DE1104331B - Einrichtung zur Aufnahme bzw. Wiedergabe von Tonbildern - Google Patents

Einrichtung zur Aufnahme bzw. Wiedergabe von Tonbildern

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DE1104331B
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Germany
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cylinder
carrier
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DER25582A
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English (en)
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Adolph W Renke
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ADOLPH W RENKE
Original Assignee
ADOLPH W RENKE
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B31/00Associated working of cameras or projectors with sound-recording or sound-reproducing means
    • G03B31/06Associated working of cameras or projectors with sound-recording or sound-reproducing means in which sound track is associated with successively-shown still pictures

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Automatic Disk Changers (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Aufnahme bzw. Wiedergabe von Tonbildern Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Aufnahme bzw. Wiedergabe von Tonbildern.
  • Die allgeineineAufgabe derErfindung besteht darin, eine verbesserte und wirksamere Einrichtung zur Aufzeichnung und Wiedergabe von Mitteilungen, die sowohl sichtbar wie hörbar sind, zu schaffen, wobei eine derartige Einrichtung geeignet sein soll, um mit Hilfe einer einfachen und nicht kostspieligen Ausrüstung ausgeführt zu werden.
  • Erfindungsgemäß wird dies erreicht durch eine Haltevorrichtung für einen folienförmigen Träger sowie durch zwei die beiden Trägerseiten gleichzeitig abtastende Anordnungen, von denen die eine an ein Tonaufnahme- bzw. Tonwiedergabegerät, die andere an ein Bildaufnahme- bzw. Bildwiedergabegerät angeschlossen ist. In einer stärkeren Abkehr von der bisher üblichen Wiedergabetechnik wird als Träger eine Reihe von vorzugsweise rechteckigen Blättern benutzt, die leicht an der Eingangsseite eines Wiedergabegeräts aufgestapelt werden können, welches eine Haltevorrichtung in Form eines rotierenden Zylinders besitzt, um den die Blätter nacheinander gewickelt werden können, um gleichzeitig durch optische und elektroakustische Abnahmevorrichtungen abgetastet zu werden. Für diesen Zweck kann eine photoelektrische Übertragungsvorrichtung, wie etwa eine Photozelle, innerhalb des Zylinders angeordnet werden, um die Tonspur jedes Trägerblattes durch die durchsichtige Zylinderwand hindurch abzutasten.
  • Das Trägerblatt kann ganz oder teilweise aus Papier bestehen, auf welches wenigstens der Tonteil der Mitteilung durch ein übliches Druckverfahren aufgezeichnet werden kann. Für den Bildteil ist mindesten für sehr gute Wiedergabe der Gebrauch einer photographischen Aufzeichnung auf einer Emulsionsschicht vorzuziehen, die eine Seite des Papiers bedeckt.
  • Die Erfindung wird im einzelnen unter Bezug auf die Zeichnungen erläutert. Es zeigt Fi.g. 1 eine Gesamtansicht eines erfindungsgemäßen Ton- und Bildwiedergabegeräts, Fig. 2 einen Querschnitt entlang der Linie 2-2 der Fig. 1, Fig. 3 ein in der Vorrichtung der Fig. 1 und 2 benutztes Trägerblatt, Fig. 4 einen Querschnitt entlang der Linie 4-4 der Fig. 1, Fig.5 eine etwas schematisch dargestellte Draufsicht eines Bildwerfer-Parallaxenausgleichers, der einen Teil der in Fig. 4 gezeigten Ausrüstung bildet, Fig. 6 einen waagerechten Querschnitt entlang der Linie 6,6 in Fig. 4, Fig. 7 eine vergrößerte Darstellung eines Umkehrgetriebes, das einen Teil des Mechanismus der Fig. 7 bildet, Fig. 8 die Darstellung des vollständigen elektrischen Schaltbildes der in den vorhergehenden Figuren gezeigten Vorrichtung, Fig. 9 ein Teilschaltbild einer abgewandelten Wiedergabevorrichtung, die einen doppelten Tonabnehmer besitzt, Fig. 10 eine etwas schematische Darstellung einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform der Wiedergabevorrichtung.
  • Die Hauptteile der in den Fig. 1 bis 8 abgebildeten Ton- und Bildwiedergabevorrichtung sind das Metallgehäuse 1, die Trägereinschub- und -abstreifvorrichtung 2, der sich drehende, durchsichtige Zylinder 3, der verbundene Bild- und Tonabnehmer 4, die Antriebsvorrichtung 5 für die gesamte Wiedergabevorrichtung und die elektrische Schaltanordnung 6, welche die Wiedergabe und die Einschub- und Abstreifvorrichtung steuert, die auf den Träger 7 wirkt. Die im nachfolgenden beschriebenen Einzelteile der obenerwähnten Bestandteile sind alle mit Bezugszeichen versehen, die mit dem entsprechenden, den Bestandteilen als Ganzes zugeordneten Ziffern 1 bis 7 beginnen.
  • Das Metallgehäuse 1 in Fig. 1 umgibt die ganze Wiedergabevorrichtung. Zu dem Gehäuse gehört ein hinterer Teil 11, auf dem der Stapel der Träger 7 und die Trägerzufuhrvorrichtung angeordnet sind. Ein Mittelgehäuse 12 umschließt den Abnahmezylinder 3, den Bildabnehmer 41, den Tonabnehmer 42, Bestandteile der Antriebsvorrichtung 5 und die ganze elektrische Schaltanlage 6. Ein vorn angebrachter Sammelbehälter 13 nimmt die Träger auf, deren Aufzeichnung bereits wiedergegeben worden ist. Das Mittelgehäuse 12 hat eine Tür 121, durch welche .die innen angeordneten Vorrichtungen zugänglich sind. Die Figur zeigt auch oben auf dem Mittelgehäuse die Haube 415 des Bildabnehmers 41. Die geneigte Führungskante 416 des Parallaxenausgleichers ist am Mittelgehäuse befestigt.
