DE1085648B - Roentgenkontrastmittel - Google Patents

Roentgenkontrastmittel

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DE1085648B
DE1085648B DEL30998A DEL0030998A DE1085648B DE 1085648 B DE1085648 B DE 1085648B DE L30998 A DEL30998 A DE L30998A DE L0030998 A DEL0030998 A DE L0030998A DE 1085648 B DE1085648 B DE 1085648B
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Germany
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amino
acid
hydrocarbon radical
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ray contrast
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DEL30998A
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Dr Werner Obendorf
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Lentia GmbH
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EIN und VERKAUF
Lentia GmbH
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    • A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61K—PREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K49/00—Preparations for testing in vivo
    • A61K49/04—X-ray contrast preparations
    • A61K49/0433—X-ray contrast preparations containing an organic halogenated X-ray contrast-enhancing agent
    • A61K49/0447—Physical forms of mixtures of two different X-ray contrast-enhancing agents, containing at least one X-ray contrast-enhancing agent which is a halogenated organic compound
    • A61K49/0495—Physical forms of mixtures of two different X-ray contrast-enhancing agents, containing at least one X-ray contrast-enhancing agent which is a halogenated organic compound intended for oral administration

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  • Veterinary Medicine (AREA)
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Description

  • Röntgenkontrastmittel Gegenstand der Erfindung sind Röntgenkontrastmittel, die dadurch gekennzeichnet sind, daß die Verbindungen oder nichttoxische Salze von Verbindungen enthalten, die die allgemeine Formel besitzen, in der X ein Wasserstoff- oder Jodatom, Z eine einfache Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindung oder eine Methylengruppe, Y1 einen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest, der auch verzweigt und/oder durch Sauerstoff unterbrochen sein kann, einen cycloaliphatischen oder aromatischen Kohlenwasserstoffrest, Y2 eine einfache Bindung, einen aliphatischen, cycloaliphatischen oder aromatischen Kohlenwasserstoffrest und R ein Wasserstoffatom, eine Hydroxylgruppe oder die Gruppe bedeutet, wobei für den Fall, in dem R ein Wasserstoffatom und Y2 eine einfache Bindung ist, Y1 immer einen aromatischen Kohlenwasserstoffrest vorstellt. In diesen Verbindungen der Formel I sollen die beiden Reste Y1 und Y2 zusammen nicht mehr als -12 Kohlenstoffatome besitzen.
  • Es wurde nämlich gefunden, daß die neuen Verbindungen der Formel I sowohl bei intravenöser als auch peroraler Applikation eine ausgezeichnete Gallengängigkeit besitzen und daher eine gute Darstellung der Gallenblase ermöglichen.
  • Die erfindungsgemäßen neuen Verbindungen sind durch Umsetzung von p-Nitrobenzoyl- bzw. p-Nitrophenylalkyl-carbonsäurechloriden mit den entsprechenden Aminosäureestern, Reduktion der am Kern gebundenen Nitrogruppe und anschließende Jodierung sowie Verseifung zugänglich. Die 3 -Amino -2,4,6 -trijodaminobenzoylverbindungen können darüber hinaus besonders vorteilhaft durch Umsatz der Aminocarbonsäuren mit 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoylchlorid hergestellt werden.
  • Die erfindungsgemäßen Röntgenkontrastmittel können peroral entweder als freie Säuren oder in Form der nicht- toxischen Salze dieser Verbindungen mit anorganischen Basen, wie z. B. Natriumsalz oder Lithiumsalz, oder ihrer ungiftigen Salze mit organischen Basen, wie z. B. das Diäthanolaminsalz oder Glukosaminsalz, verabreicht werden. Zu diesem Zweck können die Verbindungen oder ihre Salze mit den üblichen Bindemitteln wie Stärke, Klebstoffe, Milchzucker, Talkum zu Tabletten verarbeitet werden.
  • Die jodierten Aminobenzoesäureamide gemäß vorliegender Erfindung sind aber auch in der Lage, stabile klare Lösungen zu bilden, die für Injektionszwecke geeignet sind.
