DE460320C - Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk

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DE460320C
DE460320C DEC40326D DEC0040326D DE460320C DE 460320 C DE460320 C DE 460320C DE C40326 D DEC40326 D DE C40326D DE C0040326 D DEC0040326 D DE C0040326D DE 460320 C DE460320 C DE 460320C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43BCHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
    • A43B1/00Footwear characterised by the material
    • A43B1/10Footwear characterised by the material made of rubber

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  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk. Diese Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk mit unmittelbar auf bestimmte Lederflächen desselben aufvulkanisierten Kautschukbelägen, sei es, daß diese zum Wasserdichtmachen oder als Sohle dienen.
  • Es ist bereits früher vorgeschlagen worden, Schuhwerk herzustellen, bei dem das Oberleder mit einer Kautschuksohle oder mit einer Kautschukfütterung versehen ist. Bei einer derartigen Verbindung von Leder mit Kautschuk war es indessen bisher nicht möglich, eine für den praktischen Gebrauch genügende Festigkeit der Verbindung zwischen dem Leder und dem Kautschuk zu schaffen. Auf Grund von Beobachtungen und Versuchen wurde gefunden:, daß diese geringe Festigkeit der Verbindung von Leder und Kautschuk daher rührt, daß die Lederoberfläche, auf die der Kautschukbelag aufv ulkanisiert wird, bei dem üblichen Trocknen des Leders stets so viel Feuchtigkeit aus der Luft aufnimmt, daß eine innige Verbindung nicht stattfinden kann, es sei denn, daß das Leder in dem heißen Zustande verwendet wird, in den es zwecks Trocknens versetzt wird. Bei der Massenherstellung derartigen Schuhwerks ist es natürlich nicht möglich, das Leder jedesmal vor dem Aufvulkanisieren eines Gummibelages zu erhitzen; vielmehr wird nach der Erfindung so verfahren, daß der zusammengesetzte Schuh zunächst auf eine unterhalb der Vulkanisierungstemperatur liegende Trockentemperatur erwärmt wird, wodurch nicht nur das Leder an der mit dem Gummibelag zu versehenden Fläche getrocknet, _ sondern der Kautschukbelag auch gleichzeitig für das Aufvulkanisieren geeignet gemacht wird, worauf nach Entfernung der Feuchtigkeit aus dem Leder die Temperatur so erhöht wird, daß der Kautschukbelag auf die getrocknete Lederoberfläche aufvulkanisiert wird. Da hierbei zwischen der Trockenoperation und dem Aufvulkanisieren des Kautschukbelages ein Wiedereintreten von Feuchtigkeit in das Leder ausgeschlossen ist, so ist die Verbindung äußerst fest.
  • Die Zeichnung veranschaulicht die Erfindung in mehreren beispielsweisen Ausführungsformen. Es zeigt Abb. i die Seitenansicht eines Halbschuhs, wobei Einzelheiten im Schnitt dargestellt sind, Abb.2 eine Übersichtsdarstellung eines überschuhs, wobei Einzelteile im Schnitt dargestellt sind, Abb.3 die Oberansicht eines Sportschuhs, Abb. q eine Einzelansicht im Längsschnitt und Abb. 5 einen Schnitt einer aus mit Gummimasse vereinigtem Leder bestehenden Schicht.
  • Zwecks Durchführung der Erfindung wird das Schuhwerkoberleder und mit diesem durch Vulkanisieren verbundene Gummimasse benutzt. Da die Herstellung dieser Vereinigung auch den Ersatz von Leder durch Gummi oder Stoff oder eine Verbindung beider einschließt, so ist es erwünscht, nach dem Zusammenkleben der sich berührenden Flächen des Oberleders eine Kappe aus Gummimasse aufzusetzen, um die Kanten des aus Gummimasse bestehenden Schuhbodens fest damit zu verbinden. Wenn nun die Verbindung der Teile, nämlich der Brandsohle, des Oberleders, der Gummikappe und des aus Gummimasse bestehenden Bodens auf dem Leisten fertiggestellt ist, so wird die ganze, auf dem Leisten befindliche Verbindung von Gummi und Leder auf eine hohe Temperatur gebracht, durch die sowohl das Leder von Feuchtigkeit befreit als auch zwecks Einleitung der V ulkanisierung vorgewärmt wird.
  • Da diese Vorwärmung bei der Entziehung der Feuchtigkeit aus dem Leder ein Schrumpfen des letzteren bewirkt, so kann ein unzweckmäßiges Schrumpfen des Leders dadurch vermieden werden, daß man das Leder vor dem Aufbringen auf den Leisten von Feuchtigkeit befreit. Es ist daher zweckmäßig, die Teile vor Beginn der Vorwärmung auf dem Leisten zu vereinigen und nach dem Beginn der Vorwärmung die Gummimasse nebenher teilweise zu vulkanisieren. Sobald dann das Leder zwecks Austreibung der Feuchtigkeit genügend erwärmt ist, wird bis zur Vulkanisierungstemperatur erwärmt, um das Vulkanisieren der Gummimasse auf das Oberleder zu bewirken.