  • Fig.2 zeigt den hinteren Gehäuseteil 11, zu dem eine Bodenplatte 111, die durch mehrere Federn 112 nach oben gedrückt wird, und eine hintere Anschlagplatte 114 gehören, die abgenommen werden kann, um den, Stapel der Träger 7 einzulegen. Der oberste Träger stößt gegen ein Paar L-förmiger Anschläge 113, 113' (Fig. 1), die auf jeder Seite des mittleren Gehäuseteils angeordnet sind. Die Trägereinschubvorrichtung wird durch ein Solenoid 219 betätigt, das auf einer der Seitenwände des Gehäuses angeordnet ist und dessen Anker 216 einen Hebel 21 betätigt. Eine Feder 211 wirkt dem Solenoid entgegen und stellt den Hebel 21 in die Ruhelage zurück. Eine waagerechte Stange 22 verbindet den Hebel 21 mit einem gleichen Hebel 21' (Fig. 1) auf der anderen Seite des hinteren Gehäuseteils. Auf der Stange 22 sitzen zwei hin- und herbewegbare Hebel 23, 23', die ihrerseits die Rollen 24, 24' tragen. Die letzteren sind vorzugsweise mit einem elastischen Material, z. B. Gummi, bedeckt. Wenn durch Einschalten des Solenoids 219 die Rollen 24, 24' vorwärts gestoßen werden, berühren sie das oberste Blatt 7 und stoßen es an seinen Seitenkanten unmittelbar neben den L-förmigen Anschlägen 113, 113' vorwärts, worauf sie in die zurückgezogene Stellung zur Vorbereitung des Einschubs des nächsten Trägerblattes zurückkehren.
  • Fig. 3 ist eine Abbildung des Trägers 7. Sein Papiergrund 71 ist auf der einen Oberfläche mit einer Aluminium- oder anderen Metallfolie 72 versehen, die die Lichtreflexion des photographischen Bildes beträchtlich verbessert, das in der darüberliegenden Emulsionsschicht 73 enthalten ist. Der Träger 7 hat also auf der Vorderfläche das Bild 731, das in der Emulsion 73 eingebettet ist, und auf der Rückseite die unmittelbar auf den Papiergrund 71 gedruckte, übliche Tonspur 711. Das Bezugszeichen 732 bezeichnet die einzelnen Grenzen einer Bilderfolge. Sowohl die Bildals auch die Tonaufzeichnungen folgen einer Spiralspur, die eine derartige Steigung besitzt, daß der nachfolgende Teil eines besonderen Spurenabschnittes an den vorausgehenden Teil des nächsten Abschnittes anschließt, wenn der Träger so um den Zylinder 3 gelegt wird, daß die beiden Kanten aufeinandertreffen. Die Tonspur liegt auf der gegenüberliegenden Fläche und ist auf die besondere Bildfolge ausgerichtet, zu der sie gehört. Die vorderen Ecken des Blattes sind bei 74, 74' eingeschnitten, um zwei Anschläge 301, 301' aufzunehmen, die vom Umfang des Zylinders 3 hervortreten.
  • Das Blatt 7 kann auch zwei Reihen übereinstimmender, aber gegeneinander gewinkelter Tonspuren 711 für einen Zweck tragen, der im nachfolgenden in Verbindung mit Fig. 9 beschrieben werden wird.
  • Die Fig.4 und 6 zeigen entsprechend einen in Längsrichtung und in waagerechter Ebene ausgeführten (Querschnitt durch den Zylinder 3 und stellen die Teile dar, die im Mittelgehäuse 12 des Gehäuses 1 enthalten sind. Jeder der durch die Rollen 24, 24' vor--yärts gestoßenen Träger 7 wird auf Grund der durch die Lförmigen Anschläge 113, 113' bestimmten Anhebung zwischen den beiden Führungsflächen 311 und 312 hindurchgleiten, die dem Träger eine leichte Biegung nach oben verleihen, so daß seine Vorderkante in die Richtung der im Uhrzeigersinn erfolgenden Drehung des Zylinders weist, wie in Fig. -I dargestellt ist. Der Vorschub durch die hin- und hergehenden Hebel 23, 23' ist groß genug, um den Träger zwischen die Führungsflächen zu schieben, bis er von denFührungsrollen 30 erfaßt wird und mit den Einschnitten 74, 74' gegen ein Paar Anschläge 301, 301' stößt, die aus dem Zylinder 3 hervortreten.
  • An einem bestimmten Punkt des Zylinderumfanges ist ein hervorspringender Anschlag 327 angeordnet, der bei jedem Umlauf einmal einen Schaltkontakt 317 betätigt, der am Mittelgehäuse 12 angeordnet ist, um die Zylinderdrehung mit den Einschub- und Greifvorgängen in Übereinstimmung zu bringen, wie auch aus der Beschreibung des elektrischen Regelsy stetns hervorgehen wird.
