CH89950A - Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk mit Versteifungseinlage. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk mit Versteifungseinlage.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk init VersteifungseInlage. Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Schuh werk mit eitler Versteifungseinlage, bei deren Herstellung ein flüchtiges Mittel verwendet wurde.
Versteifungseinlagen dieser Art bestehen gewöhnlich aus einer oder inehreren Material lagen, welche mit einer Versteifungsinasse, zum Beispiel mit in einer verflüchtigbaren Lösung aufgelöstem Zelluloid, imprägniert oder dann- belegt sind.
Mit der Anwendung solcher Versteifungs einlagen sind mitunter gewisse Übelstäude verbunden. So hat man bei der Anwendung solcher Einlagen bei Schuhwerk mit Schuh spitze oder Oberleder aus "Paterit"-Ledet- herausgefunden, dass das flüchtige Mittel in der Versteifungseinlage in dem Sinne einen nachteiligen Einfluss auf das "1'atent"-Leder ausübt, als es der) Lack zu erweichen odel- abzulösen bestrebt ist.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist ritin die Ermöglichung der Anwendung vor) Ver steifungseinlagen genannter Art ohne nach teiligen Einfluss auf Schuhwerk, bei welchem der Oberledertell, in dessen Region die Ver- stelfungseinla.ge angebraeht ist, z. B. aus "Pateiit4'-, <B>d.</B> h. Lackleder besteht.
Die Erfindung liegt nun darin, dass man zwischen die Versteifungseinlage und den gegen die Wirkung des fliiehtigen Mittels der Versteifungsmasse zu schützenden Teil eine wasserlösliche, für das in der Versteifungs einlage benutzte Lbsungsmittel undurchlässige Substanz einsetzt.
Als Beispiele einer Substanz genatinter Art sind züi nennen: Leiiii, (;elatine, Casein, Alburinn (vegetabiliseli oder animalisch), Gummi, z.
B. A.1,zazietigtiiiaiiii, Tragantligumini, Dextrin oder die gallertartIge Uisung voll isländischem Moos, Leinsamen, Quittenkern, Stärke, Weizen- oder Roggenniehl ete. Alle diese Substanzen sind für Spiritus, Petrol, Azeton, liolztiar)litha (Methylalkoliol oder 83,r-oxyles),.Beiizol und ähnliche Liisungsruittel, welche,
wenn bei einer Versteifungseinlage als Lösungsmittel für die Versteifungsinasse angewendet, eine erweichende und besonders bei Schulispitzen eine verderbliche Wirkung auf Lackleder ausüben würden, undurchlässig. Die Schutzsubstanz wird zweckmässig auf die Aussenseite der Versteifungseinlage in Form eines Appretes oder eines Überzuges aufgebracht.
Es können auch beide Seiten der Einlage vor ihrer Einbringung in das Sehuhwerk mit einer Schutzsubstanz genann ter Art belegt werden, wobei die Schutz substanz auf der Innenseite der Einlage ein Festkleben der letzteren während des Auf ziehens des in Bearbeitung befindlichen Schutz werkes auf den Leist an letzterem verhindert. Die Einlage kann gleich bei ihrer Herstellung oder kurz vor ihrem Einsetzen in das Schuh werk mit der Schutzsubstanz belegt werden.
Ei s kann auch eine gesonderte, vorher mit der Schutzsubstanz belegte oder appretierte Lage aus Gewebe oder anderem Material auf die Versteifungseinlage aufgebracht oder zwi schen letztere und den züi schützenden Teil eingesetzt werden, wenn die Einlage in das Schuhwerk gebracht wird.
Ferner kann vor dem Einbringen der Ver- steifungseinlige in das Schuhwerk die untere Seite des "Paterit"-Ledei-s oder des Futters oder auf beide eine Schutzsubstanz genannter Art aufgetragen werden. Diese befindet sich dann beim Aufziehen des Schuhwerkes auf den Leisten zwischen der Versteifungseinlage und dein züi schützenden Teil des Schuh werkes.
Da Leim, Gelatine, Casein, Stärke, Weizen- oder Roggenmehl, Dextrin und Gummi, wenn allein angewendet, eine Tendenz zum Steif werden beim Trocknen haben, wodurch das Aufziehen des Schuhwerkes auf den Leisten erschwert wird, können diese Substanzen durch Zusatz einer kleinen Menge Glycerin oder anderer hygroskopiseher Chemikalien, wie Mignesiumehlorid, dauernd biegsain. ei-halten werden. Auch kann die mit diesen Substan zen belegte Fläche, vor dem Aufziehen des Schuhwerkes auf den Leisten mit Wasser befeuchtet werden.
Claims (1)
- PATEIXTANSPRÜCH <B>1:</B> Verfahren zur Herstellung von Schuh. werk mit einer Versteifungseinlage, bei deren Herstellung ein flüchtiges Mittel verwendet wurde, dadurch gekennzeichnet, dass man zwi schen die Einlage und den gegen die Wir kung des flüchtigen Mittels der Versteifungs masse zu schützenden Teil eine wasserliisliche, für das bei der Versteifungseinlage benutzte Lösungsmittel undurchlässige Substanz ein bringt. UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man die Aussenseite der Versteifungseinlage mit der erwähnten Substanz versieht. 2.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man eine gesonderte Materiallage mit der genannten Substanz versieht und auf die Versteifungseinlage aufbringt. <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man eine gesonderte Materiallage init der genannten Substanz versieht und zwischen die Versteifungs einlage, und den zu schützenden Teil ein setzt. 4. Verfahren nach Patentanspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass man die untere Fläche des Leders vor dem Einsetzen der Ver- steiftingseinlage mit einer Lösung der Schutzsubstanz überzieht.<B>a.</B> Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man die Innenseite des Futters vor dem Einsetzen der Ver steifungseinlage mit einer Lösung der Schutzsubstanz überzieht. PATENTANSPRUCH II:Schuliwerk iiiit einer Yersteifungseinlage, -bei deren Herstellung ein flüchtiges Mittel verwendet wurde, gekennzeichnet durch eine zwischen die Einlage und den gegen die Wirkung des flüchtigen Mittels der Verstei fungsmasse zu sebützenden Teil eingesetzte, wasserlösliche,<B>für</B> das bei der Versteifungs einlage benützte Lösungsmittel undurchlässige Substanz.<B>-</B> UNTERANSPRMIIE: <B>6.</B> SchtihwerkiiaellPateritatisprtichI1,dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Seite der Verstelfungseinlage mit der genannten Substanz versehen ist.<B>7.</B> Schuliwei-knachPatentanspruchlI,daduii-ch gekennzeichnet, dass eine gesonderte Ma teriallage mit der genannten Substanz ver sehen ist und so ein Schutzmittel bildet.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB89950X | 1919-10-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH89950A true CH89950A (de) | 1921-07-01 |
Family
ID=9863328
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH89950D CH89950A (de) | 1919-10-23 | 1920-09-23 | Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk mit Versteifungseinlage. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH89950A (de) |
-
1920
- 1920-09-23 CH CH89950D patent/CH89950A/de unknown
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