CH89237A - Verfahren zur Herstellung von Acetaldehyd aus Acetylen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Acetaldehyd aus Acetylen.

Info

Publication number
CH89237A
CH89237A CH89237DA CH89237A CH 89237 A CH89237 A CH 89237A CH 89237D A CH89237D A CH 89237DA CH 89237 A CH89237 A CH 89237A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sep
acetylene
aldehyde
time
reaction vessel
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
The Shawinigan Water P Company
Original Assignee
Shawinigan Water & Power Compa
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Shawinigan Water & Power Compa filed Critical Shawinigan Water & Power Compa
Publication of CH89237A publication Critical patent/CH89237A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C45/00Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds
    • C07C45/26Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by hydration of carbon-to-carbon triple bonds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von     Acetaltlehytl        aas    Acetylen.    Gegenstand vorliegender Erfindung ist  ein Verfahren zur Herstellung von     Acetal-          dehyd    aus Acetylen, gemäss welchem durch  eine verdünnte Säure, welche eine Metallver  bindung, z. B.     Quecksilbersalz,    enthält, eine  bedeutend grössere Menge Acetylen hindurch  geführt wird, als unter Bildung von Aldehyd  gebunden werden kann, wobei eine niedrige  Temperatur und ein niedriger Druck auf  recht erhalten werden.

   Die Temperatur kann  durch konstante     Einleitung    von Wasser,     wel-          clies    das mit dem Acetylen unter Bildung von  Aldehyd sich verbindende Wasser ersetzt,       arid    welches mit dem Gas in die Säure gelei  tet wird, innerhalb der gewünschten Grenzen  gehalten werden. Der grössere Teil der Reak  tionswärme wird aber     zweckmässigerweise     durch äussere Kühlung und durch den Strom  überschüssigen Gases entzogen.  



  <I>Beispiel</I>  In ein Gefäss von hochwertigem Silizium  eisen, das mit einer mechanischen     Rührvor-          richtung    versehen ist, werden ungefähr vier  tausendfünfhundert Liter 10     %ige    verdünnte  Schwefelsäure als Anfangsfüllung und un-         gefähr        =    kg leicht angesäuertes     Queck-          silberoxyd    eingesetzt. Durch die     Reaktions-          fliissigkeit    werden 1,7 bis 10     ma    Handels  acetylengas per Minute hindurchgeführt. Die  Reaktionsflüssigkeit wird kräftig und un  unterbrochen gerührt.

   Der Aldehyd     bildet     sich mit einer ausserordentlich grossen Schnel  ligkeit. Infolge der während des Vorganges       lierrseltenden    Temperatur, die man zwischen  40 und 80   C hält, was     tveit    unter Siedetem  peratur der verdünnten Säure ist, bildet sich  der     Aldehyd    in gasförmigem Zustand.

   Das in  grosser     111eiige    ausströmende     Aeetylen    reisst       den    Aldehyd, der sich jeweils gebildet hat,  mit     sich    und entfernt ihn aus dem     Reaktiorls-          gefi@ss,    so     class    sich keine unerwünschten     Pro-          dulite    aus ihm bilden können. Dieser Aldehyd       wird    so vollständig als möglich vom     Acetyleri          abgesondert,    indem man die Gase erst durch  einen     Kaltwasserkondensator    mit - 10 bis  ---15   C leitet.

   Der erste Kondensator kühlt       die        ausströmenden    -Gase und scheidet einen       Meinen    Teil des Aldehyds aus, während der       SAzwasserkondensator    den grösseren Teil des  selben     absondert.    Der     übrigbleibende    Aldehyd           wird    durch das kalte Wasser eines mit     @'i'a-          ser    gespeisten     C'aswaschers    absorbiert. Das  so vom Aldehyd gereinigte Acetylen wird  hierauf mittelst eines Gebläses dem     Rea.k-          tiolisgef < iss    wieder zugeführt.

   U m die Rück  leitung des     Acetylens        gleichmässig    zu     gestal-          i;en,    ist parallel mit dem     Gebläse    ein     Gaso-          nieter    angeordnet. Man sorgt dabei dafür,     da13     ein annähernd gleichmässiger Druck aufrecht       erbalten    wird, damit die Gaszufuhr eine       re@elm < tssige    bleibt.

   Die Austrittsöffnung des  Reaktionsgefässes ist genügend gross, um dem       C4ase    freien Austritt     zti    gewähren, so dass der  einzige vorhandene Druck durch den Druck  des     Kondensators    und des     Waschers        hervor-          gerUfen    wird und 0,0284 bis     0,5637        l,:g/eni"          1'herdruck,    meistens nur     0,1-I        kg/cm\    beträgt.

