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Tabelliermaschine, besonders für Lohnverrechnung. Den Gegenstand vorliegender
Erfindung bildet eine Tabelliermaschine, die insbesondere für Lohnverrechnung bestimmt
ist. Eine derartige Maschine muß folgende Funktionen ausführen Jeder der auf der
Lohnliste verzeichneten Arbeiter erhält einen bestimmten Wochenlohn, zu welchem
Zuschläge, Überstunden usw. hinzukommen; von dieser Summe sind die Beiträge für
Steuern, Krankenkassen usw. in Abzug zu bringen, so daß schließlich eine gewisse
Summe sich ergibt. Alle diese Einzelbeträge bzw. Summen müssen in der Maschine ersichtlich
sein, und die zur Auszahlung erforderliche Summe muß neben dem Wochenlohn in der
Lohnliste ersichtlich gemacht werden. Schließlich ist die Summealler dieser Teilsummen
für sämtliche Arbeiter zu bilden, so daß der zur Auszahlung erforderliche Gesamtbetrag
mit sämtlichen Teilbeträgen, aus welchen er sich zusammensetzt, ersichtlich ist.
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Der Erfindung liegt nun der Gedanke zugrunde, durch einen entsprechenden
Zusammenbau von Additions- bzw. Subtraktionswerken und selbsttätigen Typendruckvorrichtungeneine
Maschine zu schaffen, deren Organe auf elektrischem Wege durch Vermittlung von die
verschiedenen Einzelbeträge versinnbildlichenden Lochkarten eingestellt werden.
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In der Zeichnung ist eine Maschine gemäß vorliegender Erfindung in
einer als Beispiel dienenden Ausführungsform in Abb. z in Draufsicht, in Abb. 2
im Querschnitt veranschaulicht. Abb. 3 bis 6 zeigen Einzelheiten.
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Abb. 7 zeigt eine Lochkarte.
Wie bereits ausgeführt,
erfolgt die Einstellung der Maschine auf elektrischem Weg. Den jeweiligen Kontaktschluß
ermöglichen Lochkarten, auf welchen die Einzelbeträge, aus denen sich die Lohnsumme
des betreffenden Arbeiters zusammensetzt, durch entsprechende Lochungen dargestellt
sind. Diese Lochkarten sind bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel in zehn Kolonnen
unterteilt, von denen jede einzelne zehn senkrechte Reihen aufweist. Jede dieser
Reihen entspricht einem gewissen Stellenwert. Wenn also der betreffende Arbeiter
z. B. einen Grundlohn von 936 Kronen hat, so wird die dem Hunderter-Stellenwert
entsprechendeReiheneun Löcher, die dem Zehner-Stellenwert entsprechende fünf Löcher
und die dem Einer-Stellenwert entsprechende sechs Löcher untereinander aufweisen.
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Die nächste Kolonne enthält beispielsweise die Zuschläge, die in der
gleichen Art durch Löcher dargestellt sind, die dritte Kolonne die abzuziehenden
Steuerbeträge usw. Vor jeder Kolonne befindet sich eine Rubrik, in welcher durch
entsprechende Löcher angegeben ist, ob es sich um Addition oder Subtraktion handelt,
und zwar entspricht beispielsweise der Addition ein Loch in der ersten Spalte, während
bei der Subtraktion ein Loch in der zweiten Spalte in Betracht kommt (Abb.7).
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Die für jeden Arbeiter derart vorbereitete Lohnkarte wird auf einen
Schaltschlitten i gelegt, über welchem in der Anzahl der vorkommenden Reihen jeder
Kolonne einschließlich der die Addition oder Subtraktion einstellenden Rubrik Fühler,-,
hin und her bewegt werden.
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Der Schlitten i sowohl wie auch die Fühler sind in den Stromkreis
eingeschaltet.
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Der Schlitten i ist nach Art des Wagens einer Schreibmaschine verschiebbar
gelagert undvird selbsttätig zu den jeweils gegebenen Zeitpunkten immer um eine
Kolonnenbreite weitergeschaltet, so daß sich die Fühler immer oberhalb der Reihen
einer Kolonne befinden.
