DE732875C - Verfahren zum Herstellen von oertlichen Ausweitungen am Oberteil von Schuhen - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von oertlichen Ausweitungen am Oberteil von SchuhenInfo
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A43—FOOTWEAR
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Description
- Verfahren zum Herstellen von örtlichen Ausweitungen am Oberteil von Schuhen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen von örtlichen Ausweitungen von bleibender Gestalt am Oberteil von Schuhen unter Anwenden einer erhärtenden Lösung.
- Derartige Ausweitungen am Schuh sind erforderlich, wenn der Träger des Schuhes schmerzhafte Stellen am Fuß, insbesondere an den Zehen, wie Hühneraugen, Frostbeulen, Schwielen o.:dgl., hat oder kranke und anormal ausgebildete Füße besitzt. Die bisher üblicher. Schuhausweitungen haben sich insofern als mangelhaft erwiesen, als die am Schuh vorgenommenen Ausweitungen keime. dauernde waren, indem sich der ausgeweitete Oberteil des Schuhes bald wieder verzog und die Ausweitung zurückging, so daß der Schuh wieder auf die schmerzhaften Stellen am Fuß drückte.
- Durch !die Erfindung wird ein Verfahren angegeben, daß eine dauerhafte und bleibende Ausweitung am Schuh ermöglicht, so daß der Träger des Schuhes eine unveränderliche Abschirmung -der schmerzhaften Stellen am Fuß erhält und somit nicht zu befürchten braucht, daß sich nach verhältnismäßig kurzer Zeit das Übel des Schuhdrückens wieder einstellt.
- Gemäß der Erfindung wird zunächst der Schuh angezogen und an dem Schuhoberteil an der Außenseite .die Stelle in geeigneter Weise markiert, wo sich die schmerzhafte Stelle am Fuß befindet. Entsprechend dem Umfang dieser Stelle wird dann an der Innenseite des Schuhoberteils eine Einlage angebracht, die aus dünnem, weichem Leder oder sonstigem geeignetem Stoff besteht. Diese Einlage wird durch einen besonderen, als Härtemittel dienenden Klebstoff angeheftet und fest gegen die Innenseite des Schuhoberteils gedrückt. Das zu verwendende Klebemittel muß Wasser- und schweißfest sowie in sich verhärtbar sein. Als ein solches geeignetes Klebemittel hat sich beispielsweise Gelluloidkitterwiesen. Nach dem Einbringen der Einlage wird alsdann der Schuh durch an sich bekannte Aufweitungs- und Preßapparate entsprechend der Beschaffenheit und dem Umfang der schmerzhaften Stelle ,am Fuß einem ausweitenden Druck ausgesetzt, der je nach Größe und Umfang der Stelle etwa 1/2 bis i Stunde aufrechterhalten wird. Nach dieser Zeit ist dann der anfänglich im zähilüssigen Zustande aufgetragene Klebstoff an der Einlage getrocknet und hornartig verhärtet, so daß die ausgeweitete Stelle am Schuh vollständig versteift ist und ihre Form dauernd beibehält.
- Bei leichteren Schuhen kann gegebenenfalls auf das Verwenden der erwähnten Einlage auch ganz verzichtet werden, indem dann der Klebstoff unmittelbar auf das Schuhfutter aufgetragen wird.
- Zum Herstellen von fertigem Schuhwert. mit steifen Kappen vorn und hinten am Schuh ist ein Verfahren bekanntgeworden, wonach ein geeignet geschnittenes Stück Stoff oder dünnes Leder mit einer Celluloidlösung bestrichen oder getränkt und alsdann zwischen Oberleder und Futter eingeschoben wird, so daß die drei Teile nach dem Trocknen der Lösung ein elastisches Ganzes bilden. Die gleiche Lösung hat man auch schon zum Bestreichen der Brandsohlen und Obersohlen verwendet, um dieselben wasserdicht und gegen Schweiß unempfindlich zu machen. Bei dem Verfahren nach der Erfindung handelt es sich dagegen um die Herstellung von örtlichen Ausweitungen von bleibender Gestalt an fertigen Schuhen.
- Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand an einem nach dem vorliegenden Verfahren bearbeiteten Schuh beispielsweise dargestellt.
- Abb. i zeigt in Draufsicht einen normalen Damenschuh, an welchem von außen die ausgeWeiteten Stellen sichtbar sind.
- Abb. ist ein Teil des Schuhes und läßt die Innenseite desselben und die an der Austveitung angebrachte Einlage erkennen.
- An dem dargestellten Schuh ist beispielsweise der Schuhoberteil an der Stellen für ein an der kleinen Zehe befindliches Hühnerauge und an der Stelle b für eilten Frostballen o. dgl. ausgeweitet. Nach .äußerer Markierung dieser Stelle mittels Kreide o. dgl. ist eine entsprechend große Einlage c atr$ dünnem Leder oder Stoff in die Innenseite des Schuhoberteiles eingebracht und mittels des vorgenannten Klebstoffs festgeklebt. Auf die zti verwendenden Preßapparat° oder Schuhaufweiter werden entsprechende Aufsatzstücke: aufgesetzt und alsdann der Schuhoberteil auf eine bestimmte Zeit einem Druck ausgesetzt, bis das Klebemittel trocken und in sich hornartig verhärtet ist. Durch die so erhaltenen Ausweitungen, die sich nicht mehr verziehen, sondern in ihrer Gestalt verbleiben, wird dabei nicht nur die schmerzhafte Stelle am Fuß außer Berührung mit dem Schuhoberteil gehalten, sondern es wird auch dadurch der Heilprozeß der betrettenden krankhaften Stelle am Fuß günstig beeinilußt und beschleunigt.
- Für Schuhwerk mit leichterem Oberteil kann das vorstehend beschriebene Verfahren auch dahingehend abgeändert werden, daß die Einlage in Wegfall kommt. da in diesem Falle der Klebstoff bzw. das Härtemittel von dem Schuhfutter aufgesaugt wird. Bei der vorzunehmenden Behandlung des Schuhes wird dann zunächst die betreffende Stelle am Schuhoberteil mit dem Aufweiteapparat ausgeweitet und alsdann von innen der Klebstoff auf die Stelle aufgebracht, worauf, noch ehe der Klebstof=f vollständig erhärtet ist, eine nochmalige Behandlung des Schuhes mit dem Aufweiteapparat zwecks Nachweitung der betreffenden Stelle bis zur vollständigen Erhärtung des Klebstoffes durchgeführt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Herstellen von örtlichen Ausweitungen von bleibender Gestalt am Oberteil von Schuhen unter- Anwenden einer erhärtenden Lösung, dadurch gekennzeichnet, daß die betreffende, der schmerzhaften Stelle am Fuß gegenüberliegende Stelle des Schuhoberteils nach einem Vorweiten mit der erhärtenden Lösung bestrichen oder mit einer mit der Lösung bestrichenen dünnen Stoff- oder Ledereinlage von innen bcllebt wird, worauf die betreffende Stelle des Oberleders nochmals einem Druck ausäesetzt wird, bis die Lösung vollständig getrocknet und erhärtet ist.
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| DE732875C true DE732875C (de) | 1943-03-13 |
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