DE688249C - on Falschbuchungen - Google Patents

on Falschbuchungen

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DE688249C DE1937N0040908 DEN0040908D DE688249C DE 688249 C DE688249 C DE 688249C DE 1937N0040908 DE1937N0040908 DE 1937N0040908 DE N0040908 D DEN0040908 D DE N0040908D DE 688249 C DE688249 C DE 688249C
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Description

Bei der Verwendung von Saldiermaschinen, die durch Einführen des alten Saldos eines Kontos und eines oder mehrerer Umsatzbeträge den neuen Saldo dieses Kontos errechnen, ist eine sichere Kontrolle über die richtige Verbuchung aller bewegten Konten erforderlich.
Zu diesem Zweck sind diese Maschinen mit Kontrolladdierwerken versehen, welche laufend und nach ihrem Vorzeichen getrennt die Beträge der alten Salden, der Umsätze und der neuen Salden aufnehmen und so die Summen aller alten Kredit- und Debetsalden AC und AD, aller Zugänge Zu, aller Abgänge Ab und aller neuen Kredit- und Debetsalden NC und ND bilden. Bei der Abrechnung werden diese Summen gemäß den zwei Seiten der Kontrollgleichung AC + Zu -f- ND = AD + Ab + NC zu zwei Kontrollsummen zusammengerechnet. Sind diese beiden Kontrollsummen gleich, so bedeutet dies, daß die Maschine die neuen Salden aus den Werten der eingeführten alten Salden und der Umsätze richtig errechnet hat.
Die Kontrolle über die richtige Einführung der Umsatzbeträge ist dadurch gegeben, daß die Maschine über jeden Umsatzbetrag einen Beleg bedruckt und daß nur auf Grund dieses Beleges, der durch die Hände des Kunden und des Kassierers, der nicht Bediener der Maschine ist, geht, die Ein- oder Auszahlung vorgenommen wird.
Ob aber auch die alten Salden richtig eingeführt worden sind, kann durch die Saldiermaschine selbst nicht kontrolliert werden, sondern es ist üblich, dies dadurch zu kontrollieren, daß die alten Salden aller Konten, welche während des .zu kontrollierenden Zeitraumes bewegt worden sind, von den Kontokarten abgelesen und in eine Rechenmaschine eingeführt werden, welche dadurch die Summe aller alten Salden bildet. Stimmt diese Summe nicht mit der von der Saldiermaschine errechneten Summe aller alten Salden AC-AD überein, so ist erwiesen, daß bei der Einführung der alten Salden ein Fehler gemacht worden ist. Nun müssen sämtliche alten Salden auf den Kontokarten mit den in die Maschine eingeführten alten Salden, welche auf den Kontrollstreifen gedruckt ■worden sind, verglichen werden.
Stimmen diese beiden Summen der alten Salden aus der Rechenmaschine und aus der Saldiermaschine aber überein, so kann trotz
dieser Übereinstimmung und trotz richtigem Ergebnis der vorher erwähnten Saldenkontrolle ein Fehler, und zwar ein absichtlicher Fehler, bei der Einführung der alten Salden auf folgende Weise gemacht worden sein:
Der Maschinenbediener hat den alten Saldo, eines Kontos richtig eingeführt, z. B. ioo.— AC, und dann einen oder mehrere Umsatzbeträge auf dieses Konto richtig gebucht,
ίο z. B. 30.-—Ab, i6o.— Ab, 90.— Zu, 80.— Ab, bis das Konto überzogen ist. Trotzdem noch einer oder mehrere Umsatzbeträge auf dieses Konto zu verbuchen sind, zieht er nun den neuen Saldo 80.— ND, dessen Abdruck er aber auf den eingelegten Belegen (Kontokarte oder Sparbuch) durch Überdecken verhindert. Um nun den oder die weiteren Umsatzbeträge auf dieses Konto zu verbuchen, ist er infolge einer Tastensperrvorrichtung bekannter Art gezwungen, zunächst wieder einen alten Saldo einzuführen. In betrügerischer Absicht kann er nun einen alten Saldo einführen, wobei er aber nicht den zuletzt ermittelten neuen Saldo dieses Kontos nimmt, da die Buchung dadurch nur in zwei an sich richtige Buchungen zerlegt werden würde, wozu er aber auch nicht einen beliebigen Betrag nimmt, weil dies bei der Nachkontrolle durch die Rechenmaschine entdeckt werden würde, sondern er führt jetzt bei diesem Maschinengang Alter Saldo gar keinen Betrag ein, 00.00 AC, wobei er ebenfalls den Abdruck auf die eingelegten Belege verhindert, und registriert nun die restlichen Umsatzbetrage, z.B. 420.— Zu, $o.— Zu, 70.— Zu. Wenn er nun den daraus sich ergebenden neuen Saldo, z.B. 540.— NC, ermittelt, läßt er ihn auch auf die Belege drucken, um dadurch die Buchung scheinbar ordnungsgemäß abzuschließen. Dieser neue Saldo ist aber von dem richtigen Saldo 460.— NC um den Wert des zwischendurch gezogenen neuen Saldos verschieden.
