AT91781B - Schnellgerbverfahren. - Google Patents
Schnellgerbverfahren.Info
- Publication number
- AT91781B AT91781B AT91781DA AT91781B AT 91781 B AT91781 B AT 91781B AT 91781D A AT91781D A AT 91781DA AT 91781 B AT91781 B AT 91781B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- tanning
- rapid
- liquor
- temperature
- pelts
- Prior art date
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 13
- 239000010985 leather Substances 0.000 description 6
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 5
- 235000018553 tannin Nutrition 0.000 description 4
- 229920001864 tannin Polymers 0.000 description 4
- 239000001648 tannin Substances 0.000 description 4
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 3
- 239000003292 glue Substances 0.000 description 3
- 229910052500 inorganic mineral Inorganic materials 0.000 description 3
- 239000011707 mineral Substances 0.000 description 3
- VYZAMTAEIAYCRO-UHFFFAOYSA-N Chromium Chemical compound [Cr] VYZAMTAEIAYCRO-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 235000010633 broth Nutrition 0.000 description 2
- 229910052804 chromium Inorganic materials 0.000 description 2
- 239000011651 chromium Substances 0.000 description 2
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 description 2
- 239000000835 fiber Substances 0.000 description 2
- 239000003795 chemical substances by application Substances 0.000 description 1
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 description 1
- 238000009963 fulling Methods 0.000 description 1
- 230000003993 interaction Effects 0.000 description 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 1
- 229940050271 potassium alum Drugs 0.000 description 1
- GNHOJBNSNUXZQA-UHFFFAOYSA-J potassium aluminium sulfate dodecahydrate Chemical compound O.O.O.O.O.O.O.O.O.O.O.O.[Al+3].[K+].[O-]S([O-])(=O)=O.[O-]S([O-])(=O)=O GNHOJBNSNUXZQA-UHFFFAOYSA-J 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
- 230000037303 wrinkles Effects 0.000 description 1
Landscapes
- Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1>
Schnellgerbverfahren.
Vorliegende Erfindung hat ein Schnellgerbverfahren zum Gegenstande, bei welchem die Blössen in den Gruben oder sonstigen Behältern aufgehängt oder gespannt sind und eine Gerbbrühe von verhältnismässig hoher Konzentration (100 Bé) in rascher Bewegung erhalten wird. Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass die Temperatur der Gerbbrühe allmählich bis auf 37 C gesteigert und in dieser Höhe erhalten wird. Es hat sich gezeigt, dass bei dieser Temperatur, die der des lebenden Tieres entspricht, die Gerbung in besonders rascher und günstiger Weise verläuft, weil die Fasern der Blösse und der darin enthaltene Leim die volle Elastizität und sonstige Beschaffenheit besitzen, die sie in der
Haut des lebenden Tieres aufweisen.
Das vorliegende Gerbverfahren wird in der Weise ausgeführt, dass man die Blössen mit Brühen von hohem Gerbstoffgehalt bei der Temperatur des lebenden Tieres behandelt und dabei die Gerbbrühe in beständiger Bewegung hält, sei es durch Rührwerke, Pumpen od. dgl. oder durch Hin- und Herbewegung von Rahmen. Die Bewegung der Gerbbrühe soll derart sein, dass die Strömung 150 m3 per Stunde erreicht, obgleich man auch bei minder rascher Strömung zu verhältnismässig günstigen Resultaten gelangt. Die Leimgerbstoffverbindung entsteht unter Bedingungen, die denen der Haut im lebenden Zustand am nächsten kommen und liefert ein dichtes und gleichmässiges Leder.
Hievon ausgehend werden die Häute oder Blössen nach den sehr sorgfältig auszuführenden Vorarbeiten des Reinigens usw. in einen Bottich gebracht, der Gerbbrühe von hoher Konzentration und von einer Temperatur von möglichst nahe 37 C enthält, doch dürfen die Gerbbrühen nicht unmittelbar auf diese Temperatur gebracht werden, sondern allmählich, um einen zu raschen Temperaturwechsel zwischen dem Reinigen und dem Gerbbad zu vermeiden, welcher schädlich sein könnte.
Wie bei den bisherigen Gerbverfahren können die Blössen auf Stäben oder auch auf festen oder beweglichen Rahmen in die Gerbbrühe eingehängt werden. Die Bottich können dabei einheitlich sein oder auch aus mehreren miteinander in Verbindung stehenden Teilen bestehen, in denen die Gerbbrühe fortschreitende Konzentrationen aufweist. Der einzige wichtige Punkt ist, dass die in die Gerbbrühe eingetauchten Blössen gut gespannt und völlig faltenfrei sind. Es ist daher für die Ausführung der Erfindung erforderlich die Blössen in Gerbbrühen von starker Konzentration und von bestimmter Temperatur zu tauchen, im Gegensatz zu den bisher angewendeten Verfahren.
Die Konzentration der Gerbbrühen kann zwischen 6 und 250 Bé entsprechend 7 -35% Gerbstoff betragen, ohne Zusatz von schweren Substanzen und ohne irgendwelcheÄnderung, je nach der Beschaffenheit der Blössen. Diese werden auf hinund herbewegte Rahmen gespannt und in die vorstehend beschriebene Gerbbrühe, die auf möglichst nahe 370 C erwärmt wird, gebracht. Bei der mittels einer geeigneten Vorrichtung vorgenommenen Hinzufügung von Gerbstoffextrakt kann fester Extrakt von 60-70% Gerbstoffgehalt oder flüssiger Extrakt von hoher Konzentration benutzt werden.
