CH341830A - Verfahren zur Herstellung schwerlöslicher kristallisierter Salze von Vitamin B1 - Google Patents

Verfahren zur Herstellung schwerlöslicher kristallisierter Salze von Vitamin B1

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CH341830A
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  Verfahren zur Herstellung     schwerlöslicher        kristallisierter    Salze von     Vitamin    B1    Es wurde gefunden, dass am Kern     aliphatische,     hydroaromatische oder aromatische     Substituenten     aufweisende     o-Oxy-benzoesäuren    mit Vitamin     Bi     mehr oder weniger     schwerlösliche    kristallisierte Salze  bilden.  



  Diese Verbindungen können zur Isolierung des  Vitamins     Bi    aus den Lösungen seiner leichtlöslichen  Salze verwendet werden, um     Vitamin-Bi-Präparate     mit verlängerter Wirkungsdauer herzustellen. Schliess  lich können sie als     Antirheumaticum    oder als     Anti-          neuralgicum    mit Vorteil     verwendet    werden, da beide  Komponenten der Salze in diesem Sinne wirksam  sein können.  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist ein Ver  fahren zur Herstellung     schwerlöslicher    kristallisierter       Vitamin-Bi-Salze,    welches dadurch gekennzeichnet  ist, dass man in einem wässerigen Medium wasserlös  liche Salze des Vitamins     Bi    mit wasserlöslichen Sal  zen von am Kern     aliphatische,    hydroaromatische oder  aromatische     Substituenten    aufweisenden     o-Oxy-ben-          zoesäuren    umsetzt.

   Um zu vermeiden, dass bei der  Anwendung stark saurer, wasserlöslicher     Vitamin-13,-          Salze,    wie zum Beispiel des     Vitamin-Bi        chlorid-          hydrochlorids,    die in Wasser     schwerlösliche    freie  substituierte     o-Oxy-benzoesäure    teilweise ausgefällt  wird, ist es vorteilhaft, die Umsetzung der     Salze    bei       pH-Werten    zwischen 5 und 7,     vorzugsweise    bei PH 6,0,  vorzunehmen. Dies geschieht am besten dadurch, dass  die Lösungen der beiden Ausgangsstoffe vor der  Umsetzung auf diesen     pH-Wert    eingestellt werden.

    



  Man kann erfindungsgemäss zum Beispiel kristal  lisierte,     schwerlösliche        Vitamin-Bi-Salze    von folgen  den Säuren herstellen:     Isobutyl-,        Isohexyl-,        Isohep-          tyl-,        Isooctyl-    und     Cyclohexylsalicylsäure,        Isothymo-          tinsäure    (=     Methyl-propyl-salicylsäure),        p-Isobutyl-          o-kresotinsäure    (=     Isobutyl-methyl-salicylsäure),

          p-          Cyclohexyl-o-kresotinsäure    (= Cyclohexyl-methyl-         salicylsäure),        Diphenyl-2-oxy-3-carbonsäure,        Diphe-          nyl-4-oxy-3-carbonsäure    (=     Phenyl-salicylsäuren)     und     1-Naphthol-2-carbonsäure    (Homologes der     Sali-          cylsäure    aus der     Naphthalinreihe).     



  Die Analyse der Verbindungen hat ergeben, dass  die meisten von ihnen eine Zusammensetzung aus  1     Mol        Vitamin-Bi-Base    und 1     Mol    Säure aufweisen.  Daneben wurde aber auch zum Beispiel beim     Vit-          amin-Bi-Salz    der     Cyclohexyl-salicylsäure    ein Typ be  obachtet, der wie das     Vitamin-Bi        chlorid-hydrochlo-          rid    auf 1     Mol        Vitamin-Bi-Base    2     Mol    Säure enthält.  



  Die     in    Wasser mehr oder weniger     schwerlösli-          ehen,    kristallisierten Salze sind sehr leicht löslich in  Methanol und Äthanol, meistens auch     in    Aceton und  in     Dioxan,    dagegen unlöslich     in        Ligroin.    Sie können  umkristallisiert werden, ohne ihre Zusammensetzung  zu ändern. Wegen ihrer Schwerlöslichkeit in Wasser  sind die Verbindungen auch in feuchtem Medium län  gere Zeit haltbar.  



  <I>Beispiel 1</I>  10,11g     Vitamin-Bi-chlorid-hydrochlorid    wurden  in 30     cm3    Wasser gelöst. Die Lösung wurde in Eis  wasser gekühlt und dann unter weiterer Kühlung und  unter ständigem Rühren mit so viel     Natriumbicarbo-          natlösung    versetzt, bis sich ein     pH-Wert    von etwa 6,0  eingestellt hatte.