Die Kontrollgleichung der Saldenkontrolle wird dadurch nicht gestört, da die Maschine die eingeführten, auch die falsch eingeführten Beträge richtig verarbeitet hat. Auch die Summe der alten Salden hält der Nachkontrolle durch die Rechenmaschine stand, da alle mit Beträgen eingeführten alten Salden richtig sind. Erst bei ganz genauer, zeitraubender Prüfung könnte festgestellt werden, daß eine Registrierung mit den Angaben Alter Saldo 00.00 zuviel eingeführt worden ist, was aber bei der großen Anzahl der zu kontrollierenden Buchungen nicht weiter beachtet wird, da es sich ja um eine Registrierung ohne Betrag handelt.
Da der Abdruck des zwischendurch gezogenen neuen Saldos und des falschen alten Saldos durch Abdecken auf den Belegen verhindert worden ist, ist die Fälschung auf diesen Belegen nicht durch ein falsches Druckbild, sondern nur durch Nachrechnen zu entdecken.
Wird das Nachrechnen auf den Belegen absichtlich oder unabsichtlich unterlassen, so wird infolge der richtigen Kontrollgleichung und der stimmenden Nachkontrolle der alten Salden kein Verdacht geschöpft und daher auch keine weitere Nachforschung nach Fehlern angestellt, die eine genaue rechnerische Prüfung der Kontokarten aller bewegten Konten erfordern würde.
Auch der Kassierer kann bei seiner Abrechnung einen Fehler nicht entdecken, da er. ja über alle ein- und ausgezahlten Beträge die richtigen Belege besitzt.
Nur der Kontoinhaber, der im Einverständnis mit dem Maschinenbediener steht, kennt den Fehler; denn der Wert des neuen Saldos seines Kontos ist durch die betrügerische Handhabung der Maschine größer gemacht worden, als er bei richtiger Vornahme der Buchung sein würde.
Um bei der Abrechnung der Maschine eine einfache und sichere Kontrolle auch über Falschbuchungen dieser Art durchführen zu können, ist gemäß der Erfindung eine besondere Taste AS 00.00 vorgesehen, welche infolge einer besonderen Tastensperrvorrichtung nur dann gedrückt werden kann und gedrückt werden muß, wenn eine Buchung mit einem alten Saldo ohne Betrag begonnen wird, und diese Sondertaste ist erfindungsgemäß mit einem Sonderzähler verbunden, der bei jeder Benutzung dieser Taste um eine Einheit weitergeschaltet wird.
Dieser Zähler zählt also sämtliche Maschinengänge, bei denen ein alter Saldo mit dem Wert 00.00 eingeführt worden ist. Die Zahl dieser Maschinengänge ist erfahrungsgemäß gering im Verhältnis zur- Zahl aller Maschinengänge, da solche alte Salden nur bei der Eröffnung neuer Konten vorkommen oder wenn ein bestehendes Konto gerade auf dem Wert 00.00 angelangt ist.
