CH199455A - Verfahren zur Darstellung einer Pyrimidinverbindung. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung einer Pyrimidinverbindung.

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CH199455A
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Darstellung einer     Pyrimidinverbindung.       Es wurde gefunden,     dass@    beim Einwir  ken von     Nitrit    und     4-Amino-5-aminoalkyl-          pyrimidine        bezw.    deren     Substitutionspro-          dukte    nur die im     5-Aminoalkylrest    stehende       Aminogruppe    vom     Nitrit        angegriffen    wird,  und     dass        @es        infolgedessen    möglich ist,

   von  den     4-Amino-5-aminoalkyl'-pyrimidinen        bezw.     ihren Salzen aus in glatter Weise zu den 4  Amino-5-oxyalkyl-pyrimidinen und zu den  Estern dieser     Oxyverbindungen    zu gelangen.  Die Ester kann man zum Beispiel durch     Ver-          esterung    der zunächst entstehenden     4-Amino-          5    -     oxyalkyl    -     pyrimidinverbindungen        mittels     Säuren,     Säureanhydriden    oder auch Säure  halogeniden erhalten.

   Halogenwasserstoff  säureester erhält man im besonderen auch  durch Einwirkung der     Halogenide    des Phos  phors und der Schwefelsäuren. Man kann die  Ester aber auch     unmittelbar    aus den     4-          Amino    - 5     -aminoalkyl-pyrimidinverbindungen     gewinnen, wenn man das     Nitrit    in Gegen  wart von überschüssiger Säure, im besonde  ren von     Halogenwasserstoffsäure,    einwirken    lässt. Nitrit kann in Form von Salzen oder  Estern der salpetrigen Säure oder von andern  salpetrige Säure     abgebenden    Stoffen Ver  wendung finden.

   So können zum Beispiel       Amylnitrit,        nitrose    Gase,     Nitrosylschwefel-          säure    und     dergl.    angewendet werden.  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur Herstellung einer     Pyri-          midinverbindung,    dadurch     gekennzeichnet,     dass man     2-Methyl-4-amino-5-aminomethyl-          pyrimidin    durch Einwirken von salpetriger  Säure in das     2-Methyl-4-amino-5-oxymethyl-          pyrimidin    umwandelt. Die salpetrige Säure       kann    man in der Reaktionsmischung aus  ihren     Verbindungen,    im besonderen ihren  Salzen     entstehen    lassen, indem man zum Bei  spiel die salpetrige Säure aus ihren Salzen  durch Zusatz einer stärkeren Säure in Frei  heit setzt.

   Diese starke Säure kann auch an  das     2-Methyl-4-amino-5-aminomethylpyrimi-          din    gebunden sein.  



  Das so erhältliche     2-Methyl-4-amino-5-          oxymethylpyrimidin    bildet farblose Kristalle      vom F. 191  . Es soll als Ausgangsstoff bei  chemischen Synthesen     Verwendung    finden.  



  Das zuvor beschriebene Verhalten der     4-          Amino-5-aminoalkylpyrimidine    gegen Nitrit  ist überraschend. Denn da in     4-Amino-5-al-          kylpyrimidinen    durch Einwirkung von sal  petriger Säure die     Aminogruppe    gegen die       Hydroxylgruppe    ausgetauscht wird     (Meyer-          Jacobson    "Lehrbuch der organischen Che  mie", Il. Band, 3.

   Teil, S. 1179,     Abs.    1), war  zu     erwarten,    dass auch bei den     4-Amino-5-          aminoalkyl-pyrimidinen    die in     4-Stellung     stehende     Aminogruppe    sich mit dem Nitrit  umsetzen würde.

       Anderseits    war auf Grund  der bekannten Umsetzungen von salpetriger  Säure mit Verbindungen, die eine     Amino-          und    eine     Aminoalkylgruppe    in ähnlicher  Gruppierung wie die 4-     Amino-5-aminoalkyl-          pyrimidine    enthalten, zu     erwarten,    dass     die     Einwirkung von Nitrit auf     4-Amino-5-          aminoa.lkyl-pyrimidine    zur Bildung eines       stickstoffhaltigen    Ringes führen würde.

   So  hat man zum Beispiel durch Einwirken von  Nitrit auf     o-Aminobenzylmethylamin    das       Methyl-ss-phendihydrotriazin    erhalten. Beim  Einwirken von salpetriger Säure auf     o-          Aminobenzylamin    soll ebenfalls ein neuer  zugleich Sauerstoff und Stickstoff enthalten  der Ring gebildet werden     (Journ.    f.     prakt.     Chemie (2), Band 51 (l895), Seite 130).  Schliesslich sei auch an die Bildung eines       Triazins    bei Einwirken von salpetriger  Säure auf     1,8-Naphthylendiamin    erinnert.

         Beispiel:     63,3 g     2-lfethyl-5-aminomethyl-4-amino-          py        rimidinhydrochlorid    werden bei 50 bis 60      in 600 cm' Wasser gelöst. Bei dieser     Tempe-          ratur    wird eine     Lesung    von 22g     Natriumni-          trit    in 200 cm' Wasser     eingetropft.    Man er  hitzt 2     Stunden    auf 50     bis    60  , setzt 45 g  wasserfreies     Natriumcarbonat    dazu und ver  dampft     unter    vermindertem Druck zur  Trockne.

   Der pulverisierte Rückstand     wird     mit Aceton heiss ausgezogen. Beim Eindamp  fen des Acetons erhält man das     2-Methyl-4-          amino-5-oxymethylpyrimidin    in farblosen  Kristallen vom F. 191  .

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung einer Pyrimi- dinverbindung, dadurch gekennzeichnet, dass man ,2-Methyl-4-amino-15-aminomethylpyri- midin durch Einwirken von salpetriger Säure in 2-Methyl-4-amino-5-oxymethylpyrimidin umwandelt. Die so erhältliche Verbindung bildet farblose Kristalle vom F. 191 . UNTERANSPRMHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man salpetrige Säure verwendet, die aus Alkalinitrit und einer Säure hergestellt wurde. 2.
    Verfahren gemäss Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass man salpetrige Säure verwendet, die aus Alkalinitrit und der durch Hydrolyse eines Salzes des 2 - Methyl -4-amino-5-aminomethyl-pyrimi- din9 gebildeten .Säure hergestellt wurde.
CH199455D 1936-05-15 1937-04-27 Verfahren zur Darstellung einer Pyrimidinverbindung. CH199455A (de)

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