DE537882C - Verfahren zur Herstellung eines Schuhes oder Stiefels - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Schuhes oder StiefelsInfo
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- DE537882C DE537882C DE1930537882D DE537882DD DE537882C DE 537882 C DE537882 C DE 537882C DE 1930537882 D DE1930537882 D DE 1930537882D DE 537882D D DE537882D D DE 537882DD DE 537882 C DE537882 C DE 537882C
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- A43B—CHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
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- A43B23/00—Uppers; Boot legs; Stiffeners; Other single parts of footwear
- A43B23/22—Supports for the shank or arch of the uppers
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- A—HUMAN NECESSITIES
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- A43B9/02—Footwear stitched or nailed through
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- A43B9/12—Stuck or cemented footwear
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- Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)
Description
- Verfahren zur Herstellung eines Schuhes oder Stiefels Bei der Herstellung von Schuhen und Stiefeln ist es bekannt, das Obermaterial mit der Innensohle aufzuleisten und diese Teile vorübergehend mit Nägeln auf dem Leisten festzulegen, während die Ränder des Obermaterials mit der Innensohle verklebt werden. Bei diesem bekannten Verfahren wurden darauf die Nägel im Fersenende fest verankert, und die übrigen Nägel wurden entfernt, worauf die Vernähung der Außensohle mit dem Schuh erfolgte. Es ist ebenfalls bekannt, das Obermaterial mit der Innensohle aufzuleisten und sämtliche Ränder des Obermaterials mit der Innensohle zu vernähen, während diese Teile vorübergehend zusammengehalten werden. Bevor die Außensohle des Schuhes oder des Stiefels aufgesetzt wird. werden dann die Teile entfernt, mittels denen das Obermaterial und die Innensohle vorübergehend zusammengehalten wurden. Das zuerst erwähnte Verfahren besitzt den Nachteil, daß der Fersenteil des Schuhes oder Stiefels verhältnismäßig steif wird, weil Nägel in diesem Teil vorhanden sind. Diese Nägel werden auch früher oder später in das Innere des Schuhes eindringen, was selbstverständlich für den Träger des Schuhes höchst unangenehm werden kann. Das zweite der obenerwähnten Verfahren ist zwar an sich vorteilhafter als das zuerst beschriebene, weist aber den Nachteil auf, daß seine Ausführung mit verhältnismäßig hohen Kosten verbunden ist. Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines Schuhes oder Stiefels, bei dem Obermaterial und Innensohle so aufgeleistet werden, daß der Rand des Obermaterials- über die Innensohle zu liegen kommt, worauf der Rand des Obermaterials zusammen mit der Innensohle auf dem Leisten mit Nägeln vorübergehend festgelegt und dann die Ränder des Obermaterials mit der Innensohle verklebt werden.
- Gemäß der Erfindung werden nun, nach dem Herausziehen sämtlicher Nägel und vor den! Aufbringen der Außensohle und des Hackens, die Ränder des Oberleders mit der Innensohle lediglich auf dem im Bereich des Hackens gelegenen Abschnitt vernäht.
- Mittels dieses Verfahrens ist es bei geringem Kostenaufwand möglich, einen Schuh oder Stiefel herzustellen, der keine Nägel enthält, so daß ein äußerst biegsames Gebilde entsteht. Ein weiterer Vorteil des neuen Verfahrens besteht darin, daß die Verbindung zwischen dem Obermaterial - und der Innensohle vollständig wasserdicht ist.
- Um die Erfindung in allen Teilen richtig verständlich zu machen, soll die Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnung geschehen. Auf der Zeichnung stellen dar: Abb. i, wie das Oberleder eines Schuhes. oder Stiefels im Sinne der Erfindung auf einer sogenannten Innensohle festgelegt ist, Abb. 2 einen Schnitt nach der Linie 2-2 der Abb. i, Abb. 3 bis 6 in einem Schnitt, ähnlich dem der Abb. 2, die verschiedenen Stufen einer im Sinne der Erfindung erfolgenden Herstellung eines Schuhes oder Stiefels.
