DE713079C - Verfahren zur Darstellung von Abkoemmlingen der 4-Aminobenzolsulfonamide - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Abkoemmlingen der 4-Aminobenzolsulfonamide

Info

Publication number
DE713079C
DE713079C DEH155824D DEH0155824D DE713079C DE 713079 C DE713079 C DE 713079C DE H155824 D DEH155824 D DE H155824D DE H0155824 D DEH0155824 D DE H0155824D DE 713079 C DE713079 C DE 713079C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
solution
acid
aminobenzenesulfonamides
parts
phosphorus oxychloride
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEH155824D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
F Hoffmann La Roche AG
Original Assignee
F Hoffmann La Roche AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by F Hoffmann La Roche AG filed Critical F Hoffmann La Roche AG
Priority to DEH155824D priority Critical patent/DE713079C/de
Priority to DK58161D priority patent/DK58161C/da
Application granted granted Critical
Publication of DE713079C publication Critical patent/DE713079C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/02Phosphorus compounds
    • C07F9/06Phosphorus compounds without P—C bonds
    • C07F9/22Amides of acids of phosphorus

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von Abkömmlingen der 4-Aminobenzolsulfonamide Es wurde gefunden, daß wasserlösliche Abkömmlinge der q.-Aminobenzo@lsulfonamide dadurch gewonnen werden können, daß man auf 4-Aminobenzolsulfonamide der a11ge-meinen Formel worin R und R, Alkyl oder Wasserstoff, R@ "Alkyl, Aryl oder Wasserstoff bedeuten, oder auf deren Salze Phosphoroxychlorid einwirken läßt und die dabei entstehenden Monophosphorsäuredichloride mit Ammoniak, AI-kylaminen oder Alkalien umsetzt. Die Umsetzung erfolgt durch Erhitzen. Die gebildeten Zwischenprodukte können auf verschiedene Weise gewonnen werden, z. B. durch Eintragen der Reaktionsmischung in ein Lösungsmittel, in dem das betreffende Pho:sphorsäuredichlorid unlöslich ist oder durch Ab@-destil.lieren des überschüssigen unveränderten Phosphoroxychlorids im Vakuum. Man kann das rohe Umsetzungsprodukt auch unmittelbar ohne weitere Reinigung in das Endprodukt überführen.
  • Die erhaltenen Phosphorsäuren bzw. Phosphamidsäuren der q.-Aminobenzolsulfonamide wirken stark bakterizid und sind sehr wenig toxisch. Sie bilden beständige, fast geschmacklose Salze, die leicht löslich sind. Ihre Lösungen reagieren neutral und können sterili-3iert und injiziert werden. r Im Schrifttum sind schon eine Anzahl Vorschläge für die Herstellung therapeutisch verwendbarer Abkömmlinge des Sulfanitami:ds gemacht worden; bei allen zeigen sich jedoch gewisse Nachteile. So hat sich die Formaldehvdbisulfitverbindung des Sulfanilamids gemäß der schweizerischen Patentschrift 193 177 als wenig-wirksam erwiesen. Ebenso besitzen die Sulfanilamidverbindungen nach der französischen Patentschrift 816988, wie von Fischer, T r e f o u e 1 und Mitarbeitern, G r ay und Mitarbeitern sowie durch eigene Versuche festgestellt wurde, keine oder nur sehr geringe bakterizide Wirksamkeit. Das im Chemischen Zentralblatt (1g37) 1I, S. 1191 bis 1192, beschriebene a'-Pyrrol.idon-5'-carboxy - ¢ - aminobenzolsulf onamirl zeigt zwar wohl eine gewisse therapeutische Wirksamkeit, doch ist diese Verbindung, zu deren Herstellung man vom i-2-Pyrrolido@n-5-carboxyanilid -ausgehen muß, nur sehr schwer zugänglich. Die Verbindung des Sulfanilamids mit Zuckern, welche im Chemischen Zentralblatt (1937) 1I, S. 1192, vorgeschlagen wird, steigert die Löslichkeit des Sulfanilamids, doch wird durch die Einführung des Zuckerrestes, wie Schmidt für die Sulfanilamidglucoseverbindung feststellte, die Wirksamkeit des Sulfonamids stark herabgesetzt. Dies trifft auch für Acylderivate des Sulfanilamids zu, wie sie beispielsweise im tschechischen Patent 60 736 erwähnt sind. Es wird hier empfohlen, das Sulfanilamid mit Bernsteinsäure zu verbinden, was, abgesehen von der Wirksamkeitsverminderung, noch den Nachteil hat, daß das erforderliche Bcrnsteinsäüre-
    anhydrid verhältnismäßig kostspielig ist.-' i
    Nachteile werden durch die vorliegen 'c.
    findung weitgehend vermieden. "'
