CH102167A - Anlage zum Lagern und Abfüllen feuergefährlicher Flüssigkeiten. - Google Patents

Anlage zum Lagern und Abfüllen feuergefährlicher Flüssigkeiten.

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CH102167A
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Inventor
Maschinenbau-Aktien-Ges Huneke
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Martine & Huneke Maschinenbau
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  • Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)

Description


  Anlage zum Lagern und<B>Abfüllen</B> feuergefährlicher     Flüssigheiten.       Die Auffüllung der Lagerbehälter für  feuergefährliche Flüssigkeiten, z. B. Benzin,  erfolgt entweder unter Austritt des     in    dein  Lauerbehälter vorhandenen Schutzgases und  <B>üb</B>     ertritt    in denjenigen Behälter, aus dem  die Flüssigkeit in den Lagerbehälter fliesst,  oder in einen Aufnahmebehälter, der mit  einem höher gelegenen Wasserbehälter in  Verbindung steht und durch     #dessen    Wasser  unter Druck gehalten wird.

   Während bei  der erstgenannten Art der Auffüllung stets       Sehutzgas    verloren geht, weil beim Abschal  ten des entleerten Transportgefässes oder an  dern     Auffüllbehälters    von dem     Lagerbehäl-          fer    aus dem     Auffüllbehälter    die dem     Über-          druch    des Schutzgases entsprechende     Schutz-          gasmenge    bis zum     Druekausgleich    zwischen  Behälter und Atmosphäre in letztere ent  weicht,

   bleibt bei der zweiterwähnten     Auf-          füllungsart    das gesamte Schutzgas in der  Anlage     und    kann dauernd wieder verwendet  werden.     lEerin    liegt ein     wirtschaftlielier     Vorzug von hoher Bedeutung. Lagerungen  mit der zweitgenannten     Auffüllungsart       haben jedoch den Nachteil,     dass    der Zulauf  der Flüssigkeit aus dem Abfüllbehälter aus  einer solchen Höhe     erfolg'-        muss,        dass    der  Gegendruck des Wasserbehälters überwunden  wird.

   Diese     Hölie    ist<B>je</B> nach dem Überdruck  des Schutzgases verschieden, aber stets, auch  in Hinblick auf das geringe spezifische Ge  wicht der feuergefährlichen Flüssigkeit, so  beträchtlich,     dass    bei dieser Art der Lage  rungen das Auffüllen der     Lagerbehälter    mit  frischer Flüssigkeit praktische     Unannelim-          lichkeiten    und Schwierigkeiten bietet- und  wegen der dabei zu verwendenden     Druch-          höhe    ebenfalls unwirtschaftlich ist.  



  Durch die Erfindung ist nun die<B>Mög-</B>  lichkeit gegeben, das Schutzgas in den     Lager-          behäRern    zu erhalten und das Auffüllen mit  geringer Druckhöhe vorzunehmen. Dies ist  dadurch erreicht,     _dass    der Betriebsüberdruck  der Lagerung zeitweise     aufhebbar    ist. Hier  durch ist die Möglichkeit gegeben, das Auf  füllen der Anlage mit frischer Flüssigkeit  gegen den annähernd oder ganz auf     Atmo-          spliärendruck    herabgesetzten Druck des      Schutzgases, also unter geringer     Druel-,höh,--,     vorzunehmen.

   Ferner kann<B>das</B> Aufheben des  Betriebsüberdruckes auch für die Zeiten     zwi-          sehen    zwei     Zapfperioden    von Vorteil sein,  weil dann     Schutzgasverluste,    die bei     ständi-          ,(yer        Aufrechterhaltunc    des Betriebsüber  druckes im Falle von     Undielitigkeiten        vor-          komnien    können, völlig ausgeschaltet sind.  



       Auf    der Zeichnung ist eine beispiels  weise Ausführungsform der Lagerung nach  der Erfindung in     Fig.   <B>1</B> schematisch     veran-          schaulieht,    während     Fig.    2 einen Schnitt  durch das soeben erwähnte Ventil in grösse  rem     Massstabe    wiedergibt.  



