DE1136858B - Nullrueckstellvorrichtung fuer Rollenzaehlwerke von Fluessigkeitszapfvorrichtungen - Google Patents

Nullrueckstellvorrichtung fuer Rollenzaehlwerke von Fluessigkeitszapfvorrichtungen

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DE1136858B
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Description

  • Nullrückstellvorrichtung für Rollenzählwerke von Flüssigkeitszapfvorrichtungen Die Erfindung betrifft eine Nullrückstellvorrichtung für Rollenzählwerke von Flüssigkeitszapfvorrichtungen, bei der die Nullrückstellung der Zahlenrollen durch Schaltklinken erfolgt, und hat eine besonders zweckmäßige Ausgestaltung einer solchen Vorrichtung zum Gegenstand, welche die Rückstellung der Zahlenrollen völlig automatisch mit Hilfe des Flüssigkeitsdruckes der zu verzapfenden Flüssigkeit und einer Rückholfeder bewirkt und die Gewähr dafür bietet, daß eine Zapfung erst nach der Rückstellung der Zahlenrollen auf Null erfolgen kann.
  • Es sind bereits Vorrichtungen bekannt, bei denen die Nullrückstellung der Zahlenrollen durch einen hydraulisch angetriebenen Kolben erfolgte, dessen Gehäuse mit der Flüssigkeitspumpe durch eine kurzgeschlossene Umleitung verbunden war. Nach Beendigung des Zapfvorganges wurde der Kolben dann durch eine Rückholfeder in seine Ausgangsstellung zurückgeführt. Diese Ausführung hatte aber den Nachteil, daß die Rückstellung der Zahlenrollen innerhalb des kurzen Zeitraumes zwischen Abnehmen der Zapfpistole und öffnen des Zapfventils erfolgen mußte. Dabei konnte es vorkommen, daß das Ventil bereits geöffnet wurde, noch ehe der Kolben seine Endstellung erreicht hatte und der Rückstellvorgang beendet war. Nach öffnen des Zapfventils blieb der Kolben dabei in einer mittleren Stellung stehen, und das Zählwerk trat in Tätigkeit, ohne daß sämtliche Zahlenrollen auf Null zurückgestellt waren, was erhebliche Meßfehler zur Folge hatte.
  • Zur Vermeidung dieses Nachteils ist auch schon vorgeschlagen worden, dem Kolben einen Steuerschieber zuzuordnen, der den Weg der Flüssigkeit zur Zapfpistole erst dann freigibt, wenn der Nullrückstellvorgang beendet ist. Bei dieser Ausführung wurde der Kolben nicht durch eine Rückholfeder, sondern durch Flüssigkeitsdruck in seine Ausgangsstellung zurückgeführt.
  • Diese Vorrichtung hatte aber wieder den Nachteil, daß sie nicht vollautomatisch betrieben werden konnte, sondern es mußte nach Abnehmen der Zapfpistole noch ein besonderer Schalterbetätigt werden, um den Steuerschieber zu verschieben und die. Nullrückstellvorrichtung in Gang zu setzen.
  • Die vorliegende Erfindung geht andere Wege und vermeidet diese Nachteile und Schwierigkeiten dadurch, daß der Weg des von der Zapfflüssigkeit antreibbaren Steuerschiebers mittels eine Hebels von einer Rastenscheibe begrenzbar ist, die zuerst durch den Kolben in der einen Richtung und darauf durch die Rückholfeder in die andere Richtung verdreht wird. Beim ersten Kolbenhub, der durch den Druck der zu verzapfenden Flüssigkeit bewirkt wird, wird eine Feder gespannt, deren Entspannung den zweiten Hub des Kolbens veranlaßt, wobei die Zahlenrollen in ihre Nullstellung übergeführt werden. Danach erst wird die durch die Rastenscheibe bewirkte Sperrung des Steuerschiebers aufgehoben, so daß dieser sich automatisch verschieben kann und den Weg der Flüssigkeit zum Hauptventil freigibt.
  • Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, daß Meßfehler, die durch eine falsche Handhabe entstehen können, mit Sicherheit vermieden werden. Da sich die Nullrückstellung vollständig selbsttätig vollzieht, ergibt sich gegenüber den bekannten Ausführungen der weitere Vorteil einer einfacheren Bedienungsweise.
  • Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 eine gemäß der Erfindung ausgestaltete Zapfvorrichtung in einer schematischen Darstellung von vorn gesehen, Fig. 2 den Gegenstand der Fig.1 in einer seitlichen Ansicht, bei abgenommener Seitenwand, Fig. 3 die Anzeigevorrichtung der Zapfvorrichtung nach Fig.1 und 2 in einer Draufsicht, Fig. 4 den Gegenstand der Fig. 3 in einer Ansicht von vorn, Fig. 5 den Gegenstand der Fig. 3 in einer Ansicht von hinten, Fig.6 die Antriebsvorrichtung des Anzeigewerkes in Ansicht, Fig.7 den Gegenstand der Fig.6 in einem senkrechten Schnitt nach Linie VII-VII, Fig. 8 einen senkrechten Schnitt durch die hydraulische Steuerung des Anzeigewerkes, Fig.9 einen mittleren Schnitt durch den Schieber der hydraulischen Steuerung nach Fig. 8, Fig. 10 den Gegenstand der Fig.4 in einem Teilschnitt nach Linie X-X, Fig. 11 den Gegenstand der Fig.4 in einem Teilschnitt nach Linie XI-XI und Fig. 12 einen senkrechten Schnitt durch das Hauptventil der Zapfvorrichtung.
  • Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel ist mit 62 die Förderpumpe bezeichnet, mit welcher der Flüssigkeitsdurchfluß durch die Zapfvorrichtung bewirkt wird. Der Antrieb der Pumpe 62 erfolgt durch den Elektromotor 61. Die mit der Pumpe 62 angesaugte Flüssigkeit durchströmt nacheinander einen Blasenabscheider 63, eine Meßvorrichtung 64 ein Hauptventil 66 und eine Austrittsleitung 67, die durch ein Austrittsventil 68 verschlossen gehalten wird.
  • Im Hauptventil 66 ist ein Ventilkörper 66a angeordnet (Fig. 12), der mit einem Ventilschließrand 66 b und einem trichterförmigen Teil 66c am entgegengesetzten Ende versehen ist. Die Innenfläche des letzteren ist ständig dem Druck unterworfen, der in der Leitung 67 vor dem Ventilsitz 66 b herrscht, während der obere Teil des Ventilkörpers 66c dem Druck unterworfen ist, der hinter der durch die Bohrung 66 d gebildeten Abzweigung in der Kammer 122 herrscht. Eine Leitung 123 des Ventilkörpers ist diesem Druck nicht unterworfen, solange dieselbe durch den Ventilkörper 115 geschlossen gehalten wird. Eine Feder 124 ist bestrebt, den Ventilschließrand 66 b auf seinen Sitz 67 a zu drücken, was dadurch erleichtert wird, daß die Oberfläche des trichterförmigen Teiles 66c größer als die Oberfläche des Ventilschließrandes 66b ist. Eine Feder 116 hat das Bestreben, den Ventilkörper 115 in seine Schließstellung zu überführen und einen Membrankörper 101 gestreckt zu halten.
  • Wenn der Druck eine bestimmte Höhe in der Kammer 125, die den Membrankörper 101 enthält, übersteigt, wird letzterer gegen die Wirkung der Feder 116 zusammengedrückt, und der Ventilkörper 11.5 hebt sich von seinem Sitz ab.
  • Die Flüssigkeit kann nunmehr aus dem Eintrittsstutzen 67 des Ventils 66 durch die Bohrung 66 d in den Raum 122 eintreten und dann durch die Leitung 123 in den Austrittsstutzen 67 des Ventils 66 gelangen. Die Druckwirkungen der Flüssigkeit auf die beiden trichterförmigen Flächen 66 c des Ventilkörpers 66 a, welche gleich wären, wenn die Bohrung 66 d geschlossen wäre, sind von verschiedener Größe. Der Druck auf die Innenfläche des Ventilkörpers 66c ist geringer als auf seine Außenfläche. Dieser Unterschied ist um so größer, je mehr der Flüssigkeitsdruck vor der Bohrung 66 d ansteigt. In einem gegebenen Augenblick hebt sich der gesamte Ventilkörper 66a von seinem Sitz ab und läßt die Flüssigkeit frei durch den Sitz 67a in den Austrittsstutzen des Ventils eintreten.
