AT132286B - Verfahren zum Waschen, Reinigen und Desinfizieren von Gegenständen aller Art, insbesondere von Textilien. - Google Patents

Verfahren zum Waschen, Reinigen und Desinfizieren von Gegenständen aller Art, insbesondere von Textilien.

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AT132286B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Waschen, Reinigen und Desinfizieren von Gegenständen aller Art, insbesondere von
Textilien. 



   Es ist bekannt, dass zum Waschen, Reinigen und Desinfizieren von Wäschestücken sowie Gegenständen aller Art die sogenannten selbsttätigen Waschmittel in weitem Masse in Anwendung gekommen sind. Die selbsttätige Wirkung dieser Waschmittel beruht darauf, dass der Sauerstoff, der durch die Zersetzung der in diesen Mitteln enthaltenen sauerstoffabgebenden Verbindungen gebildet wird, das Loslösen und den Transport der Schmutzstoffe fördert sowie ein Bleichen und Desinfizieren des Waschgutes bewirkt. 



   In dem Patent Nr. 129603 der Erfindern ist ein Verfahren beschrieben, mit dem man auf einem gänzlich andern Wege das gleiche Ziel wie mit der Verwendung solcher selbsttätiger Waschmittel erreichen kann. Das wesentliche Merkmal dieses Verfahrens besteht darin, dass man das zu behandelnde Waschgut in Gegenwart von bekannten Waschfliissigkeiten, wie Wasser, Seifen-oder Sodalösung usw., in kaltem oder warmem Zustande der Einwirkung hochfrequenter Magnetfelder aussetzt. 



   Es wurde nun überraschenderweise gefunden, dass man auch durch Einwirkung hochfrequenter elektrischer Felder dasselbe Ziel erreichen kann wie mit der Verwendung selbsttätiger Waschmittel Zur Ausführung dieses Verfahrens bringt man das zu behandelnde Gut in Gegenwart von bekannten Waschflüssigkeiten, wie Wasser, Seifen-oder Sodalösung, in kaltem oder warmem Zustande in ein elektrisches Hochfrequenzfeld, indem man das   Waschgefäss   entweder zwischen die Kondensatorplatten eines Sehwingungskreises einsetzt (Fig.   1),   oder indem man den Waschtrog so in einen Schwingungskreis einschaltet, dass Waschflüssigkeit und Waschgut gewissermassen als ein Teil eines Kondensators dienen (Fig. 2). 



   Das elektrische Hochfrequenzfeld fördert die Wirkung der   normalen   Waschhilfsstoffe teils   chemisch,   teils mechanisch durch Erzeugung von Gasblasen derartig, dass in kurzer Zeit eine auffallende Reinigungswirkung erzielt wird. Diese Wirkung geht weit über das Mass der reinigenden Wirkung der verwendeten Waschhilfsstoffe für sieh hinaus und übertrifft auch die Wirkung des hochfrequenten Magnetfeldes um ein beträchtliches. 



   In der Zeichnung ist in Fig. 1 und 2 die Wirkungsweise des neuen Verfahrens schematisch dargestellt. 



   Das   Waschgefäss   a, das beispielsweise aus einem geeigneten keramischen Material, z. B. Steingut, Steatit od. dgl., bestehen kann, dient zur Aufnahme des Waschgutes sowie der Waschflüssigkeit. Bei 
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 satorplatten   b und c gebracht,   die gegeneinander   versehiebbar   angeordnet sind. Die Abstimmung des Schwingungskreises geschieht durch Verschieben   eines leitenden Verbindungsstückes cl-c,   in das ein   Mess-   instrument zwischengeschaltet sein kann, das bei Resonanz des Kreises einen maximalen Ausschlag zeigt. 



   Bei der in Fig. 2   dargestellten Anordnung wird   der   Waschtrog/auf eine Metallplatte g   aufgesetzt, während in die Waschlauge selbst, in der sich das Waschgut befindet, ein leicht verschiebbarer und dreh- 
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 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Der   Waschprozess   gestaltet sieh folgendermassen : In den Waschtrog werden die kalten   Wasoh-   flüssigkeiten und das Waschgut gegeben. Nach erfolgter Abstimmung des Schwingungskreises beobachtet man bald eine Erwärmung der Waschflüssigkeit und ein Entweichen von   Gasbläschen   aus der Waschflüssigkeit. Gasentbindung und   Erwärmung   schreiten fort, bis ein lebhaftes Sieden der Waschflüssigkeit eintritt. Durch die in der   Waschflüssigkeit   entstehenden   Gasbläschen lockert sich   der Schmutz schon bei relativ niederer Temperatur sehr schnell. Der Schmutz wird in der Waschflüssigkeit suspendiert bzw. emulgiert und durch die   aufsteigenden Gasbläschen   an die Oberfläche geführt.

   Teilweise werden 
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 Bleichung und Desinfektion. 



   Man kann die Waschflüssigkeiten, wie Wasser, Seifenlösung, Sodalösung usw., anstatt in kaltem, bereits in warmem Zustand in die Wasehtröge einbringen. Dadurch wird die Behandlungsdauer des Waschgutes entsprechend verkürzt. 



   Man kann das Verfahren selbstverständlich auch mit der Wirkung der bekannten selbsttätigen Waschmittel kombinieren. 



   Nicht nur Textilien,   Wäschestücke usw.   können zwecks Reinigung dem neuen   Verfahren unter'   worfen werden, sondern auch andere Gegenstände, wie z. B. Werkstücke, Flaschen, Geräte   usw.,   metallischer oder nicht metallischer Natur. 



   Zur Desinfektion von Gegenständen genügt es, diese mit den Waschlaugen zu   durchfeuchten   oder zu benetzen und sie in diesem Zustand in das Kondensatorfeld der Anordnung nach Fig. 1 zu bringen. 



   Da bei diesem Verfahren elektrische Energie in den freien Raum ausstrahlt, so hat es sich als   zweckmässig   und notwendig erwiesen, die Apparatur in bekannter Weise durch Metallfolien, Metalldrahtnetz od. dgl. abzuschirmen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Waschen, Reinigen und Desinfizieren von Gegenständen aller Art, insbesondere von Textilien, dadurch gekennzeichnet, dass man das zu behandelnde Gut in Gegenwart von Waschflüssigkeiten bekannter Zusammensetzung der Einwirkung hochfrequenter elektrischer Felder oder Ströme aussetzt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man den das Waschgut enthaltenden Waschtrog in das Feld zweier oder mehrerer ausserhalb des Wasehtroges angeordneter Kondensatorplatten bringt.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man den Waschtrog auf eine Kondensatorplatte aufsetzt und die innerhalb des Waschtroges befindliche Flüssigkeit nebst Waschgut als andern Teil des Kondensators benutzt. EMI2.2
    5. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekenn- zeichnet, dass eine Kondensatorplatte in die im Waschtrog befindliche Flüssigkeit eingetaucht ist, während die andere Kondensatorplatte ausserhalb, z. B. unterhalb des Troges, angeordnet ist.
    6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur Abstimmung des Hochfrequenz- EMI2.3 EMI2.4
AT132286D 1930-07-21 1930-07-21 Verfahren zum Waschen, Reinigen und Desinfizieren von Gegenständen aller Art, insbesondere von Textilien. AT132286B (de)

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