  Die unter     Druchschutzgas    stehenden     La-          Perbehälter   <B>1,</B> 2 für die feuergefährliche  Flüssigkeit sind mit Steigleitungen<B>3,</B> 4     ver-          tn        ZD     sehen, die mit     Schutzgasmänteln   <B>5, 6</B>     um-          zn          ge     <B>,</B>     ben    sind, deren Hohlräume mit dem, Innern  der Lagerbehälter<B>1,</B> 2 in Verbindung stehen.  Für die Einfüllung der Lagerflüssigkeit  sind besondere, in den Gasraum der Behälter  <B>1,</B> 2 mündende Leitungen<B>7, 8</B> vorgesehen.

    Die Flüssigkeit wird bei Zapfstellen<B>9, 10</B>       ,ins        den        Lagerbehä        *        Itern        1,    2     entnommen.        Das     für die Flüssigkeitsförderung zu diesen Zapf  stellen erforderliche     Drueksehutzgas    ist in  Gasbehältern<B>11,</B> 12 vorrätig und wird in  diesen Behältern durch den Druck von Was  ser unter Spannung gehalten. Der     hierfar     erforderliche Wasserbehälter<B>13</B> ist durch  eine Leitung 14 mit, den Gasbehältern<B>11, 12</B>  verbunden.

   Je nach dem Füllungsgrade der  Behälter<B>11,</B> 12 schwankt die Spannung des  darin befindlichen Schutzgases entsprechend  dem Unterschiede     zwisehenden        Wa,3serzäulen     H, und X.. Damit beim Zapfen keine     Druck-          min,derung,de,s    Schutzgases eintritt,     wirddurch     selbsttätigen     Wasserzufluss    in den Behälter  <B>13</B> die Wassersäule     I-1"    H, aufrechterhalten.

    Zu diesem Zweck ist<B>-</B>die in den Behälter<B>13</B>  führende Wasserleitung<B>15</B> mit einem  Schwimmerventil<B>16</B> versehen, das sieh beim  Senken des     _N#Tasse#spiegels    im Behälter<B>13</B>       U,ffnet    und die erforderliche     Wassermeno,0     eintreten     lässt,    so     dass    der Wasserspiegel im  Behälter<B>13</B> stets die gleiche Höhe behält und  einen annähernd gleichbleibenden Druck auf    das Schutzgas in den Behältern<B>11,</B> 12  ausübt.  



  Oben im Gasbehälter<B>12</B> ist ein Schwim  merventil<B>17</B> angebracht, das beim Hoch  steigen des Wassers in dem Gasbehälter eine  Rohrleitung<B>18</B> öffnet. Sind beispielsweise  beide     Lan-erbehälter   <B>1,</B> 2 leergezapft, so be  findet sich sämtliches Schutzgas in ihnen,  während die Gasbehälter<B>11,</B> 12 vollständig  mit Wasser gefüllt sind. Wenn nun infolge       Undichtigkeit    der Druckgasleitungen Gas  verloren geht, so     lässt    das Schwimmerventil  <B>17,</B> das über die Leitung<B>18</B> mit einer Gas  flasche verbunden ist, Frischgas aus dieser  Flasche eintreten, sobald der<I>Wasserspiegel</I>  das Ventil<B>17, d.</B>     li.    eine unzulässige Höhe  i in     Gasbehälter    12 erreicht hat.  



  Die Mantelleitungen<B>5, 6</B> sind durch Lei  tungen<B>19,</B> 20 über eine Sammelleitung 21       tn        t'     und     Z-%veigleitungen    22,<B>23</B> mit den     Cvas-          behältern   <B>11,</B> 12 verbunden. Die frisches  Druckgas führende Leitung<B>18</B> ist mit Ven  tilen 24 versehen, von denen Schläuche<B>25</B>  zu Hebern<B>26</B> führen. Die Heber sind an  Ventile<B>27</B> angeschlossen, die an den Enden  der Leitungen<B>7, 8</B> liegen, und ragen mit  ihren andern Enden in Transportfässer<B>28</B>  hinein.  



