DE14860C - Automatische Waage - Google Patents
Automatische WaageInfo
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- DE14860C DE14860C DENDAT14860D DE14860DA DE14860C DE 14860 C DE14860 C DE 14860C DE NDAT14860 D DENDAT14860 D DE NDAT14860D DE 14860D A DE14860D A DE 14860DA DE 14860 C DE14860 C DE 14860C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01G—WEIGHING
- G01G13/00—Weighing apparatus with automatic feed or discharge for weighing-out batches of material
- G01G13/02—Means for automatically loading weigh pans or other receptacles, e.g. disposable containers, under control of the weighing mechanism
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- Weight Measurement For Supplying Or Discharging Of Specified Amounts Of Material (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Automatische Waage.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. Januar 1881 ab.
Der Apparat, auf welchen vorliegende Erfindung angewendet ist, dient zum Abwägen von
bestimmten Pulvermengen; die Erfindung kann jedoch auf jede Art Waagen angewendet werden,
so dais man alle pulverartigen, grobkörnigen und flüssigen Substanzen in gewünschten
Gewichtsmengen abwägen kann, ohne dafs die Gröfse des Gewichts oder der Waage einen
wesentlichen Einflufs ausübt.
Fig. ι ist ein Aufrifs des Apparates.
Fig. 2 ist ein Grundrifs mit theilweisem Schnitt nach Z-Z und theilweisem Schnitt nach Y-Y.
Fig. 3 ist ein theilweiser Verticalschnitt nach X-X.
Fig. 4 ist der Horizontalschnitt nach W-W.
Fig. 5 zeigt die Vorrichtung zum Heben und Fallenlassen der Waagschale.
An dem in der Zeichnung dargestellten Apparat sind im wesentlichen zwei Haupttheile zu
unterscheiden:
1. Vorrichtung zum Befördern der zu wägenden Substanz auf die Waagschale;
2. die Waage mit Vorrichtung zum Entleeren der Waagschale von der abgewogenen Substanz.
Die unter 1. genannte Vorrichtung erhält durch die Schnurscheibe a, Fig. 2, von irgend
einer Transmission den Antrieb der Maschine; α sitzt auf einem Muff b, welcher am entgegengesetzten
Ende eine Scheibe c trägt, die durch die Feder d gegen das Sperrrad e gedruckt
wird und dieses letztere durch die zwischen beiden erzeugte Reibung mitnimmt. Das Sperrrad
e besteht mit dem Zahnrad f aus einem Stück und bewegt dieses; / greift mg, welches
den mit Längsriffeln versehenen Cylinder h bewegt; g greift in i, wodurch die archimedische
Schraube k bewegt wird.
Die abzuwägende Substanz, Mehl, Pulver, Getreide etc., wird in den Trichter /, Fig. 1
und 3, geschüttet, und fällt von diesem auf das gegen h geneigte Schüttelblech m, welches mittelst
Schraube η dem Cylinder h genähert und von ihm entfernt werden kann. Die in die
Riffelung von h greifende flache Feder 0 wird bei der Rotation von h in vibrirende Bewegung
versetzt, diese Bewegung theilt sich dem geneigten Blech m mit, welches mit seiner unteren
Kante auf der Feder 0 ruht und dessen Mutter/ so befestigt ist, dafs das Blech kleine Verticalschwingungen
ausführen kann; durch die Erschütterung von h wird die zu befördernde Substanz in kleinen Quantitäten auf die darunter
befindliche archimedische Schraube k geworfen, vermittelst derer sie über ein kleines Sieb q
geführt wird, durch welches sie auf die Waagschale r fällt.
Die Waage besteht aus der Säule ί und dem Waagebalken t, welcher auf der einen Seite
eine Gabel u und auf der anderen zwei verschiebbare Gegengewichte trägt, mittelst deren
man die Waage regulirt und auf das abzuwägende Gewicht einstellt. Aufserdem ist der
Waagebalken noch mit einer Metallspitze ν versehen, welche über einem kleinen Behälter w
(aus einem Nichtleiter der Elektricität hergestellt) angebracht ist; in w giefst man ein wenig
Quecksilber oder einen anderen Leiter der Elektricität. Man leitet einen elektrischen (negativen)
Strom durch Säule J Und Waagebalken t nach der Spitze v.
Die Gabel u trägt einen an zwei Hülsen χ χ
gelötheten Ring y; χ χ sind auf den beiden
Armen der Gabel verschiebbar.
An dem Ringe y ist eine Schale r mittelst Scharniers befestigt, welche das zu wägende
Material aufnimmt. Diese Schale wird während des Füllens einerseits durch ihr Scharnier, andererseits
durch einen Sperrhebel A gehalten. A ist an einer Hülse χ drehbar aufgehängt und
greift mit seinem hakenförmigen Vorsprung unter den Ring y. Wenn sich das gewünschte Gewicht
auf der Schale r befindet, so wird A durch einen weiter unten beschriebenen Mechanismus
seitwärts gezogen, r wird frei und fällt in die durch Punktirung angedeutete Stellung;
hierauf hat der an dem Apparat beschäftigte Arbeiter nur mittelst der Schnur B den kleinen
Hebel C in die durch Fig. 5 dargestellte Stellung zu bringen, um dadurch die beiden
Arme D Ώ gegen Schale r zu drücken und
diese letztere wieder in die horizontale Lage zurückzuführen und zur Aufnahme von neuem
Material bereit zu halten.
