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Rechenmaschine, besonders für Verwechslungsrechnungen.
Die Erfindung betrifft eine Rechenmaschine, welche vornehmlich befähigt ist, Verwechslungrechnungen, d. h. Rechnungen, wie sie beim Verwechseln von Geldsorten u. dgl. vorzunehmen sind, in möglichst rascher und einfacher Weise zu vollführen. Naturgemäss beschränkt sich das Verwendunggebiet einer derartigen Maschine nicht nur auf Durchführungen solcher Verwechslungsrechnungen, sondern könnte die Maschine auch zur Vornahme anderer ähnlicher Rechenoperationen und darüber hinaus zu Buehhaltungsarbeiten benutzt werden.
Ein Beispiel einer Verweehslungsreehnung, zu deren Durchführung die Maschine in erster Linie in Betracht kommt, möge ihre Aufgabe und Wirkungsweise erläutern :
Ein Kunde kommt zum Schalter einer Bank, überreicht :
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<tb>
<tb> 112 <SEP> Noten <SEP> zu <SEP> 1000 <SEP> Mark
<tb> 323 <SEP> ", <SEP> 100 <SEP> "
<tb> 57 <SEP> o <SEP> 50 <SEP> XX
<tb> 961 <SEP> 20 <SEP>
<tb> 778 <SEP> " <SEP> " <SEP> 10 <SEP> "
<tb> 170 <SEP> ee <SEP> 11 <SEP> 5 <SEP> fi
<tb>
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besteht, die Stückzahlen der Noten jeder einzelnen Kategorie mit deren Nennwert zu multiplizieren und dann die so ermittelten Markbeträge zusammenzuzäheln.
Angeschrieben würde diese Rechenaufgabe
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<tb>
<tb> 112 <SEP> x <SEP> 1000 <SEP> = <SEP> 112. <SEP> 000
<tb> 323 <SEP> x <SEP> 100 <SEP> = <SEP> 32. <SEP> 300
<tb> 57 <SEP> x <SEP> 50= <SEP> 2.850
<tb> 961 <SEP> x <SEP> 20 <SEP> = <SEP> 19.220
<tb> 778 <SEP> # <SEP> 10 <SEP> = <SEP> 7.780
<tb> 170 <SEP> x <SEP> 5= <SEP> 850
<tb> 175. <SEP> 000
<tb>
Anderseits müsste er die vom Kunden als Gegenwert geforderten Noten gleichfalls mit dem Nennwert, also 35.000 X 5 multiplizieren, um zur Kontrolle festzustellen, ob der übergebene Wert gleich dem übernommenen ist.
Die Durchführung dieser vorangeführten Rechenoperation stellt den ersten Teil der Aufgabe der Maschine dar. Es ist aber zweckmässig, der Maschine noch eine weitere Funktion aufzuerlegen, nämlich die, die vom Kassier übernommenen bzw. abgegebenen Geldsorten ihrer Stückzahlen und ihrem Nennwert nach zusammenzuzählen und so jeweils in getrennten Zählwerken den Kassenstand nach einzelnen Geldsorten und nach derselben Stückzahl und Wert aufzuzeigen.
Zur Lösung der vorangeführten Aufgaben sieht die Erfindung einerseits eine besondere Art des Zusammenbaues von bei Rechenmaschinen an sich bekannten und gebräuchlichen Elementen, wie Einstellwerken, Zählwerken und Schreibwerken, vor, anderseits wird durch eine eigenartige Ausbildung der Einstellwerke bewirkt, dass die mit Hilfe dieser Einstellwerke eingebrachten Beträge in den an die Einstellwerke angeschlossenen Zählwerken einem bestimmten Verhältnis nach vervielfacht oder geteilt eingezählt werden, ohne dass besondere, dieses Vervielfaehungs-bzw. Teilungsverhältnis festlegende Organe von der Bedienungsperson besonders geschaltet oder überwacht werden müssen.
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Letzteres wird besonders einfach und zweckmässig dadurch erreicht, dass zwischen Einstellwerk und Zählwerk Übersetzungsglieder angeordnet sind, deren Übersetzungsverhältnis dem Verhältnis der Teilung oder Vervielfachung entspricht, die die im Zählwerk zuzuzählende Zahl gegenüber der im Einstellwerk eingestellten Zahl erfahren soll.