    Beispiel i 4o Teile Sulfanilsäureainidhydröchloric1 werden 2 Stunden mit ioo Teilen Phosphoroxychlorid am Rückflußkühler gekocht. Es tritt starke Salzsäureentwicklung ein, und nach etwa i Stunde ist eine klare, dünnflüssige Lösung entstanden. Diese heiße Lösung wird in aoo Teile Benzol eingerührt, wobei überschüssiges P'hosphoroxychlorid in Lösung geht und das Reaktionsprodukt erstarrt. Es wird nochmals mit i oo Teilen Benzol verrieben, um den Rest des Phosphoroxychl,orids zu entfernen.
  • Das -so in quantitativer Ausbeute erhaltene. Phosphorsäuredichlorid-4-sulfonamidoanilid C°H,03N. S P Cl= bildet ein wenig gefärbtes Pulver, das heftig mit Laugen oder Ammoniak unter Abspaltung von 2 Mod Salzs *ittre reagiert: HCl ber. 24,54°/° gef. 25,o6°/°. Es wird unter Kühlung in überschüssige Ammoniaklösung eingetragen. Beim Ansäuern der Ammoniumsalzlösung fällt diegebildete 4-Sulfonamidoanilinphosphamidsäure N H2 # P O (O H) # _N H # C° H4 # S O@ N H2 aus. Die Säure zersetzt sich bei 168 bis i7o°. Sie ist in wässeriger Lösung nicht beständig und zerfällt beim Erwärmen in 4-Aminobenzodsulfonamid und Phosphorsäure. Die Salze dagegen sind beständig, kristallisieren gut und reagieren neutral. Das Natriumsalz kristallisiert mit 2 Molekülen Kristallwasser und hat in wässeriger Lösung ein p$ von 7 bis B.
  • Beispiel e.
  • 3o Teile Sulfanilsäureatnid werden mit ioo Teilen Phosphoroxychlorid 3 bis 4 Stunden am Rückflußkühler zum Sieden erhitzt. Die entstandene Lösung wird, wie in Beispiel i beschrieben, in aoo Teile Benzol eingetragen. Das erhaltene Phosphorsäuredichlorid wird mit eiskalter Monomethylaminlösung umgesetzt. Die erhaltene klare Lösung wird im Vakuum eingeengt, um überschüssiges Methylamin zu entfernen. Beim Ansäuern erhält man die 4-Sulfonamidoanilinphosphormethylamidsäure, die durch Auflösen in kaltem Ammoniak oder Sodalösung und Wiederausfällen durch Säurezusatz gereinigt wird. Beispiel 3 4o Teile 4-Aminobenzolsulfonamidhydrochloridwerden mit ioo Teilen Phosphoroxychlorid :2 bis 3 Stunden am Rückflußkühler gekocht. Die erhaltene Lösung wird im Vakuum eingedampft, wobei das Phosphorsäuredichlorid-4-sulfonamidGanilid als helle kristallinische Masse in quantitativer Aus-@l:eute zurückbleibt. Durch Eintragen des 'pulverisierten Chlorids in wässeriges Ammoniak, erhält man eine Lösung des t'lmmoniumsalzes der in Beispiel i beschriebenen 4-Sulfonamidoanilidpliosphamidsäure, aus der man die freie Säure durch Mineralsäurezusatz unter Kühlung erhält. Die Säure wird abgesaugt und in das beständige iN atriulnsalz übergeführt. Aus der sauren Mutterlauge kann man nach kurzem Kochen durch Neutralisieren einen Teil 4-Aminobe-nzolsulfonamid. zurückgewinnen. Beispiel 4. 15 Teile N-Benzylamino-benzolsulfonamid werden mit 3o Teilen Phosphoroxychlo.rid erhitzt und die Lösung in eine Mischung von Benzol-Petrolätlier eingetragen. Das ausgefällte Phosphorsäuredichlorid wird unter Kühlung mit wässeriger Ammoniaklösung umgesetzt. Die ammoniakalische Lösung wird im Vakuum eingeengt und die Phosphalnidsäure durch Salzsäurezusatz gefällt. Das, ausgeschiedene Rohprodukt wird abgesaugt, in Sodalösung gelöst, die Lösung filtriert und wieder gefällt. Die, 4-Sulfonamido-NT-benzylanilinphosphamidsäure löst sich in Alkalien mit neutraler Reaktion.
  • Beispiel 5.
  • 28,g Teile des aus 4-Aminobenzolsulfonamid und Phosplioroxychlorid dargestellten Phosphorsäuredichlorid-4-sulfonamidoanilids werden in eine wässerige Lösung von 16 Teilen Natriumhydroxyd eingetragen. Man erhält eine wässerige Lösung des Natriumsalzes der 4-Sulfonamidoanilinphospho@rsäure, die direkt für Injektionen verwendet werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen Abkömmlingen der 4-Aminobenzolsulfonamide, dadurch gekennzeichnet, daß man auf 4-Aminobenzolsulfonamide der allgemeinen Formel worin R und R, Alkyl oder Wasserstoff, R= Alkyl, Aryl oder Wasserstoff bedeuten, oder auf deren Salze Phosphoroxychlorid einwirken läßt und die dabei entstehenden Monophosphorsäuredichloride mit Ammoniak,Alleylamilien oder Alkalien umsetzt.
DEH155824D 1938-05-17 1938-05-17 Verfahren zur Darstellung von Abkoemmlingen der 4-Aminobenzolsulfonamide Expired DE713079C (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH155824D DE713079C (de) 1938-05-17 1938-05-17 Verfahren zur Darstellung von Abkoemmlingen der 4-Aminobenzolsulfonamide
DK58161D DK58161C (da) 1938-05-17 1939-04-21 Fremgangsmaade til Fremstilling af Fosforsyrediklorider af 4-Aminobenzolsulfonamider.