  • Der Ventilsitz 66 b schließt sich automatisch in dem Augenblick wieder, wo der Hahn 68 des Zapfschlauches aufgehängt wird und den Flüssigkeitsstrom dadurch unterbricht, daß er den Druck in der Leitung 30 aufhebt, wodurch der Ventilkörper 1.15 wieder in die Stellung zurückgeführt wird, in der er die Bohrung 66d -und den Raum 122 von dem Kanal 123 wieder absperrt.
  • Die Meßvorrichtung 64 treibt eine Welle 1 und diese wiederum über die zwischengeschalteten Kegelräder 2a, 2 b eine Muffe 4 an (Fig. 6), die lose auf einer Welle 3 angeordnet ist, die im Gehäuserahmen des Anzeigewerkes gelagert ist. Dieser Gehäuserahmen (Fig. 3) besteht aus den beiden Platten 60, die durch die Querstangen 60 a in Abstand voneinander gehalten werden.
  • Auf der Muffe 4 ist eine Feder 5 aufgerollt (Fig. 6), deren eines Ende 5 a auf dem Umfang der Muffe 4 gleiten kann, während das andere Ende 5 b durch eine Aussparung 6 b in die Nabe 6 a der Scheibe 6 eingeführt ist. Die Nabe 6a ist auf der Welle 3 verkeilt. Der innere Durchmesser der Windungen der Feder 5 ist an sich etwas kleiner als der äußere Durchmesser der Muffe 4 und der Nabe 6a, auf welche sie aufgerollt ist. Infolgedessen ruft jede Umdrehung der Welle 1 der Kegelräder 2 a, 2 b und der Muffe 4 im Sinne des Pfeiles f 1 (Fig. 6 und 7) eine Selbstspannung der Wicklungsgänge der Feder 5 auf der Muffe 4 hervor, so daß die Nabe 6 a ohne Schlupf mitgerissen wird. Wird dagegen die Scheibe 6 in einer Richtung gedreht, die der Richtung des Pfeiles f1 in Fig. 7 entspricht, so lockern sich die Wicklungen der Feder 5, welche nunmehr auf der Muffe 4 gleiten, wenn diese bei der Rückstellung der Rollen auf Null stillsteht.
  • Auf der Scheibe 6 ist ein Zahnrad 43 befestigt, das mit Hilfe einer Schraube 102 verstellt und eingeregelt werden kann (Fig. 6).
  • Ein Zahnrad 20 steht, wie es Fig. 8 zeigt, mit einer Zahnstange 23 im Eingriff, die an einem Kolben 24 befestigt ist. Dieser Kolben gleitet in dem Zylinder 25. Die Bewegungen des Kolbens 24 in dem Zylinder 25 werden durch einen Steuerschieber 26 gesteuert. Dieser verschiebt sich vor drei Öffnungen 28 a, 29 a und 30 a (Fig. 9), die entsprechend über eine Leitung 28 mit einer Abscheidewanne 65, über eine Leitung 29 mit dem Zylinder 25 und über eine Leitung 30 mit dem Ventilgehäuse 66 verbunden sind. Außerdem ist eine Leitung 27 von dem Boden des Zylinders für den Steuerschieber 26 abgezweigt und setzt diesen mit dem Abscheider 63 in Verbindung. Der Steuerschieber 26 steuert eine Pleuelstange 31 (Fig. 8, 3 und 4), die einen Hebelarm 32 betätigt, der auf einer Welle 33 aufgekeilt ist. Auf der Welle 33 ist weiterhin ein Hebel 36 (Fig. 4) angeordnet, der sich gegen eine Rastenscheibe 21 abstützt. Der Hebel 36 (Fig. 10) ist mit der Welle 33 kraftschlüssig verbunden, und zwar durch Zwischenschaltung einer Nabe 38. Diese Nabe 38 ist auf der Welle 33 aufgekeilt und mit zwei Stiften 37 versehen, die in entsprechende Aussparungen 36b des Hebels 36 hineinragen. Das Ende des Hebels 36 trägt einen Stift 36a, mit dem es auf dem Umfang 21a der Rastenscheibe 21 (Fig. 11) gleiten kann. Die Kastenscheibe 21 weist außerdem eine seitliche, im wesentlichen kreisförmige Rille 21 b auf, welche mit dem äußeren Umfang 21 a durch eine Ausnehmung 21 c in Verbindung steht. Die Kastenscheibe 21 ist außerdem mit einer zweiten Ausnehmung 21 e versehen, die sich von der Rille 21 b in Richtung auf den Mittelpunkt der Scheibe erstreckt.
