-
Durch Lochkarten gesteuerte Buchungsmaschine Im Verrechnungswesen
erfolgt die Ermittlung der auf einem Konto innerhalb eines bestimmten Zeitraumes,
z. B. eines Monats, auflaufenden Zinsen in folgender Weise: Für jeden Tag des Monats
wird der Tagesendsaldo des Kontos ermittelt, und alsdann werden sämtliche Tagesendsalden
des betreffenden Monats addiert. Die sich ergebende Summe stellt die Zinsstaffelsumme
dar, welche, durch- den Zinsfaktor dividiert, den zu errechnenden Zinsbetrag ergibt.
-
-Die vorliegende Erfindung hat zum Ziel, die bekannten, durch Lochkarten
gesteuerten Buchungsmaschinen so auszugestalten, daß sie die Zinsstaffelsumme völlig
selbsttätig zu errechnen vermögen.
-
Zur näheren Erläuterung dieses Problems sei angenommen, daß es sich
darum handeln möge, die Zinsen des in einem Warenbestand, z. B. dem Bestand eines
Filialgeschäftes, investierten Kapitals zu errechnen. jeder Wareneingang und jede
Warenausgabe sind nach Datum und Wert auf einer Lochkarte verzeichnet. Sortiert
man nun sämtliche Lochkarten nach dem Datum und verarbeitet man alsdann die Karten
in einer Tahelliermaschine mit Saldierwerk, so erhält man z. B. folgende Aufstellung-:
| Filial- Wertstellung |
| Nr. Tag Monat Eigang Ausgabe Saldo |
| 152o 1 4 3580 - 358o |
| 1520 2 4 4500 2ooo 608o |
| 152o 3 4 - - 608o |
| 152o 4 4 - - 608o |
| 1520 5 4 - 2200 388o |
Bei dieser Aufstellung werden die in den einzelnen Karten verzeichneten Posten nicht
gedruckt. Gedruckt werden vielmehr lediglich die nach Durchgang jeder Kartengruppe
in den Addierwerken stehenden Summen. So sind in der ersten Zeile der Aufstellung
die Ergebnisse gedruckt, die durch Verarbeitung aller Zählkarten mit dem Datum des
i. April und der Filialnummer 152o erzielt wurden. In jeder Zählkarte ist in bekannter
Weise außer der Filialnummer und dem Datum und Angaben über die betreffende Ware
der Wertbetrag in unter$chiedlicher Weise eingelocht, je nachdem, ob es sich um
einen Eingang oder um eine Ausgabe handelt. Im Falle eines Eingangs wird der Wertbetrag
lediglich als reeller Wert eingelocht, während er im Fall einer Warenausgabe außerdem
in einem weiteren Kartenfeld als Komplementärwert verzeichnet wird. Handelt es sich
um einen Wareneingang, so wird der eingelochte reelle Wert sowohl in das der Spalte
Eingang zugeordnete Addienverk überführt als auch in das Addierwerk, das der Spalte
Saldo zugeordnet ist. Handelt es sich aber um eine Warenausgabe, so wird der reelle
Wert in das Addierwerk der Spalte Ausgabe überführt, während gleichzeitig der Komplementärwert
in das Saldierwerk übertragen wird. Sind in dieser Weise alle Karten der Filiale
Nr. i52o verarbeitet, deren Datum der i. April ist, und gelangt nunmehr die erste
Karte in die Maschine, in die das Datum des 2. April eingelocht ist, so wird durch
eine auf Wechsel der Datumlochung ansprechende Gruppenkontrollvorrichtung ein Abdruck
der in den verschiedenen Addierwerken stehenden
Summen sowie ein
Abdruck der Filialnummer und des Datums herbeigeführt. Bei der oben angeführten
Tabelle steht daher in derersten Zeile die Nummer i 52o sowie da,#e,Datum r. 4.
Eine Summe von Ausgabebeträgen: liegt nicht vor, da an dem betreffenden Tage_ aus
irgendwelchen Gründen keine Ausgaben erfolgt sind. Die Summe der Wareneingänge beläuft
sich auf 358o. Dementsprechend ist die gleiche Summe in der Spalte Saldo zum Ausdruck
gelangt.
-
Der zum Abdruck der ersten Zeile führende Summenzug bewirkt, daß die
Addierwerke der Spalten Eingang und Ausgabe gelöscht werden, während das der Spalte
Saldo zugeordnete Saldierwerk bei dem Abdruck des in ihm stehenden Betrages nicht
gelöscht wird, so daß dieser Betrag aufgespeichert bleibt. Nunmehr werden die Karten
verarbeitet, in die als Datum der 2. April eingelocht ist. Es ergibt sich beim anschließenden
Summenzug und beim Abdruck der zweiten Zeile der Aufstellung folgendes: Neben der
Filialnummer und dem Datum ist in der Spalte Eingang der gesamte Betrag aller in
der Kartengruppe vorhandenen Eingangsposten im Betrage von 9#JL 4500.- abgedruckt.
in der Spalte Ausgabe gelangt die Summe aller in der Kartengruppe, vorhandenen Ausgabenposten
im Betrag von AAL 2ooo.- zum Abdruck. In der Spalte Saldo ergibt sich einBetrag
von,27-"fL 6o8o.-. Diese Zahl ist dadurch eingestellt worden, daß das Addierwerk
alle Eingangsposten entsprechend ihrem wahren Betrag aufgenommen hat, aber außerdem
die Komplementwerte der Ausgabebeträge.
-
Am 3. und 4. April hat der Betrieb geruht, so daß weder Eingänge noch
Ausgaben erfolgt sind. Die nächste Kontobewegung erfolgt also erst am 5. April.
Zwischen den Postenkarten für den 2. 4. und denen für den 5.4. sind nun in den Kartenstapel
zwei Karten eingelegt, die lediglich in der Datumsspalte mit dem 3.4- und 4.4. gelocht
sind. Sobald die mit 3.4. gelochte Karte zur Abfühlung gelangt, setzt sie die Gruppenkontrollvorrichtung
in Tätigkeit, da sie sich hinsichtlich ihrer Datumslochung von der zuletzt abgefühlten
Karte unterscheidet. Die Gruppenkontrollvorrichtung bewirkt den Abdruck der in den
Zählwerken stehenden Summen. Die Summe der Eingangsposten sowie die Summe der Ausgabeposten
beläuft sich auf Null, da die Karte lediglich mit dein Datum gelocht ist, und da
die Addierwerke dieser Spalten beim letzten Abdruck gelöscht wurden, also auf Null
stehen. Das Saldierwerk, das beim Abdruck der letzten Zeile nicht gelöscht wurde,
bewirkt denselben Abdruck wie zuvor, so daß in der Spalte Saldo die Zahl 6o8o abgedruckt
wird. Der entsprechende Vorgang wiederholt sich, wenn .:die lediglich mit dem 4..
