CH332003A - Verfahren zur Herstellung von Benzolsulfonylharnstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Benzolsulfonylharnstoffen

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CH332003A
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methyl
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benzenesulfonyl
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Heinrich Dr Ruschig
Walter Dr Aumueller
Gerhard Dr Korger
Hans Dr Wagner
Joseph Dr Scholz
Alfred Dr Baender
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Hoechst Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C311/00Amides of sulfonic acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfo groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/50Compounds containing any of the groups, X being a hetero atom, Y being any atom
    • C07C311/52Y being a hetero atom
    • C07C311/54Y being a hetero atom either X or Y, but not both, being nitrogen atoms, e.g. N-sulfonylurea

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Description


  



  Verfahren zur Herstellung von Benzolsulfonylharnstoffen
Es ist aus der Literatur bekannt, dass einzelne Verbindungen aus der   Körperklasse    der Aminobenzolsulfonsäureamide in der Lage sind, den   Blutzuckerwert    von   Versuehstieren,    zum Beispiel von Hunden, zu senken. So führt zum Beispiel p-Amino-benzol-sulfamidoisopropyl-thiodiazol eine mässige Senkung des   Blutzuckerwertes    bei Hunden für 4 bis 6 Stunden herbei   [vgl.    Jean la Barre und Jean Reuse, Arch. neerland. physiol. 28   (1947),    Seite   475].   



   Weiterhin sind einzelne Vertreter von   Benzolsulfonylharnstoffen    bekannt, wie N Benzol-sulfonyl-harnstoff, N-Benzol-sulfonyl   N'-phenyl-harnstoff, N-Benzol-sulfonyl-N', N'-    diÏthyl-harnstoff,   N-p-Toluol-sulfonyl-harn-    stoff,   N-p-Toluol-sulfonyl-N'-phenyl-harn-    stoff (vgl. Chem. Rev., Bd. 50, Seite 28/29).



  Technische Bedeutung haben diese Stoffe bisher   nieht    erlangt. Weitere Produkte aus der Reihe der Sulfonylharnstoffe sind aus der amerikanischen Patentschrift Nr.   2390253    und der   franzosischen    Patentschrift Nr.   993465    bekannt.



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von neuen   blutzuekersenkend    wirksamen   Benzolsulfonyl-    harnstoffen ohne   chemotherapeutische    Eigenschaften der Formel    R-S02-NH-CO-NH-Ri,    worin R einen gegebenenfalls substituierten Phenylrest und   Rl    einen gesättigten oder ungesättigten aliphatischen oder cycloaliphatisehen Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen bedeuten, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man   Benzolsulfonyl-    urethane der Formel    R-S02-NH-COOR2    mit primären Aminen der Formel   Ri-NH2    umsetzt, wobei R2 für einen Kohlenwasserstoffrest steht.

   Die erhaltenen Verbindungen können gegebenenfalls mit Hilfe von anor  ganischen    oder organischen Basen in entsprechende Salze überführt werden.



   Im einzelnen können für R beispielsweise folgende Reste stehen : Phenyl, Methyl-phenyl, insbesondere p-Methyl-phenyl,   ithyl-phenyl,    Propyl-phenyl,   Butyl-phenyl,    Pentyl-phenyl,   Hexyl-phenyl, Methoxy-phenyl, Xthoxy-phe-    nyl, Chlor-phenyl und   Brom-phenyl.    Die Substituenten können sowohl gradkettig als auch verzweigt sein ; neben der p-Stellung kann der Substituent auch an andern Stellen, ins besondere in der m-Stellung, des Phenylrestes gebunden sein. Weiterhin kann der Phenylrest auch disubstituiert sein, so dass auch Dialkyl-,   Dialkoxy-, Alkyl-alkoxy-, Halogen-    alkyl, Halogen-alkoxy-und Dihalogen-phenylreste in Betracht kommen. Die Substituenten können sich dabei in beliebiger Stellung am Benzolkern befinden.



     Ri    kann beispielsweise folgende Bedeutung besitzen :Äthyl, Propyl, Allyl, Butyl, Butenyl, Pentyl, Hexyl, Cyclohexyl, Hexahydrobenzyl. Auch hier können die Reste, soweit sie aliphatischer Natur sind, sowohl gradkettig als auch verzweigt sein.



   Als Alkylreste, die ein-oder zweimal als Substituenten im Phenylrest, gegebenenfalls über eine   Sauerstoffbindung    auftreten   kön-    nen, kommen vorzugsweise Reste mit niedrigem Molekulargewicht in Betracht. Mit besonderem Vorteil verwendet man Reste mit   1    bis 6 Kohlenstoffatomen. Man kann jedoch auch Reste mit bis zu 8 Kohlenstoffatomen heranziehen. Bei höheren Resten würde die Wirksamkeit der   Verfahrenserzeugnisse    im allgemeinen stark zurückgehen.



   Die primären Amine, die für die Synthese herangezogen werden können, sollen vorzugsweise aliphatische bzw.   cycloaliphatisehe    Kohlenwasserstoffreste gesättigten oder unge  sättigten    Charakters mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen enthalten. Auch hier können jedoch Reste mit bis zu 8 Kohlenstoffatomen verwendet werden. Bei Resten mit mehr als 8 Kohlenstoffatomen würde die Wirksamkeit im allgemeinen ebenfalls zurückgehen.



   Die Reaktionsbedingungen können weitgehend variiert und den jeweiligen   Verhält-    nissen angepasst werden. Beispielsweise können die Umsetzungen, gegebenenfalls in Gegenwart von Lösungsmitteln, bei erhöhter Temperatur, beispielsweise oberhalb 100  C, durchgeführt werden. Die Umsetzung der   Benzolsulfonyl-    urethane mit den primären Aminen kann zum Beispiel in Gegenwart von   Glykolmonoalkyl-    äthern als Lösungsmittel bei Temperaturen zwischen 100 und   140     C erfolgen.



