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Zubringevorrichtung für zylindrische Werkstücke zu Arbeitsmaschinen
Bei Arbeitsmaschinen, insbesondere bei Schälmaschinen für Furniere, ist es im allgemeinen
üblich, das neue Werkstück, wie z. B. einen neuen Schälklotz, von Hand in die Schälmaschine
einzuspannen. Bei diesem Verfahren wird die Maschine aber nur zu einem Teil ihrer
tatsächlichen Leistungsfähigkeit ausgenutzt, da die zum Umspannen erforderliche
Zeit oft ein Mehrfaches der für die eigentliche Bearbeitung, wie z. B. zum Abschälen
einer Holzrolle, erforderlichen Zeit beträgt und die Maschine natürlich während
des Umspannens nicht betrieben werden kann.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung wird das Zuführen eines neuen Werkstücks
sowie das Umspannen unter der Überwachung geeigneter, vorzugsweise von Hand zu betätigender
Steuerelemente selbsttätig vorgenommen, und dadurch wird das Verhältnis zwischen
der zum Umspannen und Bearbeiten erforderlichen Zeit außerordentlich günstig gestaltet,
so daß man bei Verwendung der vorliegenden Erfindung in derselben Zeit viel mehr
Holzrollen abschälen kann, als dies bis jetzt möglich war.
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Bei der erfindungsgemäßen Anordnung werden die Schälrollen vorzugsweise
von einem Vorratsgestell aus an eine Zubringevorrichtung abgegeben, in der sie zentriert
und dann der Schälmaschine zugeführt und in derselben eingespannt werden; alle Arbeitsgänge
werden dabei selbsttätig durchgeführt. Bei Verwendung einer derartigen Zubringevorrichtung
kann die Umspannzeit selbst weit unter die Zeit verringert werden, die bei Schälmaschinen
erforderlich ist, bei denen in an sich bekannter Weise die Zentrierung der Rolle
zwar auch selbsttätig, jedoch erst in der Schälmaschine erfolgt.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in Form einer Vorrichtung
für Schälmaschinen für Furniere auf der beiliegenden Zeichnung veranschaulicht.
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Abb. z ist eine Seitenansicht der Vorrichtung. Abb. 2 ist eine Aufsicht.
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Abb.3 und q. zeigen die Spreizkupplung, welche bei der vorliegenden
Erfindung Anwendung findet, in Ansicht und Schnitt.
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Abb.5 und 6 zeigen ebenfalls eine Spreizkupplung in Ansicht und Schnitt,
aber zu einem anderen Zeitpunkt der Arbeit.
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In den Abb. z und 2 ist angenommen, daß der eingespannte Klotz 2 bereits
bis auf eine Restrolle aufgearbeitet ist. Das Abschälen selbst erfolgt mittels des
Messerschlittens 3, der durch einen von Riemenscheibe q. abgeleiteten, in der Zeichnung
nicht dargestellten Antrieb rasch in und außer Arbeitslage geschaltet werden kann;
in Abb. = ist dieser Schlitten außer Arbeitslage.
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Die Riemenscheibe q. dreht sich im Gegenzeigersinne und treibt die
Welle 5 (Abb. x und 2) an, auf der die Zahnräder 6 und 7 sitzen. Das
Rad
6 treibt über ein Zwischenrad 8 das Zahnrad g an, welches unmittelbar mit dem Zahnrad
1¢ in .Eingriff steht. Das Rad 7 steht mit einem Rad =o und das letztere mit einem
Rad 15 in Eingriff. Die Räder g und =o sitzen lose auf der Welle =i und sind mit
Kupplungshälften versehen, zwischen denen eine von dem Kupplungshebel 13 steuerbare
Kupplung 12 angeordnet ist. Diese sitzt gleitbar, aber nicht drehbar auf der Welle
=i. Wenn daher die Kupplung 12 mit der Kupplungshälfte des Rades =o in Eingriff
gebracht wird, wird die Welle =i im Uhrzeigersinne mitgedreht, während sie bei Kupplung
zwischen 12 und Rad 9 entgegen der Richtung des Uhrzeigers' gedreht wird; durch
den Kupplungshebel 13 kann also die Drehung der Welle =i in der einen oder anderen
Richtung gesteuert werden.