Man kann auch bei der Bereitung der Gerbbrühen mineralische Substanzen benutzen, welche Chrom enthalten, wie Chromalaun, Kaliumchromat oder dessen Derivate und im allgemeinen irgendwelche in der Gerberei bekannte oder sonstige geeignete mineralische Stoffe. Diese Operation dauert 1-15 Tage je nach der Dicke und der Beschaffenheit der Haut. Nach dieser Zeit ist das Erhaltene für jede beliebige Ausfertigung bereit.
Die Vorteile des vorliegenden Verfahrens sind folgende :
Da die zum Gerben erforderliche Zeit selbst für das schwerste Leder höchstens 13 Tage beträgt, so ist die Zeitersparnis gegenüber den alten Verfahren, welche viel mehr Zeit, selbst ein Jahr erforderten,
<Desc/Clms Page number 2>
eine sehr grosse. Da während des eigentlichen Gerbens keine Handarbeit erforderlich ist, so ist der Arbeitsbedarf gleich Null. Da weiters kein Walken stattfindet, so liegt auch kein Kraftbedarf vor und es braucht bloss das Bad erwärmt zu werden, wozu man nur eine geringe Menge Abdampf benötigt. Die günstigen, durch das Zusammenwirken der Wärme und der Reaktion zwischen der Leimsubstanz und den konzentrierten Gerbbrühen erhaltenen Bedingungen geben eine Ausbeute von 60-62% des Blossengewichtes gegenüber 40% bei den alten Verfahren.
In dem nach dem vorliegenden Verfahren erhaltenen Leder haben die Fasern keinerlei Schaden genommen (im Gegensatz zu gewalktem Leder), ihre Elastizität bleibt vollkommen und ihre Festigkeit ist viel grösser als bei Leder, das nach dem alten Verfahren erhalten wurde.
Das nach dem vorliegenden Verfahren erhaltene Leder kann, wenn gewünscht, noch für 8-15 Tage in die Grube gebracht oder durch 4-5 Stunden gewalkt werden.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Schnellgerbverfahren, bei welchem konzentrierte Gerbbrühen (von 6-25 Bé) gegenüber den Blössen in rascher Bewegung erhalten wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Gerbbrühe allmählich auf eine der Temperatur des lebenden Tieres (370 C) möglichst'nahekommende Temperatur erwärmt und dann auf dieser Höhe erhalten wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR91781X | 1915-04-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT91781B true AT91781B (de) | 1923-03-26 |
Family
ID=8792298
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT91781D AT91781B (de) | 1915-04-14 | 1919-10-21 | Schnellgerbverfahren. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT91781B (de) |
-
1919
- 1919-10-21 AT AT91781D patent/AT91781B/de active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| AT91781B (de) | Schnellgerbverfahren. | |
| DE69020680T2 (de) | Verwendung von Fluorchemikalien bei der Lederherstellung. | |
| DE907287C (de) | Verfahren zum Veredeln von Textilien | |
| EP0022067B1 (de) | Verfahren zum einbadigen Färben und Gerben von Fellen oder Pelzen | |
| DE617956C (de) | Verfahren zum Gerben von tierischen Hautbloessen | |
| DE27270C (de) | Verfahren der Seifen- un^ Oelgerberei unter Anwendung von Carbolsäure | |
| DE802003C (de) | Gerbmittel | |
| DE600727C (de) | Verfahren zur Herstellung mineralisch gegerbter Leder | |
| DE14623C (de) | Gerbverfahren, bestehend in dem Entweichen der Häute in die Gerbflüssigkeit, Trocknen derselben und Wiederbehandlungr mit der Gerbstofflösung | |
| DE923030C (de) | Verfahren zum Wasserdichtmachen von Leder | |
| DE142969C (de) | ||
| DE629996C (de) | Verfahren zum Fetten von tierischen Haeuten und Leder | |
| DE517102C (de) | Verfahren zur Vorbehandlung von vegetabilisch gegerbtem Leder fuer die Trocknung | |
| DE2629537C3 (de) | Verfahren zur Erhöhung der Weichheit, Geschmeidigkeit und Reißfestigkeit von Pelzfellen oder Leder durch Behandlung in organischen Lösungsmitteln | |
| DE747173C (de) | Verfahren zum Entfetten von Haeuten und Fellen | |
| DE72053C (de) | Verfahren der Gerbung unter Anwendung von Kohlensäure und elektrischem Strom | |
| DE907339C (de) | Verfahren zum Gerben und Fetten von tierischen Haeuten | |
| DD133969B1 (de) | Verfahren zur herstellung von leder | |
| DE350595C (de) | Verfahren zum Gerben und Beschweren von Haeuten | |
| DE253171C (de) | Gerbverfahren | |
| DE446884C (de) | Verfahren zur Herstellung von gegen Zug und Druck widerstandsfaehigem Leder | |
| DE676337C (de) | Verfahren zur Veredelung von Rauchwaren | |
| DE2532392C3 (de) | Verfahren zur Erhöhung der Weichheit, Geschmeidigkeit und Reißfestigkeit von Pelzfellen oder Leder durch Behandlung in organischen Lösungsmitteln | |
| DE361969C (de) | Verfahren zur Schnellgerbung von Haut | |
| AT111708B (de) | Verfahren zur Vorbereitung von Rauchwaren und Leder für Heißfärbung. |