DE442407C - Verfahren und Vorrichtung zur Beschickung der Schnittstelle an den Gliedern von Ketten und Ringgeflechten aus Volldraht mit Lot - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Beschickung der Schnittstelle an den Gliedern von Ketten und Ringgeflechten aus Volldraht mit Lot

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DE442407C DEW67791D DEW0067791D DE442407C DE 442407 C DE442407 C DE 442407C DE W67791 D DEW67791 D DE W67791D DE W0067791 D DEW0067791 D DE W0067791D DE 442407 C DE442407 C DE 442407C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21FWORKING OR PROCESSING OF METAL WIRE
    • B21F15/00Connecting wire to wire or other metallic material or objects; Connecting parts by means of wire
    • B21F15/02Connecting wire to wire or other metallic material or objects; Connecting parts by means of wire wire with wire
    • B21F15/06Connecting wire to wire or other metallic material or objects; Connecting parts by means of wire wire with wire with additional connecting elements or material
    • B21F15/08Connecting wire to wire or other metallic material or objects; Connecting parts by means of wire wire with wire with additional connecting elements or material making use of soldering or welding

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Beschickung der Schnittstelle an den Gliedern von Ketten und Ringgeflechten aus Volldraht mit Lot. Es ist bekannt, Lotmetall in flüssigem oder breiförmigem Zustande zum Löten von Ketten und Ringgeflechten aus Volldraht in der Weise in die Lötfuge zu bringen, daß ein gliedbildendes Werkzeug mit einer Bohrung versehen wird, durch die das Lot aus einem Behälter zugeführt wird. Der Behälter soll zu dem Zweck ständig unter Druck stehen. Diese Einrichtung leidet an dem Mangel, daß der Ausfluß des Lotes aus der Mündung des gliedbildenden Werkzeuges nicht mit Sicherheit geregelt werden kann. In dem Lotvorratsbehälter herrscht ein ständiger Druck, und das Lot wird deshalb nicht nur dann in die Schließnut austreten, wenn ein neues Glied geschlossen wird, das das Lot von der Mündung abkneift, sondern auch dann, wenn das Glied schon geschlossen ist. Es wird also auf der Außenseite jedes fertigen Gliedes ein wenig Lot abgesetzt werclen, das zu Steiflötungen Veranlassung geben kann. Die zwischen dem Lotbehälter und der Mündung des gliedbildenden Werkzeuges vorhandene lange Bohrung muß, namentlich bei feiner Arbeit, sehr eng gehalten werden und verstopft sich deshalb leicht durch kleine in der Lotmasse selbst bei sorgfältigster Herstellung verbleibende Körner. Zum mindesten geben diese aber infolge .des Widerstandes, den sie an den Wandungen der engen Bohrung erfahren, Anlaß zum ungleichmäßigen Ausfließen des Lotes.
  • Gemäß der Erfindung werden diese Übelstände im wesentlichen dadurch beseitigt, daß im Lotbehälter nicht ein ständiger, sondern ein zeitweise wirkender Druck erzeugt wird, der das Lot aus der Mündung absatzweise, und zwar nur dann austreibt, wenn es für eine Lötstelle gebraucht wird. Das geschieht durch besondere Austriebelemente, wie Schlagbolzen, Kolben, Stössel, die das Lot in einer dem herzustellenden Erzeugnis angepaßten Menge aus engen Öffnungen des Vorratsbehälters ausstoßen, von wo aus es dann an die Lötstelle gelangt.
  • Als Vorratsbehälter können die gliedbildenden Werkzeuge (Messer, Fuger, Biegedorn, Zangen) oder die mit diesen zusammenarbeitenden Teile, wie z. B. der Drahtanschlag, benutzt werden, die dann selbst hohl gestaltet oder unmittelbar mit einen entsprechend gestalteten, leicht auswechsglbaren Behälter verbunden sind. Bei dieser Ausbildung ergibt sich ein kurzer Kanal für die Zuleitung des Lotes, so daß Störungen durch Verstopfen, wie bisher, nicht mehr zu befürchten sind.
