DE296774C - - Google Patents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-M 296774-KLASSE 7c. GRUPPE
North Carolina, V. St. A.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. April 1914 ab.
Die Erfindung betrifft die Herstellung einzelner mit dem Scharnierstift verbundener Scharnierplatten
auf maschinellem Wege und insbesondere eine Maschine zur Verbindung der von einem schrittweise vorgeschobenen Draht abgeschnittenen
Scharnierstifte mit den vorher oder auch in der Maschine selbst ausgestanzten
Augen von einzelnen Scharnierplatten durch Biegen und Schließen dieser Augen um den
ίο eingeführten Stift über einem genuteten feststehenden
Widerlager mittels eines senkrecht geführten und eines schwingenden beweglichen Stempels. Es sind bereits Maschinen bekannt,
um einzelne Scharniere mittels eines solchen genuteten Widerlagers und eines senkrecht geführten
und eines schwingenden Stempels herzustellen, doch arbeiten diese Maschinen in der Weise, daß beim Niedergang des senkrecht
geführten Stempels eine Nese desselben die Augen aufbiegt, wobei der schwingende, mit
dem ersteren Stempel zwangläufig durch Gestänge verbundene Stempel zurückschwingt,
während dann beim Hochgang des senkrecht geführten Stempels der schwingende Stempel
nach einwärts schwingt, um die Augen über dem zwischen beiden Stempelbewegungen von
Hand eingelegten Scharnierstift zu schließen. Hierbei ist also die Anzahl der einzelnen Operationen
gegenüber anderen Maschinen auf zwei vermindert, zwischen denen das Einlegen des
Scharnierstiftes erfolgen muß. Die vorliegende Erfindung indessen löst die Aufgabe, die Fertigstellung
des einzelnen Scharnieres in nur einer einzigen Operation bei jedem einzelnen Niedergang
des beweglichen Stempels zu erzielen, was den Arbeitsgang und die Leistungsfähigkeit der
Maschine erheblich steigert. Zu diesem Zwecke besteht das wesentliche Kennzeichen der vorliegenden
Maschine darin, daß das genutete Widerlager mit vorspringenden Schulteranlagen für die Augenlappen versehen ist, während die
fraglichen Stempel (ein senkrecht geführter und ein schwingender) in einem kraftbewegten
Block gelagert sind, derart, daß der senkrechte Stempel bei seinem Niedergang mit abgesetzten
Zähnen zwischen die Schulterauflage eintretend, aufeinanderfolgend den vom Draht
abgeschnittenen Stift selbst in die aufgelegte Scharnierplatte über der Nut des Widerlagers
auflegt, einpreßt und mittels der Schulterauflagen die Augenlappen aufbiegt, worauf beim
weiteren Niedergang der schwingende Stempel die Augen schließt. Weitere Kennzeichen beziehen
sich auf die besondere Ausbildung des mehrteiligen Stempels, um die Schwierigkeit
zu überwinden, trotz der Fertigstellung des Scharnieres in nur einer einzigen Operation
den Scharnierstift genau in die richtige Lage in bezug auf die Nut und die aufgebogenen
und zu schließenden Augenlappen zu bringen.
Auf den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt, und es
ist:
Fig. ι eine teilweise geschnittene Vorderansicht
einer Maschine zur Herstellung von Scharnieren gemäß der Erfindung,
Fig. 2 eine teilweise geschnittene Seitenansicht der Fig. i,
Fig. 3 ein Vertikalschnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 1,
Fig. 4 ein in vergrößertem Maßstab gezeichneter Vertikalschnitt nach der Linie 4-4 der
Fig ι,
Fig. 5 eine teilweise geschnittene Rückansicht der Fig. 4,
-10 Fig. 6 ein der Fig. 4 ähnlicher Schnitt, die einzelnen Teile in anderer Stellung zeigend,
Fig. 7 ein der Fig. 4 ähnlicher Schnitt, die einzelnen Teile in einer anderen Lage darstellend
wie Fig. 4 und 6,
Fig. 8 eine Aufsicht auf das Arbeitsstück,
Fig. 8 eine Aufsicht auf das Arbeitsstück,
Fig. 9 eine Teilansicht des Arbeitsstückes mit daran vorgesehenen Augenlappen,
Fig. 10 eine der Fig. 9 ähnliche Ansicht mit teilweise um den Scharnierstift herumgebogenen
Augenlappen,
Fig. 11 ein Schnitt nach der Linie 11-11 der
Fig. 10,
Fig. 12 eine der Fig. 10 ähnliche Ansicht
mit vollständig um den Scharnierstift herumgebogenen Augenlappen,
Fig. 13 ein Schnitt nach der Linie 13-13 der
Fig. 12, und
Fig. 14 ein Schnitt nach der Linie 14-14 der
Fig. 12.