  Soll frische feuergefährliche Flüssigkeit  in die     Lacrerbehälter   <B>1.</B> 2 eingefüllt werden,  so -wird zunächst das darin     befindlielie          Seliutz(pas    auf     Afmosphärendruck    entspannt.  Dies geschieht ohne Gasverlust dadurch,     dass     die Einwirkung der Wassersäule<I>H,</I>     H--    auf  den Inhalt der Aufnahmebehälter     11.,    12 auf  gehoben wird. Zu diesem Zweck ist in die  Leitung 14 in der Höhe der     Oberhante    der  Gasbehälter<B>11,</B> 12 ein     Dreiweghahn,29    ein  geschaltet, an den sich eine Leitung<B>30</B> an  schliesst.

   Diese mündet in einen Behälter<B>31</B>  in der Höhe des     Drei-weghahnes   <B>29,</B> also der  Oberkante der Gasbehälter<B>11,</B> 12.  



  Ist der Hahn<B>29</B> in die     Ablauflace    -um  gestellt. so ist der oberhalb des Hahnes<B>29</B>  befindliche Zweig der Leitung 14 abgesperrt,       und    das in den     Lagerbehälfern   <B>1,</B> 2     befind-          liehe    Schutzgas dehnt sieh aus und strömt  zum Teil durch die Leitungen<B>5, 6, 19, 20,</B>      21, 22,<B>23</B> in die Gasbehälter<B>11,</B> 12 hinein,  bis der Druck des Gases ausreichend     gesun-          hen    ist.

   Hiernach kann dann das     Transport-          fass   <B>28</B> mittelst des Hebers<B>26</B> an das     Einlass-          ventil   <B>27</B> angeschlossen werden., worauf nach  Öffnen des Gasventils 24 zunächst die     Heber-          wirkung    vom     Transportfass   <B>28</B> in den Lager  behälter<B>1</B> mittelst     Gasdruches    hergestellt  wird.

   Ist etwa ein Drittel oder die Hälfte  des Fasses<B>28</B> ausgelaufen, so kann das Gas  ventil 24 geschlossen und     tder    Gasschlauch  <B>25</B> abgenommen und die weitere Entleerung  des Fasses unter     Nachsaugen    von Luft in das       Transportfass    vorgenommen werden. Dieses       Naehsaugen    von Luft kann unbedenklich er  folgen, weil die Entstehung eines explosions  fähigen Gemisches von Benzindampf und  Luft verhindert wird, wenn Schutzgas, z. B.  <B>CO,</B> oder<B>N</B> und Luft in einer Mischung von  <B>1 : 1</B> zur Anwendung gelangen.

   Bei dieser  -Art der     Abzapfung    ist also die Sicherung  des Transportfasses beim Abfüllen gewähr  leistet, obwohl das     Transportfass    nach der an  gegebenen Teilentleerung voll der     Gasqi--telle     abgeschaltet wird.     Dass    die Möglichkeit hier  für überhaupt gegeben ist, ist ebenfalls ein  Vorzug der Lagerung nach der Erfindung  gegenüber allen bisher bekannten     Lagernu-          gen,    bei denen eine derartige     Abschaltung,    des       Transporigefässes    zum     Zweche    der Gas  ersparnis zu beliebiger Zeit nicht erfolgen  konnte.  



  Die von dem     Transportfass   <B>28</B> in den  Lagerbehälter<B>1</B> übertretende     feuergefähr-          liehe    Flüssigkeit verdrängt das annähernd  oder völlig spannungslose     Sehutzgas    durch  die Leitungen<B>5, 19,</B> 21, 22,<B>23</B> in die Gas  behälter<B>11,</B> 12; hierbei fliesst aus den Gas  behältern<B>11,</B> 12 Wasser durch die Leitung  <B>30</B> nach Massgabe des     Schutzgasübertrittes     aus dem     Lagerbellälter   <B>1</B> ab.  



