Maschine zum Verbinden von Schlauchenden
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine verbesserte Maschine zum Verbinden der Enden von unvulkanisierten Sehläuehen, vul- kanisierten Schläuchen oder Rohrstüeken, um endlose Korper beliebigen Umfanges zu erhalten.
Bis jetzt wurde zum Verbinden der Enden eine Maschine benutzt, wie sie im Patent Nr. 281313 beschrieben ist. Dieses Patent besehreibt eine Maschine, deren Arbeitsweise darin besteht, dass das Schlauchstiiek zu einer Sehlaufe gelegt wird, dass seine Enden auf in einer waagreehten Ebene versehiebbare Wagen gelegt werden, da¯ sie dort festgeklammert werden, da¯ die Enden des Schlauches mit einer entspreehenden Schneidevorriehtung xreggesehnitten werden, welehe auf einem in nerhalb der Schlauehsehlaufe angeordneten Träger befestigt ist und dass dann die frisch geschnittenen Fläehen zusammengebraeht werden.
Diese Maschinen weisen jedoeh wesent liche'. \7achteile auf ; der erste besteht darin, dass die Sehneidevorrichtungen über dem Wagen und innerhalb der Schlauchschlaufe angeordnet sind, wÏhrend der zweite darin besteht, dass der Zeitschalter, der den Anfang und den Ablauf der einzelnen Arbeitssehritte steuert, nieht veränderlich ist ; daher kann die Maschine nieht für die Behandlung einer gro Ben Auswahl verschiedener Schlauchgrossen verwendet werden.
Mit der vorliegenden Erfindung wird nun dieser Nachteil behoben. Mit der als Ausfüh- rungsbeispiel der Erfindung beschriebenen l !/lasehine können Schläuche verschiedener Grossen behandelt werden.
In der Zeiehnung, die ein Ausführungsbeispiel der Erfindung darstellt, ist die Fig. 1. eine Seitenansicht, die Fig. 2 eine Vorderansicht, die Fig. 3 eine Seitenansicht der Maschine in der Ausgangsstellung, wobei einzelne Teile weggebroehen sind, die Fig. 4 ein Querschnitt durch die Ge genhalter-Justierungsvorrichtung nach der Linie 4-4 der Fig. 1.
Die Fig. 5 ist ein Querschnitt nach der Linie 5-5 der Fig. 3.
Die Fig. 6 ist eine Seitenansicht der Masehine, deren Messer in der Schneidestellung sind, wobei einzelne Teile weggebrochen sind.
Die Fig. 7 bis 12 sind Ansichten der Wagen, Klemmbacken, Messer und des Gegenhalters, die den Ablauf der Bewegungen zeigen.
Die Fig. 13 ist ein Schema des pneumatischen Rohrleitungssystems, und die Fig. 14 ist das elektrische Schaltschema der Maschine.
Mit 1 ist die in den Fig. 1 und 2 ganz dargestellte Maschine bezeichnet, die zum Verbinden der Schlauchenden dient. Diese Maschine 1 hat zwei Wagen 2, die entlang einer waagrechten Bahn 3 auf der Tragplatte 4 des Gestelles 5 hin und her bewegt werden k¯nnen. Die Bahn 3 jedes Wagens enthält zwei parallele Sehienen 3, die auf der Tragplatte 4 durch mehrere im Gestell 5 versehraubte Kopfschrauben 6 befestigt sind.
Die Maschine weist auch zwei Klemmvor- richtungen 7 auf, die zum sicheren Halten der Enden des zu verklebenden Schlauches 8 in der Stellung zum Absehneiden und Zusammen- halten dienen. Jede Klemmvorrichtung enthÏlt eine Klemmbaeke 10 und eine mit ihr zusammenarbeitende Gegenbaeke 9, welche auf dem Wagen 2 befestigt ist, was weiter unten noch genau erklart wird. Die Klemmbaeken 10 sind an senkrechten Trägern 11 aufgehängt, die so angeordnet sind, dass sie in einer vertikalen und einer horizontalen Ebene betätigt werden können in bezug auf die Tragplatte 4 des Gestelles 5 und mit dem Wagen 2 verschoben werden.
