in folgender
Weise: Wenn die Welle 19 eine Umdrehung von ungefähr 440° ausgeführt hat, fällt
der Stift 36c am Ende des Hebels 36, der dauernd unter dem Druck steht., der auf
den Steuerschieber 26 ausgeübt wird, in die Ausnehmung 21 c, welche den Umfang 21
a mit der Ringmit 21 b verbindet. Die hiermit verbundene Schwenkung des Hebels 36
bewirkt, daß die Welle 33 sich um einen bestimmten Winkel im Sinne des Uhrzeigers
dreht (Fig. 4) und den Hebelarm 32 im Uhrzeigersinne verschwenkt. Der Hebelarm 32
zieht mit der Pleuelstange 31 den Steuerschieber 26 nach rechts (Fig. 9) eine Stellung,
in der die Leitungen 28 und 29 dank der Hohlkehle 26 c! miteinander verbunden werden.
Die Verschiebung des Steuerschiebers 26 hat zur Folge, daß der Zylinder 25 mit der
A bscheidewanne 65 in Verbindung gesetzt wird, in der atmosphärischer Druck herrscht.
Der Kolben 24. wird nicht mehr durch den Truck der Flüssigkeit festgehalten
und kann sich frei gegen den Boden 25 a verschieben. Nichts steht nunmehr
der Drehbewegung der Welle 19 entgegen, die sich jetzt im umgekehrten Sinne des
Pfeiles f, unter der Wirkung der Feder 22, die bei dem vorhergehenden Vorgang gespannt
worden war, bewegt.
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Die Drehung der Welle y9 hat folgende Wirkungen: a) sie ruft die Verschiebung
des Kolbens 24 -e gen den Boden 25 a hervor und drückt die Flüssigkeit in
die Abscheidewanne 65, b) sie läßt den Stift 36 a am Ende des Hebels 36 in der Ringnut
21 b gleiten, ohne daß sich der Hebe
136 verschwenkt und damit eine
Drehung der Welle 33 und eine Verschiebung des Steuerschiebers 26 verursacht, c)
sie läßt die Wellen 109 a, 109 b, 109 c und 109 d
sich im Additionssinn
der auf den Rollen 134 angeordneten Zahlen drehen. Bei dieser Umdrehung nehmen die
in diesen Wellen vorgesehenen Längsnuten die Sperrklinken der Rollen 1.34 in bekannter
Weise auf und führen die Rollen 134 in die Nullstellung. Gleichzeitig werden die
Zehnerübertragungsritzel der Wirkung der Rückholfedern 125 a, 125
b, 125 c und 125 d entzogen und aus der Wirkverbindung mit den Zahlenrollen
134 herausgedrückt. Kurz bevor der Kolben 24 gegen den Boden 25a stößt, stößt
der Zapfen 122 gegen den Nocken 120 a und bringt die Kurvenscheibe 120 in jene Stellung,
in welcher die Wellen der Zehnerübertragungsritzel 121 a,121 b, 121 c und 121 d
wieder verriegelt sind.
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Wenn der Kolben 24 gegen den Boden 25 a stößt, fällt der Stift 36a
am Ende des Hebels 36 in die Ausnehmung 21 e ein. Das Einfallen des Hebels 36 hat
folgende Wirkung: a ) Der Hebelarm 32 schwingt aus, und der Schieber 26 gelangt
unter der Wirkung des Flüssigkeitsstoßes in eine Stellung, in welcher die Leitungen
27 und 30 miteinander in Verbindung stehen, was zur Folge hat, daß der Flüssigkeitsdruck
sich auf den Membrankörper 101 auswirken und denselben zusammendrücken kann. Das
Ventil 66a öffnet sich unter dem Einfluß des Flüssigkeitsdruckes.
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b) Die Welle 33 dreht sich und infolgedessen auch die Nockenscheibe
114, wodurch die Bremsbakken 111 von dem Kehlrad 113 abgehoben werden, so daß die
Ingangsetzung der Meßvorrichtung 64 beginnen kann. Eine Flüssigkeitsabgabe findet
nur statt, wenn die Welle 1 die Rollen 134 durch Zwischenschaltung der Elemente
2 a, 2 b, 4, 5, 6, 43 und 118 antreibt. Nach Beendigung der Flüssigkeitsausgabe
wird der Zapfschlauchhahn 68 wieder aufgehängt, wodurch automatisch der Motor 61
und die Pumpe 62 stillgesetzt werden und der Flüssigkeitsdruck wieder abfällt. Der
Steuerschieber 26, der nicht mehr dem Druck der Flüssigkeit ausgesetzt ist, kehrt
auf seinen Platz unter Wirkung der Feder 119 zurück. Hierdurch werden folgende Wirkungen
hervorgerufen: a) Der Hebel 36 wird in umgekehrtem Sinne des Uhrzeigers verschwenkt
(Fig. 4), wobei dieser auf einer Schrägfläche 21g, welche die Ausnehmung 21 e mit
dem Umfang 21 a verbindet, entgegen der Wirkung der Feder 39 gleitet.
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b) Die Welle 33 führt eine Umdrehung aus, wobei sie unter der Wirkung
der Nockenscheibe 114 die Bremsbacken 111 in ihre wirksame Stellung bringt. Die
Gesamtvorrichtung ist nunmehr in die Stellung zurückgekehrt, in der sie sich vor
der Flüssigkeitsabgabe befunden hatte.
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Die vorstehend beschriebene Flüssigkeitszapfvorrichtung ist mit vier
Paketen Zahlentrommeln 134 ausgerüstet, die entsprechend auf den Wellen 109 a,
109 b, 109 c und 109 d angeordnet sind. Die Rollen
134 auf den Wellen 109 a und 109 b registrieren
die Preise, welche auf zwei entgegengesetzten Seiten der Zapfvorrichtung sichtbar
in Erscheinung treten, während die beiden anderen Rollen 134 die Flüssigkeitsmengen
auf beiden Seiten der Zapfvorrichtung anzeigen.
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Im vorhergehenden ist unterstellt worden, daß die am rechten Ende
des Rollenpaketes befindliche Rolle genau so wie die anderen Rollen eine gleiche
Zifferneinteilung aufweist, beispielsweise die Ziffern 0, 1, 2...9.