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Einrichtung zur Aufnahme bzw. Wiedergabe von Tonbildern Die Erfindung
betrifft eine Einrichtung zur Aufnahme bzw. Wiedergabe von Tonbildern.
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Die allgeineineAufgabe derErfindung besteht darin, eine verbesserte
und wirksamere Einrichtung zur Aufzeichnung und Wiedergabe von Mitteilungen, die
sowohl sichtbar wie hörbar sind, zu schaffen, wobei eine derartige Einrichtung geeignet
sein soll, um mit Hilfe einer einfachen und nicht kostspieligen Ausrüstung ausgeführt
zu werden.
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Erfindungsgemäß wird dies erreicht durch eine Haltevorrichtung für
einen folienförmigen Träger sowie durch zwei die beiden Trägerseiten gleichzeitig
abtastende Anordnungen, von denen die eine an ein Tonaufnahme- bzw. Tonwiedergabegerät,
die andere an ein Bildaufnahme- bzw. Bildwiedergabegerät angeschlossen ist. In einer
stärkeren Abkehr von der bisher üblichen Wiedergabetechnik wird als Träger eine
Reihe von vorzugsweise rechteckigen Blättern benutzt, die leicht an der Eingangsseite
eines Wiedergabegeräts aufgestapelt werden können, welches eine Haltevorrichtung
in Form eines rotierenden Zylinders besitzt, um den die Blätter nacheinander gewickelt
werden können, um gleichzeitig durch optische und elektroakustische Abnahmevorrichtungen
abgetastet zu werden. Für diesen Zweck kann eine photoelektrische Übertragungsvorrichtung,
wie etwa eine Photozelle, innerhalb des Zylinders angeordnet werden, um die Tonspur
jedes Trägerblattes durch die durchsichtige Zylinderwand hindurch abzutasten.
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Das Trägerblatt kann ganz oder teilweise aus Papier bestehen, auf
welches wenigstens der Tonteil der Mitteilung durch ein übliches Druckverfahren
aufgezeichnet werden kann. Für den Bildteil ist mindesten für sehr gute Wiedergabe
der Gebrauch einer photographischen Aufzeichnung auf einer Emulsionsschicht vorzuziehen,
die eine Seite des Papiers bedeckt.
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Die Erfindung wird im einzelnen unter Bezug auf die Zeichnungen erläutert.
Es zeigt Fi.g. 1 eine Gesamtansicht eines erfindungsgemäßen Ton- und Bildwiedergabegeräts,
Fig. 2 einen Querschnitt entlang der Linie 2-2 der Fig. 1, Fig. 3 ein in der Vorrichtung
der Fig. 1 und 2 benutztes Trägerblatt, Fig. 4 einen Querschnitt entlang der Linie
4-4 der Fig. 1, Fig.5 eine etwas schematisch dargestellte Draufsicht eines Bildwerfer-Parallaxenausgleichers,
der einen Teil der in Fig. 4 gezeigten Ausrüstung bildet, Fig. 6 einen waagerechten
Querschnitt entlang der Linie 6,6 in Fig. 4, Fig. 7 eine vergrößerte Darstellung
eines Umkehrgetriebes, das einen Teil des Mechanismus der Fig. 7 bildet, Fig. 8
die Darstellung des vollständigen elektrischen Schaltbildes der in den vorhergehenden
Figuren gezeigten Vorrichtung, Fig. 9 ein Teilschaltbild einer abgewandelten Wiedergabevorrichtung,
die einen doppelten Tonabnehmer besitzt, Fig. 10 eine etwas schematische Darstellung
einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform der Wiedergabevorrichtung.
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Die Hauptteile der in den Fig. 1 bis 8 abgebildeten Ton- und Bildwiedergabevorrichtung
sind das Metallgehäuse 1, die Trägereinschub- und -abstreifvorrichtung 2, der sich
drehende, durchsichtige Zylinder 3, der verbundene Bild- und Tonabnehmer 4, die
Antriebsvorrichtung 5 für die gesamte Wiedergabevorrichtung und die elektrische
Schaltanordnung 6, welche die Wiedergabe und die Einschub- und Abstreifvorrichtung
steuert, die auf den Träger 7 wirkt. Die im nachfolgenden beschriebenen Einzelteile
der obenerwähnten Bestandteile sind alle mit Bezugszeichen versehen, die mit dem
entsprechenden, den Bestandteilen als Ganzes zugeordneten Ziffern 1 bis 7 beginnen.
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Das Metallgehäuse 1 in Fig. 1 umgibt die ganze Wiedergabevorrichtung.
Zu dem Gehäuse gehört ein hinterer Teil 11, auf dem der Stapel der Träger 7 und
die Trägerzufuhrvorrichtung angeordnet sind. Ein Mittelgehäuse 12 umschließt den
Abnahmezylinder 3, den Bildabnehmer 41, den Tonabnehmer 42, Bestandteile
der
Antriebsvorrichtung 5 und die ganze elektrische Schaltanlage 6. Ein vorn angebrachter
Sammelbehälter 13 nimmt die Träger auf, deren Aufzeichnung bereits wiedergegeben
worden ist. Das Mittelgehäuse 12 hat eine Tür 121, durch welche .die innen angeordneten
Vorrichtungen zugänglich sind. Die Figur zeigt auch oben auf dem Mittelgehäuse die
Haube 415 des Bildabnehmers 41. Die geneigte Führungskante 416 des Parallaxenausgleichers
ist am Mittelgehäuse befestigt.