Es kann also an Hand des Kontrollstreifens oder einer besonderen Liste, die bei jeder Registrierung eines alten Saldos ohne Betrag eingelegt und mit den Angaben dieser Registrierung bedruckt wird, leicht und schnell nachgeprüft werden, ob die Zahl der auf dem Kontrollstreifen bzw. auf der genannten Liste gedruckten alten Salden ohne Betrag mit der von dem Sonderzähler angegebenen Zazl übereinstimmt und bei welchen Konten ein alter Saldo ohne Betrag gebucht worden ist. Zur Kontrolle brauchen jetzt nur die Kontokarten der auf diese Weise ermittelten Konten herausgenommen und auf die Richtigkeit ihrer Buchungen
nachgeprüft zu werden, um festzustellen, ob die vorliegenden Registrierungen Alter Saldo oo.oo aus den oben angegebenen Gründen berechtigt oder in betrügerischer Absicht vorgenommen worden sind.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigt Fig. ι das Einstellfeld der Maschine, Fig. 2 einen Querschnitt durch die Maschine, Fig. 3 eine Vorderansicht der Tastensperrvorrichtung, Fig. 4 eine Seitenansicht einer Betragstastenbank von links, Fig. 5 eine Seitenansicht der Kontrolladdierwerkstastenbank von links mit einem der Tastensperrschieber, Fig. 6 bis 9 je eine Seitenansicht der Kontrolladdierwerkstastenbank mit je einem anderen Tastenschieber, Fig. 10 eine Seitenansicht einer Kontenaddierwerkstastenbank mit einem Tastenschieber, Fig. 11 eine Seitenansicht einer Betrags- bzw. Kontenaddierwerkstastenbank mit einem anderen Tastenschieber, Fig. 12 einen Teil des Kontrollstreifens, Fig. 13 eine mit einer richtigen Buchung bedruckte Kontokarte, Fig. 14 eine mit einer falschen Buchung bedruckte Kontokarte.
Die Kontrolleinrichtung sei an Hand einer Saldiermaschine bekannter Art beschrieben, welche außer den Betragstasten 10 eine Reihe von Solladdierwerkstasten 200 und eine Reihe von Habenaddierwerkstasten 100 besitzt, denen je eine Reihe I bzw. II von Addierwerken zugeordnet ist, welche die eingeführten Zu- und Abgänge nach verschiedenen Konten unterteilt aufnehmen (Fig. 1 und 2). In einer dritten Tastenreihe sind sechs Kontrolladdierwerkstasten 305-307 und 309-311 untergebracht, denen je ein Kontrolladdierwerk der Reihe III zugeordnet ist. Die Tasten 310 und 311 dienen zur Registrierung der alten Kredit- bzw. Debetsalden AC, AD, und unter Benutzung der Tasten 305 und 306 werden alle Zu- bzw. Abgänge Zu, Ab eingeführt. Die beiden Tasten 307 und 309, welche als Blindtasten ohne Tastenköpfe ausgebildet sind und durch Verstellen eines Saldierhebels 4 von Addieren auf Saldo in bekannter Weise selbsttätig eingerückt werden, sind für die Registrierung der neuen Kredit- bzw. Debetsalden NC, ND vorgesehen. Durch die Einstellung des schon erwähnten Saldierhebels 4 auf die Stellungen Addieren oder Saldo wird bestimmt, ob die jeweils eingestellten Beträge in das in der Reihe IV angeordnete Saldierwerk eingeführt werden sollen oder ob das Saldierwerk nullgestellt, d. h. der in dem Saldierwerk errechnete neue Saldo gezogen werden soll. Der Vorzeichencharakter, mit welchem die jeweils zu registrierenden alten Salden und Umsätze in das Saldierwerk eingeführt werden sollen, wird durch die jeweils gedrückte Kontrolladdierwerkstaste 310, 311 bzw. 305, 306 bestimmt, während die Auswahl der jeweils einzurückenden Blindtaste 307 oder 309 für die neuen Salden von dem positiven oder negativen Charakter des jeweiligen Saldierwerksbestandes bestimmt wird. Die Gangart Addieren, Ablesen oder Nullstellen der übrigen Addierwerke wird von einem Gangarthebel 5 bestimmt. Alle Einrichtungen für die Bestimmung und Durchführung der verschiedenartigen Maschinengänge sind bekannt und daher hier nicht näher beschrieben.
