DE1062012B - Verfahren zur Herstellung von Polymerisaten des Acroleins - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Polymerisaten des Acroleins

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DE1062012B
DE1062012B DED27357A DED0027357A DE1062012B DE 1062012 B DE1062012 B DE 1062012B DE D27357 A DED27357 A DE D27357A DE D0027357 A DED0027357 A DE D0027357A DE 1062012 B DE1062012 B DE 1062012B
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Germany
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acrolein
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polymers
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water
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Dr Otto Schweitzer
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Evonik Operations GmbH
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Degussa GmbH
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G2/00Addition polymers of aldehydes or cyclic oligomers thereof or of ketones; Addition copolymers thereof with less than 50 molar percent of other substances
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Description

DEUTSCHES
Es ist seit langem bekannt, daß Acrolein spontan polymerisiert (J. Redtenbacher, Liebigs Ann., 47, S. 113 [1843]; A. Wöhlk, J. prakt. Chem., 61, S.200 [1900]; J. U. Nef, Liebigs Ann. Chem., 335, S. 191, 221 [1904]; G. Lockemann und O. Liesche, J. prakt. Chem., 71, 483 [1905]).
Auch durch UV-Licht kann eine Polymerisation ausgelöst werden (F.E. Blacet, G. H. Fielding und J. G. Roof, J. Amer. chem. Soc, 59, S. 2375 [1937]). Die so hergestellten Produkte haben jedoch keine technische Bedeutung erlangt.
Man kann die Polymerisation des Acroleins auch durch verschiedene Arten von Katalysatoren auslösen. In diesen Fällen erhält man aber entweder vollständig vernetzte Polymere, die keine Aldehydreaktionen ergeben, oder nur verhältnismäßig niedermolekulare Homopolymerisate (H. Schulz und H. Wagner, Angew. Chem., 62, S. 112 [1950], deutsche Patentschriften 733 125, 745 422, 748 690, französische Patentschrift 1 138 854).
Auch die üblichen radikalliefernden Katalysatoren lösen die Polymerisation von Acrolein aus. Zum Beispiel erhält man mit Azoisobuttersäurenitril in Benzol-Methanol-Gemisch nach 24 Stunden bei 85° C ein lösliches Polyacrolein mit einem Molgewicht von 1310 (USA.-Patent 2 657 192). Bei der Auslösung mittels Azoverbindungen oder Peroxyden sind immer höhere Reaktionstemperaturen erforderlich.
Die ionische Polymerisation von Acrolein führt entweder zu vernetzten oder niedermolekularen Produkten, die günstigstenfalls 20% der ursprünglich vorhandenen Aldehydgruppen enthalten.
Es wurde nun gefunden, daß Polymerisate von interessanten Eigenschaften erhalten werden, wenn, man die Polymerisation von Acrolein oder seinen α-substituierten Derivaten in Gegenwart von schwefliger Säure bzw. von Schwefligsäureanhydrid als Katalysator durchführt. Im allgemeinen genügt schon die Gegenwart verhältnismäßig geringer Mengen dieses Katalysators. Die Polymerisation kann in situ stattfinden. Man kann sie auch in Gegenwart von organischen Lösungsmitteln durchführen. Im allgemeinen empfiehlt es sich aber, in einem wäßrigen System zu arbeiten. Hierbei kann man entweder von einer wäßrigen Lösung ausgehen. Acrolein ist z. B. in Mengen von 20% bei Raumtemperatur in Wasser löslich. Vorteilhaft ist es in den meisten Fällen, größere Mengen zu verwenden, d. h. eine wäßrige Emulsion von Acrolein oder seinen α-substituierten Derivaten zu verarbeiten. In dem Maße wie aus dem gelösten Acrolein das unlösliche Polymerisatsich bildet, geht neues Acrolein inLösung, so daß in Kürze die gesamte Emulsion umgesetzt werden kann. Arbeitet man in Emulsionsform, so empfiehlt es sich, ein Netzmittel zuzusetzen.
