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Schreibrechenmaschine mit Kraftantrieb Die vorliegende Erfindung bezieht
sich auf Schreibrechenmaschinen mit Kraftantrieb und insbesondere auf Schreibrechenmaschinen,
bei denen der Kraftantrieb durch Nockenscheiben erfolgt, die bei Tastenanschlag
durch Eintourenkupplungen einzeln. mit einer dauernd umlaufenden Triebwelle gekuppelt
werden.
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Bei bekannten Maschinen dieser Art dient dieser Kraftantrieb lediglich
der Zählwerkseinstellung, während der Antrieb der Zahlentypen durch einen besonderen
Kraftantrieb, z. B. eine zweite umlaufende Welle, erfolgt. Diese Anordnung erfordert
besondere Vorkehrungen, um zu verhindern, daß der zweite Kraftantrieb keinesfalls
in Tätigkeit treten kann, sofern die Zählwerkseinstellung seitens des ersten Kraftantriebes
nicht ordnungsgemäß erfolgt und beendigt ist, denn sonst würde ein tatsächlich nicht
verrechneter Zahlenwert als verrechnet verbucht werden, und Fehler würden unvermeidlich
sein.
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Die vorliegende Erfindung unterscheidet sich von diesen bekannten
Maschinen dadurch, daß die vom Kraftantrieb unter Tastensteuerung hin und her bewegten
Triebteile durch ihre Bewegung in der einen Richtung die Zählwerkseinstellung bewirken
und durch ihre Bewegung in der anderen Richtung die Zahlentypen antreiben. Es muß
also in jedem Falle erst die der Zählwerkseinstellung dienende Bewegung in der einen
Richtung erfolgt sein, bevor der Typenantrieb erfolgen kann. Hierdurch wird in einfachster
Weise verhindert, daß etwa ein nicht ordnungsgemäß ins Rechenwerk überführter Betrag
verbucht wird.
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Vorzugsweise bewirken die vom Kraftantrieb unter Tastensteuerung hin
und her bewegten Triebteile die Zählwerkseinstellung bei ihrer durch Federkraft
herbeigeführten Bewegung aus ihrer Ruhelage heraus und den Typenantrieb bei ihrer
durch Kraftantrieb zwangsweise herbeigeführten Rückkehr in die Ruhelage. Auf diese
Weise wird einerseits ein kräftiger Typenanschlag erzielt, ohne daß andererseits
durch die vom Kraftantrieb ausgeübte Kraft das Zählwerk gefährdet wird,. wenn es
irgendwie gehemmt sein sollte.
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Weiter steht erfindungsgemäß jeder Triebteil in Gestalt eines Hebels
mit dem betreffenden Zahlentypenhebelantrieb in Verbindung, und zwar über eine Kupplung,
die lediglich während der Rückkehrbewegung des Hebels in die Ruhelage eingeschaltet
ist.
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Die Nockenscheiben müssen in ihrer Ausgangslage entgegen der Reaktionskraft
der federnden Kupplungsklinken gesichert werden. Denn diese Klinken sind an den
Nockenscheiben gelagert, stehen unter Federspannung und stützen sich gegen einen
ortsfesten Anschlag an. Infolgedessen sucht die vom Anschlag ausgeübte Reaktionskraft
die Nockenscheibe samt der Klinke zu drehen, was verhindert werden muß. Denn sonst
- würde bei dieser Drehung der Nockenscheibe die Klinke in den
Bereich
des verzahnten Küpplungsrades gelangen und j edesmal von einem Zahn nach dem anderen
ein Stück mitgenommen werden, was ein ratterndes Geräusch erzeugen und das Zahnrad
schnell abnutzen würde.
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Man hat vorgeschlagen, die Zurückdrehung der Nockenscheibe unter der
Reaktion des Anschlages durch einen besdnderen Hebel zu verhindern, der unter Federkraft
auf einen besonderen Ansatz des Nockens drückt. Erfindungsgemäß wird dieser besondere
Hebel dadurch erübrigt, daß das von der Nockenscheibe angetriebene, unter Federspannung
stehende S..euerglied für die Schreib- und Rechenmittel sich in der Ausgangslage
gegen eine Schrägfläche des auf dem Nockenscheibenumfang angebrachten Ansatzes legt.
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In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht,
und zwar zeigen: Fig. i einen Teil einer Einrichtung, gemäß der Erfindung in Seitenansicht,
teilweise im Schnitt, Fig. 2 einen Buchstabentastenhebel und einen Teil des Kraftantriebs,
alle Teile in Ruhestellung, in Seitenansicht, teilweise im Schnitt, Fig. 3 eine
ähnliche Ansicht wie Fig. 2, jedoch die Teile in Arbeitsstellung, Fig.3a eine ähnliche
Ansicht wie Fig.3, jedoch sind der Typenhebel und die angeschlossenen Teile bereits
in die Ruhestellung zurückgekehrt, während der betätigte Tastenhebel vom Schreiber
niedergedrückt gehalten wird, Fig. q. einen gedrückt gehaltenen Zahlentastenhebel,
den Kraftantrieb und das Rechenwerk in Ruhestellung, in Seitenansicht, teilweise
irn Schnitt, Fig. 5 und 6 die Teile der Fig. q. in verschiedenen Arbeitsstellungen,
Fig. 7 eine Schaltvorrichtung zum Betätigen eines Zahlentypenhebels in vergrößerter
Seitenansicht, Fig.8 eine Gruppe von Buchstaben und Zahlentastenhebeln nebst einigen
zugeordneten Teilen in perspektivischer Darstellung, Fig. g eine Gruppe von Nocken
nebst einigen zugeordneten Teilen in vergrößerter perspektivischer Darstellung,
Fig. io eine Betätigungsnocke nebst zugehörigem, auf der Antriebswelle sitzendem
Antriebsrad in vergrößerter Darstellung, Fig. ii die Lagerung eines Tastenhebels
nebst einigen zugeordneten Teilen in Seitenansicht, Fig. 12 Betätigungsnocken mit
Schreibwalze und Antrieb in vergrößerter Draufsicht, Fig. 13 die Teile der Fig.