  • Der Zylinder 3 besitzt einen Mantel 32 aus vollständig durchsichtigem Material. Die Tonabnahme wird vom Inneren des Zylinders durch den durchsichtigen Mantel hindurch ausgeführt. Die angetriebene Seite des Zylinders ist durch eine 'Metallscheibe 33 verschlossen, die den Mantel trägt und mit einer Welle 34 versehen ist, die in einem Lager 35 drehbar 1elagert ist, das von der Grundplatte der Vorrichtung getragen wird. Auf der anderen Seite des Zylinders sind mehrere unterstützende Rollen 37 auf einem Teil 122 des Metallgehäuses angeordnet, der in den Zylinderraum hineinragt, so daß sich der Zylinder auf den Rollen frei drehen kann, ohne daß der Betrieb der Bild- und Tonabnehmer 41 und 42 gestört wird. Die Kanten .des durchsichtigen Mantels 32 werden von mehreren frei sich drehenden, federnden Führungsrollen 30 berührt. Wenn ein Träger 7 auf den Zylinder geschoben worden ist, drücken diese Rollen paarwei den Träger während der Drehung des Zylinders gegen den Mantel.
  • Die Masse des Zylinders 3, die notfalls durch geeignete Verstärkungen vergrößert werden kann, sollte groß genug sein, um eine im wesentlichen gleichförmige Umdrehungsgeschwindigkeit zu gewährleisten.
  • Eine Klammerstange 323 läuft parallel zum Zylindermantel und endet in einem Paar Klammern 322, 322', die an jeder Seite hervorstehen, so daß sie die Außenfläche des Trägers 7 berühren. Diese Klammern werden gewöhnlich durch- die Wirkung einer Feder 321 in Berührung mit dem Träger gehalten. 'Nur während des Abstreif- und Einschubvorganges zieht das Klammersolenoid durch seinen Anker 329 vermittels des Hebels 324 für eine kurze Zeitspanne die Klammern ab und setzt sie außer Berührung.
  • Ein Trägertastkontakt 328 ist gegenüber der Klammer 322' auf dem durchsichtigen Mantel 32 des Zylinders angeordnet. Der Kontakt 328 tritt mit der Klammer 322' in leitende Berührung, wenn nach Erledigung des Trägerklemmvorganges kein Träger vorhanden ist, um als Isolator zwischen Klammer und Kontakt zu wirken. In einer Weise, die zusammen mit den anderen Aufgaben der elektrischen Steuerschaltung besprochen werden wird, wird diese Anordnung verhindern, daß die Wiedergabevorrichtung leer läuft, und wird sie anhalten, sobald der letzte Träger eines Stapels durchgelaufen ist.
  • Die elektrischen Verbindungen des Solenoids 329 und des Kontakts 328 werden durch mehrere Schleifkontakte oder Bürsten 382, 392 und 392', die auf der sich drehenden Zylinderscheibe 33 angeordnet sind, und durch eine entsprechende Anzahl ringförmiger Kontaktstreifen 381, 391 und 391' hergestellt, die entsprechend auf einer feststehenden Scheibe 318 innerhalb des Mittelgehäuses 12 angeordnet sind.
  • Die gesamte Ton- und Bildwiedergabevorrichtung wird durch einen gewöhnlichen Elektromotor 51 angetrieben, der mit dem zugehörigen Geschwindigkeits-Untersetzungsgetriebe 50 in der Nachbarschaft der Zylinderwelle 34 angeordnet ist. Die Antriebswelle 52 trägt das Schneckenrad 521, das auf ein gleiches, auf der Zylinderwelle 34 befestigtes Rad 341 wirkt. Das Übersetzungsverhältnis sowohl des Getriebes 50 als auch der Schneckenräder 521, 341 ist so gewählt, daß bei einer gegebenen Größe des Trägers und der Bildrahmen während der Wiedergabe die übliche Abtastgeschwindigkeit von 24 Bildern pro Sekunde vorherrschen wird. Die Welle 52 trägt außerdem die Schnekkenräder 522 und 523, ,die einen Teil des Antriebs für die Abnehmervorrichtung bilden. Das Ende der Welle 52 ist gegenüber dem Motor 51 in einem Lager 515 drehbar gelagert.
  • Die verbundene Abnehmervorrichtung, die einen Bildabnehmerkopf 41 und einen Tonabnehmerkopf 42 enthält, wird auf den entsprechenden Leitspindeln 417 und 427 seitlich verschoben, die sich innerhalb und außerhalb des Zylinders 3 parallel zu dessen Achse erstrecken. Die Abnehmer arbeiten gleichzeitig; der Kopf 41 tastet die Bilder 732 (Fig. 3) auf der äußeren Fläche des Trägers 7 ab, während der Kopf 42 den Ton von den Spuren 711 auf der inneren Trägerfläche durch den durchsichtigen Mantel 32 des Zylinders hindurch aufnimmt.
  • Der Bil:dabnehmerkopf 41, der mit einer üblichen Projektionslampe 411 mit großer Wattzahl ausgerüstet ist, besitzt einen Rückspiegel 410 zur Bündelung des Lichtstrahls und ein Kondensorlinsensystem 412, welches das Lichtbündel auf die Trägeroberfläche wirft. Die Lichtstrahlen von der Oberfläche des Blattes 7 werden von einer Spiegeltrommel 413 zurückgeworfen, welche die fortlaufende Projektion in eine Folge von unterbrochenen, im wesentlichen feststehenden Bildern aufteilt. Zu diesem Zweck ist die Trommel 413 mit einer bestimmten Anzahl von Spiegelflächen 432 versehen, von denen aus die Lichtstrahlen durch ein Objektiv 414 gehen, durch das sie auf einen üblichen Bildschirm geworfen werden, der in einer bestimmten Entfernung in der Längsachse der Wiedergabevorrichtung errichtet oder aufgehängt ist. Das schon erwähnte Schneckenrad 522 der Antriebswelle 52 steht mit dem Zahnrad 532 der Welle 53 im Eingriff. Diese Welle trägt an ihrem anderen Ende ein zweites Schnekkenrad 531, das mit den Zähnen 431 des Vielflächenspiegels 413 im Eingriff steht. Das übersetzungsverhältnis zwischen dem Zylinder 3 und der Spiegeltrommel 413 ist natürlich so gewählt, daß die Anzahl .der in einer Sekunde eingesetzten Spiegelflächen der Geschwindigkeit der Bildaufnahme entspricht.
