DE100901C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60M—POWER SUPPLY LINES, AND DEVICES ALONG RAILS, FOR ELECTRICALLY- PROPELLED VEHICLES
- B60M1/00—Power supply lines for contact with collector on vehicle
- B60M1/02—Details
- B60M1/10—Arrangements for energising and de-energising power line sections using magnetic actuation by the passing vehicle
- B60M1/106—Arrangements for energising and de-energising power line sections using magnetic actuation by the passing vehicle by track-mounted magnets
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)
Description
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
JULIEN DULAIT in CHARLEROI (Belgien). Elektrische Bahn mit Theilleiterbetrieb.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. Juli 1897 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht' sich auf elektrische Bahnen mit Theilleiterbetrieb und
bezweckt, etwaiges Angeschaltetbleiben des vom Stromabnehmer eben verlassenen Theilleiters
sichtbar zu machen, so dafs sogleich Abhülfe geschafft werden kann. Das Wesen
der Erfindung besteht darin, dafs der nicht abgeschaltete, verlassene Theilleiter mittelbar
zur Stillstandssetzung des Fahrzeuges benutzt wird, und zwar derart, dafs ein im Sinne der
Fahrrichtung am rückwärtigen Fahrzeugende angeordneter besonderer Stromabnehmer, indem
er auf den vom Hauptstromabnehmer verlassenen Theilleiter kommt, bei Nichtabschaltung
des letzteren den Stromkreis einer in beständiger Verbindung mit der Rückleitung
stehenden elektromagnetischen Vorrichtung schliefst; diese letztere veranlafst ihrerseits die
Bremsung, und zwar allmälich, um Unglücksfälle zu vermeiden. Die Bremsung kann derart
erfolgen, dafs die genannte elektromagnetische Vorrichtung die Kraftmaschine unter Abschaltung
von der Zuleitung über die Rückleitung kurz schliefst, so dafs die Kraftmaschine infolge
ihrer lebendigen Kraft als Stromerzeuger arbeitet und sich selbst bremst; oder die elektromagnetische
Vorrichtung löst eine Feder aus, welche das Anziehen einer mechanischen Bremse veranlafst.
Obige beiden Ausführungsformen sind in den Fig. 1 und 3 als Beispiele der Erfindung
veranschaulicht unter der Annahme, dafs gemäfs der üblichen Anordnung jede der beiden
Wagenachsen mit einer Kraftmaschine verbunden ist.
In Fig. ι und 2 bedeuten SS1S-2S3
die von der Zuleitung Z ausgehenden Theilleiter, die als längere, in die Gleisachse verlegte
Schienen gedacht sind, jedoch auch aus kurzen Stücken bestehen können. R R1 sind
die als Rückleitung dienenden Laufschienen, MAi1 die beiden hinter einander geschalteten,
auf den Achsen der Laufräder XX1 ruhenden Kraftmaschinen und T der Stromabnehmer.
Der Pfeil f zeigt die Fahrrichtung an.
Die An- und Abschaltung der Theilleiter möge auf elektromagnetischem Wege erfolgen.
Am rückwärtigen Wagenende ist isolirt ein Hülfsabnehmer b (Bremsbürste) angeordnet un'd
durch eine Leitung c mit der Elektromagnetspule D verbunden, deren anderes Ende durch
Leitung c1 an das' hintere Laufradpaar bezw.
eine für gewöhnlich offene Leitung e gelegt ist. Diese verbindet die Rückleitung mit der
Eintrittsklemme der Kraftmaschine M. Im stromlosen Zustande des Elektromagneten D
nimmt dessen Anker eine solche Lage ein, dafs er den drehbaren Schlufsarm d gegen
Schlufsstücke άΛ gelegt hält, wodurch die Verbindung
Z zwischen Kraftmaschine M und Stromabnehmer T geschlossen ist; der Strom
verläuft aus dem beschliffenen Theilleiter auf
dem Wege l,dl dd\l, MM\Xl R.
Gesetzt nun, der Stromabnehmer T (hier aus zwei Einzelbürsten p1^2 zusammengesetzt gedacht,
zur Sicherung des Anschlusses an den
folgenden Theilleiter vor vollständigem Verlassen des voraufgehenden) verlasse den Theilleiter
S1 (bezw. trete auf S2 über), und der letztere werde nicht abgeschaltet. Indem nun
der hintere Abnehmer b auf S1 kommt, empfängt der Elektromagnet D Strom, der
Arm d (Fig. i) wird ausgelöst und fällt gegen die unteren SchlufsstUcke d2, wodurch die
Verbindung / geöffnet und die Verbindung e geschlossen, d. h. die Kraftmaschinen MM1
über die Rückleitung kurz geschlossen werden. Diese letzteren laufen infolge der lebendigen
Kraft weiter und arbeiten als Stromerzeuger, wodurch sie selbst und auch das Fahrzeug allmälich zum Stillstand gelangen.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3, welche die Anwendung einer mechanischen Bremse B
zeigt, ist der Leiter c1 vom Elektromagneten D
nach vorn geführt und hier an einen Elektromagneten E angeschlossen, der mit dem anderen
Ende an das Laufrad x1 gelegt ist. Nimmt b Strom auf, so öffnet einerseits D in
beschriebener Weise die Leitung /, andererseits zieht E den Hebel E1 gegen den Zug
der Feder E^ vom Bremshebel B2 weg, welcher
nun unter dem Druck der Feder B1 die Bremsbacken b1 b2 anlegt. Zur Lösung der
Bremse wird der Bremshebel mittelst der ihn durchdringenden, unten mit Mitnehmer f1 und
oben mit Handrad f2 versehenen Schraubenspindel F wieder in Eingriff mit dem Hebel E1
gebracht, worauf die Spindel F nach unten zurückgeschraubt wird.
Der durch die plötzliche Bremsung über den Zustand des hinteren Theilleiters belehrte
Wagenführer hebt die Bremsbürste mittelst der Stange g aus, stellt die Verbindung 7 her und
fährt, nachdem er die Bremse gelöst hat, weiter.
Selbstverständlich ist der Wagen an jedem Ende mit einer Bürste b ausgerüstet, und die
Vorrichtungen zum Abheben derselben, zur Zurückbewegung des Schlufsarmes d und diejenigen
zum Lösen der Bremse B werden zweckmä'fsig neben dem Anlafsschalter oder in
Verbindung mit demselben angeordnet.
Die Breite der Bürste b ist der schärfsten vorkommenden Curve entsprechend zu wählen;
besitzt die Strecke sehr scharfe Curven, so wird zweckmäfsig die in Fig. 5 dargestellte
Anordnung getroffen, bei welcher die Bremsbürste mittelst zweier auf den Laufschienen
geführten Steüerrollen g g immer in der Linie der Theilleiter gehalten wird.
Claims (2)
1. Eine elektrische Bahn mit Theilleiterbetrieb, dadurch gekennzeichnet, dafs etwaiges Angeschaltetbleiben
der vom Stromabnehmer eben verlassenen Theilstrecke Bremswirkung auf das Fahrzeug veranlafst.
2. Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten
Bahn, bei welcher ein am rückwärtigen Wagenende wirkender zusätzJ
licher Stromabnehmer (b) unter Oeffnung der Verbindung zwischen Kraftmaschine
und Arbeitsstromabnehmer dieKraftniaschine
über die Rückleitung kurz schliefst bezw. einen Elektromagneten zur Auslösung des
Sperrwerkes einer mechanischen Bremse erregt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE100901C true DE100901C (de) |
Family
ID=371675
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT100901D Active DE100901C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE100901C (de) |
-
0
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