In den Fig. 8 bis 14 bezeichnet α ein Arbeitsstück,
an welchem an der einen Kante eine Anzahl Augenlappen a1 hergestellt werden
• sollen, die ihrerseits durch Zwischenräume a2
voneinander getrennt sind (s. Fig. 9). In den Fig. 10 und 11 ist ein Scharnierstift b in einer
Ausnehmung oder Nut a3 der Platte α dargestellt,
und die Augenlappen dieser Platte werden bei der Herstellung der Scharniere zunächst
rechtwinklig zur Ebene der Platte umgebogen. Dieser Vorgang stellt die erste Stufe
in der Herstellung der Scharniere dar (s. Fig. 11). In den Fig. 12 bis 14 ist das Arbeitsstück nach
Beendigung des Faltvorganges veranschaulicht, woraus zu ersehen ist, daß die aufrecht gebogenen
Augenlappen a1 um den Scharnierstift
zurückgebogen worden sind. Nunmehr kann mit dem so vorbereiteten Arbeitsstücke das
zweite Scharnierglied verbunden werden.
Von der Grundplatte 21 des Maschinengestells 20 (Fig. 1) erstrecken sich zwei Ständer 22, die an ihren oberen Enden Lager für
die Antriebswelle 23 besitzen. An dem rechten Ende (Fig. 1) befindet sich eine Riemenscheibe 24
und am linken ein Kegelrad 25, mittels dessen die Antriebskraft auf den Drahtzuführungsmechanismus
übertragen wird. In Führungen 26 der Ständer 22 ist ein Schlitten 27 in senkrechter
Richtung verschiebbar, an welchem eine Stange 28 angreift, die von der Kurbel 29 der
Welle 23 bewegt wird. Am unteren Ende des Schlittens 27 ist ein winkelförmiger Block 30
(Fig. 6) befestigt, welcher seitlich über den Schlitten hervorragt. An der Unterseite desselben
sind die später näher beschriebenen einstellbaren Messer 31 (Fig. 1 bis 3) vorgesehen,
mittels welcher an dem Arbeitsstück die Augenlappen hergestellt werden, und an dem anderen'
Ende des Blockes befindet sich der ebenfalls später näher beschriebene Faltmechanismus,
mittels dessen die fraglichen Augenlappen über den Scharnierstift gebogen werden.
In einer Nut der Grundplatte 21 ist eine Stange 33 (Fig. 2) vorgesehen, welche zur Zuführung
des Arbeitsstückes dient. In Aussparungen genannter Stange (vgl. Fig. 1) befindet
sich eine Mehrzahl von Knaggen 34, welche die Arbeitsstücke erfassen und sie nacheinander
zu der Messer- oder Stanzvorrichtung zur Herstellung der Augen und darauf zu dem
Faltmechanismus befördern. Jeder Knaggen 34 besteht aus einer geraden Metallplatte, welche
durch eine Schraube in ihrer Stellung gehalten wird. Das Loch in dem Knaggen, durch welches
die genannte Schraube hindurchgeht, wird genügend groß ausgebildet, so daß der Knaggen
sich auf und ab bewegen kann. Eine Feder 35 drückt den Knaggen nach oben über die Oberfläche
der Zuführungsstange 33 hinaus, so daß die Hinterkante des Arbeitsstückes ergriffen
und letzteres nach dem Schneid- und FaItmechanismus befördert wird, wenn die Zuführungsstange
hin und her geht.