  • Fig. 5 zeigt einen besonderen Parallaxenausgleicher, der mit dem Bildwiedergabesystem .der Fig. 4 verbunden ist. Um die parallaktische Abweichung des projizierten Bildes auszugleichen, die auf die Bewegung des Abnehmerkopfes 41 senkrecht zur Längsachse der Wiedergabevorrichtung zurückzuführen ist, wird das Projektionsobjektiv 414 um einen Drehpunkt 433 winklig verschiebbar angeordnet. Das Objektiv wird mit seiner Rolle 435 an einer :geneigten Führungskante 416 geführt, die im Mittelgehäuse 12 angeordnet ist. Eine Feder 434 drückt die Rolle, unabhängig vom Neigungswinkel, fest gegen die Kante. Dadurch wird, wenn der Abnehmer 41 von einer Seite des Zylinders zur anderen bewegt wird, das projizierte Bild stets auf den entfernt gelegenen Bildschirm (nicht dargestellt) gerichtet sein.
  • Der Tonabnehmerkopf 42 (s. wieder Fig. 4 und 6) ist mit einer üblichen Tonlampe 421, einem optischen System 422 und einer Photozelle 423 ausgerüstet. Die Energie der Zelle wird einem Verstärker 605 zugeführt und von da aus einem Lautsprecher 608 (Fig. 8), der vorzugsweise in der Nähe des Bildschirmes angeordnet ist.
  • Sowohl der Bildabnehmer 41 als auch der Tonabnehmer 42 können gewöhnlich auf ihren entsprechenden Führungsstangen 418 und 42$ an dem Zylindermantel entlanggleiten. Die Abnehmer umfassen ihre zugehörigen Leitspindeln 417 und 427, die in entsprechenden Schneckenrädern 427 und 426 enden. Die letzteren stehen mit entsprechenden Schneckenrädern 577 und 576 auf einer Zwischenwelle 57 im Eingriff. Durch diese Vorrichtung werden die beiden rniteinander verbundenen Leitspindeln und die auf diesen geführten Abnehmer gleichzeitig und in einer Richtung bewegt, wenn die Abnehmer mit ihren zugehörigen Leitspindeln in Verbindung gesetzt werden.
  • Die elektrischen Teile des Bild- und des Tonabnehmers sind mit der übrigen elektrischen Anlage durch biegsame (nicht gezeigte) Kabel verbunden, die eine ungehinderte seitliche Verschiebung der Köpfe 41, 42 ermöglichen.
  • Das bereits erwähnte Schneckenrad 523, das am Ende der Antriebswelle 52 befestigt ist, treibt ein Schneckenrad 541 auf einem Wellenstumpf 54 an. Diese Welle trägt eine Brücke 55, die einen Umkehrgetriebesatz hält, der von dem Anker 516 eines Solenoids 519 geregelt wird. Fig. 7 gibt eine vergrößerte Darstellung des Umkehrgetriebes. Eine Feder 511 hält die Brücke 55 und die drehbar darauf gelagerten Zahnräder in einer Normalstellung, die hier weiter als die Vorwärtsrichtung bezeichnet wird, wenn die Abnehmervorrichtung sich, wie in Fig.6 dargestellt, vom oberen zum unteren Ende des Zylinders 3 bewegt. Das andere Ende der Welle 54 trägt ein Zahnrad 542, das in ständiger Berührung mit einem Zahnrad 546, das auf einem Arm der Brücke angeordnet ist, und außerdem mit einem Zahnrad 544 und einem dazugehörigen Zwischenrad 545 steht, die beide auf einem weiteren Arm der Brücke sitzen. Im vorwärts gerichteten Drehsinn wird das Zahnrad 546 mit einem Zahnrad 436 derLeitspindel 417 in Eingriff gebracht. Wenn jedoch das Solenoid 519 eingeschaltet wird, wird die Brücke 55 entgegen dem Uhrzei.gersinn um ihren durch die Welle 54 gebildeten Drehpunkt gedreht, so daß das Zahnrad 545 mit dem Zahnrad 436 in Eingriff tritt, wodurch die Leitspindel 417 in Rückwärtsdrehung versetzt wird. Bei der gleichzeitig angetriebenen zweiten Leitspindel 427 tritt die gleiche Umkehrung auf.
  • Die Abnehmer 41, 42 werden durch die Leitspindeln -417, 427 nur dann verschoben, wenn sie mit ihnen gekuppelt werden. Zu diesem Zweck sind die Abnehmerkupplungssolenoide 419, 429, wie in Fi.g. 8 dargestellt, vorgesehen. Im eingeschalteten Zustand greifen ihre Anker 45, 46 auf die entsprechenden Leitspindeln und bewegen die Abnehmer gemäß dem Drehsinn auf dem Zylinder entweder nach links oder nach rechts.