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Die Stirnräder 9 und =o treiben die beiden lose auf einer Welle 16
laufenden Stirnräder-1q. und 15 an, die in ähnlicher Weise, wie oben beschrieben,
vermittels der verschiebbaren Kupplung 17 die Welle 16 in der einen oder anderen
Richtung antreiben können; die Kupplung 17 und damit auch die Drehung der Welle
16 wird von dem Kupplungshebel 18 gesteuert. Wenn daher die Kupplung 17 mit dem
Rad 15 in Eingriff steht, wird die Welle 16 entgegen der Richtung des Uhrzeigers
gedreht (da das Rad 15 in entgegengesetztem Sinne wie das Rad =o umläuft), und bei
Kupplung zwischen 17 und Rad 14 wird die Welle 16 im Uhrzeigersinne gedreht. Auf
der Welle 16 sitzt das Kettenrad =g fest, so daß die Drehung dieser Welle vermittels
einer Kette auf das Kettenrad 2o übertragen werden kann. Die Nabe dieses Kettenrades
ist als Schraubenmutter ausgebildet, in der ein Gewindeansatz der Spindel 2i läuft.
Da das Rad 2o gegen Bewegung in axialer Richtung gesichert ist, wird bei seiner
Drehung entgegen dem oder im Sinne des Uhrzeigers (Abb. i) die Spindel 21 nach oben
oder unten (Abb. 2) verschoben, d. h. das Arbeitsstück wird ein- oder ausgespannt.
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Auf der Welle =i (Abb. 2) ist ein Stirnrad 22 befestigt, welches mit
einem fest auf der Welle 24 sitzenden Stirnrad 23 in. Eingriff steht, das seinerseits
unter Vermittlung einer noch zu beschreibenden Kupplung das Kettenrad 28 antreiben
kann. Diese in den Abb. 3 und q. näher veranschaulichte Kupplung ist als Spreizkupplung
ausgebildet. Dieselbe besteht aus einem Kupplungsbügel 25, zwischen dessen
Enden der Vierkantkopf eines über den Umfang des Rades 23 hinausragenden Hebels
26 sich befindet; durch zwei Schrauben 27 mit dazugehörenden Druckfedern wird der
Bügel zusammen- und der Vierkantkopf zwischen den Enden des Bügels festgehalten.
Der Kupplungsbügel ist auf einem seitlichen Flansch des Zahnrades 23 angeordnet
und ist seinerseits durch eine Stift- und Schlitzverbindung, die ein für das Spreizen
des Bügels erforderliches Spiel gestattet, mit dem Kettenrad 28 verbunden, das lose
auf einer nabenartigen Hülse des Rades 23 sitzt. Durch einen Stellring 29 werden
die Teile in ihrer richtigen Lage gehalten. An dem Ständer i (vgl. Abb. _) ist ein
Anschlagstift 30 befestigt, gegen den sich der Hebel 26 legt. Wenn dieser
Hebel infolge der Drehung des Rades 23 in der einen oder anderen Richtung an den
Stift 3o anschlägt, so wird der Vierkantkopf an seinem unteren Ende etwas über Eck
gebracht, und der Kupplungsbügel 25 wird geöffnet, so daß sich der Flansch des Rades
23 lose innerhalb des Bügels drehen kann; dieser Zustand der Entkupplung besteht
also z. B. nach Abb. 3, wenn sich das Rad 23 im Uhrzeigersinne dreht. Wird aber
das Rad 23 im entgegengesetzten Sinne gedreht, so wird der Stift 26 nicht mehr gegen
den Anschlag 30 gepreßt, der Vierkantkopf kann sich geraderichten, und die
Federn der Schrauben 27 ziehen den Kupplungsbügel 25 zusammen, so daß er von dem
Rad 23 mitgenommen wird, bis der Hebel 26 an der rechten Seite des Stiftes 3o (Abb.
