CH213909A - Verfahren zur Herstellung eines Schwefelfarbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Schwefelfarbstoffes.

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CH213909A
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dyes
coronene
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B49/00Sulfur dyes
    • C09B49/12Sulfur dyes from other compounds, e.g. other heterocyclic compounds
    • C09B49/124Sulfur dyes from other compounds, e.g. other heterocyclic compounds from polycarbocyclic compounds

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines     Schwefelfarbstoffes.       Bei der Behandlung von     Coronen        (Hexa-          benzobenzol.    Berichte der deutschen Chemi  schen Gesellschaft, 65 I, S. 902 ff.) mit       schwefelnden    Mitteln werden, wie     gefunden     wurde, Farbstoffe erhalten, die sich mit     Hilfe     von     Schwefelalkalien    praktisch vollständig  in Wasser lösen und     Baumwolle    aus dieser  Lösung in     khakibraunen    Tönen färben;

   die  erzielten Färbungen weisen neben sonstigen  guten     Echtheiten    besonders eine hervorra  gende Lichtechtheit auf.  



  Aus der Schweiz. Patentschrift     Nr.186558     ist es bekannt, durch     Verschwefeln    eines       polycyclischen    Kohlenwasserstoffes, des     Deka-          cyclens,    in wässriger     Schwefelnatriumlösung     gut lösliche     Farbstoffe    zu erhalten.

   Sie fär  ben jedoch in     katechubraunen    Tönen, sind  also im Farbton     vollkommen    verschieden  von den     Farbstoffen    des     Coronens.    Die nach  der französischen Patentschrift Nr. 776145  durch     Verschwefeln    mehrkerniger Kohlen  wasserstoffe erhältlichen Schwefelfarbstoffe  zeigen im allgemeinen andere Farbtöne oder    besitzen eine geringere Lichtechtheit als die       Coronenfarbstoffe.     



  Es war bisher mit den bekannten     Schwe-          felfarbstoffen    aus     Kohlenwasserstoffen    nicht       möglich,    in direkter Färbung, also ohne wei  tere Nachbehandlung, aus dem     Schwefel-          natriumbad    Färbungen     in    diesem Farbton  von so guter Lichtechtheit herzustellen, wie  sie mit den Farbstoffen aus     Coronen    erhalten  werden.  



  Es wurde nun weiterhin gefunden, dass  auch die     Substitutionsprodukte    des     Coronens,          und    zwar insbesondere seine     Halogenierungs-,          Sulfurierungs-    und     Nitrierungsprodukte,    in  gleicher Weise in Schwefelfarbstoffe überge  führt werden können, die, wie die Farbstoffe  aus dem Kohlenwasserstoff selbst, neben  sonstigen guten Echtheitseigenschaften eine  hervorragende Lichtechtheit besitzen.  



  Die Farbtöne der unter Verwendung der       Sulfosäuren    des     Coronens    erhaltenen Farb  stoffe sind     nur    wenig von denjenigen des  Farbstoffes aus dem Kohlenwasserstoff selbst      verschieden. Die aus den     blalogensubstitu-          tionsprodukten    erhaltenen     Farbstoffe    werden  mit steigendem Halogengehalt im Farbton  zunächst röter, dann gedeckter brauner.  



