CH249293A - Verfahren zur Herstellung von Platinen und Formpressstücken aller Art und Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Platinen und Formpressstücken aller Art und Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens.

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CH249293A
CH249293A CH249293DA CH249293A CH 249293 A CH249293 A CH 249293A CH 249293D A CH249293D A CH 249293DA CH 249293 A CH249293 A CH 249293A
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Bernhard Hatebur Fritz
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Bernhard Hatebur Fritz
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21KMAKING FORGED OR PRESSED METAL PRODUCTS, e.g. HORSE-SHOES, RIVETS, BOLTS OR WHEELS
    • B21K21/00Making hollow articles not covered by a single preceding sub-group
    • B21K21/02Producing blanks in the shape of discs or cups as semifinished articles for making hollow articles, e.g. to be deep-drawn or extruded

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Forging (AREA)

Description


  Zusatzpatent zum Hauptpatent Nr. 227198.    Verfahren zur Herstellung von Platinen und Formpressstücken aller Art  und Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens.    Gegenstand vorliegender zusätzlicher Er  findung ist eine weitere Ausbildung des im  Patentanspruch I des Hauptpatenteis beschrie  benen Verfahrens zur Herstellung von     Pla-          tinen    und Formpressustücken aller Art.

   Das  Verfahren gemäss der zusätzlichen Erfindung  wird in der Weise durchgeführt, dass der  Wererlstoffabschnitt der Einwirkung zweier  gegeneinander bewegbarer Pressstempel aus  gesetzt wird, von denen der eine während  des Pressvorganges, ohne den Werkstoff frei  zugeben,     vorübergehend    eine     rückläufige    Be  wegung in hezug auf den Gegenstempel aus  führt, die so lange anhält, bis der     Gegen-          ctempel    um einen gewissen Betrag über die  Stirnfläehe der ihm als Führung dienenden  Matrize heraustritt, in dieser Stellung eine  gewisse Zeit verharrt, worauf die Bewegung  des erstgenannten Stempels wieder umge  kehrt wird, nachdem der Werkstoff über die  vorstehende Kante des Gegenstempels aus  gepresst wurde.  



  Die zusätzliche Erfindung bei der erfin  dungsgemässen Vorrichtung zur Ausübung  des Verfahrens, die eine weitere Ausbildung  der im Patentanspruch II des Hauptpatentes  beschriebenen Verrichtung darstellt, bei der  Mittel zum Abschneiden, Zustellen, Festhal  ten und Pressen des Rohlings vorgesehen  sind und bei welcher der Pressstempel ver  schiebbar in einem Führungskörper angeord  net ist, während die Matrize eine zentrale  Bohrung aufweist, die zur Aufnahme des    Rohlings und als Führung für den einstell  baren     Gegenstempel    und     Auswerfer    dient,  zeichnet sieh dadurch aus, dass der     Gegen-          sbempel    auch als Zustellorgan für den Werk  stoffabschnitt dient,

   währenddem der     Press-          stempel    unter dem Einfluss von Steuerungs  organen steht, die vorübergehend eine rück  läufige Bewegung des Pressstempels während  des Pressvorganges bewirken.  



  Auf beiliegender Zeichnung isst ein     Aus-          fthrunbgsbeispiel    der Vorrichtung zur Aus  übung des Verfahrens dargestellt, und zwar  zeigt:  Fig. 1 einen Längsschnitt durch die nur  teilweise dargestellte Vorrichtung zur Aus  übung des Verfahrens, wobei die einzelnen  Teile der     Vorrichtung    in derjenigen Lage  gezeigt sind, in der sie sich vor dem Ab  schneiden des Rohlings vom Profilstab be  finden;  Fig. 2 einen Schnitt durch die nur     teil-          vveise    gezeichneten Pressorgane der Vorrich  tung, wobei sich die einzelnen Teile derselben  sowie der Rohling in der Bereitschaftsstel  lung zum Weiterverarbeiten befinden;