12 in Seitenansicht, Fig. 14 einen Steuerhebel mit Schaltklinke zum Betätigen der
Buchstabentype in vergrößerter Seitenansicht, Fig.15 die Antriebsklinke für die
Buchstabentypenbetätigung und einen Teil des sie steuernden Betätigungshebels in
ähnlicher Darstellung und Fig.16 den Rahmen nebst Triebwerk in aufgeklapptem Zustand.
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Wie dargestellt, sind in der Maschine verschiedene Antriebsvorrichtungen
verwendet, die durch einen ständig laufenden Elektromotor 7 angetrieben werden (Fig.
13). Der Motor ,7 ist lösbar mit seinem Träger 8 verbunden,, der an der Rückwand
des Rahmens 2 lösbar befestigt ist. Die Antriebsvorrichtungen enthalten eine gezahnte
Walze g, die auf einer von dem Motor getriebenen Welle io befestigt ist. Die Vorrichtungen
enthalten ferner eine Anzahl von Steuernocken 12 (Fig. ii), die, wie weiter unten
beschrieben wird, mit einer von dem Motor getriebenen Welle 13 wahlweise gekuppelt
werden können.
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Die Wellen io und 13 (Fig. 12) ragen auf der rechten Seite der Maschine
über den Rahmen 2 hinaus und sind an ihren Enden mit Treibscheiben 14 bzw. 15 ausgerüstet.
Auf der Welle 13 sitzt ein Schrägzahnrad 16, das mit einem an einer kurzen Welle
18 sitzenden Zahnrad 17 kämmt. Die Welle 18 ist in dem Grundrahmen 2 gelagert. Das
°äußere Ende dieser Welle trägt ein Treibrad ig, dessen Bewegung auf die Welle 13
übertragen wird. Die Motorwelle 2o (Fig. 13) trägt ein Treibrad 21, über das ein
Treibriemen 22 nach der Scheibe ig und von da nach einer Scheibe 23 geführt ist,
die durch eine hintere Eckstütze ja des Rahmens i getragen wird und zum Schlittenrückzug
dient, wie weiter unten beschrieben wird. Der Riemen 22 sitzt zwischen der Scheibe
21 und der Scheibe ig unter dem. Einfluß einer Spannrolle 2q., die an einem Arm
25 befestigt ist. Arm 25 ist bei 26 an einer am Rahmen 2 befestigten Tragstütze
27 schwenkbar angebracht und wird durch eine Feder 28 nach oben gedrückt, um den
Treibriemen 22 unter Spannung, zu halten.
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Die .Scheiben 14 und 15 (Fig. i2) sind über einen Treibriemen 29 miteinander
verbunden, der durch eine an einem Arm qo gelagerte Spannrolle 39 gespannt
wird. Dieser Arm istbei 41 an einer Stelle des Rahmens 2 schwenkbar gelagert und
wird durch eine Feder 42 nach unten gedrückt.
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Auf diese Weise wird die Drehbewegung der Motorwelle 2o auf die die
Nocken i2 tragende Welle 13 und von dieser auf die Zahnwalze g übertragen, und zwar
derart, daß sich diese in gleicher Richtung, aber in einem bestimmten Geschwindigkeitsverhältnis
zueinander bewegen. Es sei angenommen, daß sich die Welle 13 in. diesem Ausführungsbeispiel
2i/2mal so schnell bewegt wie die Welle io der Walze g.
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Um den Schreiber vor Berührung mit dem Motor und der oben beschriebenen
Antriebsvorrichtung, die außerhalb der Rahmen i und 2 angebracht ist, zu schützen,
ist zweckmäßigerweise
ein Gehäuse 43 vorgesehen, das diese Teile
vollkommen abdeckt (Fig. 1s).
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Die Walze 9 (Fig. i) ist über ihre ganze Länge mit Zähnen ga ausgerüstet,
sie erstreckt sich von der einen zur anderen Seite des Grundrahmens 2. Diese Walze
ist vorgesehen, um Vorgänge auszulösen, durch die die Einrichtungen zum Buchstabenschreiben
allein betätigt werden. Die Zifferntypenhebel und das Rechenwerk werden dagegen
durch die Nocken 12 gesteuert. Diese Nocken haben auf die Buchstabentypenhebel keinen
Einfluß. Zunächst sei die Betätigung der Buchstabentypenhebel durch die Zahnwalze
9 beschrieben.
