CH166805A - Verfahren zur Herstellung von Papier, Pappe oder dergleichen aus Faserstoffmasse. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Papier, Pappe oder dergleichen aus Faserstoffmasse.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Papier, Pappe oder dergleichen aus Faserstoffmasse. Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver fahren zur Herstellung von Papier, Pappe oder dergleichen, bei welchem Faserstoff masse mit fein verteiltem, wasserabstossendem Bindemittel imprägniert, die Faserstoffmasse in Bahnform gebracht und durch Erwärmen von Feuchtigkeit befreit wird.
Das neue Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass, nach Überführung der Faserstoffmasse in die Form einer Bahn,. die Bahn mit einem Fluss mittel behandelt wird, um die in der faserigen Bahn enthaltene wasserabstossende Bindemasse zur Auflösung und Verteilung zu bringen.
Das in dem Obigen gekennzeichnete Ver fahren unterscheidet sich also von den be kannten Verfahren, in welchen -die Papier bahn erst gründlich angefeuchtet wurde und dann mit einer Asphaltschicht auf einer Seite versehen wurde. Zur Anfeuchtung dienten weiche Petroleumasphalte; auch hat man zur Anfeuchtung Emulsionen von Bitumen ver wendet.
Solche Emulsionen wurden auch schon dem Holländer zugegeben, um aus der im Holländer bearbeiteten Fasersto.ffmasse Papierbahnen, die bereits das Imprägnie- rungsmittel enthalten, zu erzeugen.
Dieses Verfahren hat den Vorteil der gleichförmigen Verteilung und,den Nachteil, dass durch die mit dem Faserstoff vermischte Bitumen- masse eine Verschmierung und Verklebung der Papiermaschine stattfindet.
Wie eingangs erwähnt, gehört das Ver fahren zur Herstellung von Papier, Pappe, oder dergleichen aus Faserstoffmasse nach der vorliegenden Erfindung zu jenen Ver fahren, in welchen die Masse mit fein ver teilte,, wasserabstossendem Bindestoff ver setzt wird, um nach dieser Versetzung in die Form einer Bahn gebracht zu werden.
Auf diese Weise werden. idie Bindemittel ganz gleichmässig durch die ganze Faserstoff masse hindurch verteilt. Um nun die Ge schmeidigkeit :der Faserstoffbahn auch nach ihrer Trocknung zu wahren, wird nach dem vorliegenden Verfahren die Bahn mit einem F.lussmittel behandelt, um die in, ihr einge schlossene jvasserabstossernde Bindemasse in der Masse selbst zur Auflösung zu bringen.
Als Beispiel sei erwähnt., dass man sehr fein zermahlenen Asphalt, der einen Schmelz punkt von ungefähr 75 C gemäss dem Krämer-Sarnow-Prüfverfahren hat, mit oder ohne Zusatz von Ton, Talk oder dergleichen der gemahlenen Papierzeugmasse in der Schlagmaschine older Mischmaschine hinzu setzt, und zwar in einem derartigen Verhäft- nis, dass die gewünschte Imprägnierung er reicht wird,
wobei man die Wirkung des später angewendeten Flussmittels berück sichtigt.
Das Mahlen des Aspha-lies kann dadurch erleichtert werden, dass man ihn zuerst auf eine Temperatur von ungefähr 0 C abkühlt, welche Temperatur je nach der Höhe des Schmelzpunktes des A5plia.ltes etwas variiert. Hierdurch wird .der Asphalt zeitweilig hart und brüchig und man kann ihn leicht zu Klumpen zerbrechen, die sehr leicht zer stossen und zermahlen werden können, um ein Pulver zu erzeugen, was mittelst einer Kolloidmühl_.e geschehen kann.
Da, das feine Asphaltpulver -die Neigung hat, sich bei gewöhnlicher Temperatur zu Klumpen zusammen zu ballen, so ist es rat sam, zu .dieem Asphaltpulver staubförmige Substanzen wie Steinstaub, Glaspulver ,oder Glimmerpulver hinzuzusetzen.
Auch kann man Talk, Ton oder dergleichen fein zerteilte Materialien während der Mahlung des Asphaltes hinzufügen, -so idass die Pulver teilchen des Asphaltes mit dem Staubmaterial überzogen werden und ida.s Pulver seine pulverige Form stets beibehält.
Damit dieser gemahlene Asphalt sich sehr gut mit,der wässerigen Papierzeugmasse ver mischt, kann man in bekannter Weise ge eignete Anfeuchtungsmittel verwenden und inan kann den gemahlenen Asphalt vor der Zuführung zudem Papierzeug in eine breiige Masse verwandeln, ohne dass dadurch dass Wesen -der Erfindung in irgend einer Weise geändert wird.
Ferner kann man andere bituminöse oder h .rzartige Materialien, die in derselben Weise behandelt werden kön nen, ohne weiteres ver,#venden. Man kann bei- spielsweise zu dem gemahlenen Asphalt Seife, Wasserglas, organische Gelatine oder dergleichen, in Wasser aufgelöst, hinzufügen und diese Stoffe innig miteinander ver- mischen bis eine breiige Masse entsteht.
