AT158646B - Verfahren zur Darstellung von Estern der 4-Amino-5-oxyalkylpyrimidine. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Estern der 4-Amino-5-oxyalkylpyrimidine.

Info

Publication number
AT158646B
AT158646B AT158646DA AT158646B AT 158646 B AT158646 B AT 158646B AT 158646D A AT158646D A AT 158646DA AT 158646 B AT158646 B AT 158646B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
amino
pyrimidine
acid
esters
methyl
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Ig Farbenindustrie Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ig Farbenindustrie Ag filed Critical Ig Farbenindustrie Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT158646B publication Critical patent/AT158646B/de

Links

Landscapes

  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Darstellung von Estern der   4-Amino-5-oxyalkylpyrimidine.   
 EMI1.1 
   4-Amino-5-aminoalkyl-pyrimidinen   bzw. ihren Salzen ausgehend in glatter Weise zu 4-Amino-5-oxyalkyl-pyrimidinen und durch Veresterung dieser zunächst entstehenden Oxyverbindungen, z. B. mittels Säuren, Säureanhydriden oder auch Säurehalogeniden, zu den entsprechenden Estern zu gelangen ; Halogenwasserstoffsäureester erhält man im besonderen auch durch Einwirkung der Halogenide des Phosphors und der Schwefelsäuren. Man kann die Ester aber auch unmittelbar aus den 4-Amino-5- 
 EMI1.2 
   schüssigen   Mengen der zur Veresterung dienenden Säuren, im besonderen von Halogenwasserstoffsäure, einwirken lässt. An Stelle der salpetrigen Säure können auch deren Ester oder andere salpetrige Säure abgebende Stoffe, wie z. B.

   Amylnitrit, nitrose Gase, Nitrosylschwefelsäure u. dgl., angewendet werden. 



   Das zuvor beschriebene Verhalten der 4-Amino-5-aminoalkyl-pyrimidine gegen salpetrige Säure ist überraschend. Da in   4-Amino-5-alkyl-pyrimidinen   durch Einwirkung von salpetriger Säure 
 EMI1.3 
 organischen Chemie", II. Band, 3. Teil, S. 1179, Abs. 1), war zu erwarten, dass auch bei den 4-Amino- 5-aminoalkyl-pyrimidinen die in 4-Stellung stehende Aminogruppe sich mit der salpetrigen Säure umsetzen würde. Anderseits war auf Grund der bekannten Umsetzungen von salpetriger Säure mit Verbindungen, die eine Amino-und eine Aminoalkylgruppe in ähnlicher Gruppierung wie die 4-Amino- 5-aminoalkyl-pyrimidine enthalten, zu erwarten, dass die Einwirkung von Nitrit auf 4-Amino-5-aminoalkyl-pyrimidine zur Bildung eines stickstoffhaltigen Ringes führen würde. 



   Beispiel 1 :   63'3y 4-Amino-2-methyl-5-aminomethyl-pyrimidin-hydrochlorid werden   bei   50-60  in   600   cm"Wasser gelöst.   Sodann wird eine Lösung von 22 g Natriumnitrit in 200 cm"Wasser eingetropft und 2 Stunden auf   50-60'erhitzt,   45 g wasserfreies Natriumcarbonat hinzugegeben und unter vermindertem Druck zur Trockne verdampft. Der pulverisierte Rückstand wird mit Aceton heiss ausgezogen, worauf man nach Eindampfen des Acetons das 4-Amino-2-methyl-5-oxymethylpyrimidin in farblosen Kristallen vom F =   191'erhält.   
 EMI1.4 
 eingeleitet, wobei die Temperatur bis gegen   600 steigt.   Das erst ausgeschiedene Hydrobromid des Alkohols geht in Lösung ; nach und nach scheidet sich das Hydrobromid des 4-Amino-2-methyl-5brommethyl-pyrimidins in feinen Kristallen ab.

   Diese werden abgesaugt und mit Eisessig und mit Äther gewaschen   (F = 2080 unter Zersetzung).   



   Dasselbe Produkt erhält man beim Erwärmen von   4-Amino-2-methyl-5-oxymethyl-pyrimidin   mit wässriger Bromwasserstoffsäure   (D = 1'7)   auf dem Wasserbad. 



   Das Hydrochlorid des Benzolsulfonsäureesters erhält man aus der 5-Oxymethylverbindung wie folgt : 
 EMI1.5 
 gewaschen. Das so erhaltene schwach gelb gefärbte Pulver stellt das Hydrochlorid des Benzolsulfonsäureesters von   4-Amino-2-methyl-5-oxymethyl-pyrimidin   dar. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Beispiel 2 :   21#1 g 4-Amino-2-methyl-5-aminomethyl-pyrimidin-hydrochlorid   werden fein gepulvert in 300 cm3 konzentrierter Salzsäure verteilt und bei   40-50  mit   einer konzentrierten   wässrigen Lösung von 7 g Natriumnitrit versetzt. Man erhitzt auf 40-50'bis zur Beendigung der Stickstoffentwicklung, giesst in Eiswasser, überschiehtet mit viel Äther und macht unter Rühren und   starkem Kühlen mit   Kaliumcarbonatlösung   alkalisch. Nach wiederholtem Ausziehen mit Äther und Abdampfen des Lösungsmittels hinterbleibt das 4-Amino-2-methyl-5-chlormethyl-pyrimidin in farblosen Kristallen (F =   163 ).   



   Dieselbe Verbindung kann auch auf folgende Weise hergestellt werden : 
 EMI2.1 
 des Chloroforms und des entstandenen Phosphoroxychlorids bleibt das Hydrochlorid des   4-Amino-     2-methyl-5-chlormethyl-pyrimidins   vom F =   2230 zurück,   das mit kalter   Kaliumearbonatlösung   in die freie Base umgewandelt wird. 



