AT132930B - Verfahren zum Wasserdichtmachen von Leder, insbesondere von Schuh- und Kofferleder. - Google Patents
Verfahren zum Wasserdichtmachen von Leder, insbesondere von Schuh- und Kofferleder.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zum Wasserdiehtmaehen von Leder, insbesondere von Sehuh-und Kofferleder. Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Wasserdichtmaehen von Leder, insbesondere von Oberleder und Sohlenleder bei der Schuhherstellung sowie bei der Koffererzeugung, wobei das nach diesem Verfahren behandelte Leder stets geschmeidig und dauerhaft bleibt. Es sei erwähnt, dass die bisher in Verwendung genommenen verschiedenen Imprägnierungsmittel für Leder, wie z. B. Fette, Öle, Harze LI. dgl., insoferne ihren Zweck nicht erfüllen, als die mit solchenMitteln imprägnierten Leder- sorten grösstenteils hart, steif und brÜchig wurden und auch wasserdurchlässig blieben. Gemäss der vorliegenden Erfindung werden wässerige Bitumenemulsionen in Verwendung ge- nommen, welche z. B. zwischen dem Oberleder eines Schuhes und seiner Innenfutterung bzw. zwischen der aussenliegenden Laufsohle und der innen darauf befindlichen Brandsohle aufgetragen werden. Das wasserdichte Oberleder für einen Schuh wird in der Weise hergestellt, dass an dem entsprechend vorgerichteten Oberlederteil zwischen seiner innenliegenden Seite und der darauf gelegten aus Futterstoff oder Futterleder (z. B. Schafleder) bestehenden Fütterung die wasserdicht machende und stets geschmeidig bleibende Bitumenemulsion im kalten Zustande aufgetragen wird. In gleicher Weise wird eine solche Bitumenemulsion zwischen dem Brandleder und der vorgerichteten Laufsohle des Schuhwerks angebracht. Am zweckmässigsten eignen sich wässerige Bitumenemulsionen aus sogenanntem geblasenem Asphalt, bei welchem die leicht flÜchtigen Kohlenwasserstoffverbindungen durch ein geeignetes Verfahren, z. B. mittels Dampf oder erwärmter Luft usw., entfernt sind, wodurch eine grössere Viskosität sowie eine grosse Widerstandsfähigkeit gegen nachfolgende Oxydationserscheinungen und Sprödigkeit und schliesslich eine dauernde Geschmeidigkeit und Klebekraft erzielt wird. Zwischen dem äusseren Oberleder und dem inneren Futterleder oder Futterstoff bzw. zwischen der Laufsohle und der ober derselben liegenden Brandsohle dringt die aufgetragene wässerige Bitumenemulsion in die nächstliegenden Poren der Fleischseite des Ober- und Sohlenleders bzw. des Futterleders oder Futterstoffe ein und bildet nach dem Verdunsten des in der Emulsion befindlichen Wassers eine wasserundurchlässige und elastische Zwisehensehichte, welche jedes Eindringen von Feuchtigkeit in das Schuhwerk an allen Seiten wirksam verhindert. Die zwischen dem Oberleder und dem Futterleder bzw. zwischen der Brandsohle und Laufsohle eingebrachte Bitumenemulsion schützt aber auch die Nahtstellen des Sehuhwerkes sowie die vorgenommenen Bepflockungen der Sohle, indem das Nähund Bindematerial sowie die eingeschlagenen Stifte von der Bitumenemulsionmasse innig umgeben werden und dieselben somit gegen WasserangTiffe vollkommen abgeschlossen sind. Das eingetragene Bitumen ist gerueh-und geschmacklos und hat namentlich auch gegenüber dem bei der Schuhherstellung EMI1.1 leders oder des Futterstoffe bzw. der Brandsohle herbeiführt. Sollen grössere Mengen von Bitumenemulsionen, wie z. B. bei der Herstellung von sogenannten Goiserer-Bergschuhen, zwischen der Brandsohle und der Laufsohle aufgetragen und festgehalten werden, so empfiehlt es sich, um beim Gehen ein Herauspressen der Bitumenmasse aus ihrer Zwischenlage zu vermeiden bzw. hintanzuhalten, auf der inneren oder Fleischseite der Laufsohle Rillen oder sonstige Einkerbungen in entsprechender Zahl anzuordnen, in welchen sich grössere Mengen der Bitumenemulsion verfangen und aufgespeichert bleiben. Eine Austrocknung und Verhärtung der als Zwischenschicht <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 stetsgeschmeidigundwasserundurchlässig. Für die Herstellung von Lederkoffern werden zwischen den für die Lederkofferteile entsprechend zugerichteten Lederbestandteilen bzw. zwischen den zu einer Platte zu vereinigenden Lederteilen oder EMI2.2 PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Wasserdiehtmaehen von Leder, insbesondere von Schuh-und Kofferleder, unter Verwendung von Zwischenlagen aus wasserundurchlässigen, bitumenhältigen Stoffen, dadurch gekenn- zeichnet, dass zwischen dem äusseren Oberleder und einem inneren Futterleder oder Futterstoff bzw. zwischen der inneren Brandsohle und der äusseren Laufsohle eines Schuhes bzw. zwischen den der Lederkofferherstellung dienenden Lederplatten und deren Futterstoffen eine wässerige Bitumenemulsion, zweck- EMI2.3 undurchlässiges klebriges Bindemittel zwischen den Leder-und Futterteilen ergibt.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verhinderung des Herauspressens EMI2.4 getragenen grösseren Menge von Bitumenemulsion auf der inneren Seite der Laufsohle Rillen oder Einkerbungen in entsprechender Zahl und Art angebracht werden.
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