DE101008C - - Google Patents
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-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01G—WEIGHING
- G01G13/00—Weighing apparatus with automatic feed or discharge for weighing-out batches of material
- G01G13/24—Weighing mechanism control arrangements for automatic feed or discharge
- G01G13/242—Twin weighing apparatus; weighing apparatus using single load carrier and a plurality of weigh pans coupled alternately with the load carrier; weighing apparatus with two or more alternatively used weighing devices
- G01G13/243—Twin weighing apparatus; weighing apparatus using single load carrier and a plurality of weigh pans coupled alternately with the load carrier; weighing apparatus with two or more alternatively used weighing devices using a single load carrier
- G01G13/244—Twin weighing apparatus; weighing apparatus using single load carrier and a plurality of weigh pans coupled alternately with the load carrier; weighing apparatus with two or more alternatively used weighing devices using a single load carrier with a single weighing receptacle divided into two or more alternatively used sections
- G01G13/246—Twin weighing apparatus; weighing apparatus using single load carrier and a plurality of weigh pans coupled alternately with the load carrier; weighing apparatus with two or more alternatively used weighing devices using a single load carrier with a single weighing receptacle divided into two or more alternatively used sections the weighing apparatus being rotatable
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- Weight Measurement For Supplying Or Discharging Of Specified Amounts Of Material (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. Dezember 1896 ab.
Die bis jetzt bekannten selbsttätigen Wägemaschinen oder Waagen bestehen aus einer
mit dem Waagebalken verbundenen Materialschale, Gefäfs, Trommel oder dergl., welche
während der Wägung festgehalten wird, und welche zwecks Entleerung des abgewogenen
Inhaltes in dem Augenblick überzukippen vermag, in welchem die Wägemaschine ihre
Gleichgewichtsstellung erreicht oder eingenommen hat.
Bei, allen diesen Waagen ist das Materialgefäfs so aufgehängt, dafs es sich in der Ebene
des Waagebalkens oder parallel zu dieser drehen kann. Infolgedessen wird bei der Wägung
durch das Festhalten oder Zurückhalten des Gefäfses für eine gewisse Zeit eine starre Verbindung
des Gefäfses mit dem Waagebalken erzeugt, wodurch eine Aenderung des belasteten Hebelarmes des Waagebalkens und sonach auch
gemäfs der Vertheilung des Wägegutes in dem Gefäfs und der Drehrichtung des letzteren eine
Aenderung des Kraftmomentes bewirkt wird, was wiederum zur Folge hat, dafs ein zu
grofses oder zu geringes Gewicht angezeigt wird. Diese Ungenauigkeiten erlangen nach
einer gröfseren Anzahl von Wägungen einen ganz beträchtlichen Werth und verhindern alsdann
die Zulassung solcher Waagen zur amtlichen Aichung, sowie ihre Benutzung für genaue
Wägungen überhaupt. Bei den meisten derartig construirten Waagen wird der oben
erwähnte Uebelstand noch dadurch vermehrt, dafs infolge der Anordnung des XJefäises und
seiner Auslösevorrichtung für das Umkippen bezw..: Entleeren noch ,ein gewisser Gewichtsüberschufs
erforderlich ist, der, wie klein er auch sei, bei einer gröfseren Anzahl von Entleerungen
, d. h. von thatsächlich bewirkten Wägungen doch einen gewissen Werth erlangt.
Durch die vorliegende verbesserte Wägemaschine sollen nun diese Uebelstände beseitigt
werden. Die Verbesserung oder Neuerung besteht in einer solchen Aufhängung des Gefäfses an dem Waagebalken, welche ermöglicht,
dafs das Gefäfs' seine Drehung in einer rechtwinklig zur Schwingungsebene des Wagebalkens
gerichteten Ebene auszuführen, trotzdem aber frei in dieser Schwingungsebene zu schwingen
vermag, so dafs eine starre Verbindung zwischen Gefäfs und Waagebalken in Wirklichkeit nicht
stattfindet, dafs ersteres aber nichtsdestoweniger eine sichere verticale Führung erhält. Aufserdem
hat das Gefäfs eine besondere Form, um das Wägegut so in dem Gefäfs zu vertheilen,,
dafs dieses seine Kippbewegung nur unter dem Einflufs der genauen Menge des abgewogenen
Gutes ausführt.
Auf beiliegender Zeichnung ist Fig. 1 eine schematische Darstellung, welche die Aufhängungsweise
des Gefäfses an dem Waagebalken veranschaulicht. Fig. 2, 3 und 4 stellen eine
der vorliegenden Erfindung gemäfs eingerichtete selbstthätige Wägemaschine zum Wiegen
von Getreide oder dergl. dar. Fig. 2a, 2b und 3a sind den Fig. 2 und 3 entsprechende
Einzeldarstellungen der Verschlufsvorrichtung.
