DE806335C - Ganz oder teilweise aus undurchlaessigem Material bestehende Schuhe - Google Patents
Ganz oder teilweise aus undurchlaessigem Material bestehende SchuheInfo
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- DE806335C DE806335C DEP36651D DEP0036651D DE806335C DE 806335 C DE806335 C DE 806335C DE P36651 D DEP36651 D DE P36651D DE P0036651 D DEP0036651 D DE P0036651D DE 806335 C DE806335 C DE 806335C
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
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- A43B—CHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
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- A43B23/22—Supports for the shank or arch of the uppers
Landscapes
- Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)
Description
- Ganz oder teilweise aus undurchlässigem Material bestehende Schuhe In dem Patent Sot 378 hat <las Problem der gesundheitsschädlichen Wirkungen für die Füße hei Schuhen und Stiefeln eine 1_ösung gefunden, deren Lauffläche oder Sohlen aus Gummi bzw. gummiartigen Stoffen bestehen. Diese Lösung besteht darin, daß in diesen Schuhen eine Sohle aus flexiblem :Material, insbesondere Vulkanfiber, getragen wird, die mit hygroskopischen und bakteriziden Substanzen in einem Weichmachungsbade imprägniert ist. Durch diese Sohle wird der Wasser-und Lufthaushalt der Füße wirksam reguliert.
- Die vorliegende Erfindung bringt eine weitere Ausgestaltung dieser Erfindung. Sie besteht darin, daß bei Schuhen bzw. Stiefeln, deren Laufteil aus Gummi oder gummiartigen Stoffen besteht, (las Oberleder unmittelbar auf dem Laufteil festgeklebt und in dein Schule eine Einlegesohle nach dem f-lauptpatent eingelegt ist.
- Durch diese Erfindung wird nicht nur die Brandsohle erspart, also eine wesentliche Verbilligung erzielt, sondern es «erden auch folgende Schwierigkeiten behoben. Bisher mußte man die Laufteile auf die Brandsohle aufkleben, obwohl leide «-esentlich verschiedene Ausdehnungskoeffizienten haben. Die Folge ist, daß diese Klebeflächen vorschnell defekt werden. Bei dein neuen Schuh kann dieser LTbelstand nicht mehr auftreten, denn einmal ist die Klebefläche wesentlich verkleinert, während andererseits das Oberleder im Gegensatz zu der steifen Brandsohle flexibel ist und somit nachgeben kann. Die neue Klebenaht zwischen dem Oberleder und dem Guinmilaufteil ist mithin vollkommen sicher. Weiterhin wird durch die Brandsohle die Luftzirkulation zwischen der durch die Rippen auf der Oberfläche des Laufteiles bedingten Luftschicht und der Außenluft unterbunden. Bei dem neuen Schuh ist diese Luftzirkulation und damit ihre wohltuende Wirkung auf die Füße ohne weiteres möglich.
- In Fachkreisen war man bisher der Ansicht, daß eine Brandsohle unbedingt erforderlich ist, um den Schuh den nötigen Halt zu geben. Der Erfinder dagegen ging von der Erkenntnis aus, daß die bisher bekannten Schuhe im Laufteil viel zu starr sind und daß diese Starrheit nicht nur einen schweren und anstrengenden Gang bedingt, sondern sie ist auch die Ursache dafür, daß nur gut passende Schuhe getragen werden können, die trotzdem nach einiger Zeit schlackern, d. h. während des Ganges auf der Hacke auf- und abrutschen und dabei die Strümpfe zerreiben.
- Die Experimente haben die Richtigkeit dieser Erkenntnis bestätigt, denn der neue Schuh schlackert nicht mehr, selbst wenn er eine oder zwei Nummern zu groß für die Füße ist, so daß auch der unangenehme Übelstand des Zerreibens der Strümpfe, insbesondere an den Hacken, bei den neuen Schuhen fortfällt. Der Gang ist äußerst angenehm, federnd und nicht mehr ermüdend, da der Schuh infolge seiner Flexibilität dem Abwälzvorgang beim Gehen folgen kann.
