CH166805A - Verfahren zur Herstellung von Papier, Pappe oder dergleichen aus Faserstoffmasse. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Papier, Pappe oder dergleichen aus Faserstoffmasse.

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CH166805A
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Corporation Internat Emulsions
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Int Bitumen Emulsions Corp
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    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H25/00After-treatment of paper not provided for in groups D21H17/00 - D21H23/00
    • D21H25/04Physical treatment, e.g. heating, irradiating
    • D21H25/06Physical treatment, e.g. heating, irradiating of impregnated or coated paper

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Description


  Verfahren zur Herstellung von Papier, Pappe oder dergleichen aus     Faserstoffmasse.       Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren zur     Herstellung    von Papier, Pappe  oder dergleichen, bei welchem Faserstoff  masse mit fein     verteiltem,        wasserabstossendem          Bindemittel    imprägniert, die     Faserstoffmasse     in Bahnform gebracht und durch Erwärmen  von Feuchtigkeit befreit wird.

   Das neue  Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass,       nach    Überführung der     Faserstoffmasse    in die  Form einer Bahn,. die Bahn mit einem Fluss  mittel behandelt wird, um die in der  faserigen Bahn     enthaltene    wasserabstossende  Bindemasse zur Auflösung und     Verteilung     zu bringen.  



  Das in dem Obigen gekennzeichnete Ver  fahren unterscheidet sich also von den be  kannten     Verfahren,    in welchen -die Papier  bahn erst gründlich     angefeuchtet    wurde und  dann mit einer     Asphaltschicht    auf einer Seite  versehen wurde. Zur Anfeuchtung dienten  weiche Petroleumasphalte; auch hat man zur  Anfeuchtung Emulsionen von Bitumen ver  wendet.

   Solche Emulsionen wurden auch    schon dem Holländer zugegeben, um aus der  im     Holländer        bearbeiteten        Fasersto.ffmasse     Papierbahnen, die     bereits    das     Imprägnie-          rungsmittel        enthalten,    zu erzeugen.

   Dieses  Verfahren hat den Vorteil der gleichförmigen  Verteilung     und,den        Nachteil,        dass    durch die  mit dem Faserstoff vermischte     Bitumen-          masse    eine     Verschmierung    und     Verklebung     der Papiermaschine     stattfindet.     



  Wie eingangs erwähnt, gehört das Ver  fahren zur Herstellung von Papier, Pappe,  oder dergleichen aus     Faserstoffmasse    nach  der     vorliegenden    Erfindung zu jenen Ver  fahren, in welchen die Masse     mit    fein ver  teilte,, wasserabstossendem     Bindestoff    ver  setzt wird, um nach dieser     Versetzung    in die       Form    einer Bahn gebracht zu werden.  



       Auf    diese Weise     werden.        idie    Bindemittel  ganz gleichmässig durch die ganze Faserstoff  masse     hindurch    verteilt. Um nun die Ge  schmeidigkeit :der     Faserstoffbahn    auch nach  ihrer Trocknung zu wahren,     wird    nach dem  vorliegenden Verfahren die Bahn mit einem           F.lussmittel    behandelt,     um    die     in,    ihr einge  schlossene     jvasserabstossernde    Bindemasse in  der     Masse    selbst zur Auflösung zu bringen.  



  Als Beispiel sei erwähnt., dass man sehr       fein        zermahlenen    Asphalt, der einen Schmelz  punkt von ungefähr 75   C gemäss dem       Krämer-Sarnow-Prüfverfahren    hat, mit oder  ohne Zusatz von Ton, Talk oder dergleichen  der     gemahlenen        Papierzeugmasse    in der       Schlagmaschine        older        Mischmaschine    hinzu  setzt, und     zwar    in einem derartigen     Verhäft-          nis,    dass die gewünschte Imprägnierung er  reicht     wird,

      wobei man die Wirkung des       später    angewendeten     Flussmittels    berück  sichtigt.  



