AT99929B - Verfahren zur Entsäuerung von Leder, insbesondere Chromleder. - Google Patents

Verfahren zur Entsäuerung von Leder, insbesondere Chromleder.

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Richard Hitschmann
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Richard Hitschmann
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  Verfahren zur   Entsäuerung   von Leder, insbesondere Chromleder. 



   Eine der wichtigsten Vorbereitungsarbeiten in der Gerberei ist   (las sogmannte Entsäuern   der Häute (Felle) nach beendeter Gerbung. 



   Dieses Entsäuern wird z. B. bei der Chromgerbung in der Weise   durchgeführt,   dass die gegerbten Häute (Felle) im Walldass mit bestimmten Flüssigkeiten von schwach alkalischer Reaktion behande] t werden. Durch diese Behandlung wird die Säure in den gegerbter Häuten mehr oder weniger vollständig neutralisiert, was für die weitere Bearbeitung der Haut, insbesondere für die Fettung unbedingt notwendig ist. 



   Diese Behandlungsweise bringt verschiedene Nachteile mit sich ; abgesehen davon, dass die Behandlung der Häute im Walkfass ein   umständlicher   und kostspieliger Vorgang ist, wird hiedurch eine gleichmässige Entsäuerung, auch bei Verwendung gleichbleibender Chemiskalienzusätze. nicht in allen Fällen erzielt. Hiezu kommt noch, dass die nach der Gerbung   überaus   empfindlich3 Haut durch die mechanische Behandlung während des Waschens und   Entsäuerns   sehr leicht Schaden leidet, umsomehr, als sogar schwach alkalisch wirkende Chemikalien die Qualität der Haut äusserst ungünstig beeinflussen. 



   Das Verfahren eignet sich sowohl für Häute, die   mitt : Is   Chromgerbung gegerbt sind, als auch für solche, die mit Gerbstoffen irgendwelcher Art behandelt wurden. 



   Zur   Erläuterung der Durchführung dos   Verfahrens kann folgendes Ausfiihrungsbeispiel dienen :
20-30   Stück   mit Chrom gegerbter Felle werden nach der Gerbung in emen   prismptisehen,   mit   Flüssigkeit gefüllten Bottich   frei eingehängt, ohne einander zu berühren. An den beiden Stirnseiten des Bottichs ist je eine Elektrode angeordnet derart, dass ihre Fläche parallel zu derjenigen der Häute steht. 
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 Spannung, tritt nach 2-3 Stunden die für die weitere Verarbeitung erforderliech Entsäuerung der Felle ein. Nach 4-5 Stunden ist die Entsäuerung sogar bis auf verschwindend Ideine Anteile vollendet. 



   An Stelle des Natriumsulfats können ebensogut andere Salze verwendet werden. Es genügen in vielen Fällen auch die Härtebildung des natürlichen Gebrauchswassers (Brunnen-oder Flusswasser). 



  Verwendet man als Elektrolyten schwach alkalisch reagierende Bäder, so erfolgt die Entsäuerung auf dem beschriebenen Wege noch rascher. 



   Es empfiehlt sich, besonders wenn man   natürlich   vorkommendes Wasser als Flüssigkeitsbad verwendet, dieses durch Zu-und Ablauf stetig zu erneuern, da man dadurch eine Entfernung der aus den Häuten austretenden und zu den Elektroden wandernden Stoffe erzielt. 



   Es empfiehlt sich, die beiden Pole von dem Raume, in dem die Häute sich befinden, durch geeignete Diaphragmen abzutrennen.   Hiedurch : wird   der Vort3il erreicht, dass nach Beendigung des Vorganges und nach Unterbrechung des Stromes die nach den Polen   abgewandelten   Anteile nicht wieder in das Flüssigkeitsbadzurückgelangen. 



   Es hat sich nun gezeigt, dass eine vollständige Entsäurung von gegerbten Häuten (Fellen) ohne Zuhilfenahme von die Qualität   schädigenden   Chcmikalien in sehr kurzer Zeit und mit vollkommener Sicherheit dadurch erzielt wird, dass man die Häute in ein Bad einsetzt, durch welches der elektrische Strom geleitet wird. Dies geschieht in der einfachsten Weise derart, dass mehrere Häut3 (Felle) nach   durchgeführter G. rbung nebeneinander   in einen mit leitender Flüssigkeit gefüllten Trog eingehängt werden, in dessen   beiden Seiten elektrisch ?   Pole   angcordnet sind, di   an eine geeignete Stromquelle 

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 angeschlossen werden können.

   Auf diese Weise kann dann je nach Bedarf ein elektrischer Strom durch die zwischen den Polen liegende   Flüssigkeitsmenge   und durch   die Häute geschickt   werden. 



   Versuche haben ergeben, dass der elektrische Strom die nach dem Gerben in den Häuten enthaltene Säure in verhältnismässig kurzer Zeit und in viel   vollständigerem   Masse entfernt, als dies durch die bisher 
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 zeitig noch vorhandene   Kalkverbindungen   restlos entfernt. 



   Durch geeignete Wahl der Arbeitsbedingungen hat man es sogar in der Hand, den Säuregehalt der Haut willkürlich   herabzudrücken.   



   Das Bad, in welches die Häute (Felle) eingehängt werden, kann bestimmte   Zusätze   enthalten, welche die Wirkung noch verstärken, wie z. B. neutrale Salze der verschiedensten Art (Natriumsulfat nsw.). 



  Es reicht aber in vielen Fällen völlig aus, wenn das Bad gewöhnliches Wasser enthält, da die im   natürlichen   Wasser gelösten Salze vollständig genügen, um einen Stromdurchgang und damit einen Transport der
Säurejonen zu ermöglichen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Entsäuerung von Leder insbesondere Chromleder, dadurch gekennzeichnet, dass die von der Gerbung kommenden Häute und Felle in Wasser, welchem nötigenfalls Leitsalze zugesetzt werden können, einem elektrischen Strom (zweckmässig Gleichstrom) ausgesetzt werden, wobei die an den Stirnseiten des Bades angebrachten Elektroden durch Diaphragmen vom übrigen Badraum getrennt werden können und zweckmässig für eine stete Erneuerung der Badflüssigkeit Sorge getragen wird.
AT99929D 1924-03-29 1924-03-29 Verfahren zur Entsäuerung von Leder, insbesondere Chromleder. AT99929B (de)

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