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Die Bewegung der Fühler 2 quer zum Schlitten und zur Lochkarte erfolgt
beidem veranschaulichten Ausführungsbeispiel durch eine Kulisse 3 (Abb. 2), in welche
der Kurbelzapfen q. der Antriebskurbel eingreift. Die in entsprechenden Führungen
gleitende Kulisse 3 wird somit ständig auf und ab bewegt. An dem aufwärts gerichteten
Arm der Kulisse 3 ist eine Welle 5 drehbar gelagert, an welcher die Enden der Fühler
2 festgelegt sind.
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Die Welle 5 ist unter .die Wirkung einer Torsionsfeder gestellt, welche
die freien, zweckmäßig mit Kontaktrollen versehenen Fühlerenden ständig gegen die
Unterlage zu drücken, sucht. Oberhalb des Schaltschlittens i ist eine Führungsschiene
6 vorgesehen, durch welche die Fühler 2 derart gesteuert werden, däß sie in einer
Bewegungsrichtung (in vorliegendemFalle von links nach rechts, Abb. 2) an der Unterseite
der Schiene 6 gleiten, während sie bei Bewegung in der entgegengesetzten Richtung
auf die Oberseite der Schiene gelangen und somit von der Unterlage abgehoben sind.
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Beim Gleiten der Fühler über die Lochkarte wird, sooft einer der Fühler
auf ein Loch trifft, der Kontakt geschlossen, wodurch das hinter dem Schaltschlitten
z angeordnete Zählwerk I für die Einzelbeträge und das Zählwerk II für die Endsumme
fortgeschaltet wird.
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Das Zählwerk I weist so viele Einzelzählwerke auf, als Kartenkolonnen
in Betracht kommen. Jedes Einzelzählwerk hat hierbei wieder die den Reihen der Kolonnen
entsprechende Anzahl von Stellen.
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Durch die Bewegung des Schlittens i wird jeweils der Kontakt durch
Vermittlung der Kontaktschienen 7 bzw. 8 geschlossen und mithin der Reihe nach ein
Einzelzählwerk nach dem anderen in den Stromkreis des Schaltschlittens i eingeschaltet.
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Der Schaltschlitten i springt jeweils nach Art eines Tabulators bei
Schreibmaschinen um je eine Kolonnenbreite weiter, welche Bewegung bei jedesmaliger
Endstellung der Fühler 2 dadurch ausgelöst wird, daß ein Anschlag g gegen das eine
Ende eines Arretierhebels io stößt, diesen entgegen der Wirkung einer Feder verschwenkt
und derart den Schlitten freigibt.
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In vorliegendem Falle ist der Schlitten i mit dem Papierwagen ii für
die Lohnliste, auf welcher schließlich die Einzelbeträge bzw. die errechneten- Endsummen-zum
Abdruck gebracht werden, durch ein entsprechendes Getriebe zwangläufig gekuppelt,
so daß der Wagen ii genau die Verschiebungen des Schlittens i mitmacht.
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Die Welle i2 des Übertragungsgetriebes ist in vorliegendem Falle unter
die Wirkung einer Feder gestellt, deren Gehäuse 13 in der Zeichnung (Abb. 2) veranschaulicht
ist.
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Durch die Wirkung dieser Feder wird der Schlitten i und somit auch
der Wagen-ii vorgeschaltet, sobald der Arretierhebel io ausgelöst wird, welcher
diese beiden Teile sofort wieder feststellt, sobald die Verschiebung um die Kolonnenbreite
erfolgt ist: Angenommen, die erste Kolonne der Lochkarte, in welcher beispielsweise
der Wochenlohn des betreffenden Arbeiters. durch entsprechende Lochung festgelegt
ist, befindet sich unter den Fühlern 2., welche durch den Antrieb der Maschine über
die Lochkarte streichen. Mit dem Schlitten i ist in diesem Falle das erste Einzelzählwerk
dez Zählwerkes I elektrisch gekuppelt.