4.. gelochte Karte zur "...Abfühlung gelangt. Es erfolgt dann eine ,'Kärtengruppe
vom 5. 4., die lediglich Ausaufweist. Der Summenzug ergibt daher in der Spalte Ausgabe
den Betrag von AX 2200.- und in der Spalte Eingang keinen Abdruck, während in. der
Spalte Saldo der Betrag von A'..fL 388o.- abgedruckt wird.
-
In der entsprechenden Weise werden die übrigen Kartengruppen für den
Monat April verarbeitet.
-
Das durch die vorliegende Erfindung zu lösende Problem besteht nun
darin, die Maschine so auszugestalten, daß sie selbsttätig die Summe aller in der
Spalte Saldo abgedruckten Beträge ermittelt und die Registrierung dieser Summe durch
Druck gestattet. Diese Summe ist die Zinsstafelsumnie.
-
Zur Lösung dieses Problems wird eine durch Lochkarten gesteuerte Buchungsmaschine
gewählt, die in bekannter Weise mit einer Gruppenkontrolleinrichtung mit zwei Addierwerken
und Übertragungsorganen versehen ist, durch welche der in dem einen Addierwerk stehende
Betrag ohne Löschung auf das andere Addierwerk übertragen werden kann.
-
Erfindungsgemäß soll bei einer derartigen Maschine mit der von der
Gruppenkontrolleinrichtung gesteuerten Einrichtung zur Herbeiführung des Summenzuges
eine Einrichtung zur Wiederholung des Summenzuges zusammenwirken, welche durch eine
Überwachungseinrichtung für die numerische Reihenfolge der für die Gruppenkontrolle
benutzten Kennzeichen- (Datums-) Lochungen in Tätigkeit gesetzt wird, wenn die numerische
Folge eine Lücke aufweist, wobei durch die Überwachungseinrichtung so viele Summenzüge
zugelassen werden, als die Kennzeichen numerisch um Einheiten voneinander verschieden
sind.
-
Dabei besteht dieÜberwachungseinrichtung aus zwei Schaltwerken, deren
erstes (Valutaschaltwerk) durch die Abfühlv orrichtung bei jedem Kartengruppenwechsel
dem numerischen Wert des neuen Gruppenzeichens entsprechend eingestellt und deren
zweites (Tagesschaltwerk) bei jedem Summenzug durch die :Maschine um einen Schritt
dem ersten nachgeschaltet wird, wobei die beiden Schaltwerke beim Verlassen einer
bestimmten gegenseitigen Lage die Einrichtung zur Wiederholung des Summenzuges wirksam
werden lassen.
-
Zweckmäßig sind die beiden Schaltwerke gleichartig ausgebildet, z.
B. beide als Zahn-. stangen, und sie sind durch Mittel verbunden,
die
bei Erreichen einer bestimmten Tieflage ein Schaltglied wirksam machen, das die
Wiederholungseinrichtung stillsetzt.
-
An sich sind solche Mittel bekannt, die zur Überwachung zweier Zählwerke
dienen und bei übereinstimmender Einstellung der Zählwerke eine in Abhängigkeit
von diesen arbeitende Vorrichtung stillsetzen: Weitere Merkmale der Erfindung ergeben
sich aus der Beschreibung eines Ausführungsbeispiels in ihrer Anwendung auf die
Powers-Tabelliermaschine, das an Hand der Zeichnungen beschrieben werden soll. In
diesen zeigt Fig. i eine Seitenansicht der der Saldospalte zugeordneten Tabellierwerkseinheit
unter Fortlassung der Anschlagstifte und der Steuerung des Addierwerks, welches
die Summen aufnimmt, Fig. a die Steuerung dieses Addierwerks in einer der Fig.i
entsprechenden, jedoch in größerem Maßstab gehaltenen Ansicht, Fig.3 eine vergrößerte
Teilansicht der Fig. i, Fig.4 die in Fig. 3 dargestellte Einrichtung in einer anderen
Schaltstellung, Fig. 5 ein Schaltwerk, das die Funktion der lediglich mit dem Datum
gelochten Zwischenkarten übernehmen kann und -Fig.6 einen Teil des Schalt-,verks
nach Fig. 5 in einer anderen Stellung.
-
Das in den Zeichnungen veranschaulichte Ausführungsbeispiel geht von
der bekannten Powers-Tabelliermaschine mit Zwischensummenwerk und Hauptsummenwerk
aus und sieht die im nachstehenden näher zu erläuternden Zusätze und Abänderungen
vor. Zunächst seien die bekannten Merkmale der Maschine kurz beschrieben.
-
Auf einer achsenparallel zur Papierwalze 8o gelagerten Welle 81. sind
nebeneinander die die Typen o bis 9 tragenden Sektoren 45 schwingend gelagert und
je mit einem ebenfalls auf der Welle 81 schwingenden Zahnsegment 7o verbunden, demgegenüber
sie eine durch Stift 82 und Schlitz 83 begrenzte Winkelbewegung zum Zwecke
der Zehnerübertragung ausführen können. In der Zeichnung ist nur einer der Typenträger
45 und auch nur lein Zahnsegment 7o dargestellt.
-
Das Zahnsegment 70 trägt eine Nase 84, in deren Bahn ein Anschlag
einer nicht dargestellten Reihe von Anschlägen vorgeschoben wird, und zwar unter
der Steuerung durch das in der zugehörigen Spalte der Lochkarte befindliche Loch.