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Im wesentlichen waagerecht angeordnete Buchstabentastenhebel44 (Fig.
i) erstrecken sich über ihre ganze Länge in senkrechten, parallelen Ebenen. An ihren
hinteren Enden sind sie an einer gemeinsamen, durch den Rahmend getragenen Befestigungsschiene45(Fig.ii)
befestigt. Mit jedem dieser Tastenhebel ist eine Zugrückführfeder 46 befestigt,
die mit der üblichen Regelschraube 47 versehen ist, um die Federspannung verändern
zu können. Jeder Tastenhebel 44 trägt einen sich nach unten erstreckenden Arm 48
(Fig. i), der in einen waagerechten Ansatz 49 (Fig. 8) ausläuft. Diese Arme sind
durch einen Kamm 50 (Fig. i) geführt, der durch Arme 5i getragen wird. Diese Arme
sind auf jeder Seite des Rahmens i in bestimmtem Abstand von ihm befestigt. Jeder
Ansatz 49 wirkt mit einem einen Buckel tragenden Winkelhebel sz zusammen (Fig. i4).
Diese Hebel 5--, sind um eine fest angebrachte und an ihren Enden durch die
Arme 51 gehaltene Stange 53 (Fig. i) drehbar angeordnet. Jeder Hebel ist mit einem
Ende einer Feder 54 verbunden, die an ihrem anderen Ende an einer fest angeordneten
U-förmigen Schiene 55 angebracht ist. Die Enden dieser Schiene werden von entsprechend
ausgebildeten Öffnungen 56 in nach unten ragenden Armen der Träger 51 erfaßt und
durch Schrauben 57 gegen Längsverschiebung gesichert. Die Schrauben erfassen die
Schiene und legen sich außen an die Stützarme an.
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Jeder Hebel 52 (Fig. 14) trägt eine bei 58 schwenkbar gelagerte Griffklinke
59, die mit einer Öffnung 6o versehen ist, in die ein Anschlagbolzen 61 hineinragt,
der an dem zugeordneten Hebe152 befestigt ist. Auf diese Weise wird die Bewegung
jeder Klinke 59 gegenüber ihrem zugehörigen Traghebel 52 begrenzt.
Jede Klinke 59 ist mit einem hakenartigen Ende 62 versehen und über eine Feder 63
mit dem zugehörigen Traghebel 52 verbunden. Das hakenartige Ende 62 jeder
Griffklinke wirkt mit einem nach oben gerichteten Ansatz 64 (Fig. 15) zusammen,
der an einer Betätigungsklinke 65 vorgesehen ist. Jede Klinke 65 ist bei 66 an dem
nach unten ragenden vordren Ende 67 eines im wesentlichen horizontal angeordneten
Typenhebelbetätigungsorgans 68 (Fig. 8) schwenkbar gelagert. Das Betätigungsorgan
ist parallel zwischen den Tastenhebeln _44 angeordnet. Für jeden Büchstabentastenhebel
ist ein Hebel 68 vorgesehen. Sie sind alle an der gemeinsamen Befestigungsschiene45
(Fig.ii) im hinteren Teil der Maschine drehbar gelagert. Jeder Hebel 68 ist mit
einer Rückzugsfeder 69 verbunden, die mit einer Regelschraube 7o versehen ist. Jeder
Hebel 68 weist einen sich nach unten erstreckenden Ansatz 71 auf, der mit einer
gemeinsamen Schiene 72 zusammenwirkt, die in der üblichen Weise angeordnet ist und
derart wirkt, daß das Farbband in den Weg des Typenhebels gebracht wird, wenn dieser
sich der Schreibstellung nähert. In jeder Klinke 65 (Fig. 15) ist eine erweiterte
Offnung.73 vorgesehen zur Aufnahme eines durch den zugeordneten Teil 67 getragenen
Anschlagstiftes 74. Diese Anschläge 74 begrenzen die Bewegung der hakenartigen unteren
Enden 75 der Klinken 65 gegenüber den Zähnen der Welle 9 unter der Wirkung der Zugfeder
76. Die Federn 76- sind einerseits an der Klinke 65 befestigt. Sie ragen "durch
eine Öffnung 67a und sind an dem entgegengesetzten Ende des zugehörigen Teils 67
angebracht.
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Das untere Ende jeder Betätigungsklinke 65 ist in einem Schlitz eines
Kammes 77 (Fig. i) -geführt, der an seinen Enden an sich nach unten erstreckenden
Armen der Träger 51 befestigt ist.
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Jeder Hebel 68 (Fig. i) trägt einen nach oben ragenden Ansatz 78,
der seinerseits einen Bolzen 79 hält. Dieser Bolzen spielt in der üblichen Weise
in einem Schlitz 8o eines Zughebels 81, der bei 82 schwenkbar gelagert und an seinem
oberen Ende mit einem Buchstabentypenhebe183 in Verbindung gebracht ist. Alle Typenhebel
sind bei 84 in bekannter Weise in einem Typenhebelsegment gelagert.
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Durch das Niederdrücken einer Buchstabentaste 44a (Fig. i) aus der
Ruhestellung gemäß Fig. 2 wird der zugeordnete Hebel 5:z entgegen dem Uhrzeigersinn
um seinen Bolzen 53 geschwenkt, bis dieser Hebel durch einen verstellbaren Schraubenanschlag
52a, der für gewöhnlich durch eine Sperrschraube 52b gesichert ist, gesperrt wird.
Hierdurch wird das Eingriffende 75 der zugeordneten Klinke 65 in die Bahn der Zähne
911 der ständig laufenden Walze 9 geschleudert. Auf diese Weise kann die Klinke
65 durch die Walze 9 erfaßt und nach unten gezogen werden (Fig.3). Hierdurch wird
der zugehörige Hebel 68, der Zughebel 81: und der Typenhebel 83 (Fig. i) betätigt.