   In diese Lösung wurde eine Lösung  von     isobutylsalicylsaurem    Natrium eingegossen, die  durch Suspendieren von 7 g (kleiner     überschuss)        Iso-          butyl-saHcylsäure    in 30     cm3    Wasser und Zugabe von  so viel     20o/o.igem        NaOH    hergestellt worden war, bis  die Säure sich gelöst und ein PH-Wert von etwa 6,0  sich eingestellt hatte. Durch Reiben mit einem Glas  stab an der Gefässwand wurden in der zunächst kla  ren (übersättigten) Lösung     Kristallisationskeime    ge  schaffen und die Mischung dann unter weiterer Küh  lung sich selbst überlassen.

   Alsbald     bildete    sich ein  dicker, aus feinen Nadeln bestehender Kristallbrei,      der nach 2 Stunden abgesaugt, mit eiskaltem Wasser  gewaschen und dann getrocknet wurde. Ausbeute  12 g.  



  Die Analyse eines umkristallisierten Präparates  zeigte, dass die Verbindung aus 1     Mol        Vitamin-B1-          Base    und 1     Mol        Isobutyl-salicylsäure    zusammenge  setzt ist.  



  Analog Beispiel 1 können die     Vitamin-B,-Ver-          bindungen    anderer Säuren des genannten Typs her  gestellt werden, wenn anstelle des     Natriumsalzes    der       lsobutyl-salicylsäure    wasserlösliche Salze anderer  Säuren der fraglichen     Art,    z.

   B. der von     Isohexyl-,          Isoheptyl-    oder     Isooctyl-salicylsäure    bzw. von     Iso-          thymotinsäure,        Diphenyl-2-oxy-3-carbonsäure    oder  von     1-Naphthol-2-carbonsäure    in kleinem     überschuss     zur Anwendung kommen, wobei Ausbeuten zwischen  80 und 95  /o der Theorie erreicht wurden.  



  Alle Salze dieser Reihe enthalten auf 1     Mol          Bi    Base 1     Mol    Säure.  



  Beim     Salz    der     Cyclohexyl-salicylsäure,    bei dem  auf 1     Mol    Base 2     Mol    Säure     treffen,    muss zur Errei  chung guter Ausbeuten der Säureanteil entsprechend  erhöht werden.  



  <I>Beispiel 2</I>  15 g     Cyclohexyl-salicylsäure        (Hexahydrodiphenyl-          4-oxy-5-carbonsäure)    wurden in 60     cm3    Wasser       suspendiert        und        dann        durch        Zugabe        von        20        %-iger          NaOH    bis zur Erreichung eines     pH-Wertes    von 6,0  bis 6,2 in Lösung gebracht.

   Dazu wurde eine     Vit-          amin-BiLösung    gegeben, die durch Auflösen von  10,11g     Vitamin-Bi-chlorid-hydrochlorid    in 20     cm3     Wasser und vorsichtiges Abstumpfen der Lösung    mit     Na-bicarbonatlösung    unter Kühlung und unter  Rühren bis zu einem     pH-Wert    von 6,0 hergestellt wor  den war. In der zunächst klaren Mischung entstan  den nach leichtem Reiben mit einem Glasstab alsbald  nadelförmige Kristalle, die sich nach kurzem Stehen  zu einer dichten Fällung verdichteten. Diese wurde  nach etwa zweistündigem Stehen in der Kälte ab  gesaugt, mit kaltem Wasser gewaschen und dann  getrocknet. Die Ausbeute betrug 18,5 g.  



  Nach den Analysenwerten besteht das Salz aus  1     Mol        Vitamin-B,-Base    und 2     Mol        Cyclohexyl-sali-          cylsäure.     



  In analoger Weise können die     Vitamin-Bi-Salze     von     Isobutyl-o-kresotinsäure,        Cyclohexyl-o-kresotin-          säure    und von     Diphenyl-4-oxy-3-carbonsäure    kristal  lisiert dargestellt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung schwerlöslicher kristal lisierter Salze von Vitamin Bi, dadurch gekennzeich net, dass wasserlösliche Salze des Vitamins Bi in einem wässerigen Medium mit wasserlöslichen Sal zen von am Kern aliphatische, hydroaromatische oder aromatische Substituenten aufweisenden o-Oxy- benzoesäuren umgesetzt werden.
    UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass das Umsetzungsgemisch mit neutrali sierenden Mitteln auf einen pfi-Wert zwischen 5,0 und 7,0 gebracht wird.
CH341830D 1955-03-25 1956-03-03 Verfahren zur Herstellung schwerlöslicher kristallisierter Salze von Vitamin B1 CH341830A (de)

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