CH89237A - Verfahren zur Herstellung von Acetaldehyd aus Acetylen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Acetaldehyd aus Acetylen.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Acetaltlehytl aas Acetylen. Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Acetal- dehyd aus Acetylen, gemäss welchem durch eine verdünnte Säure, welche eine Metallver bindung, z. B. Quecksilbersalz, enthält, eine bedeutend grössere Menge Acetylen hindurch geführt wird, als unter Bildung von Aldehyd gebunden werden kann, wobei eine niedrige Temperatur und ein niedriger Druck auf recht erhalten werden.
Die Temperatur kann durch konstante Einleitung von Wasser, wel- clies das mit dem Acetylen unter Bildung von Aldehyd sich verbindende Wasser ersetzt, arid welches mit dem Gas in die Säure gelei tet wird, innerhalb der gewünschten Grenzen gehalten werden. Der grössere Teil der Reak tionswärme wird aber zweckmässigerweise durch äussere Kühlung und durch den Strom überschüssigen Gases entzogen.
<I>Beispiel</I> In ein Gefäss von hochwertigem Silizium eisen, das mit einer mechanischen Rührvor- richtung versehen ist, werden ungefähr vier tausendfünfhundert Liter 10 %ige verdünnte Schwefelsäure als Anfangsfüllung und un- gefähr = kg leicht angesäuertes Queck- silberoxyd eingesetzt. Durch die Reaktions- fliissigkeit werden 1,7 bis 10 ma Handels acetylengas per Minute hindurchgeführt. Die Reaktionsflüssigkeit wird kräftig und un unterbrochen gerührt.
Der Aldehyd bildet sich mit einer ausserordentlich grossen Schnel ligkeit. Infolge der während des Vorganges lierrseltenden Temperatur, die man zwischen 40 und 80 C hält, was tveit unter Siedetem peratur der verdünnten Säure ist, bildet sich der Aldehyd in gasförmigem Zustand.
Das in grosser 111eiige ausströmende Aeetylen reisst den Aldehyd, der sich jeweils gebildet hat, mit sich und entfernt ihn aus dem Reaktiorls- gefi@ss, so class sich keine unerwünschten Pro- dulite aus ihm bilden können. Dieser Aldehyd wird so vollständig als möglich vom Acetyleri abgesondert, indem man die Gase erst durch einen Kaltwasserkondensator mit - 10 bis ---15 C leitet.
Der erste Kondensator kühlt die ausströmenden -Gase und scheidet einen Meinen Teil des Aldehyds aus, während der SAzwasserkondensator den grösseren Teil des selben absondert. Der übrigbleibende Aldehyd wird durch das kalte Wasser eines mit @'i'a- ser gespeisten C'aswaschers absorbiert. Das so vom Aldehyd gereinigte Acetylen wird hierauf mittelst eines Gebläses dem Rea.k- tiolisgef < iss wieder zugeführt.
U m die Rück leitung des Acetylens gleichmässig zu gestal- i;en, ist parallel mit dem Gebläse ein Gaso- nieter angeordnet. Man sorgt dabei dafür, da13 ein annähernd gleichmässiger Druck aufrecht erbalten wird, damit die Gaszufuhr eine re@elm < tssige bleibt.
Die Austrittsöffnung des Reaktionsgefässes ist genügend gross, um dem C4ase freien Austritt zti gewähren, so dass der einzige vorhandene Druck durch den Druck des Kondensators und des Waschers hervor- gerUfen wird und 0,0284 bis 0,5637 l,:g/eni" 1'herdruck, meistens nur 0,1-I kg/cm\ beträgt.
Der Aldehyd aus den Kondensatoren und dein Gaswascher wird gesammelt und in geeigne ter "Weise gereinigt. Um die Reaktionstem peratur entsprechend niedrig zu erhalten, wird der grössere Teil der Reaktionswärme durch äussere Kühlung dem Reaktionsgefäss und durch den Strom überschüssigen Gases beseitigt, entzogen, der kleinere Teil wird durch konstante -Wasserzufuhr zu dem Reaktions gefäss beseitigt.
Die Reaktionsflüssigkeit wird in kurzen Zeitabständen untersucht und ver- dünnte Säure oder Quecksilberoxyd oder beides nachgefüllt, je nachdem dies erforder- licb ist, um den Katalysator wirksam zu er- Lall-en. Es ist nötig, die Flüssigkeit ab und zu aus dem Reaktionsgefäss zu entfernen, und zwar nicht nur weil der Katalysator selbst schlechter wird, sondern auch wegen der An- häufung von organischen quecksilberhaltigen Verbindungen,
deren Bildung zum Teil auf die im Handelsacetylen enthaltenen Unrein- ]leiten zurückzuführen ist. Eine Zersetzung des Quecksilberoxyds findet nur sehr lang sam statt und teilweise derart, dass das in metallischem Zustande frei gewordene Queck silber sich in grossem Masse auf dem Boden des Gefässes sammelt und nicht in der Flüs sigheit suspendiert bleibt, so dass es die Re aktion nicht beeinträchtigt.