Gegen Ende dieser Bewegung wird die Klinke 65 von der Walze 9 gelöst, indem die
Nockenkante 89 dieser Klinke gegen einen einstellbaren festen Anschlag anstößt,
der
von einer Schraube go gebildet wird, die durch eine Schraube gi gesichert ist. Da
die Klinke ihre Abwärtsbewegung fortsetzt, so wird sie von der Walze 9 getrennt.
Fig. 3 zeigt die Teile, kurz bevor die Trennung bewirkt wird. Fig. 3a zeigt die
Stellung der Teile, nachdem der betätigte Typenhebel und sein Betätigungshebel 68
und die Klinke 65 durch die zugeordnete Feder 69 in ihre Ruhestellung zurückgeführt
sind und während der . zugeordnete Tastenhebel 44 durch den Schreiber noch niedergedrückt
gehalten wird. Man erkennt, daß das Ende 62 der betätigten Griffklinke 59 seine
höchste Stellung einnimmt und an dem oberen Teil des zugehörigen Ansatzes 64 zurückgleiten
und hinter den Rücken dieses Ansatzes fallen wird, wenn der Schreiber den Tastenhebel
44 losläßt. Hierdurch wird der Tastenhebel wiederum mit der zugehörigen Betätigungsklinke
65 in Eingriff gebracht. Es folgt hieraus, daß ein Typenhebel erst wieder gedrückt
werden kann, wenn die Taste losgelassen und im wesentlichen in ihre Ruhestellung
zurückgekehrt ist. Ferner ist noch zu beachten, daß das Ende 62 von der Griffklinke
59 niemals mit der Vörderkante des zugehörigenAnsatzes 64 in Eingriff gelangen
kann.
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Aus der soeben beschriebenen Bauart und Anordnung der einzelnen Teile
ergibt sich nicht nur, daß durch das Niederhalten der Taste etwa eine nochmalige
Betätigung der Typenbewegung stattfinden kann, sondern daß auf den Finger des Schreibers
bei der Betätigung des Typenhebels auch kein Stoß durch die Zahnwalze 9 übertragen
wird. Diese letzte Tatsache ist dadurch gegeben, daß der Tastenhebel 44 die
Betätigungsklinke 65 lediglich mit den Zähnen der Walze 9 in Eingriff bringt, während
die Bewegung dieser Klinke durch die Walze abwärts von der zugehörigen Klinke 59
ab gerichtet ist, so daß weder auf diese Klinke noch auf den Finger des Schreibers,
der diese Klinke in Arbeitsstellung hält, ein Stoß übertragen wird.
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Es sei nun die Arbeitsweise des Rechenwerks und der Zahlentypenhebel
beschrieben; aus dem oben Gesagten geht bereits hervor, daß die Buchstabentypenhebel
betätigt werden, ohne irgendeine Wirkung auf das Rechenwerk auszuüben.
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Es ist bereits gesagt worden, daß die Betätigung des Rechenwerks und
der Zahlentypenhebel durch die mit Kraft angetriebenen Nocken 12 gesteuert wird.
Diese Nocken laufen auf Kugellagern92 (Fig.io), die in einer V-förmigen Lagerrille
in dem Nocken und zwischen gegeneinander verstellbare, konisch ausgebildete Lager
93 und 94 gelagert sind. Die Teile 93
und 94 werden durch eine Sperrmutter
95 zusammengehalten. Die Teile 93 sind an Sperrrädern 96 ausgebildet, deren Naben
97 durch einen Stift 98 mit der Treibwelle 13 fest verbunden sind. Die Enden der
Zähne g9 jedes Sperrades 96 sind flach ausgebildet. Sie sind durch Zwischenräume
ioo (Fig. i) mit im wesentlichen parallelen Seitenwänden getrennt. Auf einer Seite
jedes Nockens 12 ist bei ioi (Fig.4) eine Sperrklinke io2 schwenkbargelagert, die
einen rechteckigen Einfallszahn 103 aufweist, der in jeden Zwischenraum ioo des
zugehörigen Sperrades 96 paßt und den zugehörigenNockeni2 mit diesem Rad 96 und
damit mit der Welle 13 kuppelt. Jede Sperrklinke io2 ist mit einer Feder 104 versehen,
die den Sperrzahn 103 der Klinke in einen Zwischenraum ioo des zugehörigen Sperrades
96 einzudrücken sucht. Liegt beispielsweise der Sperrzahn 103 auf einen Zahn 99
des Rades 96 auf, so wird unter dem Einfluß der Feder 104 die Klinke in die erste
Zahnlücke ioo des sich drehenden Rades 96 einfallen und hiermit den Nocken i2 mit
der Treibwelle 13 kuppeln. , Es sind Anordnungen getroffen, durch die bei jedem
Niederdrücken einer Zahlentaste der entsprechende Nocken 12 mit der Welle 13, wie
oben angegeben, gekuppelt wird, jedoch nur für eine einzige Umdrehung des Nockens,
nach der der Nocken selbsttätig wieder entkuppelt wird. Diese Anordnungen seien
nun beschrieben.