3) anschlägt, mittels seines Vierkantkopfes den Kupplungsbügel öffnet und dadurch
die Kupplung löst. Diese Drehung des Stiftes 26 von der linken bis zur rechten Seite
des Anschlagstiftes 3o entspricht gerade der noch zu beschreibenden Bewegung der
Rollenträger von der Ausgangsstellung links bis in Einspannstellung des Klotzes.
Das Kettenrad 28, das mit dem Kupplungsbügel 2,5 verbunden ist, überträgt
die Drehung durch Kette auf Kettenrad 31. Kettenrad 31 sitzt fest auf Welle 32.
Auf Welle 32 sitzen die Kettenräder 33 und übertragen die drehende Bewegung auf
die Segmente der Rollenträger 3q., bewegen somit diese letzteren je nach der Drehrichtung
des Rades 28 von der Ausgangsstellung zur Einspannstellung oder umgekehrt. Die Lagerung
dieser Träger 34 ist näher in den Abb. 5 und 6 veranschaulicht, welche die Stellung
der Teile zeigen, wenn sie bereits in Abschälstellung geschwenkt, d. h. einen Klotz
zwischen die Spindeln 21 geführt haben. Die Träger 34 bestehen aus hin und her schwenkbaren
Armen und sind drehbar auf je einer Hülse 35 gelagert, von denen jede mit einer
Spreizkupplung 36 mit Hebel 37, Schrauben 38 und Federn versehen ist und durch eine
Stift- und Schlitzverbindung mit einem Kettenrad 39 verbunden ist. Durch Stellringe
q o werden die Teile in richtiger axialer Lage gehalten. Die beiden Anschlagstifte
41 und 41' (Abb. 5 und 6) für den Hebel 37 jeder der vorerwähnten Spreizkupplungen
greifen durch Schlitze ihres zugeordneten Trägers 34 hindurch und sind ihrerseits
an einer anderen Spreizkupplung 42 mit Hebel 43, Schrauben 44 nebst Federn befestigt,
welche
mit einem lose auf der Welle 47 gelagerten Zahnrad 45 in Stift- und Schlitzverbindung
steht, das sich seinerseits in Eingriff mit einem Zahnrad 77 (Abb. i, 5 und 6) befindet.
Durch einen Stellring 46 wird das Zahnrad 45 in richtiger axialer Lage auf der Welle
47 gehalten. DieAnschlagstifte 48 und 48' (s. Abb. i und 5) für den Hebel 43 der
Spreizkupplung 42 sind an den feststehenden Lagerkörpern 49 befestigt.
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Der Antrieb der Welle 47 erfolgt von der Welle 16 aus (Abb. 2) durch
die Zahnradübersetzung 50, 51, Welle 52 und Kettengetriebe 53, 54. Die Drehung der
Welle 47 kann durch Kettengetriebe 39, 55 (Abb. i und 2) auf in den Trägern 34 drehbar
gelagerte Zapfen 57 übertragen werden, auf denen die Zahnräder 56 und Kettenräder
55 fest angeordnet sind. Die Kettenräder 55 sind fest mit Armen 58 verbunden, von
denen jeder an seinem freien Ende eine Rolle 59 trägt. Die Zahnräder 56 greifen
in die verzahnten Zangen 6o ein, welche unter der Wirkung der Federn 61 zusammengezogen
werden können und dabei den neuen Schälklotz zentrieren, der auf die noch zu beschreibende
Weise zugeführt worden ist. Während das Einklemmen und Zentrieren des Klotzes durch
die Zangen plötzlich durch die Federn 61 erfolgt, wird das Öffnen der Zangen, wenn
der Klotz in Abschälstellung ist, zwangsläufig durch das Getriebe 39, 55 von der
Welle 47 aus bewirkt, durch welches die Räder 56 im Uhrzeigersinne gedreht werden
(Öffnen der Zangen).