  • Bei der Verschiebung des Kolbens 2,4 treibt das Zahnrad 20 ein Zahnrad 21 f an (Fig. 3), das mit der Rassenscheibe 21 kraftschlüssig verbunden ist und lose auf der Welle 103 sitzt.
  • Die Umdrehung der Welle 19 verursacht den Umlauf einer Welle 104 (Fig. 3), unter Zwischenschaltung eines Kurbelzapfens 105. Der Umlauf der Welle 104 bewirkt, daß eine Spiralfeder 22 unter Spannung gesetzt wird, die in einem Gehäuse 106 angeordnet ist. Das Gehäuse 106 wird von einer Querstange 107 getragen.
  • Der Mitnehmer 105 a am Kurbelzapfen 105 treibt ein Element 103 an, das die Form eines großen H hat (Fig. 5). Die mit Längsnuten versehenen Wellen 1.09 a, 109 b, 109 c und 109 d, die die Zahlenrollen 134 tragen, sind mit Kurbeln 110 a, 110 b, 110 c und 110 d versehen, die die gleiche Länge haben wie der Kurbelzapfen 105 und parallel zu diesem an den Enden des H-förmigen Übertragungselementes 108 angelenkt sind.
  • Jedes Rollenpaket 134 ist mit einer an sich bekannten, aus Schaltritzeln bestehenden übertragungsvorrichtung versehen.
  • Schließlich ist noch eine gabelförmige Bremsvorrichtung 111 vorgesehen (Fig. 6 und 7), die unter der Wirkung einer Feder 112 steht und auf ein Kehlrad 113 wirkt, das mit der Muffe 4 kraftschlüssig verbunden ist. Ein Nockenrad 114, das auf der Welle 33 aufgekeilt ist, lüftet die Bremsvorrichtung 113 des Kehlrades 113 in dem Augenblick, in dem der Hebel 36 in die Ausnehmung 21 e der Rastenscheibe 21 einfällt.
  • Die Wirkungsweise der vorstehend beschriebenen Vorrichtung ist folgende: Vor der Flüssigkeitsausgabe zeigen die Rollen 134 des Anzeigewerkes noch den Preis und die Menge der vorher verzapften Flüssigkeit an. Der Motor 61 steht still. Der Steuerschieber 26 befindet sich in der in Fig. $ und 9 gezeigten Stellung. Der Stift 36 a des Hebels 36 liegt auf dem Umfang 21 a der Rastenscheibe 21 in der Nähe der Ausnehmung 21c. Die Wellen 121 n,121 b, 121 c und 121 d der Zehnerübertragun(ysritzel der nicht dargestellten übertragvorrichtungen der Rollen 134 sind in ihren übertragpositionen durch eine Kurvenscheibe 120 gesperrt, die lose auf der Welle 19 sitzt und von einem Zapfen 122 gesteuert wird, der mit Spiel auf der Welle 19 befestigt ist und mit einem Nocken 120 a auf der Kurvenscheibe 120 zusammenwirkt. Eine Feder 123 bringt dieselbe in die in Fig.5 gezeigte Stellung gegen einen in der Zeichnung nicht dargestellten Anschlag.
