DE646895C - Verfahren zum Polymerisieren von Acrylsaeurenitrilen - Google Patents
Verfahren zum Polymerisieren von AcrylsaeurenitrilenInfo
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- DE646895C DE646895C DEI51949D DEI0051949D DE646895C DE 646895 C DE646895 C DE 646895C DE I51949 D DEI51949 D DE I51949D DE I0051949 D DEI0051949 D DE I0051949D DE 646895 C DE646895 C DE 646895C
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-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08F—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
- C08F20/00—Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and only one being terminated by only one carboxyl radical or a salt, anhydride, ester, amide, imide or nitrile thereof
- C08F20/02—Monocarboxylic acids having less than ten carbon atoms, Derivatives thereof
- C08F20/42—Nitriles
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Description
Die Erfindung betrifft die Herstellung von künstlichen Harzen oder harzartigen Stoffen
durch Polymerisierung von Nitrilen der Acrylsäure oder ihrer a-alkylsubstituierten. Homologen
oder Mischungen derselben.
Die Polymerisationsprodukte dieser Körper verfärben sich leicht. Dieser Nachteil soll
durch das vorliegende Verfahren weitgehend behoben werden, so daß die Polymerisationsprodukte
weniger leicht die Neigung haben, sich in der Farbe zu verändern.
Gemäß der Erfindung werden die genannten monomeren Nitrile mit geringen Mengen
von Mangan-, Permangansäure oder deren
is Salzen bei niedriger Temperatur behandelt,
worauf sie nach Entfernung der Manganverbindungen in bekannter Weise polymerisiert
werden und Polymerisationsprodukte ergeben, die im wesentlichen farblos sind. In den
Fällen, wo die Färbung nicht vollkommen durch das Verfahren gemäß der ErfindungQ
entfernt wird, besteht die Restfärbung nur aus einem schwach gelblichgrünen Schein,
der weniger nachteilig ist als die stark gelba oder braune Färbung, die den aus den genannten
Nitrilen hergestellten Polymerisaten für gewöhnlich anhaftet.
Ebenso wie die meisten anderen Vinylverbindungen werden die Acrylnitrile und ihre
Homologen selbst mehr oder weniger leicht durch die genannten Oxydationsmittel angegriffen.
Demgemäß soll die Menge der genannten Oxydationsmittel gering im Verhältnis zu der Menge der der Behandlung zu
unterwerfenden Nitrile sein, und die Temperatür, bei der die Arbeitsweise durchgeführt
wird, muß ebenfalls niedrig sein. Die Konzentration der genannten Oxydationsmittel ist
nicht von erheblicher Bedeutung; jedoch ist es zweckmäßig, zwischen Oxydationswerten,
von — bis — zu arbeiten. Die Menge der 5 10 s
zuzusetzenden genannten Oxydationsmittel kann beispielsweise von 0,01 bis 0,05 g Äquivalent
Sauerstoff pro Grammolekül des Nitrils betragen, je nach dem Grad der Verfärbung,
die beim Polymerisieren des unbehandelten Monomeren eintritt.
Die Manganate oder Permanganate können in saurer, neutraler oder alkalischer Lösung
angewandt werden. Es ist jedoch vorteilhaft, eine Lösung anzuwenden, welche mindestens
genug Säure enthält, um das Alkali zu binden, welches bei der Reduktion des Oxydationsmittels
entsteht, so daß während des ganzen Verfahrens eine saure Reaktion aufrechterhalten
wird. Die Natur der hierfür angewandten Säure ist nicht von großer Wichtigkeit, vorausgesetzt, daß sie nicht durch die
Gegenwart des Oxydationsmittels beeinflußt
Claims (1)
- wird. Für das Verfahren gemäß der Eiiindung sind beispielsweise Essig-, Salpeter-, Phosphor- oder Schwefelsäure brauchbar.Der Erfindungsgegenstand ist nicht a· die Behandlung der Nitrile in Abwesenheit* anderer Stoffe oder auf eine bestimmte Polymerisationsmethode beschränkt. So können die Nitrile auch zusammen mit anderen polymerisierbaren Verbindungen oder mit einemίο Weichmachungsmittel für das Polymere der Oxydationsbehandlung unterworfen und danach polymerisiert werden. Es ist jedoch zu erwähnen, daß das Verfahren gemäß der Erfindung besonders wertvoll ist, wenn die Polymerisation in Gegenwart von organischen Peroxyden