DE446576C - Tabelliermaschine, besonders fuer Lohnverrechnung - Google Patents

Tabelliermaschine, besonders fuer Lohnverrechnung

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DE446576C DET30565D DET0030565D DE446576C DE 446576 C DE446576 C DE 446576C DE T30565 D DET30565 D DE T30565D DE T0030565 D DET0030565 D DE T0030565D DE 446576 C DE446576 C DE 446576C
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Description

  • Tabelliermaschine, besonders für Lohnverrechnung. Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Tabelliermaschine, die insbesondere für Lohnverrechnung bestimmt ist. Eine derartige Maschine muß folgende Funktionen ausführen Jeder der auf der Lohnliste verzeichneten Arbeiter erhält einen bestimmten Wochenlohn, zu welchem Zuschläge, Überstunden usw. hinzukommen; von dieser Summe sind die Beiträge für Steuern, Krankenkassen usw. in Abzug zu bringen, so daß schließlich eine gewisse Summe sich ergibt. Alle diese Einzelbeträge bzw. Summen müssen in der Maschine ersichtlich sein, und die zur Auszahlung erforderliche Summe muß neben dem Wochenlohn in der Lohnliste ersichtlich gemacht werden. Schließlich ist die Summealler dieser Teilsummen für sämtliche Arbeiter zu bilden, so daß der zur Auszahlung erforderliche Gesamtbetrag mit sämtlichen Teilbeträgen, aus welchen er sich zusammensetzt, ersichtlich ist.
  • Der Erfindung liegt nun der Gedanke zugrunde, durch einen entsprechenden Zusammenbau von Additions- bzw. Subtraktionswerken und selbsttätigen Typendruckvorrichtungeneine Maschine zu schaffen, deren Organe auf elektrischem Wege durch Vermittlung von die verschiedenen Einzelbeträge versinnbildlichenden Lochkarten eingestellt werden.
  • In der Zeichnung ist eine Maschine gemäß vorliegender Erfindung in einer als Beispiel dienenden Ausführungsform in Abb. z in Draufsicht, in Abb. 2 im Querschnitt veranschaulicht. Abb. 3 bis 6 zeigen Einzelheiten.
  • Abb. 7 zeigt eine Lochkarte. Wie bereits ausgeführt, erfolgt die Einstellung der Maschine auf elektrischem Weg. Den jeweiligen Kontaktschluß ermöglichen Lochkarten, auf welchen die Einzelbeträge, aus denen sich die Lohnsumme des betreffenden Arbeiters zusammensetzt, durch entsprechende Lochungen dargestellt sind. Diese Lochkarten sind bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel in zehn Kolonnen unterteilt, von denen jede einzelne zehn senkrechte Reihen aufweist. Jede dieser Reihen entspricht einem gewissen Stellenwert. Wenn also der betreffende Arbeiter z. B. einen Grundlohn von 936 Kronen hat, so wird die dem Hunderter-Stellenwert entsprechendeReiheneun Löcher, die dem Zehner-Stellenwert entsprechende fünf Löcher und die dem Einer-Stellenwert entsprechende sechs Löcher untereinander aufweisen.
  • Die nächste Kolonne enthält beispielsweise die Zuschläge, die in der gleichen Art durch Löcher dargestellt sind, die dritte Kolonne die abzuziehenden Steuerbeträge usw. Vor jeder Kolonne befindet sich eine Rubrik, in welcher durch entsprechende Löcher angegeben ist, ob es sich um Addition oder Subtraktion handelt, und zwar entspricht beispielsweise der Addition ein Loch in der ersten Spalte, während bei der Subtraktion ein Loch in der zweiten Spalte in Betracht kommt (Abb.7).
  • Die für jeden Arbeiter derart vorbereitete Lohnkarte wird auf einen Schaltschlitten i gelegt, über welchem in der Anzahl der vorkommenden Reihen jeder Kolonne einschließlich der die Addition oder Subtraktion einstellenden Rubrik Fühler,-, hin und her bewegt werden.
  • Der Schlitten i sowohl wie auch die Fühler sind in den Stromkreis eingeschaltet.