Jede Klemmbacke 10 ist mit dem Träger 11 durch einen flansehförmigen Teil 12 (siehe Fig. 2 und 7 bis 12) verbunden, der von oben in den gegabelten Teil 13 der Klemmbacke hineinreieht. Ein Stift 14, der im gegabelten Teil 13 der Klemmbacke 10 und im naeh un ten ragenden Teil 12 des Trägers steckt, ver- bindet diese beiden Teile so, da. jede Klemmbaeke 10 quer zur Längsrichtung des Reifens 8 verschwenkt werden kann. Ein Anschlagglied 15 ist in der NÏhe jeder Klemmbaeke 10 auf dem Wagen 2 angebracht. Es dient dazu, eine Vemehiebung der Klemmbacken in der Längsrichtung des Schlauches 8 zu verhin- dern.
Für gewisse Arbeitsgänge der Maschine ist es natig, einen Gegenhalter 16 vorzusehen, der zwischen die Klemmvorrichtungen 7-ge- bracht werden kann, um jedes Ende des Sehlauchstückes 8 so einstellen zu können, wie es die Fig. 2 zeigt. Der Gegenhalter ist im Vertikalsehnitt T-förmig und besitzt an seiner Unterseite Gegensehneidflächen 17, die mit den geheizten Sehneidmessern 18 zusam- menarbeiten beim Abschneiden von überflüssigen Stüeken am Ende des Rohrstückes 8, um so eine frische, klebrige Schnittfläche zu erzeugen, damit die beiden Enden gut miteinander verbunden werden können.
Entspreehende Betatigmgsmittel, die im folgenden beschrieben werden, sind zum Betätigen des Gegenhalters 19 vorgesehen, um ihn gegen liber den Klemmvorrichtungen zu heben und zu senken. Im folgenden wird auch ein Mittel beschrieben, um den Träger 20, an welehem die Messer 18 befestigt sind, zu bewegen.
Die Gegenbaeke 9 jeder Klemmvorrich- tung 7 ist auf ihrem Wagen 2 gesiehert durch einen Vorsprung 21, der in eine Nut 22 (Fig. 2, 7, 8) pa¯t, die sich seitlich am Wagen erstreekt. Der Wagen 2 besitzt auf seiner [Jnterseite Versteifungsrippen 24 (Fig. 1) und Tragglieder für die F hrungsschienen 3, welche auf der Kopfplatte des Gestelles ruhen.
Jeder Wagen 2 besitzt an seiner Unterseite einen nach unten ragenden Teil 25 und daneben eine Rinne 26 zur Führung auf dem Gelenkbloek 27, dessen Vorsprung 28 in die Rinne 26 passt. Dieser Gelenkbloek 27 besitzt einen gegabelten Endteil 29 für ein Gelenk 30, das durch einen Stift 31 an ihm gesichert ist.
Das Glied 30 ist auf der andern Seite durch einen Stift 33 mit einem Arm 32 verbunden.
Der Arm 32 ist fest mit der Welle 34 verbunden, die durch nicht gezeichnete Lager waagreeht gehalten wird. Die Lager sind am m Gestell 5 so befestigt, dass sich die Welle 34 um ihre Längsaehse drehen kann. Mit ihr ist das eine Ende eines Armes 35 verbunden, dessen anderes Ende mit dem gegabelten Glied 36 verstiftet ist, an welehem eine Kolbenstange 38 des im Zylindergehäuse 40A hin und her gehenden Kolbens 39 schwenkbar angebracht ist.