  • Ein Grenzschalter 47 ist in der linksseitigen Endstellung des Bildabnehmers 41 und ein gleicher Grenzschalter 48 in der rechtsseitigen Endstellung angeordnet. Zu jedem von ihnen gehören entsprechende Kontaktgeber 471, 481 und Schaltbrücken 472, 482. Sie werden in der Abnehmerendstellung durch die Wirkung der Vorsprünge 438' und 438 betätigt, die auf den entgegengesetzten Seiten des Bildabnehmers 41 angeordnet sind. Diese Schalter bleiben außer Betrieb, wenn der Abnehmer sich in irgendeiner Zwischenstellung befindet.
  • An der Vorderseite des Mittelgehäuses 12 befindet sich gegenüber von der Einschubvorrichtung eine Abstreifvorrichtung,welche die Träger von dem Zylinder abnimmt, wenn der Wiedergabevorgang beendet ist. Ein Hebel 26 wird durch den Anker 266 des Abstreifsolenoids 269 betätigt, das im Bodenteil des Mittelgehäuses angeordnet ist. Eine Feder 261 wirkt dem Solenoid entgegen und stellt den Hebel in seine Ruhelage zurück. Das obere Ende des Hebels 26 trägt eine gleitende Abstreiffläche 27. Wenn das Solenoid 269 eingeschaltet wird, wird die Fläche 27 in unmittelbare achbarschaft des Zylinders gedrückt und löst die Führungskante des Blattes 7 von .den Anschlägen 301, 301'. Gleichzeitig lösen sich die Klammern 322, 322' von dein Trägerblatt, worauf dieses dazu neigen wird, seine ebene Form wieder anzunehmen und, da der Zylinder seine Drehung fortsetzt, auf der Neigung der Fläche 27 in den Sammelbehälter 13 am Vorderteil der Wiedergabevorrichtung hinabgleiten wird.
  • Bei der folgenden Beschreibung der Art des Zusammenwirkens der oben beschriebenen Bestandteile wird jetzt auf Fig. 8 Bezug genommen. Die Vorgänge des Träerabstreifens, des Einschiebens eines neuen Trägers,' des Abnehmens und des selbsttätigen Anhaltens sind in der in den Fig. 1 bis 8 gezeigten Ausführungsform in einem Kreislauf von vier Schritten vereinigt, von denen zwei sich nur in der Richtung des Abnehmens unterscheiden. Der Vorwärts- und Rückwärtswiedergabevorgang wechselt mit dem Einschubvorgang in der rechtsseitigen und der linksseitigen Endstellung der Abnehmervorrichtung ab. Für dieses Verfahren müssen geradzahlige und ungeradzahlige Trägerblätter gedruckt werden, bei denen die Spuren abwechselnd von oben links nach unten rechts bei .den ungeradzahligen und von oben rechts nach unten links bei den geradzahligen Trägern laufen. Am Ende des Einsclrtrl>vorganges wird ein Tastimpuls prüfen, ob der Träger ordentlich auf dem Zylinder festgeklemmt ist. Irn Fall irgendeiner Störung, oder wenn der Trägerstapel leer ist, wird die Wiedergabevorrichtung selbsttätig anhalten und ein Leuchtzeichen geben, um anzuzeigen, daß zur Wiederaufnahme des Betriebes etwas unternommen werden muß.
  • Die Ton- und Bildwiedergabevorrichtung wird an den Anschlüssen 60 mit Wechselstrom gespeist. Ein Hauptschalter 601 ist vorgesehen, um die ganze Vorrichtung abschalten zu können. Die Projektionslampe 411, der Verstärker 605 und der Antriebsmotor 51 werden unmittelbar von den Wechselstromleitungen 602 und 603 gespeist, ebenso der Brückengleichrichter 604. der arte Anschluß 61 die Gleichspannung abgibt, die für den Stufenschalter 69, die verschiedenen Relais und die Solenoide gebraucht wird. Hier ist wieder ein Schalter 611 angeordnet, um die Regelanlage abzuschalten. Die Tonlampe 421 wird über die Gleichstrom _AbgrifFleitungen 612, 613 mit Strom versorgt.
  • Bei Betriebsbeginn der Vorrichtung, bei der sich die Abnehmer 41, 42 in ihrer obersten Stellung (von der Fig.6 aus betrachtet) befinden, ist der Stufenschalter 69 in seiner Ausgangsstellung »8« und die Schalter 471, 472 durch den Zapfen 438' des Abnehrners 41 geschlossen. Vorn Pol c des Schalters 472 geht über den Unterbrecberkontakt 652 des Fühlerrelais 65 ein Stromweg über den Kontakt 317 zum erststufigen Relais 62 einer Stufenschaltung, über die der Stufen-Schalter 69 eingeschaltet wird. Während jeder Umdrehung des sich drehenden Zylinders 3 verursacht und überträgt der Kontakt 317 einen Impuls zum Relais 62. Der Anker 622 berührt seinen Kontakt, worauf der Stufenschalter 69 aufzieht und das Sperrrädchen 697 durch den Anker 696, dem die Zugfeder 695 entgegenwirkt, auf die nächste mit »1« bezeichnete Stellung stößt. Ein zweiter Anker 621 des Relais 62 schaltet auch das Zweistufenrelais 63, das mit dem Rückkontakt seines Ankers 632 den Stromkreis des Relais 62 unterbricht und damit die Dauer des zum Stufenschalter abgegebenen Impulses begrenzt, da sich das Relais 62 unmittelbar auf die Betätigung des Relais 63 hin löst. Relais 63 schließt sich über seinen Anker 631, und durch den Vorderkontakt des Ankers 632 wird das Drittstufenrelais 64 eingeschaltet. Dieses Relais hat seinerseits zwei Aufgaben. Sein Anker 641 unterbricht durch seinen Rückkontakt -die Schaltung des Relais 63, während es über den Vorderkontakt einen zweiten Impuls zum Stufenschalter 69 abgibt, wodurch dieser in die Stellung »2« gedreht wird. Der vollständige Schaltvorgang der Relais 62, 63 und 64 ist kürzer als eine Umdrehung des Zylinders. Auf diese Weise führt der Stufenschalter 69 während jeder Zylinderumdrehung zwei Schritte aus, bis er wieder durch den Kontakt 317 betätigt wird.