  Der     Gesamtinhalt    der Aufnahmebehälter  <B>11,</B> 12 wird zweckmässig<B>so</B> bemessen,     dass    er  das gesamte, in den entleerten     Lagerbehäl-          fern   <B>1,</B> 2 enthaltene     Sc'hutzgas    nach erfolgter  Entspannung aufnehmen kann. Haben also  beispielsweise die Lagerbehälter<B>1, 2 je</B> ein  Fassungsvermögen von<B>10,000</B> Litern, und    beträgt der     Betricbsüberdi--Ltek    des Schutz  gases<B>0,5</B>     Aim.,    so erhalten die Aufnahme  behälter<B>11,</B> 12 zusammen ein Fassungsver  mögen von<B>30,000</B> Litern.  



  Da nun bei der Füllung der Lagerbehäl  ter<B>1,</B> 2 aus dem     Transportfass   <B>28</B> unter Um  ständen, nämlich wenn der zu füllende Lager  behälter annähernd voll und das     Transport-          fass    ziemlich leer ist, nur die     Gefällhöhe        H,     von Unterkante     Transportfass    bis Oberkante  Lagerbehälter zur Verfügung steht und  gleichzeitig bei annähernder Füllung der  Gasbehälter<B>11,</B> 12 mit Gas für den Ablauf  des Wassers die Steighöhe     ho    zu überwinden  ist,

   so wird das Produkt aus     H"    und spezi  fischem Gewicht der Lagerflüssigkeit grösser  gewählt als     h".    Zu diesem Zweck werden  zweckmässig die Aufnahmebehälter<B>11,</B> 12  möglichst niedrig ausgeführt und der     Drei-          wegliahn,    sowie die Mündung der Ablauf  leitung<B>30</B> genau in die Höhe der Oberkante  der     Gasbeliä.Iter   <B>11,</B> 12 gelegt.

   Die     Tiefer-          legung    der Teile<B>29, 30</B> ist nicht     stattliaft,     damit eine saugende     Heberwirkung    vermie  den wird für den Fall,     dass    die Aufnahme  behälter<B>11,</B> 12 nahezu mit Wasser gefüllt  sind. Die     Höherlegung    dieser Teile würde  dagegen den maximalen Gegendruck in den  Gasbehältern<B>11,</B> 12 unnötig erhöhen. Zur       Vefmeidung    eines zu langen röhrenartigen  Aufnahmebehälters werden zweckmässig zwei  oder mehrere derartige Gasbehälter<B>11,</B> 12  angeordnet, die unten und oben miteinander  verbunden sind und infolgedessen wie ein  Behälter wirken.  



  Nach Übertritt der gesamten     feuergefähr-          liehen    Flüssigkeit aus den     Trausportfässern     <B>28</B> in die Lagerbehälter<B>1,</B> 2 wird das Ventil  <B>27</B> geschlossen, worauf der     Dreiweghahn   <B>29</B>  wieder in die gewöhnliche Lage gebracht  wird, in der er den Wasserbehälter<B>13</B> mit  den     Aufnallmebehältern   <B>11,</B> 12 verbindet.

    Darauf stellt sieh nach kurzer Zeit der der  Wassersäule     e'ntsprechende    Überdruck des       Schutzgases    in den Gasbehältern<B>11,</B> 12 und  damit auch in den     LagerbeUälfern   <B>1,</B> 2 -wie  der her, so     dass    wieder Flüssigkeit aus der  Zapfstellen<B>9, 10</B> entnommen werden kann-,      In die Leitungen<B>19,</B> 20 sind nun noch  Absperrventile<B>329</B> ganz besonderer Bauart  eingeschaltet.

   Wären in diesen Leitungen  überhaupt keine Absperrventile vorhanden,  so würde einmal bei Umstellung des     Drei-          wegliahnes   <B>29</B> in die Ablauflage der Druck  abfall in beiden Lagerbehältern<B>1,</B> 2 ein  treten, auch wenn nur einer dieser Behälter       auf-efüllt    werden soll, so     dass    man nicht in  der Lage wäre, gleichzeitig --aus dem     andera     Lagerbehälter zu zapfen.