Die Träger 11 werden je von einem Gleit stüek 41 getragen, das für eine gleitende Bewegung in einer senkreehten Ebene auf der Gleitbahn 42 der senkrechten Träger 43 eingerichtet ist. Diese Träger 43 sind am Wagen 2 befestigt oder bilden einen Teil dieses Wagens. Am untern Ende jedes senkreehten Trägers 43 ist ein Druckzylinder 44 angeordnet. Seine Kolbenstange 45 ist durch Bolzen 47 mit den entsprechenden gegabelten Flan sehen 46 der Gleitstüeke 41 verbunden. Die Zylinder dienen so zur Verschiebung der Ctleitstüeke 41 in vertikaler Riehtung entlang der Gleitbahn 42.
Der Gegenhalter 16 wird auf jeder Seite durell einen Träger 19 getragen, die beide mit einem untern Gleitgestell 48 verbunden sind.
Die Messer 18 sind durch Schrauben 49 mit dem Träger 20 auf dem obern Gleitgestell 50 verbunden. Die Gleitgestelle 48 und 50 k¯nnen sich vertikal in Gleitbahnen 51 verschie- ben, und zwar relativ zueinander. Die Träger 19 reichen durch das obere Gestell 50 hin- durch, und der horizontale Abstand zwischen den TrÏgern 19 ist gr¯¯er als die Länge der Messer 18. Das untere Gleitgestell 48 besitzt zwei waagreehte Plattformen 52, die durch d nne WÏnde 53 mit senkrechten, in den vier Ecken angeordneten Gleitstücken 54 verbunden sind, die auf den Gleitbahnen 51 gleiten.
Das untere Gleitgestell wird durch den Ge genhalterzylinder 55B betätigt, der mit der obern Plattform 52 dureh eine Kolbenstange 56 und einen Gegenhalterriiekziehzylinder 55A verbunden ist. Das obere Gleitgestell ist ebenfalls mit vier in den Ecken angeordneten Gleitst cken verbunden, die hier mit 57 bezeiehnet sind und die aueh in den Gleitbahnen 51 gleiten. In der normalen Ausgangslage bleibt die untere Kante der Gleitstüeke 57 der obern Plattform auf dem obern Ende der Gleitstücke 54 der untern Plattform und (wie man aus Fig. 3 ersehen kann) die Sehneidkanten der Messer 18 sind von den Gegensehneidflächen 17 des Gegenhalters 16 distanziert.
Der Abstand zwischen diesen beiden wird bei allen im folgenden beschriebenen Arbeits- sehritten der Maschine, mit Ausnahme des Schneidevorganges, beibehalten.
Uni die Schneidebewegung auszuführen, werden die Messer 18 nach oben geschoben, bis sie mit den Gegenschneidflächen 17 in Be rührung kommen, und das obereGleitbeste11, 50 wird naeh oben bewegt, relativ zum untern Gestell 48.
Um die relative Aufwärtsbewegung des obern Gestelles 50 relativ zum untern Gestell 48 auszuführen, sind ein Messerzylinder 58A, ein Messeranhaltzylinder 58B und Ge lenkglieder 65 vorgesehen, die die Zylinder mit dem obern und dem untern Gleitgestell verbinden. Der Messerzylinder 58A besitzt einen Kolben 60 mit einer Kolbenstange 61, die mit einem Auge 62 verbunden ist, welcher zum untern Gleitgestell 48 gehort. Die Zylinder 58A und 58B sind in einem Zylindergehäuse 63 untergebracht, dessen Joch 64 durch Zapfen 66 drehbar an zwei Gliedern 65 befestigt ist.
Jedes Ende dieser Glieder 65 ist durch Glieder 67 gelenkig mit dem obern Gleitgestell 50 und durch Glieder 68 mit dem untern Gleitgestell 48 verbunden. Die Glieder 67 sind nämlich mit den Augen 69 des obern Gestelles 50 und die Glieder 68 mit den Augen 70 des untern Gestelles 48 schwenkbar verbunden. Aus dieser Konstruktion ist ersicht- lieh, dass die Einführung von Druckluft gegen das linke Ende des Kolbens 60 bewirkt, dass sieh das Zylindergehäuse relativ zum Kolben nach links bewegt und dass die Glieder 65 ihrerseits die Glieder 67 und 68 betätigen.