  • Der Schlitten i ist nach Art des Wagens einer Schreibmaschine verschiebbar gelagert undvird selbsttätig zu den jeweils gegebenen Zeitpunkten immer um eine Kolonnenbreite weitergeschaltet, so daß sich die Fühler immer oberhalb der Reihen einer Kolonne befinden.
  • Die Bewegung der Fühler 2 quer zum Schlitten und zur Lochkarte erfolgt beidem veranschaulichten Ausführungsbeispiel durch eine Kulisse 3 (Abb. 2), in welche der Kurbelzapfen q. der Antriebskurbel eingreift. Die in entsprechenden Führungen gleitende Kulisse 3 wird somit ständig auf und ab bewegt. An dem aufwärts gerichteten Arm der Kulisse 3 ist eine Welle 5 drehbar gelagert, an welcher die Enden der Fühler 2 festgelegt sind.
  • Die Welle 5 ist unter .die Wirkung einer Torsionsfeder gestellt, welche die freien, zweckmäßig mit Kontaktrollen versehenen Fühlerenden ständig gegen die Unterlage zu drücken, sucht. Oberhalb des Schaltschlittens i ist eine Führungsschiene 6 vorgesehen, durch welche die Fühler 2 derart gesteuert werden, däß sie in einer Bewegungsrichtung (in vorliegendemFalle von links nach rechts, Abb. 2) an der Unterseite der Schiene 6 gleiten, während sie bei Bewegung in der entgegengesetzten Richtung auf die Oberseite der Schiene gelangen und somit von der Unterlage abgehoben sind.
  • Beim Gleiten der Fühler über die Lochkarte wird, sooft einer der Fühler auf ein Loch trifft, der Kontakt geschlossen, wodurch das hinter dem Schaltschlitten z angeordnete Zählwerk I für die Einzelbeträge und das Zählwerk II für die Endsumme fortgeschaltet wird.
  • Das Zählwerk I weist so viele Einzelzählwerke auf, als Kartenkolonnen in Betracht kommen. Jedes Einzelzählwerk hat hierbei wieder die den Reihen der Kolonnen entsprechende Anzahl von Stellen.
  • Durch die Bewegung des Schlittens i wird jeweils der Kontakt durch Vermittlung der Kontaktschienen 7 bzw. 8 geschlossen und mithin der Reihe nach ein Einzelzählwerk nach dem anderen in den Stromkreis des Schaltschlittens i eingeschaltet.
  • Der Schaltschlitten i springt jeweils nach Art eines Tabulators bei Schreibmaschinen um je eine Kolonnenbreite weiter, welche Bewegung bei jedesmaliger Endstellung der Fühler 2 dadurch ausgelöst wird, daß ein Anschlag g gegen das eine Ende eines Arretierhebels io stößt, diesen entgegen der Wirkung einer Feder verschwenkt und derart den Schlitten freigibt.
  • In vorliegendem Falle ist der Schlitten i mit dem Papierwagen ii für die Lohnliste, auf welcher schließlich die Einzelbeträge bzw. die errechneten- Endsummen-zum Abdruck gebracht werden, durch ein entsprechendes Getriebe zwangläufig gekuppelt, so daß der Wagen ii genau die Verschiebungen des Schlittens i mitmacht.
  • Die Welle i2 des Übertragungsgetriebes ist in vorliegendem Falle unter die Wirkung einer Feder gestellt, deren Gehäuse 13 in der Zeichnung (Abb. 2) veranschaulicht ist.
  • Durch die Wirkung dieser Feder wird der Schlitten i und somit auch der Wagen-ii vorgeschaltet, sobald der Arretierhebel io ausgelöst wird, welcher diese beiden Teile sofort wieder feststellt, sobald die Verschiebung um die Kolonnenbreite erfolgt ist: Angenommen, die erste Kolonne der Lochkarte, in welcher beispielsweise der Wochenlohn des betreffenden Arbeiters. durch entsprechende Lochung festgelegt ist, befindet sich unter den Fühlern 2., welche durch den Antrieb der Maschine über die Lochkarte streichen. Mit dem Schlitten i ist in diesem Falle das erste Einzelzählwerk dez Zählwerkes I elektrisch gekuppelt.
