DE1007669B - Verfahren zur serienmaessigen Herstellung von orthopaedischem Schuhwerk auf Leisten - Google Patents
Verfahren zur serienmaessigen Herstellung von orthopaedischem Schuhwerk auf LeistenInfo
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- A43—FOOTWEAR
- A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
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Landscapes
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Description
DEUTSCHES
f- Gut passendes Schuhwerk läßt sich nur auf einem,
!insbesondere im Sohlenteil der natürlichen Fußform ; entsprechenden Leisten fertigen. Der übliche Fabri-(kationsleisten
ist nach einer genormten Form geferit'igt,
die in den seltensten Fällen der Fußform bzw. ■dessen Sohle entspricht, da diese Fabrikationsleisten
;für die Maschinenarbeit und damit für die Serienherstellung von Schuhwerk nach einer gewissen Norm
'ausgeführt seih müssen, um mittels der üblichen ■Schuhmaschinen die dem Boden des Leistens ange-•paßte
Laufsohle mit dem Schaft verbinden zu können.
Aus der handwerksmäßigen Fertigung von Schuhen ist es bekannt, nach einem Gipsabdruck des einzelnen
Fußes einen Sonderleisten zu fertigen, auf dessen Unterseite eine Brandsohle aufzulegen und diese dann
-an einzelnen Stellen so weit zu unterfüttern, daß sich eine möglichst ebene Fläche ergibt. Auf diese Fläche
; werden alsdann die Zwischen- und die Laufsohle aufgebracht.
Die Erfindung geht einen neuen Weg zur Serien- ^mäßigen Herstellung von orthopädischem Schuhwerk
auf Leisten, d. h. von Schuhwerk, dessen Innensohle ^den anatomischen Erfordernissen des Normalfußes
-angepaßt ist, wobei insbesondere auch Vorsorge getroffen ist, daß dem Fuß in dem Schuh ausreichender
Platz gelassen wird. Erfindungsgemäß wird ein Leisten, der aus einem Grundkörper und einer Formbrandsohle
zusammengesetzt ist, verwendet, wobei die Unterseite des Gründkörpers in an sich bekannter
Weise entsprechend der plastischen Sohlenform des Normalfußes ausgebildet ist, und wobei die Formbrandsohle,
die eine dieser plastisch geformten Unterseite des Grundkörpers angepaßte Oberfläche und eine '·
einem normalen Leisten entsprechende Unterseite aufweist, den Grundkörper zu einem hinsichtlich seiner
äußeren Formgebung normalen Schuhleisten ergänzt und die nach der in üblicher Weise durchgeführten
Fertigstellung des Schuhwerks als dessen Bestandteil in dem Schuh verbleibt. Durch die Verwendung dieses
zusammengesetzten Leistens wird erreicht, daß auf diesem ein Schuh in üblicher Serienfertigung mit den
bekannten Schuhmaschinen ohne weiteres hergestellt werden kann, da die Unterseite des zusammengesetzten
Leistens die Form eines normalen Schuhleistens hat. Nach der Fertigstellung des Schuhes wird der
den eigentlichen Leisten bildende Grundkörper aus dem Schuh in bekannter Weise herausgenommen,
während die Formbrandsohle in diesem verbleibt. Die Formbrandsohle hat aber die dem anatomischen Bau
der Fußsohle entsprechende Form und bildet somit für diese eine den gesundheitlichen Erfordernissen
entsprechende Auflagefläche. Dabei bleibt aber in dem Schuh für die Aufnahme des Fußes der erforderliche
Raum, da ja der Grundkörper bis auf die Sohlenform Verfahren zur serienmäßigen Herstellung
von orthopädischem Schuhwerk auf Leisten
Anmelder:
Carl Birkenstock und Emmy Birkenstock, geb. Dietrich, Bad Honnef/Rhein,
Lohfelder Str. 40
Carl Birkenstock und Emmy Birkenstock, geb. Dietrich,
Bad Honnef/Rhein, sind als Erfinder genannt worden
an seiner Unterseite die Gestalt und Höhe eines handelsüblichen Leistens hat. Die den Grundkörper des
Leistens ergänzende Formbrandsohle ist zweckmäßig an dem Grundkörper unverrückbar, aber lösbar befestigt.
.: ■■"■"
Nach dem neuen Verfahren der Schuhherstellung wird somit die Sohle mit dm erforderlichen Merkmalen
in ähnlicher' Weise'. wie eine Schuheinlage vorgefertigt,
und der Schuh wird um sie herum aufgebaut, ■wobei sie mitdem Schuh'fest verbunden wird. Dieses
die Brand- oder Innensohle bildende Ergänzungsstück kann aus den für plastische Schuheinlagen bekannten
Stoffen durch Formpressen hergestellt sein und ist für Rahmenschuhe mit einer angeformten Einstechlippe
versehen.' Das Ergänzungsstück kann dabei in sonst bekannter Weise mit Näpfchen, Durchbrechungen,
Rillen od. dgl. versehen und auf der Ober- und Unterseite mit Stoff, Leder oder sonstigem Material bezogen
sein. Die neue Ausbildung ist nachstehend an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 einen Leisten mit aufgesetztem Zwischenstück in Seitenansicht,
Fig. 2 eine Unteransicht,
Fig. 3 bis 6 drei Querschnitte nach den Linien III-III, IV-IV und V-V der Fig. 1 bzw. VI-VI der
Fig. 2.