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Jede Klinke io2 ist mit einem Ansatz io5 ausgerüstet, der in der in
Fig. z dargestellten Ruhelage mit einer Laufrolle io6 an einem Griffhebel io7 zusammenwirkt,
um die zugehörige Klinke io2 entgegen der Spannung der Feder 104 mit dem zugehörigen
Sperrade 96 außer Eingriff zu halten. Jeder Hebel io7 ist bei io8 an einem Tragarm
iog schwenkbar gelagert, der mit Schrauben iii an einer Querschiene iio befestigt
ist. Die Schiene iio ist an ihren Enden mit Füßen 112 ausgerüstet, über die sie
mit Schrauben 113 an dem unteren Rahmen 2 befestigt ist. Das untere Ende jedes Hebels
107 ist in einem Schlitz eines Kammes 115 geführt und an der Bewegung im Uhrzeigersinn
durch den Grund des zugehörigen Führungsschlitzes gehindert. Eine Zugfeder 116 ist
mit dem einen Ende an dem Hebel 107, mit dem anderen Ende an einem Flansch 117 befestigt,
der an dem vorderen Ende des Führungskammes 115 ausgebildet ist. Der Führungskamm
115 ist durch Schrauben 118 (Fig. 5) mit der Querschiene iio verbunden und trägt
nach unten ragende Stützen iig (Fig. i), die ihrerseits einen insgesamt mit igo
bezeichneten Rahmen tragen. Das äußere Ende des Tragrahmens i2o ist mit Schrauben
121 an einer zweiten Querschiene 122 befestigt, die der Querschiene iio entspricht
und an ihren Enden auch in gleicher Weise mit den Seitenteilen des Rahmens 2 verbunden
ist. Aufrecht stehende Seitenteile 123 an dem Rahmen i2o bilden Stützen für zwei
Paare von Lagerrollen 124; die zwischen den Enden und unterhalb
der
Welle 13 angeordnet- sind. Diese -Rollen stehen mit den Naben 97 von zwei Sperrädern
96 in Verbindung, um eine reibungsarme Lagerung für die Welle 13 zwischen ihren
Enden zu schaffen und um dem nach unten gerichteten Druck auf diese Welle, der durch
die Spannung von federbelasteten Betätigungsorganen, die mit den Nocken 12 zusammenwirken,
erzeugt wird, entgegenzuwirken, wie aus dem Folgenden hervorgeht.
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Zunächst sei noch erläutert, daß e:n nach oben und nach vorn gerichteter
Arm 125 (Fig. 1) an dem Griffhebel 107 mit einer Aussparung oder einem Anschlag
126 versehen ist, in den ein sich waagerecht erstreckender Ansatz 127 an einem nach
unten ragenden Arm 128 eingreift. Dies hat den Zweck, den zugehörigen Griffhebel
107 (Fig. 4) in die unwirksame Stellung zu schwenken und von der zugehörigen Klinke
1o2 wegzuziehen. Hierdurch kann die Klinke 1o2 ihren Nocken 12 mit dem entsprechenden
Sperrad 96 kuppeln, jedoch nur während einer einzigen Umdrehung des Rades, wie weiter
unten beschrieben. Das sich nach oben erstreckende Ende 125" eines jeden Armes 125
verhindert, daß der Ansatz 127 hinter den zugehörigen Arm 125 schwingen kann und
daß die Teile 126, 127 beim Zusammenklappen der Rahmenhälften klemmen.
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Jeder Arm 182 (Fig. i) ist bei 129 mit seinem zugehörigen Tastenhebel
130 schwenkbar verbunden. Die Hebel 130 sind mit Tasten 130a versehen. Sie
dienen zum Zahlenschreiben und zum Betätigen des Rechenwerks. Sie entsprechen den
Buchstabentastenhebeln 44, mit der Ausnahme, daß die ersteren keine Arme 48, dafür
aber schwenkbare Arme 128 aufweisen. Die Tastenhebel 130 liegen zwischen den Hebeln
44 und 68 in ähnlicher paralleler Anordnung. Sie sind an der gemeinsamen Tragstütze
45 (Fig. 1i) gelagert und mit den Federn 46 ähnlichen Rückführfedern ausgerüstet.
Jedem Tastenhebel 130 ist ein Hebel 131 (Fig.9) zugeordnet, der parallel zu diesem
und angrenzend an diesen angeordnet, an der Tragstütze 45 gelagert und mit einem
nach unten gerichteten Ansatz 132 versehen ist. Der Teil 132 weist einen Schlitz
133 auf, der einen sich von einem zugeordneten Hebel 134 (Fig. i) waagerecht erstreckenden
Stift 134a aufnimmt. Die Hebel 134 sind in der Mitte parallel zueinander um eine
Stange 135 schwenkbar gelagert und durch geeignete Zwischenlagen voneinander getrennt.
Die Hebel 134 werden unter Uberwachung durch die Nocken 12 durch die Motorkraft
bewegt, wie gleich beschrieben wird. Jeder Hebel 131 ist mit einem Zahlentypenhebel
in derselben Weise verbunden wie die Buchstabentypenhebelmit ihren Zughebeln.68.
Jeder Hebel 131 (Fig. 4) weist einen sich nach oben erstreckenden Ansatz 137 auf;
der mit einem sich waagerecht - erstreckenden Stift 138 ausgerüstet ist. Dieser
Stift erfaßt einen Schlitz 139 in einem winkligen Zughebe114o, der in der bereits
beschriebenen Weise mit dem zugehörigen Typenhebel verbunden ist.
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Das obere Ende jedes Armes 128 ist mit dem Ende einer Zugfeder 128a
verbunden, die andererseits an einem Stift 141 an `dem zugehörigen Tastenhebel 13o
befestigt- ist. Die Spannung der Feder 128a dient dazu, den Hebel 128 für gewöhnlich
gegen einen Anschlagstift 142 zu legen, der an dem zugehörigen Tastenhebel befestigt
ist.
