Zehntasten-Rechenmaschine. Die Erfindung bezieht sich auf eine Re chenmaschine, und zwar auf eine Zehntasten Rechenmaschine mit beim Drucken auf fest stehende Typen anschlagender Schreibwalze, die von einer Schaltklinke gesteuert wird.
Gemäss der Erfindung ist die Schwenk achse der Schaltklinke exzentrisch zur Schwenkachse der - Schreibwalze angeordnet, und zwar so, dass die Schaltbewegung der Walze unmittelbar nach erfolgtem Typen abdruck erfolgt.
In den Zeichnungen sind Ausführungs- formen einer Zehntasten-Rechenmaschine ge mäss der Erfindung beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 in schematischer Darstellung eine Seitenansicht der Rechenmaschine mit dem niederdrückbaren Handhebel, Fig. 2 die Zehntasten-Rechenmaschine mit dem in Ruhestellung befindlichen Hand hebel, und Fig. 3 ist eine Draufsicht hierzu;
Fig. 4, 5 und 6 veranschaulichen die Handantriebsvorrichtungen -in verschiedenen Arbeitsstellungen von der Seite aus gesehen, und zwar zeigt Fig. 4 die Lage der Teile nach Zurück- legung des ersten Leerweges, Fig. 5 nach Zurücklegung des Arbeits weges und Fig. 6 nach Zurücklegung des zweiten Leerganges in. der Umkehrstellung.
Die Fig. 7 bis 12 stellen Einzelheiten der Zeilenschaltvorrichtung sowie des zugehöri gen Antriebes dar.
Fig. 7 zeigt die Schreibwalze in angeho bener Lage; Fig. 8 veranschaulicht eine ähnliche An sicht bei- aasgeschwenkter Schreibwalze zum Aufschlagen auf die Drucktypen;
Fig. 9 ist eine Abänderung der Schalt- vorrichtung, wobei die Stellung der Schreib walze mit der in Fig. 8 übereinstimmt; Fig. 10 zeigt eine Seitenansicht des Schreibwalzenantriebes einer weiteren Aus- führungsform in Ruhestellung mit geschnit tenem Gehäuse; Fig. 11 zeigt das Antriebsgestänge der Schreibwalze kurz vor dem Ausrasten und vor dem Aufschlagen der Schreibwalze auf die Typen;
Fig. 12 ist eine weitere Stellung der Antriebsteile nach dem Aufschlagen der Schreibwalze auf die Typen.
Der mit einem Druckteller 64 versehene Handhebel 52 (Fig. 1) ist um eine Achse 53 schwenkbar gelagert. Auf der Achse 53 sitzt fest ein die Verlängerung des Handhebels 52 darstellender Hebel 55, der mittels eines Lenkers 56 an dem kurzen Arm eines Winkelhebels<B>57,</B> 58 angreift, der fest auf einer Achse 37 sitzt, auf dessen anderem Ende ein Hebel 60 befestigt ist. Der längere Arm 58 des Winkelhebels 57, 58 und der entsprechende Arm 60 auf der andern Seite der 141aschine sind je an einer Zugstange 61 aasgelenkt (Fig. 3), an deren vordern Enden Längsschlitze 6<B>2</B> vorgesehen sind, die zur Aufnahme des üblichen Mitnehmerbolzens 10 dienen.
Die erwähnten Längsschlitze 62 haben den Zweck; trotz Verschiebung der Zugstangen 61 ein Stehenbleiben der Ein stellschienen bezw. ihres gemeinsamen Mit nehmerbolzens 10 zu ermöglichen. In der Ruhestellung der Teile (Fig. 2) werden Klinken 65, die mittels Schrauben 66 an der Maschinengrundplatte angebracht sind, durch zugehörige Blattfedern 67 nach oben in die Einrastlage gedrückt. Ein anderer Satz von Klinken 68, die bei 69 an den Zugstangen 61 schwenkbar gelagert sind und unter dem Druck von Federn 70 stehen, liegen mit. ihren Enden 71 auf Klötzen 7 2 auf und wer den so ausser Wirkung gehalten.