  • Wird das Lot durch den Fuger oder den Biegedorn zugeführt, so tritt es aus deren Mündung unmittelbar in die sich schließende Fuge des Gliedes bzw. in die Schließnut des Fugers, während es bei Zuführung durch den Drahtanschlag oder das Messer von dem Drahtende bei seiner Biegung in die U-Forrn abgestreift wird.
  • In allen Fällen ist es möglich, die aus der Mündung austretende kleine-Lotinenge genau zu bemessen und sie der Größe und Draht- stärke des herzustellenden Erzeugnisses anzupassen, so daß stets eine ordnungsmäßige Lötung zustande kommt und Steiflötungen sicher vermieden werden.
  • In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele veranschaulicht, welche einige Möglichkeiten darstellen. Abb. i und :2 zeigen im Schnitt, wie das Lot durch den sogenannten Fuger oder Ringschließer den noch offenen Ringgliedern zugeführt wird, und zwar ist Abb. 2 ein Wagerechtschnitt in Aufsicht von Abb. i. Abb. 3 zeigt, wie bei bisher gebräuchlichen Maschinen, bei denen- ein feststehender Drahtanschlag verwendet wird, das Lot durch diesen als Lotbehälter ausgebildeten Drahtanschlag zugeführt und das ausgetriebene Lot auf den noch ungebogenen Draht an der trichterförmigen Aussparung des Drahtanschlages aufgebracht wird. Abb.4 und 5 zeigen die Zuführung des Lotes durch die beiden im Winkel von 9o° zueinander angeordneten Einbiegedorne, die bei Maschinen zur Anwendung gelangen, bei denen zwei Drähtzuführungen, zwei Messer und zwei Zangen verwendet werden. Einer der Gliedbildedorne liegt bei diesen Maschinen immer einer Drahtzuführung gegenüber. Abb. 5 ist ein Wagerechtschnitt von Abb. 4.
  • An Hand der Abb. i soll nunmehr zunächst die Zuführung des Lotes an die Lötstelle der Ringglieder durch das Fugerwer kzeug beschrieben werden.
  • Im Maschinengestell c ist der Fugerstössel i, der seinerseits als Hohlkörper ausgebildet und mit Lotmetall in dickflüssiger Form angefüllt ist, achsial verschiebbar gelagert. Der Fuger wird durch einen oben angedeuteten Hebel z, der sich mit seiner Stellschraube auf das eingeschraubte Stahlstück 2 anlegt, zum Zwecke einer Schließung des U-förmig v orgebogenen Ringgliedes nach unten gedrückt und durch die Schraubenfeder 4. wieder nach oben bewegt, wenn der Hebel z wieder aufwärts bewegt wird. Bei der Bewegung nach oben übt der in dem hohlen Fugerstössel lose über der Lotmasse liegende Bolzen 3 infolge seiner Trägheit gegenüber dem Stösselkörper i einen leichten Schlag auf das Lot aus, wodurch sich eine geringe Menge Lot von der Lotmasse 6 aus der kleinen Öffnung $ des Stahleinsatzes 5 tropfenförmig herausdrückt. Die ausgedrückte Tropfenform ist mit dein Bezugszeichen 7 bezeichnet. Wenn nun der Stössel i sich nach unten bewegt, wird auch der Lottropfen 7 mitgenommen und zwischen das noch offene Ringende des Ringgliedes 9 hineingebracht und sogleich zwischen die Ringenden eingeklemmt. Bei dieser Bewegung des Stössels i bleibt- der Bolzen 3 gegenüber der Lotmasse 6 etwas zurück (s. Abb. i) und entlastet dadurch die Lotmasse von seinem Gewicht. Diese Anordnung hat den Vorteil, daß das Lot nur dann komprimiert wird, wenn es ausgetrieben werden soll, während anderseits das Austreiben durch die Entlastung unterbunden und somit nur so viel Lot verwendet wird, als tatsächlich nötig ist.