Man kann aber auch Seife, Wasserglas, organi sche Gelatine oder dergleichen Anfeuch- tungsmaterial im, trockenen Zustand mit dem Asphalt vermischen, während -der Asphalt gemahlen wird, und nachher dieser Mischung Wasser hinzusetzen, um die gewünschte breiige Masse zu erzielen.
Die Papierzeugmasse, welche in der ge nannten Weise mit dem pulverförmigen Ma terial imprägniert worden ist, wird dann in üblicher Weise über die nasse Partie einer Papiermaschine geleitet und dann in üblicher Weise in eine Bahn verwandelt, ohne dass dabei die Teile der Papiermaschine ver schmutze werden. Die Erzeugung der Bahn kann ununterbrochen vor sich gehen. In der Trockenpartie der Papiermaschine wird das Wasser aus der Papierbahn im wesentlichen vollständig entfernt, und zwar geschieht dies durch entsprechend erwärmte Walzen, ohne ,dass, hierbei ein Kleben,des Imprä.gnierungs- materials stattfindet.
Die heisse, im wesentlichen trockene Pa pierbahn wird dann mit,dem Fluss- oder Lö sungsmittel durch geeignete Verrichtungen, wie Walzen oder Bürsten angefeuchtet. Auch kann man das Flussmittel aufsprühen oder sonstwie auf beiden Seiten der Papierbahn anbringen.
Als Flussmittel kann irgend .ein Material verwendet werden, welches den Asphalt oder irgend ein anderes verwendetes bituminöses oder harzartiges Material auflöst, und dieses Lösungsmittel muss' mit Rücksicht auf das Absorptionsvermögen der Papierfasern ge wählt werden. Auch muss selbstverständlich der Charakter der Imprägniernn.gsmaterialien bei der Wahl des Flussmittels in Betracht gezogen werden. Schliesslich hängt -die Wahl .des Flussmittels auch noch von,der gewünsch ten Eigenschaft des Endproduktes ab.
Hie heisse Papierbahn absorbiert das Flussmittel oder Lösungsmittel gehr schnell und wird dann über die letzten Teile der Trockeneinheiten der Papiermaschine ge leitet. Unter dem Einfluss,der Wärme dieser letzten Trockeneinheiten werden die bitumi nösen oder harzartigen Materialien in,der Pa pierbahn erweicht und mit dem Flussmittel innig vermischt, so dass diese Materialien flüssig werden und sich gleichförmig im Innern der heissen Papierbahn verteilen.
Man erkennt: hieraus, dass der Charakter des bituminösen oder harzartigen Materials, wel ches in dem Papierzeug enthalten ist, ver ändert wird, und zwar je nachdem, in wel- ch@er Menge und von welcher Beschaffenheit das hinzugefügte Flussmittel oder Lösungs mittel ist. In dieser Weise ist es möglich, den in dem Endprodukt vorhandenen bitumi nösen oder harzartigen Materialien irgend eine gewünschte Weichheit zu erteilen, so flass das Endproduld keineswegs zu hart oder brüchig ist.
Gleichzeitig wird aber hierdurch ein Verschmieren der Teile der Papier maschine vollständig vermieden, und alle an dern Nachteile der früher verwendeten wei- ehen bituminösen Materialien werden voll ständig beseitigt.
Die Aufbringung des Flussmittels z\vecks Auflösung des in die Papierbahn hineinge arbeiteten bituminösen oder harzartigen Ma terials wird vorzugsweise während der Trock nung der Papierbahn in der Trockenpartie der Papiermaschine vorgenommen. Man kann aber die gleich guten Erfolge dann erzielen, wenn man die Papierbahn vollständig in der Papiermaschine herstellt und das Flussmittel dann durch besondere Maschinen auf die, Pa pierbahn aufbringt, nachdem die letztere die Papiermaschine verlassen hat.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Papier, Pappe oder .dergleichen, bei welchem Faser stoffmasse mit einem fein verteilten wasser abstossenden Bindemittel imprägniert, die Faserstoffma.sse in Bahnform gebracht und durch Erwärmung von Feuchtigkeit befreit wird, dadurch gekennzeichnet, dass, nach der Überführung der Faserstoffmasse in eine Bahn, die Bahn mit einem Flussmittel be handelt wird, um das in der faserigen Bahn enthaltene wasserabstossende Bindemittel zur Auflösung und Verteilung zu bringen. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man .ein wasserab stossendes Bindemittel verwendet, welches bei einer Temperatur von im wesentlichen 0 in :der Gegenwart von staubähnlichem Material gemahlen wurde, um ein Zusam menbacken .des fein gemahlenen Binde mittels zu verhindern. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das fein verteilte Bindemittel dem Faserstoffmaterial in Ge stalt einer Paste zugegeben wird, die in Mischung mit dem Bindemittel ein Be- netzungsmittel enthält.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| CH166805T | 1932-08-19 |
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| CH (1) | CH166805A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0033350A1 (de) * | 1980-01-23 | 1981-08-12 | Allied Paper, Incorporated | Verfahren zur Herstellung beschichteter Substrate mit verbesserter Wasser- und Lösungsmittelbeständigkeit |
| US4304626A (en) | 1977-08-24 | 1981-12-08 | Allied Paper Incorporated | Method for making water and solvent resistant paper |
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1932
- 1932-08-19 CH CH166805D patent/CH166805A/de unknown
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