DE102755C - - Google Patents

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DE102755C
DE102755C DENDAT102755D DE102755DA DE102755C DE 102755 C DE102755 C DE 102755C DE NDAT102755 D DENDAT102755 D DE NDAT102755D DE 102755D A DE102755D A DE 102755DA DE 102755 C DE102755 C DE 102755C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C5/00Photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents
    • G03C5/26Processes using silver-salt-containing photosensitive materials or agents therefor
    • G03C5/29Development processes or agents therefor
    • G03C5/30Developers

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 57: Photographs.
J. HAUFF in FEUERBACH b. STUTTGART.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. Mai 1896 ab.
Die Paraphenylendiamine haben bis jetzt als photographische Entwickler nur ein theoretisches Interesse beanspruchen können, insofern sie einen Typus von Entwicklungssubstanzen repräsentiren, deren Entwicklungsvermögen durch das Vorhandensein zweier in Parastellung zu einander befindlichen Amidogruppen bedingt wird; eine praktische Bedeutung haben sie aber nicht, weil sie auch bei Anwendung kaustischer Alkalien für die Zwecke der Praxis völlig ungenügend entwickeln und aufserdem Grünschleier erzeugen.
Die Paraphenylendiamine haben erst eine praktische Bedeutung erlangt durch Uebertührung derselben in die Alkylderivate (Patent Nr. 69582), welche schon mit schwefligsauren Alkalien das photographische Bild ohne Grünschleier kräftig und mit sehr feinern Korn entwickeln.
Zur Erreichung der für die gewöhnlichen Copirzwecke nöthigen Kraft erfordern aber die alkylirten p-Phenylendiamine trotz der grofsen Anfangsgeschwindigkeit, mit welcher sie arbeiten, immer noch eine etwas lange Entwicklungszeit. Die Lösungen haben nicht die gewünschte Haltbarkeit und greifen empfindliche Haut leicht an.
Anders verhalten sich die carboxylirten Alkylderivate der p-Phenylendiamine (Glycine); dieselben entwickeln das photographische Bild schon mit schwefligsauren Alkalien schnell, ohne jede Färbung der Gelatine, mit ebenso feinem Korn als die alkylirten ρ - Phenylendiamine, aber mit gröfserer Dichtheit des Silberniederschlages. Die alkalischen Entwicklungslösungen sind in sehr concentrirtem Zustande herstellbar und zeigen eine besonders grofse Haltbarkeit.
Die Vorzüge, welche die Glycine der alkylirten p-Phenylendiamine auszeichnen, sind folgende:
Grofse Haltbarkeit der Lösungen, schnelles Entwicklungsvermögen schon in Lösungen mit schwefligsauren Alkalien bei kräftiger Deckung der Lichter, hohe Empfindlichkeit gegen Bromkalium als Verzögerer. Die Negative sind ohne jede Färbung der Schicht, auch bei Anwendung kohlensaurer oder kaustischer Alkalien, und zeigen ein sehr feines Korn, ähnlich demjenigen nasser Collodiumplatten.
Zur Anwendung am besten geeignet sind die Alkyl-p-phenylendianiinglycine von der Zu-
, H1- (R= Alkyl)
COOH,
und zwar die Diaikylglycine des p-Phenylendiamins, p-Toluylendiamins, p-Xylylendiamins, α ß-Naphtylendiamins, a α-Naphtylendiamins.
Zur Entwicklung empfiehlt sich folgende Lösung:
ι g Dimethyl-p-amidophenylglycin,
5 g Natriumsulfit,
5 g Potasche,
100 g Wasser.
Aufser den bereits angeführten Eigenschaften haben die Diaikylglycine der Paradiamine auch

Claims (1)

  1. gegenüber den im Patent Nr. 75505 beschriebenen Oxyphenylglycinen Vorzüge sowohl hinsichtlich der Verwendung wie des erzielten Resultates.
    Die Oxyphenylglycine sind in Wasser unlöslich; sie entwickeln das Bild erst mit kohlensauren Alkalien und dann nur ungewöhnlich langsam. Bei längerer Entwicklungsdauer entstehen durch den das Bromsilber lösenden Einflufs des Sulfits Farbschleier.
    Die Dialkylglycine hingegen sind in Wasser sehr leicht löslich; sie entwickeln schon mit schwefligsauren, aber auch mit kohlensauren Alkalien schnell und ohne jeden Farbschleier selbst bei sehr langer Entwicklungsdauer. Sie eignen sich daher besonders auch zur langdauernden Entwicklung in verdünnten Lö- suagen (Standentwicklung), bei welcher der mit Glycin auftretende Gelbschleier als aufserordentlich lästig empfunden wird. Hier haben die Dialkylglycine noch den Vortheil, dafs sie trotz mehrstündiger Entwicklung absolut klar arbeiten.
    Die als photographische Entwickler zur Verwendung gelangenden Dialkylglycine werden hergestellt durch Einwirkung der Dialkyl-pphenylendiaminbasen auf die äquivalente Menge Monochlorfettsäureester in Gegenwart einer Lösung von 1 Aequivalent Soda bei einer Temperatur von 80 bis ioo° C. und Zerlegen der gebildeten Dialkylglycinester mit concentrirter Salzsäure oder kaustischem Alkali, wobei im ersteren Fall das Hydrochlorat, im letzteren das Alkalisalz des Dialkylglycins entsteht', beispielsweise nach folgenden Gleichungen:
    C6 Hi j %(ηΗ^2 + CH.2Cl+ COO (C, HJ + V2 Na2 CO3 =
    I NH- CH2- COO(C2HJ
    c H j N (C HJ2
    TfJ ) ■" [ - -" 3/2 I , J-J pi
    <> 4 INH-CH2-COO(C2HJ + 3^ Ui ~
    \N (C H3J2H Cl A C
    \ CH,- COOHHCl ^ u2
    r [N(CHJz ' Na0H _
    il I iV77_ CH2-COO (C, HJ -r ^au™ —
    N(CHJ,
    C, H1
    NH-CH,-COONa
    Die Hydrochlorate lassen sich zum Theil durch concentrate Salzsäure aus ihren wässerigen Lösungen ausfällen und krystallisiren in kleinen Nadeln; die Natronsalze sind in starkem Weingeist, sowie in concentrirter Aetznatronlauge unlöslich und krystallisiren in Schuppen. Ueber die Glycine selbst können nähere Angaben nicht gemacht werden, da sie noch nicht hergestellt sind und als solche in den Entwicklungslösungen auch nicht zur Verwendung kommen.
    Pa τ εnt-Anspruch:
    Verwendung der Dialkylglycine des p-Phenylendiamins, p-Toluylendiamins, p-Xylylendiamins, α ß-Naphtylendiamins, α α-Naphtylendiamins zur Entwicklung des photographischen Bildes.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE767652C (de) * 1936-05-27 1953-03-02 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zur farbigen Entwicklung von Halogensilberemulsionen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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