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Am unteren Ende des einen Rollenträgers 34 ist mittels eines Bolzens
61 eine Zugstange 62 angefenkt, welche mit den auf der Welle 66 drehbar gelagerten
Armen 64 verbunden ist, zwischen denen die Klinke 63 für das Schaltrad 65 sitzt,
das fest mit der Welle 66 verbunden ist. Die Welle 66 ist in den seitlichen Ständern
67 gelagert, und auf ihr sitzen dieKettenräder 68. Im oberen Teil der Ständer ist
eine Welle 72 gelagert, und über jedes Räderpaar 68, 71 läuft eine mit Mitnehmern
70 für die Holzrollen versehene endlose Kette 69. Die Rollenwerden,-wie in
Abb. i veranschaulicht, entweder maschinell oder von Hand auf der linken Seite der
Kette auf die Mitnehmer 7o aufgelegt. Bei der periodischen Weiterschaltung der Kette
69 vermittels der beschriebenen Klinkenanordnung wird dann bei jedem Schaltschritt
eine Rolle an die Rollenträger 34 abgegeben.
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Die Ständer 67 besitzen auch je zwei seitliche Gleitflächen 73 (Abb.
i und 2) für die Rollen 59 der Arme 58. Durch diese Flächen werden die Arme 58 entgegen
der Wirkung der Federn 61 nach oben gehalten, wenn sich die Träger 34 weiter, wie
in Abb: i links, in ihrer Ausgangsstellung befinden, so daß die Zangen genügend
weit auseinandergezogen werden und die Holzrolle bei der darauffolgenden Rechtsbewegung
der Rollenträger zwischen die Zangen zu liegen kommt. Zur Zuführung der neuen Rolle
dient das Auflaufblech 74 (Abb. i und 2), das an der Welle 72 drehbar angeordnet
ist und am rechten Ende eine muldenartige Form zur Aufnahme der Holzrolle besitzt.
An der Unterseite des Auflaufbleches sind Lager 75 befestigt, mit denen die Zugstangen
76 in gelenkiger Verbindung stehen. Die unteren Enden der Stangen 76 sind drehbar
mit den Zahnrädern 77 (vgl. auch Abb. 5 und 6) verbunden welche mit den Rädern 45
in Eingriff stehen.
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Wirkungsweise der Einrichtung Im Normalzustand befinden sich die Träger
34 in der äußersten Linksstellung (noch weiter links als in Abb. i dargestellt,
in welcher sich dieselben bereits auf dem Wege nach rechts befinden), und das Auflaufblech
74 befindet sich ungefähr in der gezeichneten Lage. Es ist für die Arbeitsweise
gleichgültig, ob bei Beginn einer Arbeit der erste Stamm eingespannt wird oder ob
bereits vorhergehend ein Stamm geschält worden ist; für den letzteren Fall wird
lediglich die Restrolle von dem neuen Stamm aus den Lagerspindeln herausgedrückt.
Es soll nun angenommen werden, daß sich in der Spindel 21 bereits eine Restrolle
befindet, welche durch einen neuen Stamm ersetzt werden soll. Der Arbeiter legt
dann den Hebel 13 nach rechts und den Hebel 18 nach links (Abb.2) aus ihrer Mittellage
um, so daß die Kupplung 12 mit dem Rad io und die Kupplung 17 mit dem Rad 14 in
Eingriff kommt. Die durch die Umlegung des Hebels 13 erfolgte Kupplung bewirkt also
eine Drehung der Welle ix im Uhrzeigersinne (Abb. i). Gleichzeitig mit diesem Kuppelvorgang
wird auch das nicht veranschaulichte Getriebe für den Messerschlitten eingeschaltet,
welcher zurückgeführt wird und sich selbsttätig ausschaltet. Der Schlitten wird
gleichzeitig mit der noch zu beschreibenden Schwenkung des neuen Stammes zurückgeführt,
derart, daß er niemals mit dem sich ihm nähernden neuen Stamm in Berührung kommt.