  • Sooft durch Auftreffen eines der Fühler 2 auf ein Loch -der Kontakt hergestellt wird, erfolgt ein Weiterschalten des entsprechenden Zahlenrades 1q. um eine Stelle. Zu diesem Behufe ist an jedem Zahlenrad ein Schaltrad i5 vorgesehen, in welches eine durch einen Elektromagneten 17 angetriebene Schaltklinke 16 eingreift. Diese Schaltklinke besteht aus einem Kniehebel, der sich mit seinem Gelenk an einer Führungsschiene 18 abstützt, die an einem in dem Tragrahmen angeordneten Gleitstück vorgesehen ist.
  • Sobald der Elektromagnet 17 unter Strom gesetzt wird, zieht er seinen Anker entgegen der Wirkung der ihn beeinflussenden Feder an und schiebt die Schaltklinke 16 so weit vor, daß das Schaltrad 15 um einen Zahn weitergeschaltet wird.
  • Mithin stellt sich also in den Schaulöchern des ersten Einzelzählers des Zählwerks I die in der ersten Kolonne abgetastete Ziffer ein.
  • Gleichzeitig mit dem dieses Zählwerk beeinflussenden Stromkreise hat der Schlitten i aber auch weitere Stromkreise geschlossen, von denen der eine das Endsummenzählwerk II, ein zweiter eine Typeneinstellvorrichtung für die Einzelsummen und ein dritter eine Typeneinstellvorrichtung für die Endsumme betätigt. Die in der ersten Kolonne enthaltene Ziffer ist also nicht nur in den Schaulöchern des ersten Zählwerkes I erschienen, sondern auch in den Schaulöchern des Endsummenzählwerkes II und auf den Typen der Typendruckvorrichtungen III und IV.
  • Jede dieser Typendruckvorrichtungen besteht aus einer Anzahl von Ziffernrädern, deren Drehung auf Typenrollen übertragen wird. Die Schaltung der Ziffernräder erfolgt wieder durch Elektromagnete, welche bei jedesmaligem Kontaktschluß erregt werden und genau in der gleichen Weise, wie bei dem 'Zählwerk I beschrieben, die Ziffernräder ig um je einen Zahn weiterschalten. Die Typendruckvorrichtung III stellt lediglich eine Registrierung der in der jeweiligen Kolonne der Lochkarte festgelegten Zahl dar. Bei dieser Vorrichtung kommt also eine Zehnerübertragung nicht in Betracht. Da es sich hier auch immer nur um die Registrierung einer Zahl handelt, so ist es auch ganz gleichgültig, ob diese Zahl zur Bildung der Endsumme zu addieren oder abzuziehen ist. Es braucht also diesbezüglich auch keinerlei Einrichtung getroffen zu sein, welche die Ziffernrollen einmal in der einen und einmal in der anderen Richtung dreht.
  • Anders liegen die Verhältnisse bei der Typendruckvorrichtung IV. Hier wird die Endsumme registriert und schließlich zum Abdrucke gebracht. Die die Typenräder dieser Vorrichtung drehenden Ziffernräder müssen daher sowohl mit einer Zehnerschaltung -versehen als auch, je nachdem es sich um Addition oder Subtraktion handelt, in der einen oder anderen Richtung drehbar sein.
  • Der in Abb.2 veranschaulichte Schnitt ist durch die Typendruckvorrichtung IV geführt, zeigt also den komplizierteren Mechanismus. Die Schaltung der Ziffernräder ig erfolgt durch ein Schaltrad 2o, in welches eine von einem Kniehebel gebildete Schaltklinke 21 eingreift. Diese Schaltklinke findet ihr Widerlager an einem Führungsstück 22, das bei der Aufundäbbewegung der Klinke ein Einknicken derselben verhindert, so daß das Schaltrad 2o um je einen Zahn weitergeschaltet wird.
