DE356571C - Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk

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DE356571C
DE356571C DED39625D DED0039625D DE356571C DE 356571 C DE356571 C DE 356571C DE D39625 D DED39625 D DE D39625D DE D0039625 D DED0039625 D DE D0039625D DE 356571 C DE356571 C DE 356571C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D3/00Lasts
    • A43D3/02Lasts for making or repairing shoes

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk. Zur Anfertigung von gut passendem Schuhwerk ist ein dem Fuß entsprechender Leisten erforderlich, zu dessen Anfertigung ein 1Uodell, welches durch Abformen des Fußes erhalten ist, ein geeignetes Hilfsmittel bietet. Ganz besonders.ist .hierbei für das bIodell die genaue Wiedergabe der Fußsohle erforderlich, denn die Beschaffenheit derselben muß bei .der Herstellung des Leistens unbedingt berücksichtigt werden, um so mehr, als heim Auftreten der Fuß die ganze Körperlast zu tragen hat, und daher .die ganze )Fläche -:ler Fußsohle, hauptsächlich die Ballenpartie und die Ferse, beansprucht wird. Es ist von Wichtigikeit, daß die Weichteile der Fußsohle in dem Schuhwerk ihre natürliche Lage möglichst beibehalten.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung soll also ein Schuhwerk geschaffen )werden, bei welchem die Auftrittsfläche des Fußes der Form der Brandsohle des hergestellten Schuhwerkes entspricht, d. h. einer Erhöhung,auf der unteren Seite des Fußes entspricht eine Vertiefung in der Brandsohle und umgekehrt. Es wird hierdurch verhindert, daß der Fuß seitlich ausweicht; er behält seine natürliche Lage bei. Gleichzeitig wird die untere Fläche der Laufsohle eben gestaltet, so daß sie in ihrer äußeren )Form .dem )Erdboden, auf welchen der mit dem -Schuhbekleidete Fuß auftritt, entspricht.
  • Man hat zwar schon versucht, )Einlagen in Stiefeln herzustellen, bei -denen 'diese Einlagen den Zweck hatten, den !Fuß besser zu unterstützen. Hierbei handelte es sich jedoch hauptsächlich um Einlagen für sogenannte Plattfüße. Da hierbei :ein Verzerren des Schuhschaftes eintrat, hat man Einlagen hergestellt, «-elche im mittleren Teil, also in der @Gegend des Fußgewölbes, im O:uerschnitt keilförmig .gestaltet waren. Diese Einlagen, Einlegesohlen, wurden )zwischen Leisten und Brandsohle eingefügt und alsdann der Schuh wie gewöhnlich fertiggestellt. Wohl konnte man hierbei den Fuß im mittleren gewölbten Teil )besser unterstützen, jedoch war man nicht in der Lage, die Auftrittsfläche im Schuh entsprechend der unteren Fußfläche zu gestalten. Dieser Vorteil soll durch das den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Verfahren erreicht werden.
  • Abb. i zeugt einen Querschnitt des rechten Fußes, und zwar durch den Bällen. Abb. 2 zeigt den Querschnitteines Leistens, wie er :bisher zur Herstellung )von Schuhwerk nach dem Querschnitt (Abt. i) üblich war.
  • Aus der Abb.2 ist ersichtlich, daß die untere Fläche des Leistens flach gestaltet ist, wobei die Fläche nach außen hin etwas ansteigt. Aus der Vergleichung der Abb. i und 2 ist ohne weiteres ersichtlich, daß dieser Leisten nicht der )wirklichen -Form des Fußes entspricht.
  • In Aibb. 3 entspricht die ausgezogene Linie dem Querschnitt des Fußes in Abb. i, während die punktierte Linie dem Querschnitt des Leistens in Abt. 2 entspricht, wie er, wie oben gesagt, Ibis jetzt .gewöhnlich angefertigt wurde. Sollte der Leisten dem Fuß entsprechen, so mußte sich in Abb. 3 die ausgezogene Linie ,mit der punktierten Linie decken. Män ersieht aus Abb. 3 deutlich, wieder Fuß (ausgezogene Linie), falls ein Schuh nach den) Leisten (Abb.2) hergestellt wird, in den Schuh (punktierte Linie), namentlich auf der rechten Seite (A#bb.3) ein:gezivängt werden muß. Der Fuß behält also in dem Schuh, weicher nach dem Leisten (A.bb. 2) hergestellt ist, seine natürliche Lage nicht bei.