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Sooft durch Auftreffen eines der Fühler 2 auf ein Loch -der Kontakt
hergestellt wird, erfolgt ein Weiterschalten des entsprechenden Zahlenrades 1q.
um eine Stelle. Zu diesem Behufe ist
an jedem Zahlenrad ein Schaltrad
i5 vorgesehen, in welches eine durch einen Elektromagneten 17 angetriebene Schaltklinke
16 eingreift. Diese Schaltklinke besteht aus einem Kniehebel, der sich mit seinem
Gelenk an einer Führungsschiene 18 abstützt, die an einem in dem Tragrahmen angeordneten
Gleitstück vorgesehen ist.
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Sobald der Elektromagnet 17 unter Strom gesetzt wird, zieht er seinen
Anker entgegen der Wirkung der ihn beeinflussenden Feder an und schiebt die Schaltklinke
16 so weit vor, daß das Schaltrad 15 um einen Zahn weitergeschaltet wird.
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Mithin stellt sich also in den Schaulöchern des ersten Einzelzählers
des Zählwerks I die in der ersten Kolonne abgetastete Ziffer ein.
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Gleichzeitig mit dem dieses Zählwerk beeinflussenden Stromkreise hat
der Schlitten i aber auch weitere Stromkreise geschlossen, von denen der eine das
Endsummenzählwerk II, ein zweiter eine Typeneinstellvorrichtung für die Einzelsummen
und ein dritter eine Typeneinstellvorrichtung für die Endsumme betätigt. Die in
der ersten Kolonne enthaltene Ziffer ist also nicht nur in den Schaulöchern des
ersten Zählwerkes I erschienen, sondern auch in den Schaulöchern des Endsummenzählwerkes
II und auf den Typen der Typendruckvorrichtungen III und IV.
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Jede dieser Typendruckvorrichtungen besteht aus einer Anzahl von Ziffernrädern,
deren Drehung auf Typenrollen übertragen wird. Die Schaltung der Ziffernräder erfolgt
wieder durch Elektromagnete, welche bei jedesmaligem Kontaktschluß erregt werden
und genau in der gleichen Weise, wie bei dem 'Zählwerk I beschrieben, die Ziffernräder
ig um je einen Zahn weiterschalten. Die Typendruckvorrichtung III stellt lediglich
eine Registrierung der in der jeweiligen Kolonne der Lochkarte festgelegten Zahl
dar. Bei dieser Vorrichtung kommt also eine Zehnerübertragung nicht in Betracht.
Da es sich hier auch immer nur um die Registrierung einer Zahl handelt, so ist es
auch ganz gleichgültig, ob diese Zahl zur Bildung der Endsumme zu addieren oder
abzuziehen ist. Es braucht also diesbezüglich auch keinerlei Einrichtung getroffen
zu sein, welche die Ziffernrollen einmal in der einen und einmal in der anderen
Richtung dreht.
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Anders liegen die Verhältnisse bei der Typendruckvorrichtung IV. Hier
wird die Endsumme registriert und schließlich zum Abdrucke gebracht. Die die Typenräder
dieser Vorrichtung drehenden Ziffernräder müssen daher sowohl mit einer Zehnerschaltung
-versehen als auch, je nachdem es sich um Addition oder Subtraktion handelt, in
der einen oder anderen Richtung drehbar sein.
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Der in Abb.2 veranschaulichte Schnitt ist durch die Typendruckvorrichtung
IV geführt, zeigt also den komplizierteren Mechanismus. Die Schaltung der Ziffernräder
ig erfolgt durch ein Schaltrad 2o, in welches eine von einem Kniehebel gebildete
Schaltklinke 21 eingreift. Diese Schaltklinke findet ihr Widerlager an einem Führungsstück
22, das bei der Aufundäbbewegung der Klinke ein Einknicken derselben verhindert,
so daß das Schaltrad 2o um je einen Zahn weitergeschaltet wird.