  Das Mahlen des     Aspha-lies    kann dadurch  erleichtert werden, dass man ihn zuerst auf  eine Temperatur von ungefähr 0   C abkühlt,  welche Temperatur je nach der Höhe des  Schmelzpunktes des     A5plia.ltes        etwas    variiert.  Hierdurch wird .der Asphalt zeitweilig hart  und brüchig und man kann ihn leicht zu  Klumpen zerbrechen, die sehr leicht zer  stossen     und    zermahlen werden können, um ein  Pulver zu erzeugen, was mittelst einer       Kolloidmühl_.e    geschehen kann.  



  Da, das feine     Asphaltpulver        -die    Neigung  hat, sich bei gewöhnlicher Temperatur zu  Klumpen zusammen zu ballen, so ist es rat  sam, zu     .dieem    Asphaltpulver staubförmige  Substanzen wie     Steinstaub,    Glaspulver       ,oder        Glimmerpulver    hinzuzusetzen.

   Auch  kann man Talk, Ton oder dergleichen fein  zerteilte Materialien     während    der     Mahlung     des     Asphaltes    hinzufügen, -so     idass    die Pulver  teilchen des     Asphaltes    mit dem Staubmaterial  überzogen werden und     ida.s    Pulver seine  pulverige Form stets beibehält.  



  Damit dieser gemahlene Asphalt sich sehr  gut     mit,der    wässerigen     Papierzeugmasse    ver  mischt, kann man in     bekannter    Weise ge  eignete     Anfeuchtungsmittel    verwenden und       inan    kann den gemahlenen Asphalt vor der  Zuführung zudem Papierzeug in eine breiige  Masse verwandeln, ohne dass dadurch     dass     Wesen -der     Erfindung    in irgend einer Weise  geändert wird.

   Ferner kann man andere  bituminöse oder h     .rzartige    Materialien, die    in derselben Weise behandelt werden kön  nen, ohne weiteres     ver,#venden.    Man kann     bei-          spielsweise    zu dem gemahlenen Asphalt  Seife,     Wasserglas,    organische Gelatine oder  dergleichen, in Wasser     aufgelöst,    hinzufügen  und diese Stoffe innig miteinander     ver-          mischen    bis eine breiige Masse entsteht.

   Man  kann aber auch Seife, Wasserglas, organi  sche Gelatine oder dergleichen     Anfeuch-          tungsmaterial    im, trockenen Zustand mit dem  Asphalt vermischen, während -der Asphalt  gemahlen wird, und nachher dieser Mischung  Wasser hinzusetzen, um die     gewünschte     breiige Masse zu erzielen.  



  Die     Papierzeugmasse,    welche in der ge  nannten Weise mit dem pulverförmigen Ma  terial imprägniert worden ist, wird dann in  üblicher Weise über die nasse Partie einer  Papiermaschine geleitet und     dann    in     üblicher     Weise in eine Bahn verwandelt, ohne dass  dabei die Teile der Papiermaschine ver  schmutze werden. Die Erzeugung der Bahn  kann ununterbrochen vor sich gehen. In der  Trockenpartie der Papiermaschine wird das  Wasser aus der Papierbahn im wesentlichen  vollständig entfernt, und zwar geschieht dies  durch entsprechend erwärmte Walzen, ohne       ,dass,    hierbei ein     Kleben,des        Imprä.gnierungs-          materials    stattfindet.  



  Die heisse, im wesentlichen trockene Pa  pierbahn wird dann     mit,dem    Fluss- oder Lö  sungsmittel durch     geeignete        Verrichtungen,     wie Walzen oder Bürsten angefeuchtet.     Auch     kann man das     Flussmittel    aufsprühen oder       sonstwie    auf beiden Seiten der Papierbahn  anbringen.  



  Als     Flussmittel    kann irgend .ein Material  verwendet werden, welches den Asphalt oder  irgend ein anderes     verwendetes    bituminöses  oder harzartiges     Material    auflöst, und dieses       Lösungsmittel        muss'    mit Rücksicht auf das       Absorptionsvermögen    der Papierfasern ge  wählt werden. Auch muss selbstverständlich  der Charakter der     Imprägniernn.gsmaterialien     bei der Wahl des     Flussmittels    in Betracht  gezogen werden. Schliesslich hängt -die Wahl  .des     Flussmittels    auch noch     von,der    gewünsch  ten Eigenschaft des Endproduktes ab.