   Um die Verfahrensprodukte in mögliehst reiner Form zu erhalten, nimmt man   zweck-    mässig eine   mögliehst    vollständige Abtrennung von den im Verlauf der Reaktion entstehenden Benzolsulfonamiden vor, die vorteilhaft dadurch erreicht werden kann, dass die Verfahrensprodukte in verdünntem Ammoniak im Verhältnis   1    Volumteil Ammoniak zu 20 bis zu 30 Volumteile Wasser aufgenommen und durch Ansäuern wieder   ausge-    fällt werden.



   Als nach dem Verfahren gemäss der Erfindung verwendbare Ausgangsstoffe seien genannt :    Benzolsulfonylcarbaminsäuremethylester, 4-Methyl-benzolsulfonylearbaminsäuremethyl    ester,   4-Äthyl-benzolsulfonylcarbaminsäuremethyl-    ester,   4-n-Propyl-benzolsulfonylcarbaminsäure-    methylester,   4-Isopropyl-benzolsulfonylearbaminsäure-    methylester,   4-n-Butyl-benzolsulfonylearbaminsäure-    methylester,   4-Isobutyl-benzolsulfonylearbaminsäure-    methylester,   4-Methoxy-benzolsulfonylcarbaminsäure-    methylester,   4-Äthoxy-benzolsulfony, lcarbaminsäuremethyl-    ester.



     An Stelle soleher Verbindungen,    die im Ben  zolkern    in 4-Stellung substituiert sind, können auch die entsprechenden in 2-oder insbesondere in 3-Stellung substituierten Verbindungen eingesetzt werden. Weiterhin kommen in Betracht : Halogenbenzolsulfonylcarbaminsäureester, wobei sich die Halogenatome in beliebiger Stellung am Benzolkern befinden können, sowie beispielsweise auch Methyl   chlor-benzol-und Methoxy-ehlor-benzol-sul- fonylearbaminsäureester.   



   Ebenso können beispielsweise   Dimethylben-       zolsulfonylcarbaminsäureester, Dimethoxyben-    zolsulfonylearbaminsäureester,   Methoxyme-      thylbenzolsulfonylcarbaminsäureester und    Di  halogenbenzolsulfonylcarbaminsäureester    als Ausgangsstoffe verwendet werden. An Stelle des Methylalkohols können als Esterkomponente auch andere, vorzugsweise niedrigmole kulare, aliphatische Alkohole verwendet werclen.



   Als primäre Amine der Formel R1-NH2 kommen beispielsweise in Betracht : Alkylamine :   Äthyl-,    n-Propyl-, Isopropylamin,   n-    Butylamin, Isobutylamin, sec.-Butylamin, tert. Butylamin, Pentylamin-(1), Pentylamin-(2),   Pentylamin-      (31),    3-Methyl-butylamin-   (1),      2-       Methyl-butylamin-(1), 2, 2-Dimethyl-propyl-    amin-(1), 3-Methyl-butylamin-(2), Hexylamine, wie Hexylamin- (l) und   2-Methylpen-    tylamin-(1), Heptylamine, wie Heptylamin (1), Heptylamin-(4), Octylamine, wie Octyl  amin-(1),    Alkenylamine : Allylamin und Cro  tylamin    ; Cyeloalkylamine : Cyclohexylamin und Cyclopentylamin ;

   Cycloalkylalkylamine :   Cyelohexylmethylamin    und   Cyelohexyläthyl-    amin.



   Die Verfahrenserzeugnisse bewirken, wie in Versuchen an Tieren und in klinischen Versuchen nachgewiesen worden ist, eine starke Senkung des   Blutzuckerspiegels.    Sie können als solche oder in Form ihrer Salze bzw. in Gegenwart von Stoffen, welche zu einer Salzbildung führen, Verwendung finden. Zur Salzbildung können beispielsweise herangezogen werden : Ammoniak, alkalische Mittel, wie   Alkali-oder      Erdalkalihydroxyde,      Alkaliearbonate oder-bicarbonate,    ferner physiologisch verträgliche organische Basen.



     Die Verbindungen sollen u.    a. zur Herstellung von oral verabreichbaren Präparaten mit   blutzuckersenkender    Wirkung zur   Behand-    lung der Zuckerharnruhr Verwendung finden.



   Im Tierversuch lässt sich die Wirkung auf den   Blutzuekerspiegel,    beispielsweise von Mausen, Ratten, Meerschweinchen, Kaninchen, Katzen und Hunden, nachweisen. Ver  abreicht    man beispielsweise normal   gefütterten    Kaninchen Verbindungen der   beanspruehten    Struktur in einer einmaligen Dosis von   durch-      sehnittlieh      400      mg/kg    in beispielsweise bicarbonat-alkalischer Lösung oder in Form ihrer Alkalisalze, so sieht man eine rasch einsetzende Senkung des   Blutzuckerspiegels,    die innerhalb von etwa 3 bis 4 Stunden ein Maxi  mum    (etwa 30 bis 40  /o des Ausgangswertes) erreicht.



   Die Blutzuckerwerte können durch stündliche Analysen nach Hagedorn-Jensen ermittelt werden. Die   Blutzuckersenkung    wird durch Vergleich mit den Blutzuekerwerten gleichartig gehaltener, nicht behandelter Kontrolltiere ermittelt.



   Nähere Angaben über pharmakologische und klinische Daten der Verfahrenserzeugnisse sind in der Schweizer Patentschrift Nr.   331058    (Patentgesuch Nr. 31475) enthalten.