Ein Zählrad 71 ist in nicht näher dargestellter Weise so geführt, daß es durch radiale
Verschiebung gegenüber dem Segment 70 in und außer Eingriff mit dessen Verzahnung
treten kann. Zur radialen Verschiebung des Zählrades 71 dient. ein Arm 75, der mit
seinem unteren Ende auf einer am Rahmen befestigten Stange 85 gelagert ist und an
seinem oberen Ende mit einem Schubkurvenschlitz versehen ist. Dieser Schlitz greift
über die gemeinsame Achse aller Zählräder 71 des Addierwerkes und bringt diese in
Eingriff mit der Verzahnung der Segmente 70, wenn der Arm 75 nach links geschwenkt
wird, und außer Eingriff, wenn der Arm nach rechts geschwenkt wird. Zur Verstellung
des Armes 75 nach rechts oder nach links dient ein an ihm befestigter Lenker 76,
dessen obere Kante eine Aussparung 86 und dessen untere Kante eine Aussparung 87
aufweist (Fig. 2).- Durch senkrechte Schwenkung. des Lenkers 76 können diese Aussparungen
mit dem Zapfen 88 oder Zapfen 89 einer Kurbel 77 in Eingriff gebracht werden, die
im Rhythmus des Arbeitsspiels der Maschine von dem Sektor izo geschwenkt wird, indem
er den Zapfen 89 erfaßt, wobei die Kurbel mit ihren Zapfen in den gegebenen Zeitpunkten
den Lenker 76 verschiebt und dadurch die Zählräder 71 des Addierwerkes mit den Zahnsegmenten
70 in und außer Eingriff bringt.
-
Je nach der Einstellung des Lenkers 76 gegenüber der Kurbel 77 ergeben
sich folgende Addierwerkssteuerungen i. Addition: Hierbei befindet sich der Lenker
76 in seiner höchsten Lage, in der er von dem Kurbelzapfen 88 ergriffen wird. Dieser
schwingt bei Beginn des Arbeitsspiels nach rechts und bringt die Zählräder außer
Eingriff. Die Zahnsegmente gehen dann vor, bis die Nase 84 auf den durch die Kartenabfühlung
angehobenen Anschlag der Anschlagreihe trifft. Nach erfolgter Ausschwingung der
Segmente, etwa in der Mitte des Arbeitsspiels, schwingt die Kurbel zurück. Dabei
wird der Arm 75 geschwenkt, so daß die Addierräder hierdurch in Eingriff mit den
Zahnsegmenten 70 gebracht werden, um bei ihrem Rückschwingen in bekannter
Weise den gedruckten Betrag aufzunehmen.
-
a. Summenzug: Der Lenker 76. befindet sich in seiner tiefsten
Stellung, in der er mit seiner Aussparung 87 über den Kurbelzapfen 89 greift. Infolgedessen
werden die Zählräder bei Beginn des Arbeitsspiels in die Zahnsegmente 7o eingerückt,
worauf diese vorschivingen, bis die Zählräder in der Nullstellung angelangt sind,
in der sie angehalten werden. Dabei sind die Zahn- und mit ihnen die Typensegmente
auf den in den Zählrädern aufgespeicherten Betrag eingestellt worden. Alsdann erfolgt
der Summenabdruck, worauf die Kurbel 77 wieder. zurückschwingt und die gelöschten
Zählräder außer Eingriff mit den Zahnsegmenten bringt, welche alsdann in die Ausgangslage
zurückkehren.
3. Nichtaddition: Der Lenker 76 wird in die in Fig.
3 veranschaulichte Mittelstellung gebracht, während er nach rechts verschoben ist.
Die Zählräder bleiben dann dauernd ausgerückt und erfahren keine Verstellung.
-
4.. Zwischensummendruck: Der Lenker 76 wird ebenfalls in die Mittelstellung
gebracht, in der er mit keinem der beiden Kurbelzapfen 88 und 89 in Eingriff tritt,
doch geschieht dies, wenn sich der Lenker in seiner linken Endstellung befindet.
Alsdann verbleiben die Zählräder während des ganzen Arbeitsspiels in Eingriff mit
den Zahnsegmenten. Diese werden zwar durch ihre Vorwärtsschwingung unter Nullstellung
der Zählräder auf den Summenbetrag eingestellt, doch führen sie bei ihrer Rückschwingung
den abgedruckten Betrag wieder in das Addierwerk ein.
-
Nunmehr sei das zweite Addierwerk und dessen Steuerung beschrieben.
-
An einem Ansatz 9o ,des Segmentes 45 greift eine Kuppelstange46 an,
die mit ihrem hinteren Ende durch Stift- und Schlitzverbindung an einem waagerecht
geführten Schlitten 92 befestigt ist. Dieser läuft zwischen festen Wangeplatten
47 des Maschinenrahmens auf Rollen 9i und weist längs seiner Oberkante eine Verzahnung
49 auf, in die ein Zählrad 48 eines weiteren AddierNverks eingreifen kann. Die Achse
93 dieses Addierwerks ist in nicht näher dargestellter Weise senkrecht .geführt
und ruht mit ihren Enden in Schubkurvenschlitzen zweier Hebel 9d., von denen in
Fig. i der eine ersichtlich ist. Dieser Hebel ist idoppelarmig ausgebildet und auf
einer im Maschinenrahmen befestigten Stange gelagert. An seinem unteren Arm greift
eine Schaltstange 3 an, die in Fig. i in ihrer linken Endstellung veranschaulicht
ist und bei ihrer Verschiebung nach rechts die Welle 93 anhebt und somit die Addierräder
.I8 außer Eingriff mit der Verzahnung 49 bringt. Während der Verrechnung der Zählkarten
wird die Schaltstange 3 im Einklang mit dem Arbeitsspiel der Maschine hin und her
bewegt, ähnlich wie der Lenker 76. Zu diesem Zweck weist er am linken Ende in seiner
Oberkante eine Aussparung und an seiner Unterkante einen an ihm befestigten Mitnehmer
d. auf. Mit der Aussparung und dem Mitnehmer können die Zapfen :2 und 2a einer Kurbel
i in Eingriff treten. Die Kurbel i sitzt auf derselben -Welle wie die Kurbel 77
und schwingt ebenso wie die Kurbel 77 im Rhythmus des Arbeitsspiels der Maschine
hin und her.