  • In den Stellungen »2« bis »4« des Stufenschalters berührt der Kontaktarm 699 das Kontaktsegment 692, um das Abstreifsolenoid 269 und durch die Kontaktstreifen 391', 391 und die Bürsten 392, 392' auch das Klammersolenoid 329 einzuschalten. In der Stellung »4« des Stufenschalters berührt der Kontaktarm 699' zusätzlich den Bankkontakt 694, durch den das Einschubsolenoid 219 für die Dauer eines kurzen #"orschubs eingeschaltet wird. Nach der Stellung »4<< ist auf Grund der Wirkung dieser Solenoide irgendein noch von einer früheren Wiedergabe auf dein Zylinder gelassenes Trägerblatt abgenommen, und ein neues (falls im Vorratsteil 11 des Gehäuses verfügbar) ist auf den sich drehenden Zylinder geschoben worden. Der Fall, in welchem kein Träger auf den Zylinder während der Stellung »4« geklammert worden ist, wird in Verbindung mit den Relais 65. 66 etwa: spiter beschrieben werden.
  • Nach einer weiteren Drehung des Zylinders trnd infolgedessen zwei weiteren Schritten (Stellung »5« und »6«) des Stufenschalters beginnt das Abnehmen in Stellung »7« dadurch, daß der Kontaktarm 699' einen weiteren Bankkontakt 693 berührt, der durch den Rückkontakt und den Anker 66des Relais 66 und durch den geschlossenen Kontakt 471 (wobei sich der Abnehmer 41 immer noch in seiner äußersten linksseitigen Stellung an der Oberseite der Fig. 6 befindet) das Abnehmerrelais 67 einschaltet und durch seinen Vorderkontakt und Anker 672 die Abnehmerkupplungssolenoide 419,429 betätigt. Relais 67 schließt sich über seinen Anker 672. Diese innerhalb der Ab- nehmervorrichtungen 41, 42 auf den Leitspindeln 417, 427 angeordneten Solenoide verbinden ihre entsprechenden Anker 45, 46 mit den sich drehenden Leitspindeln. Da das Umkehrsolenoid 519 nicht eingeschaltet ist, wird das Zahnrad 436 der Leitspindel 417 in der oben erläuterten Vorwärtsrichtung angetrieben. Das Abnehmen beginnt auf dem Zylinder von links aus nach rechts mit dem Ergebnis, daß die Kontakte 471 und 472 in ihre Ruhestellung zurückkehren und den Betätigungskreis für das Relais 62 öffnen, so daß der Stufenschalter 69 in seiner Ausgangsstellung »8« bleibt. Der Kontaktarm 698 schließt jetzt über den Bankkontakt 691 den Widerstand 607 kurz, der in Serie mit dem Lautsprecher 608 im Ausgangskreis des Verstärkers 605 liegt. Der Rückkontakt 651 des Relais 65 ist in diesem Ausgangskreis auch- in Serie enthalten. Damit ist in der Stellung »8« die volle Kraft des Verstärkers für den @auts;,@-ec@_:r verfügbar, der in allen anderen Stellungen des Stufenschalters durch den Serienwiderstand so gedrosselt ist, daß er jegliche Geräusche unterdrückt, die von der Photozelle während des Einschubvorganges verursacht werden könnten.
  • Das Abnehmerrelais 67 schließt sich über seinen Anker an dem Pol ca des Kontakts 482, der diese Schaltung unterbricht, sobald der Abnehmer seine rechtsseitige Endstellung am Boden der Fig. 6 erreicht hat. Der Pol c des gleichen Schalters bereitet wieder durch .den Rückkontakt 652 des Relais 65 einen neuen Abstreif- und Einschubvorgang unter der Regelung durch Kontakt 317, Relaiskette 62 bis 64 und Stufenschalter 69 vor, wie bereits beschrieben. In diesem Zustand wird jedoch dadurch, .daß der betätigte Kontakt 481 geschlossen ist, das Rückwärtsabnehmerrelais 68 eingeschaltet, wodurch die Abnehmerkupplungssolenoi@de durch den Anker 681 wieder betätigt werden, und auch das Umkehrsolenoid 519 durch seinen Halteanker 682. Infolgedessen werden die Leitspindeln in Rückwärtsrichtung angetrieben, so daß das Abnehmen von rechts nach links vor sich geht. Die Anker 681, 682 werden über den Pol a des Kontaktes 472 gespeist, der ausgeschaltet wird, wenn die Abnehmer ihre äußerste linksseitige Stellung erreichen. Danach beginnen die vier Betriebsschritte von neuem.