Da die Glieder 68 am untern Gestell 48 angelenkt sind, wird dadurch das obere Gestell relativ zum untern Gestell nach oben gescho- ben, wodurch die Messer 18 relativ zum Gegenhalter 16 verschoben werden, wie es in der Fig. 6 dargestellt ist.
Der Messeranhaltezylinder 58B besitzt eine mit einem Kolben 72 verbundene Kolbenstange 71, die stark aus dem Zylinder hinausschaut, wenn Druckluft in seine rechte Zylin derhälfte eingelassen wird. Ein verstellbarer Anschlag 73 ist an einem Anguss 74 des untern Gestelles 48 befestigt. Die Kolbenstange 71 berührt den Anschlag, bevor das obere Gleitgestell seinen ganzen Weg zurückgelegt hat, was die Aufwärtsbewegung des Gestelles stoppt, bis der Druck im rechten Ende des Zylinders 58B nachgelassen hat. Während des momentanen Anhaltens der Aufwärtsbewe- gung des untern Gestelles werden die Wagen 2 ein klein wenig auseinandergezogen, imd dann wird der Schnitt zu Ende gef hrt.
Dadurch ergibt sich, dass sich-die obern Schnittkanten des Schlauches beim späteren Zusammenfügen einander früher berühren, wodurch eine verstärkte Verbindung zustande kommt.
Um den vorstehend beschriebenen Schneidevorgang auszuführen, müssen die Wagen 2 betätigt werden, damit sie während des kurzzeitigen Anhaltens beim Aufwärtsfahren des Messers auseinanderfahren. Der die Wagen betätigende Arm 35, der mit der Kolbenstange 38 des Zylinders 40A verbunden ist, wird durch einen Einstellzylinder 40B und einen Rückwärtszylinder 40C gesteuert. Der Zylinder 40B besitzt einen Kolben mit einer obern Kolbenstange 76, die die untere Kol- benstange 75 des Zylinders 40A ber hrt, und eine untere Kolbenstange 77, die die Kolbenstange 78 des Zylinders 40C berührt.
Vor Beginn des Schneidevorganges wird durch nachfolgend besehriebene Steuermittel Druck an das obere Ende des Zylinders 40A A und an die untern Enden der Zylinder 40B und 40C gelegt, so dass die Enden der Zylinderstangen 75 und 76 aneinander anstossen, die Enden der Stangen 77 und 78 werden jedoch in einem gewissen Abstand voneinander gehalten. Nun sind die einzelnen Elemente des Verbindungsmechanismus in der Stellung, wie sie in Fig. 7 dargestellt ist. Naehdem das Messer sich nach oben bewegt und das Schlauehstück 8 teilweise zersehnitten hat, wird diese Aufwärtsbewegung durch die den Ansehlag 73 berührende Kolbenstange 71 für einen kurzen Augenbliek unterbrochen.
Dadurch wird Luft aus der Unterseitel des Zylinders 40B freigelassen, wodurch der Kolben 39 sich senken kann, bis die Kolbenstangen 77 und 78 einander berühren. Die Wagen 2 werden dadurch ein wenig auseinandergezogen, und dann wird der Schnitt zu Ende geführt.
Naehher wird Luft zum obern Ende der Zylinder 40B und 40C geleitet, was die Kolbenstangen 76 und 78 in die unterste Stellung zieht. Nachdem der Gegenhalter lmd das Messer aus ihrer Stellung zwischen den Wagen 2 in die in der Fig. 11 dargestellte Stellung zu rückgezogen worden sind, wird Luft an das andere Ende des Zylinders 40A gelassen, die bewirkt, dass die Wagen 2 sich gegeneinander- bewegen, um die Pressverbindung auszuführen, wie es die Fig. 12 zeigt. Dann wird Luft in das obere Ende des Zylinders 40A gelassen, wodurch die Wagen voneinander getrennt werden. Der Gegenhalter erhebt sich dann in die Stellung von Fig. 2 und Luft wird den untern Enden der Zylinder 40B und 40C zugeführt.