-
Die Steuerung des Hebels 93 erfolgt durch Verstellung der Schaltstange
3, ähnlich wie oben bezüglich des Lenkers 76 beschrieben, so daß auch das hintere
@Addierwerk 48 auf Addition, Summenzug, Nichtaddieren oder Zwischensummenzug eingestellt
werden kann. Die zur Einstellung der Lenker 76 und 3 erforderlichen Mittel sind
im wesentlichen bekannt und nur zum Teil für die Zwecke der vorliegenden Erfindung
abgeändert worden, wie sich aus der nachstehenden Beschreibung ergeben wird.
-
Ferner werden das Addierwerk 48 und seine Steuerung für die Zwecke
der vorliegenden Erfindung so ausgebildet, daß in diesem Werk der Saldo gebildet
wird. Mithin werden an sich bekannte, hier nicht näher zu erläuternde Einrichtungen
getroffen, um die Anschläge für die Sektoren 7o wahlweise unter Steuerung durch
das eine oder .das andere Kartenfeld einzustellen, je nachdem, ob es sich um einen
positiven Posten oder um einen in einem anderen Feld komplementär gelochten negativen
Posten handelt.
-
Während der Tabellierarbeitsgänge, also während der Verrechnung der
Karten einer jeden Kartengruppe, wird die Steuerung des hinteren Addierwerks 48
auf Addition und die Steuerung des vorderen Addierwerks 71 auf Nichtaddieren eingestellt.
Es wird daher im Werk 48 der sich aus der Verrechnung der Kartengruppe ergebende
Saldo gebildet, während das vordere Addierwerk 71 untätig verbleibt. Ist die Kartengruppe,
deren Karten dieselbe Datumslochung aufweisen, verarbeitet, und tritt die erste
Karte mit einer neuen Datumslochung in die Maschine, so spricht hierauf die automatische
Gruppenkontrollvorrichtung an, die bewirkt, daß heim folgenden Arbeitsspiel das
hintere Werk 48 auf Zwischensummendruck und das vordere Werk 71 auf Addition eingestellt
wird. Bei diesem Arbeitsspiel wird daher der im Werk ,a.8 stehende Saldo ohne Löschung
in additivem Sinne in das Werk 71 eingeführt. Ist dies geschehen, so wird die zweite
Kartengruppe verrechnet, bei der wiederum das Werk 71 auf Nichtaddieren eingestellt
ist und das Werk 4.8 fortlaufend den Saldo bildet. Die übertragung des Saldos in
das vordere Werk wiederholt sich dann beim nächsten Wechsel .der Kartengruppe. Der
im Saldierwerk stellende, den Kontostand darstellende Saldo wird als ebensooft in
das vordere Werk, das Zinsstaffelsummenwerk, eingeführt, als Karten mit verschiedenen
Datumslochungen vorhanden sind. Bei dem eingangs erläuterten Beispiel erfolgt also,
da auch für Tage, an denen keine Kontobewegung stattfand, Karten mit Datumslochungen
vorgesehen wurden, diese Übertragung dreißigmal.
-
Die Mittel, um das Addierwerk 71 in der beschriebenen Weise zu steuern,
sind im wesentlichen bekannt (amerikanische Patentschrift 1 388 27i). Sie sollen
nachstehend beschrieben werden.
Auf der Welle 7, die beim Kartengruppenwechsel
durch einen Arm 104-und eine an die bekannte Gruppenkontrollvorrichtung angeschlossene
Steuerstrange 105 eine Schwingung in Richtung des Uhrzeigers erfährt, ist lose drehbar
ein Winkelhebel mit einem aufrechten Arm zog und einem waagerechten Arm ioi gelagert.
Das Ende,des waagerechten Armes ioi ist mit einer Schubstange ioo gelenkig verbunden,
die ihrerseits mit Stift und Schlitz am Lenker 76 angreift. Durch eine Feder 107
wird der Stift für gewöhnlich am unteren Ende des Schlitzes gehalten, so daß der
Lenker 76 an den Bewegungen des Armes ioi teilnimmt. Der Arm io2 trägt einen seitlichen
Zapfen 103, der in die Bahn des die Taste i i tragenden Armes 16 ragt.
-
Am Ende des Lenkers 76 ist ein seitlicher Zapfen 123 angebracht, der
unter die Schulter 122 eines entsprechend ausgeschnittenen Schiebers iii ragt. Dieser
Schieber ist am .Maschinengestell senkrecht verschiebbar durch Stifte und Schlitze
geführt und mit einer Feder i2i versehen, die ihn aufwärts zu ziehen sucht. Die
untere rechte Kante des Schiebers iii ist mit Sperrzähnen versehen, in welche zwei
Klinken iog und i 1o eingreifen. Diese Klinken tragen je einen Stift 113 bz-w. 114,
der durch eine Feder i 15 bzw. i 16 nach links in Richtung auf die Sperrzähne gezogen
wird. Der Stift 113 liegt an der Vorderkante der Klinke iio an, so daß er diese
ausrückt, wenn die Klinke iog aus den Sperrzähnen ausgerückt wird. Diese ist drehbar
am Maschinenrahmen gelagert und bildet den einen Arm eines Winkelhebels, dessen
anderer Arm 112 in die Bahn eines Armes i o8 ragt, der auf der Summenwelle 7 befestigt
ist. Die andere Klinke i io ist mittels eines Zapfens 117 an d em einen Armeines
Doppelhebels i i9 befestigt, der am Maschinenrahmen schwingend gelagert ist und
dessen anderer Arm durch eine Feder 118 abwärts gezogen wird. Eine Feder io6 sucht
den Winkelhebel io2 entgegen der Uhrzeigerrichtung zu drehen.
-
Der Zapfen 117 ragt in die Bahn eines am Maschinenrahmen gelagerten
Sektors i2o, der bei der Powers-Tabelliermaschine in bekannter Weise im Rhythmus
der Typensegmente schwingt und in Fig. 3 in der Lage dargestellt ist, in der sich
.diese Typensegmente in Ruhestellung befinden.