    Fig. 3 einen Schnitt durch die nur teil  weise gezeichneten     Pressorgane    der Vorrich  tung, wobei die einzelnen Teile     eierselben        i1          derjenigen        Stellung    gezeigt sind, in der sie       s@:ch    in der ersten Phase des     Pressvorganges     befinden;       Fig.    4 einen     Schnitt    durch die nur teil  weise gezeichneten     Pressorgane    der Vorrieh-      tung, wobei die einzelnen Teile derselben in  derjenigen     Stellung    gezeigt sind, in der sie  sich in der zweiten Phase des Pressvorganges  befinden;

    Fig. 5 einen Schnitt durch die nur teil  weise gezeichneten Pressorgane der Vorrich  tung, wobei die einzelnen Teile der Vorrich  tung in derjenigen Stellung gezeigt sind, in  der sie sih bei Beendigung des     Pressvorgan-          ges    befinden, wobei die Platine aber nooh  zwischen den beiden Pressstempeln festgehal  ten wird und  Fig. 6 einen Schnitt durch die nur teil  weise gezeichneten Pressorgane der Vorrich  tung, wobei die Platine von den beiden     Press-          stempeln    freigegeben worden ist und im  Begriffe steht, herunterzufallen.  



  Mit S (Fig. 1) ist der Ständer und mit  T der Maschinenkörper bezeiohnet. Auf letz  terem ist der Schlitten 1, der in nicht näher  dargestellten Führungsorganen geführt ist,  horizontal verschiebbar gelagert. Der     Schlit-          ten    1 besitzt an seinem     hintern    Ende einen  Bolzen 1', mit dem das eine Ende der Stelze 2  verbunden ist, dessen anderes Ende durch  den Bolzen 3 mit dem einen Ende der Stelze  4     verbunden    ist. Das     andere    Ende der Stelze 4  ist an den Bolzen 5 angelenkt, der sich am  Lagerauge des Blockschlittens 4' befindet.

    Mit dem Bolzen 3 ist das eine Ende der       Stange    5'     verbunden,    deren anderes Ende am  Balzen 5'' angelenkt ist. Am Bolzen 5'' ist  ferner das eine Ende der Kurbelstange 5'''  angelenkt, deren anderes Ende unter dem  Einfluss der Kurbelwelle 6 steht, die ihren  Antrieb von einem nicht gezeichneten An  triebsmotor aus erhält. 7 bezeichnet eine  Führungsstange, deren eines Ende     gelenkig     mit dem Bolzen 5'' verbunden isst.  



  Der Blockschlitten 4', der durch nicht  näher dargestellte Mittel auf dem Träger B  (Fig. 1) befestigt ist, besitzt an seinem dem  Bolzen 5 abgekehrten Ende eine     Absohrä-          gung    6'', die mit der entsprechenden     Ab-          schrägimg    des Verstellorganes 7' zusammen  wirkt. Der Blockschlitten 4' ist durch nicht  näher dargestellte Führungsoorgane auf dem  Träger B horizontal verschiebbar gelagert.    Durch vertikale Verstellung dies     Verstell-          organes    7' kann der Schlitten 1 hinsichtlich  der Länge des Weges, den man ihm zu geben  wünscht, entsprechend verstellt werden.  



  Der Schlitten 1 besitzt an seinem, der  Stelze 2 abgekehrten Ende eine nach vorn  offene Ausnehmung 8. Das vordere Ende des  Schlittens 1 ist mit einem Halter 8' versehen,  innerhalb welchem die Führungshülse 9     un-          tergebraeht    ist, die beiderends eine Umfangs  rippe 9' besitzt, durch die sie am Halter 8'  gegen Verschieben gesichert wird. In der  Führungshülse 9 ist der Pressstempel 10 be  grenzt verschiebbar angeordnet. Das hintere  Ende des Pressstempels 10 besitzt eine Um  fangsrippe 11, die in der vordern Endstellung  lt) an der benachbarten Umfangsrippe 9' der  Führungshülse 9 ihren Anschlag findet. Der  Pressstempel 10 sitzt auf dem vordern Ende  des Bolzens 12.