Dann ist der Luftdruck auf der obern Seite des Zylinders 40A vorhanden sowie auf der Unterseite der Zylinder 40B und 40C, und die Organe befinden sich wieder in der Ausgangslage.
Während der Sehneidbewegung müssen die Gegensehneidflächen 17 des Gegenhalters 16 gegen das Schlauchstück 8 gedrüekt werden, wie es in Fig. 2 gezeigt ist. Damit die Lage des Gegenhalters Sehlauehstüeken ver- sehiedenster Dicke angepasst werden kann, ist das untere Gleitgestell 48 in der Hoche einstellbar. Die Fig. l und 4 zeigen, dass die Kolbenstange 56 ein Gewinde 79 besitzt und durch eine Nut 80 und einen Keil 81 gegen Drehung gesichert ist. Ein Schneckenrad 82 ist drehbar mit der Kolbenstange 56 verbunden und liegt auf der Schulter der Lagerfläehe 83 auf.
Das Sehneekenrad wird durch eine Schneeke 84 betätigt, die einen langen, bis zur Front des Apparats reichen- den Sehaft 85 besitzt. Eine Drehung der Schnecke 84 dreht das Schneckenra 82, was seinerseits eine Aufwärts-oder Abwärts- bewegung des untern Gleitgestelles relativ zur Kolbenstange 56 bewirkt. Die Lage des untern Gleitgestelles ist dadurch einstellbar, und so kann der Abstand zwischen den Ge genschneidflächen 17 des Gegenhalters 16 und den Gegenbacken 9 verändert werden, um Arbeitsstüeke versehiedener Dieke zu behandeln.
Aus dem Druekluftsteuerschema (Fig. 13) und dem elektrischen Sehaltsehema (Fig. 14) ist ersiehtlieh, dass zuerst der doppelpolige Hauptschalter 86 geschlossen werden muss, damit durch die Leitungen 87 der Transformator 88 gespiesen werden kann. Leitungen 89 führen den Strom zu Heizkörpern 90 bei jedem Messer 18, und Leitungen 91 sind mit der Temperaturkontrolleinrichtung 92 verbunden, die bei den Messern eine einstellbare Temperatur aufreehterhalten. Leitungen 93 verbinden die Kontrollampe 94 mit dem Hauptstromkreis, um dem Arbeiter anzuzeigen, dass die Maschine unter Spannung steht.
Die Maschine ist nun betriebsbereit, wenn die versehiedenen Teile die in der in der Fig. 1 dargestellte und oben beschriebene Lage einnehmen. In der Ausgangsstellung ist der Gegenhalter in seiner obersten Lage, da die Druckluft auf das obere Ende des Gegenhal- terzylinders 55B drüekt und auf das untere Ende des Zurüekziehzylinders 55A.
Die Messer sind in der untersten Stellung, da die Druckluft am rechten Ende des Messerzylin- ders 5M und am rechten Ende des Messer Xmhalte% ylinders 58B liegt. Die Klemmbacken sind in der obern Stellung, der Luftdruck liegt am untern Ende des Zylinders 44 ; die Wagen sind in der Ausgangslage, der Luft- druck liegt am obern Ende des Zylinders 40A und an den untern Enden der Zylinder 40B und 40C ; alle Solenoide sind stromlos.
Sobald das vorgeschnittene Schlauchstück 8 am Ort über den Trägern 11 ist (siehe Fig. 2), mit ihren offenen Enden in der Stel lung auf den Gegenbacken 9, dr ckt der Arbeiter die Knöpfe 95 und 96 und sehliesst so die Stromkreise über die Leitungen 97 und 98, so dass die Spulen 99 und 100 der Solenoid- ventile V10 und V12 erregt werden.