   Man erhält das Hydrochlorid auch beim Erhitzen von 4-Amino-2-methyl-5-oxymethyl-pyrimidin 
 EMI2.2 
 Gasentwicklung beendet ist, wird die Essigsäure unter vermindertem Druck verdampft und der Rückstand unter Kühlung mit einer konzentrierten Kaliumcarbonatlösung versetzt. Dabei scheidet sich das   2#4-Diamino-5-acetoxyäthyl-6-methyl-pyrimidin   fest aus. Die Verbindung ist in Wasser leicht, in Benzol schwer löslich und zersetzt sieh beim Erhitzen über   200 .   



   Beispiel 4 : 31 g 4-Amino-2-phenyl-5-aminomethyl-pyrimidin-dihydrochlorid werden in einem Kolben in 60   cm3   Wasser gelöst und unter Rühren auf   50-60d erwärmt.   Innerhalb einer Stunde wird eine Lösung von 8 g Natriumnitrit in 100 cm3 Wasser eingetropft und der Kolbeninhalt weitere 2 Stunden auf   60'gehalten.   Dann wird die trüb gewordene Lösung mit Natriumcarbonat alkaliseh gemacht und mit Methylenchlorid ausgeschüttelt. Die vereinigten   Methylenchloridauszüge   werden mit ver- 
 EMI2.3 
 allmählich kristallin erstarrt. Es ist das   4-Amino-2-phenyl-5-oxymethyl-pyrimidin,   dessen salzsaures Salz bei   199" und   dessen Pikrat bei   1770 schmilzt.   



   10 g   4-Amino-2-phenyl-5-oxymethyl-pyrimidin-pikrat   werden in 300 cm3 Eisessig gelöst ; in die Lösung wird bei einer Temperatur von   350 trockener   Bromwasserstoff bis zur Sättigung eingeleitet. 



  Dann wird 18 Stunden stehen gelassen und bis zur beginnenden Kristallisation mit Äther versetzt. Die Kristalle werden abgesaugt und mit Äther nachgewaschen. Man erhält so das 4-Amino-2-phenyl- 5-brommethyl-pyrimidin-hydrobromid (F =   165 ).   



   PATENT-ANSPRÜCHE   :  
1. Verfahren zur Darstellung von Estern der 4-Amino-5-oxyalkyl-pyrimidine, dadurch gekennzeichnet, dass man auf 4-Amino-5-aminoalkyl-pyrimidine bzw. deren Salze, salpetrige Säure oder diese Säure bildende Stoffe einwirken lässt und die dabei entstehenden   4-Amino-5-oxyalkyl-pyrimidine   nach an sich üblicher Weise verestert.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man auf die 4-Amino-5-aminoalkyl-pyrimidine salpetrige Säure in Gegenwart von überschüssigen Mengen der zur Veresterung dienenden Säure einwirken lässt.
AT158646D 1936-05-15 1937-04-27 Verfahren zur Darstellung von Estern der 4-Amino-5-oxyalkylpyrimidine. AT158646B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE158646T 1936-05-15

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT158646B true AT158646B (de) 1940-04-25

Family

ID=29413020

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT158646D AT158646B (de) 1936-05-15 1937-04-27 Verfahren zur Darstellung von Estern der 4-Amino-5-oxyalkylpyrimidine.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT158646B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT158646B (de) Verfahren zur Darstellung von Estern der 4-Amino-5-oxyalkylpyrimidine.
AT126139B (de) Verfahren zur Darstellung basischer Nitroderivate des 9-Aminoacridins.
AT251570B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen 5-Nitropyrrolderivaten
DE1100028B (de) Verfahren zur Herstellung von Salpetersaeureestern von Dialkyl-xanthin-carbonsaeureoxyalkylamiden
AT203495B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen tertiären Aminen
DE901053C (de) Verfahren zur Herstellung von Guanidinthiocyanat
AT227684B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Anthranilsäuren und deren Salzen
AT200584B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Salpetersäureestern von N-heterocyclischen Carbonsäureoxyalkylamiden
AT319960B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Pyridazinverbindungen
DE830955C (de) Verfahren zur Herstellung bestaendiger Trinitroalkanolaminsalze
AT203508B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen substituierten 3,5-Dioxo-tetrahydro-1,2,6-thiadiazin-1,1-dioxyden
DE1803911C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 7-Chlor-2-methylamino-5-phenyl-3H-l,4benzodiazepin-4-oxid
AT217048B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen in 7-Stellung substituierten Theophyllin-Derivaten
AT146504B (de) Verfahren zur Herstellung von Amiden der Pyrazinmonocarbonsäure.
AT258284B (de) Verfahren zur Herstellung des neuen 4-Methyl-5-β-chloräthyl-thiazolphosphats
AT223197B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Estern des N-(β-Oxyäthyl)-N&#39;-[γ-(3&#39;-chlor-10&#39;-phenthiazinyl)-propyl]-piperazins
AT201059B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen 3,5-Diketo-pyrazolidinderivaten
CH339925A (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Acyl-aminomethylphosphonsäuren
AT223188B (de) Verfahren zur Herstellung neuer N,N-disubstituierter Monoaminoalkylamide und ihrer Salze
AT214928B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Camphidiniumverbindungen
AT229866B (de) Verfahren zur Herstellung des neuen 1,2,-Diphenyl-4-carbamoyl-3, 5-pyrazolidindions
AT158150B (de) Verfahren zur Darstellung von racem. prim. Lysergsäurehydrazid.
AT254891B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Phenthiazinderivaten und ihren Salzen
AT214936B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Sulfonylurethan-Aminsalzen
CH349599A (de) Verfahren zur Herstellung neuer Antituberkulotica