DE67355C - Selbstthätige Waage - Google Patents

Selbstthätige Waage

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DE67355C
DE67355C DENDAT67355D DE67355DA DE67355C DE 67355 C DE67355 C DE 67355C DE NDAT67355 D DENDAT67355 D DE NDAT67355D DE 67355D A DE67355D A DE 67355DA DE 67355 C DE67355 C DE 67355C
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DE
Germany
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sleeve
container
spring
balance beam
arm
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT67355D
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English (en)
Original Assignee
J. P. BALD-WIN in Baldwin, Louis., V. St. A
Publication of DE67355C publication Critical patent/DE67355C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G13/00Weighing apparatus with automatic feed or discharge for weighing-out batches of material
    • G01G13/16Means for automatically discharging weigh receptacles under control of the weighing mechanism
    • G01G13/22Means for automatically discharging weigh receptacles under control of the weighing mechanism by tilting or rotating the weigh receptacle

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Weight Measurement For Supplying Or Discharging Of Specified Amounts Of Material (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMTS^
KLASSE 42: Instrumente.
Selbsttätige Waage.
Diese Erfindung bezieht sich auf eine Wä'gemaschine für Flüssigkeiten und für Körnerfrüchte. Das Wesentliche der Maschine besteht darin, dafs ein schneckenartig gestalteter Behälter drehbar an einem Waagebalken aufgehängt und mit einem axialen Einlafsrohr versehen ist, welches eine bewegliche oder verstellbare Mündung besitzt, durch welche das zu wiegende Gut in den Behälter fliefst, bis nach' Ansammlung einer gewissen Menge der Waagebalken sich dreht, infolge dessen weiteres Gut in eine andere Abtheilung des Behälters fliefst, der dadurch nach einer Seite ein Uebergewicht erhält und sich dreht. Hierbei wird die erste Kammer entleert und während einer vollen Drehung des Behälters ein Theil des Wägegutes aus der zweiten Kammer in die erste Kammer geführt, um eine erneute Zufuhr zu ermöglichen.
In beiliegender Zeichnung ist der schneckenförmige Behälter aus den beiden Seitenstücken B B1 und der Mantelfläche B'2 gebildet. Letztere erstreckt sich in Form einer Schnecke von der äufseren Kante b"1 bis zur Innenkante bB, nahe der Achse (Fig. 6).
A ist ein Gestell, dessen unterer Theil A1 gefäfsartig gestaltet und mit einem Ablafs A2 versehen ist.
E ist der Waagebalken, der bei αl α1 auf Schneide α ruht und den Behälter auf Schneiden bei dz, Fig. 3, durch hängende Stangen DD1 trägt. Die Stange D\ Fig. 2, stützt einen Zapfen der, Seite B1 des Behälters, während D, Fig. 3, bei d} an einem Ring d befestigt ist, der den Flantsch b5 auf Seite B umgiebt. Das Zulaufrohr G trägt eine leicht drehbare Hülse G', die lose in die Trommel hineinreicht und einen seitlichen Auslauf G2, Fig. 5 und 6, hat. E1 ist ein Gewichtsträger für den Balken E, dessen Theil IT2 mit einer Scala und einem Laufgewicht E3 versehen ist, das sowohl den Behälter als auch den nicht abgeführten Rest der Füllung ausbalancirt, damit das an E1 angebrachte Gewicht genau das Gewicht des abgelieferten Gutes angiebt. D2 D2 sind Streben zum Halten.
Wenn der Behälter die in Fig. 1 und 6 gezeigte Stellung hat, das Einlafsrohr aber diejenige, der Fig. 5 einnimmt, so fliefst das zu wägende Gut in die Abtheilung B3, bis das Gewicht an E1 erreicht ist und die Mündung G2 sich in die Stellung der Fig. 6 dreht (durch einen im Weiteren zu beschreibenden Mechanismus), wodurch sich die Abtheilung B* zu füllen beginnt. Das in S4 eintretende Gut belastet hier einseitig den Behälter, so dafs derselbe sich in seinen Lagern dreht und das gemessene Gut über die Kante b2 schüttet. Der Behälter führt hierbei eine volle Drehung aus, wobei das in. B* enthaltene Gut nach B3 läuft. B4 bleibt. leer, bis der Behälter die Stellung der Fig. 6 wieder einnimmt.
In der Abtheilung B3 befindet sich ein Bord M, dessen Zweck ist, das aus B4 kommende Material aufzufangen (Fig. 5) und festzuhalten. Hierdurch wird die Bewegung allmälig verlangsamt, bis, in Stellung der Fig. 6 angelangt, Stillstand eintritt, ohne dafs eine besondere Arretirung nöthig wäre.
Die Schaukelbewegung von Hülse G1 kann zweckmäfsig durch folgenden Mechanismus bewirkt werden.