   Beispiel 1    N- (4-Methyl-benzolsulf onyl)-N'-n-butyl-    harnstoff    97    g N-   (4-Methyl-benzoqsùlfonyl)-carb-    aminsäure-äthylester vom Schmelzpunkt 84 bis   85       C    (dargestellt durch Umsetzung von 4 Methyl-benzolsulfonamid mit Chlorameisensäureäthylester in Gegenwart von Kaliumcarbonat) werden in 130 em3 Glykolmonomethyläther gelöst, die Lösung mit 2. 9 g n Butylamin versetzt und das Reaktionsgemisch 20 Stunden unter   Rüekfluss    gekocht.

   Der nach dem Abdestillieren des Glykolmonomethyläthers verbleibende Rüekstand wird durch Anreiben mit Wasser zur Kristallisation gebracht, abgesaugt, in verdünntem Ammoniak (1 : 20) gelöst, die Lösung durch Behandeln mit Tierkohle entfärbt und der   Sulfonyl-    harnstoff durch Ansäuern mit verdünnter SaTzsäure gefällt. Nach dem Umkristallisieren aus 50prozentigem Äthanol erhält man den    N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-n-butyl-harn-    stoff in guter Ausbeute und in analysenreiner Form. Schmelzpunkt 125 bis   127  C.   



   Beispiel 2
N-(4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-isobutyl harnstoff
62, 0 g   N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-carb-    aminsäureäthylester werden entsprechend der in Beispiel   1    angegebenen Vorschrift mit   20,    5 g Isobutylamin in   Glykolmonomethyl-    äther als Lösungsmittel zur Umsetzung gebracht. Das erhaltene Reaktionsgemisch wird entsprechend der erwähnten Vorsehrift aufgearbeitet. Man erhält in guter Ausbeute den N-(4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-isobutylharnstoff mit dem Schmelzpunkt   169    bis   170     C.



   Zur Herstellung des   Natrinmsalzes    des N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-isobutyl-harnstoffes sehüttelt man 30 g dieser Verbindung mit   160 em3 wässeriger Natronlauge    (enthaltend 4   gÄtznatron)    einige Minuten, filtriert die Lösung und engt unter vermindertem Druck ein. Man erhält in guter Ausbeute einen Kristallbrei von   N- (4-Methyl-benzolsul-    fonyl-N'-isobutyl-harnstoff-natriumsalz, der abgesaugt und mit Aceton nachgewaschen wird. Die Verbindung schmilzt nach dem Trocknen bei 199 bis 200  C. Das analog hergestellte Kaliumsalz des N-   (4-Methyl-benzolsulfonyl)-    N'-isobutyl-harnstoffes schmilzt bei 200 bis   201     C. Die Lösungen beider Salze in Wasser werden durch Phenolphthalein nicht gefärbt.



   Das Ammoniumsalz des   N- (4-Methyl-ben-      zolsulfonyl)-N'-isobutyl-harnstoffes    kristallisiert aus seiner durch L¯sen der Verbindung in einem Überschuss von   konzentriertem    Am  moniak erhaltenen Losung nach    einigem Stehen aus.



   Beispiel 3
N-(4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-sec.-butyl   hssrnstoff   
Eine Lösung von 55 g   N- (4-Methyl-ben-    zolsulfonyl)-carbaminsäuremethylester, 115 g   Glykol-monomethyläther    und   20    g   see.-Butyl-    amin wird   41/2    Stunden unter Rückfluss zum Sieden erhitzt. Man engt unter vermindertem Druck ein, versetzt den noch warmen R ckstand mit Wasser und bringt ihn durch Zusatz von konzentriertem wässerigem Ammoniak in   Losung.    Die Lösung wird mit Kohle geklärt und unter R hren mit Salzsäure bis zur kongosauren Reaktion versetzt.

   Man erhÏlt eine kristalline FÏllung von   N- (4-Methyl-      benzolsulfonyl)-N'-see.-butyl-harnstoff.    Die Substanz wird durch Lösen in Ammoniak (1 : 20) und Wiederausfällen mit verdünnter Salzsäure gereinigt. Die Ausbeute beträgt 48 g.



  Der Schmelzpunkt liegt nach dem   Umkristalli-    sieren aus wässerigem Äthanol bei   128    bis   130     C.



   Beispiel 4    N-    (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-cyclohexyl ha.   r1wstoff       33    g Cyclohexylamin und 81 g N-   (4-      Methyl-benzolsulfonyl)-äthylurethan    vom Schmelzpunkt. 84 bis   86     C (dargestellt durch Umsetzung von   4-Methyl-benzolsulfonamid mit    Chlorameisensäure-äthylester in Gegenwart von Kaliumearbonat) werden in 150   em3    Me  thylglykol    18 Stunden auf   110     C erhitzt.



  Das   Reaktionsgemiseh    wird noch warm in   Sodalosung    eingerührt und dann abgekühlt.



  Der ungelöste Anteil wird abgesaugt und die Mutterlauge in der Kälte vorsichtig angesäuert Der ausgefallene Niedersehlag wird in verdünntem Ammoniak gelöst, filtriert und mit Essigsäure wieder ausgefällt. Der so in guter Ausbeute erhaltene   N- (4-Methyl-benzol-      sulfonyl)-N'-cyclohexyl-harnstoff    wird abgesaugt, mit Wasser gut gewaschen, in der Hitze in Äthylalkohol gelöst und durch Wasserzusatz ausgefällt. Schmelzpunkt   170     C.