  • Die Schaltung erfolgt genau in der gleichen Weise, wie oben bei demZählwerkI beschrieben. Durch den Kontaktschluß wird ein Elektromagnet 23 unter Strom gesetzt, welcher die Klinke 21 anhebt und hierdurch die Schaltung bewirkt. Bei vorkommender Zehnerschaltung erfolgt unabhängig von der Magnetschaltung eine Bewegung der Klinke auf folgende Weise Das Widerlager 22 ist an einem im Tragrahmen 2q verschiebbaren Teil gelagert, welcher einen Anschlag 25 trägt, auf welchen ein Fortsatz des Zahlenrades des nächstniedrigeren Stellenwertes bzw. eines von diesem angetriebenen Zwischenrades beim Übergang von auf o einwirkt und derart das Gleitstück samt dem Widerlager 22 verschiebt. Hierdurch -wird der Kniehebel gestreckt, und zwar so stark, daß das Schaltrad 2o um einen Zahn weitergeschaltet wird.
  • Eine analoge Konstruktion zeigt das Zählwerk I. Hier ist der Anschlag 25 von einem Drehhebel gebildet, der in das mit dem Führungsstück 18 verbundene Gleitstück eingreift und im gegebenen Zeitpunkt eine Verschiebung des Führungsstückes bewirkt.
  • Wie bereits erwähnt, muß das Zählwerk 1I sowie die Typendruckvorrichtung IV sowohl addieren wie subtrahieren. Zu diesem Behufe ist eine entgegengesetzt wirkende Schaltklinke26 vorgesehen, welche in ein Schaltrad mit entgegengesetzter Zahnung eingreift. Diese ebenfalls aus einem Kniehebel gebildete Schaltklinke 26 ist gegenüber der Schaltklinke 21 angeordnet und wird durch eine Feder 27 beeinflußt, welche die beiden Schaltklinken auseinanderzudrücken sucht. Der Drehpunkt der beiden Schaltklinken ist in einem Rohr 28 gelagert, das mit dem Anker des Elektromagneten 23 fest verbunden ist.
  • In das Rohr 28 greifen beiderseits mit dem Tragrahmen 24 verbundene Fortsätze 29 'ein, deren keilförmig abgeschrägte Enden je nach der relativen Lage der Fortsätze im .Rohr 28 ein Widerlager für den einen oder anderen Schalthebel (21 bzw. 26) bilden. Der ganze Rahmen 24 ist verschiebbar in dem Gehäuse gelagert, so daß, je nachdem ob sich der Rahmen in der einen oder der anderen Endstellung befindet, die eine oder die andere Schaltklinke durch einen der Fortsätze 29 unterstützt und derart in Eingriff mit dem zugehörigen Schaltrad 2o gehalten ist.
  • Die Verschiebung und Feststellung des Rahmens 24 in der einen oder anderen Endstellung erfolgt durch Elektromagnete 30 und 31, welche durch den die Addition bzw. Subtraktion einstellenden Fühler 2 unter Strom gesetzt werden: Je nach der Einstellung des Rahmens 24 wird somit die durch den Magneten 23 betätigte Schaltklinke 21 oder 26 auf das zugehörige Schaltrad einwirken und wird daher, je nachdem ob es sich um Addition oder Subtraktion handelt, das Ziffernrad =g in dem einen oder dem anderen Drehungssinne fortgeschaltet.
  • Die Drehbewegungen der Ziffernräder =g werden durch Zwischenräder 322, 33 auf Typendruckräder 34 übertragen.
  • Der Aufbau des ganzen Mechanismus bedingt, daß die Anordnung der einzelnen Ziffernräder und somit auch der Zwischenräder in einem gewissen Abstand voneinander erfolgen muß. Würden daher die Zwischenräder 32 unmittelbar die Typenrollen bilden bzw. unmittelbar mit. diesen verbünden sein, so würden beim Abdruck auf das Papier die einzelnen Ziffern verhältnismäßig weit voneinander abstehen, was das Ablesen der Zahl sehr erschweren würde.