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH155824D DE713079C (de) 1938-05-17 1938-05-17 Verfahren zur Darstellung von Abkoemmlingen der 4-Aminobenzolsulfonamide

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE713079C true DE713079C (de) 1941-10-31

Family

ID=7182242

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEH155824D Expired DE713079C (de) 1938-05-17 1938-05-17 Verfahren zur Darstellung von Abkoemmlingen der 4-Aminobenzolsulfonamide

Country Status (2)

Country Link
DE (1) DE713079C (de)
DK (1) DK58161C (de)

Also Published As

Publication number Publication date
DK58161C (da) 1940-11-18

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3039997A1 (de) Phosphonohydroxyacetonitril, ein verfahren zu seiner herstellung und seine verwendung als zwischenprodukt fuer die herstellung von arzneimitteln
DE506282C (de) Verfahren zur Darstellung hochalkylierter Guanidine
DE713079C (de) Verfahren zur Darstellung von Abkoemmlingen der 4-Aminobenzolsulfonamide
DE921451C (de) Verfahren zur Herstellung von Pyridoxal-5'-phosphorsaeureester und dessen Salzen
DE2543821C2 (de) Bestimmte Salze und Ester von 1-Aminomethyl-1-cycloalkanessigsäuren und diese Verbindungen enthaltende Arzneimittel
DE593258C (de) Verfahren zur Herstellung von Salzen der Gallensaeuren
DE479016C (de) Verfahren zur Herstellung von Cholinmonoborat
AT126139B (de) Verfahren zur Darstellung basischer Nitroderivate des 9-Aminoacridins.
DE965325C (de) Verfahren zur Herstellung des Streptomycinisonicotinsaeurehydrazons und seinen Salzen
DE901053C (de) Verfahren zur Herstellung von Guanidinthiocyanat
DE1197463B (de) Verfahren zur Herstellung von Salzen von 2, 4-Diamino-5-(p-chlorphenyl)-6-aethyl-pyrimidin mit 3, 3'-Dioxy-4, 4'-methylen-dinaphthoesaeure-(2)
DE445648C (de) Verfahren zur Herstellung von Derivaten kernmercurierter Phenole
DE901173C (de) Verfahren zur Herstellung von Salzen von Diamidinbasen
DE586446C (de) Verfahren zur Darstellung von Guanidinsalzen
DE726739C (de) Verfahren zur Herstellung von Abkoemmlingen der 4-Aminobenzolsulfonamide
DE516970C (de) Verfahren zur Herstellung von Gemischen von Monokalium- und Monoammoniumorthophosphat
DE1024954B (de) Verfahren zur Herstellung von N-disubstituierten Dithiocarbaminsaeureestern, die im Alkoholrest Sulfonsaeuregruppen enthalten
DE752285C (de) Verfahren zur Herstellung von 1, 3-Dimethyl-4-imino-2, 6-dioxohexahydropyrimidin
DE802636C (de) Verfahren zur Herstellung von Glykosiden des Sulfanilamids
DE870276C (de) Verfahren zur Herstellung eines Doppelsalzes der p-Amino-salicylsaeure
DE596004C (de) Verfahren zur Gewinnung von Harnstoff- und Thioharnstoffabkoemmlingen der aromatischen Reihe
DE535070C (de) Verfahren zur Darstellung von Guanidinocarbonsaeuren
DE702185C (de) hen Calciumdoppelsalzen der Ascorbinsaeure
DE336710C (de) Verfahren zur Darstellung von Bariumsalzen der Ameisensaeure und ihrer Homologen
DE944953C (de) Verfahren zur Herstellung eines aus dem Calciumsalz der Ca-AEthylen-diamintetraessigsaeure bestehenden Therapeutikums