Die oben erwähnte Bewegung des Sperrhebels A wird durch folgende Anordnung erzeugt:
,
Auf einer Säule E ist ein doppelarmiger, horizontal drehbarer Hebel F befestigt; eine Feder
G hat das Bestreben, das sperrkegelförmige Hebelende F1 dem Sperrrade E zu nähern; an
dem entgegengesetzten Ende trägt der Hebel auf seiner unteren Seite eine kleine, mit Schlitz
versehene Platte H und einen Stift J, Ueber dem Hebel F ist ein Elektromagnet K befestigt,
dessen Anker L an seiner unteren Fläche mit einem Zahn α versehen ist, gegen den sich der
Hebel F stützt, so dafs er der Wirkung der Feder G Widerstand leisten kann. L ruht entweder nur durch sein eigenes Gewicht auf dem
Hebel F, oder kann noch durch eine schwache Feder gegen denselben gedrückt werden.
Ein Winkelhebel M ist in seinem Scheitel an dem die Waagschale umgebenden Hohlcylinder
drehbar befestigt. Der senkrechte Schenkel von M ist durch einen Draht N mit dem Sperrhebel A
verbunden; das umgebogene Ende von N tritt in den Schlitz von A. Der horizontale Schenkel
von M greift in den Schlitz der Platte H. Das Auge des Stiftes J ist durch die Schnur B mit
dem kleinen Hebel C verbunden, so dafs der Arbeiter beim Aufrichten von C auch gleichzeitig
an dem Hebel F zieht. Der Elektromagnet K wird durch einen elektrischen (positiven)
Strom in Thätigkeit gesetzt; von dem Elektromagneten leitet man den Strom nach dem in dem kleinen Behälter W befindlichen
Quecksilber.
Function des Apparates.
Die Maschine habe die durch Fig. 1 dargestellte Stellung; es befindet sich also Schale r
in der zum Füllen bereiten Lage. Ist nahezu die gewünschte Menge auf r angelangt, so senkt
sich der Waagebalken, die Metallspitze ν taucht in das Quecksilber, der Strom wird geschlossen,
der Elektromagnet zieht den Anker L an, dieser läfst den Hebel F frei, welcher durch die Feder
G in das Sperrrad e gezogen wird und die Maschine anhält, während die Schnurscheibe a
und der Muff b ihre Rotation fortsetzen. Der Hebel F macht eine durch die kleinen Pfeile
angedeutete Drehung, die Platte H hebt dabei den mit Nase P versehenen horizontalen Schenkel
des Winkelhebels M um die Höhe von P an und zieht mit dem Verticalschenkel den Sperrhebel
A unter der Schale r hinweg, so dafs die letztere sich entleeren kann. Hierauf zieht der
Arbeiter in der in Fig. 5 angedeuteten Richtung an der Schnur B, um Hebel F und Schale r
wieder in die durch Fig. 1 dargestellte Lage zu bringen. Bei dieser Operation geht auch
der Waagebalken wieder in seine erste Lage und die Spitze ν verläfst das Quecksilber, so
dafs der elektrische Strom wieder unterbrochen wird.
Wenn man Flüssigkeiten abzuwägen hat, so vereinfacht sich der Zuführungsapparat ganz bedeutend;
er besteht dann aus einem grofsen Behälter zur Aufnahme der abzuwägenden
Flüssigkeit; unter diesem befindet sich eine kleine Schale. Der Behälter sowie die Schale
tragen an der tiefsten Stelle ihres Bodens je einen Hahn; beide Hähne werden durch die
Bewegung des Hebels F geöffnet bezw. geschlossen, und zwar wird der Hahn I des
grofsen Behälters geschlossen und der Hahn II der Schale geöffnet. Der an dem Apparat beschäftigte
Arbeiter schliefst nach dem Entleeren der Schale mittelst einer Schnur den. Hahn II
und öffnet den Hahn I.
Claims (2)
1. zur Unterbrechung der Zuführung der zu wägenden Substanz auf die Schale einer
Waage, sobald das Gleichgewicht des Waagebalkens gestört wird, mit Hülfe eines Elektromagneten
K, seines Ankers L, des Hebels F und der Feder G, welche das Anhalten der
Zuführungsmaschine oder das Schliefsen eines Zuführungshahnes etc. bewirken;
2. zum Entleeren der Waagschale von der abgewogenen Substanz mit Hülfe des Elektromagneten
K, des Ankers L, eines Hebels F und der Feder G, welche das Herabfallen
einer Schale r oder das Oeffnen eines Hahnes etc. bewirken.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE14860C true DE14860C (de) |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT14860D Active DE14860C (de) | Automatische Waage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE14860C (de) |
-
0
- DE DENDAT14860D patent/DE14860C/de active Active
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