An der Hülse G1 ist ein Ansatz g angebracht zur Aufnahme einer kleinen Welle H, die den Arm Hl trägt, woran das untere Ende F1 eines Kniehebels bei fl drehbar gelagert ist. Aus Hülse G1 ist ein Stück gl ausgeschnitten, zum Zweck, Schmiermaterial zwischen das Rohr G und die Hülse zu bringen. Der Ansatz h1 begrenzt den Niedergang des schwingenden Armes H1. Bei g1 befindet sich, durch einen Schlitz der Hülse hindurch tretend, eine Erhöhung auf einem ringförmigen Ansatz des Rohres G. Die Hülse G1 wird zweckmäfsig aus zwei Hälften gemacht, die durch Ansätze g3 g4 mittelst Bolzen verbunden sind. Der Ringansatz g'2 ist durch α2, Fig. ι, mit dem Gestell der Waage verbunden, wodurch das Rohr G in horizontaler Stellung gehalten wird. Eine Feder c ist mit ihrem einen Ende an der Hülse G1 und mit dem anderen Ende an einer Schelle c1 befestigt, die auf dem Speiserohr G vor der Hülse sitzt. Durch Drehung der Schelle unter Anwendung des Handgriffes c2 und einer Stellschraube .kann die Feder entsprechend gespannt werden.
Wird die Hülse G1 gedreht, um das Wägegut in die Abtheilung B3 zu leiten, so wird die Feder gespannt und die Hülse durch den Kniehebel in dieser Stellung arretirt, bis dessen Arme aus der geraden Linie gezogen werden. Darauf dreht sich die Hülse unter Einwirkung der Feder zurück und ' das Wägegut wird in die Abtheilung B^ geleitet.
Der Waagebalken hat einen festen, abwärts gerichteten Arm e, an dessen freiem Ende bei e1 das Oberende des Kniehebels drehbar gelagert ist. Diese Lagerung erfolgt in annähernd gleicher Ebene mit dem Drehpunkt des Waagebalkens und dem unteren Ende fl des Armes F1, so dafs ein auf den Kniehebel ausgeübter Druck nicht die Functionirung des Waagebalkens beeinträchtigt. Das untere Ende von F1 ist drehbar mit der Hülse verbunden.
Wenn der Kniehebel gestreckt ist, stützt sich sein Arm F gegen die Stellschraube e4 des Armes e. Schwingt nun der Waagebalken aufwärts beim Einspielen der Waage, so wird das obere Ende des Kniehebelarmes F nach rechts geführt und das untere Ende des Armes e schwingt gegen den . Kniehebel, so dafs letzterer durchgeknickt wird, worauf die Feder c sofort die Hülse G1 dreht, so dafs nun die Abtheilung 54 gefüllt wird.
Um die Trägheit des Waagebalkens zu überwinden und so ihn zu veranlassen, genauer zu functioniren, ist eine abwärts gerichtete Feder / angeordnet, welche als Gegengewicht für den Wagebalken dient und bei i an dem Arm c drehbar gelagert ist. Ihr unteres Ende ist mittelst Lenkers J mit dem Kniehebel verbunden. Wenn der Waagebalken sich in horizontaler Lage befindet, wirkt die Feder / auf keinen Theil zwischen ihren Enden und hat daher keine Spannung. Wenn aber der Waagebalken abwärts gerichtet und das untere Ende des Armes e dabei vom Kniehebel entfernt worden ist, hält eine Stellschraube f1 des Armes e die Feder / und lenkt sie dadurch ab. Hierbei wird der Feder Spannung ertheilt, so dafs dann die Rückwirkung der Feder bewirkt, den Waagebalken auszubalanciren oder zu heben, und während des Wagens wird der Waagebalken infolge dieser Ausbalancirung eher anfangen sich zu heben, als dieses anderenfalls geschehen würde. Ehe jedoch der Waagebalken seine horizontale Lage erreicht, wird die Stellschraube z1 von der Feder zurückgezogen, infolge dessen wirkt die Feder nicht länger auf den Waagebalken, sondern überwindet nur dessen Trägheit und beschleunigt dadurch seine Bewegung.
Es ist ersichtlich, dafs die Spannung der Feder i am höchsten ist beim Anfang der Bewegung des Waagebalkens und dafs dieselbe allmälig abnimmt und Null wird, ehe der Waagebalken seine horizontale Lage erreicht; es übt die Ausbalancirung keinen Stofs oder Erschütterung auf den Waagebalken aus.
Mittelst der Ausbalancirung kann der Waagebalken befähigt werden, so empfindlich zu arbeiten, dafs in Verbindung mit der augenblicklichen Verdrehung der Hülse G1 durch die Wirkung ihrer Feder c die Differenz der in den Waagebehälter durch einen schwächeren oder stärkeren Strom eingeführten Flüssigkeitsmenge, während der Waagebalken arbeitet, kaum nennenswerth ist und der Apparat genau wiegt.