   Beispiel   5    N-(4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-allyl-harnstoff
28, 7 g N-   (4-Methyl-benzolsulfonyl)-carb-    aminsäure-methylester (dargestellt dureh Umsetzung von   4-Methyl-benzolsulfamid    mit Chlorameisensäure-methylester in Gegenwart von   Ka'liumcarbonat) mnd    7, 8 g Allylamin werden in 55 g GlykolmonomethylÏther   4Va    Stunden unter R ckflu¯ gekocht. Man engt das   Reaktionsgemisch lmter    vermindertem Druck ein, versetzt den noch warmen Rückstand mit Wasser und bringt ihn durch Zusatz von Ammoniak in   Losung.    Die schwach gefärbte Lösung wird mit Tierkohle entfärbt und nach der Filtration unter gutem Rühren mit verdünnter Salzsäure bis zur kongosauren Reaktion versetzt.

   Man erhält in guter Ausbeute einen kristallinen Niedersehlag von   N-    (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-allyl-harnstoff, der durch   Loden    in verdünntem Ammoniak (1 : 20) und Fällen mit verdünnter SalzsÏure gereinigt wird. Der Schmelzpunkt der Substanz liegt nach dem Umkristallisieren aus verdünntem Athanol bei   141    bis 143¯C. 



   Entsprechend der obigen Vorschrift erhÏlt man aus N-   (4-Methyl-benzolsulfonyl)-    earbaminsäure-methylester und n-Propylamin durch Kochen in   Glykolmonomethyläther    als   ljösungsmittel    den N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-n-propyl-harnstoff vom Schmelzpunkt 151 bis   152  C.   



   In analoger Weise erhält man unter Verwendung von Isopropylamin den   N-    (4-Methylbenzolsulfonyl)-N'-isopropyl-harnstoff vom Schmelzpunkt   141    bis   143  C.   



   Beispiet 6
N-(4-Isopropyl-benzolsulfonyl)-N'-propyl harnstof f
25, 7 g 4-Isopropyl-benzolsulfonyl-carbaminsäure-methylester (Schmelzpunkt 99 bis 101  C ; hergestellt aus Isopropyl-benzolsulfamid und   Chlorkohlensäuremethylester    in   acetonischer       Losung in Gegenwart von Kaliumcarbonat)    werden in einem Rundkolben mit 5, 9 g Propylamin versetzt. Man erhitzt die Mischung im Ílbad etwa eine Stunde auf 120 bis 130 C, wobei man den bei der Umsetzung gebildeten Methylalkohol unter vermindertem Druck abzieht. Die erhaltene zÏhe Masse wird in heissem Essigester gelost. Man lässt erkalten und erhält ein   reichliches    Kristallisat von   N-    (4-Isopropyl-benzolsulfonyl)-N'-propylharnstoff.

   Die Substanz schmilzt nach dem   Troeknen    bei 135 bis   137       C.   



   Beispiel   7       N-    (4-Methoxy-3-methyl-benzolsulfonyl)-N' cyclohexylmethyl-harnstoff
50 g   4-Methoxy-3-methyl-benzolsulfonyl-    äthylurethan (dargestellt aus   4-Methoxy-3-    methyl-benzolsulfamid durch Umsetzung mit Chlorameisensäureäthylester in Gegenwart von troekenem gemahlenem   Waliumearbonat) und      21 g Cyelohexylmethylamin    werden in   100    cm3    Glykolmonomethyläther 16 Stunden auf 110     erhitzt. Man destilliert das Losungsmittel unter vermindertem Druck ab und digeriert den   lialbfesten Rückstand    in der Wärme einige Zeit mit verdünntem Ammoniak. Dann saugt man ab und säuert die wässerige Lösung mit Salzsäure an.

   Der ausgefallene   Niedersehlag    wird abgesaugt und zur Reinigung in verdünntem Ammoniak gelost. Die   Losung    wird mit Kohle geklärt und dann mit Salzsäure wieder angesäuert. Der in guter Ausbeute anfallende N- (4-Methoxy-3-methyl-benzolsulfonyl)-N'-cyclohexylmethyl-harnstoff wird abgesaugt und gut mit Wasser gewaschen. Der Schmelzpunkt liegt nach dem   Umkristallisie-    ren aus Acetonitril bei   164     C.



   Das gleiche Produkt erhält man, wenn man 50 g des 4-Methoxy-3-methyl-benzolsulfonylurethans mit   21    g   Cyclohexylmethylamin    verschmilzt und die Schmelze im Vakuum   1    bis 2 Stunden auf 11 bis 130  C erhitzt. Das Pro  dukt    wird wie oben angegeben aufgearbeitet.



   Beispiel 8
N-(4-Isopropyl-benzolsulfonyl)-N'-isobutyl harnstoff
25 g N-   (4-Isopropyl-benzolsulfonyl)-carb-    aminsäuremethylester und 7, 1 g Isobutylamin werden miteinander vermischt und 1 Stunde auf 130  C erhitzt. Die nach dem Abkühlen erhaltene Reaktionsmasse wird aus 300 cm3 70prozentigem Athanol umkristallisiert. Man erhäIt in guter Ausbeute den   N- (4-Isopropyl-      benzolsulfonyl)-N'-isobutyl-harnstoff    vom Schmelzpunkt   167    bis   168     C.



   Beispiel 9    N- (4-Methyl-benzol sulf onyl)-N'-n-heptyl-    harnstoff
22, 9 g N-   (4-Methyl-benzolsu'lfonyl)-carb-    aminsäuremethylester und 11, 5 g n-Heptyl amin werden 40 Minuten auf 130  C erhitzt.



  Die erhaltene Schmelze wird aus 200   em3    60prozentigem Äthanol umkristallisiert. Man erhÏlt in sehr guter Ausbeute den   N- (4-Me-      thyl-benzolsulfonyl)-N'-n-heptyl-harnstoff    vom
Schmelzpunkt 112 bis   114     C.