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Fig.2 zeigt den hinteren Gehäuseteil 11, zu dem eine Bodenplatte
111, die durch mehrere Federn 112 nach oben gedrückt wird, und eine hintere Anschlagplatte
114 gehören, die abgenommen werden kann, um den, Stapel der Träger 7 einzulegen.
Der oberste Träger stößt gegen ein Paar L-förmiger Anschläge 113, 113' (Fig.
1), die auf jeder Seite des mittleren Gehäuseteils angeordnet sind. Die Trägereinschubvorrichtung
wird durch ein Solenoid 219 betätigt, das auf einer der Seitenwände des Gehäuses
angeordnet ist und dessen Anker 216 einen Hebel 21 betätigt. Eine Feder 211 wirkt
dem Solenoid entgegen und stellt den Hebel 21 in die Ruhelage zurück. Eine waagerechte
Stange 22 verbindet den Hebel 21 mit einem gleichen Hebel 21' (Fig. 1) auf der anderen
Seite des hinteren Gehäuseteils. Auf der Stange 22 sitzen zwei hin- und herbewegbare
Hebel 23, 23', die ihrerseits die Rollen 24, 24' tragen. Die letzteren sind vorzugsweise
mit einem elastischen Material, z. B. Gummi, bedeckt. Wenn durch Einschalten des
Solenoids 219 die Rollen 24, 24' vorwärts gestoßen werden, berühren sie das oberste
Blatt 7 und stoßen es an seinen Seitenkanten unmittelbar neben den L-förmigen Anschlägen
113, 113' vorwärts, worauf sie in die zurückgezogene Stellung zur Vorbereitung des
Einschubs des nächsten Trägerblattes zurückkehren.
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Fig. 3 ist eine Abbildung des Trägers 7. Sein Papiergrund 71 ist auf
der einen Oberfläche mit einer Aluminium- oder anderen Metallfolie 72 versehen,
die die Lichtreflexion des photographischen Bildes beträchtlich verbessert, das
in der darüberliegenden Emulsionsschicht 73 enthalten ist. Der Träger 7 hat also
auf der Vorderfläche das Bild 731, das in der Emulsion 73 eingebettet ist, und auf
der Rückseite die unmittelbar auf den Papiergrund 71 gedruckte, übliche Tonspur
711. Das Bezugszeichen 732 bezeichnet die einzelnen Grenzen einer Bilderfolge. Sowohl
die Bildals auch die Tonaufzeichnungen folgen einer Spiralspur, die eine derartige
Steigung besitzt, daß der nachfolgende Teil eines besonderen Spurenabschnittes an
den vorausgehenden Teil des nächsten Abschnittes anschließt, wenn der Träger so
um den Zylinder 3 gelegt wird, daß die beiden Kanten aufeinandertreffen. Die Tonspur
liegt auf der gegenüberliegenden Fläche und ist auf die besondere Bildfolge ausgerichtet,
zu der sie gehört. Die vorderen Ecken des Blattes sind bei 74, 74' eingeschnitten,
um zwei Anschläge 301, 301' aufzunehmen, die vom Umfang des Zylinders 3 hervortreten.
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Das Blatt 7 kann auch zwei Reihen übereinstimmender, aber gegeneinander
gewinkelter Tonspuren 711 für einen Zweck tragen, der im nachfolgenden in Verbindung
mit Fig. 9 beschrieben werden wird.
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Die Fig.4 und 6 zeigen entsprechend einen in Längsrichtung und in
waagerechter Ebene ausgeführten (Querschnitt durch den Zylinder 3 und stellen die
Teile dar, die im Mittelgehäuse 12 des Gehäuses 1 enthalten sind. Jeder der durch
die Rollen 24, 24' vor--yärts gestoßenen Träger 7 wird auf Grund der durch die Lförmigen
Anschläge 113, 113' bestimmten Anhebung zwischen den beiden Führungsflächen 311
und 312 hindurchgleiten, die dem Träger eine leichte Biegung nach oben verleihen,
so daß seine Vorderkante in die Richtung der im Uhrzeigersinn erfolgenden Drehung
des Zylinders weist, wie in Fig. -I dargestellt ist. Der Vorschub durch die hin-
und hergehenden Hebel 23, 23' ist groß genug, um den Träger zwischen die Führungsflächen
zu schieben, bis er von denFührungsrollen 30 erfaßt wird und mit den Einschnitten
74, 74' gegen ein Paar Anschläge 301, 301' stößt, die aus dem Zylinder 3 hervortreten.
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An einem bestimmten Punkt des Zylinderumfanges ist ein hervorspringender
Anschlag 327 angeordnet, der bei jedem Umlauf einmal einen Schaltkontakt 317 betätigt,
der am Mittelgehäuse 12 angeordnet ist, um die Zylinderdrehung mit den Einschub-
und Greifvorgängen in Übereinstimmung zu bringen, wie auch aus der Beschreibung
des elektrischen Regelsy stetns hervorgehen wird.