  • Es wird jetzt der Fall betrachtet, bei welchem in der Stellung »4« des Stufenschalters kein Träger auf dem Zylinder 3 festgeklemmt worden ist, entweder durch einen Fehler beim Einschieben oder Festklemmen oder weil der letzte Träger eines Stapels gerade durchgelaufen ist. Sobald .das Klemmsolenoid 329 gelöst worden ist und die Klammern 322, 322' die Zylinderfläche berühren, schließt sich in der Stellung »5« der Kontakt 328, weil zwischen den leitenden Teilen 322' und 328 keine Isolation besteht. Durch die Bürsten 382, 392 und die Kontaktstreifen 381 und 391 wird aus der Abgriffleitung 613 ein positives Potential an das Tastrelais 65 angelegt, das durch Anziehung seines Ankers 652 den zum Kontakt 317 führenden Stromweg unterbricht, so .daß .der Stufenschalter nicht über seine Stellung »6« hinausgeht; durch den Anker 651 wird der Lautsprecher 608 außer Betrieb gesetzt, unabhängig von der Stufenschalterstell.ung. Die parallel zum Relais 65 geschaltete Notlampe 665 leuchtet auf und macht die Bedienungsperson auf die Störung im Betrieb aufmerksam.
  • Wenn ein einzelner Träger oder ein Stapel von Trägern neu in den Apparat eingelegt worden ist; müß für einen Augenblick der Wiederanlaßschalter 666 betätigt werden, damit der neue Einschubvorgang beginnt. Das Einschubwiederholungsrelais 66 wird dadurch mit den folgenden Ergebnissen eingeschaltet: Anker 663 hält Relais 66 und Lampe 665 im Betrieb, jedoch nur so lange, wie das Relais 65 über Kontakt 328 unter Strom gehalten wird; Anker 662 stellt den Stromweg über Kontakt 317 `nieder her und schaltet dadurch die Relaiskette 62 bis 64 und den Stufenschalter 69 in der oben beschriebenen Weise; schließlich unterdrückt der Anker 661 den Impuls, der vom Kontakt 693 in Stellung »7« des Stufenschalters kommt, welches den Abnehmervorgang dadurch beginnen lassen würde, daß entweder das Vorwärts-Abnehmerrelais 67 oder das Rückwärts-Abnehmerrelais 68 (entsprechend den Stellungen der Grenzschalterkontakte 471 und 481) eingeschaltet wird. Auf Grund der Impulse des Kontaktes 317 und der Wirkung der Relais 62 bis 64 läuft jetzt ein dem vorbeschriebenen ähnlicher Vierstufenvorgang durch die Schalterstellungen »7«, »8«, »1« und »2« ab, wilire d ein neues Trägerblatt auf den Zylinder 3 geschoben wird. Das Klammersolenoid 322 wird in Stellung »?, eingeschaltet, wodurch der durch den Kontakt 328 gehende Kreis geöffnet wird, und beide Relais 65 und 66 lösen sich, worauf die gewöhnlichen Arbeitsschritte gemäß der vorher beschriebenen Steuerwirkung des Stufenschalters in .den aneinander anschließenden Stellungen folgen. In Stellung »8«, bei welcher der Eingangskreis des Lautsprechers 608 durch Anker 651 wieder geschlossen ist, wird die volle Lautstärke nach Berührung des Bankkontaktes 691 durch den Kontaktarm 698 wiederhergestellt, und es folgt der gewöhnliche Wiedergabevorgang. Das Tastrelais 65 und das Einschubwiederholungsrelais 65 sind in jeder Wiedergaberichtung so lange im Betrieb, wie die Abnehmerköpfe 41, 42 in ihrer jeweils äußersten Stellung belassen werden.
  • In dem Fall, daß ein Stapel Träger 7, der vorher durchgelaufen ist, aus einer ungeraden Anzahl Blätter bestand, befinden sich die Abnehmerköpfe 41, 42 am Beginn eines »Rückwärts«-Abnehmervorganges, was für die Wiedergabe des ersten Blattes eines neuen Stapels ungeeignet sein würde. Unter diesen Umständen kann die Abnehmervorrichtung von Hand aus einer Endstellung in die andere (d. h. von rechts nach links) bewegt werden, bevor der Wiederanlaßschalter 666 geschlossen wird.
  • Fig.9 zeigt einen Teil einer abgewandelten Wiedergabevorrichtung, die mit zwei versetzt angeordneten Photozellen 423 und 423' versehen ist. Diese Photozellen sitzen nebeneinander auf einem Wagen 42' und besitzen einen gemeinsamen mechanischen Antrieb von der Art, die unter Bezug auf die Fig.4 und 6 beschrieben wurde. Mit dieser Anordnung ist es möglich, einen Träger mit doppelter Tonspur abzutasten, im allgemeinen ähnlich dem Blatt 7 der Fig. 3, so daß der akustische Teil -der auf dem Träger aufgezeichneten Mitteilung in Raumtonwirkung wiedergegeben werden kann. Für diesen Zweck werden die Ausgänge der Photozellen 423, 423' durch einen Zweikanalverstärker 606 auf zwei Lautsprecheranlagen 608 und 609 übertragen. Falls die beiden Tonspuren miteinander übereinstimmen und auf dem Träger winklig versetzt sind, kann diese Anordnung auch benutzt werden, um geringfügige Unterbrechungen am Treffpunkt der voraneilenden mit der nachfolgenden Trägerkante zu verhindern. In diesem Fall nimmt die Photozelle 423' einen ununterbrochenen Spurabschnitt auf, während die Zelle 423 gerade :die Blattkante abtastet. Die anderen Teile der Schaltung, die nicht in Fig. 9 gezeigt sind, können die gleichen wie bei der vorher beschriebenen Ausführungsform sein.