  • Diesem Übelstande wird dadurch abgeholfen, daß die Übertragungsräder 32 auf ineinandergeschobenen Rohren sitzen, auf deren anderem Ende die Typenräder 34 angeordnet sind (Abb. 3). Hierdurch ist es möglich, die Übertragungsräder in der jeweils erforderlichen gegenseitigen Entfernung voneinander anzuordnen, während die Typenräder knapp nebeneinandersitzen . können.
  • Der Abdruck der auf den Typenrädern eingestellten Zahl erfolgt durch Aufschlagen der Typenräder gegen den Papierwagen =i, vor welchem sich in beiSchreibmaschinen gebräuchlicher Art ein Farbband befindet.
  • Das Abdrucken der eingestellten bzw. errechneten Zahlen erfolgt selbsttätig.
  • Zu diesem Behufe ist eine Schiene 35 verschiebbar gelagert, deren beide rechtwinklig abgebogenen Enden zu Kulissen ausgebildet sind.
  • Die Bewegung. dieser Schiene erfolgt vom Hauptantrieb 4 aus, welcher zum gegebenen Zeitpunkt, also nach Abtasten jeder Kolonne bzw. nach gänzlichem Ablaufen der Lochkarte, mit einem in die Kulisse eingreifenden Antrieb 36 elektrisch gekuppelt wird. Hierdurch wird die Schiene 35 rückwärts verschoben.
  • Die linke Kulisse der Schiene 35 ist mit einem Doppelhebel 37 gekuppelt, dessen anderes Ende an einem die Übertragungsräder 32 und 33 sowie die Typenräder 34 tragenden Rahmen 38 angelenkt ist. Infolge der durch die Verschiebung der Schiene 35 hervorgerufenen Drehung des Hebels 37 wird der Rahmen 38 so weit verschwenkt,_ daß die Typenräder auf die Papierwalze =i aufschlagen und die eingestellte Zahl zum Abdruck auf dem Papier bringen.
  • Nach Abtasten einer einzelnen Kolonne wird nur das Typendruckwerk III betätigt, während nach gänzlichem Durchlaufen der Lochkarte das ".die Gesamtsumme ergebende Typendruckwerk IV zum Abdruck gebracht wird.
  • Um ein Ausschwenken des die Zwischenräder 32, 33 bzw. die Typenräder 34 tragenden Rahmens 38 auch dann zu ermöglichen, wenn der die Zehnerschaltung bewirkende Anschlag des Zwischenrades 32 sich in dem Bereich des Anschlages 25 befindet, müssen diese Anschläge so weit voneinander entfernt werden, daß sie ohne gegenseitige Behinderung aneinander vorbeigehen können. Zu diesem Behufe ist in den Tragrahmen 24 ein in der Längsrichtung verschiebbarer Rahmen 39 eingesetzt, an welchem die Anschläge 25 befestigt sind. Dieser Rahmen 39 wird durch die Wirkung eines Elektromagneten 40, kurz bevor das Ausschwenken der Typenhubvorrichtung erfolgen soll, unter Strom gesetzt und verschiebt den Rahmen 3g so weit, daß die Anschläge 25 aus dem Bereich der an den Zwischenrädern 32 vorgesehenen Anschläge gebracht werden (Abb. 6).
  • Die Typenrollen der Druckwerke III und IV sowie die dieselben beeinflussenden Räder müssen nach jedem Abdruck wieder in die Nullstellung zurückgebracht werden. Diesem Zwecke dient ein Zahnrad 41, welches lose drehbar auf der Welle der Übertragungsräder 32 gelagert ist und mit einem Sperrad in Verbindung steht, das immer nur bei Verdrehung des Zahnrades 41 in der einen Drehungsrichtung dieses mit der Welle kuppelt. Mit diesem Zahnrad wirkt ein in dem Maschinengestell fest gelagertes Zahnsegment 42 zusammen. Beim Ausschwenken des Rahmens 38 behufs Abdruckens der eingestellten Typen läuft das Zahnrad 4= lose auf dem Segment ab. Beim Rückschwenken des Rahmens 38 in die Anfangslage wird aber das Zahnrad 41 mit der Welle gekuppelt und in entgegengesetzter Drehungsrichtung bewegt, wodurch es auch eine Drehung der Zwischenräder 32 bewirkt und somit die Typenräder 34 wieder in die Nullage bringt.