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Der Zylinder 3 besitzt einen Mantel 32 aus vollständig durchsichtigem
Material. Die Tonabnahme wird vom Inneren des Zylinders durch den durchsichtigen
Mantel hindurch ausgeführt. Die angetriebene Seite des Zylinders ist durch eine
'Metallscheibe 33 verschlossen, die den Mantel trägt und mit einer Welle 34 versehen
ist, die in einem Lager 35 drehbar 1elagert ist, das von der Grundplatte der Vorrichtung
getragen wird. Auf der anderen Seite des Zylinders sind mehrere unterstützende Rollen
37 auf einem Teil 122 des Metallgehäuses angeordnet, der in den Zylinderraum hineinragt,
so daß sich der Zylinder auf den Rollen frei drehen kann, ohne daß der Betrieb der
Bild- und Tonabnehmer 41 und 42 gestört wird. Die Kanten .des durchsichtigen Mantels
32 werden von mehreren frei sich drehenden, federnden Führungsrollen 30 berührt.
Wenn ein Träger 7 auf den Zylinder geschoben worden ist, drücken diese Rollen paarwei
den Träger während der Drehung des Zylinders gegen den Mantel.
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Die Masse des Zylinders 3, die notfalls durch geeignete Verstärkungen
vergrößert werden kann, sollte groß genug sein, um eine im wesentlichen gleichförmige
Umdrehungsgeschwindigkeit zu gewährleisten.
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Eine Klammerstange 323 läuft parallel zum Zylindermantel und endet
in einem Paar Klammern 322, 322', die an jeder Seite hervorstehen, so daß sie die
Außenfläche des Trägers 7 berühren. Diese Klammern werden gewöhnlich durch- die
Wirkung einer Feder 321 in Berührung mit dem Träger gehalten. 'Nur während des Abstreif-
und Einschubvorganges zieht das Klammersolenoid durch seinen Anker 329 vermittels
des Hebels 324 für eine kurze Zeitspanne die Klammern ab und setzt sie außer Berührung.
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Ein Trägertastkontakt 328 ist gegenüber der Klammer 322' auf dem durchsichtigen
Mantel 32 des Zylinders angeordnet. Der Kontakt 328 tritt mit der Klammer 322' in
leitende Berührung, wenn nach Erledigung des Trägerklemmvorganges kein Träger vorhanden
ist, um als Isolator zwischen Klammer und Kontakt zu wirken. In einer Weise, die
zusammen mit den anderen Aufgaben der elektrischen Steuerschaltung besprochen werden
wird, wird diese Anordnung verhindern, daß die Wiedergabevorrichtung leer läuft,
und wird sie anhalten, sobald der letzte Träger eines Stapels durchgelaufen ist.
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Die elektrischen Verbindungen des Solenoids 329 und des Kontakts 328
werden durch mehrere Schleifkontakte oder Bürsten 382, 392 und 392', die auf der
sich drehenden Zylinderscheibe 33 angeordnet sind,
und durch eine
entsprechende Anzahl ringförmiger Kontaktstreifen 381, 391 und 391' hergestellt,
die entsprechend auf einer feststehenden Scheibe 318 innerhalb des Mittelgehäuses
12 angeordnet sind.
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Die gesamte Ton- und Bildwiedergabevorrichtung wird durch einen gewöhnlichen
Elektromotor 51 angetrieben, der mit dem zugehörigen Geschwindigkeits-Untersetzungsgetriebe
50 in der Nachbarschaft der Zylinderwelle 34 angeordnet ist. Die Antriebswelle 52
trägt das Schneckenrad 521, das auf ein gleiches, auf der Zylinderwelle 34 befestigtes
Rad 341 wirkt. Das Übersetzungsverhältnis sowohl des Getriebes 50 als auch der Schneckenräder
521, 341 ist so gewählt, daß bei einer gegebenen Größe des Trägers und der Bildrahmen
während der Wiedergabe die übliche Abtastgeschwindigkeit von 24 Bildern pro Sekunde
vorherrschen wird. Die Welle 52 trägt außerdem die Schnekkenräder 522 und 523, ,die
einen Teil des Antriebs für die Abnehmervorrichtung bilden. Das Ende der Welle 52
ist gegenüber dem Motor 51 in einem Lager 515 drehbar gelagert.
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Die verbundene Abnehmervorrichtung, die einen Bildabnehmerkopf 41
und einen Tonabnehmerkopf 42 enthält, wird auf den entsprechenden Leitspindeln 417
und 427 seitlich verschoben, die sich innerhalb und außerhalb des Zylinders 3 parallel
zu dessen Achse erstrecken. Die Abnehmer arbeiten gleichzeitig; der Kopf 41 tastet
die Bilder 732 (Fig. 3) auf der äußeren Fläche des Trägers 7 ab, während der Kopf
42 den Ton von den Spuren 711 auf der inneren Trägerfläche durch den durchsichtigen
Mantel 32 des Zylinders hindurch aufnimmt.
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Der Bil:dabnehmerkopf 41, der mit einer üblichen Projektionslampe
411 mit großer Wattzahl ausgerüstet ist, besitzt einen Rückspiegel 410 zur Bündelung
des Lichtstrahls und ein Kondensorlinsensystem 412, welches das Lichtbündel auf
die Trägeroberfläche wirft. Die Lichtstrahlen von der Oberfläche des Blattes 7 werden
von einer Spiegeltrommel 413 zurückgeworfen, welche die fortlaufende Projektion
in eine Folge von unterbrochenen, im wesentlichen feststehenden Bildern aufteilt.