   Beispiel 10    V--M6!- & eM30M!/OM/--M- & 'M-    harnstoff
45 g   N-      (4-Methyl-benzolsulfonyl)-carbamin-    säuremethylester werden mit 14, 4 g n-Butylamin verschmolzen und unter vermindertem
Druck 40 Minuten auf   110     C erhitzt. Die abgekühlte Schmelze wird in verdünntem Ammoniak (1 : 25) aufgenommen, die erhal tene Lösung mit Kohle entfärbt und mit Essigsäure angesäuert. Den ausgefallenen Nie    dersehlag    saugt man ab, wäscht ihn mit Wasser und trocknet. Man erhÏlt in vorzüglicher Ausbeute den   N-(4-Methyl-benzolsulfo-    nyl)-N'-n-butyl-harnstoff vom Schmelzpunkt 126 bis 127  C. Nach dem Umkristallisieren aus Methanol liegt der Schmelzpunkt bei   127    bis   129     C.



   In analoger Weise erhäLt man durch Verschmelzen von   N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-      carbaminsäureäthylester    mit Isobutylamin den N-   ; (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N-isobutyl-harn-    stoff vom Schmelzpunkt 169 bis   171     C.



   Beispiel 11    N- (4-Athyl-benzolsulf onyl)-N'-n-hexyl-    harnstoff   
25 g N- (4-Äthyl-benzolsulfonyl)-carbamin-      säuremethylester    (hergestellt durch Umsetzung von   4-Äthyl-benzolsulfonamid    mit Chlorameisensäureäthylester in Gegenwart von wasserfreiem   Kaliumearbonat    und Aceton, hellgelbes, nicht kristallisierendes   vol),    40 g 1, 2  Dichlor-benzol    und 13 g n-Hexylamin werden 7 Stunden auf 100  C erhitzt. Die abgekühlte Reaktionsmischung wird nach dem Verd nnen mit Essigester mit lprozentigem Ammoniak ausgeschüttelt, die ammoniakalische Losung mit Kohle geklärt und anschliessend mit ver  dünnter    Salzsäure angesäuert.

   Der ausgefallene Niederschlag wird nach dem Trocknen zweimal aus Essigester umkristallisiert. Man erhÏlt so den N-   (4-Äthyl-benzolsulfonyl)-N'-    n-hexyl-harnstoff vom Schmelzpunkt 110 bis 112  C.



   Beispiel 12
N-   (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-n-butyl-    harnstoff
917 g   N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-carb-    aminsäuremethylester werden zusammen mit 292 g   n-Butylamin    und 1, 2   1    Xylol etwa 30 Minuten unter R ckflu¯ zum Sieden erhitzt. Hierauf ersetzt man den Rückflusskühler durch einen absteigenden Kühler und hÏlt das Gemisch weiterhin in schwachem Sieden. Die Innentemperatur steigt im Laufe von 2 Stun den von 93 auf 100¯C. Nach 7 Stunden be tÏgt die Innentemperatur   130       C.    Das über gehende Destillat stellt ein Gemisch von Xylol und Methanol dar.

   Nach   neunstündiger      Reak-    tionsdauer lässt man abkühlen und erhÏlt nach
Stehen über Nacht ein Kristallisat von rohem N-(4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-n-butyl-harnstoff, den man absaugt und aus Methanol umkristallisiert. Man erhält ein Produkt vom Schmelzpunkt 125 bis 127  C in einer Ausbeute von   T5  /o.   



   Beispiel 13
N-(4-Methyl-3-chlor-benzolsulfonyl)-N'   isobutyl-harwstoff    a) Eine Suspension von 64 g   4-Methyl-3-      chlor-benzolsulfonamid,    120 g Kaliumcarbonat und 600   cm3    Aceton wird unter R hren   1    Stunde auf   55     C erhitzt. Dann tropft man langsam 37, 6 g ChlorkohlensÏureÏthylester zu und rührt 4 Stunden bei   55  C    nach. Nach dem Abkühlen wird der Niederschlag abgesaugt und in   500    cm3 Wasser gelöst. Aus dem mit Tierkohle geklärten Filtrat fÏllt beim Ansäuern mit Salzsäure der 4-Methyl-3-ehlorbenzolsulfonyl-carbaminsäureäthylester zuerst in Form einer Schmiere aus, die alsbald durchkristallisiert.

   Der gebildete   4-Methyl-3-chlor-      benzolsulfonyl-carbaminsäureäthylester    wird abgesaugt und mit Wasser gewaschen. Die Substanz schmilzt bei   85    bis   87     C. b) 55, 5 g des erhaltenen, getrockneten   4-    Methyl-3-chlor - benzolsulfonyl-carbaminsÏure  äthylesters    werden mit 16 g Isobutylamin in   107 g Glykolmonomethyläther 4    Stunden unter Rückfluss zum Sieden erhitzt. Man engt unter vermindertem Druck ein. Der noch warme R ckstand wird in verdünntem Ammoniak gelöst. Die erhaltene Lösung wird mit Tierkohle geklärt und von geringen   Men-    gen   4-Methyl-3-chlor-benzol-sulfonamid    abgetrennt.

   Durch Ansäuern des Filtrates mit verdünnter Salzsäure erhält man einen kristallinen Niederschlag von N-   (4-Methyl-3-chlor-ben-      zolsulfonyl)-N'-isobutyl-harnstoff,    der abgesaugt und auf 75prozentigem wÏsserigem   Athanol    umkristallisiert wird. Der   Schmelz-    punkt der Substanz liegt bei 157 bis   159  C.    