-
Während der Tabellierung der Lochkarten nehmen die Teile die in Fig.2
dargestellte Lage ein, in der die Feder io6 durch Vermittlung des Winkelhebels ioi,
io2 dieSchubstange ioo aufwärts drückt und ,dadurch den Lenker 76 mit seinem Zapfen
123 an der Schulter 122 des Schiebers i i i hält. Da dieser durch die Klinke iog
in seiner tiefsten Stellung gesperrt ist, verbleibt der Lenker 76 in der abgebildeten
Lage, in der das Addierwerk 71 auf Nichtaddition eingestellt ist. Wird nun beim
Kartengruppenwechsel die Welle 7 durch .die - Gruppenkontrollvorrichtun.g in Uhrzeigerrichtung
gedreht, so stößt ihr Arm io8 gegen den Arm 112 und drückt die Klinken iog und i
io aus der Verzahnung des Schiebers i i i heraus. Infolgedessen schnellt der Schieber
i i i unter Wirkung seiner Feder 1ä1 aufwärts, so daß auch der Lenker 76 unter dem
Zug der Feder io6 hochgeht. Hierdurch gelangt er in Additionsstellung. Das sich
ergebende Additionsarbeitsspiel be-v irkt, daß der Saldobetrag, auf den die Typenträger
unter Steuerung durch das Saldierwerk 48 eingestellt werden, im additiven Sinne
in das Zinsstaffelwerk 71 überführt wird. Bei Be = ginn des nächsten Arbeitsspiels
schwingt :die Summenwelle 7 mit ihrem Arm io8. wieder in die Stellung der 2 zurück
und läßt die Klinken iog und iio in die Sperrverzahnung einfallen. Im weiteren Verlauf
des Arbeitsspiels trifft der Sektor i2o auf den Zapfen 117 und drückt diesen herab,
so daß auch die in die Sperrverzahnung eingefallene Klinke i io herabgeht und,den
Schieber i i i in die in Fig. 2 dargestellte Lage herunterzieht, in der er durch
die Klinke iog festgehalten wird. Abweichend von der bekannten Nichtaddiersteuerung
(amerikanische Patentschrift Nr. 1 3188 271) ist der Schieber i i i so eingestellt,
daß er bereits bei dem ersten abwärts gerichteten Schaltschritt den Lenker 76 wieder
in die in Fig.2 veranschaulichte neutrale Stellung herabdrückt. Zwar befand sich
der Lenker 76 bei Beendigung des Addierarbeitsspiels in seiner linken Endstellung,
in der das Addierwerk eingerückt war, doch wird er bei der ersten Hälfte des zweiten
Arbeitsspiels, während sein Ausschnitt 86 noch über den Kurbelzapfen 88 greift,
von diesem wieder nach rechts verschoben, und erst dann wird der Lenker 7 6 durch
den Schieber i i i herabgedrückt. ' Die Mittel, um das Saldierwerk 48 während der
Tabellierarbeitsspiele auf Addition und, während der Saldendruckarbeitsgänge auf
Zwischensummendruck einzustellen, sollen nunmehr unter Bezugnahme auf die Abb. 3
und q. erläutert werden.
-
Während der Tabellierarbeitsspiele wird der Lenker 3 durch eine Feder
97 in seiner oberen Addierstellung gehalten, in der der Kurbelzapfen 2 in seine
obere Aussparung eingreift. Die Feder 97 greift an einer rechteckigen Platte q.
an, die an dem Lenker 3 mittels eines Zapfens schwingend gelagert ist und als Falle
dient, indem sie für die später erläuterten Zwecke mit ihrer linken unteren Ecke
in die Bahn des Kurbelzapfens 2a treten kann. Ferner greift am Lenker 3 eine
Feder
io an, die auf Länge justiert und an einem seitlichen Zapfen eines Lenkers 9 befestigt
ist, dessen unteres Ende durch Stift und Schlitz mit einem auf der Welle 7 befestigten
Arm 8 verbunden ist, und dessen. oberes Ende auf einem Zapfen 9a geführt ist. Solange
sich die Welle 7, die, wie erwähnt, finit der Gruppenkontrollvorrichtung gekuppelt
ist, in der Ausgangsstellung der Fig. 3 befindet, wird der Lenker 9 daher durch
die Federn-97 und io hochgezogen. Sobald jedoch die Gruppenkontrollvorrichtung die
Welle 7 in Uhrzeigerrichtung dreht, so zieht der Arm 8 den Lenker 9 herab, so daß
die Feder i o, die stärker ist als die Feder 97, auch den Lenker 3 herabzieht, dessen
Falle 4 sich dann auf eine Nase 5 auflegt. Hierdurch gelangt der Lenker 3 gegenüber
der Kurbel i in die neutrale Lage, in der keiner der Zapfen 2 und 2a der Kurbel
i eine Verschiebung des Lenkers hervorrufen kann. Die Drehung der Welle 7 und das
Herabgehen des Lenkers 3 erfolgt in einem Zeitpunkt, in dem die Teile die in Fig.
i veranschaulichte Lage haben, in der also die Saldierräder 48 eingerückt sind.
Somit ergibt sich die Zwischensummensteuerung. Bei dieser Steuerung werden, wie
erwähnt, die Typenträger auf den im Saldierwerk `1 .8 stehenden Betrag eingestellt.
Bei der Rückkehr der Typenträger in die Ausgangslage wird dieser Betrag wieder zurück
in das Saldierwerk und gleichzeitig additiv in das Zinsstaffelwerk 71 eingeführt.
-
Nun wären noch die Mittel zu beschreiben, mit deren Hilfe man nach
Verarbeitung des ganzen Kartenstapels, also beispielsweise sämtlicher Kartengruppen
des Monats, das Saldier-,verlc 48 löschen und außerdem die im Zinsstaffelwerk 71
stehende Summe abdrukken kann.
-
Die Löschung des Saldierwerks 48 erfolgt genau so wie die Löschung
des Hauptsumrrenwerkes der bekannten Powers-Tabelliermaschine. Obgleich die hierzu
dienenden Mittel also bekannt sind, seien sie der Vollständigkeit halber nachstehend
kurz mit Bezugnahme auf Fig. 3 beschrieben. Am oberen Ende eines Armes 18, der auf
einer im Maschinenrahmen gelagerten Schwingwelle 17 drehbar gelagert ist und der
einen seitlichen Zapfen i 8a trägt, sitzt drehbar eine Taste i 1a. Drückt man auf
diese, so wird der Arm 18 geschwenkt und sein Zapfen i8a von einer Sperrklinke i2
ergriffen und zunächst festgehalten. Bei seiner Schwenkung drückt der Arm 18 auf
seinen seitlich an einer Platte 6a sitzenden Zapfen iSb. Die Platte 6a, die auf
der Welle 17 drehbar gelagert ist, wird in Uhrzeigerrichtung mitgenommen. Sie trägt
den Bolzen 9a, auf dem der Lenker 9 geführt ist. Infolgedessen wird beim Drücken
auf die Taste i ja der Lenker 9 herabgezogen, und er spannt die Feder io, so daß
der Lenker 3 herabzugehen sucht.