Zu diesem Zweck ist die Trommel 413 mit einer bestimmten Anzahl von Spiegelflächen
432 versehen, von denen aus die Lichtstrahlen durch ein Objektiv 414 gehen, durch
das sie auf einen üblichen Bildschirm geworfen werden, der in einer bestimmten Entfernung
in der Längsachse der Wiedergabevorrichtung errichtet oder aufgehängt ist. Das schon
erwähnte Schneckenrad 522 der Antriebswelle 52 steht mit dem Zahnrad 532 der Welle
53 im Eingriff. Diese Welle trägt an ihrem anderen Ende ein zweites Schnekkenrad
531, das mit den Zähnen 431 des Vielflächenspiegels 413 im Eingriff steht. Das übersetzungsverhältnis
zwischen dem Zylinder 3 und der Spiegeltrommel 413 ist natürlich so gewählt, daß
die Anzahl .der in einer Sekunde eingesetzten Spiegelflächen der Geschwindigkeit
der Bildaufnahme entspricht.
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Fig. 5 zeigt einen besonderen Parallaxenausgleicher, der mit dem Bildwiedergabesystem
.der Fig. 4 verbunden ist. Um die parallaktische Abweichung des projizierten Bildes
auszugleichen, die auf die Bewegung des Abnehmerkopfes 41 senkrecht zur Längsachse
der Wiedergabevorrichtung zurückzuführen ist, wird das Projektionsobjektiv 414 um
einen Drehpunkt 433 winklig verschiebbar angeordnet. Das Objektiv wird mit seiner
Rolle 435 an einer :geneigten Führungskante 416 geführt, die im Mittelgehäuse 12
angeordnet ist. Eine Feder 434 drückt die Rolle, unabhängig vom Neigungswinkel,
fest gegen die Kante. Dadurch wird, wenn der Abnehmer 41 von einer Seite des Zylinders
zur anderen bewegt wird, das projizierte Bild stets auf den entfernt gelegenen Bildschirm
(nicht dargestellt) gerichtet sein.
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Der Tonabnehmerkopf 42 (s. wieder Fig. 4 und 6) ist mit einer üblichen
Tonlampe 421, einem optischen System 422 und einer Photozelle 423 ausgerüstet. Die
Energie der Zelle wird einem Verstärker 605 zugeführt und von da aus einem Lautsprecher
608 (Fig. 8), der vorzugsweise in der Nähe des Bildschirmes angeordnet ist.
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Sowohl der Bildabnehmer 41 als auch der Tonabnehmer 42 können gewöhnlich
auf ihren entsprechenden Führungsstangen 418 und 42$ an dem Zylindermantel entlanggleiten.
Die Abnehmer umfassen ihre zugehörigen Leitspindeln 417 und 427, die in entsprechenden
Schneckenrädern 427 und 426 enden. Die letzteren stehen mit entsprechenden Schneckenrädern
577 und 576 auf einer Zwischenwelle 57 im Eingriff. Durch diese Vorrichtung werden
die beiden rniteinander verbundenen Leitspindeln und die auf diesen geführten Abnehmer
gleichzeitig und in einer Richtung bewegt, wenn die Abnehmer mit ihren zugehörigen
Leitspindeln in Verbindung gesetzt werden.
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Die elektrischen Teile des Bild- und des Tonabnehmers sind mit der
übrigen elektrischen Anlage durch biegsame (nicht gezeigte) Kabel verbunden, die
eine ungehinderte seitliche Verschiebung der Köpfe 41, 42 ermöglichen.
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Das bereits erwähnte Schneckenrad 523, das am Ende der Antriebswelle
52 befestigt ist, treibt ein Schneckenrad 541 auf einem Wellenstumpf 54 an. Diese
Welle trägt eine Brücke 55, die einen Umkehrgetriebesatz hält, der von dem Anker
516 eines Solenoids 519 geregelt wird. Fig. 7 gibt eine vergrößerte Darstellung
des Umkehrgetriebes. Eine Feder 511 hält die Brücke 55 und die drehbar darauf gelagerten
Zahnräder in einer Normalstellung, die hier weiter als die Vorwärtsrichtung bezeichnet
wird, wenn die Abnehmervorrichtung sich, wie in Fig.6 dargestellt, vom oberen zum
unteren Ende des Zylinders 3 bewegt. Das andere Ende der Welle 54 trägt ein Zahnrad
542, das in ständiger Berührung mit einem Zahnrad 546, das auf einem Arm der Brücke
angeordnet ist, und außerdem mit einem Zahnrad 544 und einem dazugehörigen Zwischenrad
545 steht, die beide auf einem weiteren Arm der Brücke sitzen. Im vorwärts gerichteten
Drehsinn wird das Zahnrad 546 mit einem Zahnrad 436 derLeitspindel 417 in Eingriff
gebracht. Wenn jedoch das Solenoid 519 eingeschaltet wird, wird die Brücke 55 entgegen
dem Uhrzei.gersinn um ihren durch die Welle 54 gebildeten Drehpunkt gedreht, so
daß das Zahnrad 545 mit dem Zahnrad 436 in Eingriff tritt, wodurch die Leitspindel
417 in Rückwärtsdrehung versetzt wird. Bei der gleichzeitig angetriebenen zweiten
Leitspindel 427 tritt die gleiche Umkehrung auf.