Nenn nun der Handhebel 52 durch den Handballen des Rechners niedergedrückt wird, so werden die Zugstangen 61 mittels der beschriebenen Lenker und der vorgesehenen -#Vinkelhebel nach hinten bewegt. Der Mitnehmerbolzen 10 wird aber von den Klinken 65 zunächst festgehalten. Bei diesem Zurückgehen der Zugstangen 61 laufen die schrägen Kanten 7 3 dieser Stangen 61 auf die an den Klinken 65 befestigten Bolzen 74 auf und drücken die vordern Enden dieser Klinken nach unten, wodurch der Mitnehmerbolzen 10 in rückwärtiger Richtung in den Schlitzen 62 der Zugstangen 61 frei wird.
Da jedoch gleichzeitig die Enden 71 der Klinken 68 von den Klötzen 72 abgleiten, übernehmen nunmehr die Klinken 68, welche von den Federn 70 beeinflusst werden, die Steuerung des Bolzens 10, welcher nunmehr auf dem weiteren Rückwärts- und Vorwärtsweg der Zugstangen 61 mit letzteren starr gekuppelt bleibt. Erst wenn die Klinken 68 bei der Vorwärtsbewegung der Zugstangen 61 mit ihren Enden auf die Klötze<B>7-9</B> auflaufen, geben sie den Mitnehmerbolzen 10 für die Verschiebung in den Längsschlitzen 62 wie der frei.
Da aber in demselben Augenblick der Mitnehinerbolzen 10 wieder in die Klin ken 65 einrastet, bewegen sich die Zug stangen 61 allein bis zur Ruhestellung weiter vor.
Während dieses Leerweges "a" (siehe Fig. 4) verbleiben die Einstellschienen 1 so wie ihr gemeinsamer Mitnehmerbolzen 10 in Ruhe. Damit ist ein Arbeitsspiel beendet. Dieses setzt sich sowohl beim Niederdrücken, als auch beim Hochgehen des Antriebshebels 52 unter der Einwirkung der vorgesehenen Feder aus den beiden Leerwegen "a" und ,.c" (Fig. 4 und 6) zusammen, zwischen denen die Verstellung der Einstellschienen 1 über die Strecke "b" erfolgt. Die Einstell schienen 1 können nur bis zum Neuner anschlag 25 vorgezogen werden. Der Mit nehmerbolzen 10 wird aber um die Weg strecke c weiterbewegt. Diese Wegstrecke t ebenso wie der Leerweg a bedeuten für die Einstellschienen 1 und die aasgelenkten Zahn stangen 4 Stillstand.
Die einzelnen Weg strecken "a", "b", "c" entsprechen den Winkeln<I>a,</I> ss, <I>y</I> der Hauptachse 37. Die Winkel a und y werden für das Einschwen ken bezw. Ausschwenken des Zählwerkes bezw. für das Einlösen der Zehnerschalt- Nebel bezw. für die Ausführung des Zehner schaltschrittes ausgenutzt.
Wie auseinandergesetzt, setzt sich also ein Arbeitsspiel sowohl beim Niederdrücken, als auch bei der Aufwärtsschwingung des Handhebels aus einem Leerweg und einem Arbeitsweg zusammen, indem ein Leerweg das Arbeitsspiel einleitet und beendet.
Die Schreibwalze 31 der Maschine weist zu beiden Seiten Schalträder 32 auf, mit denen eine vorzugsweise unter Federwirkung stehende Klinke 33 in Eingriff steht und ein Weiterschalten der Schreibwalze nur in einer Richtung zulässt. Die Achse 34 (Fig. 7) der Schreibwalze 31 wird von zwei Schwenk armen 35 getragen, die sich um eine im Ma schinengehäuse 36 gelagerte Achse frei be wegen können.
Diese Achse ist entweder bei Verwendung von Typenrädern 3a mit An trieb durch Zahnstangen 3b die gleiche Achse 37, auf der die Antriebshebel 58 und 60 der Einstellschienen 1 festsitzen, oder bei Ver wendung von Typenstangen 3 (Fig. 10) eine der Achse 37 parallele Achse 41. Im Maschi nengehäuse 36 ist beim dargestellten Aus führungsbeispiel die Papierrolle 38 aus wechselbar untergebracht und der von dieser Rolle 38 zur Schreibwalze 31 führende Pa pierstreifen 39 wird mittels der üblichen An- drückrollen 40 auf der Schreibwalze 31 ge spannt gehalten.