Verfahren zur Herstellung
von Polymerisaten des Acroleins
Anmelder:
Deutsche Gold- und Silber-Scheideanstalt
vormals Roessler,
Frankfurt/M., Weißfrauenstr. 9
Dr. Otto Schweitzer, Königstein (Taunus),
ist als Erfinder genannt worden
so Die Polymerisation wird schon bei gewöhnlicher Temperatur eingeleitet. Bei Verarbeitung größerer Mengen empfiehlt es sich, zu kühlen, um die Reaktionswärme abzuführen und ein Durchgehen der Umsetzung zu verhindern.
Die nach dem Verfahren der Erfindung erhaltenen Polymerisate sind hochmolekulare, in Wasser und in den meisten Lösungsmitteln unlösliche Stoffe, die zu Filmen, Überzügen, Textilhilfsmitteln u. dgl. verarbeitet werden können.
Es wurde ferner gefunden, daß man in einem Arbeitsgang zu wasserlöslichen Polymerisaten des Acroleins oder seiner α-substituierten Derivate gelangt, wenn man von vornherein so große Mengen schwefliger Säure oder Schwefligsäureanhydrid verwendet, daß die entstehenden Polymerisate sich mit der schwefligen Säure umsetzen und dadurch in wasserlösliche Form übergehen. Auf diese Art gelingt es, in einem Arbeitsgang wäßrige Lösungen hochpolymerer Acroleinderivate zu erhalten.
Beispiel 1
Frisch destilliertes Acrolein leitet man 1 bis 2 Minuten lang in einen schwachen Strom von S O2-GaS ein. Hierbei scheidet sich ein Polymerisat aus, das vom nicht umgesetzten Acrolein abgesaugt, gewaschen und getrocknet wird. Die Ausbeute beträgt 36% der Theorie.
Beispiel 2
100 g Acrolein werden in 300 g Wasser emulgiert. In diese Emulsion leitet man 1 Minute lang unter Rühren SO2-GaS ein. Wenn die Temperatur auf 270C steigt, stellt man die Zufuhr von S O2 ab. Die Temperatur steigt weiter auf 43° C. Nach mehrstündigem
909 578/466
Stehenlassen saugt man das ausgefallene Polymerisat ab, wäscht es mit Wasser und trocknet es im Vakuum über Chlorcalcium. Die Ausbeute beträgt 65 %.
Beispiel 3
100 g Acrolein werden in 300 g einer 2%igen wäßrigen Lösung eines Polyvinyläthers als Netzmittel emulgiert und wie im Beispiel 2 weiterverarbeitet. Die Ausbeute beträgt 67% der Theorie!

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Polymerisaten des Acroleins, dadurch gekennzeichnet, daß man zur Polymerisation von Acrolein oder seiner α-substituierten Derivate schweflige Säure bzw. ihr Anhydrid als Katalysator verwendet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Polymerisation in Gegenwart von Wasser durchgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man eine wäßrige Emulsion von Acrolein oder seiner α-substituierten Derivate verarbeitet.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß man in Gegenwart eines Netzmittels arbeitet.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Polymerisation bei gewöhnlicher Temperatur eingeleitet wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 5; dadurch gekennzeichnet, daß in Gegenwart größerer Mengen von schwefliger Säure bzw. ihres Anhydrids gearbeitet wird.
DED27357A 1958-02-05 1958-02-05 Verfahren zur Herstellung von Polymerisaten des Acroleins Pending DE1062012B (de)

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GB3279/59A GB855888A (en) 1958-02-05 1959-01-29 A process for the production of polymers of acrolein or ª‡-alkyl acroleins
FR785255A FR1233543A (fr) 1958-02-05 1959-01-29 Procédé pour préparer des polymérisats de l'acroléine
US790385A US3068203A (en) 1958-02-05 1959-02-02 Process for the production of polymerizates of acroleins
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