   Das hintere Ende des Bol  zens 12 ist mittels Schhrauben 13 verstell- und  feststellbar mit der Traverse 13' verbunden,  die ortsfest durch nicht näher dargestellte  Mittel im Maschinenkörper befestigt ist und  stillesteht. Mit 14 ist eine längliohe, im  Schlitten 1 vorgesehene Ausnehmung be  zeichnet, durch welche die horizontale Bewe  gung des Schlittens 1 in bezug auf die orts  feste Traverse 13' ermöglicht wird. In der  in Fig. 1 darb stellten Lage des     Pressstem-          pels    10 steht dieser um einen gewissen Be  trag über das vordere Ende der Führungs  hülse 9 vor, und zwischen dem hintern Ende  des Pressstempels 10 und der benachbarten  Wandung des Führungssichlittens 1 besteht  ein Zwischenraum 14', dessen Zweck später  beschrieben ist.  



  Der     Maschinenkörper    T ist     unteiihal'b        des          Schlittens    1 mit einer     horizontalen        Ausneh-          mwnig   <B>15</B> versehen, die als Führung für den  nur     teilweise    gezeichneten Profilstab B       (Fig.    1)     dient.    Die gegenüberliegende     Matriz-          platte    16, ist mit einer in der gleichen     Hori-          zonttalebene        liegenden,

          ebenfalls    durchgehen  den     Ausnehmung    16'     versehen.    Mit 17 ist  ein Messer     bezeichnet,    das unter dem     Ein-          fluss        .der    Stange 1,8     stelht        und    das innerhalb  engen Grenzen vertikal     verstellibar    gelagert      ist. Das andere mit dem vorgenannten Mes  ser 17 zusammenwirkende Messer besteht aus  den beiden Messerhälften 17' und 17'', die  unter dem Einfluss der Stange 18' stehen  und die im Schlitten 19 in vertikaler Rich  tung verschiebbar sind, und zwar innerhalb  weiteren Grenzen als das Messer 17.

   Mit dem  Schlitten 19 ist auf nicht näher dargestellte  Weise der Bolzen 20 verbunden, an dem das  eine Ende des Armes 21 angelenkt ist. Der  Arm 21 steht unter dem Einfloss der Schrau  benfeder 22. Das dem Bolzen 20 abgekehrte  Ende des Armes 21 trägt eine Kugel 23,  die in dem mit einer entsprechenden     Aus-          rrehmung    versehenen Führungskörper 24  Führung findet. Das hintere Endie des Füh  rungskörpers 24 besitzt eine schräge Anzugs  fläche, die mit dem mit einer entsprechenden  Abschrägung 24' versehenen, am obern Ende  der Stange 24'' sitzenden Verstellorgan 25  zusammenwirkt.  



  Auf der Matrizplatte 16, dem     Pressstem-          pel    10 gegenüberliegend, ist die Matrize 26  durch nicht näher dargestellte Mittel     aus-          weehselbar    befestigt; diese besitzt an ihrer  Stirnseite auf ihrem Umfang eine Absetzung  26'.

   Die Matrize 26 ist mit einer horizontalen  Durchbohrung 27 versehen, deren Durchmes  ser mit der in der Führungshülse 2,8 vorge  sehenen horizontalen Durchbohrung 29 über  einstimmt. 30 bezeichnet einen nur teilweise  dargestellten, durch die Wandung der Füh  rungshülse 28 hindurchgeführten, unter     Wir-          kunz    einer nicht gezeichneten Feder stehen  den Bolzen, der zum Festhalten des in die  Fülrungshülse 2'8 eingesthobenen Werk  stoffabschnittes dient (Fig. 2).  



  Am Maschinenkörper ist ein Lagerauge  30' vorgesehen (in der Zeichuung, Fig. 1 nur  angedeutet), in dem das eine Ende des hori  zontalen Bolzens 31 gelabert ist. Der Bolzen  31 wird durch einen nicht gezeichneten     Nok-          ken    im gegebenen Augenblick seitlich be  wegt. Mit der Stange 32 ist das eine Ende  des Hammers 34 verbunden, das mit einer  nach vorn und hinten erweiterten     Ausneh-          mung    34' versehen ist. Der Hammer 34 ist    um den Bolzen 35 begrenzt drehbar gelagert.