In der Kontrolladdierwerkstastenbank ist noch eine besondere Taste 308 vorgesehen, welche stets dann gedrückt werden soll, wenn ein alter Saldo ohne Betrag eingeführt wird. Der Tastenstift 20 dieser Sondertaste greift in den Gabelschlitz eines Hebels 21 (Fig. 3 und 8), der auf der Schaltachse eines Zählers 24 so befestigt ist, daß durch Drücken der Sondertaste 308 der Zähler 24 um eine Einheit weitergeschaltet wird und somit alle Maschinengänge zählt, welche unter Benutzung dieser Sondertaste 308 vorgenommen werden.
Um zu erreichen, daß die Taste 308 nur dann gedrückt werden kann, wenn ein alter Saldo ohne Betrag eingeführt werden soll, und daß sie in einem solchen Fall auch tatsächlich gedrückt werden muß, ist eine Tastensperrung vorgesehen, welche die richtige Bedienungsweise dieser Sondertaste und zugleich auch der übrigen Tasten erzwingt.
Zu diesem Zweck sind an der Kontrolladdierwerkstastenbank vier Tastensperrschieber 31, 41, 51 und 61 auf festen Stiften 26 und 27 verschiebbar angeordnet (Fig. 3, 5, 7, 8,9). Der Sperrschieber 41 (Fig. 7) ist durch einen Lenker 43 mit einem Arm 44 verbunden, der auf einer Welle 40 befestigt ist. Auf der WeIe 40 ist außerdem in der Ebene jeder Betragstastenbank ein Arm 74 befestigt (Fig. 4), der mit dem Stift 73s eines Lenkers 73 zusammenwirkt. Jeder der Lenker 73 ist an einem Tastenschieber 71 der betreffenden Betragstastenbank angelenkt und mit seinem oberen Ende auf einer Achse 50 geführt. Die Tastenschieber 71 aller Betragstastenbänke werden von je einer Feder 72 in ihrer unteren Lage gehalten; somit kann auch der Sperrschieber 41 der Kontrolladdierwerkstastenbank durch seine Feder 42 in seiner unteren Lage gehalten werden, da die mit ihm verbundenen Arme 74 der Welle 40 sich gegen die in ihrer unteren Lage befindlichen Stifte 73a anlegen. Infolge dieser Verbindung wird durch Drücken irgendeiner Betragstaste der Sperrschieber 41 um einen Schritt aufwärts bewegt. Der Sperrschieber ist so ausgebildet, daß er, solange er sich
in seiner unteren Lage befindet, die Tasten 310,311 für die alten Kredit- und Debetsalden und die Tasten 305, 306 für die Zu- und Abgänge sperrt und dabei die Tasten 307, 309 für die neuen Kredit- und Debetsalden und die Sondertaste 308 für die alten Salden ohne Betrag freigibt. Wird er durch Drücken einer Betragstaste aufwärts bewegt, so tritt die umgekehrte Sperrwirkung ein.
Der Sperrschieber 61 (Fig. 9), welcher ebenfalls durch eine Feder 62 in seiner unteren Lage gehalten wird, ist durch einen Lenker 63 mit einem Arm 64 verbunden, der an dem rechten Ende einer auf der Achse 40 lose gelagerten Hülse 65 befestigt ist. Am anderen Ende der Hülse 65 ist ein Arm 84 befestigt (Fig. 10), der durch einen Lenker 83 mit einem an der Habenaddierwerkstastenbank gelagerten Tastenschieber 81 verbunden ist. Eine Feder 82 hält den Schieber 81 in seiner unteren Lage, aus welcher er durch Drücken einer Habentaste 100 entfernt werden kann, wodurch er auch den Sperrschieber 61 um einen Schritt aufwärts bewegt. Solange keine Habentaste 100 gedrückt ist, hält der Sperrschieber 61 infolge der Ausbildung seiner Sperrflächen die Taste 305 für die Zugänge gesperrt, während er dabei keine der anderen Tasten sperrt.