         Der        Aldehyd    aus den Kondensatoren und dein       Gaswascher    wird gesammelt und in geeigne  ter     "Weise    gereinigt. Um die Reaktionstem  peratur entsprechend niedrig zu erhalten,       wird    der grössere Teil der Reaktionswärme       durch    äussere Kühlung dem     Reaktionsgefäss     und durch den Strom überschüssigen Gases  beseitigt, entzogen, der kleinere Teil wird durch  konstante -Wasserzufuhr zu dem Reaktions  gefäss beseitigt.

   Die Reaktionsflüssigkeit wird  in kurzen     Zeitabständen    untersucht und     ver-          dünnte    Säure oder Quecksilberoxyd oder  beides nachgefüllt, je nachdem dies     erforder-          licb    ist, um den     Katalysator    wirksam zu     er-          Lall-en.    Es ist nötig, die Flüssigkeit ab und  zu aus dem Reaktionsgefäss zu entfernen, und       zwar    nicht nur weil der Katalysator selbst  schlechter wird, sondern auch wegen der     An-          häufung    von organischen quecksilberhaltigen  Verbindungen,

   deren Bildung zum Teil auf  die im Handelsacetylen enthaltenen     Unrein-          ]leiten    zurückzuführen ist. Eine Zersetzung  des Quecksilberoxyds findet nur sehr lang  sam statt und teilweise derart, dass das in  metallischem Zustande frei gewordene Queck  silber sich in grossem Masse auf dem Boden  des Gefässes sammelt und nicht in der Flüs  sigheit suspendiert bleibt, so dass es die Re  aktion nicht beeinträchtigt.

   Die verdünnte  Säure wird vom Schlamm, der sich zu Boden  setzt,, abgesondert und unter normalen Ver-         hältnisen        in.,eal@tionsgefäss        zurückgeleitet:.     Der     zurückbleibende        Schlamm    kann einer       Behandlung    unterworfen werden, um     da-          Quecksilber        zuriickzugewinnen;

      dasselbe     wird     dann     elektrolytisch    in die gewünschte     Ver-          Lindung    umgewandelt und wieder in das  I'k'ea     ztionsgef < iss    eingeführt. Während der       ganzen        Ausübung    des Verfahrens werden  die Temperatur, die     Gasströmung;    und der  Zustand des Katalysators möglichst gleich  mässig erhalten.  



  Infolge der im Reaktionsgefäss aufrecht  erhaltenen, verhältnismässig niedrigen Tem  peratur und der Verdünnung der Säure     wird     das Gefäss von der     Säure    in nennenswerter  Weise nicht angegriffen und bleibt der     Ka-          ta.lysator    lange unverändert erhalten.  



  Der Verlust an Schwefelsäure,     Quecksil-          ber    und Acetylen ist sehr gering und die er  zeugte     Aldehydmenge    ist nahezu die theore  tische. Der aus den Kondensatoren und dem  Nascher gesammelte Aldehyd wird durch  Destillation gereinigt und der aus dem     De-          stillationsappa.rat    erhaltene     Enddampf    durch  einen Nascher hindurchgeleitet,     der    allen  vorher nicht kondensierten Aldehyd sam  melt und aus demselben Spuren von Acetylen,  die im Aldehyd aufgelöst und durch den       Destillationsapparat    hindurchgegangen sein  konnten, ausscheidet.  



  An Stelle von Schwefelsäure können an  dere Säuren, wie zum Beispiel Phosphorsäure,  und an Stelle von     Quecksilberoxyd    auch an  dere anorganische     Quecksilberverbindungen,     wie zum Beispiel     Quecksilberoxydul,    verwen  det werden.  