-
Wie erinnerlich, wurde der Lenker 3 auch bei der Drehung der Gruppenkontrollwelle
7 herabgezogen und durch diese in die Zwischensummenstellung gebracht. Beim Drükken
auf die Taste i 1a muß der Lenker 3 jedoch noch weiter herabgehen, damit er mit
seiner Falle 4 in die Bahn desKurbelzapfens 2a und damit in Summenstellung gelangt.
Zu diesem Zweck ist folgende Abänderung der bekannten Einrichtung getroffen: Auf
dem Bolzen 9a ist eine Schubstange 6 gelagert, die daher beim Drücken der Taste
11a nach rechts verschoben wird. Ihr rechtes Ende ist mit einem geneigten Schlitz
13 versehen und mit diesem auf einem Zapfen i4a eines Lagerbockes 14 des Maschinenrahmens
geführt. Daher bewegt sich beim Drücken auf die Taste 11a das rechte Ende der Schubstange
6 schräg abwärts in die in Fig.4 dargestellte Lage. Dieses rechte Ende der Schubstange
6 trägt die bereits erwähnte Nase 5, die in der Stellung der Fig.3 den Anschlag
für die Zwischensummenstellung des Lenkers 3 bildet und beim Drücken der Taste 11a
so weit herabgeht, daß der Lenker in die Summenstellung gelangen kann.
-
Nach Drücken der Taste 11a wird die Maschine wieder angelassen. Zunächst
schwingt die Kurbel i im Sinne des Uhrzeigers, und der untere Kurbelstift 2a der
Kurbel i setzt sich nun vor die von der Feder 97 herabgezogene Falle 4. Alsdann
gehen alle Schlitten 92, die im Eingriff mit den Zählrädern 48 stehen, nach links,
bis die Zählräder zum Nullanschlag gedreht sind. Nach dieser Bewegung macht die
Kurbel eine Drehung entgegengesetzt dem Uhrzeiger, und der untere Kurbelzapfen 2a
drückt gegen die linke Stirnseite der Falle 4 und bewegt die Schaltstange 3 nach
rechts und bringt die gelöschten Zählräder 48 außer Eingriff mit den Zahnstangen
49. Bei der weiteren Bewegung werden die Segmente 45 und Schlitten 92 zurückgebracht.
Am Ende dieses Arbeitsganges wird durch eine bekannte, hier nicht dargestellte Einrichtung
die Sperrklinke 12 heruntergedrückt. Infolgedessen kann der Bolzen iSa des Hebels
18 abschnappen, worauf eine Zugfeder 99 den Hebel 6a und somit auch die Schubstange
6 nach oben zieht. Hierbei drückt der auf dem Hebel 6a befestigte Bolzen 18b den
Hebel 18 nach links in seine Ausgangslage.
-
Um die Zinsstaffelsumine zum Abdruck zu bringen, ist es erforderlich,
das Zinsstaffelwerk 71 auf Summenzug und gleichzeitig das Saldierwerk48 auf Nichtaddition
einzustellen, damit die Typenträger unter ausschließlicher
Steuerung
durch das vordere Werk 71 eingestellt werden können. Zu diesem Zweck drückt man
eine Taste ii.
-
Die Taste i i sitzt gelenkig am oberen Ende des Armes 16 eines Winkelhebels,
der auf der Welle 17 gelagert ist, und dessem anderer Arm 15 durch eine am Maschinenrahmen
sitzende Feder 95 aufwärts gezogen wird. Der Arm 16 des Winkelhebels trägt
einen Zapfen 16a, der über die am Rahmen gelagerte Sperrklinke i2 ragt, aber so
kurz ist, daß er an dem ebenfalls über die Sperrklinke ragenden Zapfen i8a vorbeigehen
kann. Der Hebel der Taste i i ist über seinen Drehpunkt am Arm 16 hinaus verlängert
und läuft in einen Schwanz ig aus, der beim Drücken der Taste i i nach rechts geht
und auf das linke Ende des Lenkers 3 trifft. Ferner weist der rechte Arm des Tastenhebels
i i einen seitlichen Lappen 96 auf, der über die Sperrklinke 12 greift und
diese auslöst, wenn man den Tastenhebel i i hochschwenkt. Dies bietet die Möglichkeit,
das durch die Taste i i betätigte Schaltwerk nach dem Drücken der Taste wieder in
seine Ausgangsstellung zu überführen, ohne zuvor die Zwischensumme zu ziehen, was
zuweilen wünschenswert ist, um eine irrtümliche Betätigung der Taste i i rückgängig
machen zu können. Auf der Welle 17 ist lose die bereits erwähnte Platte 6a gelagert,
deren Ende durch den Zapfen ga mit cler Schubstange 6 gelenkig verbunden ist. Die
Platte 6a trägt einen Stift i 5a, an den sich der Arm 15 anlegt.
-
Drückt man auf die Taste i i, wenn sich das Schaltwerk in der in Fig.
3 dargestellten Ruhelage befindet, so gehen die Teile in die in Fig.4 dargestellte
Lage über, gerade so, wie es beim Drücken auf `den Knopf iia geschah. Hierbei stößt
der Arm 15 des die Taste tragenden Winkelhebels an den Stift 15' und streckt
das Kniehebelgelenk 6a und 6, so daß die Nase 5 herabsinkt. Wenn-,nun die Nase 5
bis in die Lage der Fig. 4 durch Streckung des Kniehebelgelenks herabgeht, dann
stößt der 'Stift ga, der in einem Schlitz des Lenkers g geführt ist, an das untere
Ende dieses Schlitzes und drückt den Lenker g herab. Dieser vermag sich abwärts
zu bewegen, obgleich der Arm 8 der Welle 7 in Ruhe verbleibt, weil er diesem ge&enüber
durch einen Schlitz 98 (Fig. i) den erforderlichen Spielraum erhält. Durch
Streckung des Kniegelenks wird also nicht nur die Nase 5 gesenkt, sondern auch die
am Lenker g angreifende Feder io gespannt, so daß sie die Kraft der Feder
97 überwindet und den Lenker 3 herabzieht. Sobald dies geschehen ist, stößt
das Ende ig des Tastenhebels gegen den Lenker 3 und verschiebt diesen nach rechts,
so daß die Saldierräder 48 ausgerückt werden, während die Maschine noch stillsteht.