In derselben Weise ist an der Solladdierwerkstastenbank ein Tastenschieber 91 angeordnet (Fig. 10), der durch einen Lenker 93 mit einem auf einer Hülse 55 befestigten Arm 94 verbunden ist. Die Hülse 55 ist über der Hülse 65 lose gelagert und in ihrem rechten Ende mit einem Arm 54 versehen (Fig. 8), der durch einen Lenker 53 mit dem Sperrschieber 51 verbunden ist. Diese beiden Schieber 51 und 91 werden durch ihre Federn 52 bzw. 92 in ihrer unteren Lage gehalten, in welcher der Sperrschieber 51 nur die Abgangstaste 306 sperrt.
Der an der Kontrolladdierwerkstastenbank gelagerte Schieber 31 (Fig. 5) ist nicht mit irgendwelchen anderen Teilen verbunden, sondern wird nur durch eine federbelastete Klinke 32 in seiner jeweiligen oberen oder unteren Lage gehalten, in welche er vermittels seiner Schrägflächen durch Drücken der Tasten 307,309 für die neuen Salden bzw. der Tasten 308, 310, 311 für die alten Salden gebracht wird.- Da der letzte Buchungsvorgang mit dem Ziehen des neuen Saldos, d. h. mit Einrücken -einer der Tasten 307 oder 309, beendigt wurde, befindet sich der Schieber 31 vor Beginn einer neuen Buchung in seiner oberen Lage (Fig. 5), wobei seine Sperrflächen die Umsatztasten 305 und 306 sperren.
Ein an der Kontrolladdierwerkstastenbank Vorgesehener Bewegungsschieber 11 (Fig. 6) ist mit Schrägflächen solcher Art versehen, daß er durch Drücken einer der Kontrolladdierwerkstasten entgegen der Kraft seiner Feder 12 aufwärts bewegt wird. Dieser Schieber ist durch einen Lenker 13 mit einem auf der Achse 50 befestigten Arm 14 verbunden. Auf der Achse 50 ist in der Ebene jeder anderen Tastenbank ein Sperrarm 15 befestigt (Fig. 11), dem ein Sperrstück 16° gegenüberliegt, welches auf einem Lenker 16 befestigt ist. Jeder der Lenker 16 ist mit einem Tastensperrschieber 17 verbunden, der durch Drücken einer Betrags- bzw. einer Soll- und Habentaste aufwärts bewegt und dann durch eine Feder 18 sofort wieder zurückbewegt wird. Bei dieser Bewegung gleitet das Sperrstück i6a frei über den Sperrhebel 15 weg, sofern keine derKontrolladdierwerkstasten gedrückt ist. Ist aber eine dieser Kontrolladdierwerkstasten gedrückt, so sind alle Sperrhebel 15 im Gegenzeigersinne verschwenkt und somit vor die Sperrstücke ΐόα gelegt worden, so daß jetzt keine Betragstaste und keine Soll- oder Habentaste mehr gedrückt werden kann. Da aber für jeden Maschinengang eine der Kontrolladdierwerkstasten eingestellt werden muß, folgt daraus, daß diese Einstellung stets nach den Einstellungen der Betragstasten oder der Soll- oder Habentasten gemacht werden muß.
Solange sich alle Teile in der in den Zeichnungen dargestellten Ruhe- oder Ausgangslage befinden, sind die Umsatztasten 305 und 306 sowie die Tasten 310 und 311 für die alten Kredit- und Debetsalden gesperrt, und zwar die Zugangstaste 305 durch .die Schieber 31, 41 und 61, die Abgangstaste 306 durch die Schieber 31, 41 und 51, die Alter Saldotasten 310 und 311 durch den Schieberei, während die Sondertaste 308 für die alten Salden ohne Betrag und die Blindtasten 307 und 309 für die neuen Kredit- und Debetsalden freigegeben sind. Außerdem sind die Betragstasten 10 sowie die Soll- und Habentasten 200 bzw. 100 frei.
Die Blindtasten. 307 und 309, welche durch Ziehen des Saldierhebels 4 auf Saldo eingerückt werden können, sind deshalb freigegeben, damit der Maschinenbenutzer vor uo Beginn einer Buchung bzw. einer Buchungsperiode einen Summenauszug aus dem Saldierwerk machen kann, um sich zu überzeugen, daß das Saldierwerk tatsächlich auf Null steht.