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Wird ein Tastenhebel 130 in die in Fig.4 dargestellte Stellung gedrückt,
so wird der Hebel 107 entgegen _ dem Uhrzeigersinn gedreht, bis seine Bewegung durch
einen Anschlagstift 143 an dem zugehörigen Tragarm 1o9 begrenzt wird. Hierdurch
wird die Klinke 1o2, die durch den Hebel 107 festgehalten wurde, entsperrt. Zu diesem
Zeitpunkt gleitet der Ansatz 127 des Armes 1z8 von dem Ansatz 126 des Hebels 1o7
ab. Der Hebel l07 kommt hierdurch von dem niedergedrückten Tastenhebel
130 frei; er kann nunmehr unter der Wirkung seiner Feder 116 in die Ruhestellung
zurückkehren. Sobald die Klinke 1o2 in der angegebenen Weise entriegelt ist, fällt
der Ansatz 105 in eine Stellung, in der die Rolle 1o6 nicht unter diesen Ansatz
greifen kann, selbst wenn der Zahn 103 der Sperrklinke, wie in Fig. 4 dargestellt,
auf einen Zahn 99 des zugehörigen Sperrades fallen sollte. Ist die Sperrklinke log
in eine Aussparung ioo des Sperrades 96 eingefallen, so dreht sich alsdann der zugehörige
Nocken 12 mit der Treibwelle 13 in einer der Uhrzeigerbewegung entgegengesetzten
Richtung. Der Hebel 107 kehrt darauf in die in Fig. 5 dargestellte Ruhestellung
zurück, in der er dann wieder bereit ist, mit dem Ansatz 105 zusammenzuwirken und
die Sperrklinke 1o2 von ihrem Sperrade 96 zu entkuppeln, wenn das Rad eine Umdrehung
vollendet hat. Die Teile stehen dann wieder in der in Fig. r dargestellten Stellung.
Hält der Schreiber, wie in ausgezogenen Linien in Fig. 6 dargestellt, die Taste
130a niedergedrückt, so wird trotzdem der Hebel 107 unabhängig hiervon in.
seine Ruhestellung zurückkehren und die Kupplung 93, log lösen.
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Aus dem oben Gesagten folgt, daß jedes Niederdrücken einer Zahlentaste
130a lediglich eine einzige Umdrehung des zugeordneten Nockens 12 durch die angetriebene
Welle 13 ergibt, selbst wenn die Taste durch den Schreiber niedergedrückt gehalten
wird.
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Nachdem nun beschrieben worden ist, in welcher Weise die Nocken 12
wahlweise durch die Treibwelle 13 angetrieben werden, sei nun erläutert, auf welche
Weise die Bewegung von diesen Nocken auf die Zahlentypenhebel übertragen wird,
Es
ist eine Reihe von schwingenden Betätigungsorganen 144 (Fig. x) vorgesehen, die
in ihrer Anzahl der Zahl der verwendeten Nocken 12 entspricht und von denen in dem
beschriebenen Ausführungsbeispiel elf vorgesehen sind, und. zwar je eine für die
Zahlentypenhebel o bis 9 und eine für die übliche Pence-Taste. Jedes Betätigungsorgan
144 besteht aus einem Hebel, der lose um eine feste Stange 145 schwenken kann, die
an ihren Enden in an dem Rahmen i befestigten Trägern 146 angebracht ist. Die Organe
144 werden durch Abstandsscheiben i47 (Fig. 9) in bestimmtem Abstand voneinander
gehalten. Diese Abstandsscheiben sind je mit einer Befestigungsschraube 148 auf
der Stange 145 angebracht. Jedes Organ 144 trägt eine Rolle 49, die auf der einen
Seite des Organs drehbar gelagert ist. Ein Kopfbolzen 15o ragt durch den Arm. 144
hindurch und bildet ein Lager für eine zweite Rillenrolle 155 auf der anderen
Seite des Armes i44.. Jedes Organ 144 ist mit derartigen Rollen 149 und 155 ausgerüstet.
Wie bereits ausgeführt, legt sich die Rolle 149 gegen den zugehörigen Nocken 12,
während jede Rolle 155 ein Lager für ein Ende 157a einer starken Feder
157
bildet. Das entgegengesetzte Ende 158 jeder Feder legt sich gegen eine
Querstütze 159, die an ihren Enden mit dem Rahmen i verbunden ist. Die Windungen
der Feder 157 sind um die zugehörige Abstandsscheibe 147 der Stange 145 gelegt.
Die Federkraft drückt die zugehörigen Organe 144 nach unten, die sich unter diesem
Druck gegen die zugehörigen Nocken i2 anlegen. Die Kraft jeder Feder 157
reicht
aus, um das Rechenwerk zu betätigen. Diese Kraft ist aber nicht notwendig, um die
zugehörige Zahlentaste anzutreiben, die zwangsläufig durch den Nocken 12 betätigt
wird, wenn dieser Nocken den Arm 144 entgegen der Kraft seiner Feder 157 in die
Ruhestellung zurückführt, wie sich aus dem Folgenden ergibt.