Gleichzeitig wird der Lenker 76 in die Summierstellung herabgezogen und seine Aussparung
87 mit Odem Zapfen 89 in Eingriff gebracht. Wie Fig. 2 zeigt, trifft nämlich
der Arm 16 der Taste i i auf den Zapfen 103 des Winkelhebels rot, roi, der
lose auf der Welle 7 gelagert ist und nunmehr in Uhrzeigerrichtung geschwenkt wird.
Sein waagerechter Arm ioi geht daher herab und zieht durch Vermittlung der Stange
ioo und der .Feder 107 den Lenker 76 in Summierstellung.
-
Nunmehr wird die Maschine in Gang gesetzt und führt ein Arbeitsspiel
aus, bei welchem das Addierwerk 71 unter Abdruck der in ihm stehenden Zinsstaffelsumme
gelöscht wird, während das Addierwerk 48 ausgerückt bleibt. Bei Beendigung dieses
Arbeitsspiels wird die Klinke 12 ausgelöst, so daß der Arm 16 der Taste i i in seine
Ausgangslage zurückkehrt, wobei ihm der Arm io2 unter Wirkung der Feder io6 folgt
und den Lenker 76 wieder in seine mittlere Nichtaddierstellung zurückführt. Gleichzeitig
geht auch die Nase io5 wieder hoch.
-
In Fig. 5 und 6 ist eine Einrichtung dargestellt, welche gestattet,
durch Handbetätigung oder automatisch ohne Verwendung der eingangs erwähnten, nur
mit einer Datumslochung versehenen Karten einen Saldo zu wiederholen, wie es z.
B. in der dritten und vierten Zeile der Tabelle geschehen-ist, wenn an einem Tage
keine Kontenbewegung stattgefunden hat.
-
Mit 25 ist ein Teil der bekannten Gruppenkontrollvorrichtung an den
mit Lochkarten arbeitenden Buchungsmaschinen (vgl. Patentschrift 512 755) bezeichnet,
dem aber neue Schaltorgane zugeordnet sind. Da diese Vorrichtung an sich nichts
Neues bietet, erübrigt sich eine nähere Beschreibung.- Nachstehend soll nur kurz
ihre Wirkungsweise erläutert werden Von einem Walzenpaar 5o wird aus einem hier
nicht gezeichneten Kartenbehälter jeweils eine Lochkarte 51 zwischen Abfühlplatten
52, 53 gebracht. Durch die Abfühlplatten, stoßen bei jedem Tabellierarbeitsspiel
Fühlstifte 54. - Von diesen Stiften 54 tritt nur derjenige durch die Karte, der
in dem Datumsfeld der Karte ein- Loch findet. Dieser Stift 54 drückt einen zugehörigen
Schaltstift 44 herunter. Dabei drückt der Schaltstift 44 mit einer geneigten Schulter
55 auf den in einen Schieber 28 eingenieteten zugehörigen Stift 56, wodurch der
Schieber 28 zur Seite gedrückt wird. Neben jeder Reihe von Schaltstiften 44 sind
zwei Schieber 28 und 28' in ihrer Längsrichtung unabhängig verschiebbar geführt.
Sie greifen mit Schlitzen 128 über die beiden Enden eines Zapfens, der im
oberen
Arm des Hebels 29 befestigt ist. Der eine kürzere Schieber 28 trägt die Stifte 56,
während der andere Schieber 28 nach rechts verlängert ist, so daß er sich an einen
Winkelhebe141 zu legen vermag. Auch trägt der Schieber 28' an seinem rechten Ende
einen aufrechten Arm, der in die Bahn einer Stange 26 ragt. Wenn der Schieber 28
durch einen herabgehenden Schaltstift 44 nach links zur Seite gedrückt wird, so
schwenkt er den Hebel -99 im Gegenuhrzeigersinn aus. Er kehrt dann unter
dem Einfluß einer an ihm angreifenden Feder 228 nach rechts zurück und verriegelt
den herabgedrückten Stift 44 in seiner unteren Lage. Der Hebe129 bringt bei seiner
Schwingung über einen Kupplungshebel 30 eine Kupplung 31 zur Auslösung, wodurch
die Summenwelle 7 in Schwingung versetzt wird. Die Kupplung 31 entspricht derKupplung6o,65
der Patentschrift 512 755. Von dem Rollenpaar 57 wird dann die abgefühlte Lochkarte
51 weitertransportiert. Hat die nachfolgende Karte an gleicher Stelle ein Loch wie
die vorhergehende, so tritt keine neue Verschiebung der Schaltstifte 44 ein. Erst
wenn in der nachfolgenden Karte ein Loch an anderer Stelle vorhanden ist, wird ein
anderer Stift 44 herabgedrückt. Der Schieber 28 wird hierdurch erneut zur Seite
gedrückt. Der vorher eingestellte Schaltstift 44 geht dabei in die Ruhelage zurück,
und die Kupplung 31 zur Summenbildung wird erneut ausgelöst.
-
Soll ein Saldo statt durch Steuerkarten, die, wie eingangs beschrieben,
nur mit dem Datum gelocht sind, durch Handbetätigung zum Abdruck aus dem Zählwerk
48 und zur Aufnahme in das Zinsstaffeladdierwerk 71 gebracht werden, so wird die
Maschine stillgesetzt und ein an der Stange 26 befestigter Knopf 27 hereingedrückt.
Die Stange 26 verschiebt dann den Schieber 28', wodurch die Kupplung 31 zur Auslösung
gelangt und beim Ingangsetzen der Maschine das Arbeitsspiel zum Druck der Zwischensumme
herbeiführt, ohne daß hierbei auch der Schieber 28 verschoben würde.
-
Die selbsttätige Wiederholung des Zwischensumme ohne Datumkarten und
ohne Handbetätigung kann durch folgende Einrichtung herbeigeführt werden, ohne daß
es hierzu einer Stillsetzung der Maschine bedarf.