  • Die Nullrückstellung der Zahlenrollen beginnt in dem Augenblick, in dem man den Zapfschlauch 63 abnimmt, um eine neue Flüssigkeitsabgabe vorzunehmen. Die Abnahme des Zapfschiauchhahnes 68 verursacht die Ingangsetzung des Motors 61 und der Pumpe 62. Die von der Pumpe 62 geförderte Flüssigkeit durchfließt den Blasenabscheider 6und gelangt durch die Leitung 27 in den Zylinder des Steuerschiebe:s 163. Dieser wird etwas nach rechts verschoben und drückt den Hebel 36 gegen den Umfang 2 1 a der Rassenscheibe 21. Diese Verschiebung des Steuerschiebers 26 reicht aber nicht aus, um die Öffnung 29 a zu verschließen und eine Umsteuerung des Flüssigkeitsstromes zu bewirken. Die Flüssigkeit fließt weiterhin, wie in Fig. 9 dargestellt, in die Leitung 29, die dem Flüsisgkeitsdruck unterworfen wird, während die Leitung 30 drucklos bleibt. Daher wird der Membrankörper 101 nicht zusammengedrückt, und das Ventil 66a bleibt geschlossen. Der maximale Druck der Pumpe 62 überträgt sich durch die Leitung 29 nur in den Zylinder 25 und verschiebt den Kolben 24 bis zur Anlage mit düm Zylinderboden 25 b. Diese Verschiebung verursacht die Drehung des Zahnrades 20 und der Welle 19 im Sinne des Pfeiles f. Die Umdrehung, die ungefähr 440` beträgt, treibt über das Zahnrad 21f die Rastenscheibe 21 an, welche sich um etwa 350'' dreht. Der Hebel 36 gleitet während dieser Zeit auf dem Umfang 21 a der Rastenscheibe 21 ohne Ausschlag.
  • Die Umdrehung der Welle 19 um ungefähr 440y im Sinne des Pfeiles f hat als Auswirkung: a) die Spiralfeder 22 unter Spannung zu setzen, b) die Zehnerübertragungsriize1121 von der Kurvenscheibe 120 freizugeben, c) den Kurbelzapfen 105 zu drehen, der dem #-förmigen Übertragungselement 108 eine kreisförmige Bewegung erteilt, die von den Hebelarmen 110a, 110b, 110c und 110d auf die Wellen 109a, 109b, 109c und 109d übertragen wird derart, daß die Wellen im Subtraktionssinn der auf den Rollen 134 angeordneten Zahlen eine Drehbewegung von etwa 440=' ausführen. Diese Umdrehung der Wellen 109 a, 109 b, 109 c und 109 d hat keine Wirkung auf die Rollen 134.
  • d) Die Längsnuten auf den Wellen 109 a, 109 b, 109c und 109d in eine Stellung zu überführen, in der sie alle Rollen einlesen können, um Fehler bei der Nullrückstellung zu verhindern.
  • Da die Kurbelzapfen 105, 110 a, 110 b, 110 c und 110d alle die gleiche Länge haben und von dem starren h3-förmigen Übertragungselement 108 parallel geführt werden, wird die Drehbewegung der Welle 19 exakt auf die Wellen 109 a, 109 b, 109 c und 109 rl übertragen.
  • Das Überführen der Rollen in die Nullstellung geschieht in folgender Weise: Wenn die Welle 19 eine Umdrehung von ungefähr 440° ausgeführt hat, fällt der Stift 36c am Ende des Hebels 36, der dauernd unter dem Druck steht., der auf den Steuerschieber 26 ausgeübt wird, in die Ausnehmung 21 c, welche den Umfang 21 a mit der Ringmit 21 b verbindet. Die hiermit verbundene Schwenkung des Hebels 36 bewirkt, daß die Welle 33 sich um einen bestimmten Winkel im Sinne des Uhrzeigers dreht (Fig. 4) und den Hebelarm 32 im Uhrzeigersinne verschwenkt. Der Hebelarm 32 zieht mit der Pleuelstange 31 den Steuerschieber 26 nach rechts (Fig. 9) eine Stellung, in der die Leitungen 28 und 29 dank der Hohlkehle 26 c! miteinander verbunden werden. Die Verschiebung des Steuerschiebers 26 hat zur Folge, daß der Zylinder 25 mit der A bscheidewanne 65 in Verbindung gesetzt wird, in der atmosphärischer Druck herrscht. Der Kolben 24. wird nicht mehr durch den Truck der Flüssigkeit festgehalten und kann sich frei gegen den Boden 25 a verschieben. Nichts steht nunmehr der Drehbewegung der Welle 19 entgegen, die sich jetzt im umgekehrten Sinne des Pfeiles f, unter der Wirkung der Feder 22, die bei dem vorhergehenden Vorgang gespannt worden war, bewegt.