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Jedes Organ 144 ist mit einem von der Stange i45 nach vorn gerichteten
und auf ihr aufgebrachten Halte- oder Greifarm 16o (Fig. 6) versehen, der mit dem
zugehörigen, sich nach unten erstreckenden Arm 128 zusammenwirkt. Dieses Zusammenwirken
hat den Zweck, den Arm 128 an einer Rückkehrbewegung in die Eingriffstellung mit
seinem Greifhebel io7 zu verhindern, bis der zugehörige Nocken 12 seine Drehung
nahezu vollendet hat. Da derNocken 12 aus der in Fig.4 dargestellten Lage losläuft,
läßt er zunächst ein Senken des zugehörigen Armes 144 unter dem Einfluß der zugehörigen
Feder 157 zu. Sobald der tiefste Punkt des Nockens erreicht ist, wirkt der Arm 16o
auf den zugehörigen Arm 128 und verhindert dessen rückläufige Bewegung (Fig. 5 und
6). Der Arm 16o bleibt eine gewisse Zeit lang in dieser Sperrstellung, und zwar
im wesentlichen, bis der Nocken 12 seine Umdrehung beendet und der Arm 144 in die
in Fig. = dargestellte Ruhestellung zurückgekehrt ist. Hierdurch wird ein Abhalten
des Armes 128 von seinem Greifhebel io7 sichergestellt, damit der letztere nicht
vor beendigtem Nockenumlauf von neuem ergriffen wird, sondern sogleich in eine Stellung
zurückfallen kann, in der er mit der Sperrklinke ioz zusammenwirkt und diese ausklinkt,
wenn diese mit dem zugehörigen Nocken herumgedreht ist.
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Wie bereits erwähnt, ist jeder Nocken 12 auf Kugeln gelagert. Wenn
daher die Nocken in der in Fig. i dargestellten Ruhestellung von ihren Sperrädern
96 gelöst sind, werden sie frei und können sich leicht auf ihren Lagern in Uhrzeigerrichtung
drehen. In diesem Augenblick könnte die Spannkraft der Feder 104 den zugehörigen
Nocken in Richtung des Uhrzeigers drehen. Eine Bewegung des Nockens 12 in Uhrzeigerrichtung
würde eine Bewegung des Zahnes 103 der Sperrklinke io2 gegen die Zähne des
schnell drehenden Treibrades 96 bewirken. Selbst wenn die Größe dieser Bewegung
der Sperrklinke io2 ungenügend wäre, um ihren Zahn 103 zwischen die Zähne des Rades
96 einzudrücken, so würde trotzdem diese Bewegung der Klinke io2 ein lautes Maschinengeräusch
verursachen. Um diesen Nachteil zu beseitigen, ist an jedem Nocken 12 eine Erhöhung
i2a vorgesehen, die in der in Fig. i dargestellten Ruhelage der Teile gerade vor
der zugehörigen Rolle 149 liegt. Mit Hilfe des Buckels i2a überwindet die größere
Kraft der Feder 157 gegen die Rolle 149 das Bestreben der schwächeren Feder 104,
den zugehörigen Nocken aus seiner Ruhestellung heraus im Uhrzeigersinn zu drehen.
Es wird daher in derRuhestellung derTeile jederNocken 12 genau in seiner Ausgangsstellung
gehalten, ungeachtet der Spannung seiner Feder io4, die den Nocken aus dieser Stellung
herausbewegen will und eine Berührung der zugehörigen Sperrklinke ioz mit dem schnell
laufenden Treibrad 96 verhindert. Dieses Merkmal ist für den Bau einer. einwandfrei
arbeitenden Maschine der hier behandelten Art von besonderer Bedeutung.
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Jedes Organ 144 besitzt an seinem freien hinteren Ende einen verbreiterten
Teil 44a (Fig. i), an dem ein einseitig wirkender Greifhebel i6i bei i62 schwenkbar
gelagert ist. Dieser Hebel trägt eine Gleitrolle 163 an seinem oberen Ende. Diese
Rolle wirkt mit einem zugehörigen Betätigungshebel i34 zusammen, durch den, wie
vorher beschrieben, die entsprechende Typenbewegung gesteuert wird. Auf der rechten
Seite jedes Armes 144 sitzt ein Klotz 164 (Fig. 7), der bei 165 vernietet ist. In
diesem Klotz sitzt eine einstellbare Anschlagschraube i66, deren Ende mit einer
Kante 167 des zugehörigen Greifhebels i6z zusammenwirkt,
um dessen
Bewegung um den Bolzen 162 in einer Richtung zu begrenzen. Eine Zugfeder 168 ist
mit einem Ende an dem Hebel 161 befestigt und mit ihrem anderen Ende mit dem Arm
144 verbunden. Diese Feder drückt für gewöhnlich ihren Greifhebel 161 gegen dessen
Begrenzungsanschlag 166 (Fig. 5). Wenn der Arm 144 in die in Fig. 5 dargestellte
Lage sinkt, so legt sich die Rolle 163 gegen das abgerundete Ende des zugehörigen
Betätigungshebels 134. Der Hebel 161 wird entgegen der Kraft seiner Feder 168 bewegt,
bis die Rolle 163 an dem Ende des zugehörigen Hebels 134 vorbeigleitet, ohne diesen
zu betätigen. Erreicht der niedergedrückte Hebel 144 seine niedrigste Lage, so wird
der Greifhebel 161 durch seine Feder 168 in die Lage gebracht, in der die Rolle
163 sich gegen die untere Seite des vorderen Endes des zugehörigen Betätigungshebels
134 anlegt. In diesem Augenblick legt sich der Greifhebel 161 gegen seinen Schraubenanschlag
166. Wird der Hebel 144 aus der Stellung nach Fig. 5 in diejenige der Fig. i durch
die Wirkung des zugehörigen Nockens i2 gehoben, so wird der zugehörige Hebel 134
betätigt, um auf den entsprechenden Typenhebel 83 einzuwirken (Fig.6). Die kraftschlüssige
Betätigung des Typenhebels dauert so lange, bis er ungefähr zwei Drittel des Weges
zur Schreibstellung zurückgelegt hat. Alsdann wird die Rolle 163 mit dem zugehörigen
Hebel 134 außer Eingriff gebracht. Der Typenhebel setzt seine Bewegung in die Schreibstellung
durch seine eigene Wucht und derjenigen der mit ihm verbundenen Teile fort. Der
betätigte Arm 14. und der Greifhebel 161 setzen ihre Rücklaufbewegung in die Ruhestellung
unter der weiteren Drehung des Nockens 12 fort und sind für eine neue Betätigung
des Typenhebels bereit, wenn dieser und die zugehörigen Teile in die Ruhestellung
zurückgelangt sind, jedoch immer erst nach der Rückkehr des zugehörigen Betätigungsorgans
144 in die Ruhelage.