In Lagern des Maschinengestelles befindet sich links (Fig. 1) eine aufrecht stehende Welle
38 mit Kegelrad 39. An dem unteren Ende der Welle 38 sitzt ein Zahnrad 40 (s. Fig. 2),
welches mit einem anderen Zahnrade 41 in Eingriff steht, das seinerseits drehbar an einer
Welle 42 sitzt. Letztere erstreckt sich von einem einstellbaren Lager 43 nach oben, welches
in einem Hängelager 44 unterhalb der Grundplatte unterstützt gehalten wird. An der
Welle 42 ist eine Kurbel 45 befestigt, welche mittels einer Lenkstange 46 (vgl. Fig. 1) mit
der Führungsstange 33 verbunden ist, so daß letzterer die erforderliche Hin- und Herbewegung
behufs Vorführung der Arbeitsstücke in die Maschine erteilt werden kann.
Die Arbeitsstücke werden auf der Grundplatte und gegen die Führungsstange 33 durch
eine Anzahl Platten 47 gehalten, welche über der Stange 33 liegen. Von diesen Platten 47
können zwei oder mehr vorgesehen sein, und jede besitzt die Gestalt eines auf den Kopf
gestellten U. Die Schenkel der Platte legen sich auf das Arbeitsstück und werden gegen
dasselbe durch einen Schwinghebel 48 gedrückt gehalten, welcher auf eine Platte 49 drückt,
die in der Längsrichtung der genannten Platten 47 verläuft, und die sie in ihrer Lage hält.
Eine Feder 50 drückt auf den Hebel 48, der somit mit einem nachgiebigen Drucke gegen
die Stange 49 gedrückt gehalten wird. Innerhalb jeder Platte 47 befindet sich zwischen den
Schenkeln derselben eine Hilfsplatte 51 von ebenfalls U-förmiger Gestalt, und diese Hilfsplatte
wird gegen die Arbeitsstücke durch eine Feder 51 gedrückt, welche durch ein Loch der
Platte 47 hindurchgeht und auf die Unterseite der Stange 49 drückt.
Der Schneid- oder Stanzmechanismus zur Herstellung der Augenlappen besteht aus einem
Block 53 (Fig. 3), welcher einen länglichen Schlitz 54 besitzt. Durch letzteren erstreckt
sich ein Bolzen 55, mittels dessen das Stanzeisen behufs Einstellung gehoben oder gesenkt
werden kann. Ein Bolzen 56 dient als Anschlag für das Stanzeisen. Das untere Ende
des Stanzeisens ist, wie bei 57 dargestellt, von geringerer Dicke, und an der Vorderseite sitzen
eine Anzahl Schneidglieder 58 (vgl. auch Fig. 1), welche beim Herabgehen des Stanzeisens in
Verbindung mit einem geeigneten Gesenk 59 aus dem Arbeitsstück ein Stück herausschneiden,
so daß an der einen Kante des Arbeitsstückes hervorstehende Augenlappen (s. Fig. 9)
hergestellt werden. Seitenplatten 60 (Fig. 1) an dem Block 30 sitzen zu beiden Seiten des
Stanzeisens und verhindern eine seitliche Ausschwingung desselben um den Bolzen 55.
