DE104306C - - Google Patents

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DE104306C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G23/00Auxiliary devices for weighing apparatus
    • G01G23/18Indicating devices, e.g. for remote indication; Recording devices; Scales, e.g. graduated

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die durch die Zeichnung erläuterte Erfindung giebt Gleiswaagenriegeln, deren Zweck es ist, bei der selbstthätigen Zählung der rollenden Wagen unregelmäfsige oder in betrügerischer Absicht vorgenommene Bewegungen des Wagens auf der Waagplatte zu verhindern, Sicherheit dagegen, dafs der Ablaufriegel unregelmäfsigerweise niedergedrückt wird, um das Zählwerk zu schalten und somit die Zählung zu fälschen.
Hierzu ist der Riegel in zwei Theile getheilt, von denen der untere beim Auffahren des Wagens auf die Platte abwärts' gedrückt wird, wobei die Zählwerkschaltung erfolgt, der obere, den Wagen zurückhaltende Theil aber erst nach geschehener Zählerschaltung freigegeben wird, um zum Wagendurchlassen zu sinken. Erst nach dem Durchgang des Wagens wird der obere Theil vom emporsteigenden Untertheil wieder eingestellt, und zwar so, dafs er vor der folgenden neuen Wagenzählung nicht wieder zurückweichen kann.
Die nähere Anordnung der Einrichtung ist nachfolgend gegeben und durch Zeichnung in vier Figuren erläutert.
Der aus dem Obertheil R1 und Unfertheil R2 bestehende Sperrriegel zur Zurückhaltung des Wagens wird ebenso wie eine an der Waage angebrachte Zähleinrichtung in bekannter Weise beim Auffahren des Wagens auf die Waagplatte b von dem Hebel α des Waagmechanismus beeinflufst.
Um nun den Rückgang des Sperrriegels in der Weise zu regeln, dafs der Riegel erst dann den Wagen freiläfst, wenn letzterer gezählt ist, wird der Riegel getheilt und dessen Obertheil R1 erst herabgelassen, und zwar augenblicklich, wenn die Zählung beendet ist, d. h. wenn der Hebel α und der Untertheil R2 in ihre tiefste Stellung gekommen sind. Dieses Herablassen des Riegelobertheils R1 geschieht auf elektrischem Wege durch den Untertheil R2 mit Hülfe der Einrichtung, dafs der Obertheil R1 sich mit dem Ansatz s auf den Schenkel t des um ν drehbaren Winkels T stützt, an dessen anderem Schenkel t1 der um den Drehpunkt y1 bewegliche Ankerwinkel U mit seinem Arm u anliegt.
Vom Magneten W aus geht der Strom über die Contactstelle ww1, deren Backen w federnd sind und von dem Ansatz sl am Sperrriegeluntertheil R2 bei dessen Tiefstellung in Berührung gebracht werden; dieser Contact kann indessen auch durch eine andere geeignete Bewegungseinrichtung der Waage hergestellt werden. Beim Auslösen des Winkelhebels Γ durch den Anker U fällt ersterer auf den Träger ρ des Riegeluntertheils R2 und wird von diesem beim Rückgang des Hebels a, der bei der Aufwärtsbewegung der Waagplatte erfolgt, wieder in die Sperrstellung gehoben.
Die W7irkung der ganzen Einrichtung gestaltet sich folgendermafsen.
Der Wagen fährt auf die Waagplatte b, der Waaghebel α geht nieder und nimmt den Riegeluntertheil R2 mit, während der Obertheil R1 mit seinem Ansatz s auf dem Schenkel χ t des vom Anker U gesperrten Winkels T sitzt (s. Fig. 2). Beim Niedergang des Unter-
theils -R2 drückt der Ansatz s1 die Contactfeder w auf wl, und der Strom wird geschlossen. Vom Magnet W wird alsdann der Anker U angezogen, dessen Arm u verläfst den Schenkel f1 des Winkels T und dieser sinkt mit dem Riegeltheil R1 abwärts, wobei der Schenkel t auf dem Träger ρ ruhen bleibt. Nunmehr kann der Wagen von der Platte b abfahren. Ist dies geschehen, so hebt sich der Hebel a, mit ihm der Riegeltheil i?2 und mit diesem Riegeltheil R1 und Winkel T.
Die Contactfeder w, durch s1 freigelassen, schwingt von w1 ab, der Anker U geht infolge der Stromunterbrechung zurück und sperrt durch diesen Hebelarm u den Winkelhebel T. so dafs -R1 unwiderruflich gehoben bleibt (s. Fig. i) und nur durch Auffahren eines Wagens auf die Platte wieder gesenkt werden kann, nicht aber durch Anwendung von Druck auf den vorstehenden Riegelkopf.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Elektrische Sperrung von Wagenaufhaltriegeln an Gleiswaagen mit Zählwerk, dadurch gekennzeichnet, dafs zur Verhinderung wiederholten Zählens des aufgefahrenen Wagens durch Niederdrücken des Riegels der letztere aus einem Obertheil R1 und einem Untertheil i?2 hergestellt ist, von denen R1 von dem durch den Ankerhebel U gesperrten Winkel T gegen das zu verhütende Niederdrücken gesichert wird, wogegen der von dem Waagenmechanismus in bekannter Weise bewegte Theil i?2 in seiner tiefsten Stellung das Nachfallen des Obertheils R1 dadurch bewirkt, dafs sein Ansatz sl den Contact w wx schliefst und infolge dessen der Anker U den Winkel ^auslöst, welch letzterer mit dem Oberriegeltheil R1 vom Untertheil J?2 und seinem Träger ρ wieder in die Sperrstellung gebracht wird, wenn der Wagen die Waagplatte verläfst.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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