Verfahren zur Herstellung eines Schwefelfarbstoffes. Bei der Behandlung von Coronen (Hexa- benzobenzol. Berichte der deutschen Chemi schen Gesellschaft, 65 I, S. 902 ff.) mit schwefelnden Mitteln werden, wie gefunden wurde, Farbstoffe erhalten, die sich mit Hilfe von Schwefelalkalien praktisch vollständig in Wasser lösen und Baumwolle aus dieser Lösung in khakibraunen Tönen färben;
die erzielten Färbungen weisen neben sonstigen guten Echtheiten besonders eine hervorra gende Lichtechtheit auf.
Aus der Schweiz. Patentschrift Nr.186558 ist es bekannt, durch Verschwefeln eines polycyclischen Kohlenwasserstoffes, des Deka- cyclens, in wässriger Schwefelnatriumlösung gut lösliche Farbstoffe zu erhalten.
Sie fär ben jedoch in katechubraunen Tönen, sind also im Farbton vollkommen verschieden von den Farbstoffen des Coronens. Die nach der französischen Patentschrift Nr. 776145 durch Verschwefeln mehrkerniger Kohlen wasserstoffe erhältlichen Schwefelfarbstoffe zeigen im allgemeinen andere Farbtöne oder besitzen eine geringere Lichtechtheit als die Coronenfarbstoffe.
Es war bisher mit den bekannten Schwe- felfarbstoffen aus Kohlenwasserstoffen nicht möglich, in direkter Färbung, also ohne wei tere Nachbehandlung, aus dem Schwefel- natriumbad Färbungen in diesem Farbton von so guter Lichtechtheit herzustellen, wie sie mit den Farbstoffen aus Coronen erhalten werden.
Es wurde nun weiterhin gefunden, dass auch die Substitutionsprodukte des Coronens, und zwar insbesondere seine Halogenierungs-, Sulfurierungs- und Nitrierungsprodukte, in gleicher Weise in Schwefelfarbstoffe überge führt werden können, die, wie die Farbstoffe aus dem Kohlenwasserstoff selbst, neben sonstigen guten Echtheitseigenschaften eine hervorragende Lichtechtheit besitzen.
Die Farbtöne der unter Verwendung der Sulfosäuren des Coronens erhaltenen Farb stoffe sind nur wenig von denjenigen des Farbstoffes aus dem Kohlenwasserstoff selbst verschieden. Die aus den blalogensubstitu- tionsprodukten erhaltenen Farbstoffe werden mit steigendem Halogengehalt im Farbton zunächst röter, dann gedeckter brauner.
Da die Farbstoffbildung nicht an einzelne und bestimmte Substitutionsprodukte gebun den ist und die Zahl der eingetretenen Sub- stituenten einen verhältnismässig geringen Einfluss auf die Nuance ausübt, brauchen die verwendeten Zwischenprodukte nicht rein dargestellt zu werden, sondern können als Rohprodukte Verwendung finden. Selbstver ständlich können ohne Beeinträchtigung der guten Echtheitseigenschaften auch Gemische der Zwischenprodukte verschwefelt werden.
Gegenstand des vorliegenden Patentes ist ein Verfahren zur Herstellung eines Schwe felfarbstoffes, welches dadurch gekennzeich net ist, dass man Coronen mit schwefelnden Mitteln behandelt. Beispiel <I>1:</I> Man trägt 30 Teile Coronen in 300 Teile geschmolzenen Schwefel ein und erhitzt auf 280 . Im Verlauf von etwa 8 Stunden er höht man die Temperatur der Schmelze auf 320 , die etwa 12 Stunden gehalten wird. Die erhaltene Schmelze wird nach dem Er kalten gemahlen und mit Natronlauge und oder Schwefelnatrium aufgeschlossen, wobei sie vollständig in Lösung geht. Aus ihr wird der Farbstoff in bekannter Weise abgeschie den.
Er färbt Baumwolle in grünstichigen Khakitönen an. Die Färbungen besitzen neben sonstigen guten Echtheitseigenschaften eine hervorragende Lichtechtheit.
Die Bildung des Farbstoffes ist nicht an die oben angegebenen Temperaturen gebun den. Man kann vielmehr auch niedrigere bezw. höhere Temperaturen anwenden, wo durch längere bezw. kürzere Einwirkungs zeiten erforderlich sind. Dabei treten gege benenfalls geringe Verschiebungen des Farb tones ein.
Die angegebenen Schwefelmengen können weitgehend abgeändert werden; zum Teil kann der Schwefel durch Schwefelchlorür ersetzt werden. Beispiel <I>2:</I> 30 Teile Coronen und 150 Teile Schwefel werden unter Rühren in 250 Teile Schwefel- chlorür eingetragen und im Verlauf von etwa 6- & Stunden auf 20011 erhitzt. Die Tempe ratur der Schmelze wird nun langsam weiter bis auf<B>320'</B> erhöht und etwa 12 Stunden bei<B>3200</B> gehalten.