Der Biegemechanismus 32 (Fig. 1, 6, 7) besteht im wesentlichen aus zwei Seitenplatten 61, 62, welche an der Platte 30 befestigt sind. Zwischen den Seitenplatten 61, 62 befinden sich zwei in senkrechter Richtung verschiebbare Teile, nämlich ein Block 63 (s. Fig. 6 und y), mittels dessen die Augenlappen zunächst senkrecht aufgebogen werden, und eine Anschlagplatte 64 (s. Fig. 5) für den Draht. Diese beiden Teile werden durch eine Platte 65 in ihrer Lage gehalten, welche an den Seitenplatten 61 und 62 durch Schrauben befestigt ist. Die Platte 65 hält nämlich die genannten Teile mit Reibung gegen den Block 30 gedrückt, derart, daß sich diese Platte bei der Auf- und Abwärtsbewegung des Schlittens 27 mitbewegt. Das untere Ende des Blockes 63 besitzt eine Anzahl Schlitze 66, so daß eine Anzahl Zähne 67 sich ergeben, welche eine schräg nach unten gerichtete Vorderkante und eine horizontal verlaufende Unterkante 68 aufweisen. Von jedem Zahn 67 erstreckt sich nach unten ein Zahn 69, welcher, wie in Fig. 4 dargestellt, eine schräg verlaufende Vorderfläche 70 besitzt. Diese Zähne 69 treten bei der Abwärtsbewegung des Blockes 63 in Schlitze 71 der Grundplatte 21 oder eines Lagerstückes 72 ein, welches an der Grundplatte befestigt ist. Vor einem jeden Zahn 69 und von dem Fuße des Zahnes um eine Entfernung gleich dem Durchmesser des Scharnierstiftes entfernt befindet sich ein in senkrechter Richtung verschiebbarer Bolzen 73 (s. Fig. 4), welcher sich in den Block erstreckt und einen Kopf besitzt. Letzterer ist in einer Bohrung 74 des Blockes verschiebbar und wird in seiner untersten Stellung durch eine Feder 75 gehalten, die in der Bohrung unter Spannung mittels eines Querbolzens 76 sich befindet. ' Der Bolzen 76 erstreckt sich seitlich durch den genannten Block und liegt über den einzelnen Federn 75. Die vorspringenden Teile 77 des Lagerstückes 72 ragen etwas über die Oberfläche der Grundplatte und der Führungsstange 33 hinaus, und auf diesen erhöhten Teilen ruhen die Augenlappen a1 des Arbeitsstückes auf, wenn letzteres sich unter dem Biegemechanismus befindet (vgl. Fig. 4).
Der Biegemechanismus 32 (Fig. 1, 6, 7) besteht im wesentlichen aus zwei Seitenplatten 61, 62, welche an der Platte 30 befestigt sind. Zwischen den Seitenplatten 61, 62 befinden sich zwei in senkrechter Richtung verschiebbare Teile, nämlich ein Block 63 (s. Fig. 6 und y), mittels dessen die Augenlappen zunächst senkrecht aufgebogen werden, und eine Anschlagplatte 64 (s. Fig. 5) für den Draht. Diese beiden Teile werden durch eine Platte 65 in ihrer Lage gehalten, welche an den Seitenplatten 61 und 62 durch Schrauben befestigt ist. Die Platte 65 hält nämlich die genannten Teile mit Reibung gegen den Block 30 gedrückt, derart, daß sich diese Platte bei der Auf- und Abwärtsbewegung des Schlittens 27 mitbewegt. Das untere Ende des Blockes 63 besitzt eine Anzahl Schlitze 66, so daß eine Anzahl Zähne 67 sich ergeben, welche eine schräg nach unten gerichtete Vorderkante und eine horizontal verlaufende Unterkante 68 aufweisen. Von jedem Zahn 67 erstreckt sich nach unten ein Zahn 69, welcher, wie in Fig. 4 dargestellt, eine schräg verlaufende Vorderfläche 70 besitzt. Diese Zähne 69 treten bei der Abwärtsbewegung des Blockes 63 in Schlitze 71 der Grundplatte 21 oder eines Lagerstückes 72 ein, welches an der Grundplatte befestigt ist. Vor einem jeden Zahn 69 und von dem Fuße des Zahnes um eine Entfernung gleich dem Durchmesser des Scharnierstiftes entfernt befindet sich ein in senkrechter Richtung verschiebbarer Bolzen 73 (s. Fig. 4), welcher sich in den Block erstreckt und einen Kopf besitzt. Letzterer ist in einer Bohrung 74 des Blockes verschiebbar und wird in seiner untersten Stellung durch eine Feder 75 gehalten, die in der Bohrung unter Spannung mittels eines Querbolzens 76 sich befindet. ' Der Bolzen 76 erstreckt sich seitlich durch den genannten Block und liegt über den einzelnen Federn 75. Die vorspringenden Teile 77 des Lagerstückes 72 ragen etwas über die Oberfläche der Grundplatte und der Führungsstange 33 hinaus, und auf diesen erhöhten Teilen ruhen die Augenlappen a1 des Arbeitsstückes auf, wenn letzteres sich unter dem Biegemechanismus befindet (vgl. Fig. 4).