   Beispiel   14   
N-(4-Chlor-benzolsulfonyl)-N'-butyl harnstoff    25 g N- (4-Chlor-benzolsulfonyl)-carbamin-    säure-methylester werden in einem Rundkolben mit 7, 5 g Butylamin übergossen. Man erhitzt das Reaktionsgemisch im Ílbad auf etwa   120    bis   130     C, wobei man den bei der Reaktion gebildeten Methylalkohol unter vermindertem Druck abzieht. Nach etwa 1 bis   1t/2    Stunden lässt man erkalten und löst den erhaltenen N-   (4-Chlor-benzolsulfonyl)-N'-butyl-harnstof f    aus verdünntem Alkohol um. Schmelzpunkt 115 bis   116     C.



   In analoger Weise erhält man den N- (4 Chlor-benzolsulfonyl)-N'-n-propyl-harnstoff vom Schmelzpunkt 126 bis   128  C    (nach Umkristallisation aus Äthanol).



   Beispiel   15   
N-(4-Methoxy-3-chlor-benzolsulfonyl)-N'   allyl-harnstoff   
20 g   N- (4-Methoxy-3-chlor-benzolsulfonyl)-      carbaminsäuremethylester    vom Schmelzpunkt 142 bis 144  C (hergestellt durch Umsetzung von   4-Methoxy-3-chlor-benzolsulfamid    mit Chlorameisensäuremethylester in Gegenwart von wasserfreiem Kaliumcarbonat), 80 g 1, 2  Diehlor-benzol    und   4,      6    g Allylamin werden   71/2    Stunden auf   120     C erhitzt. Die Reaktionsmischung wird abgekühlt und mit 0, 5 n-Na  tronlauge    zweimal ausgerührt.

   Die vereinigten alkalisehen Lösungen behandelt man zwecks Entfärbung mit Tierkohle und säuert dann mit 2n-HCl langsam an. Der ausgefällte Niedersehlag wird abgesaugt, in etwa 150 cm3 verdünntemAmmoniak (1 : 25) aufgenommen, von wenig Ungelöstem abfiltriert und durch Ansäuern mit   2n-Salzsaure    der   Sulfonylharn-    stoff gefällt. Nach dem Umkristallisieren aus etwa 110   cm3    60prozentigem Äthanol erhält man den   N- (4-Methoxy-3-chlor-benzolsulfo-      nyl)-N-allyl-harnstoff    in guter Ausbeute vom Schmelzpunkt 143 bis   144     C.



   Beispiel   16   
N-(4-Chlor-benzolsulfonyl)-N'-allyl-harnstoff   
34 g N-(4-Chlor-benzolsulfonyl)-carbamin-      säuremethvlester    vom Schmelzpunkt   92    bis    93  C    (hergestellt durch Umsetzung von 4  Chlor-benzolsulfamid    mit Chlorameisensäuremethylester in Gegenwart von wasserfreiem Kaliumcarbonat) werden in 50 g Glykolmonomethyläther gelöst, die Lösung mit 11, 5g Allylamin versetzt und die Reaktionsmischung 20 Stunden auf 100  C erhitzt.

   Der nach dem Abdestillieren des Glykolmonomethyläthers verbleibende Rückstand wird mit etwa   300      cm3    verdünntem Ammoniak (1 : 25) behandelt, von wenig Ungelöstem abgesaugt, die Lösung durch Behandlung mit Tierkohle entfärbt und der Sulfonylharnstoff durch langsames Ansäuern mit 2n-Salzsäure gefällt. Nach dem Absaugen, Waschen mit Wasser und Umkristallisieren aus 70prozentigem Äthanol erhält man den N-   (4-Chlor-benzolsulfonyl) LN'-allyl-harnstoff    in guter Ausbeute vom Schmelzpunkt   183    bis 184,   5     C. An Stelle von Glykolmonomethyl äther können auch Kohlenwasserstoffe wie Xylol, Toluol, Chlorbenzol als Lösungsmittel verwendet werden.



   Beispiel 17    N- (4-Chlor-ben. zolsulf onyZ')-N'-cyclohexyl-    methyl-harnstoff
66 g 4- (Chlor-benzolsulfonyl)-carbaminsäureäthylester (Schmelzpunkt 92 bis 93¯ C ; dargestellt durch Umsetzung von   4-Chlor-ben-      zol-sulfamid    mit Chlorameisensäureäthylester in Gegenwart von trockenem gemahlenem Kaliumcarbonat) und 29 g   Cyclohexylmethylamin    werden in   120    cm3 Glykolmonomethyläther 16 Stunden auf   110       C    erhitzt. Man engt das Reaktionsgemisch unter vermindertem Druck ein, versetzt den noch warmen Rückstand mit Wasser und bringt ihn durch vorsichtigen Zusatz von Natronlauge in   Losung.    Die Lösung wird mit Kohle geklärt und mit Salzsäure angesÏuert.

   Der zunächst etwas teigig ausfallende Niederschlag wird beim Digerieren in der Wärme bald fest. Er wird abgesaugt und gut mit Wasser gewaschen. Zur Reinigung löst man ihn in verdünntem Ammoniak, saugt vom Ungelösten ab,   klärt    die Lösung mit Kohle und säuert mit Salzsäure wieder an.



  Der in guter Ausbeute ausfallende N- (4   Chlor-benzolsulfonvl)-N'-cyclohexylmethyl-    harnstoff wird. abgesaugt, gut mit Wasser gewaschen und nach dem Trocknen aus   Essig-    säuremethylester umkristallisiert. Schmelz punkt   171     C.