Die beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 bis 9 vorhandenen Typenräder 3a stehen mit ihren durch die Zahnstangen 3b eingestellten Typen so weit über die obere Wand des Ma schinengehäuses 316 vor, dass sie bei Be rührung mit der ausgeschwenkten Schreib walze 31 einen klaren Abdruck erzeugen.
Eine Schaltklinke 43, die mit einem Zahn des Schaltrades 32 in Eingriff steht, ist unmittelbar auf einer feststehenden Exzenterscheibe 44 gelagert und beschreibt mit ihrem freien Ende bei der Verschwen- kung der ',Schreibwalze einen Kreisbogen, dessen Radius gegenüber dem Kreisbogen der zuletzt beschriebenen Zeile beim Auf schlagen auf die Typen des Typenrades 3a etwa um einen Zeilenabstand kleiner ist.
Der Papierstreifen 39 behält daher beim Ab wärtsschwenken der Schreibwalze 31 seine Lage auf der Schreibwalze bei, während die Schaltklinke 43 in den nächstfolgenden Zahn einfällt. Wird darauf die Schreibwalze 31 in die Ausgangsstellung zurückgeschwenkt, so erfolgt unmittelbar nach erfolgtem Typen abdruck eine Zeilenschaltung. Diese Bewe gung wird durch den von der Papierrolle 38 abgezogenen Papierstreifen 39 leicht ab gebremst.
Eine etwas abgeänderte und besonders raumsparende Ausführung dieser Zeilen schaltvorrichtung ist in Fig. 9 schematisch dargestellt. Die Schaltklinke 43 wird hierbei mittelbar von der Exzenterscheibe 44 ge steuert. Die Schaltklinke 43 befindet sich an dem einen Ende der Stange 45, die radial zur Exzenterscheibe 44 im Schwenkarm 35 beweglich geführt ist.
Das andere Ende der Stange 45 trägt eine Rolle 46, die unter der )ATirkung einer Feder 47 mit der Umfangs- oder Steuerfläche des Exzenters 44 in Be rührung bleibt. Auch hier erfolgt die Schal tung der Schreibwalze unmittelbar nach er folgtem Typenabdruck beim Hochschwenken der Arme 35.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 10 bis 12 wird das Druckwerk durch den Len ker 80 angetrieben, der den Spannhebel 81 der Zugfeder 83 mit dem Hebel 58 verbin det. Der Hebel 81 ist auf der Achse 41 für die Traghebel 35 der Schreibwalze 31 lose drehbar gelagert.
Ferner sind auf der Achse 41 ein Hebel 42, der unter dem Einfluss der am Hebel 81 aufgehängten Zugfeder 83 steht, sowie eine Klinke 84, die mit einer Rast des Winkelhebels 85 zusammenarbeitet, verstiftet. Beim Niederdrücken des Antriebs hebels 52 wird in beschriebener Weise der Winkelhebel 58 verschwenkt, so dass der Lenker 80 den Hebel 81 nach oben bewegt und dabei die Feder 83 spannt. Dies ist mög lich, da der Hebel 42 durch die Klinke 84 festgehalten wird (Fig. 11). Dabei läuft der Hebel 80 mit seinem untern Ende auf die schräge Kante 86 des Winkelhebels 85 auf und dreht diesen um die Achse 97, bis die Klinke 84 freigegeben wird.
Die ausgelöste Feder 83 zieht den Hebel 42 hinter sich her und lässt die Schreib-,valze auf die Typen aufschlagen. Bei der Aufwärtsbewegung unmittelbar nach erfolgtem Typenabdruck erfolgt in oben beschriebener Weise die Zeilenschaltung mit Hilfe der Schaltklinke 43. Der Winkelhebel 85 wird durch die Feder 87 in Ruhestellung zurückgebracht, in der die Traghebel 35 der Schreibwalze 31 fest gelegt werden, sobald der Hebel 81 zusam men mit dem Winkelhebel 58 zurückgegangen ist und dabei den Hebel 81 mitgenommen hat. Die Mitnahme erfolgt durch den Bolzen 98, an dem auch die Zugfeder 83 aufgehängt ist.