  • Die U-Formbildung des Gliedes wird bekanntlich durch die Zange 1o und durch den Dorn 13 herbeigeführt, nachdem durch das Messer i i auf dem Abschneideambos der Drahtzuführung 12 der Draht abgeschnitten ist. Der Drahtanschlag 14 verhindert, daß sich der Draht während des Abschneidens verschiebt.
  • Nach Abb. 3 ist der Drahtanschlag 21 als L otbehälter und Zuführungsvorrichtung für das Lot 22 ausgebildet. Nachdem der Draht 2o durch die Drahtzuführung 16 über die Zangen 17 vorgeschoben ist, wird er durch das Messer 15 abgeschnitten und mit Hilfe des Biegedornes rg in die Zange 17 hineingebogen. Das vorderste Ende des Drahtes muß sich bei diesem Vorgang, wie das gebogene Drahtstück 2o der Abb. 3 zeigt, aus der trichterförmigen Aussparung des Anschlages 21 herausbewegen und nimmt dabei mit seiner Stirnfläche etwas Lot mit, was in der Zeichnung an dem rechten Schenkel des gebogenen Gliedes 2o deutlich erkennbar ist. Dieses Lot wird ebenfalls durch den Fuger i3 beim Schließen des U-förmig vorgebogenen Gliedes zwischen die Ringenden eingeklemmt, Zum Zwecke der Einfüllung des Lotes 22 in den Körper 21 ist hinten eine Verschlußschraube 25 vorgesehen, die gleichzeitig dem Austreibkolben 23 Führung gibt.
  • Das Austreiben der Lotmasse geschieht durch den Kolben 23, der von einem beweg ten Teil der Maschine absatzweise vorgeschoben wird. Das kann z. B. dadurch geschehen, daß die Kolbenstange mit Gewinde durch den das Muttergewinde tragenden Deckel25 hindurchgeht, der gegen Achsial-'v erschiebung gesichert ist und auf irgendeine Weise absatzweise gedreht wird.
  • Abb.4 und 5 zeigen die Zuführung des Lotes 35, 45 durch die Biegedorne 36, 44, die bei Maschinen Anwendung finden, bei denen zwei Drahtzuführungen, zwei Messer und zwei Zangen vorgesehen sind. Von dem Messer 26 (Abb. 4), welches mit der linken Drahtzuführung 27 zusammenarbeitet, wird der Draht a abgeschnitten. Das Messer für die Drahtzuführung 41 ist der Übersicht halber fortgelassen. Bei diesen Maschinen liegt jeder Drahtzuführung ein Gliedbildedorn gegeniiber, der zugleich als Drahtanschlag verwendet wird und in gleicher Weise, wie nach Abb. 3, auch als Lotzuführungsvorrichtung benutzt werden kann. Im vorliegenden Falle liegen die Drahtzuführungen 27, 41 den Biegedornen 36, 44 gegenüber. Diese sind an den Körpern 32, 43 befestigt, die an seitlichen Armen Anschlagstifte f tragen. Diese werden beim Vorgehen des Drahtführungsschiebers 27 oder 41 von an diesen vorgesehenen, nicht gezeichneten Anschlägen getroffen und schieben den mit ihnen verbundenen Biegedorn in seiner Führung 3 i bzw. 42 entgegen der Wirkung von Zugfedern 4o bzw. 48 nach auswärts. Dabei werden die Drahtenden d bzw. b, die schon in die zugehörige, am inneren Ende der Dorne vorgesehene trichterförmige Einsparung eingeschoben sind, während der Dorn noch in dem zuletzt gebildeten Gliede steckt, beim Zurückdrücken der Dorne von diesen sicher durch das Glied hindurchgeführt. Die Führungen 3i, 42 mit den Dornen 36, 44 werden zum Zwecke des Einbiegens der vorgeschobenen und abgeschnittenen Drahtenden in die zugehörige Zange 29 bzw. 30 entgegen dem Druck von Federn 37 in den festen Führungen 38 nach abwärts bewegt. Die Dornkörper 32, 43 sind innen hohl und mit Lotmasse 35, 45 angefüllt. Die Austreibung des Lotes erfolgt durch die Kolben 33, 46, die in gleicher Weise, wie mit Bezug auf Abb.3 beschrieben, absatzweise vorgeschoben werden und dabei jedesmal nur so viel Lot aus den Mündungen der Biegedorne herausdrücken, wie für eine Lötstelle gebraucht wird. Zum Zwecke der bequemen Einfüllung des Lotes in die verschiebbaren Dornkörper 32, 43 sind die Biegedorne 36, 44 an den Behältern durch je drei Schrauben 39 befestigt. Der Fuger 28 besitzt eine kreuzförmige Aussparung.