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Die Abnehmer 41, 42 werden durch die Leitspindeln -417, 427 nur dann
verschoben, wenn sie mit ihnen gekuppelt werden. Zu diesem Zweck sind die Abnehmerkupplungssolenoide
419, 429, wie in Fi.g. 8 dargestellt, vorgesehen. Im eingeschalteten Zustand greifen
ihre Anker 45, 46 auf die entsprechenden Leitspindeln und bewegen die Abnehmer gemäß
dem Drehsinn auf dem Zylinder entweder nach links oder nach rechts.
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Ein Grenzschalter 47 ist in der linksseitigen Endstellung des Bildabnehmers
41 und ein gleicher Grenzschalter 48 in der rechtsseitigen Endstellung angeordnet.
Zu jedem von ihnen gehören entsprechende Kontaktgeber 471, 481 und Schaltbrücken
472, 482. Sie werden in der Abnehmerendstellung durch die Wirkung
der
Vorsprünge 438' und 438 betätigt, die auf den entgegengesetzten Seiten des Bildabnehmers
41 angeordnet sind. Diese Schalter bleiben außer Betrieb, wenn der Abnehmer sich
in irgendeiner Zwischenstellung befindet.
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An der Vorderseite des Mittelgehäuses 12 befindet sich gegenüber von
der Einschubvorrichtung eine Abstreifvorrichtung,welche die Träger von dem Zylinder
abnimmt, wenn der Wiedergabevorgang beendet ist. Ein Hebel 26 wird durch den Anker
266 des Abstreifsolenoids 269 betätigt, das im Bodenteil des Mittelgehäuses angeordnet
ist. Eine Feder 261 wirkt dem Solenoid entgegen und stellt den Hebel in seine Ruhelage
zurück. Das obere Ende des Hebels 26 trägt eine gleitende Abstreiffläche 27. Wenn
das Solenoid 269 eingeschaltet wird, wird die Fläche 27 in unmittelbare achbarschaft
des Zylinders gedrückt und löst die Führungskante des Blattes 7 von .den Anschlägen
301, 301'. Gleichzeitig lösen sich die Klammern 322, 322' von dein Trägerblatt,
worauf dieses dazu neigen wird, seine ebene Form wieder anzunehmen und, da der Zylinder
seine Drehung fortsetzt, auf der Neigung der Fläche 27 in den Sammelbehälter 13
am Vorderteil der Wiedergabevorrichtung hinabgleiten wird.
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Bei der folgenden Beschreibung der Art des Zusammenwirkens der oben
beschriebenen Bestandteile wird jetzt auf Fig. 8 Bezug genommen. Die Vorgänge des
Träerabstreifens, des Einschiebens eines neuen Trägers,' des Abnehmens und des selbsttätigen
Anhaltens sind in der in den Fig. 1 bis 8 gezeigten Ausführungsform in einem Kreislauf
von vier Schritten vereinigt, von denen zwei sich nur in der Richtung des Abnehmens
unterscheiden. Der Vorwärts- und Rückwärtswiedergabevorgang wechselt mit dem Einschubvorgang
in der rechtsseitigen und der linksseitigen Endstellung der Abnehmervorrichtung
ab. Für dieses Verfahren müssen geradzahlige und ungeradzahlige Trägerblätter gedruckt
werden, bei denen die Spuren abwechselnd von oben links nach unten rechts bei .den
ungeradzahligen und von oben rechts nach unten links bei den geradzahligen Trägern
laufen. Am Ende des Einsclrtrl>vorganges wird ein Tastimpuls prüfen, ob der Träger
ordentlich auf dem Zylinder festgeklemmt ist. Irn Fall irgendeiner Störung, oder
wenn der Trägerstapel leer ist, wird die Wiedergabevorrichtung selbsttätig anhalten
und ein Leuchtzeichen geben, um anzuzeigen, daß zur Wiederaufnahme des Betriebes
etwas unternommen werden muß.
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Die Ton- und Bildwiedergabevorrichtung wird an den Anschlüssen 60
mit Wechselstrom gespeist. Ein Hauptschalter 601 ist vorgesehen, um die ganze Vorrichtung
abschalten zu können. Die Projektionslampe 411, der Verstärker 605 und der Antriebsmotor
51 werden unmittelbar von den Wechselstromleitungen 602 und 603 gespeist, ebenso
der Brückengleichrichter 604. der arte Anschluß 61 die Gleichspannung abgibt, die
für den Stufenschalter 69, die verschiedenen Relais und die Solenoide gebraucht
wird. Hier ist wieder ein Schalter 611 angeordnet, um die Regelanlage abzuschalten.
Die Tonlampe 421 wird über die Gleichstrom _AbgrifFleitungen 612, 613 mit Strom
versorgt.
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Bei Betriebsbeginn der Vorrichtung, bei der sich die Abnehmer 41,
42 in ihrer obersten Stellung (von der Fig.6 aus betrachtet) befinden, ist der Stufenschalter
69 in seiner Ausgangsstellung »8« und die Schalter 471, 472 durch den Zapfen 438'
des Abnehrners 41 geschlossen. Vorn Pol c des Schalters 472 geht über den Unterbrecberkontakt
652 des Fühlerrelais 65 ein Stromweg über den Kontakt 317 zum erststufigen Relais
62 einer Stufenschaltung, über die der Stufen-Schalter 69 eingeschaltet wird. Während
jeder Umdrehung des sich drehenden Zylinders 3 verursacht und überträgt der Kontakt
317 einen Impuls zum Relais 62. Der Anker 622 berührt seinen Kontakt, worauf der
Stufenschalter 69 aufzieht und das Sperrrädchen 697 durch den Anker 696, dem die
Zugfeder 695 entgegenwirkt, auf die nächste mit »1« bezeichnete Stellung stößt.