Dadurch kann die Druckluft am obern Ende des Druekzylinders 44 eindringen, so dass sich die Klemmbacken naeh unten bewegen und das Sehlauehstuellk berühren. Wenn diese Klemmbacken 10 ihre unterste Stellung erreieht haben, werden Begrenzungssehalter Ll und L2 betÏtigt, die das Relais B speisen, und eine Signallampe 101, die anzeigt, dass der auto matisehe Teil des Arbeitsvorganges begonnen hat.
Das Relais R besitzt drei üblicherweise offene Kontakte. Die Schliessung des über die Leitung 102 führenden Kreises durch den üblieiierweise offenen Kontakt 103 des Relais R sorgt dafür, dass die Spulen 99 und 100 der Solenoidventile Vio. und V12 stromdurchflos- sen bl. eiben. Der üblicherweise offene Kontakt 104 des Relais R wird auch geschlossen, und dadurch bleibt das Relais R erregt.
Durch das Schliessen des üblicherweise offenen Kontaktes 105 des Relais R wird das Relais R2 erregt, das zwei im stromlosen Zustand offene Kontakte 106 und 107 schliesst, wodurch einerseits die Spule 108 des Solenoidventils Vg erregt und Druckluft zum untern Ende des Gegenhalterzylinders 55B geleitet wird, wodurch er sich nach unten bewegt in die in der Fig. 3 dargestellte Lage. Anderseits erlaubt das Schliessen des Kontaktes 107 ein nachfol- gendes Schliessen und Geschlossenhalten des Stromkreises zum Relais RT.
Wenn der Gegenhalter 16 in der untern Stellung ist, wird der Begrenzungssehalter L3 betätigt, der die Spule 109 des zum Messerzylinder gehörigen Solenoidventils V8 erregt, so dass Druckluft zum linken Ende des Messerzylinders 58A gelangen kann, was bewirkt, dass die Messer für den ersten Teil des Schneidevorganges nach oben geschoben werden. Die Betätigung des Begrenzungsschal- ters L3 erregt auch das Zeitverzögerungsrelais RT, das die Kontakte 114 und 110 schliesst, von welchen der erste die Spule 111 des Solenoidventils V7 erregt. Die Öffnung dieses Ventils V7 erlaubt der Luft, im untern Teil. des Zylinders 40B zu entweichen, wodurch die Klemmbacken für den Schnitt zur ckgezogen werden.
Wenn die Klemmbacken für den Schnitt zuriiekgezogen sind, werden Begrenzungssehalter L4 und L5 betätigt, die die Spule 112 erregen, so dass durch das Ventil V6 Luft zum linken Ende des Messeranhaltezylinders 58B gelangen kann, so dass die Messer ihren Schnitt durch den Schlauch zu Ende führen. Wenn die Messer die oberste Lage erreicht haben, wird ein Begrenzungsschalter L6 betätigt, der das Zeitverzögerungs- relais RTi speist. Dieses Zeitverzögerungs- relais sehliesst sofort die Kontakte 114 und 115, wodurch das Relais RTi gehalten und die spätere Erregung des Relais R5 ermöglicht @ wird.
Nach einer kurzen Zeit wird der Kontakt 116 des Relais RTl geschlossen mnd die Spule 117 des Solenoidventils V5 erregt, wodurch Luft in das oberste Ende der Zylinder 40C und 40B eintreten kann. Da auf dem obern Ende des Zylinders 40A Luftdruck vor- @ handen ist, können die Wagen sich bis an die äussersten Grenzen bewegen, wie es in der Fig. 10 gezeigt ist.
Wenn der Wagen in seiner äussersten Lage ist, werden die Begrenzungsschalter L7 und L8 betätigt, die den Stromkreis mit dem Re lais R3 sehliessen, das den Kontakt 118 ¯ffnet, so dass die Spule 109 des Ventils Vs stromlos wird und Druekluft zum rechten Ende des Messerzylinders 58A gelangen und die Messer herablassen kann.