Infolge dieser Gleichzeitigkeit von Schlittenrückführung und Stammzuführung wird
das Auswechseln der Holzrollen ganz wesentlich beschleunigt: Die Zuführung des neuen
Stammes mittels der Träger 34 wird nun von der sich drehenden Welle ii aus bewirkt.
Wenn sich die Welle ii im Uhrzeigersinne dreht, wird das mit dem Rad 22 in Eingriff
stehende Rad 23 im Gegenzeigersinne (vgl. auch Abb.3 und 4) gedreht; da bei dieser
Drehrichtung der Hebel a6 nicht gegen den Anschlag 3o gedrückt wird, drückt sich
der Kupplungsring 25 zusammen, und das Kettenrad 28 wird in Ubereinstimmung mit
dem Zahnrad 23 um fast eine volle Umdrehung bewegt, bis der Hebel 26 an der rechten
Seite des Stiftes 30 (Abb. 3) anstößt; in diesem Augenblick wird die Kupplung gelöst,
und das
Kettenrad 28 bleibt in dieser eindeutig bestimmten Lage
stehen, selbst wenn sich das Rad 23 lose weiterdrehen sollte, weil der Hebel 13
noch nach rechts umgelegt bleibt. Von dem Kettenrad 28 aus (welches sich in der
dem Uhrzeiger entgegengesetzten Richtung dreht) wird über Kettenrad 31 die Welle
32 auch entgegen der Richtung des Uhrzeigers gedreht, und vermittels der Ritzel
33 werden die Rollenträger 34 nach rechts (Abb. i) geschwenkt. Diese Rollenträger
bringen den neuen Stamm genau bis zur Mitte der Spindel 2i, wenn sich das Rad 23
so weit in der dem Uhrzeiger entgegengesetzten Richtung gedreht hat (Abb. 3), daß
der Hebel 26 an der rechten Seite des Stiftes 3o anliegt. Gleichzeitig mit der Rechtsbewegung
der Träger 34 wird auf die noch zu beschreibende Art das Auflaufblech 74 gesenkt.
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Es sollen nun die Vorgänge verfolgt werden, welche sich bei der gleichzeitig
mit der Umlegung des Hebels 13 nach rechts erfolgten Umlegung des Hebels i8 nach
links ergeben; diese Vorgänge vollziehen sich also ungefähr gleichzeitig mit der
oben beschriebenen Rechtsbewegung der Rollenträger 34. Durch das Umlegen des Hebels
18 nach links (Abb. 2) wurde die Kupplung 17 mit dem Rad 14 in Eingriff gebracht.
Es wird daher die Welle 16 im Sinne des Uhrzeigers angetrieben, und damit wird auch
über Kettenrad ig das Kettenrad 2o in derselben Richtung gedreht, so daß - wie eingangs
beschrieben - die Spindel 21 nach unten gezogen und daher die Restrolle ausgespannt
wird. Wenn dieselbe nicht bereits unter dem Einfluß ihres Eigengewichts von der
Spindelspitze oder der gegenüberliegenden Mitnehmerklaue, an denen sie vielleicht
noch hängenbleiben kann, herausfällt, wird sie durch den neuen Schälklotz herausgedrückt.
Nachdem die Mitnehmerspitze der Spindel 2i aus der Restrolle 2 herausgezogen ist,
wird der Hebel 18 wieder in Mittelstellung gebracht.
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Infolge der Drehung der Welle 16 im Uhrzeigersinne wird gleichzeitig
über das Getriebe 50, 51 die Welle 52 und damit das Kettenradgetriebe 53, 54 i.
der entgegengesetzten Richtung gedreht. Die Abb. 5 und 6 stellen die Lage der Kupplungsteile
dar, wenn die Träger 34 in Abschälstellung sind. Wenn dieselben jedoch in ihrer
Ausgangsstellung sind, liegt der Hebel 37 an dem in Abb. 5 rechts befindlichen Stift
41' an, und wenn sich die Welle 47 und damit auch die fest auf ihr sitzende Hülse
35 im Sinne des Uhrzeigers drehen, kann sich der Kupplungsring 36 schließen und
versucht, sich zusammen mit der Hülse 35 in der entgegengesetzten Richtung zu drehen.
