DE1007367B - Fernsprechlinienwaehler fuer explosionsgefaehrdete Raeume - Google Patents
Fernsprechlinienwaehler fuer explosionsgefaehrdete RaeumeInfo
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- DE1007367B DE1007367B DEST9587A DEST009587A DE1007367B DE 1007367 B DE1007367 B DE 1007367B DE ST9587 A DEST9587 A DE ST9587A DE ST009587 A DEST009587 A DE ST009587A DE 1007367 B DE1007367 B DE 1007367B
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-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04M—TELEPHONIC COMMUNICATION
- H04M9/00—Arrangements for interconnection not involving centralised switching
- H04M9/002—Arrangements for interconnection not involving centralised switching with subscriber controlled access to a line, i.e. key telephone systems
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Devices For Supply Of Signal Current (AREA)
Description
DEUTSCHES
Fernsprechlinienwähler liegen allgemein in Reihe oder parallel an einer doppeladrigen Fernsprechleitung.
Zum Auswählen einer gewünschten Leitung werden häufig Drucktasten verwendet. Nach Tastendruck ist
die rufende Station mit der gewünschten Leitung verbunden. Um in der gewünschten Stelle den Anruf
anzuzeigen, wird Rufstrom über die angeschaltete Leitung übertragen. Dabei sind verschiedene Möglichkeiten
bekannt. Häufig ist zur Aussendung des Rufstromes ein Kurbelinduktor vorgesehen, der nach
Leitungsauswahl betätigt werden muß. Derartige Linienwähleranlagen finden besonders in Gruben und
in Schiffen Verwendung. Sie haben aber den Nachteil, daß der Anrufende die Kurbel betätigen muß. Es sind
auch Druckknopflinienwähleranlagen bekannt, bei denen auf die Kurbelinduktoren verzichtet ist. Statt
dessen sind die Drucktasten so ausgebildet, daß sie beim Durchdrücken eine zentrale Rufstrombatterie
an die ausgewählte Leitung anschalten. Es ist also nicht mehr notwendig, während des Tastendruckes den
Kurbelinduktor zu betätigen.
In Anlagen, bei denen erhöhte Sicherheit gefordert wird, beispielsweise in Grubenanlagen, genügt aber
die Rufstrombatterie allein nicht den Anforderungen, da diese Batterie einer stetigen Wartung bedarf und
außerdem verhältnismäßig hohe Spannungen benötigt werden, so daß die Gefahr der Funkenbildung und
dadurch der Zündung von Explosionen besteht. Die Kurbelinduktoren in derartigen Anlagen im Bergbau
sind vielfach schon eigensicher ausgebildet, d. h. sie können nur Ströme bzw. Spannungen liefern, die nicht
zur Bildung von zündfähigen Funken ausreichen. Aufgabe der Erfindung war es, eine Anlage zu
schaffen, bei der die erwähnten Nachteile vermieden sind. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht,
daß bei Betätigung einer die zu rufende Gegensprechstelle auswählenden Taste ein aus einer zentralen
Rufwechselstromversorgung entnommener und durch strombegrenzende Schaltmittel derart bemessener Rufstrom,
daß bei Kurzschluß oder Unterbrechung der angeschlossenen Leitungen keine zündfähigen Funken
entstehen, über die Ruheseite des Umschaltekontaktes der Induktorkurbel zur Gegensprechstelle ausgesandt
wird und daß bei Betätigung der Induktorkurbel deren dabei umgelegter Umschaltekontakt die zentrale Rufwechselstromversorgung
ab- und den eigensicher ausgebildeten Induktor als Rufstromquelle einschaltet. Die Erfindung bietet den Vorteil, daß stets beide Rufstromquellen
wahlweise zur Verfügung stehen und somit ein \^ersagen praktisch ausgeschlossen ist. Es
sind nicht nur beide Rufstromquellen eigensicher ausgebildet, sondern es i st auch verhindert, daß bei de gleichzeitig
auf den Rufstromkreis einwirken und dadurch möglicherweise doch Explosionen einleiten können.
Fernsprechlinienwähler
für explosionsgefährdete Räume
für explosionsgefährdete Räume
Anmelder:
Standard Elektrik Aktiengesellschaft,
Stuttgart-Zuffenhausen,
Hellmuth-Hirth-Str. 42
Stuttgart-Zuffenhausen,
Hellmuth-Hirth-Str. 42
Beanspruchte Priorität:
Schaustellung vom 18. September 1954 auf der am
18. September 1954 eröffneten Deutschen Bergbau-Ausstellung 1954, Essen
18. September 1954 eröffneten Deutschen Bergbau-Ausstellung 1954, Essen
Werner Sperlich, Gelsenkirchen,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung sei an Hand der Zeichnungen beschrieben.
