DE10860C - Einrückmechanismus für den indirekten . Uebertrager an Regulir- und Absperr-Apparaten für Kraftmaschinen - Google Patents

Einrückmechanismus für den indirekten . Uebertrager an Regulir- und Absperr-Apparaten für Kraftmaschinen

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DE10860C
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DENDAT10860D
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PRÖLL & SCHAROWSKY) in Dresden
Publication of DE10860C publication Critical patent/DE10860C/de
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    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D13/00Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover

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Description

1880.
Klasse 60.
Dr. R. PRÖLL, in Firma Dr. PRÖLL & SCHAROWSKY in DRESDEN.
Einrückmechanismus für den indirecten Uebertrager an Reguiir- und Absperr-Apparaten
für Kraftmaschinen.
Zusatz-Patent zu No. 2196 vom 29. Juni 1877.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 29. Februar 1880 ab. Längste Dauer: 28. Juni 1892.
Man kann, das Wendegetriebe eines indirecten Uebertragers, wie in der Patentschrift des Haupt-Patents No. 2196 angedeutet, entweder als Reibungs- oder als Zahnkupplungs - Wendegetriebe ausführen. Das letztere hat vor dem ersteren den Vorzug, dafs die hineingeleitete Bewegung, sobald die Zähne zum Eingriff gelangen, vollkommen sicher fortgepflanzt wird und es nur verhältnifsmäfsig leichter Regulatoren bedarf, um die Kupplung ein- und auszurücken. Die Zahnkupplung hat dagegen den Nachtheil, dafs die Zähne, sobald der Regulator infolge von Geschwindigkeitsänderung das Bestreben hat, den Eingriff zu bewerkstelligen, die Zähne zunächst auf einander zu reiten beginnen, indem der Rückstofs derselben einen Eingriff nicht zuläfst. Dies dauert um so länger, je mehr sich infolge der mit der Zeit eingetretenen Abnutzung die äufseren Zahnkanten abgerundet haben, je gröfser die Zahl der Zähne und je höher die Umlaufzahl der Kupplungswelle ist. Abgesehen von der schnellen Abnutzung der Zähne wird dadurch auch der Regulirungseffect bedeutend vermindert, da die zur Erhaltung des Beharrungszustandes nothwendige Bewegung nicht schnell genug auf die Verstellungsvorrichtung gelangen kann.
Die beiliegende Zeichnung stellt die Vorrichtung, versehen mit einem Einrückungsmechanismus, dar, der in Wirkung tritt, sobald der Regulator das Bestreben zeigt, die Kupplung oben oder unten zum Eingriff zu bringen und die Zahnkanten fast bis zur Berührung einander genähert hat. Dieser Einrückungsmechanismus wird von der Kraftmaschine selbst in Thätigkeit gesetzt. Der Eingriff der Kupplungszähne erfolgt also mit Maschinenkraft, unbeschadet der nachfolgenden Ausrückung durch die Auslösefedern. Der Regulator hat sonach nur die Aufgabe, die Kupplungshülse in Schwebe zu erhalten und sie entsprechend etwaiger Geschwindigkeitsänderungen zu heben oder zu senken. Nach Ueberschreitung der Grenzlagen tritt der Einrückungsmechanismüs in Wirksamkeit, durch den der Einfall der Zähne behufs Uebertragung der Bewegung auf die Verstellungsvorrichtung fast augenblicklich und unbedingt sicher bewerkstelligt wird.
Fig. ι stellt den indirecten Uebertrager mit dem Einrückungsmechanismüs in Ansicht und im Schnitt dar, Fig. 2 im Grundrifs und Fig. 3 in Hinteransicht.
Auf der Antriebswelle W ist ein Excenter E befestigt, welches mittelst der Lenkerstange F, die wir uns vorläufig als starr denken wollen, die Welle w durch den seitwärts befestigten Hebel G in eine schwingende Bewegung versetzt. Durch den in der Mitte aufgekeilten Hebel H wird die Excenterbewegung auf den senkrechten Rahmen B übertragen, der durch die Lenkerstange JL an seinem oberen Ende zwangläufig geführt wird. Der Rahmen B bewegt sich also bei einer Umdrehung der Antriebswelle einmal auf- und abwärts.
In dem Ausschnitt des Rahmens sind am Ende des Ausrückungshebels A in Z0 zwei Klinken kx k2 drehbar angeschlossen. In den Punkten Z1 und z2 der Klinken sind die kleinen Lenkerstangen /, /2 angeschlossen, deren Enden durch einen gemeinschaftlichen Zapfen C am Ständer T fest gestützt werden. Die Klinken k mit den Lenkerstangen / bilden somit ein Gelenkviereck, an welchem ein Drehgelenk fest ist, während das gegenüberliegende vom Ausrückungshebel A (Kupplungshebel) auf einem Kreisbogen um den Zapfen D zwangläufig geführt wird. Bei einer Bewegung des Kupplungshebels A bewegen sich die Stahlkanten der Klinken auf Curven νγ vit die in Fig. 4 einpunktirt sind. Diese Curven treten noch in den Rahmen B.
Für die Construction des Einrückungsmechanismüs ist eine Lage der Kupplungshülse besonders mafsgebend, nämlich diejenige, in welcher die Zähne in der Kupplung sich fast berühren. Nehmen wir an, dafs dies oben stattfindet, so legt sich gerade die obere Klinke ^1 in den Rahmen, wie Fig. 4 zeigt, während die untere sich von diesem wegbewegt. Beim Abwärtsgang des Rahmens wird dieser dann die