Außer diesem Vorgang ist, sofern vorher keine Betragstaste gedrückt worden ist, nur noch das Registrieren eines alten Saldos ohne Betrag, und zwar durch Drücken der Taste 308 möglich. Dadurch wird der Zähler 24 (Fig. 8) um eine Einheit weitergeschaltet und der Schieber 31 (Fig. 5) in seine untere Lage
gebracht, in welcher'er'nun die Umsatztasten
305 und 306 freigibt. Diese Umsatztasten sind aber während dieses Maschinenganges noch dadurch gesperrt, daß der Stift 20 der Taste 308 in Radialschlitze der Sperrschieber 41, 51 und 61 eingetreten ist und diese in ihrer Ausgangslage festhält. Durch Drücken der Taste 308 ist vermittels des Schiebers 11 (Fig. 6) die Achse 50 so verschwenkt worden, daß sich die Sperrhebel 15 vor die Sperrstücke 16s legen und somit alle Betragstasten 10 sowie die Soll- und Habentasten 200, 100 sperren. Wenn am Ende dieses Maschinenganges Alter Saldo ohne Betrag die Taste 308 wieder gelöscht wird, wird die zuletzt genannte Sperrung durch Zurückschwenken der Welle 50 aufgehoben. Infolgedessen sind für Jen nächsten Maschinengang wieder die Betragstasten, die Soll- und Habentasten und die Taste 308 frei wie bei der Ausgangslage.
Wird in der Ausgangslage anstatt der
Taste 308 zuerst ein Betrag eingestellt, so wird durch Drücken einer Betragstaste 10 vermittels des Schiebers 71 (Fig. 4) die Achse 40 verschwenkt und dadurch der Sperrschieber 41 so verstellt, daß er die Tasten 307, 308, 309 sperrt und dafür die Tasten 305,
306 und-310, 311 freigibt. Die Tasten 305, 306 sind aber noch .durch die Schieber 31
. 30 und 61 bzw. 51 gesperrt, so daß nur eine der Tasten 310, 311 für den alten Kredit- oder Debetsaldo gedrückt werden kann. Durch Drücken einer dieser Tasten wird die Welle 50 mit den Sperrhebeln 15 (Fig. 11) so verschwenkt, daß alle Betragstasten und die SoIl- und Habentasten gesperrt sind. Außerdem wird der Schieber 31 (Fig. 5) abwärts bewegt und dadurch die zweite Sperrung der Umsatztasten 305, 306 aufgehoben. Am Ende dieses Maschinenganges Alter Saldo mit Betrag befinden sich die Teile in derselben Lage wie bei dem vorher beschriebenen Maschinengang Alter Saldo ohne Betrag, und es kann nun nach dem Drücken einer Betragstaste 10 eine der Haben- oder Solltasten 100 oder 200 gedrückt werden, wodurch vermittels der Schieber 81, 61 oder 91,51 die entsprechende Umsatztaste 305 oder 306 freigegeben wird. Wenn nach Beendigung dieses Umsatz-So maschinenganges der neue Saldo gezogen wird, wird durch das Einrücken der entsprechenden Taste 307 oder 309 der Schieber 31 wieder in seine Ausgangslage nach oben gebracht (Fig. 5), so daß nach Beendigung des ganzen Buchungsvorganges alle Teile sich wieder in der Ausgangslage befinden.
Aus dieser Ausgangslage heraus kann eine
neue Buchung nur dann mit einem alten Saldo ohne Betrag begonnen werden, wenn dazu die Taste 308 gedrückt wird, welcher der Zähler 24 zugeordnet ist; andererseits kann bei gedrückter Betragstaste 10 nur eine der Tasten 310 oder 311 für alten Kreditoder Debetsaldo gedrückt werden.
Infolgedessen werden alle Maschinengänge, bei denen ein alter Saldo ohne Benutzung der Betragstasten registriert wird, von dem Zähler 24 gezählt. Die Zahl dieser Maschinengänge seit der letzten Abrechnung muß mit der Anzahl der Abdrucke auf dem Kontrollstreifen (Fig. 12) übereinstimmen, welche die Maschinengänge Alter Saldo 00.00 darstellen.