Die verdünnte Säure wird vom Schlamm, der sich zu Boden setzt,, abgesondert und unter normalen Ver- hältnisen in.,eal@tionsgefäss zurückgeleitet:. Der zurückbleibende Schlamm kann einer Behandlung unterworfen werden, um da- Quecksilber zuriickzugewinnen;
dasselbe wird dann elektrolytisch in die gewünschte Ver- Lindung umgewandelt und wieder in das I'k'ea ztionsgef < iss eingeführt. Während der ganzen Ausübung des Verfahrens werden die Temperatur, die Gasströmung; und der Zustand des Katalysators möglichst gleich mässig erhalten.
Infolge der im Reaktionsgefäss aufrecht erhaltenen, verhältnismässig niedrigen Tem peratur und der Verdünnung der Säure wird das Gefäss von der Säure in nennenswerter Weise nicht angegriffen und bleibt der Ka- ta.lysator lange unverändert erhalten.
Der Verlust an Schwefelsäure, Quecksil- ber und Acetylen ist sehr gering und die er zeugte Aldehydmenge ist nahezu die theore tische. Der aus den Kondensatoren und dem Nascher gesammelte Aldehyd wird durch Destillation gereinigt und der aus dem De- stillationsappa.rat erhaltene Enddampf durch einen Nascher hindurchgeleitet, der allen vorher nicht kondensierten Aldehyd sam melt und aus demselben Spuren von Acetylen, die im Aldehyd aufgelöst und durch den Destillationsapparat hindurchgegangen sein konnten, ausscheidet.
An Stelle von Schwefelsäure können an dere Säuren, wie zum Beispiel Phosphorsäure, und an Stelle von Quecksilberoxyd auch an dere anorganische Quecksilberverbindungen, wie zum Beispiel Quecksilberoxydul, verwen det werden.
Das Verfahren ist ein in jeder Beziehung kontinuierliches und kann mit Leichtigkeit gewerbsmässig ausgeführt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von lcetal- dehyd aus Acetylen, dadurch gekennzeichnet, da:13 da.s Acetylen in grossem Übersclluss über die Menge, die sich zu Aldehyd verbinden kann, durch eine eine Metallverbindung enthal tende verdünnte Säure hindurchgeleitet wird, und dass im Reaktionsgefäss eine niedrige Temperatur und ein niedri@@er Driuek auf- recht, erbalten wird. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Pa,l.erita.nsprucli, dadurch gekennzeichnet, dass der Acel;aldehyd und das Acetylen durch eine mehrstufige Kon densation und durch Waschen voneinan- der getrennt werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die als Katalysator Wirkende Metallverbindung eine anor ganische Quecksilberverbindung ist. 3.Verfahren nach Patentanspriicli und I1ii- teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die anorganische Quecksilberverbindung ein Quecksilbersalz ist. 4.,Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die niedrige Tempera- EMI0003.0024 <B><I>Im-</I></B> <SEP> durch <SEP> konstiinte <SEP> Wasserzufuhr <SEP> und <tb> clurcli <SEP> @@'ärnicalileit;un@@ <SEP> durch <SEP> das <SEP> CTo-is <SEP> im <tb> Überscbuss <SEP> aufreebt <SEP> erhalten <SEP> wird. <tb> 5. <SEP> Verfahren <SEP> nach <SEP> @a,ienia.nsprtzch, <SEP> dadurch <tb> geken11zeichiiet=, <SEP> dass <SEP> <B>111.1.11</B> <SEP> eine <SEP> schwache <tb> Schwefels:i-urelösung <SEP> verwendet. <SEP> G. <SEP> @Terfa.liren <SEP> nach. <SEP> Patentanspruch, <SEP> dadurch <tb> gekennzeichilet, <SEP> dass <SEP> von <SEP> Zeit <SEP> zia <SEP> Zeit <SEP> Uh reinheiten <SEP> aus <SEP> der <SEP> Säurelösung <SEP> durch <SEP> Ab setzen <SEP> ausgeschieden <SEP> werden <SEP> und <SEP> die <SEP> Säure <tb> in <SEP> (las <SEP> Peaktionsgefüss <SEP> zurück <SEP> geleitet <SEP> wird, <tb> und <SEP> da,ss <SEP> von <SEP> Zeit; <SEP> zu <SEP> Zeit <SEP> erschöpfte <SEP> Teile <tb> des <SEP> Iiatalysal:ors <SEP> aufgefrischt <SEP> werden. <tb> 7. <SEP> Verfahren <SEP> nach <SEP> Patentanspruch, <SEP> dadurch <tb> gekennzeichnet, <SEP> dass <SEP> das <SEP> Reaktionsgefäss <tb> ans <SEP> hochwertigem <SEP> Siliziumeisen <SEP> besteht.
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