  • Die in den Röntgenkontrastmitteln gemäß der Erfindung enthaltenen Wirkstoffe können beispielsweise wie folgt dargestellt werden. Diese Herstellungsverfahren sind jedoch nicht Gegenstand des vorliegenden Schutzrechtes.
  • 3-Amino-2,4,6-trij odbenzoylsarkosin-Natrium 111,0 g 3-Amino-2,4,6-trij odbenzoesäure werden mit 250 ml Thionylchlorid versetzt und unter Rühren bei einer Badtemperatur von 50 bis 550 C erwärmt. Nach 65 Minuten ist alles klar gelöst. Der Reaktionsansatz wird 30 Minuten bei gleicher Temperatur nachgerührt und dann bei ungefähr 400 Torr das überschüssige Thionylchlorid abdestilliert und der ölige Rückstand zur Kristallisation gebracht. Man erhält das 3-Thionylamino-2,4,6-trijodbenzoylchlorid in nahezu quantitativer Ausbeute. Schmelzpunkt 107 bis 109° C.
  • 13,11g 3-Thionylamino-2,4,6-trij odbenzoylchlorid werden in 13 ml Dioxan gelöst und vorsichtig 11 g Sarkosinäthylester zugesetzt. Nach Abklingen der Reaktion wird 5 Minuten unter Rückfluß gekocht, anschließend dem Reaktionsgemisch 3 ml Wasser zugesetzt und nochmals 2 Minuten unter Rückfluß erhitzt. Beim Eingießen der Reaktionslösung in 100 mi- Wasser und 25 ml 4 n-HCl entweicht SO2. Der mit Sodalösung gewaschene Ätherauszug liefert nach Trocknung als Eindampfrest 13,28 g 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoylsarkosinäthylester.
  • 12,56 g dieses Esters mit 15 ml Methanol und 10 ml 2,14n methanolischer NaOH versetzt liefern nach kurzem Aufkochen beim Eingießen in Äther 11,4 g nahezu weißes 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoylsarkosin-Natrium.
  • Ausbeute 83,20/0 der Theone.
  • Berechnet ........ Na 378; gefunden - Na 3,7, N-(3-Amino-2,4,6-trijodbenzoyl)-anthranilsäure 111,0 g 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoesäure werden, wie vorgehend beschrieben, mit 250 ml Thionylchlorid umgesetzt-und das überschüssige Thionylchlorid abdestilliert.
  • Der verbleibende ölige Rückstand wird gekühlt und in 300 ml Äther gelöst. Die klare Ätherlösung wird zweimal mit je 300 ml Wasser, dem zur Erhöhung der Dichte etwas Kochsalz zugesetzt worden war, bei 0° C gewaschen und anschließend mit etwas mehr als der berechneten Menge etwa 6- bis-7°/Oiger NaO H die Thionylgruppe abgespalten.
  • Die verbleibende ätherische Lösung wird dreimal mit je 200 ml Eiswasser unter Zusatz von Kochsalz gewaschen, mit Kochsalz getrocknet, über Pottasche filtriert und die Lösung durch Abdestillieren von Äther so lange eingeengt, bis auf Anreiben Kristallisation einsetzt. Man erhält nach Abkühlen der Lösung 106,85 g 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoylchlorid mit einem Schmelzpunkt von 93,5 bis 95° C. Ausbeute 92,94%.
  • Analyse: Berechnet ........ N 2,63, J 71,39, Cl 6,65; gefunden ......... N 2,57, J 70,9, Cl 6,5.
  • 13,7 g Anthranilsäure und 26,6 g 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoylchlorid werdcn durch Erhitzen in 29 ml Aceton in Lösung gebracht. Die Temperatur der Lösung wird während 17 Minuten zwischen 67 und 71"C gehalten, anschließend das Aceton entfernt, etwa 5 ml Dioxan zugesetzt und die Reaktionstemperatur langsam auf 100 bis 110° C gesteigert. Unter Verreiben bei dieser Temperatur wird die Reaktionsmasse allmählich fest (Dauer etwa 1 Stunde). Anschließend wird 2 Stunden im Trockenschrank auf 110°C erhitzt. Der feste Reaktionskuchen (40,6 g) wird mit 250 ml Wasser und 50 ml 4 n-HCl auf 900 C erhitzt, der unlösliche Rückstand abgetrennt, in 55 ml 1 n-NaOH völlig gelöst, mit Kohle gereinigt, auf 200 mol mit Wasser verdünnt und bei 72° C in 50 ml 4 n-H Cl und 400 ml Wasser eingegossen; durch Erhitzen auf etwas über 80°C wird die ausgefallene Säure leicht filtrierbar. Ausbeute: 30,23 g N-(3-Amino-2,4,6-trijodbenzoyl)-anthranilsäure. Nach Umkristallisieren Fp. 268 bis 273° C. Ausbeute 95,6 0/o der Theorie. Aus den Mutterlaugen läßt sich die überschüssige Anthranilsäure rückgewinnen.