Wie die Fig. 1 und 4 erkennen lassen, ist
der Waagebalken XY gabelförmig gestaltet oder doppelt angeordnet. Zwischen den Armen
Y befindet sich ein Rahmen Z1 beweglich
aufgehängt. Dieser Rahmen trägt die beiden Drehzapfen \ für das Materialgefäfs Z.
Um ein sicheres Arbeiten zu erzielen, besteht das genannte Gefäfs aus zwei Abtheilungen,
welche abwechselnd Wägegut aufnehmen und ausschütten. Damit eine vollständige und
schnelle Entleerung stattfindet, haben diese Abtheilungen die Form eines abgestumpften
Kegels, dessen gröfsere Seite bezw. Grundfläche nach aufsen gerichtet ist. Um eine
Kippbewegung des Gefäfses oder, Behälters Z durch die Last des genauen Gewichtes des abgewogenen
Materials herbeizuführen, ist die Wand O (Fig. 2), welche den Behälter Z in
zwei Räume theilt, so angeordnet, dafs sie nicht in der durch die Drehzapfen \ gelegten
Horizontalebene, sondern derart aufserhalb der letzteren liegt, dafs jede Abtheilung auf der
einen Seite der Drehzapfen \ tiefer ist als auf der anderen, wodurch das eingelassene Material
so in dem Behälter vertheilt wird, dafs der Schwerpunkt nicht in der durch die Drehachse
gelegten Verticalebene, sondern aufserhalb derselben liegt, und zwar auf der Seite, nach
welcher der Behälter Z umkippen soll. Diese Kippbewegung (s. Fig. 1 und 2) findet statt in
einer Ebene, welche senkrecht zur Schwingungsebene des Waagebalkens X Y steht. Infolge
der cardanischen Aufhängung kann der Behälter Z sich ähnlich wie der Kessel eines
Schiffscompasses in allen Richtungen frei bewegen bezw. schwingen. Hieraus ist auch
verständlich, dafs, wenn der Behälter Z während der Wägung an der Seite χ (Fig. 1) zurückgehalten
wird, doch niemals eine starre Verbindung zwischen dem Behälter und dem
Waagebalken X Y stattfindet.
Die verticalen Bewegungen des Materialbehä'lters
Z werden benutzt, um zur richtigen Zeit die Oeffhung bezw. allmälige Schliefsung
der Verschlufsvorrichtung· des Materialeinlasses zu bewirken, welcher oberhalb des Behälters Z
angeordnet ist.
Ist die Waage zum Abwiegen von körnigen oder pulverförmigen Materialien bestimmt, so
ist die Einlafsvorrichtung mit einem Trichter J versehen, in welchem zum Zurückhalten von
Steinen und anderen Fremdkörpern ein Sieb N (Fig. 2) angeordnet sein mag. Die Einlafsöffhung
wird durch eine Klappe A abgeschlossen, welche durch die an den Armen A2
angebrachten Gegengewichte A1 in Schliefsstetlung
gehalten wird. Gegen diese belasteten Arme A2 können auf dem Tragerahmen Z1
des Behälters Z angebrachte Knaggen C einwirken, derart, dafs die Klappe A sich öffnet,
sobald der geleerte Behälter Z unter dem Einflufs der auf die Gewichtsschale G gestellten
Gewichte nach oben geht (s. punktirte Stellung Fig. 2). Die im Trichter befindlichen Materialien
können dann in den Behälter fallen.
Während der Behälter Z sich unter dem Gewicht des einfallenden Wägegutes senkt, erlauben
die Knaggen C, dafs sich die 'Klappe A in Richtung des punktirten Pfeiles Fig. 2 zurückdreht,
um in ihre Schliefsstellung zu gelangen, kurz, bevor das beabsichtigte Gewicht erreicht ist. Das Gut fährt dann fort, durch
eine kleine Oeffnung ^3 in der Klappe A in
den Behälter Z einzulaufen. Dieser dünne Einlauf wird allmälig noch durch einen Schieber
A4: verringert, der mit Hülfe eines an dem Rahmen Zi angelenkten Hebelwerkes As A6
(Fig. 2a), das durch die Abwärtsbewegung des Rahmens Z1 bethätigt wird, allmälig unter
oder vor die Oeffnung A3 gestofsen wird (Fig. 2a, 2b und 3a), so dafs das Material nur
noch körnerweise durchfällt, um schliefslich ganz abgesperrt zu werden, sobald die Waage
die Gleichgewichtslage erreicht hat. Dieser Einrichtung ist es zu verdanken, dafs man auf
der vorliegenden Waage alle möglichen Sorten von körnigem und pulverförmigem Gut abwiegen
kann, ohne für jede Sorte die Absperrvorrichtung besonders gestalten zu müssen.