  • Ferner ist aus Abb. 3 ersichtlich, daß der Höhtung auf der unteren Seite des Fußes (s. Abb. i) 'bei dem Leisten (s. Abib. 3) nicht Rechnung ,getragen ist. Es ;bleibt also auf der unteren Seite zwischen Brandsohle und Fuß ein bestehen. In :der unteren Höhlung (Abt. i) wird daher der Fuß nicht unterstützt.
  • In Abb. d. ist der Querschnitt eines fertigen Schuhes für den rechten Fuß quer über den Ballen veranschaulicht, und zwar unter Benutzung des Leistens, wie er in Abb.2 im Querschnitt dargestellt ist.
  • Man sieht aus Abb. 4, daß der Querschnitt des in den Schuh eingezwängten Fußes keineswegs' mehr dem wirklichen Querschnitt in Abb. i entspricht. Der Fuß hat also in denn Schuh (Abb. q.) seine natürliche Lage nicht mehr beibehalten, sondern ist in den Schuh .ein, ez ,Arängt.
  • Man ersieht ferner aus Ab ib. q. die Brandsohle i, welche an den Rändern in benannter Weise aufgeschnitten ist, zur Bildung der nach unten gebogenen Lippe 2, an --welche das Oberleder 3 und der Rahmen q. in üblicher Weise durch Naht 5 angenäht sind. An den Rahmen 4. wird alsdann behufs Fertigstellung des Schuhwerkes die Lau@fsolile 6 in bekannter Weise durch Naht 7 befestigt. Die innere Fläche der Brandsohle, welche als Auftrittsfläche für den Fuß .dient; entspricht hierbei also dem Leisten in Abb, a, aber, wie bereits oben gesagt, nicht der Fläche der Fußsohle, wie sie aus Abb. i ersichtlich ist, indem die Brandsohle ziemlich eben ist, avähr2nrl die untere Fläche des Fußes (s. A;bb. i) in der .fitte etwas gehöhlt ist und nach .den Seiten hin ansteigt. Bei dein bisherigen Schuliw erk war also der .Boden, d. h. Brandsohleuna Laufsohle zusanrinen@genominen, durchweg von .öleiohmäßiger .Stärke, wie aus A bb. d. ersieht-. lieh ist. An den Stellen, wo die Wölbungen der Sohle des :Fußes auf die Brandsohle auftreffen, entsteht ein vermehrter Druck auf diese und dadurch auch .eine ungleichmäßige Abnutzung .der Laufsohle 6, so daß beispielsweise .an der Ballenseite, also etwa an der Stelle :a in A#bb. i und a., die Sohle am stärksten abgenutizt wurde. Daß bei Beschaffenheit des Schuhbodens gemäß Abb. + der Fuß sehr eingezwängt wurde, ist ohne weiteres ersichtlich, namentlich bei neuem Schuhwerk; erst allmählich paßt sich .die Brandsohle des Schuhes mehr der unteren Auftrittsfläche des Fußes an, unter gleichzeitiger Abnutzung der Laufsohle an .den der unteren Wölbung des Fußes entsprechenden Stellen. Da man nach clem alten, (bisher üblichen Verfahren eine möglichst ebene Lauffiäohe für den Schuhboden schaffen mußte, so war bei der gleichinäßigen Stärke des Schuhbodens kein anderes Mittel bekannt, als die untere Fläche des Leistens möglichst eben zu gestalten. Die Lauffläche des Schuhwerkes lief also parallel zur unteren Fläche .des Leistens.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung ist es min möglich, ein Schuhwerk zu schaffen, bei dem die innere Lauffläche vollständig der wirklichen Form der Fußsohle, d. h. den Erhöhungen und Vertiefungen der Fußsohle entspricht. Der Leisten, welcher zur Herstellung von Schuhwerk .gemäß Alb. i dienen soll, entspricht auf seiner unteren Fläche auch der A-bb. i.