  • Die Drehung der Welle y9 hat folgende Wirkungen: a) sie ruft die Verschiebung des Kolbens 24 -e gen den Boden 25 a hervor und drückt die Flüssigkeit in die Abscheidewanne 65, b) sie läßt den Stift 36 a am Ende des Hebels 36 in der Ringnut 21 b gleiten, ohne daß sich der Hebe 136 verschwenkt und damit eine Drehung der Welle 33 und eine Verschiebung des Steuerschiebers 26 verursacht, c) sie läßt die Wellen 109 a, 109 b, 109 c und 109 d sich im Additionssinn der auf den Rollen 134 angeordneten Zahlen drehen. Bei dieser Umdrehung nehmen die in diesen Wellen vorgesehenen Längsnuten die Sperrklinken der Rollen 1.34 in bekannter Weise auf und führen die Rollen 134 in die Nullstellung. Gleichzeitig werden die Zehnerübertragungsritzel der Wirkung der Rückholfedern 125 a, 125 b, 125 c und 125 d entzogen und aus der Wirkverbindung mit den Zahlenrollen 134 herausgedrückt. Kurz bevor der Kolben 24 gegen den Boden 25a stößt, stößt der Zapfen 122 gegen den Nocken 120 a und bringt die Kurvenscheibe 120 in jene Stellung, in welcher die Wellen der Zehnerübertragungsritzel 121 a,121 b, 121 c und 121 d wieder verriegelt sind.
  • Wenn der Kolben 24 gegen den Boden 25 a stößt, fällt der Stift 36a am Ende des Hebels 36 in die Ausnehmung 21 e ein. Das Einfallen des Hebels 36 hat folgende Wirkung: a ) Der Hebelarm 32 schwingt aus, und der Schieber 26 gelangt unter der Wirkung des Flüssigkeitsstoßes in eine Stellung, in welcher die Leitungen 27 und 30 miteinander in Verbindung stehen, was zur Folge hat, daß der Flüssigkeitsdruck sich auf den Membrankörper 101 auswirken und denselben zusammendrücken kann. Das Ventil 66a öffnet sich unter dem Einfluß des Flüssigkeitsdruckes.
  • b) Die Welle 33 dreht sich und infolgedessen auch die Nockenscheibe 114, wodurch die Bremsbakken 111 von dem Kehlrad 113 abgehoben werden, so daß die Ingangsetzung der Meßvorrichtung 64 beginnen kann. Eine Flüssigkeitsabgabe findet nur statt, wenn die Welle 1 die Rollen 134 durch Zwischenschaltung der Elemente 2 a, 2 b, 4, 5, 6, 43 und 118 antreibt. Nach Beendigung der Flüssigkeitsausgabe wird der Zapfschlauchhahn 68 wieder aufgehängt, wodurch automatisch der Motor 61 und die Pumpe 62 stillgesetzt werden und der Flüssigkeitsdruck wieder abfällt. Der Steuerschieber 26, der nicht mehr dem Druck der Flüssigkeit ausgesetzt ist, kehrt auf seinen Platz unter Wirkung der Feder 119 zurück. Hierdurch werden folgende Wirkungen hervorgerufen: a) Der Hebel 36 wird in umgekehrtem Sinne des Uhrzeigers verschwenkt (Fig. 4), wobei dieser auf einer Schrägfläche 21g, welche die Ausnehmung 21 e mit dem Umfang 21 a verbindet, entgegen der Wirkung der Feder 39 gleitet.
  • b) Die Welle 33 führt eine Umdrehung aus, wobei sie unter der Wirkung der Nockenscheibe 114 die Bremsbacken 111 in ihre wirksame Stellung bringt. Die Gesamtvorrichtung ist nunmehr in die Stellung zurückgekehrt, in der sie sich vor der Flüssigkeitsabgabe befunden hatte.