In einer Ausnehmung 78 in dem unteren Teile des Blockes 30 ist an einem Bolzen 79
ein Schwingglied 80 vorgesehen, welches dem Zwecke dient, die Augenlappen a1 um den
Scharnierstift b herumzufalten (s. die Fig. 4, 6 und 7). Dieses Schwingglied ist am oberen
Ende etwas breiter und verjüngt sich nach unten, und an dieser Stelle sitzen eine Anzahl
nach vorn gebogener Zähne 81, welche bei Abwärtsgang des Schwinggliedes auf die obere
Fläche der Vorsprünge 77 sich auflegen. Die Zurückbewegung des Schwinggliedes 80 wird
durch einen Anschlag 82 begrenzt, welcher gegen den oberen Teil der Ausnehmung 78
stößt. Gegen den breiten oberen Teil dieses Schwinggliedes drückt ein Bolzen 83, welcher
durch eine Feder 84 in einer Bohrung des Blockes 30 verschiebbar gehalten wird. Die
äußeren Enden der Zähne 81 liegen für gewohnlich seitlich zum Schwingzapfen 79. Bei
der Abwärtsbewegung des Schwinggliedes 80 wird dasselbe nach innen (rechts in Fig. 6) geschwungen,
sobald die Zähne 81 auf die Vorsprünge 77 auftreffen, wobei der Bolzen 83 die
Feder 84 zusammendrückt, mittels welcher das Schwingglied bei der Aufwärtsbewegung zurückgeschwungen
wird.
Unmittelbar unter dem Raum zwischen den Bolzen 73 und den schrägen Flächen der Zähne
69 befindet sich eine im wesentlichen halbkreisförmige Ausnehmung 85 in der Oberfläche
des Lagerstückes 72 unmittelbar vor den erhöhten Flächen der Vorsprünge yy. Diese Ausnehmung
ist etwas länger als der herzustellende no Scharnierstift. An dem linken Ende des Maschinengestelles
(Fig. 4) befindet sich ein schwingbares Drahtführungsstück 86, welches durch eine Feder 87 in der oberen Stellung gehalten
wird. Dieses Führungsstück besitzt ein Loch 88 für den Draht c, von welchem die Scharnierstifte
b abgeschnitten werden. Diejenige Fläche des Drahtführungsstückes, aus welcher
der Draht heraustritt, liegt in einer Ebene mit der einen Außenfläche des Blockes 63, welche
eine Schneidkante 89 (Fig. 5) aufweist. Diese dient in Verbindung mit dem Drahtführungs-
stück 86 dazu, eine Drahtlänge für den Scharnierstift
abzutrennen, nachdem der Draht um ein genügendes Stück aus dem Loche 88 herausgetreten
ist.
In den wagerechten Teil des Blockes 30 und senkrecht nach · oben gerichtet ist eine Stange
90 eingeschraubt, an welcher ein nachgiebiger Puffer 91 angeordnet ist. Bei der Darstellung
ist ein Gummikörper vorgesehen, welcher natürlieh auch durch eine Schraubenfeder oder ein
anderes elastisches Glied ersetzt werden kann. Gegen den Boden des Gummipuffers 91 legt
sich eine Platte 92, von welcher zwei oder mehr Stifte 93 ausgehen, die durch den Block
30 hindurchtreten und mit ihren unteren Enden gegen den Block 63 stoßen.
Bei der Auf- und Abbewegung des Schlittens 27 wird der Block 30 und demzufolge der Biegemechanismus
32 mitgenommen. Bei der Ab-
ao wärtsbewegung des Blockes 63 umgreifen die Bolzen 73 und Finger 69 den Draht c, welcher
inzwischen vorgeschoben ist. Ein Bolzen 94 (Fig. 5), welcher durch eine Feder 95 nach
unten gedrückt gehalten wird, bewegt das Drahtführungsstück 86 nach unten, welches
,nunmehr den Draht auf das Arbeitsstück a auflegt. In diesem Augenblick hört die Abwärtsbewegung
des Drahtführungsstückes auf, während der Block 63 sich weiter abwärts bewegt, bis schließlich seine Schneidkante 89 zur
Wirkung kommt und eine genügende Drahtlänge behufs Herstellung eines Scharnierstiftes
abschneidet. Bei der weiteren Abwärtsbewegung des Kopfstückes 63 wird der Bolzen 94 zurückgedrückt,
wobei die Federn 95 und 75 zusammengedrückt werden. Der Scharnierstift liegt nuri zwischen Bolzen 73, Finger 69, der Unterfläche
68 der Zähne 67, und den Augenlappen a1 in der Nähe der Kante des Arbeitsstückesa.
