DE109448C - - Google Patents
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- DE109448C DE109448C DENDAT109448D DE109448DC DE109448C DE 109448 C DE109448 C DE 109448C DE NDAT109448 D DENDAT109448 D DE NDAT109448D DE 109448D C DE109448D C DE 109448DC DE 109448 C DE109448 C DE 109448C
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- G—PHYSICS
- G07—CHECKING-DEVICES
- G07B—TICKET-ISSUING APPARATUS; FARE-REGISTERING APPARATUS; FRANKING APPARATUS
- G07B13/00—Taximeters
- G07B13/005—Taximeters operating mechanically
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. Mai 1898 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Fahrpreisanzeiger, dessen Anwendung dann
von Vortheil ist, wenn es sich um die Feststellung mehrerer, von einander verschiedener
Taxen handelt, welche aber naturgemäfs in einem bestimmten Verhältnifs zu einander
stehen. Wesentlich für diesen Fahrpreisanzeiger ist die Anordnung verschiedener Zifferblätter,
von denen das eine die Normaltaxe zeigt, während das andere die Differenz zwischen
der erhöhten und der Normaltaxe angiebt, so dafs durch die Summirung der Angaben der
beiden Zifferblätter sich die vom Fahrgast zu ■entrichtende Summe ergiebt. Die Bewegung
der Zeiger der Zifferblätter geschieht durch von einander abhängige oder unabhängige Uhrwerke.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausfühxungsbeispiel
dieses Fahrpreisanzeigers mit zwei Zifferblättern, und zwar stellt
Fig. ι die Vorderansicht des Apparates im Aufrifs,
Fig. 2 die Anordnung des Uhrwerkes dar.
Gemäfs dieser Ausführungsform sind neben einander zwei nahezu gleichartig ausgeführte
Uhrwerke A und B nach Art der in der Patentschrift 87426 dargestellten angeordnet,
von denen A dem Zifferblatt mit der erhöhten Taxe und B dem mit der einfachen Taxe
■entspricht.
Der Druckbolzen α ist in zwei Theile b und c gegabelt, welche ihrerseits auf zwei
Hebel d und e wirken, die ihren gemeinschaftlichen Drehpunkt in f haben. An den Enden
■dieser Hebel befinden, sich Röllchen g g1,
welche auf dem Hebel h des Uhrwerkes A und dem Hebel h1 des Uhrwerkes B aufruhen.
Beim Uhrwerk B ist dieser Hebel mit einem Zapfen i ausgerüstet, der dazu bestimmt ist, in
einer bestimmten Lage den Hebel k zu beeinflussen, welcher an seinem oberen Ende einen
Ansatz Z aufweist, auf den der Antrieb m einwirkt. Die Zeigerwellen η und η1 tragen Herzscheiben
0 und 0*. Der Hebel h des Uhrwerkes A besitzt den Ansatz i des Hebels hl
nicht; ebenso finden sich beim Hebel ρ der Ansatz / des Hebels k und das Röllchen r
nicht vor, vielmehr ist der Hebel ρ an seinem oberen Ende zu einem Griff s ausgebildet,
welcher durch einen Schlitz t nach aufsen reicht. Aufserdem steht der Hebel ρ mit der
Stange u in Verbindung, welche durch die Führung ν gleitet und bis an den Hebel k
heranreicht (ohne jedoch mit diesem in directer Verbindung zu stehen), und deren Zweck und
Wirkungsweise später erläutert werden wird.
Wie aus Fig. 1 zu entnehmen ist, sind die
Zifferblätter derart eingerichtet, dafs sie sofort die Taxe selbst in Geldzahlen angeben. Die
Eintheilung der Peripherie ist dabei so getroffen, dafs die Abschnitte allmählich gröfser
werden. In dem gewählten Beispiel ist der herste Quadrant in fünf, der zweite in vier, der
dritte in drei und der vierte in zwei Theile getheilt.