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Die Schaltung erfolgt genau in der gleichen Weise, wie oben bei demZählwerkI
beschrieben. Durch den Kontaktschluß wird ein Elektromagnet 23 unter Strom gesetzt,
welcher die Klinke 21 anhebt und hierdurch die Schaltung bewirkt. Bei vorkommender
Zehnerschaltung erfolgt unabhängig von der Magnetschaltung eine Bewegung der Klinke
auf folgende Weise Das Widerlager 22 ist an einem im Tragrahmen 2q verschiebbaren
Teil gelagert, welcher einen Anschlag 25 trägt, auf welchen ein Fortsatz des Zahlenrades
des nächstniedrigeren Stellenwertes bzw. eines von diesem angetriebenen Zwischenrades
beim Übergang von auf o einwirkt und derart das Gleitstück samt dem Widerlager 22
verschiebt. Hierdurch -wird der Kniehebel gestreckt, und zwar so stark, daß das
Schaltrad 2o um einen Zahn weitergeschaltet wird.
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Eine analoge Konstruktion zeigt das Zählwerk I. Hier ist der Anschlag
25 von einem Drehhebel gebildet, der in das mit dem Führungsstück 18 verbundene
Gleitstück eingreift und im gegebenen Zeitpunkt eine Verschiebung des Führungsstückes
bewirkt.
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Wie bereits erwähnt, muß das Zählwerk 1I sowie die Typendruckvorrichtung
IV sowohl addieren wie subtrahieren. Zu diesem Behufe ist eine entgegengesetzt wirkende
Schaltklinke26 vorgesehen, welche in ein Schaltrad mit entgegengesetzter Zahnung
eingreift. Diese ebenfalls aus einem Kniehebel gebildete Schaltklinke 26 ist gegenüber
der Schaltklinke 21 angeordnet und wird durch eine Feder 27 beeinflußt, welche die
beiden Schaltklinken auseinanderzudrücken sucht. Der Drehpunkt der beiden Schaltklinken
ist in einem Rohr 28 gelagert, das mit dem Anker des Elektromagneten 23 fest verbunden
ist.
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In das Rohr 28 greifen beiderseits mit dem Tragrahmen 24 verbundene
Fortsätze 29 'ein, deren keilförmig abgeschrägte Enden je nach der relativen Lage
der Fortsätze im .Rohr 28 ein Widerlager für den einen oder anderen Schalthebel
(21 bzw. 26) bilden. Der ganze Rahmen 24 ist verschiebbar in dem Gehäuse gelagert,
so daß, je nachdem ob sich der Rahmen in der einen oder der anderen Endstellung
befindet, die eine oder die andere Schaltklinke durch einen der Fortsätze 29 unterstützt
und derart in Eingriff mit dem zugehörigen Schaltrad 2o gehalten ist.
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Die Verschiebung und Feststellung des Rahmens 24 in der einen oder
anderen Endstellung
erfolgt durch Elektromagnete 30 und
31, welche durch den die Addition bzw. Subtraktion einstellenden Fühler 2
unter Strom gesetzt werden: Je nach der Einstellung des Rahmens 24 wird somit die
durch den Magneten 23 betätigte Schaltklinke 21 oder 26 auf das zugehörige Schaltrad
einwirken und wird daher, je nachdem ob es sich um Addition oder Subtraktion handelt,
das Ziffernrad =g in dem einen oder dem anderen Drehungssinne fortgeschaltet.
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Die Drehbewegungen der Ziffernräder =g werden durch Zwischenräder
322, 33 auf Typendruckräder 34 übertragen.
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Der Aufbau des ganzen Mechanismus bedingt, daß die Anordnung der einzelnen
Ziffernräder und somit auch der Zwischenräder in einem gewissen Abstand voneinander
erfolgen muß. Würden daher die Zwischenräder 32 unmittelbar die Typenrollen bilden
bzw. unmittelbar mit. diesen verbünden sein, so würden beim Abdruck auf das Papier
die einzelnen Ziffern verhältnismäßig weit voneinander abstehen, was das Ablesen
der Zahl sehr erschweren würde.
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Diesem Übelstande wird dadurch abgeholfen, daß die Übertragungsräder
32 auf ineinandergeschobenen Rohren sitzen, auf deren anderem Ende die Typenräder
34 angeordnet sind (Abb. 3). Hierdurch ist es möglich, die Übertragungsräder in
der jeweils erforderlichen gegenseitigen Entfernung voneinander anzuordnen, während
die Typenräder knapp nebeneinandersitzen . können.