Die fortgesetzte Abwärtsbewegung des Blockes 63 drückt nun diesen Scharnierstift in die Ausnehmung
85, so daß hierdurch eine Falte a3 (s. Fig. 10 und 11) in dem Arbeitsstück hergestellt
wird. Die aufgerichtete Ecke 97 des Vorsprunges 77 biegt nun die Augenlappen in die senkrechte Stellung, welche aus den Fig. 6,
10 und 11 zu ersehen ist. Der Block 63 hat nunmehr seine untere Bewegungsgrenze erreicht,
der Schlitten 27 geht noch etwas weiter nach unten. Bei dieser weiteren Abwärtsbewegung
drückt der Block 30 durch die Stange 90 und eine Platte 98 (Fig. 4) den nachgiebigen Puffer
91 zusammen, so daß durch den Bolzen 93 ein Druck auf die obere Fläche des Blockes
63 ausgeübt wird, der seinerseits den Scharnierstift in der Falte oder Ausnehmung a3 des
Arbeitsstückes α festhält. Zu dieser Zeit haben die Zähne 81 des Schwinggliedes 80 die obere
Fläche der Vorsprünge 77 erreicht, und sowie der Schlitten 27 seine weitere Abwärtsbewegung
ausführt, drücken die äußeren Enden dieser Zähne gegen die aufgerichteten Vorsprünge
und falten somit die Augen über den Scharnierstift (Fig. 12 und 14). Der Schlitten
27 geht nun nach oben und die Teile nehmen die in Fig. 4 dargestellte Stellung wieder ein.
Ehe der Draht in den Führungsmechanismus eintritt, geht er durch eine Anzahl versetzt
angeordneter Rollen 141 (Fig. 1) hindurch, die
dem Zwecke dienen, Unregelmäßigkeiten der Drahtlänge auszugleichen, so daß der Draht
vollständig gerade der hin und her beweglichen Zuführungsvorrichtung 102 zugeführt wird.
Die Wirkungsweise der Maschine ist folgende:
Durch Kraftübertragung auf die Riemenscheibe 24 wird die Welle 23 dauernd in Umdrehung
versetzt, und durch die oben beschriebene Kraftübertragungsvorrichtung wird einmal
der Schlitten 27 in seiner Führung 26 hin und her bewegt und weiterhin die Drahtzuführungsvorrichtung
angetrieben, so daß sich diese nach dem Biegemechanismus hin verschiebt, ohne zunächst eine Drahtlage vorzuführen.
Wenn jedoch die Arbeitsstücke auf die Zuführungsstange 33 gelegt werden, werden sie intermittierend nach dem Biegemechanismus
vorgeführt und 'gelangen zuerst unter das Stanzmesser 31, mittels dessen an der einen
Seite des Arbeitsstückes die Augen a1 hergestellt
werden, worauf die Arbeitsstücke dem Biegemechanismus zugeführt werden. Bei dieser
Vorbewegung wirkt das Arbeitsstück auf eine geeignete Reguliervorrichtung, wodurch die Auswärtsbewegung
der Zuführungsvorrichtung 102 begrenzt wird. Das Arbeitsstück kommt unter
dem Biegemechanismus zur Ruhe und letzterer bewegt sich abwärts, wobei er den Bolzen 94
und die Anschlagplatte 64 mit sich führt. Die Platte 64 kommt somit in eine Stellung, in
welcher sie sich vor das Ende des Drahtes legt, und der Bolzen 94 drückt auf das Drahtführungsstück
86 und schwingt es abwärts, wodurch das vortretende Ende des Drahtes auf das Arbeitsstück aufgelegt wird. DieSchneidkante
89 des Blockes 63 trennt nunmehr eine zur Bildung eines Scharnierstiftes genügende
Drahtlänge ab, welche durch die Finger 69 und die Bolzen 73 geführt wird. Der Block 63
wird gegen das Arbeitsstück und dessen hergestellte Augenlappen a1 gedrückt, so daß die
Falte as hergestellt und die Augenlappen a1
in aufrecht stehende Stellung umgebogen werden (s. Fig. 6). Nunmehr kommen die Zähne
81 des Schwinggliedes 80 zur Wirkung und falten die aufgerichteten Augen a1 über den
Scharnierstift b (Fig. 7), worauf der Biegemechanismus angehoben und das fertiggestellte Arbeitsstück
entfernt werden kann. Ein neues Arbeitsstück wird zugeführt und das fertige fällt von der Grundplatte 21 auf einen Tisch 42.