    Das der Stange 32 abgekehrte Ende des  Hammers 34 ist durch die seitliche     Ausneh-          mung    36 des mit Support 37 versehenen  Schlittens 38 hindurchgeführt.In dem Schlit  ten 38 ist der Halter 39 begrenzt verschieb  bar gelagert. In dem hintern Ende des Hal  ters 39 ist der Bolzen 40 eingeschraubt. In  der in Fig. 1 dargestellten Lage liegt der  Bolzen 40 an dem Druchkörper 41 an. An  der Schubstange 42 ist mittels Bolzen 43 ein  Kugelgelenk 43' befestigt, das in einer pas  senden, am hintern Ende des Schlittens 38  vorgesehehnen Ausnehmung gelagert ist. Die  Schubstange 42 wird über Kniegelenke und  Kurbelwelle durch einen der Einfachheit  halber nicht dargestellten Elektromotor an  getrieben.  



  Der Schlitten 38 besitzt nahe seinem     hin-          tern    Ende inwendig eine Ringrippe 44, die  in der vordern Endstellung durch das ring  förmige Ende des Halters 39 begrenzt wird.  Mit 45 ist der Gegenstempel bezeichnet, der  seitlieh in die Auenehmung 29 der Führungs  hülse 28 und der Durchbohrung 27 der Ma  trize 26 eintaucht, und der von solchem  Durchmesser gewählt ist, dass er in der     Aus-          nehmung    29 und der Durchfbohrung 27 genau  passend Führung findet. Der Gegenstempel  45 ist im vordern Teil des Halters 39 gela  gert; er ist durch nioht näher deirgestellte  Mittels lösbar mit dem Bolzen 46 verbunden.  Dieser letztere besitzt an seinem dem Gegen  stempel 45 abgekehrten Ende einen Kopf  47, der unter dem Einfluss des Hammers 34  steht.

   Die Schubstange 42 ist mit einer nicht  dargestellten Überdruckvorrichtung versehen,  durch die ein längerer Stillstand des Gegen  stempels 45 im Presstotpunkt bewirkt wird.  



  Angenommen, man wollte mit der vor  beschriebenen Vorrichtung das Verfahren ge  mäss der     vorliegend.en    zusätzlichen,     Erfindung     ausüben und man wolle beispielsweise eine       Platine    P     (Fig.    5 und     @)    von     kreis.runder     Form     herstellen    und die Vorrichtung sei,     wie     aus den     Fig.    1-6 der Zeichnung ersichtlich.

         ausgebildet    und .die     einzelnen    Teile der     be-          s:chrzebenen        Varri.chtun:g        befinden    sich in der      aus Fig. 1 der Zeichnung ersichtlichen Lage  und es sei ein Rundistab R eingelegt. Durch  entsprechendes Verstellen der Stange 24''  wirkt das am obern Ende derselben vorge  sehene, mit einer schrägen Anzugfläche 24'  versehene Verstellorgan 25 mit dem entspre  chenden Gegenorgan 24 zusammen und be  wirkt dadurch eine entsprechende Einstel  lung des Anschlagbolzens 25', so dass der  Rohling auf die gewünschte Länge von der  Stange eingestellt und abgeschnitten werden  kann.

   Zur Fixierung der Stange 24'' sind  selbstredend geeignete Feststellorgane vor  gesehen, die in der Zeichnung der Einfach  heit halber aber nichtdargestellt sind.  



  Das     Abschneiden    des Rohlings     geschieht     durch das Messger 17 und die beiden Messer  hälften 17', 17'', von denen die letzteren  unter dem Einfluss des Führungskörpers 19  stehen und in bezug auf das Messer 17 so  weit verschiebbar sind, dass sie den von dem  Rundstab R abgeschnittenen Rohling vor die       Durchbohrung    29 der     Führungshülse        2e    brin  gen können, von wo er unter dem Einfluss  des Einklopfers g (Fig.