Der Ring 36 steht aber nun in Verbindung mit dem Kettenrad 39, welches seinerseits
mit dem die Arme 58 (Abb. i) steuernden Kettenrad 55 in zwangsläufiger Verbindung
steht. Da zu Beginn der Rechts-Bewegung der Träger 34 die Rollen 59 der Arme
58 noch auf den Auflaufflächen 73 gleiten, kann durch den Kupplungsring 36 keine
Bewegung bewirkt werden, sondern derselbe wird auf der Hülse 35 gleiten, während
sich dieselbe in der dem Uhrzeiger entgegengesetzten Richtung bewegt.
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In der Ausgangslage liegt der Hebel 43 an dem oberen Anschlagstift
48 (Abb. 5) an. Wenn sich der Träger 34 nach rechts bewegt (obwohl zwei Träger und
zugeordnete Kupplungen usw. vorhanden sind, soll der Einfachheit halber immer nur
eine Seite in Betracht gezogen werden), so kann sich auch der Kupplungsring 42 schließen
und bewegt sich mit seinen Anschlagstiften 41, 41' zusammen mit dem Träger 34 im
Uhrzeigersinne (Abb. 5) ; dadurch wird das Rad 45 mitgenommen und das Rad 77 in
entgegengesetzter Richtung gedreht, so daß die Stange 76 und damit das Auflaufblech
74 gesenkt wird. Während dieser Abwärtsbewegung des Auflaufbleches gleiten die Rollen
59 (Abb. i) von den Gleitflächen 73 ab, so daß die starken Federn 61 die
Arme 58 nach unten ziehen, damit die Räder 56 entgegengesetzt der Richtung des Uhrzeigers
drehen -und die Zangen von oben und unten her fest gegen den Stamm pressen, der
somit während der Rechtsbewegung der Träger 34 richtig zentriert wird. Das Auflaufblech
wird dann auf die beschriebene Weise unter dem Stamm hinweggezogen, so daß dessen
Bewegung nach rechts nicht gestört wird. Wenn der Hebel 43 an dem unteren Stift
48' (Abb. 5) anschlägt, hat das Auflaufblech seine tiefste Lage erreicht, in der
es dann, unabhängig von der Bewegung der Arme 34 nach rechts, stehenbleibt, da der
Kupplungsring 42 gelöst ist. Wenn die Rollen 59 (Abb. i), wie oben beschrieben,
von den Führungen 73 abgleiten, wird über Zapfen 57 und Kettenradgetriebe 55, 39
der Kupplungsring 36 entgegengesetzt dem Uhrzeiger gedreht, so daß sich der Hebel
37 von dem rechten Stift 41' entfernt und je nach der Stärke des eingelegten
Stammes zwischen den beiden Stiften 41 und 41' stehenbleibt. Da der Hebel 18 auf
Mittelstellung steht, wird die Drehung des Rades 55 durch Kette auf Kettenrad
39, verbunden mit Kupplung 36, auf Welle 47 mit Kettenrad 54 übertragen.
Kettenrad 54 überträgt die kurze Drehbewegung durch Kette auf Kettenrad 53, so daß
die Welle 52 mit Zahnrad 51 ein wenig gedreht wird. Diese Drehung pflanzt sich durch
das Rad 59 bis auf die Welle 16 fort.
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Die Wirkungsweise ist nun bis zum Einführen des neuen Stammes in die
Schälmaschine verfolgt worden. Soll nun der in Schälstellung von den Trägern 34
gehaltene neue Klotz eingespannt werden, so wird der Hebel 18 nach rechts (Abb.