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Der Abdruck der auf den Typenrädern eingestellten Zahl erfolgt durch
Aufschlagen der Typenräder gegen den Papierwagen =i, vor welchem sich in beiSchreibmaschinen
gebräuchlicher Art ein Farbband befindet.
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Das Abdrucken der eingestellten bzw. errechneten Zahlen erfolgt selbsttätig.
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Zu diesem Behufe ist eine Schiene 35 verschiebbar gelagert, deren
beide rechtwinklig abgebogenen Enden zu Kulissen ausgebildet sind.
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Die Bewegung. dieser Schiene erfolgt vom Hauptantrieb 4 aus, welcher
zum gegebenen Zeitpunkt, also nach Abtasten jeder Kolonne bzw. nach gänzlichem Ablaufen
der Lochkarte, mit einem in die Kulisse eingreifenden Antrieb 36 elektrisch gekuppelt
wird. Hierdurch wird die Schiene 35 rückwärts verschoben.
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Die linke Kulisse der Schiene 35 ist mit einem Doppelhebel 37 gekuppelt,
dessen anderes Ende an einem die Übertragungsräder 32 und 33 sowie die Typenräder
34 tragenden Rahmen 38 angelenkt ist. Infolge der durch die Verschiebung der Schiene
35 hervorgerufenen Drehung des Hebels 37 wird der Rahmen 38 so weit verschwenkt,_
daß die Typenräder auf die Papierwalze =i aufschlagen und die eingestellte Zahl
zum Abdruck auf dem Papier bringen.
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Nach Abtasten einer einzelnen Kolonne wird nur das Typendruckwerk
III betätigt, während nach gänzlichem Durchlaufen der Lochkarte das ".die Gesamtsumme
ergebende Typendruckwerk IV zum Abdruck gebracht wird.
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Um ein Ausschwenken des die Zwischenräder 32, 33 bzw. die Typenräder
34 tragenden Rahmens 38 auch dann zu ermöglichen, wenn der die Zehnerschaltung bewirkende
Anschlag des Zwischenrades 32 sich in dem Bereich des Anschlages 25 befindet, müssen
diese Anschläge so weit voneinander entfernt werden, daß sie ohne gegenseitige Behinderung
aneinander vorbeigehen können. Zu diesem Behufe ist in den Tragrahmen 24 ein in
der Längsrichtung verschiebbarer Rahmen 39 eingesetzt, an welchem die Anschläge
25 befestigt sind. Dieser Rahmen 39 wird durch die Wirkung eines Elektromagneten
40, kurz bevor das Ausschwenken der Typenhubvorrichtung erfolgen soll, unter Strom
gesetzt und verschiebt den Rahmen 3g so weit, daß die Anschläge 25 aus dem Bereich
der an den Zwischenrädern 32 vorgesehenen Anschläge gebracht werden (Abb. 6).
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Die Typenrollen der Druckwerke III und IV sowie die dieselben beeinflussenden
Räder müssen nach jedem Abdruck wieder in die Nullstellung zurückgebracht werden.
Diesem Zwecke dient ein Zahnrad 41, welches lose drehbar auf der Welle der Übertragungsräder
32 gelagert ist und mit einem Sperrad in Verbindung steht, das immer nur bei Verdrehung
des Zahnrades 41 in der einen Drehungsrichtung dieses mit der Welle kuppelt. Mit
diesem Zahnrad wirkt ein in dem Maschinengestell fest gelagertes Zahnsegment 42
zusammen. Beim Ausschwenken des Rahmens 38 behufs Abdruckens der eingestellten Typen
läuft das Zahnrad 4= lose auf dem Segment ab. Beim Rückschwenken des Rahmens 38
in die Anfangslage wird aber das Zahnrad 41 mit der Welle gekuppelt und in entgegengesetzter
Drehungsrichtung bewegt, wodurch es auch eine Drehung der Zwischenräder 32 bewirkt
und somit die Typenräder 34 wieder in die Nullage bringt.
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In Abb.3 ist diese Einzelheit inVorderansicht veranschaulicht. Die
das Sperrad kuppelnde Klinke 43 sitzt auf dem einen Teil einer einseitig wirkenden
Kupplung 44, die jeweils die Verbindung mit den in verschiedener gegenseitiger Lage
zueinander stehenden Typenrädern herstellt und derart die Nullstellung bewirkt.