Ein zweiter Anker 621 des Relais 62 schaltet auch das Zweistufenrelais 63, das mit
dem Rückkontakt seines Ankers 632 den Stromkreis des Relais 62 unterbricht und damit
die Dauer des zum Stufenschalter abgegebenen Impulses begrenzt, da sich das Relais
62 unmittelbar auf die Betätigung des Relais 63 hin löst. Relais 63 schließt sich
über seinen Anker 631, und durch den Vorderkontakt des Ankers 632 wird das Drittstufenrelais
64 eingeschaltet. Dieses Relais hat seinerseits zwei Aufgaben. Sein Anker 641 unterbricht
durch seinen Rückkontakt -die Schaltung des Relais 63, während es über den Vorderkontakt
einen zweiten Impuls zum Stufenschalter 69 abgibt, wodurch dieser in die Stellung
»2« gedreht wird. Der vollständige Schaltvorgang der Relais 62, 63 und 64 ist kürzer
als eine Umdrehung des Zylinders. Auf diese Weise führt der Stufenschalter 69 während
jeder Zylinderumdrehung zwei Schritte aus, bis er wieder durch den Kontakt 317 betätigt
wird.
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In den Stellungen »2« bis »4« des Stufenschalters berührt der Kontaktarm
699 das Kontaktsegment 692, um das Abstreifsolenoid 269 und durch die Kontaktstreifen
391', 391 und die Bürsten 392, 392' auch das Klammersolenoid 329 einzuschalten.
In der Stellung »4« des Stufenschalters berührt der Kontaktarm 699' zusätzlich den
Bankkontakt 694, durch den das Einschubsolenoid 219 für die Dauer eines kurzen #"orschubs
eingeschaltet wird. Nach der Stellung »4<< ist auf Grund der Wirkung dieser
Solenoide irgendein noch von einer früheren Wiedergabe auf dein Zylinder gelassenes
Trägerblatt abgenommen, und ein neues (falls im Vorratsteil 11 des Gehäuses
verfügbar) ist auf den sich drehenden Zylinder geschoben worden. Der Fall, in welchem
kein Träger auf den Zylinder während der Stellung »4« geklammert worden ist, wird
in Verbindung mit den Relais 65. 66 etwa: spiter beschrieben werden.
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Nach einer weiteren Drehung des Zylinders trnd infolgedessen zwei
weiteren Schritten (Stellung »5« und »6«) des Stufenschalters beginnt das Abnehmen
in Stellung »7« dadurch, daß der Kontaktarm 699' einen weiteren Bankkontakt 693
berührt, der durch den Rückkontakt und den Anker 66des Relais 66 und durch den geschlossenen
Kontakt 471 (wobei sich der Abnehmer 41 immer noch in seiner äußersten linksseitigen
Stellung an der Oberseite der Fig. 6 befindet) das Abnehmerrelais 67 einschaltet
und durch seinen Vorderkontakt und Anker 672 die Abnehmerkupplungssolenoide 419,429
betätigt. Relais 67 schließt sich über seinen Anker 672. Diese innerhalb der
Ab-
nehmervorrichtungen 41, 42 auf den Leitspindeln 417, 427 angeordneten
Solenoide verbinden ihre entsprechenden Anker 45, 46 mit den sich drehenden Leitspindeln.
Da das Umkehrsolenoid 519 nicht eingeschaltet ist, wird das Zahnrad 436 der Leitspindel
417 in der oben erläuterten Vorwärtsrichtung angetrieben. Das Abnehmen beginnt auf
dem Zylinder von links aus nach rechts mit dem Ergebnis, daß die Kontakte 471 und
472 in ihre Ruhestellung zurückkehren und den Betätigungskreis für das Relais 62
öffnen, so daß der Stufenschalter 69 in seiner Ausgangsstellung »8« bleibt. Der
Kontaktarm 698 schließt jetzt über den Bankkontakt 691 den Widerstand 607 kurz,
der
in Serie mit dem Lautsprecher 608 im Ausgangskreis des Verstärkers 605 liegt. Der
Rückkontakt 651 des Relais 65 ist in diesem Ausgangskreis auch- in Serie enthalten.
Damit ist in der Stellung »8« die volle Kraft des Verstärkers für den @auts;,@-ec@_:r
verfügbar, der in allen anderen Stellungen des Stufenschalters durch den Serienwiderstand
so gedrosselt ist, daß er jegliche Geräusche unterdrückt, die von der Photozelle
während des Einschubvorganges verursacht werden könnten.