  • Äthylendiamin-N,N'-bis-{4,6-dij od-3-arnino-phenylacetyl)-N, N'-bis-ß-propionsäure 22,7 g Äthylendiamino-bis-ß-propionsäuremethylesterdihydrochlorid vom Schmelzpunkt 183 bis 186° C werden in einer wäßrigen Natrium-Acetat-Lösung gelöst und langsam mit einer ätherischen Lösung der äquivalenten Menge 3-Nitrophenylessigsäurechlorid und 2 n-NaOH derart versetzt, daß in der Reaktionslösung stets ein -Wert von 8 herrscht. Das sich während der Reaktion als Ö1 abscheidende nitrophenylacetylierte Produkt wird in Benzol aufgenommen. Man erhält nach Abdampfen des Benzols 33,5 g Äthylendiamin-N,N'-bis- (3-nitrophenylacetyl)-N,N'-bis-ß-propionsäuremethylester vom Fp. 131 bis 132a C. Dieser Ester läßt sich durch Kochen mit 1n-NaOH zur entsprechenden Dinitrosäure vom Fp. 246 bis 249° C verseifen und die Dinitrosäure mit Sn Cl2 und konz. HCl in üblicher Art zur entsprechenden Diaminosäure reduzieren. Aus der Reduktionsmutterlauge wird das Sn mit H2 5 ausgefällt. Die so erhaltene Lösung wird bei 70°C innerhalb 20 Minuten mit überschüssigem Chlorjod und Salzsäure 1:1 versetzt und die Zugabe des Chlorjods nach 1 Stunde wiederholt. Nach Stehen über Nacht wird das ausgeschiedene Reaktionsprodukt isoliert.
  • Aus 20 g Dinitrosäure erhält man dabei 24 g rohe Äthylendiamin-N,N' -bis- (4,6- dij od-3 - amino-phenylacetyl)-N,N'-bis-ß-propionsäure, die, nach Lösen in Na2&O3-Lösung und Fällung mit HCl in der Hitze, einen über 3000 C liegenden Zersetzungspunkt zeigt.
  • Analyse: C24H26O6N4J4.
  • Berechnet ........ N 5,75; gefunden ......... N 5,56.
  • ß-N-(3-Amino-2,4,6-trijodbenzoyl)-phenylaminopropionsäure 1013,2 g 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoylchlorid werden in einer möglichst geringen Menge heißem Dioxan gelöst und zu 700,6g geschmolzenem ß-Anilinopropionsäuremethylester unter Rühren zufließen gelassen. Nach Abklingen der unter Selbsterwärmung einsetzenden Reaktion wird das Reaktionsgemisch am Dampfbad noch etwa 3 Stunden erhitzt, anschließend in der Siedehitze mit Methanol und methanolischer 3n-HCl versetzt und abgekühlt. Die ausgeschiedenen festen Anteile werden dann isoliert und mit Äther gewaschen. Man erhält 953 g B-N- (3 -Amino -2,4,6-trij odbenzoyl) -phenylaminopropionsäuremethylester mit einem Schmelzpunkt von 156 bis 157° C. Ausbeute 74,2 01o der Theone.
  • Der Methylester kann durch Lösen in Dioxan, Versetzen mit 3,15n methanolischer Natronlauge, Eingießen des so erhaltenen Reaktionsgemisches in Wasser und Ansäuern der Lösung mit 6 n-H Cl als freie Säure gefällt werden. Nach Isolieren und Trocknen erhält man aus 571 g Methylester 553,6 g fl-N-(3-Amino-2,4,6-trijodbenzoyl)-phenylaminopropionsäure mit einem Schmelzpunkt von 133 bis 134,5°C. Gesamtausbeute 73,46 0/o der Theorie.