Der sonst in üblicher Weise ausgebildete Leisten 1 hat eine weit vorspringende Fersenkappe 2 und ist
über dem Fußgelenk 3 eingewölbt, wobei die Wölbung an der Innensei te 4 tiefer eingezogen und langgestreckt
ist, während sie an der Außenseite 5 wesentlich kürzer und flacher ist. Die längere Inneneinwölbung 4 geht in
eine den Ballen der großen Zehe andeutende Kuppe 6 über, die tiefer liegt als die an der Außenseite liegende
kleine Auswölbung 7 in der Höhe des Köpfchens des fünften Mittelfußknochens. Der Leisten fällt über die
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ganze Sohlenfläche nach der Außenseite hin ab. Der Rand 8 ist ringsum noch besonders abgekantet.
Auf dem Leisten 1 sitzt durch Stifte 9 abnehmbar gehalten ein die Innensohle 10 des Schuhes bildendes
Formstück, dessen Innenseite der Unterseite des Leistens angepaßt ist. Insbesondere folgt der Rand 11 des
Formstückes 10 dem abgekanteten Rand 8 des Leistens, so daß sich eine spitz auslaufende hochgezogene
Kante ergibt. Das Formstück 10 ist zweckmäßig aus Gummi oder Kunststoff formgepreßt und kann auch
aus porösem Material bestehen. Es ist" auf der Innenseite mit einem Bezug 12 aus Leder od. dgl. versehen,
der um den Rand 11 herumgeführt ist.
Entsprechend dem Verlauf der Wölbung des Leistens im Bereich des Fußgelenkes ist das Formstück
auf der Unterseite innen langer als außen eingewölbt.
Der Fersenteil 13 ist nur leicht ausgewölbt, während der Sohlenteil 14 in einer Ebene senkrecht zur Normalebene
des Leistens liegt. Es ergibt sich somit eine im wesentlichen der Unterseite eines üblichen Leistens
entsprechende Unterseite, wobei jedoch die Sohlenfläche auf der Außenseite bis weit in das Gelenk, aber
auf der Innenseite nicht bis an die Stelle der Sesambeine unter dem Köpfchen des ersten Mittelfuß knochens
reicht.
Das Formstück ist auf der Unterseite mit einer Mehrzahl von napf artigen Vertiefungen 15 versehen,
die an den verschiedenen Stellen verschieden groß und durch Rillen 16 miteinander verbunden sind. Von den
Vertiefungen 15 führen Kanäle 17 nach der Oberseite des Formstücks. Neben oder an Stelle der Rillen 16
sind von der"Auflagerstelle für den Ballen der großen Zehe strahlenartig ausgehende Rillen 16" vorgesehen,
die sich bis in die Nähe des Außenrandes des Formstückes erstrecken und das fußgerechte Abwälzen des
Formstückes mit dem Schuh erleichtern. .
Die stärksten Stellen des Brandsohlenformstückes
liegen somit an den Stellen 18, während die Gelenkauswölbung nach dem Sohlenteil hin der Linie 19
folgt. Die Linie 20 zeigt die Lage der Mulde für das vordere Glied der Großzehe, und die Strahlen 21 sollen
die Abnahme der Wandstärke in Richtung der anderen Zehen andeuten.
Die Unterseite des vorbeschriebenen Formstückes folgt somit im wesentlichen der Form eines üblichen
Leistens,- so. daß auf dem mit diesem Formstück versehenen
Leisten ein Schuh in üblicher Weise aufgebaut werden kann, wobei das Formstück als Zwischensohle
oder Brandsohle in dem Schuh miteingearbeitet wird. Es wird somit durch die neue Maßnahme die Möglichkeit"
gegeben, einen fußgerechten Schuh in üblicher Weise und mit den vorhandenen Maschinen aufzubauen,
der dem Fuß einen ausreichenden Platz beläßt und dem Fuß all die vielen Voraussetzungen gibt, um
gesund zu bleiben oder durch rückbildende Wirkung wieder normal, d. h. gesund zu werden.
Das neue Verfahren eignet sich zur Herstellung von Schuhen aller Art, nämlich Straßenschuhen, Hausschuhen,
Sandaletten und Sportschuhen.
Claims (2)
1. Verfahren zur serienmäßigen Herstellung von orthopädischem Schuhwerk auf Leisten, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Leisten, der aus einem Grundkörper (1) und einer Formbrandsohle (10)
zusammengesetzt ist, verwendet wird, wobei die Unterseite des Grundkörpers in an sich bekannter
Weise entsprechend der plastischen Sohlenform des Normalfußes ausgebildet ist und wobei die Formbrandsohle,
die eine dieser plastisch geformten Unterseite des Grundkörpers angepaßte Oberfläche
und eine, einem normalen Leisten entsprechende Unterseite aufweist, den Grundkörper zu einem
hinsichtlich seiner äußeren Formgebung normalen Schuhleisten ergänzt und nach der in üblicher
Weise durchgeführten Fertigstellung des Schuhwerks als dessen Bestandteil in dem Schuh verbleibt.
2. Leisten zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Insbesondere
hinsichtlich der Sohlenform dem Normalfuß angepaßten Grundkörper (1) und einem an
seiner Unterseite von ihm unverrückbar, aber lösbar aufgenommenen Ergänzungsstück (10) mit
einer dem normalen Leisten entsprechenden Unterseite, das als Formbrandsohle in dem Schuh verbleibt.
. : .
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 888 065, 883 718,
571, 87 825.
Deutsche Patentschriften Nr. 888 065, 883 718,
571, 87 825.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB27268A DE1007669B (de) | 1953-08-31 | 1953-08-31 | Verfahren zur serienmaessigen Herstellung von orthopaedischem Schuhwerk auf Leisten |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1007669B true DE1007669B (de) | 1957-05-02 |
Family
ID=6962308
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB27268A Pending DE1007669B (de) | 1953-08-31 | 1953-08-31 | Verfahren zur serienmaessigen Herstellung von orthopaedischem Schuhwerk auf Leisten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1007669B (de) |
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