  • Abb. 5 ,zeigt einen Querschnitt des fertigen, gemäß der vorliegenden Erfindung h ergestellten Schuhes durch den Ballen. Es wird der Fuß abgeformt und der Leisten entsprechend der Fußsohle hergestellt (Abb. i). Zunächst wird, wie bei dem bisher ,üblichen Verfahren, die Brandsohle 8 aufgelegt. Alsdann werden an den Vertiefungen Zwischenlagen oder Einlagen (9 und io auf die Brandsohle aufgelegt, um eine möglichst ebene Fläche zu schaffen. Darauf wird die zweite Brandsohle i i aufgelegt, und alle Teile 8, 9, io und ii werden durch Nähte 12 verbunden. Die äußeren Ränder der Brandsohle i i werden zur Bildiung ,der Lippen 13 aufgebogen und finit dein Oberleder 14 und dem Rahmen 15 durch Nähte verbunden, worauf dann, wie bisher üblich, die Laufsohle 17 durch Nähte 18 finit dem Rahmen 15 verbunden wird. Aus der A .beb. 5 ist also ersichtlich, daß bei .dem so hergestellten Schuhwerk die innere "#,uftritt'sfläche .für den Fuß der wirklichen Form dei-Fußsohle entspricht. Trotzdem ist die Lauffläche der Laufsohle eben, so daß der Fuß mit dem Schuh auf dein Boden gleichmäßig aufruht. Das nette Schu#litwerk kennzeichnet sich also durch einen Boden, der außen dem ebenen Erdboden entspricht, auf dem Schuhwerk getragen .wird, während die innere Fläche des Schuhbodens der Beschaffenheit der Fußsohle ,entspricht. Das Körpergewicht wird .also bei derartigem Schtih@verkgleichmäßig auf den Schuhboden Übertragen, so daß ein sogenanntes Einlaufen des neuen Schuhwerkes nicht erforderlich ist. Das Schuhwerk sitzt von Anfang an äußerst bequem, wie die Versuche dargetan haben, und wie j a ohne weiteres nach dem oben gesagten und nach der Zeichnung ersichtlich ist.
  • Außer dem bequ emnenSitzen derartiger. Schuhwerkes am Fuß zeigt sich noch ein anderer, nicht eu unterschätzender Vorteil darin, .daß die äußere Laufsohle 17 infolge der gleichmäßigen Belastung und des gleichmäßigen Druckes auch in allen Teilen gleichmäßig, abgenutzt wird, so daß eine erheblich längere Gebrauchsdauer für die Laufsohle, -wie dies ,gleichfalls .durch Versuche festgestellt worden ist, gewährleistet ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk, dadurch gekennzeichnet, daß bei Auflegen der Brandsohle auf einen an seiner unteren Seite den Erhöhungen und Vertiefungen der Fußsohle entsprechenden Leisten die auf der Brandsohle beim Anpressen an -den Leisten sich einstellenden Vertiefungen und Abschrälaunben auf der äußern und inneren Seite der Auftrittsfläche durch Einlagen ausgefüllt werden, so daß eine ebene Auflagerfläehe für die Laufsohle entsteht, und dadurch ein Schuhboden erhalten wird, der im Schuhinnern der wirklichen Form der Fußsohle und auf der äußeren Lauffläche dem ebenen Fußboden entspricht.
DED39625D Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk Expired DE356571C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1007669B (de) * 1953-08-31 1957-05-02 Carl Birkenstock Und Emmy Birk Verfahren zur serienmaessigen Herstellung von orthopaedischem Schuhwerk auf Leisten
WO2000013539A1 (en) * 1998-09-02 2000-03-16 Rem's Srl Manufacture of article of footwear

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1007669B (de) * 1953-08-31 1957-05-02 Carl Birkenstock Und Emmy Birk Verfahren zur serienmaessigen Herstellung von orthopaedischem Schuhwerk auf Leisten
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