  • Wie nach den vorstehenden Ausführungen leicht zu erkennen ist, kann die Zuführung des Lotes beliebig durch jedes Werkzeug erfolgen. So z. B. läßt sich auch der Biegedorn i9 in Abb. 3 als Lotzuführungsvorrichtung in der Weise benutzen, daß man am oberen Rücken desselben die Ausflußöffnung für das Lot einbohrt, so daß der Lottropfen nicht wie bei der Ausführung nach Abb. i von oben, sondern von unter her kommt. In gleicher Weise läßt sich auch die Messereinrichtung als Lotzuführung ausbilden, indem seitlich am Messer eine kleine Ausflußöffnung für das Lot eingebohrt wird. Beim Abschneiden des Drahtes bleibt an der abgeschnittenen Drahtbrust eine geringe Menge hängen, die, wie bereits bei den anderen Ausführungsformen beschrieben, in die Ringfugen eingeklemmt wird.
  • Die bei den Ausführungen nach den Abb. 3 bis 5 beschriebenen Treibkolben können natürlich auch bei der Zuführung des Lotes durch den Fuger gemäß Abb. i benutzt werden.
  • Statt eines der gliedbildenden Werkzeuge als Lotvorratsbehälter zu verwenden, kann man einen solchen auch fest am Maschinengestell anbringen. In diesem Falle brauchte man nur noch eine Zuleitung vom Lotbehälter zu dem entsprechenden Werkzeug, durch welches man das Lot an die Schnittstelle des Drahtgliedes bringt. Man hat dabei die Möglichkeit, daß man z. B. mit dem Arbeitshub des betreffenden gliedbildenden Werkzeuges die Zuführung des Lotes abschließen und somit auch die Druckwirkung auf das Lot unterbinden bzw. das absatzweise Ausfließen des Lotes bewirken kann. Bei dieser Anordnung läßt sich der Lotbehälter leichter bedienen, als dieses der Fall wäre, wenn man das Lot in eines der gliedbildenden Elemente einfüllen würde.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Beschickung der Schnittstelle an den Gliedern von Ketten und Ringgeflechten aus Volldraht mit dickflüssigem oder breiartigem Lot unter Benutzung eines der gliedbildenden Werkzeuge zur Zuführung des Lotes, dadurch gekennzeichnet, daß das Lot in genau abgemessenen Mengen absatzweise aus der Mündung eines Vorratsbehälters herausgedrückt wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eins der gliedbildenden Werkzeuge oder ein mit ihnen zusammenarbeitender Teil als Lotvorratsbehälter ausgebildet ist, aus dem das Lot durch einen absatzweise angetriebenen Kolben herausgedrückt wird.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben in dem als Vorratsbehälter ausgebildeten Werkzeug frei beweglich ist, so daß das Austreiben des Lotes durch Massenwirkung des Kolbens erfolgt.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der als Lotbehälter ausgebildete Anschlag (2i, Abb.3) oder Biegedorn (36, 44, Abb.4 und 5) am Ausflußende für das Lot eine trichterförmige Aussparung besitzt, in die der zugeführte Draht eintritt, um hier mit seiner Stirnfläche beim Überführen in die U-Form Lot entnehmen zu können.
DEW67791D 1924-12-03 1924-12-03 Verfahren und Vorrichtung zur Beschickung der Schnittstelle an den Gliedern von Ketten und Ringgeflechten aus Volldraht mit Lot Expired DE442407C (de)

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