Fig. 1 zeigt die Schaltung einer Linienwählersprechstelle, während
Fig. 2 das Zusammenschalten mehrerer Sprechstellen veranschaulicht.
In der Fig. 1 ist an die Klemmen 5 und 6 die Mik.rophonbatterie MB angeschlossen, die über den Hakenumschalterkontakt
u II das Mikrophon M speist. In den Mikrophon- und den Fernhörerkreis sind die
Induktionsspulen /1, /II und /III eingezeichnet, die in bekannter Weise die Sprechströme übertragen. Zur
Auswahl der Gegensprechstelle wird die entsprechende Taste Tl bis T 6 gedrückt. Es sei angenommen, daß
eine Verbindung von der Station 7 zur Station 2 hergestellt werden soll. In der Station 7 wird die Taste
7'2 gedrückt. Dadurch kommt folgender Rufstrom-
.. · ;.·;■■ .;■■ 709 507/152
kreis zustande. Dieser Rufstromkreis läßt sich an Hand der beiden Fig. 1 und 2 verfolgen:
Zentrale Rufwechselstromquelle, Rufstromleitung R2, Klemme 18 in Apparat 7, Umschaltekontakt K
des Induktors, T 2, Klemme 12, Leitung L 2, " Klemme 9 in Apparat 2, Wecker W, Klemme 10,
Ruf stromleitung Rl, zentrale Ruf wechselstromquelle.
Fällt die zentrale Rufstromversorgung einmal aus, so kann immer noch durch Betätigen des Kurbelinduktors
gerufen werden. Wird die Kurbel gedreht, so legt sich der Umschaltekontakt in der eingezeichneten
Pfeilrichtung um und trennt die zentrale Rufstromleitung R2 von der Klemme 18 ab. Der Ruf-Stromkreis
hat folgenden Verlauf:
Induktor Ina, Umschaltekontakt K des Induktors
in Arbeitsstellung, Taste Γ 2, Klemme 12, Leitung L2, Apparat 2, Klemme 9, Wecker W, Klemme
10, Ruf stromleitung R1 zum Apparat 7, Klemme
10 zurück zum Induktor.
Sollen in Schlagwetter- oder explosionsgefährdeten Räumen eigensichere Verbindungsleitungen an die
Fernsprechapparate angeschlossen werden, d. h. wenn bei Kurzschluß oder Unterbrechung dieser Leitungen
keine Funken auftreten dürfen, die die Zündung einer Explosion hervorrufen könnten, so ist es vorteilhaft,
der Rufstromquelle strombegrenzende Schaltmittel nachzuordnen, beispielsweise die beiden Widerstände
im Sekundärstromkreis des Rufstromtransformators.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Fernsprechlinienwähler mit Tasten zur Leitungsauswahl und mit eigensicher ausgebildetem eingebautem Rufinduktor für explosionsgefährdete Räume, insbesondere für Grubenfernsprechanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß bei Betätigung einer die zu rufende Gegensprechstelle auswählenden Taste ein aus einer zentralen Rufwechselstromversorgung entnommener und durch strombegrenzende Schaltmittel derart bemessener Rufstrom, daß bei Kurzschluß oder Unterbrechung der angeschlossenen Leitungen keine zündfähigen Funken entstehen, über die Ruheseite des Umschaltekontaktes der Induktorkurbel zur Gegensprechstelle ausgesandt wird und daß bei Betätigung der Induktorkurbel deren dabei umgelegter Umschaltekontakt die zentrale Rufwechselstromversorgung ab- und den eigensicher ausgebildeten Induktor als Rufstromquelle einschaltet.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 196 843.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 709 507/152 4.57
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST9587A DE1007367B (de) | 1955-03-16 | 1955-03-16 | Fernsprechlinienwaehler fuer explosionsgefaehrdete Raeume |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST9587A DE1007367B (de) | 1955-03-16 | 1955-03-16 | Fernsprechlinienwaehler fuer explosionsgefaehrdete Raeume |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1007367B true DE1007367B (de) | 1957-05-02 |
Family
ID=7454814
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEST9587A Pending DE1007367B (de) | 1955-03-16 | 1955-03-16 | Fernsprechlinienwaehler fuer explosionsgefaehrdete Raeume |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1007367B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1268025B (de) * | 1961-02-03 | 1968-05-09 | Siemens Ag | Anordnung zum kurzzeitigen Durchschalten einer Gleichspannung von einem zweipoligen Eingang auf einen Verbraucher, insbesondere fuer Fernmesszwecke |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE196843C (de) * |
-
1955
- 1955-03-16 DE DEST9587A patent/DE1007367B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE196843C (de) * |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1268025B (de) * | 1961-02-03 | 1968-05-09 | Siemens Ag | Anordnung zum kurzzeitigen Durchschalten einer Gleichspannung von einem zweipoligen Eingang auf einen Verbraucher, insbesondere fuer Fernmesszwecke |
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