-
Der Gruppenkontrollvorrichtung werden zwei waagerecht verschiebbare
Zahnstangen zugeordnet, eine sogenannte Valutenzahnstange 32 mit dreißig Zähnen
32a sowie eine Tageszahnstange 33 mit dreißig Zähnen 33a (den Monatstagen entsprechend).
Oberhalb der Valutenzahnstange 32 ist eine mit einer Schaltklinke 43 versehene Stoßstange
:.2 geführt, die mit Nasen 42a, 42b und 42- sowie 42d ausgerüstet ist, die auf die
Schaltstifte 44 auftreffen können. Die Nase 42a gilt für den i. bis 9., die Nase
42b für den io. bis i9., die Nase 42c für den 2o. bis 29. und die Nase 4-2d für
den 30. eines jeden Monats. Der Antrieb der Tageszahnstange 33 erfolgt schrittweise
durch ein Schaltwerk, das gebildet wird von einer übereinstimmend mit der Kupplung
31 angetriebenen Nockeenscheibe 6o, einem Hebel 61 mit der Nockenrolle 62 sowie
einer Schaltklinke 64. Der Hebel 61 wird von einer Feder 63 gegen die Nockenscheibe
gezogen. Eine Sperrklinke 65 hält die Tageszahnstange 33 in der jeweils eingestellten
Lage. Dem Durchgang jeder aus Karten gleichen Datums bestehenden Kartengruppe durch
die Tabelliermaschine entspricht nur ein Vorwärtsschritt der Tageszahnstange 33,
sofern die Daten numerisch lückenlos aufeinanderfolgen. Durch einen Schieber 66
mittels des Anschlages 67 an der Zahnstange 33 wird diese nach Beendigung ihrer
Arbeit in die Anfangslage zurückgebracht, wobei die Klinken 64 und 65 irgendwie
ausgerückt werden. Auf gleiche, hier nicht dargestellte Weise werden auch die Valutenzahnstangen
32 und die Stoßstange 42 zurückgebracht. Die Valutenzahnstange 32 hat einen Anschlag
35, der von einem in der Tageszahnstange 33 eingenieteten Stift 34 mitgenommen werden
kann. Die Stoßstange 42 wird durch einen Reibungsantrieb, der im wesentlichen gebildet
wird von einer in Uhrzeigerrichtung dauernd laufenden Reibscheibe 58, vorgeschoben.
Diese hat eine Umfangsgeschwindigkeit, die größer als die Vorschubgeschwindigkeit
der Tageszahnstange 33 ist. Die Tageszahnstange 33 nimmt bei dem Schritt, in welchem
ihr Stift 34 auf den Anschlag 35 der Valutenzahnstange 32 trifft, letztere um einen
halben Schritt mit. Dadurch wird erreicht, daß eine Zahnlücke der Valutenzahnstange
32 mit einem senkrecht geführten Abfühlzahn 36 in eine senkrechte Ebene kommt, während
sonst ein Zahn der Valutenzahnstange mit seinem Kopf unter dem Abfühlzahn 36 liegt.
-
Von einer Nockenscheibe 37 wird durch einen Doppelhebel 38 die Abfühlstange
39, an der der Abfühlzahn 36 sitzt, abwechselnd gehoben und gesenkt. Die Abwärtsbewegung
der Abfühlstange ist verschieden groß, je nachdem ein Zahn oder eine Zahnlücke der
Valutenzahnstange unter dein Abfühlzahn 36 liegt. In letzterem Falle geht sie so
weit abwärts, daß ein an der Stange 39 sitzender Haken 4o den Winkelhebel 41, den
eine Feder an die bei jedem Arbeitsspiel der Maschiile einmal umlaufende Nockenscheibe
37 zu ziehen sucht, entgegen der Wirkung der Feder festhält. Der Winkelhebel 41
drückt, wenn
die Nockenscheibe 37 ihn freigibt und %venn er dem
Zuge der Feder folgen kann, den Schieber 28' nach links in die Lage, in der die
Kupplung 31 durch den Arm 30 zur Wirkung gebracht wird, um die Summenwelle
7 in Schwingung zu versetzen.
-
Wurde aber der Anschlag 35 nicht von dem Stift 3¢ erfaßt, weil die
Stange 33 der Stange 32 noch nicht vollständig gefolgt war, so trifft beim Niedergehen
der Abfühlstange 39 der Abfühlzahn 36 auf den Kopf eines Zahnes der Stange 32. Das
Maß der Abwärtsbewegung der Abfühlstange reicht also nicht aus, daß der Haken ¢o
den Winkelhebel 41 erfaßt und festhält. Dieser kann also den Schieber 28' nach wie
vor verschieben, was einen weiteren Summenzug zur Folge hat. Das Voreilen der Valutenzahnstange
32 um mehr als einen Zahn erfolgt stets dann, wenn zwischen den Datumsangaben zweier
Karten eine Lücke besteht, weil an den fehlenden Daten keine Kontenbewegung stattgefunden
hat. Findet z. B. an jedem Datum eine Kontenbewegung statt, dann gehen die Schaltstifte
¢4 der Reihe nach herunter und gestatten jedesmal der Stoßstange ¢2 einen
Schritt. Einen genau gleichen Schritt machen dann die Zahnstangen 32 und 33. Wenn
nun an einem Tag keine Kontenbewegung stattgefunden hat, so führen nach Verarbeitung
aller Karten des letzten Datums die Stangen 42 und 32 mehr als einen Schritt aus.
-
Eine fehlerhafte Steuerung könnte sich ergeben, wenn beispielsweise
auf die Kartengruppe mit der Datumslochung vom ersten des Monats unmittelbar eine
Kartengruppe vom z2. oder 22. des Monats folgt, weil dann der Schieber 42 nur einen
Schritt ausführen könnte und darum die notwendige Wiederholung der Summenübertragung
verhindern würde. Um diesen Fehler zu vermeiden, kann man die Anordnung so treffen,
daß der Nr.-r-Stift ¢q. der Zehnerreihe die Nase 42" durch Ausrücken unwirksam macht,
und daß der Nr.-2-Stift ¢q. der Zehnerreihe beide Nasen 42a und 42b unwirksam macht,
während der Nr.-3-Stift der Zehnerreihe alle drei Nasen ¢2a, 42b und 42c ausrückt.