durchgeführt wird, da die Verwendung der organischen Peroxyde ohne vorherige oxydierende Behandlung der Nitrile die Entstehung verfärbter Polymerisate ganz besonders begünstigt. Die durch das Verfahren gemäß der Erfindung erhaltenen harzartigen Produkte besitzen im übrigen die Biegsamkeit, Durchsichtigkeit und mechanische Festigkeit, welche den polymerisierten Acrylnitrilen und a-alkylsubstituierten Acrylnitrilen eigentümlich ist. Die besondere Klarheit der Färbung, die sie aufweisen, machen sie besonders geeignet zur Verwendung als Celluloidersatzstoffe, insbesondere für Formzwecke und zur Herstellung von Sicherheitsglas.Im folgenden Beispiel wird eine Ausführungsform der Erfindung angegeben, worauf dieselbe jedoch nicht beschränkt ist.Beispiel150Volumenteile — Kaliumpermanganat,welches mit Schwefelsäure angesäuert wird, läßt man unter gutem Rühren und Abkühlen in 50 Volumenteile Methacrylsäurenitril einlaufen. Die Reaktion geht schnell vonstatten, und es bildet sich ein Niederschlag von Mangandioxyd. Die entstehende Mischung wird vmit genügend Natriumbisulfitlösung behandelt,den Niederschlag an Mangandioxyd aufösen, und die wässerige Lösung von der beren Schicht des Methacrylsäurenitrils abgezogen. Das Nitril wird mit Wasser gewaschen und über wasserfreiem Natriumsulfat nach Hinzufügung von 1 Gewichtsprozent Gerbsäure als Antipolymerisierungsmittel getrocknet. Ί Darauf wird es durch Destillation gereinigt, wobei die zwischen 89 bis 91° siedende Fraktion aufgefangen wird. Das so hergestellte Monomere wird in ein farbloses oder fast farbloses Polymeres übergeführt, indem es 1 Woche lang auf 60 bis 650 in Gegenwart von 0,5 Gewichtsteilen gelösten Benzoyl- oder Bernsteinsäureperoxyds erhitzt wird.Das so erhaltene Polymere kann in beliebiger Weise mechanisch bearbeitet werden, beispielsweise zur Herstellung von Zigarettenspitze», Regenschirmgriffen, oder kann auch warm zu Platten gewalzt werden, die nachher ausgestanzt, gepreßt oder geschnitten werden können.P Λ T E N T ANSPKUtJl :Verfahren zum Polymerisieren der Nitrile von Acrylsäure oder ihren a-alkylsubstituierten Homologen oder Mischungen derselben, dadurch gekennzeichnet, daß das monomere Nitril, welches auch andere polymerisierbare organische Körper oder bekannte Weichmachungsmittel für das Polymerisat enthalten kann, mit Mangan-, Permangansäure oder deren Salzen bei niedriger Temperatur behandelt wird und dann nach Entfernung der Manganverbindungen in bekannter Weise polymerisiert wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB9738/34A GB437271A (en) | 1934-03-28 | 1934-03-28 | Improvements in or relating to the polymerisation of derivatives of unsaturated organic acids |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE646895C true DE646895C (de) | 1937-06-23 |
Family
ID=9877816
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEI51949D Expired DE646895C (de) | 1934-03-28 | 1935-03-23 | Verfahren zum Polymerisieren von Acrylsaeurenitrilen |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US2054740A (de) |
| DE (1) | DE646895C (de) |
| FR (1) | FR787573A (de) |
| GB (1) | GB437271A (de) |
Families Citing this family (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| BE465917A (de) * | 1945-01-10 | |||
| BE465916A (de) * | 1945-01-10 | |||
| US2705689A (en) * | 1952-10-31 | 1955-04-05 | Hercules Powder Co Ltd | Method of modifying the surface of unsaturated cellulose ester containing bodies |
| US2817649A (en) * | 1954-04-26 | 1957-12-24 | Monsanto Chemicals | Cationic polyelectrolytes |
-
1934
- 1934-03-28 GB GB9738/34A patent/GB437271A/en not_active Expired
-
1935
- 1935-03-20 FR FR787573D patent/FR787573A/fr not_active Expired
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- 1935-03-29 US US13787A patent/US2054740A/en not_active Expired - Lifetime
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB437271A (en) | 1935-10-28 |
| US2054740A (en) | 1936-09-15 |
| FR787573A (fr) | 1935-09-25 |
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