  • In Abb.3 ist diese Einzelheit inVorderansicht veranschaulicht. Die das Sperrad kuppelnde Klinke 43 sitzt auf dem einen Teil einer einseitig wirkenden Kupplung 44, die jeweils die Verbindung mit den in verschiedener gegenseitiger Lage zueinander stehenden Typenrädern herstellt und derart die Nullstellung bewirkt. Aus dieser Abbildung ist auch die Ein-Wirkung der Zehnerschaltung auf den jeweils nächsthöheren Stellenwert zu ersehen.
  • Die Abb. 4 und 5 zeigen die Art, wie die nebeneinandersitzenden Zwischenräder 32 miteinander gekuppelt sind, so daß bei Rückführung derselben in die Nullage tatsächlich jedes Rad immer nur so weit mitgenommen wird, bis es sich in der der Nullstellung der Typenräder entsprechenden Lage befindet. Wie eingangs ausgeführt, weisen nach dem Abtasten der ersten Kolonne der ersten Lochkarte das erste Einzelzählwerk des Zählwerkes I, das Zählwerk II und beide Typendruckvorrichtungen III und IV die betreffende Zahl auf, welche durch die Typendruckvorrichtung III auf der Lohnliste zum Abdruck gebracht wird.
  • Die Lochkarte wird nunmehr um ein Kolonne vorgeschaltet, wodurch sich auch der Papierwagen ii um das entsprechende Stück verschiebt. Es erfolgt das Abtasten der zweiten Kolonne. In dem dieser Kolonne entsprechenden zweiten Einzelzählwerk des Zählwerkes I erscheint nunmehr die Zahl der zweiten Kolonne, ebenso in der Typendruckvorrichtung III. Im Zählwerk II bildet sich die Summe bzw. Differenz, je nachdem der Betrag der zweiten Kolonne zuzuzählen oder abzuziehen ist. Dasselbe Resultat zeigt die Typendruckvorrichtung IV.
  • Dieser Vorgang spielt sich fortlaufend weiter ab, bis die letzte Kolonne der Lochkarte abgetastet ist.
  • Nunmehr gelangt die erhaltene Endsumme durch die Typendruckvorrichtung IV zum Abdruck, so daß in der Lohnliste neben den Namen des betreffenden Arbeiters alle Einzelsummen und schließlich der aus denselben resultierende Auszahlungsbetrag abgedruckt sind.
  • Nunmehr wird eine zweite Lohnkarte aufgelegt und die Papierwalze auf den nächsten Namen geschaltet.
  • Die in der ersten Kolonne abgetastete Zahl wird in dem ersten Einzelzählwerk des Zählwerkes I zu der bereits dort ausgewiesenen Zahl zugezählt. Im Zählwerk II erfolgt ein Zuzählen zu der dort bereits ausgewiesenen Gesamtsumme. In der Typendruckvorrichtung III erscheint die Zahl der ersten Kolonne der zweiten Lochkarte, ebenso im Typendruckwerk IV.
  • Die Zahl der zweiten Kolonne der Lochkarte wird zu dem in dem zweiten Einzelzählwerk des Zählwerkes I befindlichen Betrag hinzugezählt, im Endsummenzählwerk II je nach Bedarf zur jeweiligen Endsumme zugezählt oder abgezogen.
  • In der Typendruckvorrichtung III erscheint die Zahl der zweiten Kolonne. In der Typendruckvorrichtung IV wird die Summe oder Differenz der ersten und zweiten Kolonne der zweiten Lochkarte gebildet, und so fort, bis wieder diese Typendruckvorrichtung zum Abdruck gebracht wird.
  • Die Einzelzählwerke des Zählwerkes I weisen somit immer die Summen der ersten, zweiten dritten usw. Kolonnen sämtlicher Karten auf, das Zählwerk II weist die jeweils auszuzahlende Gesamtsumme, also die Summe aller Kolonnen sämtlicher Karten auf, die gleich der Summe der von der Typendruckvorrichtung IV gebildeten und nacheinander zum Abdruck gebrachten Einzelauszahlsummen ist.