Eine richtig durchgeführte Buchung würde also so aussehen, wie sie in den Zeilen 6-8 der einen Kontokarte (Fig. 13) und in den Zeilen 5-9 des Kontrollstreifens (Fig. 12) dargestellt ist, wobei der alte Saldo ohne Betrag unter berechtigter Benutzung der Taste 308 eingeführt worden ist. Der Zähler 24 zählt daher diese Registrierung, und bei der Nachprüfung der Kontokarte ergibt sich dann auch die Richtigkeit dieser Buchung. Um die Maschinengänge Alter Saldo 00.00 beim Abdruck auf dem Kontrollstreifen (Fig. 12) augenfälliger in Erscheinung treten zu lassen, wird bei der Bedienung des Sondereinstellmittels (308) durch dieses ein Sondertypenträger in die wirksame Lage gebracht, durch den auf dem Kontrollstreifen ein Unterscheidungszeichen zum Abdruck kommt.
In den Zeilen 5-11 der anderen Kontokarte (Fig. 14) und in den Zeilen 10-20 des Kontrollstreifens ist eine absichtlich falsch vorgenommene Buchung dargestellt, wobei die Kontokarte während des zwischendurch erfolgten Ziehens des neuen Saldos und Einführen des falschen Saldos infolge nicht eingelegter oder überdeckter Kontokarte nicht bedruckt worden ist. Hierbei ist der Zähler 24 ebenfalls infolge der bei der Einführung des falschen alten Saldos zwangsweise erfolgten Betätigung der Taste 308 weitergeschaltet worden, so daß auch diese Benutzung der Taste 308 einer Nachprüfung unterworfen wird. Dabei muß sich nun an Hand der Kontokarte bzw. des Kontrollstreifens herausstellen, daß diesmal die Taste 308 zur no Vornahme einer Falschbuchung benutzt worden ist.

Claims (6)

  1. Patentansprüche:
    i. Einrichtung zur Überwachung von Falschbuchungen an Saldiermaschinen, bei denen die Einstellmittel für die Umsatzbeträge erst nach einem Maschinengang mit einem für die Einführung der alten Salden wirksamen Einstellmittel zur Benutzung freigegeben sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellmittel
    (310,311) für die alten Salden nur bei gedrückter Betragstaste (10) in die wirksame Lage gebracht werden können (Sperrschieber 41) und die Einstellmittel (3°5> 3°6) iür die Umsatzbeträge bei nicht vorhandenem alten Saldo nach einem mittels eines besonderen Einstellmittels (308) ausgelösten Leermaschinengang freigegeben sind.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur besonderen Kennzeichnung der mittels des Sondereinstellmittels (308) ausgelösten Leermaschinengänge durch dieses ein Sondertypenträger in die wirksame Lage gebracht wird, durch den auf dem Kontrollstreifen (Fig. 12) ein Unterscheidungszeichen zum Abdruck gebracht wird.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch jede Überführung des Sondereinstellmittels (308) in die wirksame Lage ein Zähler (24) um einen Schritt weitergeschaltet wird.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Sonderleertaste (308) in der gleichen Reihe untergebracht ist wie die Sondertasten (305-307, 309-311) für die verschiedenen zu einer Saldierung gehörigen Vorgänge (Alter Saldo, Umsatzbetrag, Neuer Saldo) und ein dieser Tastenreihe (305-311) zugeordneter Sperrschieber (41) im Ruhezustand der Maschine lediglich die Sonderleertaste (308) und die Tasten (307, 309) für das Nullstellen des Saldierwerkes zur Benutzung freigibt.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß durch Drücken einer Betragstaste (10) der Sperrschieber (41) in eine Stellung gebracht wird, in der er die ursprünglich frei benutzbaren Tasten (307-309) sperrt und die Sondertasten (305, 306, 310, 311) für die Umsatzbeträge und die alten Salden freigibt.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß unabhängig von dem durch Drücken einer Betragst&ste (io) verstellten Sperrschieber (41) die Sondertasten (305, 306) für die Umsatzbeträge normalerweise durch einen zweiten Sperrschieber (31) gesperrt sind, der durch Drücken einer Sondertaste (310, 311) für die alten Salden oder der Sonderleertaste (308) in die Freigabestellung gebracht werden kann.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
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