   Ausserdem würde  beim     Zapfbetrieb    für den Fall des Eintrittes  eines Bruches in der bruchsicheren Steig  leitung<B>3, 5</B> oder 4,<B>6</B> die     Rohrbruchsiche-          iung    nicht in der erforderlichen Weise     wir-          hen,    weil unter dem Druck der sieh stets  .selbsttätig ergänzenden Wassersäule<I>H, 112</I>  das gesamte, in den Aufnahmebehältern<B>11,</B>  12 vorrätige Druckgas sofort nachdrängen  und damit die     Druch:

  minderung    in dem     La-          r          behälter,    dessen     Zapfleitung    gebrochen  ist, in unzuverlässiger Weise verhindern       bezw.    verzögern würde. Beide     Missstände     werden durch das in     Fig.    2 in seinen Einzel  heiten veranschaulichte Ventil<B>32</B> beseitigt.  



       Das    Ventil<B>32</B> hat einen Ventilkegel<B>33,</B>  der mittelst einer Stange 34 mit einer     Mein-          bran   <B>35</B> verbunden und durch eine Feder<B>86</B>  im     Offnungssinne    belastet ist.

   Zum     Schlie-          ss,-n    des Ventils ist eine Spindel<B>37</B> vorge  sehen, die mittelst eines Handrades<B>38</B> auf  den Kegel<B>33</B> niedergedrückt werden kann,  <I>so</I>     dass    dieser sich auf seinen Sitz<B>39</B>     leat.     Die Membran<B>35</B> ist mit Glyzerin 40 über  gossen, damit die Dämpfe der     Lagerflüssig-          heit    von ihr ferngehalten werden und sie  dadurch haltbarer wird.

   Unterhalb der     -'Hein-          bran   <B>35</B> liegt ein Hebel 41,     mittelst    welchem  das Ventil<B>33</B> bei     herausgesehraubter    Spin  del<B>37</B> von Hand geöffnet werden kann<B>'</B> Der  im Lagerbehälter<B>1</B> herrschende     Gasdruelz     wirkt auf die Membran<B>35</B> in dem Sinne ein,       dass    der     Ventilhegel   <B>33</B> auf seinen Sitz     ;39     gezogen wird.

   Das Ventil ist also so     lanue          selbsttä.ti"    geschlossen, als in den     Lager-          beli,ilteni"1,    2 und auch in den Aufnahme  behältern<B>11,</B> 12 der gewöhnliche Betriebs  druck herrscht. Tritt nun in der Steig-         leitung   <B>3, 5</B> ein Bruch ein, so bleibt unter  dem Überdruck des auf dem     Ventilke#"el     lastenden Druckgases der unter dem Gegen  druck der Feder<B>36</B> stehende Ventilkegel<B>33</B>  geschlossen.

   Es braucht daher nur die dem  Überdruck entsprechende Menge des im La  gerbehälter<B>1</B> selbst vorhandenen Schutz  gases zu entweichen, damit die     Flüssigkeifs-          fürderung    unterbrochen wird, während die  in den Aufnahmebehältern<B>11, 192</B> befind  liche     Schutzgasmenge    ebenso wie das im  Lagerbehälter 2     befindliehe    Gas erhalten  bleibt.  



  Werden die     Gasaufnahmebehälter   <B>11,</B> 12  durch Umschalten des     Dreiweghahnes   <B>29</B>  zwecks     Auffüllens    eines der Lagerbehälter  drucklos gemacht, während der andere Lager  behälter unter Druck bleiben<I>soll,

   so</I> wird  zweckmässig an dem betreffenden Ventil<B>32</B>  die Spindel<B>37</B> mittelst des Handrades<B>38</B>       niedergesehraubt    und dadurch der     Ventil-          heo-el   <B>33</B> fest auf seinen Sitz<B>39</B>     -edrüekt.          tn        el     Dann kann sich der in dem einen Lager  behälter herrschende     GasdrueL-    der drucklos       ,',Tewordenen    Leitung 21 und damit den     Gas-          aufiialimebehä,Itern   <B>11, 192</B> auch dann nicht  mitteilen,