Der Kontakt 119 des Relais R3 unterbricht die Zuleitung zur Spule 112 des Ventils Vg, wodurch Luft zum rechten Ende des Messeranhaltezylinders 58B gelangen kann, was die Kolbenstange 71 her ausstosst. Der Kontakt 120 des Relais. bu wird geschlossen und die Spule 121 des Solenoid ventilsVerregt, so dass Luft in das obere Ende des Zurüekziehzylinders 55A eindringen kann, um den Gegenhalter und die Messer nach unten zu ziehen. Der Kontakt 122 des Relais R3 macht, dass sich das Relais über den Endschalter L3 selbst hält.
Wenn der Gegen halterrüekziehzylinder unten ist, schliesst der Grenzschalter Lg die Leitung zum Verzöge rungsrelais Rut2. Der Kontakt 124 des Verzögerungsrelais RT2 unterbricht die Leitung 125 zur Spule 100 des Solenoidventils Via.
Der Kontakt 126 des Verzögerungsrelais RT2 wird geschlossen, so dass der Luftdruck zum obern Ende des Klemmbaekenzylinders gelangen kann, da die Spulen 127 und 128 der Solenoidventile Vll und V3 der Luft ermöglichen, an das untere Ende des Zylinders 40A zu gelangen, um die Wagen gegeneinander zum Verbinden der Enden, wie es die Fig. 12 zeigt, zu bewegen. Während etwa. 15 Sekunden bleibt die Maschine in dieser Stellung stehen, während die Naht sich bildet. Nach dieser Zeit schliesst das Verzogerungsrelais RT2 den Kontakt 129, so dass das Relais R4 erregt wird.
Dieses Relais R4 schliesst nun den Kontakt 1. 23 und öffnet den Kontakt 130. Dadurch wird die Spule 99 des Ventils V1o stromlos, so dass die Luft zum untern Ende des Zylinders 44 gelangen kann, die Klemmbacken nach oben geschoben werden in die Stellung der Fig. 7. Diese Aufwärtsbewegung der Klemmbacken betätigt die Begrenzungsschalter Llo und L1l, die über den geschlossenen Kontakt 114 das Relais R5 erregen ; dieses öffnet seinerseits den Kontakt 131, so dass das Verzögerungsrelais RT2 stromlos wird und den Kontakt 124 wieder schliesst, der die Spule 100 des Ventils V12 erregt.
Der Kontakt 126 des Relais RT2 öffnet sich und maelit die Spulen 127 und 128 der Solenoidventile V1l und VO stromlos. Dadurch kann die Luft zum obern Ende des Zylinders 40A gelangen. wodurch die Wagen in ihre extremste Lage gebracht werden, wo sie die Grenzschalter Li= und L13 betätigen, was das Relais R6 zum Ansprechen bringt. Dieses Relais öffnet den Kontakt 132, so dass die Spule 121 des Ventils V. stromlos wird und die Luft zum un- tern Ende des Zurückziehzylinders 55A gelangen kann.
Wenn dieser Zylinder seine oberste Lage erreicht hat, wird ein Begrenzungssehalter L14 betätigt, dadurch das Relais R7 erregt, das die Kontakte 113 und 133 öffnet und so die Relais R und R4 stromlos macht. Wenn das Relais R4 abfällt, wird der Kontakt 123 geöffnet und der Kontakt 130 geschlossen. Beim Abfallen des Relais R werden die Kontakte 104 und 105 geöffnet, das Relais R2 dadurch stromlos und der Kontakt 106 geöffnet, so dass die Spule 108 des Ventils Vg stromlos wird. So gelangt die Luft zum obern Ende des Gegenhalterzylinders . 55B bzw. zum untern Ende des Rüekzugzylinders 55A und kann den Gegenhalter nach oben sehieben in die Stellung nach Fig. 7.