  • Fig. 10 zeigt ein erfindungsgemäßes Wiedergabegerät, dessen Träger 87 ein Papier- oder Kunststoffstreifen ist, der vorzugsweise mit Lochreihen 811 versehen ist, in welche die üblichen Zähne 821 der Führungsrollenpaare 82 eingreifen. Der Streifenträger wird von einer Spule 81 abgezogen und mit der üblichen schubweisen Bewegung einem Projektor 83 zugeführt, in welchem seine Vorderseite mittels der Lichtquelle 831, dem Spiegel 832 und dem Objektiv 833 abgetastet wird. Nachdem der Streifenträger 87 über eine weitere Anzahl Führungs- und Ablenkungsrollen 82 gelaufen ist, erreicht er die Tonabnalimevorrichtung 84, in der eine Tonlampe 841 .die Rückseite des Streifenteiles erleuchtet, der in ununterbrochener Bewegung über ein Schwungrad 842 läuft. Die Lichtänderungen werden von der üblichen photoelektrischen Zelle 843 aufgenommen, in elektrische Schwingungen übersetzt und zum Verstärker 85 und Lautsprecher 86 in bekannter Weise übertragen. Schließlich wird der Trägerstreifen durch noch ein weiteres Rollenpaar 82 zur Aufwickelspule 88 geführt. Der Streifen 87 kann ebenso mit zwei Tonspuren zum Zweck der Raumtonwiedergabe versehen werden, wie es in Verbindung mit Fig. 9 beschrieben worden ist.
  • Verschiedene Abwandlungen der hier beschriebenen Vorrichtung werden technisch Erfahrenen auf Grund der vorhergehenden Beschreibung sofort klar werden und sollen im Bereich der Erfindung, wie sie auch durch die Ansprüche umrissen wird, mitenthalten sein. So ist es z. B. selbstverständlich, daß durch eine einfache Umkehr der Trägervorrichtungen in der Ausführungsform der Fig. 1 bis 8 die Abnehmerköpfe 41, 42 festgehalten werden können, während ihre Führungsteile 417, 418 bzw. 427, 428 zusammen mit dem Zylinder 3 und den zugehörigen Antriebsteilen in axialer Richtung im Takte der Abnehmerbewegung verrückt werden können. wodurch die Notwendigkeit entfällt, einen Parallaxenausgleicher, wie in Fig.5 darestellt, einzubauen. Weiter könnte die Drehzahl des' Motors 51 durch eine einfache Schaltanordnung (z. B. bei Regelung durch das Umkehrrelais 68) so verändert werden, daß die Rückkehrschwenkung der Abnehmervorrichtung beträchtlich schneller als die Z"orwärtsschwenkung ausgeführt wird, wobei die gleiche Umschaltanordnung veranlaßt, -daß der Einschubvorgang während der Rückkehrschwenkung unterdrückt wird, so daß die Trägerblätter 7 nur zum Vorwärtsabtasten auf den Zylinder 3 geschoben werden. In diesem Fall würden die Bilderreihen 731 und die Tonspuren 711 auf allen Blättern 7 in gleicher Richtung schräg laufen. Weiter könnten zwei der in den Fig. 1 bis 8 gezeigten Wiedergabegeräte so nebeneinandergereiht verbunden werden, daß das eine ein Trägerblatt abtastet, während das andere auf dem Rückwärtsgang leer läuft, und umgekehrt. Auch können Einzelheiten der elektrischen und mechanischen Verbindungen, die oben beschrieben und in den Zeichnungen dargestellt sind, durch gleichwertige, an sich gut bekannte Anordnungen ersetzt werden.
  • Schließlich kann die gezeigte Vorrichtung auch ohne weiteres durch Einbau einer üblichen photographischen Aufnahmevorrichtung an Stelle der optischen und akustischen Abnehmervorrichtungen auf den Abnehmerköpfen 41, 42 so abgewandelt werden, daß sie für die Herstellung einer ursprünglichen Mutteraufzeichnung verwendet werden kann, von der eine beliebige Anzahl von Zweitstücken angefertigt werden kann. ''

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Einrichtung zur Aufnahme bzw. Wiedergabe von Tonbildern, gekennzeichnet durch eine Haltevorrichtung für einen folienförmigen Träger sowie durch zwei die beiden Trägerseiten gleichzeitig abtastende Anordnungen, von denen die eine an ein Tonaufnahme- bzw. Tonwiedergabegerät, die andere an ein Bildaufnahme- bzw. Bildwiedergabegerät angeschlossen ist.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltevorrichtung die Form eines rotierenden Zylinders hat, wobei die beiden Abtastanordnungen außerhalb bzw. innerhalb des Zylinders angeordnet sind und eine Mehrzahl von blattförmigen Trägern nacheinander durch eine Zuführungsvorrichtung von einem Stapel solcher Träger dem Zylinder zuführen und auf diesem vorübergehend festgehalten werden.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinder eine durchsichtige Trommel ist, die an ihrem Außenumfang mit Mitteln zum lösbaren Festhalten der blattförmigen Träger versehen ist, wobei das Tonabtastgerät 1111 Innern der Trommel angeordnet ist.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Tonabtastgerät aus zwei Abtastern besteht, die verschiedenen Stellen des Trägers gegenüberliegen und gleichzeitig auf dieselbe oder verschiedene Tonwiedergabeanlagen arbeiten.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Abtaster des Tonabtastgerätes gegeneinander zur Überbrückung von an den Trägerkanten auftretenden Unterbrechungen gegeneinander in Abtastrichtung versetzt sind.
  6. 6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die abtastenden Anordnungen zwei miteinander gekoppelte, sich parallel zur Zylinderachse erstreckende Leitspindeln aufweisen, von denen die eine in den einseitig offenen Zylinder hineinragt.
  7. 7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Haltevorrichtungen von der Zuführungsvorrichtung abwechselnd beliefert werden und das Abtasten einer Vorrichtung während des Blattwechsels auf der anderen Haltevorrichtung erfolgt.
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