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Es seien nun die Anordnungen beschrieben, durch die das Rechenwerk
durch die Betätigungsorgane 144 unter der Kraft der Federn 137 und unter Steuerung
durch die Nocken 12 betätigt wird.
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Es sind eine Reihe von Betätigungsarmen 169 (Fig. i) für das Rechenwerk
vorgesehen, und zwar einer für jedes Organ 144. Die Arme 169 sind lose auf einer
Stange 17o aufgebracht, die durch an dem Rahmen i befestigte Tragarme 171 gehalten
werden. Jeder Arm 169 ist über einen Lenker 172 mit dem zugehörigen Betätigungsorgan
144 verbunden. Aus bestimmten, gleich erkennbaren Gründen ist zweckmäßigerweise
zwischen den Organen 144 und 169 eine nachgiebige Verbindung vorgesehen, die zwangsläufig
eine Abwärtsbewegung des ersteren auf das letztere überträgt, die aber in umgekehrter
Richtung dämpfend oder-nachgiebig ist. Um dies zu verwirklichen; ist in dem Ausführungsbeispiel
folgende Bauart gewählt Jeder Lenker 172 (Fig. i) ist an seinem unteren Ende gegabelt.
Die Gabelteile liegen auf entgegengesetzten Seiten des zugehörigen Organs 144. Die
Gabeln jedes Lenkers sind durch einen Bolzen 173 miteinander verbunden, der
durch einen senkrechten Schlitz 174 im zugehörigen Organ 144 hindurchragt. Der Lenker
172 wird durch einen Hebel 175 nach oben gedrückt, der sich gegen das untere Ende
eines Gabelteiles des Lenkers 172 anlegt und den Stift 173 für gewöhnlich gegen
den oberen Rand des Schlitzes z74 anlegt. Jeder Hebel 175
ist bei 176 auf
einer Seite des zugehörigen Organs 144 schwenkbar, gelagert. Eine Zugfeder 177 ist
mit einem Ende an dem zugehörigen Hebel 175, mit dem anderen an einer Schraube 178
befestigt, die von dem Betätigungsorgan 144 getragen wird.
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Die Bauart ist derart, daß jedes Organ 144 bei seiner Abwärtsbewegung
unter dem Einfluß seiner Feder 157 den zugehörigen Arm 169 zwangsläufig mitnimmt.
Wenn aber der Arm 169 bei der Aufwärtsbewegung eines Organs 144 unter der zwangsläufigen
Wirkung seines Nockens 12 aus irgendeinem Grunde einen starken Widerstand ausübt
oder gegen Rückwärtsbewegung gesperrt oder verriegelt wird, bevor die Erhöhung des
Nockens erreicht ist, dann läßt der zugehörige Schlitz 174 eine Aufwärtsbewegung
des hinteren Endes des Organs 144 zu, ohne irgendeine Bewegung auf seinen Lenker
172 auszuüben. In diesem Augenblick wird der Hebel 175 entgegen der Kraft seiner
Feder 177 um seinen Bolzen 176 gedreht. Ist der Widerstand gegen die Bewegung des
Lenkers 172 beseitigt, so wird durch die Feder 177 die gewöhnliche Verbindung zwischen
dem Lenker i72 und seinem Organ 144 wiederhergestellt.
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An den einzelnen Armen 169 greifen Zugstangen 179 an, die in bekannter
Weise (vgl. die amerikanische Patentschrift i 27o 471) auf das Einstellwerk für
die Addierwerke einwirken.
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Die Hälften 1, 2 des in bekannter Weise zweiteilig ausgeführten Maschinenrahmens
sind durch ein Scharnier 3, 4, 5 gelenkig verbunden, und die in diesen Rahmenhälften
gelagerten Triebwerksteile sind so zueinander angeordnet, daß sie das Aufklappen
nicht behindern und beim Zusammenklappen der Rahmenhälften ohne weiteres in betriebsbereite
Lage zueinander kommen.
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Die Rahmenhälften werden durch Zentrierstift 6 und Bohrung 611 gegeneinander
ausgerichtet und in hochgeklappter Lage durch Stützen 276 gehalten, deren Schlitz
278 mit seinem abgebogenen Ende 28o über einen Zapfen 279 der unteren Rahmenhälfte
greift.