   1), der durch geeig  nete, in der Zeichnung nicht näher darge  stellte Verstellorgane so weit nach oben ver  schoben worden ist, dass er auf die Höhe der  Ausnehmung 29 zu stehen kommt, woselbst       er        durch    den unter Federwirkung     stehenden     Bolzen 30 gehalten wird. Nach erfolgtem  Ausstossen des Rohlings aus den Messerhälf  ten 17' und 17'' wird der Führungskörper 19  mitsamt der Messerhälfte 17' und mit den  übrigen mit ihm verbundenen Organen unter  dem Einfluss nicht gezeichneter Betätigungs  organe in seine Ausgangslage zurückbewegt.

    Hierauf werden die beiden Pressstempel 10  und 45 unter dem Einfluss ihrer nur teil  weise gezeichneten Antriebsorgane gegenein  ander bewegt, und zwar ist das Antriebsver  hältnis der beiden Pressstempel 10 und 45  in bezug aufeinander so gewählt, dass der  Gegenstempel 45, dem gleichzeitig den Werk  stoffabschnitt zuführen muss und der den  kleineren Durchmeeser besitzt wie der     Press-          stempel    10, innerhalb dem gleichen Zeitraum  den grösseren Weg zurücklegt wie der Press-    stempel 10. Währenddem sich der     Pressstem-          pel    10 gegen die Matrize 26 bewegt, wird der  Werkstoffabschnitt, wie aus Fig. 2 und 3  ersichtlich, durch den Pressstempel 45 aus  der Führungshülse 28 in die Durchbohrung  27 der Matrize 2'6 geschoben.

   Sobald der  Werkstoffabschnitt auf der Stirnseite der  Matrize aus der Durchbohrung 27 austritt,  trifft er auf den Pressstempel 10 (Fig. 3) auf  und beginnt an demselben auszufliessen, und  damit hat die erste Phase des Pressvorganges  begonnen. Währenddem nun der     Gregenstem-          pel    45 den Werkstoff weiter vorschiebt, wer  den die Stelzen 2 und 4 (Fig.

   1) so gesteuert,  dass sie aus der mit vollen Linien gezeich  neten Lage in die Gestreckte gelangen und  aus dieser in die strichpunktiert gezeichnete  Lage durchknioken, was eine vorübergehende  Rückwärtsbewegung des Pressstempels 10 zur  Folge hat, die so lange anhält, bis der  Gegenstempel 45 etwas über die Stirnfläche  der Matrize     vorsteht    und in dieser seiner  Totpunktlage so lange verharrt, bis der  Werkstoff über die Stempelkanate ausgeflos  sen ist, worauf er seine rückläufige Bewe  gung beginnt. Das Mass der vorbeschriebenen  Rückwärtsbewegung des Pressstempels 10 ist  so gewählt, dass dieser den Werkstoff auch  während der     Rückwärtsbewegung    nicht frei  gibt. Unter dem Einfluss der Stange 5' bezw.

    der Kurbelstange 5''' werden die Stelzen 2  und 4, nachdem der Gegenstempel 45 die     vor-          erwähnte    Lage erreicht hat, wieder in die  Gestreckte gezogen,     wodurch    die     Bewegung     des Pressstempels 10 wieder umgekehrt und  derselbe also wieder gegen die Matrize 26  bewegt wird. Dabei wird, wie aus Fig. 4  ersichtlich, die Pressformgeschlossen und der  Werkstoff fliesst, während dem der     Gegen-          etempel    45 in der Totpunktlage verharrt.  über die Stempelkante des Gegenstempels 45  in dieser aus.

   In der letzten Phase des     Pre:ss-          v:o:rganlges        wird    der     Gegenstempel    45 unter  dem     Einfluss        nidht    näher :dargestellter     Betä-          tigungsorgane    so weit     zurückgezogen,        da.ss,     wie     aus;        Fig.    5 ersichtlich. das     vordere.        E'nd'e          de;

  '        Press@stempels    45 mit der Stirnfläche der       Matrize        2l6        bündig    ist, so     @d:a'ss    die     P4ahne,         sofern nichts anderes gewünscht wird, beid  seitig glatte und gratfreie Flächen aufweist.  