2) umgelegt und damit die Kupplung 17 mit dem Rad 15 in Eingriff gebracht;
infolgedessen
wird die Welle 16 entgegengesetzt der Richtung des Uhrzeigers gedreht und durch
Drehung der im Kettenrad 2o angeordneten Schraubenmutter die Spindel 2i vorgeschoben,
d. h. der neue Schälklotz wird eingespannt. Gleichzeitig mit der Drehung der Welle
16 entgegen der Richtung des Uhrzeigers wird über die Getriebeverbindung 5o, 51,
53, 54 die Welle 47 im Uhrzeigersinne gedreht, während sich die Träger 34 noch in
Spindelmittelstellung befinden. Damit dreht sich auch die Hülse 35, und da der Hebel
37 des Kupplungsringes 36 sich von dem Stift 41' entfernt befindet, wird dieser
Kupplungsring wirksam, so daß derselbe von der Hülse 35 zusammen mit dem Kettenrad
39 im Uhrzeigersinne gedreht wird, bis der Hebe137 am Stift4i' anstößt (vgl. Abb.
5),woraufhin die Kupplung gelöst wird und das Kettenrad 39 stehenbleibt. Bei der
zuletzt beschriebenen Bewegung des Kettenrades 39 im Uhrzeigersinnewerdenmittels
der bereits beschriebenen Kettengetriebe die Räder 55 im Uhrzeigersinne gedreht
und die Zangen 6o auseinandergezogen.
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Sobald die Spitze der Mitnehmerspinde121 den zentrierten Schälklotz
gefaßt hat, wird der Hebel 13 nach links umgelegt, und die Träger 34 werden auf
die noch zu beschreibende Weise in die Ausgangsstellung zurückgeführt. Da der Hebel
18 noch nach rechts umgelegt ist, bleiben auch die Zangen 6o geöffnet, so daß die
Rollen 59 der Arme 58 wieder auf die Gleitflächen 73 auflaufen können. Das erwähnte
Zurückführen der Träger 34 in die Ausgangsstellung wird dadurch bewirkt, daß der
Hebel 13 nach links (Abb. 2) umgelegt wird. - Dann wird infolge der Kupplung zwischen
12 und 9 die Welle ii entgegen der Richtung des Uhrzeigers gedreht und damit das
Rad 23 im Uhrzeigersinne. Der Kupplungsring 27 (Abb. 3 und 4) wird daher wieder
wirksam und dreht über Getriebeverbindung 28, 31, 33 die Träger 34 in ihre Ausgangsstellung
zurück. Da dabei der Stift 43 des Kupplungsringes 42 (Abb. 5, 6) sich von dem Stift
48' entfernt, wird der Kupplungsring wirksam, so daß vermittels der Räder 45, 77
und der Stange 76 das Auflaufblech 74 wieder hochgehoben wird, bis der Hebel 43
an dem Stift 48 anstößt. Durch die Drehung des Rades 45 entgegen dem Uhrzeigersinne
dreht sich das Rad 77 im Uhrzeigersinn und hebt durch Stange 76 das Auflaufblech
74 nach oben. Bei der Bewegung der Träger 34 nach links (Abb. i) wird vermittels
der Schaltanordnung 62, 63, 65 die Mitnehmerkette 69 um einen Schritt weiter geschaltet,
so daß der nächste Stamm in die höchste Lage kommt und auf das inzwischen hochgehobene
Ablaufblech 74 aufrollt. Die Schaltung der Kette 70 ist so abgestimmt, daß
im Augenblick der Endstellung der Träger 34 ein neuer Schälklotz den oberen Wendepunkt
der Kette erreicht hat und somit ungehindert auf das Auflaufblech 74 gleiten kann.
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Wenn die Träger 34 in ihrer Ausgangslage sind, werden die Hebel 13
und 18 in ihre Mittellage zurückgestellt, und der Schlitten 3 wird vorgeschoben,
um den neuen Stamm abzuschälen. Die beiden Zangen 6o arbeiten unabhängig voneinander,
so daß auch konische Klötze zentriert werden.