Der vorbeschriebene Flantsch b5 hat einen Vorsprung be. Wenn die Kniehebelarme sich in der in Fig. 4 mittelst punktirter Linien gezeichneten Stellung befinden, wobei die Hülse G1 mit der Achse H und Zubehör sich bei H2 befindet und wobei der Auslauf G2 der Hülse G1 die Flüssigkeit in Abtheilung £4 (s. Fig. 6) überführt, so dafs sich die Trommel nun in der durch Pfeile bezeichneten Richtung dreht, kommt der Vorsprung b% des vorerwähnten Flantsches b5 zum Anschlag mit einem Haken oder gebogenen Arm /i2. Dieser sitzt fest auf der Welle H und verursacht, dafs die Hülse G1 gegen die Wirkung der Feder c gedreht wird, wobei der untere Arm des Kniehebels mitgenommen und dieser gestreckt wird. Aber nachdem die Kniehebelarme bereits gestreckt worden sind, sucht die Hülse G1 sich noch weiter zu drehen, und diese fernere, obgleich sehr geringe Drehung der Hülse verschiebt den damit verbundenen Kniehebelmechanismus und bewirkt dadurch, dafs die zugehörige Welle H sich verschiebt, so dafs der Haken oder Arm h'2 nun von dem Vorsprung be freigelassen wird. Hierauf kehrt die
Welle H sogleich in ihre ursprüngliche Lage wieder zurück. Das Niederdrücken des Armes H1 der Welle H wird durch Ansatz /21, wie vorbeschrieben, begrenzt. Der Kniehebel wird in seiner gestreckten Lage durch die abwärts geführte Feder I gehalten, bis der Waagebalken wieder aufwärts schwingt, worauf der Kniehebel geknickt oder aus der geraden Linie gebracht wird und die Hülse G' der Einwirkung der Feder c freigegeben wird.
Damit die durch die Feder c schnell bewegte Hülse G1, wenn sie die Flüssigkeit oder das zu wägende Gut von Abtheilung B3 in Abtheilung B* des Behälters überleitet, nicht plötzlich aufgehalten wird und dadurch ein Verschleudern der Theile verursacht, ist der Umfang des vorderen Theiles der Hülse etwas excentrisch gemacht und von einem Bremsband bei G5 umgeben. Hierdurch wird die Rotation der Hülse allmälig angehalten und das Schleudern der Theile vermieden.
Es ist noch zu bemerken, dafs die Kniehebelarme und der damit verbundene Mechanismus ganz leicht sein können, damit sie leicht arbeiten, und dafs irgend ein beim Wägen nahe der Achse des Waagebalkens nach aufwärts ausgeübter Druck keinen anderen Einflufs auf diesen hat, als denselben zu unterstützen.
L ist ein gebogenes Rohr, nahezu von der Form, wie in Fig. 7 und 8 dargestellt, dessen gebogener Theil L1 so in der Abtheilung Bs des Behälters angeordnet ist, dafs er beim Füllen dieser Abtheilung mit Flüssigkeit gefüllt wird. Dieses Rohr ragt durch die Stirnfläche des Behälters, und sein Inhalt wird bei der Drehung des letzteren entleert, z. B. in ein Rohr, wenn die Flüssigkeit in eine Probeflasche O eingeführt werden soll. Mit einer solchen Vorrichtung können von jeder Sorte der gewogenen und entleerten Flüssigkeit oder des sonstigen Gutes Proben von gleichmäfsiger Menge selbstthätig genommen werden.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Eine Maschine zum Wägen flüssigen Gutes, bei der ein schneckenförmiger, rotirender Behälter (BB1B'2) an -einem Arm eines Waagebalkens aufgehängt ist und Zuflufs durch ein axiales Zuführungsrohr (G) erhält, welches eine mit Ausflufsöffnung (G'2) versehene drehbare Hülse (G1) besitzt, die, wenn der Behälter sinkt, gedreht wird, um das Gut in eine andere Abtheilung (B1) überzuleiten und dadurch den Behälter zur Entleerung umzukehren, wobei der Behälter nach Vollendung einer Umdrehung jeweils dadurch in Ruhe gebracht wird, dafs ein Theil des Wägegutes, ehe er'in Abtheilung Ά) überläuft, gegen eine Wand (M) wirkt.
  2. 2. An der durch Anspruch 1. gekennzeichneten Maschine:
    a) ein Mechanismus zur Bewegung der Hülse G1, bestehend aus einer Feder (c), welche durch einen auf den Haken h2 wirkenden Vorsprung b6 des Behälters gespannt wird, und einem Kniehebel FF1, welcher in gestreckter Form die unter der Wirkung der Feder c stehende Hülse G1 gesperrt hält und vermittelst einer Anschlagschraube e4 am Arm e des Waagebalkens behufs Freilassung der Hülse G1 durchgedrückt wird, wenn die Waage ins Gleichgewicht kommt;
    b) der Probenehmer, bestehend aus dem Rohr L mit Biegung L1, welche in die Abtheilung B3 eintaucht und nach jeder Umdrehung eine Probe auswirft.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2605732A1 (fr) * 1986-10-22 1988-04-29 Murgat Fils Charles Procede et dispositif de pesage d'un produit s'ecoulant, en particulier du poisson transporte par un courant d'eau

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2605732A1 (fr) * 1986-10-22 1988-04-29 Murgat Fils Charles Procede et dispositif de pesage d'un produit s'ecoulant, en particulier du poisson transporte par un courant d'eau

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