Der geöffnete Kontakt 107 des Relais R2 macht das Relais RTi stromlos, dessen sich öffnender Kontakt 116 die Spule 117 des Ventils V5 stromlos maeht, so dass die Luft zum untern Ende des Zuriiekziehzylinders 40C gelangen kann.
Während der Gegenhalter nach oben ge schoben wird, wird der Endschalter L3 be tätigt, so dass das Relais. RT abfällt, wodureh der Kontakt 110 geöffnet, die Spule 111 des Ventils V7 also stromlos wird, so dass die Luft ans untere Ende des Zylinders 40B gelangen kann. Nun sind wieder alle Zylinder in ihrer normalen Ausgangslage, alle Spulen stromlos, und die Maschine ist für einen neuen Bewe gungsablauf bereit.
Wie sich aus der vorstehenden Besehrei bung'und aus der Zeiehnung (speziell der Fig. 2) ergibt, ist es mit der besehriebenen Maschine möglich, auch Schläuche herzustel- len, die einen sehr kleinen Durehmesser haben.
Man sieht, dass der Gegenhalter 16 und die Messer 18 vom Zentrum der Sehlauehsehlaufe radial nach aussen gezogen werden. Da das Werkstück nur über die Träger 11 geschlun- gen werden muss, können SchlÏuche mit viel kleinerem Durchmesser angefertigt werclen, sowie natürlich auch Schläuche, die mit den hekannten Masehinen herstellbar sind.
Man sieht ferner, dass der Amboss, der im Querschnitt T-förmig ist, an der Unterseite des Kopfteils Gegenschneidflächen 17 aufweist, und die Traverse 134 des T bildet eine passende Lehre für den Arbeiter, so dass er die miteinander zu verbindenden Enden stets im Abstand zueinander hinlegen kann. Wenn die Einzelteile die in der Fig. 7 dargestellte Lage einnehmen, legt der Arbeiter das Werkstüek über die Träger 11 und führt die miteinander zu verbindenden Enden gegen die Traverse 134, damit so stets ein Stüek von derselben Länge vorsteht und abgeschnitten wird. Man sieht ferner, dass die Messer 18 für den Arbeiter unzugänglich sind, während er das Werkstüek placieren muss, so dass er nieht unabsichtlich die heissen Messer berühren kann.
Die Messer 18 werden, wie oben beschrie- hen, geheizt, um eine frische Schnittfläche an den zu verbindenden Enden zu erhalten. Es ist zu beachten, dass die Schneidkanten der Messer nach oben gerichtet sind. Da die in den Messern durch elektlisehen Strom er zeugte Hitze nach oben zu strömen bestrebt ist, ergibt sich stets eine heisse Messerschneide und weniger Wärmeverlust als im umgekehrten Fall.
Die oben besehriebene elektrisehe Sehaltung zur Steuerung des Bewegungsablaufes der einzelnen Maschinenteile und zum Bestimmen der Zeitdauer der einzelnen Verfah rensschritte ist ausserordentlieh vorteilhaft, weil sie erlaubt, die für jeden Arbeitssehritt benötigte Zeitdauer zu verändern. Schlauch- stüeke aus einem bestimmten Material und einer gewissen Grosse erfordern einen länge- ren Druck als Schlauchstücke aus ähnliehem Material, aber anderer Grösse. Die Steuerschaltung für einige der Arbeitssehritte ist mit einem Verzögerungsrelais versehen, so dass die Länge dieser Schritte und die totale Zeit eines ganzen Arbeitsganges nach Belieben eingestellt werden kann.
Die Verzögerungs- relais RT, RTl und RT2 können von Hand verstellt werden, um die Zeit zu verändern, die vor dem Zurückziehen und vor dem Nach aussen-Bewegen der Wagen und während der Druckdauer verstreicht. Die Steuerschaltung ist so ausgebildet, dass jeder Verfahrensschritt, wenn er beendigt ist, den nächsten Schritt einleitet durch Betätigung eines Grenzschalters.