        Hie heisse Papierbahn absorbiert das       Flussmittel        oder    Lösungsmittel     gehr    schnell  und wird dann über die     letzten    Teile der  Trockeneinheiten der Papiermaschine ge  leitet. Unter dem     Einfluss,der    Wärme dieser  letzten Trockeneinheiten werden die bitumi  nösen oder harzartigen Materialien     in,der    Pa  pierbahn erweicht und mit dem     Flussmittel     innig vermischt, so dass diese Materialien  flüssig werden und sich gleichförmig im  Innern der heissen Papierbahn verteilen.

   Man  erkennt: hieraus, dass der Charakter des  bituminösen oder harzartigen Materials, wel  ches in dem     Papierzeug    enthalten ist, ver  ändert wird, und zwar je nachdem, in     wel-          ch@er    Menge und von welcher Beschaffenheit  das     hinzugefügte        Flussmittel    oder Lösungs  mittel ist. In dieser Weise ist es möglich,  den in dem Endprodukt vorhandenen bitumi  nösen oder     harzartigen    Materialien irgend  eine gewünschte Weichheit zu erteilen, so       flass    das     Endproduld    keineswegs zu     hart    oder  brüchig ist.

   Gleichzeitig wird aber hierdurch  ein Verschmieren der Teile der Papier  maschine vollständig vermieden, und alle an  dern Nachteile der früher     verwendeten        wei-          ehen    bituminösen Materialien werden voll  ständig     beseitigt.     



  Die Aufbringung des     Flussmittels        z\vecks     Auflösung des in die Papierbahn hineinge  arbeiteten bituminösen oder harzartigen Ma  terials wird vorzugsweise während der Trock  nung der Papierbahn in der Trockenpartie  der Papiermaschine vorgenommen. Man kann  aber die gleich guten Erfolge dann erzielen,  wenn man die Papierbahn vollständig in der       Papiermaschine    herstellt und das     Flussmittel       dann durch besondere Maschinen auf die, Pa  pierbahn aufbringt, nachdem die letztere die       Papiermaschine    verlassen hat.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Papier, Pappe oder .dergleichen, bei welchem Faser stoffmasse mit einem fein verteilten wasser abstossenden Bindemittel imprägniert, die Faserstoffma.sse in Bahnform gebracht und durch Erwärmung von Feuchtigkeit befreit wird, dadurch gekennzeichnet, dass, nach der Überführung der Faserstoffmasse in eine Bahn, die Bahn mit einem Flussmittel be handelt wird, um das in der faserigen Bahn enthaltene wasserabstossende Bindemittel zur Auflösung und Verteilung zu bringen. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man .ein wasserab stossendes Bindemittel verwendet, welches bei einer Temperatur von im wesentlichen 0 in :der Gegenwart von staubähnlichem Material gemahlen wurde, um ein Zusam menbacken .des fein gemahlenen Binde mittels zu verhindern. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das fein verteilte Bindemittel dem Faserstoffmaterial in Ge stalt einer Paste zugegeben wird, die in Mischung mit dem Bindemittel ein Be- netzungsmittel enthält.
CH166805D 1932-08-19 1932-08-19 Verfahren zur Herstellung von Papier, Pappe oder dergleichen aus Faserstoffmasse. CH166805A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0033350A1 (de) * 1980-01-23 1981-08-12 Allied Paper, Incorporated Verfahren zur Herstellung beschichteter Substrate mit verbesserter Wasser- und Lösungsmittelbeständigkeit
US4304626A (en) 1977-08-24 1981-12-08 Allied Paper Incorporated Method for making water and solvent resistant paper

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4304626A (en) 1977-08-24 1981-12-08 Allied Paper Incorporated Method for making water and solvent resistant paper
EP0033350A1 (de) * 1980-01-23 1981-08-12 Allied Paper, Incorporated Verfahren zur Herstellung beschichteter Substrate mit verbesserter Wasser- und Lösungsmittelbeständigkeit

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