   wenn der Ventilkegel<B>33</B> unter dem  Druck der Membran<B>35</B> allein nicht- mehr  auf seinen Sitz<B>39</B>     gepresst    ist, und das     '#,en-          til    daher durch die Feder<B>36</B> geöffnet würde.  Soll dagegen auch noch das in dem einen       Lagerbehälfer    befindliche Gas drucklos ge  macht werden, so wird die Spindel<B>37</B> her  ausgeschraubt und damit das Ventil zur  selbsttätigen     Üffnung    freigegeben. Der     Ven-          tilke(rel   <B>33</B> bleibt von selbst in der     Öffnuncs-          la,ye.    stehen, weil der Feder<B>36</B> Leine andere  Kraft entgegenwirkt.

   Wird     nun    der Inhalt  eines     Transporifasses   <B>28</B> in einen der Lager  behälter<B>1,</B> 2     eingehebert,    so strömt das span  nungslose     Sellutzgas    durch den geöffneten  Ventilkegel<B>33</B> in die     Gasaufnahmebehälter     <B>11,</B> 12.  



  Eine weitere vorteilhafte     -N#Tirl,-un,-        de4;     Ventils<B>32</B> ist darin zu sehen,     dass    bei     Wie-          derunterdrueksetzung    des Schutzgases in den       Aufnahinebehältern   <B>11,</B> 12 der Ventilkegel      <B>33</B> durch Steigen des Druckes in der Leitung  21 selbsttätig wieder geschlossen wird. Der  Zustand, in dem das Nachströmen von Druck  gas im Falle eines Rohrbruches verhindert  ist, stellt sich also selbsttätig     #vieder    her.  



  Ein weiterer Vorzug des Ventils     82    ist,       dass    frisches Druckgas aus den Aufnahme  behältern<B>11,</B> 12 nur dann auf die Lager  behälter<B>1,</B> 2 gegeben zu werden braucht,  wenn gezapft werden soll. Es ist also mög  lich, durch Schliessen der Ventile<B>32</B> mittelst  ihrer Handräder<B>38</B> beispielsweise über  Nacht das Nachströmen von Gas zu verhin  dern. Frisches     Gaz    kann bei gehobener     SpinT          del   <B>37</B> durch Anheben des Hebels 41 zuge  lassen werden.  



  Für die Wirtschaftlichkeit der beschrie  benen Lagerung ist von Bedeutung,     dass    mit  dem     Schutzgase    die darin enthaltenen     erheb-          liehen    Mengen der Lagerflüssigkeit in  Dampfform ebenfalls erhalten bleiben. Er  fahrungsgemäss beträgt die im     Schiitzgase     enthaltene verdampfte Flüssigkeit etwa  bis     k"        fÜr    je<B>1</B>     in'    Gas.

   Da aber diese       '/4        ZD     Dämpfe in die Aufnahmebehälter<B>11,</B> 12 ge  langen, so sind auch Vorkehrungen nötig,  -um die sieh dort unter Umständen nieder  schlagende, auf dem Wasser schwimmende  feuergefährliche Flüssigkeit zu entfernen.

    Zu diesem Zweck wird das Gefäss<B>31,</B> in das  die Ablaufleitung<B>30</B> mündet,. als     Flüssig-          keitsscheider    ausgebildet, aus dessen oberer       Üffnung    42 die aus den Dämpfen konden  sierte feuergefährliche Flüssigkeit abläuft,  während die     darunterliegende,    durch ein       U-Rohr    43 mit dein Behälter<B>31</B> verbundene       Ablauföffnung    44 das Wasser auslaufen       lässt.     



  In der Regel wird ein Übertritt von La  gerflüssigkeit aus den     Gasaufnahmebehlil-          tern   <B>11,</B> 12 in den     Abselieider   <B>31</B> nicht er  folgen. Es ist aber zweckmässig, durch  künstliche Einführung von Druckgas in die  Gasbehälter<B>11,</B> 12 bei Ablaufstellung des  Hahnes<B>29</B> das Wasser durch die Leitungen  14,<B>30</B> ganz aus den Gasbehältern<B>11,</B> 12 zu  entfernen, damit auf diese Weise die nieder  geschlagene Lagerflüssigkeit ausgeschieden    werden kann.