Aus den Zeichnungen ist die beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ersichtlich, u. zw. zeigt Fig. 1 ein Schema des Zusammenbaues der Einstelle und Zählwerke, Fig. 8 einen Schnitt durch eines der Einstellwerke samt denselben zugeordneten Zählwerken. Die weiteren Figuren zeigen Einzelheiten.
Wie aus Fig. 1 hervorgeht, sind der Anzahl der in Frage kommenden Geldsorten entsprechend viele Einstelllwerke 1 in der Maschine vorgesehen und enthält jedes dieser Einstellwerke eine Mehrzahl von Einstellorganen 2. Das erste Einstellwerk la kommt beispielsweise für die Noten zu 1000 Mark, das zweite 1b für die Noten zu 100 Mark usw., das letzte Einstellwerk 1ffür die Noten zu 5 Mark in Betracht.
Zur Betätigung der Einsteliwerke können Tasten, Schieber, aber auch mit Lochkarten od. dgl. zusammenarbeitende Fühler usw. Verwendung finden. In vorliegendem Beispiel sind der Einfachheit halber von Hand aus zu verstellende Schieber gewählt. Jedes dieser Einstellwerke beeinflusst zwei Zählwerke 3 und 4, u. zw. derart, dass im Zählwerk 3 der im Einstellwerk eingebrachte Betrag in seiner wahren Grösse registriert wird, während imZählwerk4 die Zu- bzw. Abzählung in einem vervielfachten bzw. geteilten Masse erfolgt.
Die Form der Zählwerke ist aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich. Auf einer gemeinsamen Achse sitzen die Zahlenräder 5, die mit Zahnrädern 6 verbunden sind, welche ihrerseits mit Zahnstangen 7 kämmen. Diese Zahnstangen 7 stehen in Verbindung mit den Einstellhebeln 8, so dass die Bewegung der Einstellhebel sich über sie auf die Zahlenräder überträgt. Zum Zweck des Zehnertransportes sind an den Zahlenrädern gekerbte Scheiben 9 vorgesehen, die in bekannter Weise mit Zehnerübertragungsrädchen 10 zum Zusammenwirken kommen. Diese Zehnerübertragungsräder 10 wirken auf Zwischenräder 11, welche ihrerseits über eine sägezahnförmige Klauenkupplung mit den Zahnrädern 6 dadurch mit den Zahlenrädern 5 der nächsthöheren Stelle in Verbindung stehen.
Eine Feder 12 drückt das Zahlenrad 5 gegen das Zwischenrad 11, welches auf der Zählwerksachse in einem Stift 13 ein Widerlager findet. Die Zahnstangen 7 sind so ausgebildet, dass sie sowohl mit einem Rad des Zählwerkes 3 als auch mit einem solchen des Zählwerkes 4 gleichzeitig gekuppelt werden können. Die Zahnstange ist mit zwei Schlitzen versehen, in welche Führungsstifte-M und. ? eines in Lagern 20 verschiebbaren Trägers 21 eingreifen. Eine Feder 22 zieht die Zahnstange 7 und damit den Einstellhebel 8 in die höchste Lage, so dass die Zahnstange entkuppelt ist.
Das in Fig. 2 gezeigte Einstellwerk mit den Zählwerken 3 und 4 wäre bespielsweise dazu bestimmt, Zwanzigmarknoten zu registrieren. Das Übersetzungsverhältnis, in welchem der Einstellhebel über die Zahnstange 7 auf die Zahnräder 6 der beiden Zählwerke 3 und 4 einwirkt, ist daher so gewählt, dass sich die
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zuzuzählen, so würde der Einstellhebel in seiner Nullstellung zuerst niedergedrückt werden, um die Zahnstangen mit den Zahnrädern 6 zu kuppeln, worauf seine Verschiebung um drei Einheiten erfolgen würde. Das Zahlenrad des Zählwerkes 3 würde sich um drei Einheiten drehen, das des Zählwerkes 4 jedoch um sechs Einheiten, da die den beiden Zahlenrädern zugeordneten Zahnräder ein Grössenverhältnis 2 : 1 aufweisen.