- Bei dem neuen Schuh ist allerdings eine leichte Versteifung im Gelenk des Laufteiles zweckmäßig, insbesondere für Schuhe mit hohen Absätzen. Diese Versteifung bzw. Verstärkung kann erfindungsgemäß dadurch erzielt werden, daß das Gelenkteil etwa dieselbe Wandstärke erhält wie das Sohlenteil oder daß an sich bekannte Verstärkungseinlagen, wie Metallbänder oder -blätter, Platten aus Holz o. dgl., an dieser Stelle in das Gummi einvulkanisiert werden.
- Diese Einlagen werden zweckmäßig an einem Ende mit einer bis in den Absatz reichenden Umbiegung bzw. Abwinklung versehen, die das Befestigen des Absatzes insbesondere bei hohen Absätzen unterstützt.
- Weiterhin besteht die Erfindung in einem neuen, besonders vorteilhaften Verfahren zur Herstellung dieser Schuhe. Dieses Verfahren besteht darin, daß <las Oberleder ohne Nägel auf einen Leisten gezogen wird, auf dessen Unterseite eine Hilfssohle aus starkem Papier, dünnem Vulkanfiber o. dgl. gelegt ist und daß beide mittels eines schnell abbindenden Klebers verbunden werden, worauf das Oberleder zweckmäßig mittels desselben Klebstoffes auf das Laufteil aufgeklebt wird. Die Hilfssohle wird zweckmäßig nach Fertigstellung des Schuhes an der inneren Klebenaht wieder herausgeschnitten oder perforiert und darauf die Einlegesohle eingelegt. Das neue Verfahren bringt den Vorteil, daß einmal die Nägel beim Aufziehen des Oberleders auf den Leisten fortfallen und daß weiterhin das Verfahren denkbar einfach und schnell durchführbar ist. Das Mittel, das diese Vorteile ermöglicht, ist der nahezu momentan abbindende Kleber. Ein solcher Klebstoff ist beispielsweise das auf dem Markt unter dem Namen Cosavult bekannte Klebemittel.
- In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigt Fig. i einen Schnitt durch den neuen Schuh, Fig. 2 eine besondere Ausführungsform in Seitenansicht, Fig. 3 und 4 besondere Ausführungsformen des Laufteiles in Seitenansicht.
- Der neue Schuh besteht aus dem aus einem Stück bestehenden Laufteil a aus Gummi bzw. gummiartigen Stoffen, dem Oberleder b und der Einlegesohle c. Die Oberfläche des Laufteiles a ist mit Rippen d versehen.
- Der Schuh ist erfindungsgemäß in der Weise hergestellt, daß das Oberleder b entweder mittels einer Zwickmaschine oder mittels Zwickzange von Hand ohne Nägel auf einen Leisten gezogen wird, auf dessen Unterseite eine in Form der Brandsohle ausgeschnittene Hilfssohle e aus starkem Papier, dünnem Vulkanfiber o. dgl. gelegt ist. Die umgelegten Ränder des Oberleders bzw. die Hilfssohle werden mit einem Klebstoffaufstrich f versehen, der aus rasant, d. h. momentan abbindendem Klebstoff, beispielsweise Cosavult besteht. Mit demselben Kleber wird auch die Klebfläche g zwischen dem Laufteil a und dem Oberleder aufgetragen und Oberleder und Laufteil miteinander verbunden. Die Hilfssohle e wird zweckmäßig nach Fertigstellung des Schuhes an der inneren Klebenaht entlang wieder ausgeschnitten. Darauf wird die beschriebene Einlegesohle c eingelegt, und der Schuh ist fertig. Das Verfahren ist mithin denkbar einfach und läßt sich in kürzester Zeit durchführen.
- In dem Ausführungsbeispiel der Fig.2 hat das Gelenk h des Laufteiles etwa die Stärke des Sohlenteiles. In dem Ausführungsbeispiel der Fig. 3 dagegen ist in das Gummi des Gelenkteiles 1a das Stahlband i einvulkanisiert. Diese Einlage ist am Ende mit einer Umbiegung oder Abwinklung k versehen, die bis tief in den Absatz m reicht. Diese Verstärkungen des Gelenkteiles h ermöglichen es, auch hohe Absätze an den Schuhen anzubringen (Damenschuhe). Zur Erhöhung der Federwirkung sind die Absätze m mit Hohlräumen n versehen.