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Das Abnehmerrelais 67 schließt sich über seinen Anker an dem Pol ca
des Kontakts 482, der diese Schaltung unterbricht, sobald der Abnehmer seine rechtsseitige
Endstellung am Boden der Fig. 6 erreicht hat. Der Pol c des gleichen Schalters bereitet
wieder durch .den Rückkontakt 652 des Relais 65 einen neuen Abstreif- und Einschubvorgang
unter der Regelung durch Kontakt 317, Relaiskette 62 bis 64 und Stufenschalter 69
vor, wie bereits beschrieben. In diesem Zustand wird jedoch dadurch, .daß der betätigte
Kontakt 481 geschlossen ist, das Rückwärtsabnehmerrelais 68 eingeschaltet, wodurch
die Abnehmerkupplungssolenoi@de durch den Anker 681 wieder betätigt werden, und
auch das Umkehrsolenoid 519 durch seinen Halteanker 682. Infolgedessen werden die
Leitspindeln in Rückwärtsrichtung angetrieben, so daß das Abnehmen von rechts nach
links vor sich geht. Die Anker 681, 682 werden über den Pol a des Kontaktes 472
gespeist, der ausgeschaltet wird, wenn die Abnehmer ihre äußerste linksseitige Stellung
erreichen. Danach beginnen die vier Betriebsschritte von neuem.
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Es wird jetzt der Fall betrachtet, bei welchem in der Stellung »4«
des Stufenschalters kein Träger auf dem Zylinder 3 festgeklemmt worden ist, entweder
durch einen Fehler beim Einschieben oder Festklemmen oder weil der letzte Träger
eines Stapels gerade durchgelaufen ist. Sobald .das Klemmsolenoid 329 gelöst worden
ist und die Klammern 322, 322' die Zylinderfläche berühren, schließt sich in der
Stellung »5« der Kontakt 328, weil zwischen den leitenden Teilen 322' und 328 keine
Isolation besteht. Durch die Bürsten 382, 392 und die Kontaktstreifen 381 und 391
wird aus der Abgriffleitung 613 ein positives Potential an das Tastrelais 65 angelegt,
das durch Anziehung seines Ankers 652 den zum Kontakt 317 führenden Stromweg unterbricht,
so .daß .der Stufenschalter nicht über seine Stellung »6« hinausgeht; durch den
Anker 651 wird der Lautsprecher 608 außer Betrieb gesetzt, unabhängig von der Stufenschalterstell.ung.
Die parallel zum Relais 65 geschaltete Notlampe 665 leuchtet auf und macht die Bedienungsperson
auf die Störung im Betrieb aufmerksam.
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Wenn ein einzelner Träger oder ein Stapel von Trägern neu in den Apparat
eingelegt worden ist; müß für einen Augenblick der Wiederanlaßschalter 666 betätigt
werden, damit der neue Einschubvorgang beginnt. Das Einschubwiederholungsrelais
66 wird dadurch mit den folgenden Ergebnissen eingeschaltet: Anker 663 hält Relais
66 und Lampe 665 im Betrieb, jedoch nur so lange, wie das Relais 65 über Kontakt
328 unter Strom gehalten wird; Anker 662 stellt den Stromweg über Kontakt 317 `nieder
her und schaltet dadurch die Relaiskette 62 bis 64 und den Stufenschalter 69 in
der oben beschriebenen Weise; schließlich unterdrückt der Anker 661 den Impuls,
der vom Kontakt 693 in Stellung »7« des Stufenschalters kommt, welches den Abnehmervorgang
dadurch beginnen lassen würde, daß entweder das Vorwärts-Abnehmerrelais 67 oder
das Rückwärts-Abnehmerrelais 68 (entsprechend den Stellungen der Grenzschalterkontakte
471 und 481) eingeschaltet wird. Auf Grund der Impulse des Kontaktes 317 und der
Wirkung der Relais 62 bis 64 läuft jetzt ein dem vorbeschriebenen ähnlicher Vierstufenvorgang
durch die Schalterstellungen »7«, »8«, »1« und »2« ab, wilire d ein neues Trägerblatt
auf den Zylinder 3 geschoben wird. Das Klammersolenoid 322 wird in Stellung »?,
eingeschaltet, wodurch der durch den Kontakt 328 gehende Kreis geöffnet wird, und
beide Relais 65 und 66 lösen sich, worauf die gewöhnlichen Arbeitsschritte gemäß
der vorher beschriebenen Steuerwirkung des Stufenschalters in .den aneinander anschließenden
Stellungen folgen. In Stellung »8«, bei welcher der Eingangskreis des Lautsprechers
608 durch Anker 651 wieder geschlossen ist, wird die volle Lautstärke nach Berührung
des Bankkontaktes 691 durch den Kontaktarm 698 wiederhergestellt, und es folgt der
gewöhnliche Wiedergabevorgang. Das Tastrelais 65 und das Einschubwiederholungsrelais
65 sind in jeder Wiedergaberichtung so lange im Betrieb, wie die Abnehmerköpfe 41,
42 in ihrer jeweils äußersten Stellung belassen werden.
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In dem Fall, daß ein Stapel Träger 7, der vorher durchgelaufen ist,
aus einer ungeraden Anzahl Blätter bestand, befinden sich die Abnehmerköpfe 41,
42 am Beginn eines »Rückwärts«-Abnehmervorganges, was für die Wiedergabe des ersten
Blattes eines neuen Stapels ungeeignet sein würde. Unter diesen Umständen kann die
Abnehmervorrichtung von Hand aus einer Endstellung in die andere (d. h. von rechts
nach links) bewegt werden, bevor der Wiederanlaßschalter 666 geschlossen wird.