       Merbei    wird die     _E        ntleerung     vorteilhaft so, weit vorgenommen, bis durch  die Leitung<B>30</B> auch     Schutzgas    austritt, das  durch eine oben an den Behälter<B>31</B> ange  schlossene Leitung 45 ins Freie entweicht.  



  Da das selbsttätige     Frischgaseinlassventil     <B>17</B> der Gasbehälter<B>11,</B> 12 möglicherweise  undicht sein kann und sich infolgedessen die  in den Gasbehältern enthaltene Gasmenge in  unzulässiger Weise vergrössert, ist dafür  Sorge getragen,     dass    das Entweichen von  Druckgas durch die     Wasserzulaufleitung    14  unter Herausschleudern der in dieser Leitung  enthaltenen Wassersäule vermieden wird. Zu  diesem Zweck ist in dem Gasbehälter<B>11</B> eine  Steigleitung 46 angeordnet, die bis in die  Nähe des Bodens des Behälters reicht.

   Die  Leitung 46     lässt    für den Fall,     dass    ohne Um  schaltung des Hahnes<B>29</B> allein durch Zu  tritt einer zu grossen     Druckgasmenge    ans  dem Ventil<B>17</B> der Wasserspiegel bis nahe  an die Unterkante der Behälter<B>11,</B> 12     sin-          hen    sollte, das Gas entweichen, ohne     dass    die  Leitung 14     leorgeblasen    wird.

   Die Leitung  4-6 ist in ein     Auffaliggefäss    47 geführt, das  durch eine     Rückfalleitung    48 mit dem     Flüs-          sigkeitsscheider   <B>31</B> und durch eine     Über-          laufleitung    49 mit dem Wasserbehälter<B>13</B>  verbunden ist.

   Diese ganze Einrichtung bil  det eine Art     Sielierheitsventil,    das so einge  richtet ist,     dass    die im Falle seines     Intatig-          keitstretens    mitgerissenen     Lagerflüssigkeits-          mengen    durch das Auf     fanggefäss    47- und. die  Leitung 48 in den     Flüssigkeitsscheider   <B>31</B>  geleitet werden. Um die Wirkung der     Ab-          blaseleitung    46 sicherzustellen, wird diese  Leitung über den Wasserbehälter<B>13</B> hinaus  geführt.

   Der     Ablass    von Lagerflüssigkeit bei       annähernd        spannungslosem        Schutzgas        er-          zn     folgt nicht durch die Leitung -46, sondern  durch den     Dreiweghahn   <B>29</B> und die     Ablauf-          leitung        30.     



  Zur Betonung der Wirtschaftlichkeit der  beschriebenen Lagerung sei lediglich darauf  hingewiesen,     dass    der Preis für das aus den  Gasbehältern<B>11,</B> 12 abfliessende Wasser na  türlich erheblich niedriger ist als derjenige  <B>9</B>  des Schutzgases, das sonst verloren<B>ging.</B>      Ein weiterer Vorteil des beschriebenen     ver-          Wasser-    und Gasbetriebes liegt  darin,     dass    von den Wasser enthaltenden       '1.'ellen    der Anlage kein einziger an die La  gerbehälter<B>1,</B> 2, die auf Grund polizeilicher  Vorschriften     ausserhalbder    Gebäude gelagert  sein müssen, herangeführt zu werden braucht,