Claims (6)
- Pa tent-Anspküche:ι. Maschine zur Verbindung der von einem schrittweise vorgeschobenen Draht abgeschnittenen Scharnierstifte mit den Augenlappen von einzelnen Scharnierplatten durch Biegen und Schließen der Lappen um den eingeführten Stift über einem genuteten feststehenden Widerlager mittels eines senkrecht geführten und eines schwingenden, beweglichen Stempels, dadurch gekennzeichnet, daß behufs Erzielung dieses Ergebnisses in einer einzigen Operation bei jedem Niedergang des Stempels das Widerlager (72) mit vorspringenden Schulterauflagen (γ]) für die Augenlappen (a1) versehen ist, während die beweglichen Stempel (63 bzw. 80) in einem kraftbewegten Block (30) senkrecht bzw. schwingbar gelagert sind, derart, daß ersterer (63) bei seinem Niedergang mit teilweise zwischen die Schulterauflagen (77) eintretenden abgesetzten Zähnen (67) aufeinanderfolgend den vom Draht abgeschnittenen Stift (δ) selbst in die Scharnierplatte («) über der Nut (85) auflegt, einpreßt und mittels der vorspringenden Schulterauflagen die Augenlappen aufbiegt, worauf beim weiteren Niedergang der Schwingstempel (80) die Augen schließt.
- 2. Maschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein unter Federwirkung stehendes, mit einem Loch (88) zur Hindurchführung des Drahtes (c) für die Scharnierstifte (b) versehenes Führungsstück (86), dessen Seitenfläche, aus welcher der Draht heraustritt, in einer Ebene mit der eine Schneidkante (89) aufweisenden Außenfläche des senkrecht geführten Stempels (63) liegt.
- 3. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der senkrecht geführte Stempel (63) mit federnden Stiften (73) versehen ist, und daß die zwischen die Schulterauflagen (77) eintretenden Zähne des Stempels Abschrägungen (70) besitzen, um die genaue Lage des Drahtes über der Nut (85) des Widerlagers (72) herbeizuführen und den Draht in dieser Lage gegen seitliche Verschiebungen zu sichern.
- 4. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der senkrecht bewegliche Stempel (63) in dem angetriebenen Stempelblock (30) unter Einschaltung eines Puffers oder einer Feder (91) gegen das Arbeitsstück gedrückt wird.
- 5. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der im Stempelblock (30) gelagerte schwingende Stempel (80) mit seitlich vom Schwingzapfen (79) vorspringenden Zähnen (81) versehen ist, die beim Niedergang des Stempels (63) auf die Schulterauflagen (77) sich auflegen und auf die- sen seitlich zwischen Ausschnitte (66) des Stempels (63) gleiten, um die von den Schultern (77) beim Einpressen des Stiftes aufgebogenen Augenlappen über .dem Stift (b) zu schließen.
- 6. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwingbewegung des schwingenden Stempels (80) entgegen der Wirkung eines federnden Stiftes (83) erfolgt, der den schwingenden Stempel (80) beim Aufwärtsgang des Blockes (30) in seine Ruhelage bis an einen Anschlag (82) zurückbewegt.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE296774C true DE296774C (de) |
Family
ID=551132
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT296774D Active DE296774C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE296774C (de) |
-
0
- DE DENDAT296774D patent/DE296774C/de active Active
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