Aus dieser Abbildung ist auch die Ein-Wirkung der Zehnerschaltung auf den jeweils
nächsthöheren Stellenwert zu ersehen.
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Die Abb. 4 und 5 zeigen die Art, wie die nebeneinandersitzenden Zwischenräder
32 miteinander gekuppelt sind, so daß bei Rückführung derselben in die Nullage tatsächlich
jedes Rad immer nur so weit mitgenommen wird, bis es sich in der der Nullstellung
der Typenräder entsprechenden Lage befindet.
Wie eingangs ausgeführt,
weisen nach dem Abtasten der ersten Kolonne der ersten Lochkarte das erste Einzelzählwerk
des Zählwerkes I, das Zählwerk II und beide Typendruckvorrichtungen III und IV die
betreffende Zahl auf, welche durch die Typendruckvorrichtung III auf der Lohnliste
zum Abdruck gebracht wird.
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Die Lochkarte wird nunmehr um ein Kolonne vorgeschaltet, wodurch sich
auch der Papierwagen ii um das entsprechende Stück verschiebt. Es erfolgt das Abtasten
der zweiten Kolonne. In dem dieser Kolonne entsprechenden zweiten Einzelzählwerk
des Zählwerkes I erscheint nunmehr die Zahl der zweiten Kolonne, ebenso in der Typendruckvorrichtung
III. Im Zählwerk II bildet sich die Summe bzw. Differenz, je nachdem der Betrag
der zweiten Kolonne zuzuzählen oder abzuziehen ist. Dasselbe Resultat zeigt die
Typendruckvorrichtung IV.
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Dieser Vorgang spielt sich fortlaufend weiter ab, bis die letzte Kolonne
der Lochkarte abgetastet ist.
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Nunmehr gelangt die erhaltene Endsumme durch die Typendruckvorrichtung
IV zum Abdruck, so daß in der Lohnliste neben den Namen des betreffenden Arbeiters
alle Einzelsummen und schließlich der aus denselben resultierende Auszahlungsbetrag
abgedruckt sind.
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Nunmehr wird eine zweite Lohnkarte aufgelegt und die Papierwalze auf
den nächsten Namen geschaltet.
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Die in der ersten Kolonne abgetastete Zahl wird in dem ersten Einzelzählwerk
des Zählwerkes I zu der bereits dort ausgewiesenen Zahl zugezählt. Im Zählwerk II
erfolgt ein Zuzählen zu der dort bereits ausgewiesenen Gesamtsumme. In der Typendruckvorrichtung
III erscheint die Zahl der ersten Kolonne der zweiten Lochkarte, ebenso im Typendruckwerk
IV.
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Die Zahl der zweiten Kolonne der Lochkarte wird zu dem in dem zweiten
Einzelzählwerk des Zählwerkes I befindlichen Betrag hinzugezählt, im Endsummenzählwerk
II je nach Bedarf zur jeweiligen Endsumme zugezählt oder abgezogen.
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In der Typendruckvorrichtung III erscheint die Zahl der zweiten Kolonne.
In der Typendruckvorrichtung IV wird die Summe oder Differenz der ersten und zweiten
Kolonne der zweiten Lochkarte gebildet, und so fort, bis wieder diese Typendruckvorrichtung
zum Abdruck gebracht wird.
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Die Einzelzählwerke des Zählwerkes I weisen somit immer die Summen
der ersten, zweiten dritten usw. Kolonnen sämtlicher Karten auf, das Zählwerk II
weist die jeweils auszuzahlende Gesamtsumme, also die Summe aller Kolonnen sämtlicher
Karten auf, die gleich der Summe der von der Typendruckvorrichtung IV gebildeten
und nacheinander zum Abdruck gebrachten Einzelauszahlsummen ist.
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Im Falle eines Übertrages können also jeweils lie SchluBsummen abgelesen
und auf der betreffenden Seite der Lohnliste vermerkt werden, ebenso auch nach Abschluß
der Lohnliste.