- Wie den Abb. i bis 3 zu entnehmen ist, sind Oberleder a und Innensohle b in bekannter Weise auf einen hölzernen Leisten c gebracht. Der mit d bezeichnete Rand des Oberleders ist über den Rand der Innensohle geholt und zusammen mit der Innensohle auf dem Leisten mit Hilfe von Nägeln e, e festgelegt (siehe hierzu Abb. 3). Die Nägel sollten vorteilhaft nur teilweise in den Leisten eingetrieben werden. Nachdem das geschehen ist, wird zwischen den übergeholten Rand d des Oberleders und der daruntergelegenen Fläche der Innensohle b ein Klebstoff aufgetragen, der Rand des Oberleders also auf der Innensohle festgeklebt. Nachdem der Klebstoff gebunden hat, werden die Nägel e, e aus Leisten, Innensohle und Oberleder herausgezogen, so daß Oberleder und Innensohle, wie es in Abb. i und 2 dargestellt ist, von Nägeln vollkommen frei sind und lediglich nur durch den Klebstoff zusammengehalten werden.
- Der das Fersenende der Innensohle überdeckende Rand des Oberleders a wird- nunmehr, so wie es in Abb. i bei f angedeutet ist, mit der Innensohle vernäht, um dem Schuh oder Stiefel an dieser Stelle eine größere Festigkeit zu geben.
- Nachdem Oberleder a und Innensohle b, wie oben beschrieben, miteinander verbunden sind, wird die übliche Füllung g (Abb. ¢) auf die Innensohle b gebracht, und zwar innerhalb des von dem Rand des Oberleders a umschlossenen Raumes. Nachdem auch das geschehen ist, werden Außensohle la und Fersenunterlage (nicht dargestellt) aufgebracht und festgenäht. Der Rand der Innensohle b wird -vorteilhaft, wie bekannt, geschlitzt oder geritzt, um zwei Lippen i, j (Abb. S) zu schaffen, von denen die mit i bezeichnete zur Aufnahme der die Außensohle h festlegenden und gegebenenfalls auch noch um das Fersenende herumgeführten Nähtische k dienen soll. Die andere Rißlippe j wird nach dem Nähen mit der Lippe i verklebt, um -die Stiche zu verdecken und rings des ganzen Randes der Innensohle eine glatte Fläche zu schaffen (Abb. 6). Sofern es verlangt wird, kann dann noch die übliche Einlegesohle eingeklebt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Schuhes oder Stiefels, indem Obermaterial und Innensohle aufgeleistet werden, so daß der Rand des Obermaterials über die Innensohle zu liegen kommt, worauf der Rand des Obermaterials zusammen mit der Innensohle auf dem Leisten mit Nägeln vorübergehend festgelegt und dann die Ränder des Obermaterials mit der Innensohle verklebt werden, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Herausziehen sämtlicher Nägel und vor dem Aufbringen der Außensohle und des Hackens die Ränder des Oberleders mit der Innensohle lediglich auf dem im Bereich des Hackens gelegenen Abschnitt vernäht werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB2648429A GB331745A (en) | 1929-08-30 | 1929-08-30 | Improvements in or relating to boots and shoes |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE537882C true DE537882C (de) | 1931-11-07 |
Family
ID=10244358
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930537882D Expired DE537882C (de) | 1929-08-30 | 1930-07-26 | Verfahren zur Herstellung eines Schuhes oder Stiefels |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE372373A (de) |
| DE (1) | DE537882C (de) |
| GB (1) | GB331745A (de) |
-
1929
- 1929-08-30 GB GB2648429A patent/GB331745A/en not_active Expired
-
1930
- 1930-07-26 DE DE1930537882D patent/DE537882C/de not_active Expired
- 1930-07-31 BE BE372373D patent/BE372373A/fr unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB331745A (en) | 1930-07-10 |
| BE372373A (de) | 1930-08-30 |
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