Wenn nun die Stange α niedergedrückt wird, so überträgt sich der Druck auf die beiden
Hebel b und c und von diesen auf die Hebel d und e; hierdurch werden die Hebel h
und /21 derart bewegt, dafs sämmtliche Herzscheiben
0 o1 und w n>x in ihre Normalstellung
gelangen, bei der die Zeiger beider Zifferblätter auf Null stehen. Durch die Federn .r χ'gelangen die Hebel h h1 wieder in die ursprüngliche
Lage. ;;
Beim Niedergang des Hebels h' wurde der
Hebel k durch den Ansatz i nach rechts bewegt, so dafs die mit k in Verbindung stehende
Hemmfeder y' die Unruhe des Uhrwerkes B
freigab. Das Uhrwerk B beginnt seinen Lauf, während eine Einwirkung auf das Uhrwerk A
durch die Abwärtsbewegung von α nicht erfolgt ist. Soll nun auch die Uhr A in Bewegung
gesetzt werden, so ist es nöthig, den Finger s aus der gezeichneten Lage nach rechts
zu verschieben. Dabei wird der Hebel ρ nach rechts bewegt und mit letzterem auch die Feder
y, so dafs die Unruhe des Uhrwerkes A freigegeben und auch dieses in Thätigkeit gesetzt
wird. Gleichzeitig mit dem Hebel ρ ist auch die Stange u nach rechts verschoben
worden, so dafs letztere wiederum bis unmittelbar an den Hebel k reicht.
Wirkt nun ein Druck auf die Stange m, so tritt eine Hemmung beider Uhrwerke ein, und
zwar die des Uhrwerkes B durch Vermittelung des ,Ansatzes /, durch.. den Hebel k und die
Arretirfeder y \ die des Uhrwerkes A durch Uebertragung der Bewegung der Stange m,
welche nunmehr von dem Hebel k nach links verschoben wird, auf den Hebel ρ und die
Arretirfeder y.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist also folgende:
Soll der Fahrpreisanzeiger in Thätigkeit ge-, setzt werden, so stellt der Kutscher zu Beginn
der Fahrt sämmtliche Zeiger durch Niederdrücken von α auf Null. Hierdurch setzt sich,
wie schon beschrieben, das Uhrwerk B in Bewegung und beginnt seinen Lauf; soll nun
eine erhöhte Taxe eintreten (sei es zur Angabe der Nachttaxe oder des Ueberschreitens von
bestimmten Bezirken), dann verschiebt der Kutscher den Finger ί im Schlitz t nach
rechts und setzt dadurch das Uhrwerk A ebenfalls in Bewegung. Zum Schlufs der Fahrt
werden beide Uhrwerke gemeinschaftlich durch einen Druck auf m angehalten. Es bleibt
natürlich vorbehalten, die Wirkungsweise auch derart einzuleiten, dafs die beiden Uhrwerke
abwechselnd und von einander abhängig oder nicht bewegt werden.
Bei Fahrpreisanzeigern mit solchen zusammengesetzten Taxen ist es zur Erreichung, eines
entsprechenden Tarifs unbedingt nothwendig, dafs die Anfangspreise im Verhältnifs zu den
späteren Preisen gröfser sind und die letzteren in bestimmten gröfseren oder kleineren Intervallen
zunehmen; dies wird dadurch erreicht, dafs der Umfang der Zifferblätter in entsprechende
Abstände getheilt wird.
Zur Anwendung eines solchen Fahrpreisanzeigers für mehr als zwei Taxen, d. h. also
etwa in solchen Fällen, wo von den Behörden aufser einer Normaltaxe etwa eine besondere
Taxe für Nachtfahrten und eine andere für Ueberschreitungen gewisser Gebiete vorgeschrieben
ist, läfst sich die vorliegende Erfindung ohne Weiteres ausdehnen, indem es
sich blos um die Anordnung von drei oder mehr Uhrwerken handelt, deren Antrieb sinngemäfs
ähnlich wie eben beschrieben erfolgt; natürlich entsprechen den drei Uhrwerken dann
drei Zifferblätter.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Fahrpreisanzeiger für mehrere Taxen, gekennzeichnet durch zwei (oder mehrere) Uhrwerke (A) und (B) mit einer entsprechenden Anzahl von Zifferblättern (Z Zl), versehen mit Zeigern, welche durch einen gemeinschaftlichen Antrieb bei (a) auf Null gestellt werden, während die Ingangsetzung nur eines Uhrwerkes (B) eintritt, wogegen die Arretirung beider Uhrwerke ^4J und (B) durch einen gemeinschaftlichen Antrieb bei (m) gleichzeitig erfolgt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE109448C true DE109448C (de) |
Family
ID=379344
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT109448D Active DE109448C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE109448C (de) |
-
0
- DE DENDAT109448D patent/DE109448C/de active Active
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