Wäre ein Betrag abzuzählen, dann würde der Einstellhebel in nicht gedrückter Stellung um die entsprechende Anzahl von Einheiten verschoben, sodann gedrückt und in die Nullstellung zurückgeführt werden, so dass die Zahlenräder eine Drehbewegung in dem der Addition entgegengesetzten Sinne durch-
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spielsweise die Zahnräder 6 gleich gross gehalten werden, dafür aber die Abständer der Zahlen auf den Zahlenrädern der Zählwerke andere sein (Fig. 5). Es könnte dann schliesslich unter Weglassung der für das Teilungs- oder Vervielfachungsverhältnis in Frage kommenden Zahlen des Ziffernrad des Zählwerkes 4 so ausgebildet sein, wie es Fig. 6 zeigt. Es ist dieses Zahlenrad beispielsweise für ein Verviel- faehungsverhältnis 1 : 5 bestimmt.
Bei Zählwerken, die durch Messung elektrischer Ströme arbeiten, könnte ferner das Teilen oder Vervielfachen durch Einschalten von Widerständen in die zu den Zählwerken 3 bzw. 4 führenden Leitungen usw. erfolgen.
Ausser diesen erwähnten Einstell-und Zählwerken sind in einem Wagen 14, der in seiner relativen Lage gegenüber den einzelnen Einstellwerken veränderlich ist, zwei Zählwerke untergebracht, deren Schaltung gleichfalls von den Einstellwerken bewirkt wird. Das erste dieser beiden Zählwerke 15 ist dazu bestimmt, die bei einer Operation aus den Einstellwerken zu entnehmenden Beträge Schritt für Schritt zu sammeln und sobald der Wagen in der Endstellung, also gegenüber dem Einstellwerk 1f angelangt ist und auch die dort registrierte Zahl aufgenommen hat, den Endbetrag der Operation aufzuzeigen.
Das zweite Zählwerk 16 kommt in gleicher Weise zur Verwendung, nur mit dem Unterschied, dass hier das Ergebnis jeder Operation nach deren Beendigung nicht gelöscht wird, sondern aufgespeichert bleibt, so dass der Stand dieses Zählwerkes jeweils den Kassenstand dem Werte nach angibt.
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zustellen sein. Dadurch würde im Zählwerk 3a gleichfalls die Zahl 112 zum dort registrierten Betrag zugezählt werden, während im Zählwerk 4a die Zahl 112 in tausendfacher Vervielfachung, somit 112.000 zugezählt werde.
Das Zählwerk 15 des Wagens, der sieh in dieser Arbeitsphase dem Einstellwerk la gegenüber befindet, würde den Betrag 112.000 aufzeigen und im Zählwerk 16 würde derselbe zum vorhan-
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zuerst die Einstellhebel, ohne dieselben niederzudrücken, auf die Zahl 35.000 stellen, die Hebel sodann drücken und sie in die Nullage zurückführen. Der Betrag 35. 000 würde dadurch in seiner wahren Grösse von der Stückzahl der Noten, die im Zählwerk 3 erscheint, abgezogen werden und verfünffacht würde seine Subtraktion in den Zählwerken 4, 15 und 16 erfolgen, so dass das Zählwerk 15 auf Null gelöscht wird, wodurch sich die Kontrolle über die Richtigkeit der Rechnung und Verwechslung ergibt.
Zur Hebung der Übersichtlichkeit sind die Abstände der Schieber-oder Tastenreihen zwischen zwei Einstellwerken grösser gewählt als innerhalb eines Einstellwerkes. Zweckmässig sind auch die Zählwerke 4a-e fÜr den Noten-bzw. Münzbetrag gegenüber dem Einstellwerk um so viel Stellen versetzt, als dem Stellenwert der Noten-bzw. Münzeinheit des betreffenden Einstellwerkes entspricht. In dem angeführten Ausführungsbeispiel ist das Zählwerk 4a um drei Stellen, das Zählwerk 4b um zwri Stellen, das Zählwerk 4e, 4d und 4e um je eine Stelle gegenüber ihren Einstellwerken versetzt.
Es könnten naturgemäss die beschriebenen Zählwerke mitDruckwerken inbekannter Weise zusammen- wirken, so dass die Operation und die sich ergebenden Resultate gleichzeitig auch niedergeschrieben werden können. Die Erfindung könnte auch dazu benützt werden, für bekannte Beträge die Anzahl der Noten bestimmter Kategorien zu ermitteln, in denen der Betrag ausgezahlt werden kann. Die Übersetzungsglieder zwischen Einstellwerk und Zählwerk würden dann in umgekehrter Weie arbeiten und den ein-
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