  Da die     Farbstoffbildung    nicht an einzelne  und bestimmte     Substitutionsprodukte    gebun  den ist und die Zahl der eingetretenen     Sub-          stituenten    einen verhältnismässig geringen  Einfluss auf die Nuance ausübt, brauchen  die verwendeten Zwischenprodukte nicht rein  dargestellt zu werden, sondern können als  Rohprodukte Verwendung finden. Selbstver  ständlich können ohne Beeinträchtigung der  guten Echtheitseigenschaften auch Gemische  der Zwischenprodukte     verschwefelt    werden.  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur Herstellung eines Schwe  felfarbstoffes, welches dadurch gekennzeich  net ist, dass man     Coronen    mit schwefelnden  Mitteln behandelt.         Beispiel   <I>1:</I>  Man trägt 30 Teile     Coronen    in 300 Teile  geschmolzenen Schwefel ein und erhitzt auf  280  . Im Verlauf von etwa 8 Stunden er  höht man die Temperatur der Schmelze auf  320  , die etwa 12 Stunden gehalten wird.  Die erhaltene Schmelze wird nach dem Er  kalten gemahlen und mit Natronlauge und  oder Schwefelnatrium aufgeschlossen, wobei  sie vollständig in Lösung geht. Aus ihr wird  der Farbstoff in bekannter Weise abgeschie  den.

   Er färbt     Baumwolle    in     grünstichigen          Khakitönen    an. Die Färbungen     besitzen    neben  sonstigen guten Echtheitseigenschaften eine  hervorragende Lichtechtheit.  



  Die Bildung des Farbstoffes ist nicht an  die oben angegebenen Temperaturen gebun  den. Man kann     vielmehr    auch niedrigere       bezw.    höhere Temperaturen anwenden, wo  durch längere     bezw.    kürzere Einwirkungs  zeiten erforderlich sind. Dabei treten gege  benenfalls geringe Verschiebungen des Farb  tones ein.  



  Die angegebenen Schwefelmengen können  weitgehend abgeändert werden; zum Teil  kann der Schwefel durch     Schwefelchlorür     ersetzt werden.         Beispiel   <I>2:</I>  30 Teile     Coronen    und 150 Teile Schwefel  werden unter Rühren in 250 Teile     Schwefel-          chlorür    eingetragen und im Verlauf von etwa       6- &     Stunden auf     20011    erhitzt. Die Tempe  ratur der     Schmelze        wird    nun langsam weiter  bis auf<B>320'</B> erhöht und     etwa    12 Stunden  bei<B>3200</B> gehalten.

   Die Aufarbeitung der       Farbstoffrohschmelze    erfolgt wie im Beispiel 1  angegeben. Der erhaltene     Schwefelfarbstoff     färbt     Baumwolle    in ähnlichen Tönen an wie  der nach Beispiel 1 erhältliche und     besitzt     die gleichen guten     Echtheitseigenschaften.          Beispiel   <I>3: .</I>  



  50 Teile     Coronen        werden    mit einem Poly  sulfid aus 200 Teilen Schwefelnatrium" kri  stallisiert und 200 Teilen Schwefel in der  folgenden Weise     verschwefelt.    Man dickt die,  Schmelze zunächst     langsam        ein,    erhöht dann       die        Temperatur    schliesslich bis auf 320   und  hält diese Temperatur etwa 8 Stunden. Die  erhaltene     Rohschmelze    wird mit Hilfe von  Natronlauge oder Schwefelnatrium in Wasser  gelöst. Der     Farbstoff    wird aus der Lösung  mit Luft oder mit     Säure    gefällt.

   Er färbt  Baumwolle in ähnlichen Tönen<B>-</B>an wie der  nach Beispiel 1     hergestellte.    Ausbeute: 110  Teile Farbstoff.  



  Es ist nicht unbedingt erforderlich, die  Schmelze bis auf     3200    zu erhitzen, da die       Farbstoffbildung    schon bei Temperaturen  unter<B>3001</B> erfolgt; so erhält man auch beim  Backen bei 280   ähnliche     Farbstoffe        in    aller  dings etwas schlechterer Ausbeute.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Herstellung eines Schwefel farbstoffes, dadurch gekennzeichnet, dass man Coronen mit schwefelnden Mitteln behandelt. Der in der üblichen Weise fertig gestellte Farbstoff färbt Baumwolle in grünstichigen Khakitönen von sehr guter Lichtechtheit.
CH213909D 1938-12-13 1939-11-20 Verfahren zur Herstellung eines Schwefelfarbstoffes. CH213909A (de)

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