  • Im Falle eines Übertrages können also jeweils lie SchluBsummen abgelesen und auf der betreffenden Seite der Lohnliste vermerkt werden, ebenso auch nach Abschluß der Lohnliste.

Claims (18)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Tabelliermaschine zur Auswertung der Angaben gelochter Karten, besonders für Lohnverrechnung, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Karten in jeder Reihe angebrachten Löcher, deren Anzahl dem in der Reihe darzustellenden Ziffernwert entspricht, durch Vermittlung einer elektrisch leitenden Fläche (i) und eines ebensolchen _ Fühlers (2) in einem Leitungssystem Stromstöße, und zwar in gleicher Anzahl als in der abgefühlten Reihe Löcher vorhanden sind, erzeugen und diese Stromstöße Elektromagnete (i7 und 23) erregen, die durch Übertragungsglieder, z. B. Schaltklinke (i6, 21 und 26) und Schaltrad (i5, 2o), die Zahlenräder (i4, 34) von Zähl-und Typendruckwerken um so viele Einheiten weiterschalten, als Löcher in der Kartenreihe vorhanden sind.
  2. 2. Maschine nach Anspruch i, gekennzeichnet durch über einen die Lochkarten tragenden Schaltschlitten (i) hin und her gehende, in den elektrischen Stromkreis eingeschaltete Fühler (2), welche bei Bewegung in der einen Richtung auf den Lochkarten schleifen und jeweils den Kontakt mit dem in den Stromkreis eingebauten Schaltschlitten (i) herstellen, bei der Bewegung in entgegengesetzter Richtung aber von der Unterlage abgehoben werden, so daß sie, ohne Kontaktschlüsse zu vermitteln, in die Anfangslage zurückkehren.
  3. 3. Maschine nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fühler (2) an einer drehbar gelagerten, unter Federwirkung stehenden Welle (5) angebracht sind welche die Fühler ständig gegen die Unter Lage (i) zu drücken sucht.
  4. 4. Maschine nach Anspruch i bis 3, gekennzeichnet durch eine über dem Schaltschlitten (i) angeordnete Führungsschiene (6), die nach Art einer Weiche die Fühler (2) zwingt, sich in der einen Bewegungsrichtung in einer an die Unterlage angedrückten Stellung, in der anderen Bewegungsrichtung in einer von der Unterlage abgehobenen-Lage zu bewegen.
  5. 5. Maschine nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß jede der die Schalträder treibenden Klinken (i6 und 21, 26) von einem Kniehebel gebildet wird, dessen Gelenk an einer Führung (i8 bzw. 22) sein Widerlager findet und dadurch am Ausknicken verhindert wird.
  6. 6. Maschine nach Anspruch i und 5, gekennzeichnet durch eine von der entgegengesetzten Seite aus in ein Schaltrad mit entgegengesetzter Zahnung eingreifende-Schaltklinke (26), welche, sobald die Maschine auf Subtraktion gestellt wird, in Eingriff kommt und das betreffende Zählwerk in entgegengesetzter Richtung schaltet: 7..
  7. Maschine nach Anspruch r, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Widerlager für die Schaltklinken (2i, 26) an einem gemeinsamen, verschiebbaren Rahmen (24) angeordnet sind, durch dessen Verschiebung in der einen oder - anderen Richtung unter Ausschaltung der einen Schaltklinke die andere in die Arbeitsstellung gebracht wird und umgekehrt. B.
  8. Maschine nach Anspruch r und 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (a4) in einer den Gelenkpunkt der Kniehebelklinken (2i, 26) tragenden Hülse (28) verschiebbar gelagert ist, in welche er mit Keilflächen bildenden Ansätzen (2g) eingreift, von denen je einer bei der Verschiebung des Rahmens (24) in der einen oder anderen Richtung auf eine der Kniehebelklinken einwirkt und dieselbe in den Bereich- ihres Schaltrades (2o) bringt, während die andere Klinke ihre Unterlage verliert und aus dem Bereich des zugehörigen Schaltrades ausschwingt. g.