  • Die vorstehend beschriebene Flüssigkeitszapfvorrichtung ist mit vier Paketen Zahlentrommeln 134 ausgerüstet, die entsprechend auf den Wellen 109 a, 109 b, 109 c und 109 d angeordnet sind. Die Rollen 134 auf den Wellen 109 a und 109 b registrieren die Preise, welche auf zwei entgegengesetzten Seiten der Zapfvorrichtung sichtbar in Erscheinung treten, während die beiden anderen Rollen 134 die Flüssigkeitsmengen auf beiden Seiten der Zapfvorrichtung anzeigen.
  • Im vorhergehenden ist unterstellt worden, daß die am rechten Ende des Rollenpaketes befindliche Rolle genau so wie die anderen Rollen eine gleiche Zifferneinteilung aufweist, beispielsweise die Ziffern 0, 1, 2...9.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Nullrückstellvorrichtung für Rollenzählwerke von Flüssigkeitszapfvorrichtungen, bei der die Nullrückstellung der Zahlenrollen durch Schaltklinken erfolgt, die in Längsnuten der Wellen eingreifen, auf denen die Zahlenrollen lose aufgeschoben sind und die durch einen hydraulisch angetriebenen Kolben mit Rückholfeder in Abhängigkeit von der Bewegung eines Steuerschiebers betätigt werden, der in einer Endstellung durch eine Klinke verriegelbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Weg des von der Zapfflüssigkeit antreibbaren Steuerschiebers (26) mittels eines Hebels (36) von einer Rastenscheibe (21) begrenzbar ist, die zuerst durch den Kolben (24) in der einen Richtung und darauf durch die Rückholfeder (22) in der anderen Richtung verdreht wird.
  2. 2. Nullrückstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zurVorbereitung der Nullstellung der Steuerschieber (26) zunächst durch den Flüssigkeitsdruck so weit verrückbar ist, daß über die Leitung (29) in den Zylinder (25) Flüssigkeit einströmt und den Kolben (24) verschiebt, der mittels der Zahnstange (23) das Zahnrad (20) dreht, wodurch die Spiralfeder (22) gespannt und die Nullstellwellen (109a, 109b, 109c, 109d), ohne die Ziffernrollen (134) mitzunehmen, um einen Winkel von etwa 440° gedreht werden.
  3. 3. Nullrückstellvorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Durchführung der Nullstellung am Ende der Drehbewegung der Rastenscheibe (21) der Stift (36a) in deren Ausnehmung (21c) einfällt und dadurch der Steuerschieber (26) so weit herausbewegbar ist, daß der Zylinder (25) über die Leitung (28) mit der Abscheidewanne (65) verbunden wird und infolge Absinkens des Druckes im Zylinder (25) der Kolben (24) durch die Spiralfeder (22) bis an den Zylinderboden (25 a) zurückführbar ist.
  4. 4. Nullrückstellvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß nach erfolgter Nullstellung der Ziffernrollen (134) der Stift (36a) in die Ausnehmung (21e) der Rastenscheibe (21) einfällt und dadurch der Steuerschieber (26) so weit verschiebbar ist, daß die Flüssigkeitszuleitung (27) über die Leitung (30) des Zylinders (25) mit dem Hauptventil (66) verbunden wird, welches sich unter dem Flüssigkeitsdruck öffnet.
  5. 5. Nullrückstellvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur Rückführung der Steuereinrichtung in die Ausgangslage der Steuerschieber (26) nach beendeter Flüssigkeitsabgabe infolge Druckabfalls durch die Feder (119) in die Ausgangslage zurückführbar ist, wodurch der Stift (36a) von der Ausnehmung (21 e) über die Schrägfläche (21 g) auf den Umfang (21 a) der Rastenscheibe (21) gelangt.
  6. 6. Nullrückstellvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (24) eine Kurvenscheibe (120) steuert, die ihrerseits mit den Wellen (121 a, 121 b, 121 c und 121 d) der 7ehnerübertragungsritzel in Wirkverbindung steht. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 2 511159, 2 020 225. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1059 218.
DES54480A 1956-07-26 1957-07-25 Nullrueckstellvorrichtung fuer Rollenzaehlwerke von Fluessigkeitszapfvorrichtungen Pending DE1136858B (de)

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