Während seines Niederganges wird der Behälter Z dadurch zurückgehalten, dafs die
schräg stehende Schiene Z'2' des Gefäfses sich gegen den mit Führungsrollen versehenen festen
Anschlag Z3 anlehnt. In dem Augenblick, in welchem die Waage sich im Gleichgewicht befindet,
löst sich die den Behälter haltende Vorrichtung Z% Z3 durch Verlassen der letzten
Rolle aus, und der so freigegebene Behälter führt infolge der' verschieden hohen Anordnung
des Bodens O unter dem Antrieb des Gewichtes seiner Füllung eine Kippbewegung
oder eine halbe Umdrehung aus, und zwar in einer Ebene, welche senkrecht zur Schwingungsebene
des Waagebalkens steht (s. den Pfeil Fig. 1).
Während dieser halben Umdrehung entleert sich die vorhin gefüllte Abtheilung des Behälters
Z und die Arme Y mit dem Rahmen Z1 und Behälter Z gehen wieder nach
oben; die andere Abtheilung ist jetzt unter der Einlafsöffnung, während die Knaggen C von
neuem die Klappe A öffnen. Um bei der Aufwärtsbewegung und dem gleichzeitigen
Drehen des Gefäfses Z ein Anprallen gegen den Obertheil der Waage zu verhüten und
das Gefäfs in ruhiger Weise mit der Schiene Z'1 gegen den Anschlag Z3 zu führen, ist das
Gefäfs mit Gummiblöcken Z6 versehen, welche bei der Aufwärtsbewegung gegen drehbare,
mit Gewichten Z5 belastete Buffer Z4 treffen, die den Hub nach oben hin begrenzen, ohne
die Drehbewegung zu hindern. Am Drehen in entgegengesetzter Richtung wird der Behälter
Z durch zwei am Rahmen Z1 ange-' brachte Sperrklinken Z7 verhindert, welche in
entsprechende, an dem Behälter Z befestigte Verzahnungen Z8 eingreifen. Die Drehbewegungen
des Gefäfses Z werden auf ein Zähl-
werk F übertragen, dessen Zählscheiben die Zahl der halben Umdrehungen anzeigen, welche
mit dem auf die Schale G aufgestellten Gewicht zu multipliciren ist.
Die Waage ist so eingerichtet, dafs man sie überall aufstellen kann, sei es auf ein besonderes
Gestell, auf die Brücke eines Schiffes oder sei es, dafs man sie mittelst Ketten etc.
aufhängt.
Die Gewichtsschale G ist als ein mittelst Schlofs oder Bleiplombe zu verschliefsendes
Gefä'fs ausgebildet. Ein Abstellhebel G1 beliebiger Art dient dazu, den Waagebalken zurückzuhalten,
so dafs die Knaggen C nicht eher in Berührung kommen können, als bis alle Gewichte
in die Gewichtsschale eingesetzt sind und diese letztere abgeschlossen ist.
Der Materialbehälter ist vollständig in ein Gehäuse L mit kegelförmigem Boden W eingeschlossen,
welch letzterer dazu dient, das in die Umhüllung L eingeschüttete Gut nach der
Auslafsöffnung T zu leiten.
Soll das Gut in Säcke abgewogen werden, so kann man in die Bahn der Schienen Z%
einen geeigneten Anschlag H aufstellen, welcher den Materialbehälter nach jeder halben
Umdrehung festhält. Wird dieser Anschlag in seine Ruhestellung umgelegt, so arbeitet die
Waage wieder selbsttätig weiter.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine selbsttätige Wägemaschine, bei welcher behufs Vermeidung einer starren Verbindung zwischen Drehgefäfs (Trommel) und Waagebalken während der Wägung das Gefäfs an den Waagebalken cardanisch aufgehängt ist und seinen Umkippantrieb dadurch erhält, dafs infolge der Gestaltung seines Bodens in Form einer gebrochenen Fläche der Schwerpunkt aufserhalb der durch die Aufhängungspunkte gehenden Verticaiebene liegt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE101008C true DE101008C (de) |
Family
ID=371768
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT101008D Active DE101008C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE101008C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1056384B (de) * | 1953-08-28 | 1959-04-30 | Haut Rhin Manufacture Machines | Vorrichtung zur selbsttaetigen Waegung und Ausgabe gleicher aufeinanderfolgender Dosen |
-
0
- DE DENDAT101008D patent/DE101008C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1056384B (de) * | 1953-08-28 | 1959-04-30 | Haut Rhin Manufacture Machines | Vorrichtung zur selbsttaetigen Waegung und Ausgabe gleicher aufeinanderfolgender Dosen |
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