  9. Maschine nach Anspruch i, 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (24) unter der Wirkung von Elektromagneten (30, 31) steht, die durch einen besonderen, durch die Lochkarte gesteuerten Fühler (2) abwechselnd unter Strom gesetzt werden und den Rahmen (24) in der einen oder anderen Richtung verschieben, je nachdem es sich um Addition oder Subtraktion handelt. =o.
  10. Maschine nach Anspruch i, 8 und g, gekennzeichnet durch eine die beiden Kniehebelklinken (2i, 26) beeinflussende Feder (27); welche die Klinken ständig außer Eingriff mit ihren Schalträdern (20) zu halten sucht und die Gelenke der Kniehebel an die Widerlager (22) andrückt. ii.
  11. Maschine nach Anspruch i und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungswiderlager (22) für die Kniehebel (2i, 26) an ' einem am Tragrahmen (24) entgegen der Wirkung von Federn verschiebbaren Gleitstück angeordnet sind, das durch ein Organ (32) des nächstniedrigeren Stellenwertes dann beeinflußt wird, wenn der Übergang von »g« auf »o« erfolgt, wodurch der betreffende Kniehebel (2i, 26) so weit gestreckt wird, daß er sein Schaltrad (2o) unabhängig von der Magnetschaltung um einen Zahn weiterschaltet. -
  12. 12. Maschine nach Anspruch i und ii@ gekennzeichnet durch einen an dem Gleitstück (i8 und 22> vorgesehenen bzw. auf dasselbe einwirkenden, zweckmäßig- keilförmigen Anschlag (25); gegen welchen beim Übergang von »g« auf »o« ein an dem Zahlenrad bzw. einem von diesem angetriebenen Zwischenrad vorgesehener Zapfen o. dgl. auftrifft, der -das Gleitstück (i8 bzw. 22) entgegen der Federwirkung verschiebt.
  13. 13. Maschine nach Anspruch i, gekennzeichnet durch in einem Schwingrahmen (38) gelagerte, von den Zahlenrädern (ig) angetriebene- Typenscheiben (34), welche das jeweilige Rechnungsresultat durch - Verschwenken des Rahmens auf einem Papier-Blatt zum Abdruck bringen.
  14. 14. Maschine nach Anspruch i und 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge (25) für die Zehnerschaltung auf einem im Rahmen (24) längsverschiebbaren Gleitstück (3g) angeordnet sind, das kurz vor dem Ausschwingen des Rahmens (38) durch die Wirkung eines Elektromagneten (4o) verschoben wird, um ein ungehindertes Verschwenken der Druckteile zu ermöglichen.
  15. 15. Maschine nach Anspruch i und 13, gekennzeichnet durch einen Papierwagen (i=), der zwangläufig synchron mit dem die Lochkante tragenden Schaltschlitten (i) weitergeschaltet wird.
  16. 16. Maschine nach Anspruch i und 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaltschlitten (i) unter die Wirkung einer Sperrvorrichtung (=o) gesetzt ist, welche selbsttätig das Vorschalten des Schlittens (z) und gleichzeitig auch des Papierwagens (=i) bewirkt und begrenzt.
  17. 17. Maschine nach Anspruch i und 13, gekennzeichnet durch eine die Typenräder (34) nach erfolgtem Abdruck bei der Rückbewegung des Schwenkrahmens (38) in die Nullstellung zurückführende Vorrichtung.
  18. 18. Maschine nach Anspruch i und 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Nullstellvorrichtung von einem feststehenden Zahnsegment (42) gebildet wird, mit welchem ein nur in einer Richtung seine Drehung auf die Typenscheiben (34) übertragendes Zahnrad (4i) zusammenwirkt. =g. Maschine nach Anspruch i und 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Zahnrad (4i) lose drehbar auf seiner Welle sitzt und eine Sperrklinke (43) trägt, die in ein mittels einer einseitig wirkenden -Kupplung mit der Typenräderwelle verbundenes Sperrad eingreift.
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