  Das Verfahren ist ein in jeder     Beziehung     kontinuierliches und kann mit     Leichtigkeit     gewerbsmässig ausgeführt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von lcetal- dehyd aus Acetylen, dadurch gekennzeichnet, da:13 da.s Acetylen in grossem Übersclluss über die Menge, die sich zu Aldehyd verbinden kann, durch eine eine Metallverbindung enthal tende verdünnte Säure hindurchgeleitet wird, und dass im Reaktionsgefäss eine niedrige Temperatur und ein niedri@@er Driuek auf- recht, erbalten wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Pa,l.erita.nsprucli, dadurch gekennzeichnet, dass der Acel;aldehyd und das Acetylen durch eine mehrstufige Kon densation und durch Waschen voneinan- der getrennt werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die als Katalysator Wirkende Metallverbindung eine anor ganische Quecksilberverbindung ist. 3.
    Verfahren nach Patentanspriicli und I1ii- teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die anorganische Quecksilberverbindung ein Quecksilbersalz ist. 4.,Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die niedrige Tempera- EMI0003.0024 <B><I>Im-</I></B> <SEP> durch <SEP> konstiinte <SEP> Wasserzufuhr <SEP> und <tb> clurcli <SEP> @@'ärnicalileit;un@@ <SEP> durch <SEP> das <SEP> CTo-is <SEP> im <tb> Überscbuss <SEP> aufreebt <SEP> erhalten <SEP> wird. <tb> 5. <SEP> Verfahren <SEP> nach <SEP> @a,ienia.nsprtzch, <SEP> dadurch <tb> geken11zeichiiet=, <SEP> dass <SEP> <B>111.1.11</B> <SEP> eine <SEP> schwache <tb> Schwefels:
    i-urelösung <SEP> verwendet. <SEP> G. <SEP> @Terfa.liren <SEP> nach. <SEP> Patentanspruch, <SEP> dadurch <tb> gekennzeichilet, <SEP> dass <SEP> von <SEP> Zeit <SEP> zia <SEP> Zeit <SEP> Uh reinheiten <SEP> aus <SEP> der <SEP> Säurelösung <SEP> durch <SEP> Ab setzen <SEP> ausgeschieden <SEP> werden <SEP> und <SEP> die <SEP> Säure <tb> in <SEP> (las <SEP> Peaktionsgefüss <SEP> zurück <SEP> geleitet <SEP> wird, <tb> und <SEP> da,ss <SEP> von <SEP> Zeit; <SEP> zu <SEP> Zeit <SEP> erschöpfte <SEP> Teile <tb> des <SEP> Iiatalysal:ors <SEP> aufgefrischt <SEP> werden. <tb> 7. <SEP> Verfahren <SEP> nach <SEP> Patentanspruch, <SEP> dadurch <tb> gekennzeichnet, <SEP> dass <SEP> das <SEP> Reaktionsgefäss <tb> ans <SEP> hochwertigem <SEP> Siliziumeisen <SEP> besteht.
CH89237D 1919-09-26 1919-09-26 Verfahren zur Herstellung von Acetaldehyd aus Acetylen. CH89237A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH89237T 1919-09-26

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH89237A true CH89237A (de) 1921-05-02

Family

ID=4346334

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH89237D CH89237A (de) 1919-09-26 1919-09-26 Verfahren zur Herstellung von Acetaldehyd aus Acetylen.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH89237A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1280236B (de) Verfahren zur Reinigung von Kupfer und Vanadin enthaltenden Katalysatoren
CH89237A (de) Verfahren zur Herstellung von Acetaldehyd aus Acetylen.
DE1768015A1 (de) Verfahren zur Dehydrierung von Maleinsaeure zum Anhydrid
CH620174A5 (de)
DE657192C (de) Herstellung hochkonzentrierter Salpetersaeure aus verduennter Salpetersaeure
DE561514C (de) Verfahren zur Behandlung schwefelsaurer Eisenbeizablaugen mit Gewinnung von wasserarmem Eisensulfat
DE720315C (de) Verfahren zur Herstellung von Harnstoff aus Gaswasser
DE469003C (de) Verfahren zur getrennten Gewinnung des Ammoniaks und der Ammoniakverbindungen aus Gasen
DE541037C (de) Verfahren zur Gewinnung von reinem m- und p-Kresol
DE4013335A1 (de) Verfahren zur herstellung von natriumdichtromat
DE363268C (de) Verfahren zur Herstellung eines nicht hygroskopischen, insbesondere fuer Gerbzwecke geeigneten Eisensalzes
DE615254C (de) Verfahren zur Heisszersetzung von kuenstlichem Carnallit
DE224148C (de)
AT352097B (de) Verfahren zur herstellung von cyanformamid aus cyanwasserstoff und sauerstoff
DE744755C (de) Verfahren zur Reinigung von Milchsaeure
DE406362C (de) Verfahren zur Gewinnung von Alkalicyanid aus Cyanwasserstoff enthaltenden Gasgemischen
DE645725C (de) Herstellung von Alkalinitraten aus Alkalichloriden und Salpetersaeure
DE1024957B (de) Verfahren zur Herstellung von ª‡, ª‰-Dichlor-ª‰-formylacrylsaeure (Mucochlorsaeure)
DE2657775C2 (de) Verfahren zur Herstellung eines als Hauptkomponente Cyclohexan-1,2,3,4-tetracarbonsäure enthaltenden Stoffgemisches und dieses enthaltende Mittel zur Verhinderung steinbildender Ablagerungen
DE842047C (de) Verfahren zur Herstellung von Fumarsaeure aus Maleinsaeureanhydrid enthaltenden Gasen, die durch katalytische Dampfphasenoxydation von organischen Verbindungen erhalten werden
DE581828C (de) Verfahren zur Herstellung von Glykolsaeure aus Essigsaeure
DE931473C (de) Verfahren zur Gewinnung von reinem 2, 4, 6-Kollidin aus technischen 2, 4, 6-Kollidinen
DE749805C (de) Verfahren zur Herstellung von Carbonsaeuren
AT73373B (de) Verfahren zur Darstellung von Oxalsäure.
DE2237685C3 (de) Verfahren zur Gewinnung von Apfelsäure