Klinke fassen und einen kraftschlüssigen Druck auf die Kupplungshülse nach oben ausüben, wodurch der schnelle und genaue Einfall der Zähne in einander bewirkt wird. Dies zeigt Fig. 5. Infolge der zwangläufigen Bewegung der Klinke schiebt sich die Stahlnase derselben, sobald sie (s. Fig. 4) vom Rahmen gefafst wird, selbsttätig in diesen hinein. Der Druck des Rahmens verpflanzt sich während der Einrückzeit fast auf die ganze Breite der Stahlnase, wie Fig. 5 zeigt. Es ist dies von grofser praktischer Wichtigkeit, weil im entgegengesetzten Falle bei zu schmalem Aufsetzen der mit einander arbeitenden Kanten der Einrückmechanismus mit der Zeit an genauer Wirkungsweise einbüfsen würde.
Die in der Patentschrift des Haupt-Patents dargestellte und beschriebene Auslösungsstange i? mit den zwischen Kapseln eingeschlossenen Schraubenfedern ist unverändert beibehalten worden. Die Wirkung der Federn erfolgt unbehindert, sobald der Rahmen infolge rückgängiger Bewegung die Klinke freiläfst; dann wird, während die wachsende Spannung der Auslösungsfeder die Kupplung aufser Eingriff bringt, die Klinke aus dem Rahmen geschoben. Die Wirkung des Einrückungsmechanismus hebt also diejenige der Auslösungs- oder Ausrückvorrichtung nicht auf. Nur in den Endstellungen, wenn die Federkapseln auf der Auslösungsstange gegen einander geprefst werden, wirken auf den Hebel zwei Kräfte (in Fig. 5 angedeutet), die einen Bruch herbeiführen würden, wenn die Verbindungen durchweg starr wären. Um diesen zu verhüten, ist in die Lenkerstange des Excenters eine starke Schraubenfeder F gelegt, die dann entsprechend nachgiebt. Für gewöhnlich , wenn die Verstellimgsvorrichtung innerhalb der äufsersten Grenzen bewegt wird, überträgt sich der Excenterdruck, da die Widerstände gering sind, durch die Schraubenfeder fast wie durch ein starres Glied auf den Rahmen. Die Längenänderung der Feder ist dann sehr gering. Die über die Schraubenfeder geschobene Hülse, Fig. 1 und 4, dient nur zur Erhaltung der geradlinigen Druckübertragung. Die elastische Verbindung kann auch an einer anderen Stelle zwischen dem Excenter und dem Rahmen eingeschaltet und in anderer Weise construirt werden.
Die Zeichnung enthält noch eine Abänderung des Einrückungsmechanismus, welche in den Fig. 6 bis 8 dargestellt ist.
Die Aufgabe, die Stahlkanten der Klinken in Curven zu bewegen, welche die Ebene des Rahmens unter geeigneten Winkeln schneiden, kann auch dadurch gelöst werden, dafs man, wie Fig. 6 zeigt, am Ende des Kupplungshebels A ein T-förmiges Glied drehbar anschliefst. Die beiden senkrechten Schenkel sind mit Stahlnasen versehen, während der waagrechte Schenkel in Prismenführung oder durch eine Lenkerstange, Fig. 8, gestützt ist. Erfolgt ein Ausschlag des Kupplungshebels, so bewegt sich die Stahlnase des Stückes in ebenso geeigneter Weise in dem Ausschnitt des Rahmens (s. Fig. 7), wie die vom Gelenkviereck geführten Klinken.
Der an sich nahezu astatisch construirte Regulator wird durch die Schraubenfedern der Auslösungsstange R statischer. Um nun für die Bewegungen der Kupplung innerhalb ihres Hubes diese Einwirkung der Federn auf den Regulator auszugleichen, ist der Zapfen D in Fig. ι zu einer Welle N verlängert, die nochmals besonders gestützt ist. Auf dieser steckt ein Hebel h mit einem Gewicht P. Wenn der Regulator sich in mittlerer Stellung befindet, steht der Hebel nahezu senkrecht, Fig. 1. Bei einem Ausschlag des Regulators nach oben oder unten pendelt das Gewicht durch eine labile Gleichgewichtslage nach rechts oder links. Das so entstehende Drehmoment wirkt dem Moment der Auslösungsfeder entgegen. Für den Hub des Regulators ist also die Wirkung des letzteren aufgehoben, und der Regulator behält seine ganze Beweglichkeit, auf welche er construirt ist. Das Gewicht P ist auf der Stange verschiebbar und auswechselbar, weil sich Lage und Gröfse desselben nach der Stärke der Auslösungsfedern richtet.
In der dargestellten und beschriebenen Construction eignet sich der indirecte Uebertrager sowohl zum Bewegen der Schützen, Drosselklappen etc. bei Wasserkraftmaschinen, als auch der schwerer beweglichen Verstellungsvorrichtungen bei Dampfmaschinen, z. B. des Steins der Coulisse oder der Expansionsplatten der Meyer-Steuerung. Die Bewegung kann dementsprechend vom Zahnsector S oder der Schneckenwelle χ durch ein Ketten- oder Zahnrad r oder durch irgend ein anderes bekanntes Mittel fortgeleitet werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Anbringung eines Rahmens, der eine hin- und hergehende Bewegung von einem auf der Antriebswelle aufgesetzten Excenter erhält und wodurch zeitweise ein Druck des letzteren auf Klinken übertragen wird, welche am Ende des Kupplungshebels drehbar aufgehängt sind und derart zwangläufig geführt werden, dafs bei einem Ausschlage des Kupplungshebels eine Klinke sich in den Rahmen legt und der kraftschlüssige Einfall der Kupplungszähne erfolgt, bevor dieser durch die eigene Einwirkung des Regulators herbeigeführt wird.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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