    kn  die ganze     Wasserünlage    vielmehr im     Ge-          untergebracht    werden kann, so     dass    sie       geg        n        Frost-efahr        "eschüt7t    ist. Dies     bedeu-          z#        e-le        t>        LI          tet    einen     wesentli-chen    Vorzug gegenüber dem  n  reinen Wasserbetrieb, bei dem die Gefahr des       Einfrierens    stets vorhanden ist.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Anla-e züm La, ern und Abfüllen feuer- el 22 gefährlicher Flüssigkeiten mit Wiederver- wendan- des durch Wasser unter Druch <B>L'</B> 0,esetzten Schutzgases, dadurch -,el#eiinzeieli- LI - net, dass der Überdruck des 8chut;gases zeit weise aufliebbar ist.
    UNTERANSPRüCHE: <B>1..</B> Anla--e nach Patentanspruch, dadurch ge- t' Z2 kennzeichnet, dass der Aufnahmebehälter für das Sehutzgas von der Druckwasser leitung (14) abschaltbar und an eine Ab- laufleitun- anschaltbar ist, deren Steig höhe -eringer ist als die Standhöhe der Druckwasserleitung.
    <I>'2.</I> Anlage nach Patentansprueli und Unter- anspruch i 1, dadurch gekennzeichnet z# <B>5</B> dass die Ablaufleitung in der Höhe der Ober kante des Gasaufnahmebehälters liegt.
    3# Anlage nach Patentansprueh und Unter ansprüchen<B>1</B> und 2, dadurch gekennzeich net, dass der Gasaufnahmebehälter eine so kleine Höhe hat, dass der Höhenunter schied (it#) zwischen dem höchsten -und dem tiefsten -Wasserstand in demselben kleiner ist als das Produkt aus dem Höhenunterschied (1-1o) zwischen Unter- kante des Abfüllbehälters <B>(28)</B> und Ober kante des Lagerbehälters mal spezifischem zn Gewicht der Lagerflüssigkeit.
    4 Anla-e nach Patentansprueh und Unter- aiispriielien <B>1</B> bis<B>3,</B> dadurch gekennzeieh- net, dass der Gasaufnahmebehälter im Verhältnis des absoluten Betriebsdruckes des Schutzgases zum Atmosphärendruek grösser ist als der La '-erbehälter <B>(1,</B> 2) der feuere,efährlIchen Flüssigkeit.
    <B>:Z</B> <B>5.</B> Anlage -nach Patentanspruch und Unter ansprüchen<B>1</B> bis 4, dadurch gekennzeich net, dass die Wasserablaufleitung <B>(30)</B> des Gasaufnahmebehälters in einen Flüssig- keitsseheider mündet, der Wasser und die niedergeschlagenen Flüssigkeitsdämpfe ge trennt austreten lässt. <B>6.</B> Anlage nach Patentanspruch und Unter ansprüchen<B>1</B> bis 4, gekennzeichnet duroh eine Steigleitung' die dicht über dem Bo den des Gasaufnahniebehälters beginnt,
    über den Druekwasserbehälter hinauf geführt ist und in einem Auffanggefäss endigt. <B>7.</B> Anlage nach Patentanspruch und Unter ansprüchen<B>1</B> bis<B>6,</B> dadurch gekennzeich net, dass das Auffan"', efäss (47<B> )</B> durch eine Leitung (48) mit dem Flüssigkeits- scheider <B>(31)</B> verbunden ist.
    <B>8.</B> Anlage nach Patentansprueh, dadurch (rekennzeichnet, dass in die Druckgas- n zn leitung jedes Lag,Irbehälters <B>(1</B> bezw. 2) ein Ventil eingeschaltet ist, dessen Ventil- ZD hegel unter der Einwirkung einer auf C)
    ffnen wirkenden Feder und eines durch den Druck des Schutzgases in entgegen- C gesetztem Sinne wirkenden Organes sieht und die Wirkung der Feder und des Or- ganes aufhebbar sind.
CH102167D 1921-08-30 1922-08-03 Anlage zum Lagern und Abfüllen feuergefährlicher Flüssigkeiten. CH102167A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4365243A (en) 1979-12-20 1982-12-21 Societe Suisse Pour L'industrie Horlogere Management Services S.A. Interface device for the entry of data into an instrument of small volume responsive to body movement

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US4365243A (en) 1979-12-20 1982-12-21 Societe Suisse Pour L'industrie Horlogere Management Services S.A. Interface device for the entry of data into an instrument of small volume responsive to body movement

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