AT92428B - Verfahren zur Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten. - Google Patents

Verfahren zur Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten.

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  Verfahren zur Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten. 



   In der   Rabschädlingsbekämpfung   spielen bekanntlich die Kupfersalze insbesondere zur Bekämpfung der Peronospora die wichtigste Rolle. Auch für die Saatbeize ist der Landwirt seit langer Zeit gewohnt. in erster Linie Kupfersalze zu verwenden. Die auf solehe Weise zur   Schädlingsbekämpfung   verwendeten Kupfermengen sind sehr erhebliche. 



   Es wurde nun gefunden, dass sich die Kupfersalze   vonSulfosäuren   hochmolekularer Körper von peehund   harzartiger Beschaffenheit, wie   beispielsweise diejenigen des sulfurierten   Naphthol-und Anthrazen-   pechs und diejenigen von sulfurierten Harzen und   ähnlichen   Substanzen mit besonderem Vorteil zur Verhütung von Pflanzenkrankheiten, insbesondere zur Verwendung in der   Rebschädlingsbekämpfung   und als Saatbeize verwenden lassen. Die Kupfersalze der betreffenden Sulfosäuren, sei es, dass sie in Form der wässrigen Lösung oder einer alkalischen Suspension auf Pflanzenteile, z.

   B. durch Spritzen niedergeschlagen werden, oder sei es, dass sie als Pulver   aufgestäubt   werden, besitzen auf den Pflanzenteilen eine besondere intensive Haftfähigkeit und können infolgedessen eine äusserst anhaltende Wirkung ausüben. Auch ist die feine Verteilung und   Sehleimigkeit,   z. B. einer Kupferkalkbrühe für Rebenbespritzung, hergestellt aus den obigen gekennzeichneten Kupfersalzen, wesentlich besser als diejenige einer normalen Kupferkalkbrühe, so dass es auf diese Weise angängig ist, an Kupfer niedriger prozentige Brühen zum Spritzen zu verwenden. 



   Es ist bereits bekannt, Harzseifen den Kupferkalkbrühen hinzuzumischen   (Hollrung,   Mittel zur Bekämpfung der Pflanzenkrankheiten, 1914, S. 34). Ein derartiger Zusatz hat sich aber in der Praxis nicht als brauchbar bewährt, weil die Harzseife ein Zusammenballen der feinen Kupferhydroxydteilehen bewirkt ; es wird daher ein derartiger Harzseifenzusatz von keinem Winzer in der Praxis vorgenommen 
Beispiele :   l.

   Sulfurierts Anthrazenpech, welches   durch Sulfurieren von Anthrazenpeeh mit Schwefelsäure   660 Bé   bis zur Wasserlöslichkeit oder gegebenenfalls auch nur bis zur Alkalilöslichkeit und durch Eindampfen des durch teilweise Neutralisation oder Abscheidung als Erdalkalisulfat von überschüssiger freier Schwefelsäure befreiten Sulfurierungsproduktes   erhältlich   ist, wird in einer etwa 5% igen wässrigen Lösung mit fein gepulvertem Kupferkarbonat versetzt und so lange erwärmt, bis keine Kohlensäureentwicklung mehr stattfindet und die Lösung neutral reagiert. Von   überschüssigem   kohlensaurem Kupfer wird filtriert und das Filtrat, vorteilhaft im Vakuum, durch Eindampfen konzentriert.

   Das erhaltene hellgraue Kupfersalz ist in Wasser leicht   löslieh.   Die wässrige Lösung ist fast völlig geruchlos und liefert beim Eindunsten einen äusserst fest anhaftenden Rückstand. 



   2. Sulfuriertes rotes Harz des Tieftemperaturteers, welches durch Einwirkung von SOg-haltiger Schwefelsäure auf das rote Harz, welches das letzte Destillationsprodukt aus dem Tieftemperaturteer bei Behandlung desselben mit überhitztem Wasserdampf bildet, erhältlich ist, wird in einer etwa 5% igen wässrigen Lösung mit der äquivalenten Menge fein gepulverten Kupferkarbonats versetzt und solange erwärmt, bis keine   Kohlensäureentwicklung   mehr stattfindet und die Lösung neutral reagiert. Von überschüssigem kohlensauren Kupfer wird filtriert und das Filtrat vorteilhaft im Vakuum durch Eindampfen konzentriert. Das erhaltene dunkle Kupfersalz ist in Wasser leicht   löslich.   Dasselbe lässt sich als Pulver in wässriger Lösung oder als alkalisch gefällte Kupferpaste zur   Schädlingsbekämpfung   verwenden. 



   In derselben Weise kann man aus den Sulfurierungsprodukten aus andern pech-oder harzartigen aromatischen Körpern, wie z. B. Naphtolpech, Kumaronharz, künstlichen Harzen aus Phenolen und Aldehyden usw. geeignete Kupfersalze herstellen oder man kann auch durch Umsetzung der Alkalioder Erdalkalisalze der Sulfosäuren mit Kupfersalzen zu brauchbaren Kupferprodukten kommen. Ferner kann man aber besonders vorteilhaft durch einfache Mischung der Alkali-oder Erdalkalisalze obiger Sulfosäuren mit Kupfersalzen zu Produkten derselben oder einer noch günstigeren Wirkung kommen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten, darin bestehend, dass man Kupfersalze von Sulfosäuren pech-oder harzartiger Körper verwendet. 

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Claims (1)

  1. 2. Verfahren zur Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten, darin bestehend, dass man lösliche Kupfersalze in Mischung mit Sulfosäuren bzw. deren AJkaIi-oder Erdalkalisalzen von pech-und harzartigen Körpern verwendet. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT92428D 1920-03-10 1921-03-08 Verfahren zur Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten. AT92428B (de)

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