   Beispiel 18
N-(2-Methyl-6-Chlor-benzolsulfonyl)-N' cyclohexyl-harnstoff
27 g N-   (2-MethylD6-chlor-benzolsulfonyl)-    carbaminsäuremethylester (Schmelzpunkt   180    bis   182     C ; hergestellt durch Umsetzung von   2-Methyl-6-chlor-benzolsulfonamid    mit   Chlor-    kohlensäuremethylester in Gegenwart von Ka  liumcarbonat)    werden zusammen mit   10      g   
Cyclohexylamin bei   175     C geschmolzen. Das bei der Reaktion gebildete Methanol wird im leichten Vakuum abgezogen. Man löst die erkaltete Schmelze in etwa lprozentigem Ammoniak, filtriert und säuert mit Essigsäure an.

   Man erhÏlt ein Kristallisat von N- (2-Me thyl-6-chlor-benzolsulfonyl)-N'-cyclohexylharnstoff, das man absaugt und aus verdünntem Alkohol umkristallisiert. Das in guter Ausbeute erhaltene Produkt schmilzt bei 158, 5 bis   161     C nach vorherigem Sintern.



   In analoger Weise erhält man aus   27    g   2-Methyl-6-chlor-benzolsulfonyl carbamin-      säuremethylester    und 13 g Heptylamin bei einer Schmelztemperatur von   120     C und einer Reaktionsdauer von 15 Minuten den N- (2-Me  thyl-6-chlor-benzolsulfonyl)-N'-n-heptyl-harn-    stoff, der nach vorheriger Reinigung durch Umfällen aus Ammoniak/Essigsäure nach dem Umkristallisieren aus verdünntem Alkohol bei 135 bis   137  C    schmilzt.



   Beispiel 19 N-(2-Methyl-6-chlor-benzolsulfonyl)-N'-n-octyl harnstoff
13, 5 g N-   (2-Methyl-6-chlor-benzolsulfonyl)-    carbaminsäuremethylester werden mit 6, 5g n-Octylamin 15 Minuten bei   120     C   verschmol-    zen. Der gebildete Methylalkohol wird im Va  kuum    abgezogen. Die Schmelze wird nach dem Erkalten in verdünntem, etwa lprozentigem Ammoniak gelost. Die Lösung wird filtriert und das Filtrat mit Essigsäure angesäuert.



  Man erhält eine Fällung von   N-(2-Methyl-6-      chlor-benzolsulfonyl)-N'-n-octyl-harnstoff,    die nach dem   Absaugen und Itmkristallisieren aus    verdünntem Alkohol bei 12, 9 bis 131¯ C nach vorherigem Sintern schmilzt.



   Beispiel 20
N-(2-Methyl-6-chlor-benzolsulfonyl)-N' cyclohexylmethyl-harnstoff
27 g   N-(2-AIethyl-6-chlor-benzolsullomrl)-    carbaminsäuremethylester werden mit 12, 5 g    Cyclohexylmethylamin    bei   190  C    15 Minuten lang verschmolzen. Nach dem Erkalten wird die Schmelze bis auf einen schmierigen Rückstand in verdünntem, etwa lprozentigem Ammoniak gelöst. Die Lösung wird mit Kohle geklärt und filtriert. Beim Ansäuern mit verdünnter Salzsäure fällt der   N-        (2-Methyl-6-ehlor-benzolsuTfonyl-N'-cyclohexyl-      methyl-harnstoff    aus.

   Er wird aus verdünntem Alkohol umkristallisiert ; die Substanz   sclimilzt naeh. vorherigem    Sintern bei   149    bis   151  C,   
Beispiel   21   
N- (2-Methyl-6-chlor-benzolsulfonyl)-N'   allyl-harnStoft   
Aus 17 g N- (2-Methyl-6-chlor-benzolsul   fonyl)-earbaminsäuremethylester und4g    Allylamin erhält man durch   Zusammensehmel-    zen bei   120     C während 15 Minuten eine rotliche Schmelze, die sich zum grössten Teil in verdünntem Ammoniak   lost.    Beim Ansäuern der mit Tierkohle   geklärten Losung erhält    man den N-(2-Methyl-6-chlor-benzolsulfonyl)-N'  allyl-harnstoff,

      der nach dem   Umkristallisie-    ren aus verdünntem Alkohol   bzw.      Isopropyl-    alkohol bei 192 bis 193¯   C    naeh vorherigem Sintern schmilzt.



   Beispiel 22
N-(4-Methoxy-3-chlor-benzolsulfonyl)-N'-n butyl-harnstoff
29 g   N-       (4-Methoxy-3-chlor-benzolsuLfonyl)-      carbaminsäuremethylester und 7,    3 g   n-Butyl-    amin werden nacheinander 20 Minuten auf 120¯C, 10 Minuten auf 140  C und 35 Minuten auf   150     C erhitzt, die erhaltene klare Schmelze wird aus 500   em3      55prozen-      tigem    Methanol   umkristallisiert.

   Wlan erhält    den N- (4-Methoxy-3-chlor-benzolsulfonyl)-N'   n-butyl-harnstoff    vom Schmelzpunkt 153 bis   155  C,   
Beispiel 23 N-(4-Chlor-benzolsulfonyl)-N'-Ïthyl-harnstoff
159 g   4-Chlor-benzolsulfonyl-carbamin-    säuremethylester werden in etwa 2   1      Ather    gel¯st. In diese Lösung leitet man unter K hlung und Rühren gasförmiges   Xthylamin    ein, bis die über dem abgesetzten Öl stehende Fl s  sigkeit durch    das Äthylamin nicht mehr getrübt wird. Gegen Ende des Einleitens beginnt das Öl zu kristallisieren und ist nach kurzer Zeit fest. Man saugt die Substanz ab, trocknet und erwärmt sie bei angelegtem schwachem Vakuum im Bad auf   130     C.