  • Die Herstellung der übrigen jodierten Aniinobenzoesäureamide gemäß vorliegender Erfindung erfolgt in analoger Weise zu den obenstehend gegebenen Darstellungsvorschriften.
  • Die auf diese Weise hergestellten jodierten Aminobenzoesäureamide sind Wirkstoffe für vorzugsweise peroral anzuwendende Röntgenkontrastmittel, die mit Erfolg zur Darstellung der Gallenblase verwendet werden.
  • Bei der pharmakologischen Untersuchung wurden die erfindungsgemäßen Röntgenkontrastmittel im Röntgenbild an der Katze und im Ausscheidungstest an der Ratte geprüft. Als Beispiele für wirksame Verbindungen können genannt werden: In klinischen Untersuchungen, die beispielsweise mit der j-N-(3-Amino-2,4,6-trijodbenzoyl)-N-phenylaminopropionsäure und mit deren Natriumsalz durchgeführt wurden, zeigte sich, daß bei einer peroral gegebenen Dosis von 2 bis 3 g oft schon nach etwa 11/2 Stunden ein Gallenblasenschatten sichtbar wird. Die Verabreichung erfolgt jedoch zweckmäßig am Vorabend der Untersuchung. Die wenigen Fälle, bei denen bisher eine Darstellung der Gallenblase mit den obenerwähnten Verbindungen nicht erzielt werden konnte, zeigten bei der Operation stets schwere pathologische Veränderungen dieses Organs. Bemerkenswert ist, daß bisher Nebenwirkungen wie Erbrechen oder Durchfall nicht beobachtet werden konnten.
  • Für die Zusammensetzung der erfindungsgemäßen Röntgenkontrastmittel können folgende Beispiele angegeben werden: Beispiel 1 500 mg fl-N- (3-Amino-2,4,6-trij odbenzoyl) N-phenylamino-propionsäure, 165 mg amylum tritici, 30 mg talcum venetum, 5 mg Mg-Stearat ergeben insgesamt 700 mg Masse, die zur Herstellung von Tabletten verwendet werden.
  • Auf analoge Weise können Tabletten mit 3-Amino-2,4,6 - trij odbenzoylsarkosin, N - (3- Amino -2,4,6 - trij odbenzoyl )-anthranilsäure und N- (3-Amino-2,4, 6-trij od benzoyl)-N-phenyl-glycin als Wirkstoff hergestellt werden Beispiel 2 500 mg ß-N- (3-Amino-2,4,6-trijodbenzoyl) -N-phenyl amino-propionsäure-Na-Salz, 163 mg amylum maidis, 30 mg talcum venetum, 5 mg Mg-Stearat, 2 mg Laurylalkoholsulfonat ergeben insgesamt 700 mg Masse, die direkt zu Tabletten verarbeitet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Röntgenkontrastmittel, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Verbindungen der allgemeinen Formel worin X ein Wasserstoff- oder ein Jodatom, Z eine einfache Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindung oder eine Methylengruppe, Y, einen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest, der auch verzweigt und/oder durch Sauerstoff unterbrochen sein kann, einen cycloaliphatischen oder aromatischen Kohlenwasserstoffrest, Y2 eine einfache Bindung, einen aliphatischen, cycloaliphatischen oder aromatischen Kohlenwasserstoffrest und R ein Wasserstoffatom, eine Hydroxylgruppe oder die Gruppe bedeutet, wobei für den Fall, in dem R ein Wasserstoffatom und Y2 eine einfache Bindung bedeutet, Y1 immer einen aromatischen Kohlenwasserstoffrest vorstellt, oder an nichttoxischen Salzen dieser Verbindungen mit anorganischen oder organischen Basen.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP2230227A1 (de) * 2009-03-20 2010-09-22 Bracco Imaging S.p.A Verfahren zur Herstellung von aromatischen Trijodid-Carboxyl- Derivaten

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