- In dem Ausführungsbeispiel der Fig.4 ist die Unterseite des Laufteiles a glatt ausgebildet, gewissermaßen abgeschnitten und statt dessen ein neues Unterteil o aufgesetzt, das modisch gestaltet werden kann, beispielsweise aus Kreppgummi besteht. Hier kann die Verstärkungseinlage i auch zwischen diesem Kreppteil o und dem Laufteil a eingebettet werden.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Ganz oder teilweise aus undurchlässigem Material bestehende Schuhe, Stiefel o. dgl. nach Patent 801 378, deren Laufteil aus Gummi oder gummiartigen Stoffen besteht, dadurch gekennzeichnet, daß das Oberleder (b) unmittelbar auf das Laufteil (a) aufgeklebt und in den Schuh eine Einlegesohle (c) nach den Ansprüchen 1 bis 8 des Hauptpatentes eingelegt ist.
- 2. Schuhe nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Gelenkteil (la) etwa die gleiche Stärke hat wie das Sohlenteil.
- 3. Schuhe nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in das Gelenkteil (h) ein Band (i) aus Metall bzw. ein Blatt aus Holz o. dgl. einvulkanisiert ist.
- 4. Schuhe nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungseinlage (i) mit einer bis in den Absatz (m) reichenden Abwinklung (k) versehen ist.
- 5. Schuhe nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Absatz (kn) mit Hohlräumen (n) versehen ist.
- 6. Schuhe nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß auf die glatt ausgebildete Unterseite des Laufteiles (a) ein modisches Teil, insbesondere Kreppteil (o), aufgeklebt ist.
- 7. Schuhe nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungseinlage (i) zwischen Laufteil (a) und Kreppteil (o) eingebettet ist. B. Verfahren zur Herstellung von Schuhen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Oberleder ohne Nägel auf einen Leisten gezogen wird, auf dessen Unterseite eine Hilfssohle (e) aus starkem Papier, dünnem Vulkanfiber o. dgl. gelegt ist und daß beide mittels der aus rasant wirkendem Kleber bestehenden Klebenaht (f) verbunden werden, worauf das Oberleder mittels der Klebenaht (g) auf das Laufteil (a) aufgeklebt wird. g. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfssohle (e) perforiert ist. io. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfssohle (e) nach Fertigstellung der Schuhe herausgetrennt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP36651D DE806335C (de) | 1948-10-05 | 1949-03-13 | Ganz oder teilweise aus undurchlaessigem Material bestehende Schuhe |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP17031D DE801378C (de) | 1948-10-05 | 1948-10-05 | Ganz oder teilweise aus undurchlaessigem Material bestehende Schuhe |
| DEP36651D DE806335C (de) | 1948-10-05 | 1949-03-13 | Ganz oder teilweise aus undurchlaessigem Material bestehende Schuhe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE806335C true DE806335C (de) | 1951-06-14 |
Family
ID=7374887
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP36651D Expired DE806335C (de) | 1948-10-05 | 1949-03-13 | Ganz oder teilweise aus undurchlaessigem Material bestehende Schuhe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE806335C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4224748A (en) * | 1979-03-23 | 1980-09-30 | Meramec Industries, Inc. | Shoe sole |
| DE3721885A1 (de) * | 1987-07-02 | 1987-11-26 | Theresia Muck Gmbh Damenschuhf | Brandsohle fuer schuhe mit absatz |
-
1949
- 1949-03-13 DE DEP36651D patent/DE806335C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4224748A (en) * | 1979-03-23 | 1980-09-30 | Meramec Industries, Inc. | Shoe sole |
| DE3721885A1 (de) * | 1987-07-02 | 1987-11-26 | Theresia Muck Gmbh Damenschuhf | Brandsohle fuer schuhe mit absatz |
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