   Nach etwa 30 Minuten ist eine klare Schmelze entstanden. Man hÏlt noch eine Stunde bei   130     C, nimmt nach dem Abkühlen in lprozentigem Ammoniak auf,   klärt    unter Zusatz von etwas Kohle und fällt den N-   (4-Chlor-benzolsul-      fonyl)-N'-äthyl-harnstoff    durch Zugabe von verdünnter Salzsäure. Die Substanz wird aus wässerigem Xthanol umkristallisiert und schmilzt bei   140    bis   142     C.



   Beispiel 24
N- (3-Chlor-benzolsulfonyl)-N'-isobutyl harnstoff
79, 2 d   N- (3-Chlor-benzolsulfonyl)-carb-      aminsäuremethylester    (flüssig ; dargestellt auf   übliehe    Weise aus   3-Chlor-benzolsulfonamid    und Chlorameisensäuremethylester in Gegenwart von Kaliumcarbonat in Aceton) werden mit   24    g Isobutylamin in 155 g Mono  methylglykol 4,    5 Stunden am Rückfluss erhitzt. Das Losungsmittel wird im Vakuum abdestilliert, der   Rüekstand    in   lpro-      zentigem Ammoniak gelost,    die   Losung    filtriert und der   N- (3-Chlor-benzolsulfonyl)-N'-      isobutyl-harnstoff    mit Salzsäure gefällt.

   Aus verdünntem Äthanol umkristallisiert, schmilzt die Substanz bei 114 bis   115     C.



   Beispiel 25
N-(3-Chlor-4-methyl-benzolsulfonyl)-N'  Ïthyl-harnstoff    28    g   3-Chlor-4-methyl-benzolsulfonyl-äthyl-    urethan (hergestellt aus 3-Chlor-4-methyl-ben  zolsulfonamid    und Chlorameisensäureäthylester in Aceton in Gegenwart von Pottasche ; Schmelzpunkt   83       C)    werden in 40 ml einer 20prozentigen L¯sung von ¯thylamin in Benzol eingetragen, das Benzol und das   über-    schüssige Äthylamin abdestilliert und der Rückstand 2 Stunden auf   130  C    erhitzt. Nach dem Erkalten löst man das Reaktionsgemisch in verdünntem Ammoniak, klärt die   Losung    mit Kohle und säuert sie mit Salzsäure in der Wärme an.

   Der in guter Ausbeute erhaltene   N- (3-Chlor-4-methyl-benzolsulfonyl)-    N'-äthyl-harnstoff wird abgesaugt und nach dem Trocknen zur Reinigung aus Acetonitril umkristallisiert. Schmelzpunkt   137    bis   1880    C.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen blutzuckersenkend wirksamen Sulfonylharnstoffen ohne chemotherapeutisehe Eigenschaften der Formel @ R-S02-NH-CO-NH-Ri, worin R einen gegebenenfalls substituierten Phenylrest und Ri einen gesättigten oder ungesättigten aliphatischen oder cycloaliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonylurethane der For- mel R-S02-NH-COOR2 mit primären Aminen der Formel RiNH2 umsetzt, wobei R2 f r einen Kohlenwasserstoffrest steht.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonylurethane der genannten Formel verwendet, worin R einen unsubstituierten Phenylrest bedeutet.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonylurethane der genannten Formel verwendet, worin R einen durch einen Alkylrest mit höchstens 8 Kohlenstoffatomen substituierten Phenylrest bedeutet.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonylurethane der genannten Formel verwendet, worin R einen p-Methyl-phenylrest bedeutet.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonylurethane der genannten Formel verwendet, worin R einen durch zwei Alkylreste mit je höchstens 8 Kohlenstoffatomen substituierten Phenylrest bedeutet.
    5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonylurethane der genannten Formel verwendet, worin R einen durch einen Alkoxyrest mit höchstens 8 Kohlenstoffatomen substituierten Phenylrest bedeutet.
    6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonylure thane der genannten Formel verwendet, worin R einen p-Methoxy-phenylrest bedeutet.
    7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonylurethane der genannten Formel verwendet, worin R einen durch zwei Alkoxyreste mit je höchstens 8 Kohlenstoffatomen substituierten Phenylrest bedeutet.
    8. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonylure lhane der genannten Formel verwendet, worin R einen durch einen Alkoxyrest und einen Alkylrest mit je höchstens 8 Kohlenstoff- atomen bedeutet.
    9. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonylurethane der genannten Formel verwendet, worin R einen durch ein Halogenatom substituier- ten Phenylrest bedeutet.
    10. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonylurethane der genannten Formel verwendet, worin R einen p-Chlor-phenylrest bedeutet.
    11. Verfallren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonylurethane der genannten Formel verwendet, worin R einen durch zwei Halogenatome substituierten Phenylrest bedeutet.
    12. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonylurethane der genannten Formel verwendet, worin R einen durch ein Halogenatom und einen Alkylrest mit höchstens 8 Kohlenstoffatomen substituierten Phenylrest bedeutet.
    13. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonylurethane der genannten Formel verwendet, worin R einen durch ein Halogenatom und einen Alkoxyrest mit höchstens 8 Kohlenstoffatomen substituierten Phenylrest bedeutet.
    14. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Komponenten auf Temperaturen oberhalb 100 C erhitzt.
    15. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man bei Temperaturen zwischen 100 und 140 C arbeitet.
    16. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die erhaltenen Verbindungen mit Hilfe von Basen in entsprechende Salze überführt.
    17. Verfahren nach Unteranspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Salzbildung anorganische Basen verwendet.
    18. Verfahren nach Unteranspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Salzbildung organische Basen verwendet.
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