  Sofern nach beendigtem Pressvorgang die  Platine an der Stirnfläche der Matrize 26  haften bleibt, wird der Hammer 34 einge  schaltet, der unter dem Einfluss nicht näher  dargestellter Betätigungsorgane steht und  durch dessen Einschaltung dem Halter 39  eine hin- und hergehende Bewegung erteilt  wird, wodurch das vordere Ende des Gegen  stempels 45, wie aus Fig. 6 ersichtlich, um  einen erheblichen Betrag über die Stirnfläche  der Matrize 26 hinauebewegt und dadurch  die Platine sicher von der Stirnfläche der  Matrize 26 gelöst wird. Der Weg des Halters  39 und dadurch des Gegenstempels 45 wird  bei Einschaltung des Hammers 34 nach vorn  durch die im Schlitten 38 vorgesehene Ring  rippe 44 begrenzt, mit     welcher    das ring  förmige hintere Ende des Halters 39 zu  sammenwirkt.  



  Bleibt die Platine nach fieendigtem     Press-          vorgang    jedoch an der Stirnfläche des     Press-          stempele    10 haften, so kann diese durch ent  sprechende Betätigung des nur teilweise ge  zeichneten Abstreifers A, wie in Fig. 6  gestellt, entfernt werden.  



  Statt Platinen von kreisrunder Form kann  man mit der beschriebenen Vorrichtung bei  Verwendung, von Profilstäben anderer Quer  schnittsform und entsprechend geformten  Presswerkzeugen natürlich auch Platinen von  anderer Form herstellen.  



  Statt zur Herstellung von Platinen kann  die beschriebene Vorrichtung bei entspre  chender Ausbildung der Presswerkzeuge auch  zur Herstellung von Formpressstücken aller  Art verwendet werden.  



  Die besehriebene Vorrichtung ist zweck  mässigerweise derart ausgebilldet, dass sie voll  automatisch arbeitet, wobei die verschiedenen  Arbeitsgänge in einer 'bestimmten Reihen  folge erfolgen.  



  Das beschriebene Verfahren und die Vor  richtung zur     Ausübung    desselben     besitzen     den Vorteil, dass sie eine rationelle und     Brat-          freie    Massherstellung von Platinen und von  Formpressstücken aller Art aus metallischem,    z. B. stählernem .Stangenmaterial ermögli  chen, ohne dass dabei irgendwelcher Abfall  entsteht.  