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Fig.9 zeigt einen Teil einer abgewandelten Wiedergabevorrichtung,
die mit zwei versetzt angeordneten Photozellen 423 und 423' versehen ist. Diese
Photozellen sitzen nebeneinander auf einem Wagen 42' und besitzen einen gemeinsamen
mechanischen Antrieb von der Art, die unter Bezug auf die Fig.4 und 6 beschrieben
wurde. Mit dieser Anordnung ist es möglich, einen Träger mit doppelter Tonspur abzutasten,
im allgemeinen ähnlich dem Blatt 7 der Fig. 3, so daß der akustische Teil -der auf
dem Träger aufgezeichneten Mitteilung in Raumtonwirkung wiedergegeben werden kann.
Für diesen Zweck werden die Ausgänge der Photozellen 423, 423' durch einen Zweikanalverstärker
606 auf zwei Lautsprecheranlagen 608 und 609 übertragen. Falls die beiden Tonspuren
miteinander übereinstimmen und auf dem Träger winklig versetzt sind, kann diese
Anordnung auch benutzt werden, um geringfügige Unterbrechungen am Treffpunkt der
voraneilenden mit der nachfolgenden Trägerkante zu verhindern. In diesem Fall nimmt
die Photozelle 423' einen ununterbrochenen Spurabschnitt auf, während die Zelle
423 gerade :die Blattkante abtastet. Die anderen Teile der Schaltung, die nicht
in Fig. 9 gezeigt sind, können die gleichen wie bei der vorher beschriebenen Ausführungsform
sein.
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Fig. 10 zeigt ein erfindungsgemäßes Wiedergabegerät, dessen Träger
87 ein Papier- oder Kunststoffstreifen ist, der vorzugsweise mit Lochreihen 811
versehen ist, in welche die üblichen Zähne 821 der Führungsrollenpaare 82 eingreifen.
Der Streifenträger wird von einer Spule 81 abgezogen und mit der üblichen schubweisen
Bewegung einem Projektor 83 zugeführt, in welchem seine Vorderseite mittels der
Lichtquelle 831, dem Spiegel 832 und dem Objektiv 833 abgetastet wird. Nachdem der
Streifenträger 87 über eine weitere Anzahl Führungs- und Ablenkungsrollen 82 gelaufen
ist, erreicht er die Tonabnalimevorrichtung 84, in der eine Tonlampe 841 .die Rückseite
des
Streifenteiles erleuchtet, der in ununterbrochener Bewegung über ein Schwungrad
842 läuft. Die Lichtänderungen werden von der üblichen photoelektrischen Zelle 843
aufgenommen, in elektrische Schwingungen übersetzt und zum Verstärker 85 und Lautsprecher
86 in bekannter Weise übertragen. Schließlich wird der Trägerstreifen durch noch
ein weiteres Rollenpaar 82 zur Aufwickelspule 88 geführt. Der Streifen 87 kann ebenso
mit zwei Tonspuren zum Zweck der Raumtonwiedergabe versehen werden, wie es in Verbindung
mit Fig. 9 beschrieben worden ist.
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Verschiedene Abwandlungen der hier beschriebenen Vorrichtung werden
technisch Erfahrenen auf Grund der vorhergehenden Beschreibung sofort klar werden
und sollen im Bereich der Erfindung, wie sie auch durch die Ansprüche umrissen wird,
mitenthalten sein. So ist es z. B. selbstverständlich, daß durch eine einfache Umkehr
der Trägervorrichtungen in der Ausführungsform der Fig. 1 bis 8 die Abnehmerköpfe
41, 42 festgehalten werden können, während ihre Führungsteile 417, 418 bzw. 427,
428 zusammen mit dem Zylinder 3 und den zugehörigen Antriebsteilen in axialer Richtung
im Takte der Abnehmerbewegung verrückt werden können. wodurch die Notwendigkeit
entfällt, einen Parallaxenausgleicher, wie in Fig.5 darestellt, einzubauen. Weiter
könnte die Drehzahl des' Motors 51 durch eine einfache Schaltanordnung (z. B. bei
Regelung durch das Umkehrrelais 68) so verändert werden, daß die Rückkehrschwenkung
der Abnehmervorrichtung beträchtlich schneller als die Z"orwärtsschwenkung ausgeführt
wird, wobei die gleiche Umschaltanordnung veranlaßt, -daß der Einschubvorgang während
der Rückkehrschwenkung unterdrückt wird, so daß die Trägerblätter 7 nur zum Vorwärtsabtasten
auf den Zylinder 3 geschoben werden. In diesem Fall würden die Bilderreihen 731
und die Tonspuren 711 auf allen Blättern 7 in gleicher Richtung schräg laufen. Weiter
könnten zwei der in den Fig. 1 bis 8 gezeigten Wiedergabegeräte so nebeneinandergereiht
verbunden werden, daß das eine ein Trägerblatt abtastet, während das andere auf
dem Rückwärtsgang leer läuft, und umgekehrt. Auch können Einzelheiten der elektrischen
und mechanischen Verbindungen, die oben beschrieben und in den Zeichnungen dargestellt
sind, durch gleichwertige, an sich gut bekannte Anordnungen ersetzt werden.
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Schließlich kann die gezeigte Vorrichtung auch ohne weiteres durch
Einbau einer üblichen photographischen Aufnahmevorrichtung an Stelle der optischen
und akustischen Abnehmervorrichtungen auf den Abnehmerköpfen 41, 42 so abgewandelt
werden, daß sie für die Herstellung einer ursprünglichen Mutteraufzeichnung verwendet
werden kann, von der eine beliebige Anzahl von Zweitstücken angefertigt werden kann.
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