Die Aufarbeitung der Farbstoffrohschmelze erfolgt wie im Beispiel 1 angegeben. Der erhaltene Schwefelfarbstoff färbt Baumwolle in ähnlichen Tönen an wie der nach Beispiel 1 erhältliche und besitzt die gleichen guten Echtheitseigenschaften. Beispiel <I>3: .</I>
50 Teile Coronen werden mit einem Poly sulfid aus 200 Teilen Schwefelnatrium" kri stallisiert und 200 Teilen Schwefel in der folgenden Weise verschwefelt. Man dickt die, Schmelze zunächst langsam ein, erhöht dann die Temperatur schliesslich bis auf 320 und hält diese Temperatur etwa 8 Stunden. Die erhaltene Rohschmelze wird mit Hilfe von Natronlauge oder Schwefelnatrium in Wasser gelöst. Der Farbstoff wird aus der Lösung mit Luft oder mit Säure gefällt.
Er färbt Baumwolle in ähnlichen Tönen<B>-</B>an wie der nach Beispiel 1 hergestellte. Ausbeute: 110 Teile Farbstoff.
Es ist nicht unbedingt erforderlich, die Schmelze bis auf 3200 zu erhitzen, da die Farbstoffbildung schon bei Temperaturen unter<B>3001</B> erfolgt; so erhält man auch beim Backen bei 280 ähnliche Farbstoffe in aller dings etwas schlechterer Ausbeute.
Process for the production of a sulfur dye. When coronene (hexabenzobenzene. Reports of the German Chemical Society, 65 I, pp. 902 ff.) Is treated with sulphurizing agents, it has been found that dyes are obtained which dissolve practically completely in water with the aid of alkaline sulfur Dye cotton from this solution in khaki brown shades;
the dyeings obtained have, in addition to other good fastness properties, particularly excellent lightfastness.
From Switzerland. It is known from patent specification 186558 to obtain highly soluble dyes by sulphurising a polycyclic hydrocarbon, decacycle, in aqueous sodium sulphide solution.
However, they color in catechu brown tones, so they are completely different in color from the dyes in corona. The sulfur dyes obtainable by sulfurizing polynuclear hydrocarbons according to French Patent No. 776145 generally show different shades or have a lower lightfastness than the coronene dyes.
It was previously not possible with the known sulfur dyes from hydrocarbons to produce dyeings in this shade of color with as good lightfastness as those obtained with the dyes from coronene by direct dyeing, i.e. without further aftertreatment, from the sodium sulfur bath.
It has now also been found that the substitution products of coronene, in particular its halogenation, sulfurization and nitration products, can be converted in the same way into sulfur dyes, which, like the dyes from the hydrocarbon itself, have other good fastness properties have excellent lightfastness.
The hues of the dyes obtained using the sulfonic acids of the coronene are only slightly different from those of the dye from the hydrocarbon itself. The dyes obtained from the halogen substitution products first become redder in color with increasing halogen content, then more muted brown.
Since dye formation is not tied to individual and specific substitution products and the number of substituents that have occurred has a relatively minor influence on the shade, the intermediate products used do not need to be presented in pure form, but can be used as raw products. Of course, mixtures of the intermediate products can also be sulphurised without impairing the good fastness properties.
The subject of the present patent is a process for the production of a sulfur dye, which is characterized in that coronene is treated with sulfurizing agents. Example <I> 1: </I> 30 parts of coronene are introduced into 300 parts of molten sulfur and heated to 280. In the course of about 8 hours, the temperature of the melt is increased to 320, which is held for about 12 hours. The melt obtained is ground after the cold and digested with sodium hydroxide and / or sodium sulphide, where it goes completely into solution. From it the dye is deposited in a known manner.
He dyes cotton in greenish khaki tones. In addition to other good fastness properties, the dyeings have excellent lightfastness.
The formation of the dye is not tied to the temperatures given above. Rather, you can also lower respectively. use higher temperatures where longer resp. shorter exposure times are required. This may result in slight shifts in the color tone.
The specified amounts of sulfur can be largely changed; Some of the sulfur can be replaced by sulfur chloride. Example <I> 2: </I> 30 parts of coronene and 150 parts of sulfur are introduced into 250 parts of chlorofluorine with stirring and heated to 20011 over the course of about 6-8 hours. The temperature of the melt is now slowly increased further to <B> 320 '</B> and held at <B> 3200 </B> for about 12 hours.
The raw dye melt is worked up as indicated in Example 1. The sulfur dye obtained dyes cotton in shades similar to that obtained according to Example 1 and has the same good fastness properties. Example <I> 3:. </I>
50 parts of coronene are crystallized with a polysulfide of 200 parts of sodium sulphide and 200 parts of sulfur are sulphurised in the following manner. The melt is initially slowly thickened, then the temperature is increased to 320 and this temperature is maintained for about 8 hours. The crude melt obtained is dissolved in water with the aid of caustic soda or sodium sulphide, and the dye is precipitated from the solution with air or acid.
It stains cotton in shades <B> - </B> similar to that produced according to Example 1. Yield: 110 parts of dye.
It is not absolutely necessary to heat the melt up to 3200, since the dye is already formed at temperatures below <B> 3001 </B>; so, even when baking at 280, similar dyes are obtained, albeit in a somewhat poorer yield.