  Es ist auch eine Ausführungsform der  Vorrichtung zur Ausübung des beschriebenen  Verfahrens denkbar, gemäss welcher Mittel       vorgesehen    sind, die zur Folge haben, dass  dem Pressstempel 10 während des     Pressvor-          ganges    vorübergehend eine verzögerte Bewe  gung erteilt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von Plati- nen und Formpressstücken aller Art nach Patentansipruch I des Hauptpatentes, da durch gekennzeichnet, dass der Werkstoff abschnitt der Einwirkung zweier gegenein ander bewegbarer Pressstempel ausgesetzt wird, von denen der eine (10) während des Pressvorganges, ohne den Werkstoff freizu geben, vorübergehend eine rückläufige Bewe gung in bezug auf den Gegenstempel (45) ausübt, die so lange anhält, bis der Gegen- etempel (45) etwas über die Stirnfläche der ihm als Führung dienenden Matrize heraus tritt und in dieser Stellung eine gewisse Zeit verharrt, worauf die Bewegung des erstge nannten Pressstempels (10)
    wieder umgekehrt wird, nachdem der Werkstoff über die vor stehende Kante des Gegenstempels (45) aus gepresst wurde. Il. Vorrichtung zur Ausübung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, welche Mit tel zum Abschneiden, Zustellen, Festhalten und Pressen des Rohlings aufweist und bei welcher der Pressstempel (10) verschiebbar in einem Führungskmgslörper (9) angeordnet ist, während die Matrize eine zentrale Bohrung aufweist, die zur Aufnahme des Rohlings und als Führung für den einstellbaren Ge genstempel (45) und Auswerfer dient, da durch gekennzeichnet, dass :
    der Gegenstempel (4!5) auch al-sZustellorgan für d'enWerks,toff- abschnitt dient, währenddem der Pressstem- pe:l (10) unter dem Einflu!ss von Steuerorga nen steht, .die voi-überg6hend eine rückläufige Bewegung des Pressstempels (10) während -des Pressvorganges bewirken. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass zwisichen dem Pressstempel (10) und dessen Antrieb Stelzen (2 und 4) angeordnet sind, durch welche bewirkt wird, dass der Pressstempel (10) wäh rend des Pressvorganges vorübergehend eine rückläufige Bewegung ausführt. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeieh- net, dass die Stelzen (2, 4) einstellbar gela gert sind, um den Weg derselben und damit denjenigen des Pressstempels (10) innert ge wissen Grenzen verändern zu können. 3.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen l und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass der die Zuführung des Werkstoffes bewirkende Gegenstempel (45) dem Durchmesser des Werkstoffabschnit tes entspricht und von erheblich kleinerem Durchmesser ist als der Pressstempel (10). 4. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 1-3, dadurch gekenn zeichnet, dass das Übersetzungsverhältnis der den Antrieb der beiden Pressstempel bewir kenden Organe in bezug aufeinander so ge wählt ist, dass der die Zuführung des Werk stoffes bewirkende Gegenstempel (45) im nämlichen Zeitraum einen längeren Weg zu rücklegt als der Pressstempel (10). 5.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch ge kennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, die bewirken, dass der Gegenstempel (45) in sei nem Presstotpunkt so lange verharrt, bis der Werkstoff über die Stempelkante ausgeflos sen ist, worauf erst seine rückläufige Bewe gung beginnt. 6. Vorrichtung uaeh Patentanspruch II, dadurch gekennzeiohnet, dass der Pressstem- pel (10) begrenzt verschiebbar in einer gleich zeitig den Abschluss der Pressform bildenden Führungshülse (9) gelagert ist, wobei die beiden Teile in bezug aufeinander derart aus gebildet sind, dass der Pressstempel (10) beim Pressen sich um einen gewissen Betrag in der Führungshülse (9) zurückbewegen kann, ohne dass diese von ihm mitgenommen wird. 7.
    Vorrichtung nach Patentauspruch II und Unteransprüchen 1-6, dadurch gekenn zeichnet, dass der Gegenstempel (45) gleich zeitig als Auswerfer dient. 8. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 1-7, dadurch gekenn zeichnet, dass die Matrize (2i6) auf ihrer Stirnseite an ihrem Umfang eine Absetzung (26') aufweist, mit welcher das der Matrize (26) zugekehrte Ende der Führungshülse (9) beim Pressen derart zusammenwirkt, dass eine geschlossene Form gebildet wird. 9. Vorrichtung nach Patentanspruch TI und Unteransprüehen 1-8, dadurch gekenn zeichnet, dass der Halter (39) für den Gegen stempel (45) in einem Führungskörper (38) begrenzt verschiebbar gelagert ist. 10.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 1-9, dadurch gekenn zeichnet, dass der Gegenstempel (45) unter dem Einfluss eines Hammers (34) steht, zum Zwecke, das Abstossen der Platine bezw. des Formpressstückes von der Matrize (26) nach erfolgtem Pressen durch den Gegenstempel (45) zu bewirken. 11. Vorrichtung nach Patentanspruch IL dadurch gekennzeichnet, dass der Pressstem- pel (10) während .des Pressvorganges vorüber- 0 (r. hend eine verzögerte Bewegung ausführt.
CH249293D 1942-09-05 1942-09-05 Verfahren zur Herstellung von Platinen und Formpressstücken aller Art und Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens. CH249293A (de)

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CH249293D CH249293A (de) 1942-09-05 1942-09-05 Verfahren zur Herstellung von Platinen und Formpressstücken aller Art und Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens.

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