  • Bei der Zusammensetzung des Schuhwerks in der beschriebenen Weise kann das Oberleder mit Stoff oder Leder belegt werden, und bei derjenigen Schuhwerksart, bei der die Kosten eine größere Rolle als die Güte spielen, kann das Oberleder aus dem billigeren Spaltleder hergestellt werden, das als Nachahmung von schwedischem Leder dienen kann. Gewünschtenfalls können die billigsten Schuhwaren ohne Überzug auf dem Spaltleder ausgeführt werden und der ganze Schuh einfach ein Oberleder besitzen, welches mit einer Brandsohle verbunden ist und eine aus Leder und Gummimasse bestehende Sohle besitzt. Anderseits ist aber bei geschmackvollem Schuhwerk die Benutzung von Oberleder mit Narbenschicht unerläßlich, und es muß auf Schönheit und fachmännische Arbeit bei der Herstellung der Verbindung zwischen dem ungespaltenen Leder und der Gummimasse gesehen werden. Daher muß besondere Sorgfalt darauf verwendet werden, die Kanten des Oberleders aufzurauhen, um die Gummimasse gut aufleimen und verbinden zu können.
  • Bei Herstellung von Schuhwerk für nasses oder feuchtes Wetter muß nicht nur die Gummiausfütterung vorhanden, sondern das Schuhwerk muß auch wasserdicht sein. Demgemäß muß unter dem Oberleder ein Überzug aus Gummimasse angebracht werden, welche auf den Überzug kalandert wird und nach der Vereinigung mit dem Leder damit durch Vulkanisieren verbunden wird. Um eine innige Verbindung zu begünstigen, muß die untere Fläche des Leders mit einem vulkanisierbaren Bindemittel überzogen werden, um die Verbindung möglichst haltbar zu machen.
  • Zwecks Durchführung des Verfahrens wird das Oberleder i zunächst mit der Brandsohle 2 auf dem Leisten verbunden und die Kanten des mit der Sohle 3 zu verbindenden Leders verbunden, außer wenn das Oberleder zwecks Darbietung" einer faserigen Oberfläche aus Spaltleder besteht. Hierauf wird ein vulkanisierbares Bindemittel aufgebracht und darauf die aus Gummimasse bestehende Kappe 4 gelegt und dann ein aus Gummimasse bestehender Boden 3 angebracht und das Ganze der Wärmebehandlung unterzogen, bei der das Leder vorgewärmt, sein Wassergehalt ausgetrieben und die Gummimasse teilweise vulkanisiert wird. Wenn dann das Leder gut vorgewärmt ist, wird eine höhere Temperatur verwendet, um die Vulkanisierung zu vollenden und die Verbindung der Teile zu bewirken.
  • Zur Herstellung einer anderen Schuhcverksform kann das Oberleder mit einem auf das Leder i vulkanisierten Belag 5 aus Gummimasse versehen sein, wie aus Abb i erkennbar. Für Überschuhe und anderes wasserdichtes Schuhwerk wird der Gummibelag in der aus Abb. r und 2 erkennbaren Weise angewandt. Bei Sportschuhen (Abb. 3) kann Spaltleder ohne Belag verwendet werden; jedoch wird hier ein damit durch Vulkanisieren verbundener Boden angewendet, wie oben beschrieben.

Claims (1)

  1. hAT1:NTANSYI2UCÜ: Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk, bei welchem das Leder unmittelbar mit einer aufvulkanisierten Kautschukschicht versehen wird, dadurch gekennzeichnet; daß das mit der Kautschukschicht( (wasserdichter Kautschukbelag oder Gummisohle) versehene Schuhwerk in zusammengesetztem Zustande auf einen Leisten oder eine Form gebracht, dann einer unter der Vulkanisierungstemperatur liegenden Erwärmung zwecks Austreibung der Feuchtigkeit und endlich einer erhöhten Temperatur zwecks Aufvulkanisierens der Kaut-, schukbeläge auf die getrockneten Lederflächen ausgesetzt wird.
DEC40326D 1927-08-26 1927-08-26 Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk Expired DE460320C (de)

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DE (1) DE460320C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1290844B (de) * 1962-08-29 1969-03-13 Continental Gummi Werke Ag Formsohle fuer Schuhwerk

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1290844B (de) * 1962-08-29 1969-03-13 Continental Gummi Werke Ag Formsohle fuer Schuhwerk

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